Rechtsprechung
| BVerwG, 20.10.1997 - 7 B 248.97 |
Volltextveröffentlichungen (4)
- Wolters Kluwer
Zwangsverkauf - Verfolgungsmaßnahme nach § 1 Abs. 6 VermG - Maßregel zur Erhaltung des Nachlasses - Anfechtungsklage des Miterben als Erhaltungsmaßnahme - Notwendige Beiladung der übrigen Erben - Prozeßführungsbefugnis nach bürgerlichem Recht - Umfang der ...
- grundeigentum-verlag.de(Abodienst, Leitsatz frei)
VwGO § 65 Abs. 2, § 86 Abs. 1; BGB § 2038 Abs. 1; VermG § 1 Abs. 6, § 31 Abs. 1 Satz 1
Erbengemeinschaft; Beiladung einzelner Miterben; Klage gegen Restitution an Dritten - rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Verfahrensgang
- VG Magdeburg, 08.04.1997 - A 5 K 962/96
- BVerwG, 20.10.1997 - 7 B 248.97
Papierfundstellen
- NJW 1998, 552
- VIZ 1998, 86
Wird zitiert von ... (16) Zitiert selbst (4)
- BVerwG, 07.11.1996 - 7 C 24.96
Offene Vermögensfragen - Restitutionsausschluß wegen Unmöglichkeit aus der Natur …
Auszug aus BVerwG, 20.10.1997 - 7 B 248.97
Insoweit ist ausgehend von der der Rechtsprechung des Senats (Urteil vom 7. November 1996 - BVerwG 7 C 24.96 - VIZ 1997, 162) folgenden Rechtsauffassung des Verwaltungsgerichts ein Ermittlungsmangel nicht erkennbar. - BVerwG, 07.05.1965 - IV C 24.65
Verhältnis der Mitglieder einer Erbengemeinschaft als Teilnehmer an einem …
Auszug aus BVerwG, 20.10.1997 - 7 B 248.97
Die zur Erhaltung des Nachlasses notwendigen Maßregeln, zu denen auch die hier erhobene Anfechtungsklage gegen die Restitution eines Nachlaßgegenstandes gehört (vgl. BVerwG, Urteil vom 19. März 1956 - BVerwG 5 C 265.54 - BVerwGE 3, 208; Urteil vom 7. Mai 1965 - BVerwG 4 C 24.65 - BVerwGE 21, 91; Urteil vom 27. November 1981 - BVerwG 4 C 1.81 - NJW 1982, 1113 [VG Berlin 30.09.1981 - Disz 99/80]), kann jedoch nach § 2038 Abs. 1 Satz 2 Halbsatz 2 BGB jeder Miterbe ohne Mitwirkung der anderen treffen. - BVerwG, 27.11.1981 - 4 C 1.81
Klagebefugnis - Nachlaßgrundstücke - Wasserbeschaffungsverband - Miterbe
Auszug aus BVerwG, 20.10.1997 - 7 B 248.97
Die zur Erhaltung des Nachlasses notwendigen Maßregeln, zu denen auch die hier erhobene Anfechtungsklage gegen die Restitution eines Nachlaßgegenstandes gehört (vgl. BVerwG, Urteil vom 19. März 1956 - BVerwG 5 C 265.54 - BVerwGE 3, 208; Urteil vom 7. Mai 1965 - BVerwG 4 C 24.65 - BVerwGE 21, 91; Urteil vom 27. November 1981 - BVerwG 4 C 1.81 - NJW 1982, 1113 [VG Berlin 30.09.1981 - Disz 99/80]), kann jedoch nach § 2038 Abs. 1 Satz 2 Halbsatz 2 BGB jeder Miterbe ohne Mitwirkung der anderen treffen. - BVerwG, 19.03.1956 - V C 265.54
Auszug aus BVerwG, 20.10.1997 - 7 B 248.97
Die zur Erhaltung des Nachlasses notwendigen Maßregeln, zu denen auch die hier erhobene Anfechtungsklage gegen die Restitution eines Nachlaßgegenstandes gehört (vgl. BVerwG, Urteil vom 19. März 1956 - BVerwG 5 C 265.54 - BVerwGE 3, 208; Urteil vom 7. Mai 1965 - BVerwG 4 C 24.65 - BVerwGE 21, 91; Urteil vom 27. November 1981 - BVerwG 4 C 1.81 - NJW 1982, 1113 [VG Berlin 30.09.1981 - Disz 99/80]), kann jedoch nach § 2038 Abs. 1 Satz 2 Halbsatz 2 BGB jeder Miterbe ohne Mitwirkung der anderen treffen.
- BVerwG, 16.05.2007 - 3 C 25.06
Klagefrist; Wiedereinsetzung in den vorigen Stand; Wiedereinsetzung von Amts …
Die zur Erhaltung des Nachlasses notwendigen Maßregeln, zu denen Rechtsbehelfe gegen den Entzug von Nachlassgegenständen zählen, darf jedoch nach § 2038 Abs. 1 Satz 2 Halbs. 2 BGB jeder Miterbe ohne Mitwirkung der anderen treffen (Beschluss vom 20. Oktober 1997 - BVerwG 7 B 248.97 - Buchholz 428 § 2 VermG Nr. 33).Ein solcher Fall ist ohne weiteres der Restitution eines Nachlassgegenstandes vergleichbar, gegen die sich auch einzelne Miterben nach § 2038 Abs. 1 Satz 2 Halbs. 2 BGB im Wege der Anfechtungsklage wehren können (Beschluss vom 20. Oktober 1997 a.a.O.).
- BVerwG, 20.05.1998 - 11 C 7.97
Flurbereinigungsplan; Planänderung; Anfechtbarkeit einer Planänderung; …
Ein solcher (ausdrücklicher) Widerspruch der übrigen Miterben gegen die Prozeßführung der Klägerin nach Abschluß des Vorprozesses, in dem die nicht mitklagenden anderen Miterben die Rechtsstellung von einfachen Beigeladenen hatten (vgl. Beschluß vom 20. Oktober 1997 - BVerwG 7 B 248/97 - NJW 1998, 552), ist hier von der Vorinstanz weder festgestellt noch sonst ersichtlich. - BVerwG, 22.12.2005 - 8 C 2.05
Anmeldung; Einzelkaufmann; Testamentsvollstrecker; Unternehmen; Unternehmensteil; …
Die sie betreffenden Auswirkungen eines ohne ihre Beteiligung ergangenen Urteils bestimmen sich vielmehr nach dem Umfang der Rechtsstellung, mit der das bürgerliche Recht den klagenden Erben ausstattet (Beschluss vom 20. Oktober 1997 - BVerwG 7 B 248.97 - Buchholz 428 § 2 VermG Nr. 33).
- VGH Bayern, 16.10.2017 - 8 ZB 16.407
Existenzgefährdung eines landwirtschaftlichen Betriebs durch Straßenbauvorhaben - …
Die beiden Kläger sowie die weiteren Miterben sind im Verhältnis zueinander auch keine notwendigen Streitgenossen (vgl. BVerwG, B.v. 20.10.1997 - 7 B 248/97 - NJW 1998, 552 f.;… VGH BW, B.v. 6.11.2012 - 3 S 2003/12 - NJW 2013, 889 f. = juris Rn. 5); es bedarf keiner gemeinsamen Klageerhebung.Eine notwendige Beiladung kommt nicht in Betracht (vgl. BVerwG, B.v. 20.10.1997 - 7 B 248/97 - NJW 1998, 552 f.;… VGH BW, B.v. 6.11.2012 - 3 S 2003/12 - NJW 2013, 889 f. = juris Rn. 5;… Czybulka, in Sodan/Ziekow, 14. Aufl. 2014, § 65 Rn. 105).
- BVerwG, 29.07.2009 - 8 C 8.08
Restitutionsantrag; Antragstellung; Frist; fristgemäßer Antrag; verfristeter …
In einem Rechtsstreit sind die Miterben auch nicht notwendig beizuladen (Beschluss vom 20. Oktober 1997 - BVerwG 7 B 248.97 - Buchholz 428 § 2 VermG Nr. 33). - BVerwG, 14.04.2005 - 7 C 11.04
Restitutionsantrag; vermögensrechtliche Rückübertragung eines Grundstücks; …
Ebenso wenig sind die Mitglieder der Erbengemeinschaft notwendig beizuladen, die durch die streitige Restitution ebenso betroffen sind wie die Kläger, aber anders als diese selbst nicht Klage erhoben haben (Beschluss vom 20. Oktober 1997 - BVerwG 7 B 248.97 - Buchholz 428 § 2 VermG Nr. 33). - VGH Baden-Württemberg, 06.11.2012 - 3 S 2003/12
Neues Vorbringen im Beschwerdeverfahren; Notgeschäftsführung des Miterben gegen …
Daraus folgt, dass die nicht klagenden Miterben - ihre Söhne - weder als Streitgenossen am Verfahren zu beteiligen noch nach § 65 VwGO beizuladen waren (BVerwG, Beschluss vom 20.10.1997 - 7 B 248.97 -, NJW 1998, 552 f.). - BVerwG, 25.02.1999 - 7 B 281.98
Ausreisebedingter Gebäudeverkauf; unlautere Machenschaft; redlicher Erwerb; …
Die Rüge, das Verwaltungsgericht hätte die Kinder als Miterben nach ihrem verstorbenen Vater notwendig beiladen müssen (§ 65 Abs. 2 VwGO), ist - abgesehen davon, daß sie auch in der Sache nicht zutrifft (vgl. Beschluß vom 20. Oktober 1997 - BVerwG 7 B 248.97 - Buchholz 428 § 2 VermG Nr. 33) - unzulässig, weil die Beschwerde nicht darlegt, daß das angegriffene Urteil auf dem behaupteten Verfahrensmangel beruhen kann. - BVerwG, 27.05.2008 - 8 B 22.08 Rn. 5 a) Gemäß § 86 Abs. 1 VwGO ist das Verwaltungsgericht auch im Hinblick auf einen verfolgungsbedingten Vermögensverlust unter den Voraussetzungen des Art. 3 Abs. 3 REAO nicht von seiner Aufklärungspflicht entbunden, im Rahmen der gegebenen Möglichkeiten zu ermitteln, ob die Vermutungsregel tatsächlich greift (Beschluss vom 20. Oktober 1997 - BVerwG 7 B 248.97 - Buchholz 428 § 2 VermG Nr. 33).
Rn. 8 Zum einen sind die nicht klagenden Miterben weder als Streitgenossen noch als Beigeladene am Verfahren zu beteiligen (Beschluss vom 20. Oktober 1997 - BVerwG 7 B 248.97 - a.a.O.).
- VG Düsseldorf, 09.05.2012 - 1 K 2321/10
Aufnahme von Kunstwerken Oskar Schlemmers in das Verzeichnis national wertvollen …
Rn. 48 BVerwG, Beschluss vom 20.10.1997 - 7 B 248/97 -. - VG Schleswig, 10.12.2024 - 6 A 4/20
Drittanfechtung einer einfachen wasserrechtlichen Erlaubnis
- VG Cottbus, 14.06.2012 - 1 K 407/09
Rückübertragungsrecht
- VGH Baden-Württemberg, 03.11.2015 - 7 S 804/13
Wertermittlung/Werterhöhung durch künftige Verwendung; …
- VG Magdeburg, 02.09.2015 - 9 A 323/13
Fortbestehen eines alten Wasserrechts zum Betrieb einer Mühle; Voraussetzungen …
- VG Greifswald, 21.08.2008 - 6 A 113/05
Rücknahme eines Rückübertragungsantrags - Anfechtung der Antragsrücknahme
- VG Magdeburg, 28.10.2020 - 3 A 10/20
Staatliche Ausgleichsleistung für Enteignungen auf besatzungsrechtlicher …
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Rechtsprechung
| BVerwG, 29.10.1997 - 7 B 336.97 |
Volltextveröffentlichungen (3)
- grundeigentum-verlag.de
GVO § 1 Abs. 2 Satz 1 Nr. 1; VwVfG § 51 Abs. 1 Nr. 2; VwGO § 132 Abs. 2 Nr. 2, § 144 Abs. 4
Grundstücksverkehrsgenehmigung; Wiederaufgreifen des Restitutionsverfahrens; Bestandskraft eines ablehnenden Restitutionsbescheids - rechtsportal.de
- juris (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse
- Wolters Kluwer (Leitsatz)
Ablehnender Restitutionsbescheid - Eintritt der Bestandskraft - Unzulässigkeit des Rechtsmittels - Veräußerung des anmeldebelasteten Grundstücks - Grundstücksverkehrsgenehmigung - Restitutionsverfahren
Verfahrensgang
- VG Berlin, 08.10.1996 - 29 A 524.94
- OVG Berlin, 24.06.1997 - 8 B 153.96
- BVerwG, 29.10.1997 - 7 B 336.97
Papierfundstellen
- VIZ 1998, 86
Wird zitiert von ... (21) Zitiert selbst (4)
- BVerwG, 27.01.1994 - 2 C 12.92
Wiederaufgreifen des Verfahrens bei Rechtskraft eines klageabweisenden Urteils - …
Auszug aus BVerwG, 29.10.1997 - 7 B 336.97
Da die abweichende Beurteilung von Rechtsfragen durch ein Gericht bei unveränderter Sach- und Rechtslage nicht zum Wiederaufgreifen im Sinne des § 51 Abs. 1 Nr. 2 VwVfG führen kann (vgl. Urteil vom 27. Januar 1994 - BVerwG 2 C 12.92 - BVerwGE 95, 86 [89]; Beschluß vom 24. Mai 1995 - BVerwG 1 B 60.95 - Buchholz 316 § 51 VwVfG Nr. 32), rechtfertigt eine Abweichung, die sich im Rahmen der Beurteilung eines Wiederaufgreifensgrunds Infolge der Bindung an die dem bestandskräftigen Bescheid zugrunde liegende Rechtsauffassung ergibt, nicht die Zulassung der Divergenzrevision hinsichtlich des rechtskräftig abgeschlossenen oder eines an dessen rechtskräftigen Abschluß anknüpfenden Verfahrens. - BVerwG, 13.02.1997 - 7 C 50.95
Enteignung von Ausländern im Zuge der sog. Bodenreform
Auszug aus BVerwG, 29.10.1997 - 7 B 336.97
Dieser Teil der Begründung beruht nicht auf der möglicherweise von der Rechtsprechung des Senats (vgl. Urteil vom 13. Februar 1997 - BVerwG 7 C 50.95 -) abweichenden. - BVerwG, 28.07.1989 - 7 C 78.88
Erteilung einer Genehmigung - Rechtskraft des Urteils - Behördliche Ablehnung …
Auszug aus BVerwG, 29.10.1997 - 7 B 336.97
In dem genannten Sinne "neu" sind nämlich nur solche Beweismittel, die im Rahmen der den bestandskräftigen Bescheid tragenden Rechtsauffassung zu einer günstigeren Entscheidung geführt hätten, sich also nicht darin erschöpfen, der rechtlichen Bewertung des ursprünglichen Bescheids zu widersprechen (Urteil vom 28. Juli 1989 - BVerwG 7 C 78.88 - BVerwGE 82, 272 [277 f.]); anderenfalls würden entgegen § 51 Abs. 1 Nr. 2 VwVfG , der an die aufgrund neuer Beweismittel mögliche Veränderung der Entscheidungsgrundlage in tatsächlicher Hinsicht anknüpft, erneut dessen rechtliche Grundlagen zur Überprüfung gestellt, was im Fall eines rechtskräftig bestätigten Bescheids nur unter den besonderen Voraussetzungen des § 51 Abs. 1 Nr. 1 VwVfG zulässig ist, die nach der Ansicht des Berufungsgerichts hier nicht erfüllt sind. - BVerwG, 24.05.1995 - 1 B 60.95
Kronkretisierung des Begriffes "Eingriff" in Art. 8 Abs. 2 MRK durch den …
Auszug aus BVerwG, 29.10.1997 - 7 B 336.97
Da die abweichende Beurteilung von Rechtsfragen durch ein Gericht bei unveränderter Sach- und Rechtslage nicht zum Wiederaufgreifen im Sinne des § 51 Abs. 1 Nr. 2 VwVfG führen kann (vgl. Urteil vom 27. Januar 1994 - BVerwG 2 C 12.92 - BVerwGE 95, 86 [89]; Beschluß vom 24. Mai 1995 - BVerwG 1 B 60.95 - Buchholz 316 § 51 VwVfG Nr. 32), rechtfertigt eine Abweichung, die sich im Rahmen der Beurteilung eines Wiederaufgreifensgrunds Infolge der Bindung an die dem bestandskräftigen Bescheid zugrunde liegende Rechtsauffassung ergibt, nicht die Zulassung der Divergenzrevision hinsichtlich des rechtskräftig abgeschlossenen oder eines an dessen rechtskräftigen Abschluß anknüpfenden Verfahrens.
- BVerwG, 29.01.2025 - 6 C 3.23
Verarbeitung der Kontaktdaten von Zahnarztpraxen zum Zweck der Telefonwerbung …
Dementsprechend ist in Bezug auf den in § 51 Abs. 1 Nr. 2 VwVfG geregelten Wiederaufgreifensgrund des Vorliegens neuer Beweismittel, die eine dem Betroffenen günstigere Entscheidung herbeigeführt haben würden, in der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts geklärt, dass das zulässigerweise geltend gemachte neue Beweismittel so beschaffen sein muss, dass es die Richtigkeit der tatsächlichen Entscheidungsgrundlage des Verwaltungsaktes erschüttert, und zu der sicheren Überzeugung führt, dass die Behörde seinerzeit von falschen tatsächlichen Voraussetzungen ausgegangen ist und in Kenntnis der wirklichen Verhältnisse zu Gunsten des Betroffenen entschieden hätte (BVerwG, Urteile vom 28. Juli 1989 - 7 C 78.88 - BVerwGE 82, 272 …und vom 20. April 2023 - 1 C 4.22 - NVwZ-RR 2023, 1011 Rn. 31; Beschlüsse vom 29. Oktober 1997 - 7 B 336.97 - VIZ 1998, 86 f., vom 3. Mai 2000 - 8 B 352.99 - Buchholz 316 § 51 VwVfG Nr. 42 …und vom 26. Januar 2015 - 3 B 3.14 - Buchholz 310 § 132 Abs. 2 Ziff. 3 VwGO Nr. 74 Rn. 8). - BVerwG, 14.06.2017 - 8 C 7.16
Abtretung; Ausgleichsleistung; Besatzungsmacht; Beschlagnahme; Bestandskraft; …
Dazu müssen sich aus der neuen Beweislage Tatsachen ergeben, die nach dem damaligen rechtlichen Maßstab zu einer günstigeren Entscheidung zwingen (BVerwG, Urteil vom 28. Juli 1989 - 7 C 78.88 - BVerwGE 82, 272 ; Beschlüsse vom 29. Oktober 1997 - 7 B 336.97 - juris Rn. 5, insoweit nicht abgedruckt in Buchholz 428.5 § 6 GVO Nr. 1, vom 3. Mai 2000 - 8 B 352.99 - Buchholz 316 § 51 VwVfG Nr. 42 LS, S. 2 …und vom 4. Januar 2011 - 8 B 75.10 - ZOV 2011, 87 Rn. 9).Dagegen genügt es nicht, unter Berufung auf die neue Beweislage der rechtlichen Bewertung des ursprünglichen Bescheides zu widersprechen (BVerwG, Urteil vom 28. Juli 1989 - 7 C 78.88 - BVerwGE 82, 272 ; Beschluss vom 29. Oktober 1997 - 7 B 336.97 - juris Rn. 5).
Andernfalls würde im Wiederaufgreifensverfahren eine Sachprüfung auf neuer rechtlicher Grundlage schon bei neuen Auffassungen und Erkenntnissen zur unveränderten Rechtslage ermöglicht, obwohl § 51 Abs. 1 Nr. 1 VwVfG eine solche Sachprüfung nur bei einer Änderung der Rechtslage zulässt (BVerwG, Beschlüsse vom 29. Oktober 1997 - 7 B 336.97 - juris Rn. 5 und vom 3. Mai 2000 - 8 B 352.99 - Buchholz 316 § 51 VwVfG Nr. 42 LS, S. 2).
Die abweichende Beurteilung von Rechtsfragen kann bei unveränderter Sach- und Rechtslage nicht zum Wiederaufgreifen nach § 51 Abs. 1 VwVfG führen (vgl. BVerwG, Urteil vom 27. Januar 1994 - 2 C 12.92 - BVerwGE 95, 86 ; Beschluss vom 29. Oktober 1997 - 7 B 336.97 - juris Rn. 5 m.w.N.).
- BVerwG, 03.05.2000 - 8 B 352.99
Wiederaufgreifen des Verfahrens; neue Beweismittel; Geeignetheit, eine für die …
Neu im Sinne des § 51 Abs. 1 Nr. 2 VwVfG sind nur solche Beweismittel, die im Rahmen der den bestandskräftigen Bescheid tragenden Rechtsauffassung zu einer günstigeren Entscheidung geführt hätten (wie Beschluß vom 29. Oktober 1997 - BVerwG 7 B 336.97 - VIZ 1998, 86 ).Nach dem Beschluß vom 29. Oktober 1997 - BVerwG 7 B 336.97 - (VIZ 1998, 86 ; insoweit nicht abgedruckt in Buchholz 428.5 § 6 GVO Nr. 1) ist bei der Prüfung, ob neue Beweismittel im Sinne des § 51 Abs. 1 Nr. 2 VwVfG vorliegen, von den für den bestandskräftig gewordenen Bescheid maßgeblichen Rechtsgründen auszugehen und nicht unabhängig davon zu entscheiden, ob das neue Vorbringen den geltend gemachten Anspruch begründen kann; denn "neu" im Sinne der genannten Vorschrift sind nur solche Beweismittel, die im Rahmen der den bestandskräftigen Bescheid tragenden Rechtsauffassung zu einer günstigeren Entscheidung geführt hätten, sich also nicht darin erschöpfen, der rechtlichen Bewertung des ursprünglichen Bescheids zu widersprechen.
- BVerwG, 20.04.2023 - 1 C 4.22
Unbegründeter Antrag auf Wiederaufgreifen eines vertriebenenrechtlichen …
Rn. 31 Das zulässigerweise geltend gemachte neue Beweismittel muss so beschaffen sein, dass es die Richtigkeit der tatsächlichen Entscheidungsgrundlage des Verwaltungsakts erschüttert, und zu der sicheren Überzeugung führt, dass die Behörde seinerzeit von falschen tatsächlichen Voraussetzungen ausgegangen ist und in Kenntnis der wirklichen Verhältnisse zugunsten des Betroffenen entschieden hätte (BVerwG, Urteil vom 28. Juli 1989 - 7 C 78.88 - BVerwGE 82, 272 und Beschlüsse vom 29. Oktober 1997 - 7 B 336.97 - VIZ 1998, 86 f., vom 3. Mai 2000 - 8 B 352.99 - Buchholz 316 § 51 VwVfG Nr. 42 …und vom 26. Januar 2015 - 3 B 3.14 - Buchholz 310 § 132 Abs. 2 Ziff. 3 VwGO Nr. 74 Rn. 8 f.). - BVerwG, 04.01.2011 - 8 B 75.10
Wiederaufgreifen des Verfahrens; neue Beweismittel
Unterlässt er das, kann er nicht nachträglich eine Änderung der Entscheidung unter Hinweis auf neue Beweismittel beanspruchen, die nur im Lichte einer geänderten Rechtsansicht entscheidungserheblich sind (Beschlüsse vom 3. Mai 2000 - BVerwG 8 B 352.99 - Buchholz 316 § 51 VwVfG Nr. 42 und vom 29. Oktober 1997 - BVerwG 7 B 336.97 - Buchholz 428.5 § 6 GVO Nr. 1 = VIZ 1998, 86 f.; Urteile vom 28. Juli 1989 - BVerwG 7 C 78.88 - BVerwGE 82, 272 = Buchholz 316 § 51 VwVfG Nr. 22 und vom 27. Januar 1994 - BVerwG 2 C 12.92 - BVerwGE 95, 86 = Buchholz 316 § 51 VwVfG Nr. 31). - BGH, 04.03.1999 - III ZR 29/98
Pflichten der Genehmigungsbehörde bei Erteilung einer …
Denn ein nach Eintritt der Bestandskraft des Bescheids vom 29. August 1995 eingelegter Widerspruch wäre unzulässig, weil der (vermeintlich) Restitutionsberechtigte von diesem Zeitpunkt an durch die Genehmigung nicht mehr in seinen Rechten verletzt sein kann (BVerwG VIZ 1998, 86, 87). - BVerwG, 30.06.2004 - 8 C 14.03
Vorkaufsrecht; Zeitpunkt des Entstehens; Eintragung im Grundbuch; …
Das Genehmigungserfordernis nach der Grundstücksverkehrsordnung dient der Sicherung angemeldeter Restitutionsansprüche (vgl. Beschluss vom 29. Oktober 1997 - BVerwG 7 B 336.97 - Buchholz 428.5 § 6 GVO Nr. 1). - VG Berlin, 01.07.1999 - 29 A 159.95
Anspruch auf Wiederaufgreifen des Verfahrens nach § 51 …
Selbst der Beklagte erwähnt im angefochtenen Bescheid in diesem Zusammenhang bezeichnenderweise nur § 51 Abs. 1 Nr. 1 VwVfG , nicht aber dessen - hier einschlägige - Nr. 2. Schließlich kann auch dem Beschluß des Bundesverwaltungsgerichts vom 29. Oktober 1997 (BVenNG 7 B 336/97- VIZ 1998, S. 86 f.) in der Tendenz entnommen werden, daß ein Wiederaufgreifen wegen neuer Beweismittel im Bereich des Vermögensgesetzes nicht per se ausgeschlossen ist, wenn auch die insoweit nur im Rahmen einer Divergenzrüge erörterten Gesichtspunkte noch keinen endgültigen Schluß auf die höchstrichterliche Auffassung zulassen.Dürfte demgegenüber von der den Bescheid tragenden - wenn auch rechtsfehlerhaften - Rechtsauffassung abgewichen werden, könnte mit der Veränderung der Entscheidungsgrundlage in tatsächlicher Hinsicht zugleich und erneut dessen rechtliche Grundlage in Frage gestellt werden, was indes nur unter den - hier nicht gegebenen - engen Voraussetzungen des § 51 Abs. 1 Nr. 1 VwVfG zulässig wäre (vgl. BVerwG, Beschluß v. 29. Oktober 1997 - BVerwG 7 B 336.97 - VIZ 1998, S. 86 f.).
- BVerwG, 09.05.2011 - 4 B 47.10
Nichtberücksichtigung des Klägervortrags aus Gründen des formellen oder …
Beides kann die Zulassung der Revision wegen eines Verfahrensmangels nicht rechtfertigen (vgl. hierzu Beschlüsse vom 29. Oktober 1997 - BVerwG 7 B 336.97 -bzw. vom 2. November 1999 - BVerwG 4 BN 41.99 - ). - OVG Nordrhein-Westfalen, 13.06.2022 - 11 A 1318/19 Rn. 35 Vgl. BVerwG, Urteil vom 14. Juni 2017- 8 C 7.16 -, BVerwGE 159, 136 (142) = juris, Rn. 26, sowie Beschlüsse vom 4. Januar 2011- 8 B 75.10 -, juris, Rn. 9, und vom 29. Oktober 1997 - 7 B 336.97 -, Buchholz 428.5 § 6 GVO Nr. 1 = juris, Rn. 5; OVG NRW, Urteil vom 27. November 2019 - 11 A 2262/17 -, UA S. 18.
- BVerwG, 02.02.2006 - 4 BN 2.06
Vorliegen von Abwägungsmängeln - Ausdehnung der Baugrenzen auf einem Grundstück - …
- BVerwG, 10.04.2003 - 4 BN 24.03
Wirksamkeit eines Bauleitplans - Vorliegen einer städtebaulichen Erforderlichkeit …
- OVG Brandenburg, 10.09.2001 - 4 B 42/01
Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung eines Widerspruchs gegen eine sofort …
- OVG Thüringen, 01.03.2000 - 2 KO 9/97
Recht der offenen Vermögensfragen; Recht der offenen Vermögensfragen; …
- VG Cottbus, 15.05.2014 - 1 K 526/12
Rückübertragungsrecht
- VG Weimar, 18.02.2009 - 5 K 20063/08
Irak, Jesiden, Folgeantrag, Glaubwürdigkeit, Sprachgutachten, Kurden, …
- VG Berlin, 27.01.2000 - 29 A 277.97
Genehmigung der Veräußerung eines restitutionsbelasteten Grundstücks; …
- VG Weimar, 12.09.2012 - 5 K 20055/11
Armenien: § 60 Abs. 7 AufenthG, die Klägerin (sowie deren gesamte Familie) hat …
- VG Weimar, 26.06.2012 - 5 K 20160/11
Irak: Keine Gruppenverfolgung schiitischer oder sunnitischer …
- VG Weimar, 02.07.2008 - 5 K 20245/07
Irak, Jesiden, Kurden, Gruppenverfolgung, Verfolgungsdichte, Verfolgung durch …
- VG Lüneburg, 19.09.2014 - 6 C 10/14
Beweismittel; Neu; Wiederaufnahme; Wiederaufnahmeverfahren
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