Rechtsprechung
| BGH, 07.06.1961 - V ZR 18/60 |
Volltextveröffentlichungen (3)
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Papierfundstellen
- NJW 1961, 1718 (Ls.)
- MDR 1961, 840
- DNotZ 1961, 602
Wird zitiert von ... (6) Zitiert selbst (2)
- BGH, 03.05.1960 - 1 StR 131/60
Abgrenzung zwischen erzieherischen Maßnahmen und Mißhandlung
Auszug aus BGH, 07.06.1961 - V ZR 18/60
Sie besteht also in einer üblen, unangemessenen (sozialwidrigen) Einwirkung auf den Körper des Mitmenschen, die dessen körperliches Wohlbefinden mehr als bloß unerheblich beeinträchtigt (BGHSt 14, 269, 271). - BGH, 20.10.1954 - II ZR 280/53
Vorstandsmitglied und Mehrheitsaktionär
Auszug aus BGH, 07.06.1961 - V ZR 18/60
Für den Fall, daß sie das Berufungsgericht unterlassen haben sollte, läge darin eine Auslegungslücke, die das Revisionsgericht selbst auszufüllen hat (BGHZ 15, 71, 74) und hiermit in der genannten Weise ausfüllt.
- OLG Nürnberg, 08.05.2012 - 12 U 2016/11
Pflichtteilsrecht: Entziehungsgrund der Begehung schwerer Straftaten und der …
Es ist auch nicht erforderlich, dass der Erblasser sich der mit der Verzeihung eintretenden Unwirksamkeit der Pflichtteilsentziehung bewusst ist; ausreichend ist, dass er den moralischen Gehalt seines Verhaltens begreift (BGH, Urteil vom 07.06.1961 - V ZR 18/60, MDR 1961, 840; Urteil vom 18.12.1964 - V ZR 207/62, MDR 1965, 287; Urteil vom 01.03.1974 - IV ZR 58/72, MDR 1974, 742; Urteil vom 23.05.1984 - IVa ZR 229/82, BGHZ 91, 273; OLG Frankfurt, Urteil vom 22.09.1993 - 17 U 43/92, juris; OLG Köln MDR 1997, 66; OLG Köln ZEV 1998, 144; OLG Hamm NJW-RR 2007, 1235;… Palandt/Weidlich, BGB 71. Aufl. § 2337 Rn. 1;… Lange in: MünchKomm-BGB, 5. Aufl. § 2337 Rn. 1ff., 7;… Olshausen in: Staudinger, BGB Neubearbeitung 2006 § 2137 Rn. 1ff.).Allerdings kann für eine Verzeihung der Wegfall des Kränkungsempfindens dann möglicherweise nicht ausreichen, wenn sich der Gekränkte vom Kränkenden - etwa sogar infolge einer durch die Kränkung in Gang gesetzten Entfremdung - innerlich völlig gelöst hat, wenn also Gleichgültigkeit eingetreten ist; umgekehrt schließt sogar ein in gewissem Umfang noch bestehendes Bewusstsein der früheren Kränkung - "vergeben, aber nicht vergessen" - eine Verzeihung nicht notwendig aus (BGH, Urteil vom 07.06.1961 a.a.O.;… Urteil vom 23.05.1984 a.a.O.; OLG Frankfurt…, Urteil vom 22.09.1993 a.a.O.; OLG Köln ZEV 1998, 144;… Palandt/Weidlich a.a.O. § 2337 Rn. 1;… Lange in: MünchKomm-BGB, 5. Aufl. § 2337 Rn. 1;… vgl. Olshausen in: Staudinger a.a.O. § 2337 Rn. 19ff.).
- BGH, 23.05.1984 - IVa ZR 229/82
Grober Undank bei Verfehlung eines Dritten - Verzeihung
Mit dieser nicht näher begründeten Formulierung, die als "obiter dictura" verwendet wurde, auf der die Entscheidung also nicht beruhte, wollte der Bundesgerichtshof ersichtlich nicht von seiner bisherigen Rechtsprechung abweichen; denn das insoweit grundlegende Urteil vom 7. Juni 1961 (V ZR 18/60 - LM BGB § 2337 Nr. 1 = FamRZ 1961, 437, 438) wird als einziger Beleg zitiert. - BGH, 18.12.1964 - V ZR 207/62
Maßgeblicher Zeitpunkt für die Zulässigkeit der Parteivernehmung
Senat hat das klagabweisende erste Berufungsurteil aufgehoben und zurückverwiesen zur erneuten Prüfung, ob die Wirkung der PflichtteilsentZiehung der Erblasserin durch Verzeihung beseitigt wurde« Auf.das Urteil vom 7« Juni 1961 - V ZR 18/60.{LI BOB § 2337 Er« 1} wird Bezug genommen®.
- BGH, 21.12.1973 - IV ZR 204/72
Entzug des Pflichtteils eines Ehegatten; Beweislastverteilung bei Entzug des …
Es besteht daher kein Anlaß, die Beweislast beim Ausschließungsgrund des § 43 Satz 2 EheG anders zu beurteilen als bei sonstigen Ausschließungsgründen, wie zum Beispiel bei der Verzeihung im Sinne des § 49 EheG bzw. des § 2337 BGB (BGH NJW 1961, 1718). - BGH, 20.10.1966 - III ZR 179/64
Anspruch auf Zahlung eines erbrechtlichen Pflichtteils - Entziehung des …
Es genügt, zwar zur Verzeihung, wenn beim Erblasser das Kränkungsempfinden weggefallen ist (BGH Urt. v. 7. Juni 1961 - V ZR 18/60 - = LM § 2337 BGB Nr. 1 = FamRZ 1961, 437 mit weiteren Nachweisen). - BGH, 08.06.1962 - V ZR 226/60
Rechtsmittel
Da das angefochtene Urteil eine solche (unmittelbare oder ergänzende) Vertragsauslegung - von der beiläufigen Bemerkung abgesehen, es sei keine Vereinbarung über Verteilung der Vermögensabgabe in einem dem Klagebegehren entsprechenden Verhältnis nachgewiesen - nicht vorgenommen hat, steht es, sofern der Sachverhalt in dieser Hinsicht geklärt ist, dem Revisionsgericht frei, die vertraglichen Abmachungen selbständig auszulegen (BGHZ 15, 71, 74 [BGH 20.10.1954 - II ZR 280/53]; Urteil des erkennenden Senats vom 13. Juli 1960, V ZR 90/59 S. 9, LM BGB § 133 C Nr. 17 mit weiteren Nachweisen; vgl. ferner BGHZ 35, 69, 72 f [BGH 27.03.1961 - III ZR 6/60]; BGH NJW 1960, 2043, 2047 [BGH 31.05.1960 - I ZR 64/58]; 1961, 73, 74 [BGH 27.10.1960 - III ZR 157/59]; LM BGB § 157 D Nr. 5; Urteile des Senats vom 7. Juni 1961, V ZR 18/60, S. 3, und vom 20. Juni 1961, V ZR 196/59, S. 16).
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