Rechtsprechung
| BGH, 14.12.1954 - V ZB 31/54 |
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Papierfundstellen
- NJW 1955, 546 (Ls.)
Wird zitiert von ... (10) Zitiert selbst (3)
- RG, 15.05.1936 - 2/36/V 62/35
Müssen in Anwaltsprozessen bestimmende Schriftsätze von einem bei dem …
Auszug aus BGH, 14.12.1954 - V ZB 31/54
Revisionsgericht zugelassenen Rechtsanwalt eigenhändig unterschrieben sein (Bestätigung von RGZ 151, 82 ff).Die Frage, ob Berufungsschriften oder Revisionsschriften (und ebenso die entsprechenden Begründungsschriften) von dem Anwalt handschriftlich unterzeichnet sein müssen oder ob es genügt, daß sie mit einem Faksimilestempel des handschriftlichen Namenszugs des Anwalts versehen sind, hat der Große Zivilsenat des Reichsgerichts im ersteren Sinne entschieden (RGZ 151, 82 ff = JW 1936, 1757 f).
- RG, 27.02.1923 - VII 124/22
Schriftform gemäß § 127 BGB
Auszug aus BGH, 14.12.1954 - V ZB 31/54
Daß das materielle Recht die Unterzeichnung mit einem Faksimilestempel als zulässig ansieht, gilt nicht für jede Art der Schriftform, sondern kann - unter bestimmten Umständen bei Bildung einer entsprechenden Verkehrssitte - für die gewillkürte Schriftform (§ 127 BGB) gelten (Beispiel: RGZ 106, 330 ff; RGZ 125, 73 ff), nicht aber für die gesetzliche Schriftform (§ 126 BGB). - RG, 03.04.1936 - II 245/35
Kann eine Gesellschaft mbH. aus unlauteren Wettbewerbshandlungen ihrer Gründer …
Auszug aus BGH, 14.12.1954 - V ZB 31/54
Eine solche Ausnahme aber auch da zuzulassen, wo ein Rechtsmittel durch Einreichung einer Rechtsmittelschrift eingelegt wird, dazu besteht keine Veranlassung (RGZ 151, 86); die von der Rechtsprechung für die vorerwähnten Fälle zugelassene Ausnahme kann die Regel nicht abändern.
- BGH, 25.06.1975 - VIII ZR 254/74
Heilung der Nichtunterzeichnung der Klageschrift
Es ist seit jeher gefestigte Rechtsprechung, daß im Anwaltsprozeß vor den ordentlichen Gerichten bestimmende Schriftsätze, so auch die Klageschrift, von einem beim Prozeßgericht zugelassenen Anwalt unterzeichnet sein müssen (RGZ 151, 82 ff; BGH Beschl. v. 14. Dezember 1954 - V ZB 31/54 = LM ZPO § 518 Abs. 1 Nr. 3; BGHZ 22, 254, 255 f). - BGH, 25.09.1979 - VI ZR 79/79
Anforderungen an die Unterzeichnung der Klageschrift
Der Bundesgerichtshof hat diese Rechtsprechung des Reichsgerichts ausdrücklich bestätigt (Beschluß vom 14. Dezember 1954 - V ZB 31/54 = LM ZPO § 518 Abs. 1 Nr. 3 = NJW 1955, 546 = ZZP 68, 186) und in der Folgezeit fortgesetzt (BGHZ 37, 156, 157 ff; 65, 46, 47; Urteile v. 28. Januar 1971 - IX ZR 50/70 = MDR 1971, 576 und vom 18. Dezember 1975 - VII ZR 123/75 - NJW 1976, 966; sowie vom 9. Dezember 1974 - III ZR 145/72 = NJW 1975, 494 [BGH 09.12.1974 - III ZR 145/72]; Beschluß v. 4. April 1973 - VIII ZB 11/73 = VersR 1973, 636). - BGH, 18.12.1975 - VII ZR 123/75
Verpflichtung des Rechtsanwalts zur Unterzeichnung des für seine Akten bestimmten …
Nach ständiger höchstrichterlicher Rechtsprechung (vgl. u.a. RGZ 151, 82 sowie BGH Beschluß vom 14. Dezember 1954 - V ZB 31/54 = LM ZPO Nr. 3 zu § 518 Abs. 1 und Urteil vom 28. Januar 1971 - IX ZR 50/70 = LM ZPO Nr. 63 zu § 519) genügt es nicht, wenn dem Anwaltszwang unterliegende Rechtsmittel- und Rechtsmittelbegründungsschriften nur mit dem Namensstempel des Anwalts versehen sind, vielmehr müssen sie als sogenannte bestimmende Schriftsätze grundsätzlich eigenhändig vom Anwalt unterzeichnet sein, um von vornherein möglichst jeden Zweifel darüber auszuschließen, ob diese für den Gang des Verfahrens wesentlichen Prozeßhandlungen von der nach dem Gesetz allein befugten Person vorgenommen sind.
- BFH, 05.11.1973 - GrS 2/72
Handschriftliche Unterzeichnung der Revisionsbegründungsschrift - Entsendung …
Der Bundesgerichtshof (BGH) hat sich dieser Beurteilung im Beschluß vom 14. Dezember 1954 V ZB 31/54 (Lindenmaier-Möhring, Nachschlagewerk des Bundesgerichtshofs, Nr. 3 zu § 518 Abs. 1 ZPO) mindestens im Ergebnis angeschlossen. - BGH, 15.11.1988 - XI ZB 3/88
Unterzeichnung des Empfangsbekenntnisses
Für sie ist jedoch in der höchstrichterlichen Rechtsprechung anerkannt, daß ein Faksimile-Stempel die Unterschrift nicht ersetzt (RGZ 119, 62, 63; 151, 82, 84 f.; RGSt 69, 137, 138; BGH, Beschluß vom 14. Dezember 1954 - V ZB 31/54, JR 1955, 266 mit ausführlicher Stellungnahme zur Gegenmeinung; zweifelnd gegenüber der abw. - BFH, 30.05.1984 - I R 2/84
Revision - Form - Schriftlich eingelegte Revision - Unterschrift - Willkürliche …
Der Mangel der nicht formgerechten Unterschrift kann nach Ablauf der Revisionsfrist und Revisionsbegründungsfrist nicht mit rückwirkender Kraft geheilt werden (vgl. bei Faksimilestempel BFH-Urteil vom 29. August 1969 III R 86/68, BFHE 97, 226, BStBl II 1970, 89; BGH-Beschluß vom 14. Dezember 1954 V ZB 31/54, Zeitschrift für Zivilprozeß - ZZP - 1955, 186, 188; bei fehlender Unterschrift BFH-Beschluß vom 20. Februar 1970 VI R 230/68, BFHE 98, 233, BStBl II 1970, 329; Beschluß des Bundesverwaltungsgerichts - BVerwG - vom 14. Februar 1966 IV B 140/65, NJW 1966, 1043; BGH-Beschluß vom 6. Dezember 1979 VII ZB 13/79, VersR 1980, 331). - BVerwG, 25.08.1970 - I WB 136.69
Form des Antrags auf gerichtliche Entscheidung durch ein Wehrdienstgericht - …
Mit Rücksicht auf diese besondere Bedeutsamkeit bestimmender Schriftsätze haben alle Obersten Bundesgerichte in Fällen, in denen andere Verfahrensordnungen für solche Prozeßhandlungen die Schriftform vorschreiben, dahingehend entschieden, daß die eigenhändige Unterzeichnung des Schriftsatzes durch den Antragsteller oder einen Bevollmächtigten erforderlich ist (BGH NJW 55, 546 und NJW 65, 1862; BAGE 3, 55; BSGE 6, 256 und BSG NJW 65, 1043; BVerwGE 13, 141). - BFH, 29.08.1969 - III R 86/68
Bestimmende Schriftsätze - Eigenhändige Unterschrift - Faksimilestempel - …
Diese Auffassung geht zurück auf den Beschluß des Großen Senats für Zivilsachen des Reichsgerichts Gr. S. Z. 2/36 -- V 62/35 vom 15. Mai 1936 (Entscheidungen des Reichsgerichts in Zivilsachen Bd. 151 S. 82 ff.), den auch der Bundesgerichtshof (BGH) mindestens im Ergebnis für zutreffend hält (vgl. Beschluß des BGH V ZB 31/54 vom 14. Dezember 1954 -- zitiert bei Lindenmaier-Möhring, Nachschlagewerk des Bundesgerichtshofs, § 518 Abs. 1 ZPO Nr. 3 -- sowie dort angeführte Literatur). - BFH, 29.07.1969 - VII R 92/68
Klage - Übermittlung durch Telegramm - Prozeßbevollmächtigter - Unterzeichnung
Er befindet sich damit in Übereinstimmung mit der Rechtsprechung von BGH, Bundesarbeitsgericht (BAG) und Bundessozialgericht (BSG) zu entsprechenden Vorschriften von ZPO und SGG, in denen für Prozeßhandlungen, die ein Verfahren oder einen Rechtszug einleiten, die Schriftform vorgeschrieben und nichts Näheres über den Inhalt dieses Formerfordernisses bestimmt ist (BGH-Beschlüsse V ZB 31/54 vom 14. Dezember 1954, Lindenmaier-Möhring, Nr. 3 zu § 518 Abs. 1 ZPO, und Ia ZB 27/64 vom 13. Mai 1965, NJW 1965, 1862; Beschluß des BAG 1 AZB 28/55 vom 22. Juni 1956, BAGE 3, 55; BSG-Urteil 9 RV 938/62 vom 26. Januar 1965, NJW 1965, 1043). - BVerwG, 31.03.1976 - 1 WB 125.75
Ausgestaltung der Beschwerdemöglichkeiten eines Soldaten gegen eine …
Mit Rücksicht auf diese besondere Bedeutsamkeit bestimmender Schriftsätze haben alle obersten Gerichtshöfe des Bundes in Fällen, in denen andere Verfahrensordnungen für solche Prozeßhandlungen die Schriftform vorschreiben, dahingehend entschieden, daß die eigenhändige Unterzeichnung des Schriftsatzes durch den Antragsteller oder einen Bevollmächtigten erforderlich ist (BGH NJW 1955, 546 und NJW 1965, 1862 [BGH 13.05.1965 - Ia ZB 27/64]; BAGE 3, 55; BSGE 6, 256 und BSG NJW 1965, 1043; BVerwGE 13, 141).
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