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Rechtsprechung
   BGH, 09.12.1986 - VI ZR 138/85   

Zitiervorschläge
https://dejure.org/1986,272
BGH, 09.12.1986 - VI ZR 138/85 (https://dejure.org/1986,272)
BGH, Entscheidung vom 09.12.1986 - VI ZR 138/85 (https://dejure.org/1986,272)
BGH, Entscheidung vom 09. Dezember 1986 - VI ZR 138/85 (https://dejure.org/1986,272)
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Sichtbehinderung vor Auffahrunfall I

§ 286 ZPO, Anscheinsbeweis, Enträftung

Volltextveröffentlichungen (5)

  • JLaw (App) | www.prinz.law PDF
  • Wolters Kluwer

    Schadensersatzansprüche aus einem Verkehrsunfall - Anspruch auf Schmerzensgeld und Ersatz zukünftiger Schäden - Nicht ordnungsgemäßes Abblenden des Lichts eines entgegenkommenden PKWs - Verkehrswidriges Verhalten im Straßenverkehr

  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    StVO § 4 Abs. 1 S. 1, § 18 Abs. 6 Nr. 1
    Pflichten des Kraftfahrers auf einer Autobahn; Abstand zu einem vorausfahrenden Kraftfahrzeug

  • ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz frei)
  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Papierfundstellen

  • NJW 1987, 1075
  • NJW-RR 1987, 607 (Ls.)
  • MDR 1987, 488
  • NStZ 1987, 272
  • VersR 1987, 358
  • Rpfleger 1987, 213
 
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Wird zitiert von ... (57)Zitiert selbst (14)

  • BGH, 30.03.1962 - 4 StR 12/62

    Rechtsmittel

    Auszug aus BGH, 09.12.1986 - VI ZR 138/85
    Der Kraftfahrer muß auch ein plötzlich scharfes Bremsen des Vorausfahrenden einkalkulieren (BGHSt 17, 223, 225; OLG Düsseldorf DAR 1965, 305 und 1975, 303; OLG Hamm VRS 27, 376; KG VRS 24, 130 und OLG Köln VRS 25, 353).

    Dies gilt insbesondere auf Autobahnen, auf denen erfahrungsgemäß mit hohen Geschwindigkeiten gefahren wird (BGH Urteile vom 30. März 1962 - 4 StR 12/62 - BGHSt 17, 223 = VRS 22, 364, 366 f und Senatsurteil vom 23. April 1968 - VI ZR 17/67 - VersR 1968, 670, 672).

  • BGH, 15.05.1984 - VI ZR 161/82

    Pflichten des Kraftfahrers auf Autobahnen bei Dunkelheit

    Auszug aus BGH, 09.12.1986 - VI ZR 138/85
    Zwar darf nach ständiger Rechtsprechung (BGH Urteil vom 15. Mai 1984 - VI ZR 161/82 - VersR 1984, 741 m.w.N.) ein Kraftfahrzeugführer bei Dunkelheit auch auf der Autobahn grundsätzlich nur so schnell fahren, daß er innerhalb der überschaubaren Strecke anhalten kann.
  • BGH, 06.04.1982 - VI ZR 152/80

    Haftungsverteilung bei Auffahrunfall auf dem rechten Fahrstreifen einer Autobahn …

    Auszug aus BGH, 09.12.1986 - VI ZR 138/85
    Der an sich gegen den Auffahrenden sprechende Beweis des ersten Anscheins dafür, daß dies schuldhaft geschah (BGH Urteile vom 20. Dezember 1963 - VI ZR 289/62 - VersR 1964, 263, 264 und vom 6. April 1982 - VI ZR 152/80 - VersR 1982, 672 - beide m.w.N.), ist nach den bisherigen Feststellungen des Berufungsgerichts durch die ernsthaft in Betracht kommende Möglichkeit entkräftet, daß R. erst so spät und abrupt nach rechts ausgewichen ist, daß für eine unfallvermeidende Reaktion des Zweitbeklagten keine hinreichende Zeit mehr blieb, wenn er nur den Regelabstand zu dem vorausfahrenden R. einhielt.
  • BGH, 01.07.1961 - VGS 1/60

    Pflichten des Kraftfahrers bei Dunkelheit auf der Autobahn

    Auszug aus BGH, 09.12.1986 - VI ZR 138/85
    Diese Regel des Fahrens auf Sicht (§ 3 Abs. 1 StVO) gilt selbstverständlich auch für das Fahren auf der Überholspur (so schon der Beschluß der Vereinigten Großen Senate des BGH vom 1. Juli 1961 - BGHSt 16, 145; Senatsurteil vom 1. Juli 1969 - VI ZR 26/68 - VersR 1969, 900, 901).
  • BGH, 20.12.1963 - VI ZR 289/62

    Haftungsverteilung bei einem Auffahrunfall auf der Autobahn; Erschütterung des …

    Auszug aus BGH, 09.12.1986 - VI ZR 138/85
    Der an sich gegen den Auffahrenden sprechende Beweis des ersten Anscheins dafür, daß dies schuldhaft geschah (BGH Urteile vom 20. Dezember 1963 - VI ZR 289/62 - VersR 1964, 263, 264 und vom 6. April 1982 - VI ZR 152/80 - VersR 1982, 672 - beide m.w.N.), ist nach den bisherigen Feststellungen des Berufungsgerichts durch die ernsthaft in Betracht kommende Möglichkeit entkräftet, daß R. erst so spät und abrupt nach rechts ausgewichen ist, daß für eine unfallvermeidende Reaktion des Zweitbeklagten keine hinreichende Zeit mehr blieb, wenn er nur den Regelabstand zu dem vorausfahrenden R. einhielt.
  • BGH, 03.11.1967 - VI ZR 90/66

    Anforderungen an den Abstand zu einem vorausfahrenden Fahrzeug

    Auszug aus BGH, 09.12.1986 - VI ZR 138/85
    Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes braucht der Kraftfahrer sich bei der Bemessung des normalen Sicherheitsabstandes in aller Regel nicht darauf einzurichten, daß der normale Bremsweg eines anderen Fahrzeugs außergewöhnlich verkürzt wird (BGH Urteile vom 3. November 1967 - VI ZR 90/66 - VersR 1968, 51 für eine Bundesstraße und vom 10. Dezember 1974 - VI ZR 105/73 - VersR 1975, 373, 374 - beide für Begegnungsunfälle).
  • BGH, 23.04.1968 - VI ZR 17/67

    Anforderungen an den Sicherheitsabstand auf Bundesautobahnen

    Auszug aus BGH, 09.12.1986 - VI ZR 138/85
    Dies gilt insbesondere auf Autobahnen, auf denen erfahrungsgemäß mit hohen Geschwindigkeiten gefahren wird (BGH Urteile vom 30. März 1962 - 4 StR 12/62 - BGHSt 17, 223 = VRS 22, 364, 366 f und Senatsurteil vom 23. April 1968 - VI ZR 17/67 - VersR 1968, 670, 672).
  • BGH, 10.12.1974 - VI ZR 105/73

    Rechtsfolgen des Verzichts auf die Einrede der Verjährung

    Auszug aus BGH, 09.12.1986 - VI ZR 138/85
    Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes braucht der Kraftfahrer sich bei der Bemessung des normalen Sicherheitsabstandes in aller Regel nicht darauf einzurichten, daß der normale Bremsweg eines anderen Fahrzeugs außergewöhnlich verkürzt wird (BGH Urteile vom 3. November 1967 - VI ZR 90/66 - VersR 1968, 51 für eine Bundesstraße und vom 10. Dezember 1974 - VI ZR 105/73 - VersR 1975, 373, 374 - beide für Begegnungsunfälle).
  • BGH, 01.07.1969 - VI ZR 26/68

    Haftungsverteilung bei einem Auffahrunfall

    Auszug aus BGH, 09.12.1986 - VI ZR 138/85
    Diese Regel des Fahrens auf Sicht (§ 3 Abs. 1 StVO) gilt selbstverständlich auch für das Fahren auf der Überholspur (so schon der Beschluß der Vereinigten Großen Senate des BGH vom 1. Juli 1961 - BGHSt 16, 145; Senatsurteil vom 1. Juli 1969 - VI ZR 26/68 - VersR 1969, 900, 901).
  • BayObLG, 16.02.1982 - 1 ObOWi 563/81

    Abstand; Auffahren; Auffahrunfall; Bremslicht; Bremsen; Verkehrsunfall; …

    Auszug aus BGH, 09.12.1986 - VI ZR 138/85
    (Anders ist der Sachverhalt allerdings zu beurteilen, wenn der Vordermann plötzlich zum Stillstand kommt, ohne daß dabei die Bremsleuchten an seinem Fahrzeug aufleuchten - so BayObLG VRS 62, 380).
  • OLG Köln, 24.09.1965 - Ss 276/65

    Sorgfaltsanforderungen; Kraftfahrer; Abstandpflicht

  • OLG Karlsruhe, 02.02.1967 - 1 Ss 276/66

    Auffahrunfall; Autobahn; Fahrweise; Angemessen; Vorhersehbarkeit

  • OLG Frankfurt, 05.06.1975 - 2 Ws (B) 144/75

    Bundesautobahn; Kolonnenfahren; Abstand vom Vordermann; Auffahrunfall; …

  • OLG Köln, 16.07.1963 - Ss 27/63

    Auffahrunfall; Gebotener Abstand; Verkürzung des Bremsweges; Vorwerfbarkeit

  • BGH, 16.01.2007 - VI ZR 248/05

    Schadensverteilung bei Nichteinhaltung des gebotenen Sicherheitsabstandes

    Dies kommt nach der Rechtsprechung des erkennenden Senats etwa dann in Betracht, wenn der Nachweis erbracht wird, dass ein Fahrzeug vorausgefahren ist, welches nach seiner Beschaffenheit geeignet war, dem Nachfahrenden die Sicht auf das Hindernis zu versperren, dieses Fahrzeug erst unmittelbar vor dem Hindernis die Fahrspur gewechselt hat und dem Nachfahrenden ein Ausweichen nicht mehr möglich oder erheblich erschwert war (Senatsurteil vom 9. Dezember 1986 - VI ZR 138/85 - VersR 1987, 358, 359 f.).

    Der gegen den Auffahrenden sprechende Anscheinsbeweis kann auch dann erschüttert werden, wenn der Vorausfahrende unvorhersehbar und ohne Ausschöpfung des Anhalteweges "ruckartig" - etwa infolge einer Kollision - zum Stehen gekommen und der Nachfolgende deshalb aufgefahren ist (Senatsurteil vom 9. Dezember 1986 - VI ZR 138/85 - aaO; vgl. Lepa, NZV 1992, 129, 132).

    Daran fehlt es aber, wenn das vorausfahrende Fahrzeug - wie hier der PKW von Frau H. - durch eine Vollbremsung oder Notbremsung zum Stillstand kommt, denn ein plötzliches scharfes Bremsen des Vorausfahrenden muss ein Kraftfahrer grundsätzlich einkalkulieren (BGHSt 17, 223, 225; Senatsurteile vom 23. April 1968 - VI ZR 17/67 - VersR 1968, 670, 672 und vom 9. Dezember 1986 - VI ZR 138/85 - aaO, m.w.N.).

  • OLG Frankfurt, 09.03.2021 - 23 U 120/20

    Verkehrsunfall: Anscheinsbeweis zu Lasten des Auffahrenden

    Dies soll allenfalls dann nicht mehr gelten, wenn der Bremsweg für den Hintermann etwa durch eine Kollision ruckartig verkürzt wird (BGH, NJW 1987, 1075), jedoch nicht schon bei einer Vollbremsung oder Notbremsung des Vordermannes (BGH, NJW-RR 2007, 680, 681).
  • BGH, 03.12.2024 - VI ZR 18/24

    Haftungsabwägung beim Sturz eines Motorradfahrers ohne Berührung mit dem …

    Er hätte den Abstand zum Vorausfahrenden und die Geschwindigkeit so bemessen, dass er selbst im Fall plötzlich scharfen Bremsens des Vorausfahrenden - das er stets einkalkulieren muss (§ 4 Abs. 1 Satz 1 StVO; vgl. Senatsurteil vom 9. Dezember 1986 - VI ZR 138/85, NJW 1987, 1075, juris Rn. 13 mwN) - noch hätte kontrolliert bremsen und sowohl einen Sturz als auch eine Kollision mit dem Vorausfahrenden hätte vermeiden können.
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