Rechtsprechung
| BGH, 18.03.1975 - VI ZR 228/73 |
Volltextveröffentlichungen (3)
- JLaw (App) | www.prinz.law
- Wolters Kluwer
Darlehen für den Bau eines Kurzentrums - Sicherung eines Darlehens durch eine Eigentümergrundschuld - Inanspruchnahme einer Haftpflichtversicherung - Auslegung eines Versicherungsvertrages
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Papierfundstellen
- MDR 1975, 747
- VersR 1975, 701
- VersR 1975, 702
- DB 1975, 1117
Wird zitiert von ... (16) Zitiert selbst (12)
- BGH, 23.02.1956 - II ZR 207/54
Anforderungen an die Auslegung eines Vertrages; Auslegung nach dem Sinn und …
Auszug aus BGH, 18.03.1975 - VI ZR 228/73
Für die Auslegung eines Vertrages tritt deshalb die Bedeutung seines Wortlautes völlig zurück, wenn die Vertragsschließenden mit einer bestimmten Ausdrucks- oder Darstellungsweise eine übereinstimmende Vorstellung bestimmten Inhalts verbunden haben, der von dem Wortlaut nicht ohne weiteres oder überhaupt nicht gedeckt ist (BGHZ 20, 109, 110). - BGH, 03.02.1967 - VI ZR 114/65
Arzt-Patientenvertrag. Auslegung
Auszug aus BGH, 18.03.1975 - VI ZR 228/73
Damit ist aber - wie sich aus der in der erwähnten Entscheidung vorgenommenen Verweisung auf RGZ 119, 21, 25 ergibt - nur gesagt, daß für die Auslegung von Verträgen nicht der innere Wille nur einer der Vertragsparteien entscheidet, für den sich im Erklärungstext keinerlei Anhaltspunkte finden, sondern der erklärte wirkliche Wille beider Parteien (…vgl. auch Enneccerus/Nipperdey, Allgemeiner Teil des Bürgerlichen Rechts 15. Aufl. S. 1248 f;… Staudinger/Coing BGB, Allgem. Teil 11. Aufl. § 133 Rdn. 24), also nur das, was als Wille für denjenigen erkennbar geworden ist, für den die Erklärung bestimmt war (BGHZ 47, 75, 78). - BGH, 14.10.1963 - VII ZR 33/62
Vertragliches Abtretungsverbot
Auszug aus BGH, 18.03.1975 - VI ZR 228/73
Diese Abtretung wäre freilich an dem Verbot des § 7 Abs. 3 AHB gescheitert (§ 399 BGB; vgl. BGHZ 40, 156, 159).
- BGH, 31.01.1967 - V ZR 125/65
Vorübergehende Unmöglichkeit der Leistung
Auszug aus BGH, 18.03.1975 - VI ZR 228/73
Abgesehen davon, daß die spätere endgültige Feststellung des Deckungsanspruchs die Abtretung zulässig machen könnte (vgl. § 308 Abs. 1 BGB), können hier die von der Rechtsprechung für den Fall des Irrtums über die Geschäftsgrundlage entwickelten Grundsätze eingreifen (BGHZ 47, 48, 51 f). - BGH, 29.11.1977 - VI ZR 222/74
Quotenvorrecht des Sozialversicherungsträgers
Auszug aus BGH, 18.03.1975 - VI ZR 228/73
In solchen Fällen kann sogar ein klarer, eindeutiger Wortlaut einer Erklärung der Auslegung nicht entgegenstehen (Senatsurteile vom 3. Juni 1953 - VI ZR 223/52 = LM ZVG § 57 b Nr. 1 und vom 5. März 1974 - VI ZR 222/74 = VersR 1974, 782, insoweit in LM ZPO § 282 [Beweislast] Nr. 27 nicht abgedruckt). - BGH, 14.03.1956 - VI ZR 336/54
Rechtsmittel
Auszug aus BGH, 18.03.1975 - VI ZR 228/73
Ist der übereinstimmende und damit wirkliche Wille der Partoien unstreitig oder im Wege der Beweiserhebung feststellbar, dann ist - wie die Revision zutreffend hervorhebt - nicht einmal mehr Raum für eine Auslegung des Vertragswortlauts (Senatsurteil vom 14. März 1956 - VI ZR 336/54 - LM BGB § 157 [Gf] Nr. 2; vgl. auch BGH Urt.v. 21. Mai 1959 - II ZR 165/57 = LM BGB § 119 Nr. 6;… RGR-Kommentar 12. Aufl., § 779 Rdn. 27 m.w.Nachw.). - RG, 21.11.1927 - VI 71/27
Novation; Zu § 66 AufwG.
Auszug aus BGH, 18.03.1975 - VI ZR 228/73
Damit ist aber - wie sich aus der in der erwähnten Entscheidung vorgenommenen Verweisung auf RGZ 119, 21, 25 ergibt - nur gesagt, daß für die Auslegung von Verträgen nicht der innere Wille nur einer der Vertragsparteien entscheidet, für den sich im Erklärungstext keinerlei Anhaltspunkte finden, sondern der erklärte wirkliche Wille beider Parteien (…vgl. auch Enneccerus/Nipperdey, Allgemeiner Teil des Bürgerlichen Rechts 15. Aufl. S. 1248 f;… Staudinger/Coing BGB, Allgem. Teil 11. Aufl. § 133 Rdn. 24), also nur das, was als Wille für denjenigen erkennbar geworden ist, für den die Erklärung bestimmt war (BGHZ 47, 75, 78). - BGH, 21.05.1959 - II ZR 165/57
Rechtsmittel
Auszug aus BGH, 18.03.1975 - VI ZR 228/73
Ist der übereinstimmende und damit wirkliche Wille der Partoien unstreitig oder im Wege der Beweiserhebung feststellbar, dann ist - wie die Revision zutreffend hervorhebt - nicht einmal mehr Raum für eine Auslegung des Vertragswortlauts (Senatsurteil vom 14. März 1956 - VI ZR 336/54 - LM BGB § 157 [Gf] Nr. 2; vgl. auch BGH Urt.v. 21. Mai 1959 - II ZR 165/57 = LM BGB § 119 Nr. 6;… RGR-Kommentar 12. Aufl., § 779 Rdn. 27 m.w.Nachw.). - BGH, 03.06.1953 - VI ZR 223/52
Rechtsmittel
Auszug aus BGH, 18.03.1975 - VI ZR 228/73
In solchen Fällen kann sogar ein klarer, eindeutiger Wortlaut einer Erklärung der Auslegung nicht entgegenstehen (Senatsurteile vom 3. Juni 1953 - VI ZR 223/52 = LM ZVG § 57 b Nr. 1 und vom 5. März 1974 - VI ZR 222/74 = VersR 1974, 782, insoweit in LM ZPO § 282 [Beweislast] Nr. 27 nicht abgedruckt). - BGH, 28.09.1961 - II ZR 101/59
Rechtsfolgen des Haftungsausschlusses des Kfz-Mieters für grobe Fahrlässigkeit
Auszug aus BGH, 18.03.1975 - VI ZR 228/73
Das gilt sogar schon für die Zeit vor Eintritt eines Schadensfalles (vgl. für die Kfz-Haftpflichtversicherung: Senatsurteil vom 26. April 1960 - VI ZR 97/59 = VersR 1960, 549, 550; vgl. auch BGH Urteil vom 28. September 1961 - II ZR 101/59 = VRS 21, 332). - BGH, 14.07.1954 - VI ZR 82/53
Rechtsmittel
- BGH, 26.04.1960 - VI ZR 97/59
Zulässigkeit eines Haftungsausschlusses zwischen Kraftfahrer und Fahrgast; …
- BGH, 08.12.1982 - IVa ZR 94/81
Testamentsauslegung bei Hoferbenbestimmung.
Indessen handelt es sich bei einem solchen Vorgehen des Richters, wenn es denn geboten ist, immer nur um eine "zweitbeste Lösung", gewissermaßen um einen Notbehelf, weil der "mutmaßliche" Erblasserwille den wirklichen Willen des Erblassers eben weniger sicher trifft und ihm daher prinzipiell nicht ganz so nahe kommen kann, als wenn der tatsächliche Wille des Erblassers bewiesen (BGH, Urteile vom 18.3.1975 - VI ZR 228/73 - LM BGB § 133 (D) Nr. 7 und vom 14.3.1956 - VI ZR 336/54 = LM BGB § 157 (Gf) Nr. 2; BAG AP 30 zu § 133 BGB; BAG NJW 1971, 639, 640) oder sogar zugestanden (Senatsurteil vom 26.3.1981 - IVa ZR 141/80 = LM ZPO § 288 Nr. 5) wäre. - BGH, 25.05.2011 - IV ZR 117/09
Erste Entscheidungen des Bundesgerichtshofs zu den versicherungsrechtlichen …
Andererseits dürfen einem Erklärungstatbestand nicht nachträglich Inhalte beigelegt werden, von denen die Parteien bei Vertragsschluss nicht ausgegangen sind (vgl. BGH, Urteil vom 18. März 1975 - VI ZR 228/73, VersR 1975, 701 unter II 1). - BGH, 10.06.1985 - III ZR 73/84
Abgrenzung von Anwalts- und Vermittlungsmaklervertrag bei Beauftragung eines …
Maßgebend ist vielmehr, wie derjenige, für den sie bestimmt sind, die redlicherweise unter den ihm bekannten Umständen nach Treu und Glauben unter Berücksichtigung der Verkehrssitte verstehen muß (BGHZ 36, 30, 33; 47, 75, 78; BGH Urteil vom 18. März 1975 - VI ZR 228/73 = LM BGB § 133 (D) Nr. 7;… Krüger-Nieland/Zöller in BGB -RGRK 12. Aufl. § 133 Rn. 2 - 4 m.w.Nachw.;… Palandt/Heinrichs, BGB 43. Aufl. § 133 Anm. 4 c).
- OLG Saarbrücken, 12.08.2026 - 5 U 9/26
BU-Vergleich schließt spätere Rentenerhöhung für aktuellen Versicherungsfall aus
Wird der tatsächliche Wille des Erklärenden bei Abgabe einer empfangsbedürftigen Willenserklärung festgestellt und hat der andere Teil die Erklärung ebenfalls in diesem Sinne verstanden, dann bestimmt dieser Wille den Inhalt des Rechtsgeschäfts, ohne dass es auf Weiteres ankommt (BGH, Urteil vom 18. März 1975 - VI ZR 228/73, MDR 1975, 747). - BGH, 26.04.1978 - VIII ZR 236/76
Baukostenzuschuß des Untermieters an den Untervermieter
Denn für den Inhalt eines Vertrages ist der übereinstimmende Wille der Beteiligten maßgebend, selbst wenn die Erklärungen objektiv eine andere Bedeutung haben sollten, d.h. ein unbefangener Dritter ihnen einen anderen Sinn beilegen würde (BGH Urteil vom 18. März 1975 - VI ZR 228/73 = VersR 1975, 701, 702;… Palandt/Heinrichs, BGB 37. Aufl. Einführung 2 a vor § 116 je m.w. Nachw.). - LAG Düsseldorf, 17.01.1997 - 9 Sa 1592/96
Betriebliche Altersversorgung: Leistungsordnung des Essener Verbandes - …
Rn. 243 Welchen Inhalt die Vereinbarung vom 22.03.1995 hinsichtlich einer Verpflichtung zur Zahlung von Übergangsgeld aufweist, ist gem. §§ 133, 157 BGB durch normative Auslegung zu ermitteln, soweit kein konvergierendes Verständnis der Parteien über die inhaltliche Reichweite dieser Vereinbarung besteht (vgl. nur BGH DB 1975, 1117; BAG DB 1975, 1368).Es entspricht ständiger Spruchpraxis des BAG und BGH (BAG DB 1975, 1368; BGH DB 1975, 1117), daß bei der Auslegung eines Vertrags der Konsens der Vertragsparteien den Vorrang vor der an §§ 133, 157 BGB orientierten Vertragsauslegung hat, weil der objektive Erklärungssinn dann unbeachtlich bleiben muß, wenn Erklärender und Erklärungsempfänger dasselbe meinen oder der Erklärungsempfänger wenigstens erkannt hat, was der Erklärende in Wirklichkeit wollte.
- BGH, 23.09.2025 - XI ZR 160/24
Ansprüche aus einem Darlehensvertrag nach erfolgter Kündigung wegen …
Sollte sich dieser Sachvortrag der Beklagten in der Beweisaufnahme als richtig erweisen, könnte der Vereinbarung materiell-rechtliche Wirkung zukommen und dies bei der Tenorierung zu berücksichtigen sein (vgl. BGH, Urteile vom 14. Juli 1954 - VI ZR 82/53, BeckRS 1954, 31371162 unter IV und vom 18. März 1975 - VI ZR 228/73, DB 1975, 1117, 1118 unter III 1;… Senatsbeschluss vom 17. März 2020 - XI ZR 226/19, juris Rn. 13). - OVG Berlin-Brandenburg, 24.06.2025 - 10 B 6.25
Erhaltungsverordnung - Milieuschutzgebiet "Boxhagener Platz" - Vorkaufsrecht - …
In solchen Fällen kann sogar ein klarer, eindeutiger Wortlaut einer Erklärung der Auslegung nicht entgegenstehen (vgl. zu diesen Grundsätzen einer beiderseitig durchschauten falsa demonstratio grundlegend BGH, Urteil vom 18. März 1975 - VI ZR 228/73 -, juris Rn. 18 mit umfass. Nachweisen; s. zur Maßgeblichkeit des übereinstimmend Gewollten ungeachtet einer anderslautenden äußeren Bezeichnung bereits Reichsgericht, Urteil vom 8. Juni 1920 - II 549/19 -, juris;… zum Ganzen aus dem Schrifttum etwa Armbrüster, in: Ermann, BGB, 17. Aufl. 2023, § 155 Rn. 2b). - LAG Düsseldorf, 20.10.1995 - 9 Sa 996/95
Arbeitsverhältnis: Kündigungsfrist - Probezeit
gemäß §§ 133, 157 BGB durch normative Auslegung zu ermitteln, soweit kein konvergierendes Verständnis der Parteien über die inhaltliche Reichweite dieser Regelung besteht (vgl. nur BGH, DB 1975, 1117; BAG, DB 1975, 1368 ). - OVG Berlin-Brandenburg, 24.06.2025 - 10 B 9.25
Erhaltungsverordnung - Milieuschutzgebiet "Falkplatz" - Vorkaufsrecht - …
In solchen Fällen kann sogar ein klarer, eindeutiger Wortlaut einer Erklärung der Auslegung nicht entgegenstehen (vgl. zu diesen Grundsätzen einer beiderseitig durchschauten falsa demonstratio grundlegend BGH, Urteil vom 18. März 1975 - VI ZR 228/73 -, juris Rn. 18 mit umfass. Nachweisen; s. zur Maßgeblichkeit des übereinstimmend Gewollten ungeachtet einer anderslautenden äußeren Bezeichnung bereits Reichsgericht, Urteil vom 8. Juni 1920 - II 549/19 -, juris;… zum Ganzen aus dem Schrifttum etwa Armbrüster, in: Ermann, BGB, 17. Aufl. 2023, § 155 Rn. 2b). - OVG Berlin-Brandenburg, 24.06.2025 - 10 B 8.25
Erhaltungsverordnung - Milieuschutzgebiet "Falkplatz" - Vorkaufsrecht - …
- BGH, 20.12.1984 - IX ZR 114/83
Voraussetzungen der Anfechtbarkeit eines Rechtsgeschäfts - Beweispflicht für die …
- BGH, 04.06.1980 - V ZR 67/79
- BGH, 14.01.1981 - VIII ZR 24/80
Bürgschaft - Entlassung aus Bürgschaftsverpflichtung - Entlassung
- BGH, 19.06.1984 - IX ZR 121/83
Schadensersatzanspruch gegen einen Notar wegen Amtspflichtverletzung - Verstoß …
- BGH, 02.02.1982 - VI ZR 41/80
Belehrungspflicht - Formulierungspflicht - Notar - Scheckhingabe - …
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