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Rechtsprechung
   BGH, 10.03.1970 - VI ZR 182/68   

Zitiervorschläge
https://dejure.org/1970,347
BGH, 10.03.1970 - VI ZR 182/68 (https://dejure.org/1970,347)
BGH, Entscheidung vom 10.03.1970 - VI ZR 182/68 (https://dejure.org/1970,347)
BGH, Entscheidung vom 10. März 1970 - VI ZR 182/68 (https://dejure.org/1970,347)
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Volltextveröffentlichungen (3)

  • JLaw (App) | www.prinz.law PDF
  • Wolters Kluwer

    Anspruch auf Schadensersatz wegen einer unerlaubten Handlung - Anwendung der Regeln über den Anscheinsbeweis - Fehlen der zur Erkenntnis der Verantwortlichkeit erforderlichen Einsicht

  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Kurzfassungen/Presse

  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo) (Leitsatz)

    BGB § 828 Abs. 2
    Verantwortlichkeit eines Jugendlichen

Papierfundstellen

  • NJW 1970, 1038
  • MDR 1970, 578
  • VersR 1970, 467
  • DB 1970, 974
 
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Wird zitiert von ... (32)Zitiert selbst (11)

  • BGH, 17.05.1957 - VI ZR 93/56

    Rechtsmittel

    Auszug aus BGH, 10.03.1970 - VI ZR 182/68
    Doch muß auch hier - neben der Prüfung der Schuldfähigkeit (§ 828 Abs. 2 BGB) - dem Rechnung getragen werden, daß die Sorgfalt, die von einem Jugendlichen nach § 276 BGB zu fordern ist, nicht immer mit den Maßstäben gemessen werden darf, die an das Verhalten eines Erwachsenen anzulegen sind (Senatsurteilevom 23. Dezember 1953 - VI ZR 166/52 - VersR 1954, 118 undvom 17. Mai 1957 - VI ZR 93/56 - VersR 1957, 415).

    Maßgebend ist aber, ob ein normal entwickelter Junge in seinem Alter hätte voraussehen müssen und können, daß seine Fahrweise die Klägerin verletzen konnte (Senatsurteil vom 17. Mai 1957 - VI ZR 93/56 - VersR 1957, 415).

  • BGH, 25.03.1953 - II ZR 146/52

    Rechtsmittel

    Auszug aus BGH, 10.03.1970 - VI ZR 182/68
    Zu Unrecht beruft sich die Revision auf das Urteil BGH II ZR 146/52 vom 25. März 1953 (BGH LM § 286 ZPO [C] Nr. 11); diese Entscheidung betrifft den Nachweis eines individuellen Willensentschlusses, also einen anderen Fall.
  • BGH, 21.05.1963 - VI ZR 254/62

    Ritterspiele - Analoge Anwendung von §§ 829, 828 Abs. 1 BGB bei über 7jährigem …

    Auszug aus BGH, 10.03.1970 - VI ZR 182/68
    Das Berufungsgericht hat durchaus beachtet, daß auch bei Prüfung der Fahrlässigkeit in Betracht zu ziehen war, ob der Junge nach dem allgemeinen Stande der Entwicklung seiner Altersgruppe die zur Bejahung seiner Fahrlässigkeit erforderliche Reife hatte (BGHZ 39, 281, 283) [BGH 21.05.1963 - VI ZR 254/62] .
  • BGH, 23.12.1953 - VI ZR 166/52
    Auszug aus BGH, 10.03.1970 - VI ZR 182/68
    Doch muß auch hier - neben der Prüfung der Schuldfähigkeit (§ 828 Abs. 2 BGB) - dem Rechnung getragen werden, daß die Sorgfalt, die von einem Jugendlichen nach § 276 BGB zu fordern ist, nicht immer mit den Maßstäben gemessen werden darf, die an das Verhalten eines Erwachsenen anzulegen sind (Senatsurteilevom 23. Dezember 1953 - VI ZR 166/52 - VersR 1954, 118 undvom 17. Mai 1957 - VI ZR 93/56 - VersR 1957, 415).
  • BGH, 11.07.1967 - VI ZR 14/66

    Beweisführung bei der grob fahrlässigen Herbeiführung eines Flugzeugabsturzes - …

    Auszug aus BGH, 10.03.1970 - VI ZR 182/68
    Die Regeln über den Beweis des ersten Anscheins können allerdings dann nur mit Vorbehalten herangezogen werden, wenn ausnahmsweise außer den objektiven auch die subjektiven (personalen) Besonderheiten des jeweiligen Schädigers berücksichtigt werden müssen, wie dies beim Nachweis einer groben Fahrlässigkeit der Fall ist (Senatsurteil vom 11. Juli 1967 - VI ZR 14/66 - VersR 1967, 909).
  • BGH, 23.10.1952 - III ZR 273/51

    Rechtsmittel

    Auszug aus BGH, 10.03.1970 - VI ZR 182/68
    Zutreffend unterscheidet das Berufungsgericht hinsichtlich der subjektiven Voraussetzungen der Haftung des beklagten Jungen zwischen seiner "Zurechnungsfähigkeit" im Sinne des § 828 Abs. 2 BGB und der Fahrlässigkeit des § 276 BGB, die zu seiner Haftung aus § 823 BGB führen würde (BGH Urteil vom 23. Dezember 1952 - III ZR 273/51 - LM § 828 BGB Nr. 1 = VersR 1953, 25).
  • BGH, 25.03.1969 - VI ZR 252/67

    Haftungsverteilung bei Kollision eines auf die Gegenfahrbahn geratenen Fahrzeugs …

    Auszug aus BGH, 10.03.1970 - VI ZR 182/68
    Zudem entspricht es ständiger Rechtsprechung, daß sogar dann, wenn ein Kraftfahrzeug auf die linke Straßenseite gerät, der erste Anschein für ein Verschulden des Fahrers spricht (Senatsurteil vom 25. März 1969 - VI ZR 252/67 - VersR 1969, 636 m.w.Nachw.).
  • BGH, 23.01.1968 - VI ZR 133/66

    Haftungsverteilung bei Kollision mit einem bei winterlichen Straßenverhältnissen …

    Auszug aus BGH, 10.03.1970 - VI ZR 182/68
    Der Begriff der Fahrlässigkeit ist nach objektiven und nicht nach personalen Merkmalen zu bestimmen (vgl.Senatsurteil vom 23. Januar 1968 - VI ZR 133/66 - VersR 1968, 395).
  • BGH, 17.12.1957 - VI ZR 271/56
    Auszug aus BGH, 10.03.1970 - VI ZR 182/68
    Insofern geht das angefochtene Urteil zutreffend davon aus, daß bei der Anwendung des § 828 Abs. 2 BGB nicht (auch noch) darauf abzustellen ist, ob die Willenskraft des Jungen, seine Antriebskräfte seiner Einsicht gemäß zu beherrschen, hinter der seiner Altersgenossen zurückgeblieben war, so daß er, seinem noch kindlichen Spieltrieb folgend, der Verlockung nicht widerstehen konnte, von der rechten Straßenseite auf die linke hinüberzufahren (vgl.Senatsurteil vom 17. Dezember 1957 - VI ZR 271/56 - VersR 1958, 177).
  • RG, 29.04.1931 - IX 295/30
    Auszug aus BGH, 10.03.1970 - VI ZR 182/68
    Dennoch war schon das Reichsgericht dabei verblieben, daß nach § 828 Abs. 2 BGB die Schuld eines intellektuell ausreichend einsichtsfähigen Jugendlichen nicht dadurch ausgeschlossen ist, daß seine Willenskraft hinter dem Durchschnitt seiner Altersgenossen zurückgeblieben ist (RG JW 1931, 2562 = HRR 1931 Nr. 1845).
  • RG, 08.12.1902 - VI 260/02

    Zu § 828 Abs. 2 B.G.B.

  • OLG Celle, 19.02.2020 - 14 U 69/19

    Schadensersatzanspruch nach einem Zusammenstoß mit einer minderjährigen …

    Nach der ständigen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs ist ein Minderjähriger, der imstande ist, die Verantwortlichkeit für sein Tun einzusehen, ohne Rücksicht auf seine Steuerungsfähigkeit deliktsfähig i.S. von § 828 Abs. 3 BGB (st. Rspr. BGH, Urteil vom 10. März 1970 - VI ZR 182/68 - Leitsatz; BGH, Urteil vom 28. Februar 1984 - VI ZR 132/82 - Leitsatz; BGH…, Urteil vom 20. Januar 1987 - VI ZR 182/85 -, Rn. 20, alle zitiert nach juris).
  • LG Frankfurt/Main, 29.10.2020 - 3 O 15/19

    Zur Aufsichtspflicht des Großvaters und der Einsichtsfähigkeit eines 11-Jährigen

    Die Prüfung der deliktischen Verantwortlichkeit ist hierbei sorgfältig zu trennen von der erst in einem nachfolgenden Schritt vorzunehmenden Verschuldensprüfung (BGH, NJW 1970, 1038).
  • BGH, 28.02.1984 - VI ZR 132/82

    Deliktsfähigkeit und Verschulden Minderjähriger

    Es wird daran festgehalten, daß ein Minderjähriger, der imstande ist, die Verantwortlichkeit für sein Tun einzusehen, ohne Rücksicht auf seine Steuerungsfähigkeit deliktsfähig i.S. von § 828 Abs. 2 BGB ist (Bestätigung des Senatsurteils vom 10. März 1970 - VI ZR 182/68 = VersR 1970, 467).

    Die individuelle Steuerungsfähigkeit des Täters hat dagegen außer Betracht zu bleiben (s. BGHZ 39, 281, 283; Senatsurteile v. 17. Dezember 1957 - VI ZR 271/56 = VersR 1958, 177 und v. 10. März 1970 - VI ZR 182/68 - VersR 1970, 467).

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