Rechtsprechung
| BFH, 05.09.1989 - VII R 62/87 |
Volltextveröffentlichungen (3)
- Wolters Kluwer
Anforderungen an Tatbestand eines Urteils - Entscheidung der Verwaltung über die Inanspruchnahme eines Haftenden
- datenbank.nwb.de(kostenpflichtig)
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Wird zitiert von ... (7) Zitiert selbst (15)
- BFH, 02.02.1988 - VII R 90/86
Steuerrechtliche Wirkungen des Vorhandenseins von Vermögenswerten bei oder vor …
Auszug aus BFH, 05.09.1989 - VII R 62/87
Der erkennende Senat hat daher bisher in entsprechenden Fällen - allerdings ohne besondere Begründung - bei der Inanspruchnahme eines Geschäftsführers als Haftender für Mineralölsteuer in Millionenhöhe, die durch Auslagerung aus einem Mineralölsteuerlager entstanden ist, aus der Höhe der Haftungssumme allein nicht auf Ermessensfehler des HZA geschlossen (Senatsurteile vom 20. Oktober 1987 VII R 6/84, BFH / NV 1988, 428 - Haftungssumme 2, 6 Mio. DM -, und vom 2. Februar 1988 VII R 90/86, BFH /NV 1988, 487 - Haftungssumme 2, 3 Mio. DM -).Das FG wird bei seiner neuerlichen Entscheidung von den Grundsätzen auszugehen haben, die der Senat in seiner bisherigen Rechtsprechung zur Feststellung der objektiven und subjektiven Voraussetzungen der Haftung des Geschäftsführers eines Mineralölsteuerlagerbetriebs entwickelt hat (vgl. zuletzt Urteil vom 2. Februar 1988 VII R 90/86, BFH / NV 1988, 487, 489, mit Hinweisen auf die Rechtsprechung des Senats; vgl. auch Urteile des Senats vom 20. Oktober 1987 VII R 6/84, BFH / NV 1988, 428, und vom 21. Februar 1989 VII R 165/85, BFHE 156, 46, BStBl II 1989, 491).
- BFH, 20.10.1987 - VII R 6/84
Anforderungen an die Rechtmäßigkeit eines Steuerhaftungsbescheides - Umfang der …
Auszug aus BFH, 05.09.1989 - VII R 62/87
Der erkennende Senat hat daher bisher in entsprechenden Fällen - allerdings ohne besondere Begründung - bei der Inanspruchnahme eines Geschäftsführers als Haftender für Mineralölsteuer in Millionenhöhe, die durch Auslagerung aus einem Mineralölsteuerlager entstanden ist, aus der Höhe der Haftungssumme allein nicht auf Ermessensfehler des HZA geschlossen (Senatsurteile vom 20. Oktober 1987 VII R 6/84, BFH / NV 1988, 428 - Haftungssumme 2, 6 Mio. DM -, und vom 2. Februar 1988 VII R 90/86, BFH /NV 1988, 487 - Haftungssumme 2, 3 Mio. DM -).Das FG wird bei seiner neuerlichen Entscheidung von den Grundsätzen auszugehen haben, die der Senat in seiner bisherigen Rechtsprechung zur Feststellung der objektiven und subjektiven Voraussetzungen der Haftung des Geschäftsführers eines Mineralölsteuerlagerbetriebs entwickelt hat (vgl. zuletzt Urteil vom 2. Februar 1988 VII R 90/86, BFH / NV 1988, 487, 489, mit Hinweisen auf die Rechtsprechung des Senats; vgl. auch Urteile des Senats vom 20. Oktober 1987 VII R 6/84, BFH / NV 1988, 428, und vom 21. Februar 1989 VII R 165/85, BFHE 156, 46, BStBl II 1989, 491).
- BFH, 21.01.1981 - I R 153/77
Vereinfachungsnovelle - Forderungsverzicht - Gewinnkorrektur
Auszug aus BFH, 05.09.1989 - VII R 62/87
Diesen Mangel hat das Revisionsgericht ohne ausdrückliche Rüge von Amts wegen zu berücksichtigen (BFH-Urteil vom 21. Januar 1981 I R 153/77, BFHE 133, 33, 35, BStBl II 1981, 517, 518; vgl. auch Senatsurteile vom 17. März 1988 VII R 69/85, BFH /NV 1988, 717, 718, und vom 25. Oktober 1988 VII R 17/85, BFH / NV 1989, 464, 465).Gibt der Tatbestand eines angefochtenen Urteils einschließlich der in Bezug genommenen Schriftstücke den zum Verständnis seines Inhalts erforderlichen Sach- und Streitstand nicht hinreichend wieder, so bildet die Entscheidung keine Grundlage für deren sachliche Nachprüfung durch das Revisionsgericht (BFHE 133, 33, 34 ff., BStBl II 1981, 517, 518).
- BFH, 04.03.1986 - VII R 38/81
Mineralölsteuer - Mineralölsteuerlagerinhaber - Pflichterfüllung durch …
Auszug aus BFH, 05.09.1989 - VII R 62/87
Der Lagerinhaber dürfe sich nicht in eine Lage bringen, in der er nicht mehr eigenverantwortlich für die Bereitstellung der Mittel zur Entrichtung der Mineralölsteuer im Fälligkeitszeitpunkt sorgen könne (Urteil des Bundesfinanzhofs - BFH - vom 4. März 1986 VII R 38/81, BFHE 146, 336, BStBl II 1986, 577).Nach dem Urteil in BFHE 146, 336, BStBl II 1986, 577 sei es dem Kläger aber nicht gestattet gewesen, sich in eine Lage zu bringen, in der er nicht mehr eigenverantwortlich für die Bereitstellung der Mittel zur Entrichtung der Mineralölsteuer am Fälligkeitszeitpunkt habe sorgen können.
- BFH, 21.02.1989 - VII R 165/85
Verfügungsberechtigter - GmbH - Geschäftsverteilung - Unternehmensgruppe - …
Auszug aus BFH, 05.09.1989 - VII R 62/87
Das FG wird bei seiner neuerlichen Entscheidung von den Grundsätzen auszugehen haben, die der Senat in seiner bisherigen Rechtsprechung zur Feststellung der objektiven und subjektiven Voraussetzungen der Haftung des Geschäftsführers eines Mineralölsteuerlagerbetriebs entwickelt hat (vgl. zuletzt Urteil vom 2. Februar 1988 VII R 90/86, BFH / NV 1988, 487, 489, mit Hinweisen auf die Rechtsprechung des Senats; vgl. auch Urteile des Senats vom 20. Oktober 1987 VII R 6/84, BFH / NV 1988, 428, und vom 21. Februar 1989 VII R 165/85, BFHE 156, 46, BStBl II 1989, 491). - BFH, 05.09.1989 - VII R 61/87
Urteil - Tatbestand - Bild des Streitstoffes - Klarheit - Vollständigkeit - …
Auszug aus BFH, 05.09.1989 - VII R 62/87
Anmerkung: Eine Parallelsache (VII R 61/87) hat der Senat zur Veröffentlichung bestimmt (vgl. BFHE 158, 13, BStBl II 1989, 979). - BFH, 26.07.1988 - VII R 83/87
Zum Umfang der Geschäftsführerhaftung für Lohnsteuer und Säumniszuschläge
Auszug aus BFH, 05.09.1989 - VII R 62/87
Diese Auffassung entspricht schon deswegen nicht dem Sinn des § 69 AO 1977, weil dieser - wie der Senat mehrfach entschieden hat - Schadensersatzcharakter hat (vgl. z. B. Urteil vom 26. Juli 1988 VII R 83/87, BFHE 153, 512, 514, BStBl II 1988, 859). - BFH, 03.02.1981 - VII R 86/78
Ermessensentscheidung - Verwaltung
Auszug aus BFH, 05.09.1989 - VII R 62/87
Ermessensentscheidungen hat die Finanzbehörde zu begründen; sonst sind sie in der Regel fehlerhaft (vgl. Senatsurteil vom 3. Februar 1981 VII R 86/78, BFHE 133, 1, BStBl I 1981, 493). - BFH, 13.04.1978 - V R 109/75
Haftungsbescheid - Zweigliedrige Entscheidung - Umfang der gerichtlichen …
Auszug aus BFH, 05.09.1989 - VII R 62/87
Das HZA hat zunächst die Rechtsentscheidung zu treffen, ob die Voraussetzungen der §§ 34, 69 AO 1977 für die Inanspruchnahme gegeben sind, bevor es in der zweiten Entscheidungsstufe die aufgrund der Kann-Bestimmung des § 191 Abs. 1 AO 1977 erforderliche Ermessensentscheidung trifft (vgl. BFH-Urteil vom 13. April 1978 V R 109/75, BFHE 125, 126, BStBl II 1978, 508). - BFH, 08.11.1988 - VII R 78/85
- Zu den subjektiven Voraussetzungen einer Steuerhinterziehung als Vortat einer …
Auszug aus BFH, 05.09.1989 - VII R 62/87
Das Senatsurteil vom 8. November 1988 VII R 78/85 (BFHE 155, 17, BStBl II 1989, 118) steht dieser Auffassung nicht entgegen. - BFH, 08.11.1988 - VII R 141/85
Keine Vorprägung der Ermessensentscheidung für die nach der AO 1977 zu …
- BFH, 07.07.1983 - V R 197/81
Haftung für Umsatzsteuer unabhängig von Vorsteuerabzugsmöglichkeit des …
- BFH, 25.10.1988 - VII R 17/85
Anforderungen an die Erhebung der Mineralölsteuer - Voraussetzungen für die …
- BFH, 16.03.1988 - I R 129/83
Rüge der Verletzung des rechtlichen Gehörs bei gleichzeitiger Verweigerung der …
- BFH, 17.03.1988 - VII R 69/85
Anforderungen an die Sachverhaltsdarstellung durch das Finanzgericht
- BFH, 07.03.1995 - VII B 172/94
Haftung des GmbH-Geschäftsführers für Steuerschulden
Denn die Inanspruchnahme des Antragstellers als Haftenden ist keine verschuldensabhängige Sanktion für die Verletzung steuerrechtlicher Pflichten, sondern beruht allein darauf, daß er als Geschäftsführer der GmbH einen Steuerausfall schuldhaft verursacht hat und für den daraus der Allgemeinheit entstandenen Schaden ersatzpflichtig ist (vgl. BFH-Urteile vom 5. September 1989 VII R 61/87, BFHE 158, 13, BStBl II 1989, 979, und VII R 62/87, BFH/NV 1990, 348). - BFH, 05.11.1991 - VII R 64/90
- Wirkungslosigkeit eines unter Widerrufsvorbehalt erklärten Verzichts auf …
Unterschiedliche Auffassungen bestehen aber darüber, ob der Verzicht ausnahmsweise bei einer wesentlichen Änderung der Prozeßlage widerrufen werden kann (verneinend: BFH-Urteil in BFHE 112, 316 ff., BStBl II 1974, 532;… Ziemer/Haarmann/Lohse/Beermann, a. a. O., Tz. 7859; zweifelnd: BFH-Urteil vom 6. April 1990 III R 62/89, BFHE 160, 405, BStBl II 1990, 744; Senatsurteil vom 5. September 1989 VII R 62/87, BFH/NV 1990, 348, 351;… bejahend: Gräber/Koch, a. a. O., § 90 Rz. 14, m. w. N.). - BFH, 04.11.1998 - X B 102/97
Verfahrensmangel - Rechtliches Gehör - Mündliche Verhandlung - Verzicht - …
Eine solche Verzichtserklärung ist als einseitige (gestaltende) Prozeßhandlung grundsätzlich unwiderruflich (Entscheidungen des Bundesfinanzhofs --BFH-- vom 5. September 1989 VII R 62/87, BFH/NV 1990, 348;… vom 8. Oktober 1991 VII B 186/91, BFH/NV 1992, 358; vom 9. August 1996 VI R 37/96, BFHE 181, 115, BStBl II 1997, 77).Zwar kann der Verzicht auf mündliche Verhandlung ausnahmsweise widerrufen werden, wenn sich die Prozeßlage nach Abgabe der Erklärung wesentlich geändert hat (…vgl. BFH-Urteile vom 21. September 1989 V R 55/84, BFH/NV 1990, 353, 354; vom 6. April 1990 III R 62/89, BFHE 160, 405, BStBl II 1990, 744, 745, und in BFH/NV 1990, 348, 351).
- FG Köln, 12.06.2019 - 2 K 2087/17
Abgabenordnung: Geschäftsführer-Haftung für Versicherungsteuerschulden einer …
Denn die Haftungsinanspruchnahme ist keine verschuldensabhängige Sanktion für die Verletzung steuerrechtlicher Pflichten, sondern beruht allein darauf, dass der Geschäftsführer der GmbH einen Steuerausfall schuldhaft verursacht hat und für den daraus der Allgemeinheit entstandenen Schaden ersatzpflichtig ist (vgl. BFH-Urteile vom 5. September 1989 - VII R 61/87, BStBl. II 1989, 979; vom 5. September 1989 - VII R 62/87, BFH/NV 1990, 348). - BFH, 08.06.1994 - IV R 9/94
Irrtum über die Unwiderruflichkeit eines wirksam erklärten Anhörungsverzichts
Der BFH hat zwar wiederholt dem Verzicht auf mündliche Verhandlung nachfolgende Erklärungen eines Beteiligten, es werde mündliche Verhandlung (z. B. Urteile in BFHE 112, 316, BStBl II 1974, 532, 533; vom 5. September 1989 VII R 62/87, BFH/NV 1990, 348 unter 4.) bzw. der Erlaß eines Vorbescheids (…z. B. Urteil vom 9. Dezember 1987 V R 134/84, BFH/NV 1988, 812) beantragt, als Widerruf gedeutet. - BFH, 11.11.1996 - VIII B 57/96
Schlüssigkeit der Darlegung der Rüge einer Verletzung des Anspruchs auf …
Indessen bedurfte es nach der insoweit maßgebenden materiell-rechtlichen Auffassung des Gerichts (vgl. dazu BFH-Urteil vom 31. August 1992 V R 47/88, BFHE 169, 250, BStBl II 1992, 1046, 1047, ständige Rechtsprechung) keiner ausführlicheren Darstellung des Streitstandes im Tatbestand (vgl. § 105 Abs. 2 Nr. 4, Abs. 3 FGO; BFH-Urteile vom 5. September 1989 VII R 62/87, BFH/NV 1990, 348, 350, m. w. N.;… vom 2. Februar 1989 V R 171/83, BFH/NV 1990, 11, 13, m. w. N.). - BFH, 08.10.1991 - VII B 186/91
Rechtmäßigkeit der Entscheidung eines Finanzgerichts ohne mündliche Verhandlung
Seine Wirksamkeit ist auch nicht von den Vorstellungen des Beteiligten abhängig, die diesen zu der Verzichtserklärung veranlaßt haben, auch nicht von der, daß das Gericht bei einer geäußerten Meinung bleibe (vgl. Urteil des Senats vom 5. September 1989 VII R 62/87, BFH/NV 1990, 348, 351).
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