Rechtsprechung
| BVerwG, 23.11.1960 - VI C 386.57 |
Volltextveröffentlichungen (2)
- Wolters Kluwer
Rechtsmittel
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo) (Leitsatz)
Verfahrensgang
- VGH Stuttgart, 02.07.1957 - 3 K 180/55
- BVerwG, 23.11.1960 - VI C 386.57
Papierfundstellen
- BVerwGE 11, 255
Wird zitiert von ... (9)
- BVerwG, 23.01.1970 - II B 83.69
Auslegung des Begriffs "Dienstzeit"
Dies bedarf keiner höchstrichterlichen Klärung mehr, weil es bereits durch zahlreiche Entscheidungen des Bundesverwaltungsgerichts klargestellt ist (vgl. Beschluß vom 30. Januar 1959 - BVerwG II CB 138.58 - [Buchholz BVerwG 234, § 53 G 131 Nr. 9]; Beschluß vom 29. Juni 1959 - BVerwG II B 29.59 - [Buchholz BVerwG 234, § 54 G 131 Nr. 2]; Urteil vom 29. September 1960 - BVerwG II C 89.59 - Urteil vom 23. November 1960 - BVerwG VI C 386.57 - [BVerwGE 11, 255, 256 [BVerwG 23.11.1960 - VI C 386/57]]; Urteil vom 26. August 1965 - BVerwG II C 182.62 - und Urteil vom 14. Juni 1966 - BVerwG II C 75.64 -).Zudem hat das Urteil vom 23. November 1960 - BVerwG VI C 386.57 - (BVerwGE 11, 255 ff.) klargestellt, daß diese Durchführungsbestimmung Nr. 2 als spezifisch nationalsozialistische Vorzugsregelung im Rahmen des Gesetzes zu Art. 131 GG nicht anwendbar ist; auch aus diesem Grunde könnte sie dem Kläger nicht zugute kommen.
In BVerwGE 11, 255 ff. hat der VI. Senat des Bundesverwaltungsgerichts allerdings offengelassen, ob eine günstigere Regelung der Anrechnung von Dienstzeiten im Freiwilligen Arbeitsdienst nach Maßgabe der nach 1945 erlassenen Verwaltungsvorschriften zulässig sei.
Solche Verwaltungsvorschriften, wie sie zu § 55 G 131 zugunsten der am 8. Mai 1945 vorhandenen berufsmäßigen Angehörigen des Reichsarbeitsdienstes ergangen und in BVerwGE 11, 255 ff. erörtert worden sind, bestehen aber nicht für den Fall des Klägers.
- BVerwG, 11.07.1975 - VI C 63.72
Arbeitsdienst für die männliche Jugend - Erweiterte Auslegung trotz eindeutigen …
Der berufsmäßige Dienst im FAD (MJ) und im DFrAD sei weder für die männliche noch für die weibliche Jugend öffentlicher Dienst gewesen; er könne allenfalls als eine "dienstrechtlich gleichwertige Vorform des RAD auf privatrechtlicher Grundlage" gewertet werden (BVerwGE 11, 255 [258]).Diese Heranführung des freiwilligen Arbeitsdienstes an den öffentlichen Dienst ab 1. Juli 1934 hat der Gesetzgeber zum Anlaß genommen, den Dienst im freiwilligen Arbeitsdienst als dienstrechtlich gleichwertige Vorform des Reichsarbeitsdienstes gelten zu lassen (vgl. BVerwGE 11, 255) bzw. für die Angehörigen des (späteren) Reichsarbeitsdienstes zu fingieren, der Reichsarbeitsdienst habe schon ab 1. Juli 1934 bestanden (so in anderem Zusammenhang Urteil vom 11. Juni 1968 - BVerwG II C 24.65 -).
Zu der entsprechenden Regelung des § 173 des Fürsorge- und Versorgungsgesetzes für die ehemaligen Angehörigen des Reichsarbeitsdienstes und ihre Hinterbliebenen - Reichsarbeitsdienstversorgungsgesetz, RADFVG - in der Fassung der Bekanntmachung vom 29. September 1938 (RGBl. I S. 1253) hat der erkennende Senat in BVerwGE 11, 255 entschieden, daß diese Vorschrift im Rahmen des Gesetzes zu Art. 131 GG unanwendbar ist.
- BVerwG, 23.05.1962 - VI C 68.60
Rechtsmittel
Was das Gesetz zu Art. 131 GG unter "Waffen-SS" verstanden wissen will (§§ 67, 72 G 131), ist zwar nicht losgelöst von den am 8. Mai 1945 geltenden Vorschriften auszulegen (vgl. für die entsprechende Frage zum Arbeitsdienst-Recht das Urteil des Senats BVerwGE 11, 255).Zu Unrecht beruft sich der Kläger demgegenüber auf eine angebliche Gleichbehandlung des Arbeitsdienstes der NSDAP mit dem Reichsarbeitsdienst (vgl. hierzu das bereits oben erwähnte Urteil des Senats - BVerwGE 11, 255 -).
- BVerwG, 23.01.1970 - II B 2.70
Entlassungsgeld für frühere Berufsunteroffiziere mit mindestens zehn Dienstjahren …
Dies ist durch zahlreiche Entscheidungen des Bundesverwaltungsgerichts geklärt, und zwar generell für § 53 und § 54 Abs. 2 und 3 G 131 (vgl. Beschluß vom 10. Mai 1958 - BVerwG II B 71.57 - Beschluß vom 30. Januar 1959 - BVerwG II CB 138.58 - [Buchholz BVerwG 234, § 53 G 131 Nr. 9]; Beschluß vom 29. Juni 1959 - BVerwG II B 29.59 - [Buchholz BVerwG 234, § 54 G 131 Nr. 2]; Urteil vom 29. September 1960 - BVerwG II C 89.59 - Urteil vom 23. November 1960 - BVerwG VI C 386.57 - [BVerwGE 11, 255, 256 [BVerwG 23.11.1960 - VI C 386/57]]; Urteil vom 26. August 1965 - BVerwG II C 182.62 - und Urteil vom 14. Juni 1966 - BVerwG II C 75.64 -) sowie insbesondere für den Begriff der "Dienstzeit" in § 54 Abs. 4 Gatz 1 G 131 (vgl. Urteil vom 10. Februar 1966 - BVerwG II C 5.64 - …und Urteil vom 28. August 1968 - BVerwG VI C 22.65 - ebenso Anders-Jungkunz-Käppner, Gesetz zu Art. 131 GG, 4. Auflage, § 53 Anm. 5 S. 282 oben; Brosche RiA 1966 S. 121 ff. [S. 123]; OVG Rheinland-Pfalz, Urteil vom 8. Februar 1965 - 2 A 70/64 - [RiA 1965 S. 217 f.]).Daß die Regelungen des Gesetzes zu Art. 131 GG an dieses früher geltende Recht anknüpfen und dabei auch berücksichtigen, daß nach dem früheren Recht die Dienstzeit im Freiwilligen Arbeitsdienst nicht als "Dienstzeit" eines Berufsunteroffiziers mit weniger als 12 Jahren aktiven Wehrdienstes zu berücksichtigen war (vgl. § 19 Abs. 2 WFVG), verstößt offensichtlich nicht gegen Art. 123 Abs. 1 GG (vgl. auch BVerwGE 11, 255 [257]).
- BVerwG, 24.04.1968 - II C 98.65
Anrechnung einer Berufssoldatendienstzeit auf die Reichsarbeitsdienstzeit im …
In Einklang mit der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts (Urteile vom 29. September 1960 - BVerwG II C 89.59 - und vom 23. November 1960 - BVerwG VI C 386.57 - [Buchholz BVerwG 234, § 55 G 131 Nr. 7 sowie BVerwGE 11, 255]) ist das Berufungsgericht davon ausgegangen, daß bei Anwendung der vorerwähnten Regelung des Gesetzes zu Art. 131 GG für die Berechnung der Dienstzeit eines berufsmäßigen Angehörigen des Reichsarbeitsdienstes das einschlägige frühere Recht maßgeblich ist.- Die vom Berufungsgericht zu der Frage der Anrechnung von Wehrdienstzeiten auf die Reichsarbeitsdienstzeit vertretene Auffassung des Berufungsgerichts steht im übrigen im Einklang mit der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts (vgl. BVerwGE 11, 255 [259]).
- BVerwG, 06.07.1972 - II C 5.71
Anrechenbarkeit der Dienstzeiten im Freiwilligen Arbeitsdienst auf die Dienstzeit …
Übrigens hat das Bundesverwaltungsgericht die Anrechenbarkeit der im Freiwilligen Arbeitsdienst verbrachten Zeit auf die Status-Dienstzeit des § 53 Abs. 1 Satz 2 G 131 ebenfalls bereits verneint (vgl. Beschluß des Senats vom 23. Januar 1970 - BVerwG II B 83.69 - unter Hinweis auf BVerwGE 11, 255 ff.). - BVerwG, 09.01.1974 - II B 36.73
Grundsätzliche Bedeutung einer Rechtssache
Die Frage, ob diese von den Darlegungen des Berufungsgerichts abweichende Ansicht richtig ist, konnte der Rechtssache indessen schon deshalb keine grundsätzliche Bedeutung verleihen, weil sie - wie das Berufungsgericht nicht verkannt hat - nach dem früheren Wehrrecht zu beantworten (ständige Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts, vgl. u.a. BVerwGE 11, 255 [256]; Urteil vom 6. Juli 1972 - BVerwG II C 5.71 - [Dokumentarische Berichte A 1972, 8803]) und dieses Recht nicht dem revisiblen Recht zuzuordnen ist (Bundesverwaltungsgericht, Urteil vom 23. Oktober 1958 - BVerwG II C 154.57 - [Buchholz 234 § 1 G 131 Nr. 19]; Beschluß vom 30. Januar 1959 - BVerwG II CB 138.58 - [Buchholz 234 § 53 G 131 Nr. 9]; Urteil vom 15. Januar 1969 - BVerwG VI C 84.64 - [Buchholz 232 § 87 BBG Nr. 39]). - BVerwG, 23.05.1962 - VI C 160.60
Rechtsmittel
Diese Regelung gilt nach § 55 Abs. 1 Satz 1 Halbs. 1 G 131 auch für die unteren Reichsarbeitsdienstführer entsprechend (vgl. auch BVerwGE 11, 255). - BVerwG, 20.06.1962 - VI C 151.59
Rechtsmittel
Diese Voraussetzung gilt nach § 55 Abs. 1 Satz 1 Halbsatz 1 G 131 auch für die unteren Reichsarbeitsdienstführer entsprechend; vgl. Urteil des Senats vom 23. November 1960 - BVerwG VI C 386.57 - (BVerwGE 11, 255).
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