Rechtsprechung
| BVerwG, 17.04.1975 - V CB 4.74 |
Volltextveröffentlichungen (4)
- ArgeLandentwicklung
Richter; Richter, ausgeschlossener
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Ausschließung eines Richters des Flurbereinigungsgerichts kraft Gesetzes wegen Mitwirkung bei dem vorausgegangenen Verwaltungsverfahren - Gesamt beschleunigtes Zusammenlegungsverfahren im Sinne des Flurbereinigungsrechts als einheitliches Verfahren - Sinn und Zweck der ...
- ArgeLandentwicklung (Volltext/Auszüge)
Richter/Richter, ausgeschlossener
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse
- Wolters Kluwer (Leitsatz)
Flurbereinigungsgericht - Ausschließung eines Richters - Vorausgegangenes Verwaltungsverfahren - Zusammenlegungsverfahren
Verfahrensgang
- OVG Niedersachsen-Schleswig-Holstein, 18.10.1973 - F A 29/72
- BVerwG, 17.04.1975 - V CB 4.74
Wird zitiert von ... (7) Zitiert selbst (2)
- BVerwG, 29.01.1965 - VII C 84.62
Auszug aus BVerwG, 17.04.1975 - V CB 4.74
Unter vorausgegangenem Verwaltungsverfahren ist dasjenige zu verstehen, in dem die Entscheidung ergangen ist, die der Überprüfung im verwaltungsgerichtlichen Verfahren unterliegt (Urteil vom 29. Januar 1965 - BVerwG VII C 84.62 - [VerwRspr. Bd. 17, Nr. 167]). - BVerwG, 15.11.1961 - VI A 1.60
Auszug aus BVerwG, 17.04.1975 - V CB 4.74
Damit wird das gesamte Verwaltungsverfahren erfaßt, das bei einer Anfechtungsklage den Erlaß des angefochtenen Verwaltungsaktes zum Gegenstand hatte, also auch die Mitwirkung im Widerspruchs- bzw. Beschwerdeverfahren (Urteil vom 15. November 1961 - BVerwG VI A 1.60 - [Buchholz 310, § 54 VwGO Nr. 1]).
- VGH Bayern, 21.11.1980 - 11 CS 80 D.61
Verwaltungsprozeßrecht: Ablehnung eines Verwaltungsrichters wegen früherer …
Sowohl § 41 Nr. 4 ZPO als auch § 54 Abs. 2 VwGO beruht auf einem weiten Begriff der "Sache" bzw. des "Verwaltungsverfahrens" (zu § 41 Nr. 4 ZPO : RGZ 152, 9;… Baumbach/Lauterbach, Komm. z. ZPO , 38. Aufl., Anm. 2 D zu § 41 ;… Stein/Jonas, Komm. z. ZPO , 19. Aufl., Anm. III 4 zu § 41 ;… Wieczorek, Komm. z. ZPO , 2. Aufl., Anm. C II d zu § 41 ; zu § 54 Abs. 2 VwGO : BVerwG, Urteil vom 17.4.1975, BayVBl 1976, 55; Urteil vom 15.11.1961, Buchholz 310 § 54 VwGO Nr. 1; Urteil vom 29.1.1965, Buchholz 310 § 54 VwGO Nr. 3; BVerwGE 52, 47, 48).Derart mehrstufige Verfahren sind im Sinne beider Ausschließungstatbestände als Einheit anzusehen, wenn sie durch eine gemeinsame rechtliche Regelung zu einem einheitlichen Verfahren gewissermaßen zusammengeklammert werden, insbesondere wenn die späteren Verfahrensschritte die früheren voraussetzen und auf ihnen aufbauen (so BVerwG, Urteil vom 17.4.1975 a.a.O. für die einzelnen Stufen eines Flurbereinigungsverfahrens).
- BFH, 14.07.1988 - IV R 74/87
Anforderungen an die Rechtmäßigkeit eines Einkommensteuerbescheides
"Mitgewirkt" hat hiernach nicht nur derjenige Amtsträger, der unmittelbar die Entscheidung in dem eigentlichen Verwaltungsverfahren getroffen hat, das zu der gerichtlich zu überprüfenden Entscheidung geführt hat (vgl. zur Frage, welches Verwaltungsverfahren maßgeblich ist z. B. BFH-Urteil vom 25. Mai 1971 VII R, 55/69, BFHE 102, 192, BStBl II 1971, 501; VerwRspr. 17, 637), sondern auch derjenige, dessen Sachbehandlung für dieses Verwaltungsverfahren von "finaler Verbindlichkeit" gewesen ist (vgl. BVerwG-Urteil vom 17. April 1975 V CB 4/74, Bayerische Verwaltungsblätter - BayVBl - 1976, 55; enger allerdings wohl BVerwG-Beschluß vom 18. Januar 1983 7 CA 55/78, Die Öffentliche Verwaltung - DÖV - 1983, 552). - BVerwG, 20.02.1984 - 5 CB 14.82
Rechtsmittel
In flurbereinigungsrechtlichen Verfahren ist dabei jedoch einschränkend zu berücksichtigen, daß es in voneinander getrennten Verfahrensabschnitten durchgeführt wird, wobei die in den einzelnen Verfahrensabschnitten ergehenden Entscheidungen einer gesonderten, selbständigen Anfechtbarkeit unterliegen (Urteil vom 17. April 1975 - BVerwG 5 CB 4.74 - [Buchholz 310 § 133 VwGO Nr. 13]).
- FG Hamburg, 14.06.2005 - II 169/04
Finanzgerichtsordnung/Zivilprozessordnung: Richterablehnung
"Mitgewirkt" hat hiernach nicht nur derjenige Amtsträger, der unmittelbar die Entscheidung in dem eigentlichen Verwaltungsverfahren getroffen hat, das zu der gerichtlich zu überprüfenden Entscheidung geführt hat (vgl. zur Frage, welches Verwaltungsverfahren maßgeblich ist z.B. BFH-Urteil vom 25. Mai 1971, VII R 55/69, BFHE 102, 192 , BStBl II 1971, 501 ; VerwRspr. 17, 637), sondern auch derjenige, dessen Sachbehandlung für dieses Verwaltungsverfahren von "finaler Verbindlichkeit" gewesen ist (vgl. BVerwG-Urteil vom 17. April 1975, V CB 4/74, Bayerische Verwaltungsblätter -BayVBl- 1976, 55; enger allerdings wohl BVerwG-Beschluß vom 18. Januar 1983, 7 CA 55/78, Die öffentliche Verwaltung -DöV- 1983, 552). - BVerwG, 18.10.1976 - 5 B 2.75
Nichtzulassung der Revision mangels grundsätzlicher Bedeutung - Feststellung der …
Auch im beschleunigten Zusammenlegungsverfahren ist eine Nachsichtgewährung nach § 134 Abs. 2 und 3 FlurbG möglich (vgl. Urteil vom 17. April 1975 - BVerwG V CB 4.74 -). - BVerwG, 16.09.1976 - 5 B 1.75
Anwendbarkeit des § 134 Flurbereinigungsgesetz (FlurbG) im beschleunigten …
Im Urteil vom 17. April 1975 - BVerwG V CB 4.74 - hat das Bundesverwaltungsgericht zum Verfahrensablauf eines beschleunigten Zusammenlegungsverfahrens ausgeführt:. - BVerwG, 22.05.1975 - V CB 102.72
Einwendungen gegen die Ergebnisse einer Bodenschätzung - Mitwirkung an dem …
Diese Erwägung entfällt bei Entscheidungen in früheren Verfahren, die bereits abgeschlossen sind, weil die vom Richter selbst erlassenen oder unter seiner Mitwirkung zustandegekommenen Verwaltungsentscheidungen nicht mehr zur Überprüfung stehen (Urteil vom 17. April 1975 - BVerwG. V CB 4.74 -).
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