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| BGH, 30.04.1963 - VI ZR 158/62 |
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Volltextveröffentlichung
Papierfundstellen
- VersR 1963, 874
Wird zitiert von ... (3) Zitiert selbst (5)
- BGH, 16.10.1956 - VI ZR 162/55
Rechtsmittel
Auszug aus BGH, 30.04.1963 - VI ZR 158/62
3") Von der Prüfung der Frage, ob die Erstbeklagte auch nach § 831 BGB hafte, konnte das Berufungsgericht absehen, weil ihre Haftung aus §§ 1, 3, 7, 7a HpflG den geltend gemachten Schaden in vollem Umfang deckt« Auch für die Schadensab wägung nach § 254 BGB ist diese Präge ohne Bedeutung, weil hierbei nur die unfallursächlichen Umstände herangezogen wer den dürfen, soweit sie tatsächlich bewiesen sind, § 831 BGB aber lediglich eine Haftung für vermutetes Verschulden anordnet und ein Verschulden nicht erv/iesen ist (vgl Urteil des erkennenden Senats vom 16« 101956 - VI ZR 162/55 - IM § 17 StVG Nro 10)o. - BGH, 11.12.1950 - III ZR 94/50
Rechtsmittel
Auszug aus BGH, 30.04.1963 - VI ZR 158/62
Seine Auffassung, daß bei überwiegender Schadonsverursachung durch grob fahrlässigen Verhalten des Verletzten die vom Bahnunternehmer zu vertretende normale Betriebsgefahr völlig zurücktreten könne, so daß der Verletzte seinen Schaden allein tragen müsse, entspricht der festen Rechtsprechung des Senats (vgl, Urteil vom 28, 10,1958 - VI ZR 192/57 - VersR 1959, 49) Zu Unrecht beruft sich demgegenüber die Revision auf die Entscheidung des III- Senats vom 11, 12,1950 - III ZR 94/50 - NJW 51, 110 Nr, 3" Dort ist lediglich ausgesprochen, daß die durch das "sehr schwere kausale Verschulden" des Zugführers erhöhte Betriebsgefahr der Eisenbahn durch eine noch so schwer bewertete Fahrlässigkeit des Verletzten nicht völlig ausgeschlossen werden kann. - BGH, 21.03.1961 - VI ZR 180/60
Rechtsmittel
Auszug aus BGH, 30.04.1963 - VI ZR 158/62
dem Betreten der Geleise durch Geschwindigkeit zu ermäßigen (vgl" hierzu die eingehenden Ausführungen im Urteil des erkennenden Senats vom 2131961 - VI ZR 180/60 - VersR 1961, 475)" Zutreffend hat das Berufungsgericht das Verhalten Neumanns als grob fahrlässig gekennzeichnet« Mit einem solchen Verhalten brauchte der Zweitbeklagte nicht zu rechnen. - BGH, 28.10.1958 - VI ZR 192/57
Auszug aus BGH, 30.04.1963 - VI ZR 158/62
Seine Auffassung, daß bei überwiegender Schadonsverursachung durch grob fahrlässigen Verhalten des Verletzten die vom Bahnunternehmer zu vertretende normale Betriebsgefahr völlig zurücktreten könne, so daß der Verletzte seinen Schaden allein tragen müsse, entspricht der festen Rechtsprechung des Senats (vgl, Urteil vom 28, 10,1958 - VI ZR 192/57 - VersR 1959, 49) Zu Unrecht beruft sich demgegenüber die Revision auf die Entscheidung des III- Senats vom 11, 12,1950 - III ZR 94/50 - NJW 51, 110 Nr, 3" Dort ist lediglich ausgesprochen, daß die durch das "sehr schwere kausale Verschulden" des Zugführers erhöhte Betriebsgefahr der Eisenbahn durch eine noch so schwer bewertete Fahrlässigkeit des Verletzten nicht völlig ausgeschlossen werden kann. - BGH, 03.11.1961 - VI ZR 35/61
Auszug aus BGH, 30.04.1963 - VI ZR 158/62
Bern kann nicht gefolgt werden" Bie Fahrzeugführer, die die Überwege zur Einfährt in die angrenzenden Grundstücke und Fabriken benutzen wollen, haben nach § 17 StVO die Pflicht, sich so zu verhalten, daß eine Gefährdung des Straßenverkehrs - und damit auch der innerhalb des Verkehrsraumes der Witzelstraße verlaufenden Straßenbahn - ausgeschlossen ist (vgl" Urteil des erkennenden Senats vom 3o11"1961 - VI ZR 35/61 - VersR 1962, ,48, 49)" An den Einmündungen der drei von der Revision erwähnten Straßen in die Witzeistraße befanden sich unstreitig, was die Revision übersieht, Haiteschilder nach Bild 30 a der Anlage zur Straßenverkehrsordnung.
- OLG Nürnberg, 14.11.2001 - 4 U 2450/01
Verkehrssicherung an wilden Bahnübergängen
a) Fällt zu Lasten des Bahnbetriebsunternehmers nur die allgemeine Betriebgefahr, die sich aus der Schienengebundenheit, dem längeren Bremsweg und der größeren Aufprallwucht einer Eisenbahn ergibt (…Greger, a.a.O., § 4 HPflG, Rdn. 3), ins Gewicht, so tritt diese gegenüber dem erheblichen Verschulden eines Fußgängers, der - ohne auf die Bahn zu achten - verbotswidrig die Gleise betreten hat, regelmäßig vollständig zurück (BGH VersR 1963, 874;… Filthaut, HPflG, 4. Aufl., § 4, Rdn. 44 m.w.N.). - BGH, 22.06.1971 - VI ZR 243/69
Eisenbahnunfall - Verstoß gegen Sicherheitsvorschriften - Verunglückter - …
B le von d e r R e v is io n gegen d i e s e B e u r te ilu n g erho b en en Bedenken e rw e is e n s ic h a l s n i c h t b eg rü n d et« B er S tan d p u n k t d es B e ru f u n g s g e ric h ts s t e h t i n E in k la n g m it d e r R e ch tsp re ch u n g des erk en n en d en S en ats" daß b ei grobem V ersch u ld en d es V eru n g lü c k te n ausnahm sw eise" wo b e i es a l l e r d i n g s s t e t s a u f d ie b e s o n d e re n Umstände d es E i n z e l f a l l e s ankommt" d ie B e tr ie b s g e f a h r d e r Bahn" mag d ie s e im e in z e ln e n F a l l auch e r h ö h t se in " v o l l zur ü c k t r e t e n kann ( U r t e i l e vom 22« S eptem ber 1967 - VI ZR 4 9 /6 6 - V ersR "1967, 1080; vom 30.. A p ril 1963 - VI ZR 158/62 - VersR 1963, 874 und vom 23. J u n i 1964 - VI ZR 99/63 - VersR 1964, 1 0 2 4 ). - OLG Köln, 27.01.1992 - 1 W 80/91 Rn. 4 Daß die Betriebsgefahr eines Kraftfahrzeugs hinter der groben Fahrlässigkeit eines Fußgängers zurücktreten kann, ist von der Rechtsprechung wiederholt entschieden worden (vgl. nur: BGH VersR 1961, 357; 1963, 874; OLG Köln VersR 1976, 1095; KG Verkehrsmitteilungen 1979 Nr. 96; 1989 Nr. 69).
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