Rechtsprechung
| BVerwG, 28.02.1973 - VIII C 116.70 |
Volltextveröffentlichungen (2)
- Wolters Kluwer
Gefährdung einer militärischen Ordnung - Verletzung von Dienstpflichten eines Soldaten
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo) (Leitsatz)
SG § 55 Abs. 5; WpflG § 29 Abs. 1 Nr. 5
Verfahrensgang
- VG Hamburg, 04.06.1970 - I VG W 9/70
- BVerwG, 28.02.1973 - VIII C 116.70
Papierfundstellen
- BVerwGE 42, 20
Wird zitiert von ... (21) Zitiert selbst (7)
- BVerwG, 09.06.1971 - VIII C 180.67
Fristlose Entlassung eines Soldaten auf Zeit - Begriff der "ernstlichen …
Auszug aus BVerwG, 28.02.1973 - VIII C 116.70
Der Senat hat bei der Auslegung des § 55 Abs. 5 SG ständig angenommen, daß die Rechtsvoraussetzungen des dort der Entlassungsstelle eingeräumten Ermessens vom Gericht in vollem Umfang und letztverbindlich überprüft werden können (BVerwGE 17, 5; 38, 178 [BVerwG 09.06.1971 - V C 56/70]; Beschluß vom 12. Januar 1966 - BVerwG VIII ER 207.64 - Urteil vom 7. Dezember 1967 - BVerwG VIII C 34.65 - [NZWehrr 1968, 189]).Das ist bereits in BVerwGE 38, 178 [182] zu § 55 Abs. 5 SG für den Gesichtspunkt der Kraftstoffreserve dargelegt und gilt, gleichermaßen auch hier.
- GemSOGB, 19.10.1971 - GmS-OGB 3/70
Voraussetzungen für den Erlass der Gewerbesteuer; Rechte des Generalvertreters …
Auszug aus BVerwG, 28.02.1973 - VIII C 116.70
Die in den Urteilen BVerwGE 39, 197 und vom 21. Januar 1972 - BVerwG VII C 29.70 - (Buchholz 451.80 Nr. 12) sowie im Beschluß des Gemeinsamen Senats der obersten Gerichtshöfe des Bundes vom 19. Oktober 1971 - GmS-OBG 3.70 - (BVerwGE 39, 355 [BGH 19.10.1971 - GmS-OGB - 3/70]) getroffenen Entscheidungen ändern daran nichts. - BVerwG, 16.12.1971 - I C 31.68
Verfassungswidrigkeit der Indizierung aufgrund des gesetzlichen Werbeverbots des …
Auszug aus BVerwG, 28.02.1973 - VIII C 116.70
Die in den Urteilen BVerwGE 39, 197 und vom 21. Januar 1972 - BVerwG VII C 29.70 - (Buchholz 451.80 Nr. 12) sowie im Beschluß des Gemeinsamen Senats der obersten Gerichtshöfe des Bundes vom 19. Oktober 1971 - GmS-OBG 3.70 - (BVerwGE 39, 355 [BGH 19.10.1971 - GmS-OGB - 3/70]) getroffenen Entscheidungen ändern daran nichts.
- BVerwG, 26.09.1963 - VIII C 123.63
Rechtsmittel
Auszug aus BVerwG, 28.02.1973 - VIII C 116.70
Der Senat hat bei der Auslegung des § 55 Abs. 5 SG ständig angenommen, daß die Rechtsvoraussetzungen des dort der Entlassungsstelle eingeräumten Ermessens vom Gericht in vollem Umfang und letztverbindlich überprüft werden können (BVerwGE 17, 5; 38, 178 [BVerwG 09.06.1971 - V C 56/70]; Beschluß vom 12. Januar 1966 - BVerwG VIII ER 207.64 - Urteil vom 7. Dezember 1967 - BVerwG VIII C 34.65 - [NZWehrr 1968, 189]). - BVerwG, 09.06.1971 - V C 56.70
Abweichung der Leistungen der Eingliederungshilfe von denjenigen der gesetzlichen …
Auszug aus BVerwG, 28.02.1973 - VIII C 116.70
Der Senat hat bei der Auslegung des § 55 Abs. 5 SG ständig angenommen, daß die Rechtsvoraussetzungen des dort der Entlassungsstelle eingeräumten Ermessens vom Gericht in vollem Umfang und letztverbindlich überprüft werden können (BVerwGE 17, 5; 38, 178 [BVerwG 09.06.1971 - V C 56/70]; Beschluß vom 12. Januar 1966 - BVerwG VIII ER 207.64 - Urteil vom 7. Dezember 1967 - BVerwG VIII C 34.65 - [NZWehrr 1968, 189]). - BVerwG, 21.01.1972 - VII C 29.70
Zugrundelegung der Rechtsansicht des Berufungsgerichts - Pflicht zur Einholung …
Auszug aus BVerwG, 28.02.1973 - VIII C 116.70
Die in den Urteilen BVerwGE 39, 197 und vom 21. Januar 1972 - BVerwG VII C 29.70 - (Buchholz 451.80 Nr. 12) sowie im Beschluß des Gemeinsamen Senats der obersten Gerichtshöfe des Bundes vom 19. Oktober 1971 - GmS-OBG 3.70 - (BVerwGE 39, 355 [BGH 19.10.1971 - GmS-OGB - 3/70]) getroffenen Entscheidungen ändern daran nichts. - BVerwG, 07.12.1967 - VIII C 34.65
Rechtsmittel
Auszug aus BVerwG, 28.02.1973 - VIII C 116.70
Der Senat hat bei der Auslegung des § 55 Abs. 5 SG ständig angenommen, daß die Rechtsvoraussetzungen des dort der Entlassungsstelle eingeräumten Ermessens vom Gericht in vollem Umfang und letztverbindlich überprüft werden können (BVerwGE 17, 5; 38, 178 [BVerwG 09.06.1971 - V C 56/70]; Beschluß vom 12. Januar 1966 - BVerwG VIII ER 207.64 - Urteil vom 7. Dezember 1967 - BVerwG VIII C 34.65 - [NZWehrr 1968, 189]).
- BVerwG, 05.07.1974 - IV C 50.72
Flachglas - § 1 Abs. 6 BauGB, Abwägungsfehlerlehre, Abwägungsausfall, …
Der Senat vermag auch keinen Anlaß zu erkennen, diese der Funktion des Rechtsprechens und von dort her der Regel entsprechenden Auffassung (vgl. dazu insbesondere BVerfG, Urteile vom 1. Juli 1953 - 1 BvL 23/51 - BVerfGE 2, 380 [395 f.] und vom 16. Januar 1957 - 1 BvR 253/56 - BVerfGE 6, 32 [42 f.] sowie BVerwG, Urteil vom 27. September 1962 - BVerwG II C 164.61 - DVBl. 1963, 179 und vom 28. Februar 1973 - BVerwG VIII C 116.70 - BVerwGE 42, 20 [22]) ausgedehnter gegen das zu verteidigen, was hier und da im Schrifttum als eine Art Tendenzwandel in der Rechtsprechung zur Beurteilungsermächtigung gedeutet worden ist. - BVerwG, 07.07.2004 - 6 C 17.03
Wehrdienst; militärische Ordnung; Pflicht der Soldaten zur Verfassungstreue; …
Der nach Maßgabe von § 30 Abs. 1 Satz 2 WPflG mit der Entlassung verbundene Dienstgradverlust, der über das im Einberufungsbescheid festgelegte Ende des Grundwehrdienstes hinaus fortwirkt (vgl. Urteil vom 28. Februar 1973 - BVerwG 8 C 116.70 - BVerwGE 42, 20, 21), ist hier nicht eingetreten.a) Entscheidungserheblicher Zeitpunkt für die Beurteilung der Sach- und Rechtslage ist die Entlassung des Klägers aus dem Wehrdienst, denn es handelt sich um einen gestaltenden Verwaltungsakt, der seine Wirkung mit dem Erlass entfaltet und ausdrücklich an das "bisherige Verhalten" vor der Entlassung liegende Verhalten des Betroffenen anknüpft (Urteil vom 28. Februar 1973 - BVerwG VIII C 116.70 - BVerwGE 42, 20 = Buchholz 448.0 § 29 WPflG Nr. 8 S. 22, 24 ff.; Urteil vom 12. April 1978 - BVerwG 8 C 70.76 - Buchholz 448.0 § 29 WPflG Nr. 18 S. 5, 6).
Dazu gehören alle Elemente, welche die Verteidigungsbereitschaft der Bundeswehr nach den gegebenen rechtlichen und tatsächlichen Verhältnissen erhalten (vgl. Urteil vom 28. Februar 1973, a.a.O. S. 24;… Urteil vom 12. April 1978, a.a.O. S. 7).
Die Gefährdung ist dann ernstlich, wenn der Schaden für die Verteidigungsbereitschaft konkret droht und nachhaltige und schwerwiegende Regelverletzungen vorliegen (vgl. Urteil vom 28. Februar 1973, a.a.O. S. 24 f.;… Urteil vom 12. April 1978, a.a.O.).
Dem liegt die Vorstellung des Gesetzgebers zugrunde, dass der Soldat mit der Schädigung seiner Einheit über Nachahmungs- und Wiederholungseffekte Wirkungen zum Nachteil der gesamten Bundeswehr auslösen kann (vgl. Urteil vom 28. Februar 1973, a.a.O. S. 26;… Urteil vom 12. April 1978, a.a.O. S. 9).
- BVerwG, 31.01.1980 - 2 C 16.78
Grundsatz der Verhältnismäßigkeit - Entlassung eines Soldaten
Die weiteren - ohne Beurteilungsspielraum der Behörde von den Verwaltungsgerichten in vollem Umfange nachprüfbaren (…Urteil vom 26. September 1963 - BVerwG 8 C 11.63 - [a.a.O.] und BVerwGE 17, 5 [8]; 42, 20 [22]) - gesetzlichen Voraussetzungen der fristlosen Entlassung gemäß § 55 Abs. 5 SG sind ebenfalls gegeben.Die ernstliche Gefährdung, die das weitere Verbleiben des Soldaten auf Zeit in seinem Dienstverhältnis für die militärische Ordnung oder das Ansehen der Bundeswehr haben muß, konkretisiert mithin den Grundsatz der Verhältnismäßigkeit (vgl. BVerwGE 42, 20 [23] zu den insoweit entsprechenden tatsächlichen Voraussetzungen des § 29 Abs. 1 Nr. 5 des Wehrpflichtgesetzes in der Fassung des 7. ÄndG vom 3. September 1969 [BGBl. I S. 1567]), dem das Gesetz überdies auch durch die Begrenzung der Entlassungsmöglichkeit auf die ersten vier Dienstjahre Rechnung trägt.
Erwägungen darüber, ob die Sanktion einer dienstlichen Verfehlung angemessen ist und ob der Soldat auf Zeit im Hinblick auf die Art und Schwere der Dienstpflichtverletzung noch tragbar oder untragbar ist, sind deshalb im Rahmen des § 55 Abs. 5 SG nicht gerechtfertigt (BVerwGE 38, 178 [181 f.]; 42, 20 [22 f.]; Beschluß vom 13. Dezember 1971 - BVerwG 8 B 84.69 -).
Bei der Bestimmung des Begriffs der militärischen Ordnung im Sinne des § 55 Abs. 5 SG, die bei Verbleiben des Klägers in seinem Dienstverhältnis gefährdet worden wäre, ist von dem Zweck der Bundeswehr auszugehen, der Verteidigung zu dienen (BVerwGE 38, 178 [182]; 42, 20 [24]).
Das Dienstverhältnis eines Soldaten auf Zeit ist störempfindlicher (BVerwGE 42, 20 [23 f.]).
Die Beklagte ist bei ihrer Ermessensentscheidung (vgl. hierzu BVerwGE 38, 178 [183 f.]; 42, 20 [22];… vgl. aber auch Urteil vom 26. September 1963 - BVerwG 8 C 11.63 - [a.a.O.]) von einem zutreffenden Sachverhalt ausgegangen.
- BVerwG, 20.06.1983 - 6 C 2.81
Rechtmäßigkeit einer fristlosen Entlassung eines Soldaten auf Zeit - Vorliegen …
Zweck der fristlosen Entlassung ist nicht eine disziplinare Sanktion, sondern die Abwendung einer drohenden ernstlichen Gefahr für die Bundeswehr, wobei die Gefahr sich allerdings als Auswirkung der Dienstpflichtverletzung darstellen muß (vgl. BVerwGE 38, 178 [BVerwG 09.06.1971 - BVerwG VIII C 180.67] [181]; 59, 361 [363];Urteil vom 12. Februar 1981 - BVerwG 2 C 47.78 - [ZBR 1981, 323]; zu § 29 Abs. 1 Nr. 5 WPflG auch BVerwGE 42, 20 [BVerwG 28.02.1973 - BVerwG VIII C 116.70] [22 f.]).Für zusätzliche Erwägungen zum Grundsatz der Verhältnismäßigkeit ist kein Raum (BVerwGE 59, 361 [BVerwG 31.01.1980 - 2 C 16.78] [363] unter Bezugnahme auf BVerwGE 42, 20 [BVerwG 28.02.1973 - BVerwG VIII C 116.70] [23] undUrteil vom 26. September 1963 - BVerwG 8 C 11.63 - [Buchholz 238.4 § 55 SG Nr. 2]).
Bei der Bestimmung des Begriffs der militärischen Ordnung im Sinne des § 55 Abs. 5 SG, die bei Verbleiben des früheren Klägers in seinem Dienstverhältnis gefährdet worden wäre, ist von dem Zweck der Bundeswehr auszugehen, der Verteidigung zu dienen (BVerwGE 38, 178 [BVerwG 09.06.1971 - BVerwG VIII C 180.67] [182]; 42, 20 [24]; 59, 361 [364]).
Es muß sich vielmehr um Regeln und Einrichtungen handeln, die über diese Randbereiche hinausgehen (BVerwGE 42, 20 [BVerwG 28.02.1973 - BVerwG VIII C 116.70] [24]).
- BVerwG, 12.04.1978 - 8 C 70.76
Beteiligung eines Grundwehrdienstleistenden an der Erstellung einer die …
Denn diese Entlassung ist ein gestaltender Verwaltungsakt, der seine Wirkung mit seinem Erlaß entfaltet und ausdrücklich an das bisherige vor der Entlassung liegende Verhalten des Betroffenen anknüpft (Urteile vom 30. Januar 1968 - BVerwG 6 C 35.65 - [Buchholz 232 § 32 BBG Nr. 16] und vom 28. Februar 1973 - BVerwG 8 C 116.70 - [BVerwGE 42, 20 [BVerwG 28.02.1973 - BVerwG VIII C 116.70] = Buchholz 448.0 § 29 WPflG Nr. 8]).Die nach § 29 Abs. 1 Nr. 5 WPflG vorgesehene Entlassung des Wehrpflichtigen ist eine wehrpflichtrechtliche Verwaltungsmaßnahme, für die es nur darauf ankommt, ob ein Verbleib des Wehrpflichtigen in der Bundeswehr nach seinem bisherigen Verhalten die militärische Ordnung oder die Sicherheit der Truppe ernstlich gefährdet (BVerwGE 42, 20 [BVerwG 28.02.1973 - BVerwG VIII C 116.70] [22 ff.]).
Nach der Rechtsprechung des Senats (BVerwGE 42, 20 [BVerwG 28.02.1973 - BVerwG VIII C 116.70]; Urteile vom 28. Februar 1973 - BVerwG 8 C 176.70 - und vom 22. Mai 1974 - BVerwG 8 C 179.72 -) gehören zur militärischen Ordnung alle Elemente, welche die Verteidigungsbereitschaft der Bundeswehr nach den gegebenen rechtlichen und tatsächlichen Verhältnissen erhalten.
Bei der Abwägung ist ferner zu berücksichtigen, daß dem Begriff des Verbleibens eine Entlassungsschranke innewohnt (BVerwGE 42, 20 [BVerwG 28.02.1973 - BVerwG VIII C 116.70] [24 ff.]; Urteil vom 28. Februar 1973 - BVerwG 8 C 176.70 -).
Hieran müssen sie zunächst bis zum Grade des Möglichen und des der Bundeswehr Zumutbaren gehindert werden (BVerwGE 42, 20 [BVerwG 28.02.1973 - BVerwG VIII C 116.70] [22 ff.]; Urteile vom 28. Februar 1973 - BVerwG 8 C 176.70 - und vom 22. Mai 1974 - BVerwG 8 C 179.72 -).
- BVerwG, 24.09.1992 - 2 C 17.91
Der Genuss von Rauschgift an Bord eines Schiffes rechtfertigt bei einem …
Insoweit entscheidet das Gesetz selbst die Frage der Angemessenheit des Eingriffs im Verhältnis zum erstrebten Zweck und konkretisiert so den Grundsatz der Verhältnismäßigkeit (vgl. BVerwGE 42, 20 [BVerwG 28.02.1973 - VIII C 116/70]; Urteil vom 31. Januar 1980 - BVerwG 2 C 16.78 - ), dem das Gesetz des weiteren auch noch durch die Begrenzung der Entlassungsmöglichkeit auf die ersten vier Dienstjahre Rechnung trägt (Urteile vom 31. Januar 1980 - BVerwG 2 C 16.78 - ; vom 20. Juni 1983 - BVerwG 6 C 2.81 - ).Alleiniger Zweck der fristlosen Entlassung gemäß § 55 Abs. 5 SG ist es, eine derartige drohende Gefahr für die Bundeswehr abzuwenden (vgl. Urteile vom 20. Juni 1983 - BVerwG 6 C 2.81 - ; vom 12. Februar 1981 - BVerwG 2 C 47.78 - ; vom 31. Januar 1980 - BVerwG 2 C 16.78 - ; BVerwGE 42, 20 [BVerwG 28.02.1973 - VIII C 116/70]).
Deshalb ist im Rahmen des § 55 Abs. 5 SG kein Raum für Erwägungen darüber, ob die Sanktion der dienstlichen Verfehlung angemessen ist und ob der Soldat auf Zeit im Hinblick auf die Art und Schwere der Dienstpflichtverletzung noch tragbar oder untragbar ist (vgl. BVerwGE 38, 178 [BVerwG 09.06.1971 - VIII C 180/67]; 42, 20 ; Beschluß vom 13. Dezember 1971 - BVerwG 8 B 84.69 - Urteil vom 31. Januar 1980 - BVerwG 2 C 16.78 - ).
- BVerwG, 12.04.1978 - 8 C 69.76
Voraussetzugen der Entlassung aus dem Wehrdienst - Gefährdung der militärischen …
Denn diese Entlassung ist ein gestaltender Verwaltungsakt, der seine Wirkung mit seinem Erlaß entfaltet und ausdrücklich an das bisherige, vor der Entlassung liegende Verhalten des Betroffenen anknüpft (Urteil vom 30. Januar 1968 - BVerwG 6 C 35.65 - [Buchholz 232 § 32 BBG Nr. 16]; Urteile vom 28. Februar 1973 [BVerwGE 42, 20 [21]] und - BVerwG 8 C 176.70 - und vom 22. Mai 1974 - BVerwG 8 C 179.72 -).Die nach dieser Vorschrift vorgesehene Entlassung des Wehrpflichtigen ist eine wehrpflichtrechtliche Verwaltungsmaßnahme, für die es nur darauf ankommt, ob ein Verbleib des Wehrpflichtigen in der Bundeswehr nach seinem bisherigen Verhalten die militärische Ordnung oder die Sicherheit der Truppe ernstlich gefährdet (BVerwGE 42, 20 [22 ff.]).
Nach der Rechtsprechung des erkennenden Senats (BVerwGE 42, 20; Urteile vom 28. Februar 1973 - BVerwG 8 C 176.70 - und vom 22. Mai 1974 - BVerwG 8 C 179.72 -) gehören zur militärischen Ordnung alle Elemente, welche die Verteidigungsbereitschaft der Bundeswehr nach den gegebenen rechtlichen und tatsächlichen Verhältnissen erhalten.
Bei der Abwägung ist ferner zu berücksichtigen, daß dem Begriff des Verbleibens in der Bundeswehr eine Entlassungsschranke innewohnt (BVerwGE 42, 20 [24 ff.]; Urteil vom 28. Februar 1973 - BVerwG 8 C 176.70 -).
Bundeswehr Zumutbaren gehindert werden (BVerwGE 42, 20 [22 ff.]; Urteile vom 28. Februar 1973 - BVerwG 8 C 176.70 - und vom 22. Mai 1974 - BVerwG 8 C 179.72 -).
- BVerwG, 12.12.1979 - 8 C 2.78
Nichtzulassung der Revision mangels grundsätzlicher Bedeutung - Verletzung der …
Denn die Entlassung aus dem Wehrdienst ist ein gestaltender Verwaltungsakt, der seine Wirkung mit seinem Erlaß entfaltet und ausdrücklich an das bisherige, vor der Entlassung liegende Verhalten des Betroffenen anknüpft (Urteile vom 30. Januar 1968 - BVerwG 6 C 35.65 - [Buchholz 232 § 32 BBG Nr. 16]; vom 28. Februar 1973 - BVerwG 8 C 116.70 - [BVerwGE 42, 20 (21) [BVerwG 28.02.1973 - VIII C 116/70]] und BVerwG 8 C 176.70; vom 22. Mai 1974 - BVerwG 8 C 179.72 - vom 12. April 1978 - BVerwG 8 C 69.76 und BVerwG 8 C 70.76 -).Diese Entlassung ist eine wehrpflichtrechtliche Verwaltungsmaßnahme, bei der es nur darauf ankommt, ob ein Verbleib des Wehrpflichtigen in der Bundeswehr nach seinem bisherigen Verhalten die militärische Ordnung oder die Sicherheit der Truppe gefährdet (BVerwGE 42, 20 [22 ff.]).
Nach der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts (BVerwGE 42, 20; Urteile vom 28. Februar 1973 - BVerwG 8 C 176.70 - und vom 22. Mai 1974 - BVerwG 8 C 179.72 -) gehören zur militärischen Ordnung alle Elemente, welche die Verteidigungsbereitschaft der Bundeswehr nach den gegebenen rechtlichen und tatsächlichen Verhältnissen erhalten.
Zu berücksichtigen ist auch, daß dem Begriff des Verbleibens in der Bundeswehr eine Entlassungsschranke innewohnt (BVerwGE 42, 20 [24 ff.]; Urteil vom 28. Februar 1973 - BVerwG B C 176.70 -).
- BVerwG, 11.11.2009 - 6 B 22.09
Soldat auf Zeit, Wehrpflicht, Reservist, Repatriierung, vorzeitige Beendigung …
Hierin kann eine berufliche Tätigkeit nicht erblickt werden (Urteil vom 28. Februar 1973 - BVerwG 8 C 116.70 - BVerwGE 42, 20 = Buchholz 448.0 § 29 WPflG Nr. 8 S. 27; vgl. auch: Urteil vom 31. Januar 1980 - BVerwG 2 C 16.78 - BVerwGE 59, 361 = Buchholz 238.4 § 55 SG Nr. 8 S. 8). - BVerwG, 06.05.2010 - 6 B 73.09
Entlassung aus dem Wehrdienst; fremdenfeindliches Verhalten
Ferner ist zu berücksichtigen, dass dem im Tatbestand der Vorschrift enthaltenen weiteren Merkmal des Verbleibens in der Bundeswehr eine Entlassungsschranke innewohnt, deren Beachtung mit Rücksicht auf die allgemeine Wehrpflicht verlangt, dass Wehrpflichtige bis zur Grenze des Möglichen und des der Bundeswehr Zumutbaren gehindert werden, sich durch ihre Entlassung nach § 29 Abs. 1 Satz 3 Nr. 5 WPflG ihrer Wehrpflicht zu entziehen (Urteile vom 28. Februar 1973 - BVerwG 8 C 116.70 - BVerwGE 42, 20 = Buchholz 448.0 § 29 Nr. 8 S. 27 f., vom 22. Mai 1974 - BVerwG 8 C 179.72 - Buchholz 448.0 § 29 WPflG Nr. 13 S. 43, vom 12. April 1978 - BVerwG 8 C 70.76 - Buchholz 448.0 § 29 WPflG Nr. 18 S. 7 f. und vom 7. Juli 2004 - BVerwG 6 C 17.03 - Buchholz 448.0 § 29 WPflG Nr. 21 S. 5 f.), wobei es für die von der Beklagten aufgeworfene Frage nicht darauf ankommt, ob diese Entlassungsschranke im Fall des Klägers, der zur Zeit des ihm vorgeworfenen Verhaltens gemäß § 6b WPflG freiwilligen zusätzlichen Wehrdienst im Anschluss an seinen Grundwehrdienst leistete, abgesenkt sein könnte (vgl. in diesem Sinne für militärfachlich als Ärzte verwendete Grundwehrdienstleistende: Urteil vom 28. Februar 1973 - BVerwG 8 C 176.70 - Buchholz 448.0 § 29 WPflG Nr. 9 S. 31).Denn für die Beantwortung der Fragen, ob ein Schaden für die Verteidigungsbereitschaft der Bundeswehr konkret droht, und ob die dem Begriff des Verbleibens innewohnende Entlassungsschranke überwunden ist, bedarf es in jedem Fall einer Prognose, für die unter anderem von Bedeutung ist, ob zu erwarten steht, dass der Soldat sein pflichtwidriges Verhalten fortsetzt oder wiederholt, und ob mit Nachahmungshandlungen anderer Soldaten zu rechnen ist (vgl. Urteile vom 28. Februar 1973 - BVerwG 8 C 116.70 - a.a.O. S. 26 bzw. S. 29…, vom 28. Februar 1973 - BVerwG 8 C 176.70 - a.a.O. S. 33 …und vom 7. Juli 2004 a.a.O. S. 6 f.).
- VG Karlsruhe, 26.10.1999 - 2 K 1634/98
Entlassung eines Soldaten auf Zeit aus der Bundeswehr; Vorliegen einer objektiv …
- VG Trier, 19.05.2015 - 1 K 567/15
Keine fristlose Entlassung eines Soldaten bei (einfacher) Körperverletzung im …
- BVerwG, 22.05.1974 - VIII C 179.72
Rechtsmittel
- BVerwG, 12.02.1981 - 2 C 47.78
Soldat auf Zeit - Dienstunfähigkeit - Zulässigkeit der fristlosen Entlassung
- VG Bremen, 07.02.2023 - 6 K 2388/19
Fristlose Entlassung aus dem Dienstverhältnis, Urteil vom 07.02.2023 - Ansehen …
- VG Augsburg, 09.08.2018 - Au 2 K 18.286
Fristlose Entlassung eines Soldaten auf Zeit
- OVG Bremen, 13.04.2015 - 2 LA 32/14
Rechtmäßigkeit der Entlassung eines Zeitsoldaten aus dem Soldatenverhältnis auf …
- VG Köln, 12.06.2001 - 22 K 3252/98
Rechtmäßigkeitsvoraussetzungen einer soldatenrechtlichen Entlassungsverfügung …
- BVerwG, 06.03.1991 - 2 WD 37.90
Disziplinarmaßnahmen wegen vorsätzlichen Verstoßes gegen die Pflicht zu treuem …
- VG Greifswald, 04.04.2005 - 6 B 722/05
Möglichkeit der fristlosen Entlassung eines Soldaten auf Zeit aus dem Dienst …
- VG Bayreuth, 17.12.2024 - B 5 K 23.115
Fristlose Entlassung eines Soldaten auf Zeit wegen außerdienstlicher …
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