Rechtsprechung
| BGH, 09.11.2006 - III ZR 111/05 |
Volltextveröffentlichungen (13)
- Doctrine(Abodienst, kostenloses Probeabo)
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BGB § 839; GVO (F: 3. August 1992) § 20; GVO (F: 20. Dezember 1993) § 7
- openjur.de
- bundesgerichtshof.de
- Judicialis
BGB § 839 E; ; BGB § 839 H; ; GVO (F: 3. August 1992) § 20; ; GVO (F: 20. Dezember 1993) § 7
- IWW
- Deutsches Notarinstitut
BGB § 839; GVO § 20; GVO § 7
Kritierien für schuldhaft unterlassene Rechtsbehelfseinlegung (Ausschluss der Amtshaftung) bei Verwaltungsverfahren (hier: Restitutionsverfahren) - JLaw (App) | www.prinz.law
- Wolters Kluwer
Rechtsbehelfsmöglichkeiten eines Restitutionsantragstellers hinsichtlich eines Amtshaftungsanspruchs; Übersehen eines Rückgabeantrags bei Erteilung einer Grundstücksverkehrsgenehmigung und daraus resultierende Amtshaftungsansprüche; Möglichkeit der Glaubhaftmachung eines ...
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
Zu ergreifende Rechtsbehelfsmöglichkeiten nach Ablehnung eines Restitutionsantrages
- datenbank.nwb.de
- ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz frei)
Rechtsbehelfsmöglichkeiten des Restitutionsantragstellers
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Verfahrensgang
- LG Dresden, 07.05.2004 - 7 O 3240/01
- OLG Dresden, 29.04.2005 - 6 U 957/04
- BGH, 09.11.2006 - III ZR 111/05
Papierfundstellen
- NJW-RR 2007, 449
- NJ 2007, 221
- VersR 2007, 645
Wird zitiert von ... (6) Zitiert selbst (7)
- BVerwG, 28.08.1997 - 7 C 63.96
Veräußerung vor Bestandskraft des Restitutionsbeschieds
Auszug aus BGH, 09.11.2006 - III ZR 111/05
Richtig ist die Überlegung des Berufungsgerichts, dass der durch den Eigentumsübergang bewirkte Verlust des Restitutionsanspruchs nach diesen Bestimmungen im Zuge einer schuldrechtlichen Rückabwicklung des Rechtsgeschäfts wieder aufleben kann (vgl. BVerwG VIZ 1998, 378, 379). - BGH, 25.07.2003 - V ZR 387/02
Umfang des Anspruchs auf Herausgabe des Erlöses; Minderung des Erlöses durch …
Auszug aus BGH, 09.11.2006 - III ZR 111/05
Diese Entscheidung ist durch das Urteil des Bundesgerichtshofs vom 25. Juli 2003 (V ZR 387/02 - VIZ 2004, 31) rechtskräftig geworden. - BGH, 04.03.1999 - III ZR 29/98
Pflichten der Genehmigungsbehörde bei Erteilung einer …
Auszug aus BGH, 09.11.2006 - III ZR 111/05
Insofern wäre durch die Einlegung eines Widerspruchs und eine rechtzeitige Benachrichtigung des Grundbuchamts durch die Beklagte eine Eigentumsumschreibung auf die Erwerber, gegebenenfalls um den Preis einer Schadensersatzpflicht der Beklagten diesen gegenüber wegen zu Unrecht erteilter Grundstücksverkehrsgenehmigung (vgl. Senatsurteil vom 4. März 1999 - III ZR 29/98 - VIZ 1999, 346, 347), vermieden worden.
- BGH, 15.10.2004 - V ZR 63/04
Übergang der Rechte und Pflichten aus einem die Restitution nicht ausschließenden …
Auszug aus BGH, 09.11.2006 - III ZR 111/05
Diese spezialgesetzliche Bestimmung verdeutlicht, dass einer Restitution nur der Vollzug des dinglichen Geschäfts bzw. der hierauf bezogene Eintragungsantrag nach § 878 BGB entgegenstehen soll, nicht aber - im Umkehrschluss - die bloße Eintragung einer Auflassungsvormerkung (vgl. BVerwG NJW 1995, 1508, 1509 und ihm folgend BGH, Urteil vom 15. Oktober 2004 - V ZR 63/04 - NJW-RR 2005, 243, 244). - BVerwG, 09.02.1995 - 7 B 156.94
Vormerkungsschutz bei Grundstückszuordnung
Auszug aus BGH, 09.11.2006 - III ZR 111/05
Diese spezialgesetzliche Bestimmung verdeutlicht, dass einer Restitution nur der Vollzug des dinglichen Geschäfts bzw. der hierauf bezogene Eintragungsantrag nach § 878 BGB entgegenstehen soll, nicht aber - im Umkehrschluss - die bloße Eintragung einer Auflassungsvormerkung (vgl. BVerwG NJW 1995, 1508, 1509 und ihm folgend BGH, Urteil vom 15. Oktober 2004 - V ZR 63/04 - NJW-RR 2005, 243, 244). - BGH, 26.03.1998 - III ZR 292/96
Anderweitige Ersatzmöglichkeit bei amtspflichtwidriger Erteilung einer …
Auszug aus BGH, 09.11.2006 - III ZR 111/05
Da es sich insoweit um eine Amtspflicht handelte, die der Beklagten gegenüber den Restitutionsantragstellern oblag (vgl. Senatsbeschluss vom 26. März 1998 - III ZR 292/96 - BGHR DDR-GVVO § 1 Satz 2 Genehmigungserteilung 1), kommt eine Haftung der Beklagten nach § 839 BGB i.V.m. Art. 34 GG in Betracht. - BGH, 27.05.1966 - V ZR 200/63
Verkauf eines Grundstücks - Beteiligung am Vermögen des Ehemannes als …
Auszug aus BGH, 09.11.2006 - III ZR 111/05
Danach war zweifelhaft, ob die Rechtsposition der Käufer nach allgemeinen sachenrechtlichen Grundsätzen (§§ 883, 888 BGB; vgl. BGH, Urteil vom 27. Mai 1966 - V ZR 200/63 - JZ 1966, 526 f = LM Nr. 1 zu § 888 BGB) durch die Eintragung eines Verfügungsverbots hätte vereitelt werden können.
- OLG Brandenburg, 27.03.2018 - 2 U 2/16
Amtshaftungsanspruch: Fehlerhafte Erteilung einer Grundstücksverkehrsgenehmigung …
Eine vorgelagerte Nachforschungspflicht bestand nicht (BGH, Urteil vom 09. November 2006 - III ZR 111/05 -, juris).Die Kläger durften daher die Entscheidung über ihren Restitutionsantrag abwarten (BGH, Urteil vom 09. November 2006 - III ZR 111/05 -, Rn. 25, juris).
- OLG Brandenburg, 28.01.2021 - 2 U 121/19 Eine vorgelagerte Nachforschungspflicht bestand nicht (BGH, Urteil vom 09. November 2006 - III ZR 111/05 -, juris).
Sowohl für die kenntnisabhängige Verjährung des § 199 Abs. 1 BGB als auch für die hier allein in Betracht kommende kenntnisunabhängige Verjährungshöchstfrist des § 199 Abs. 3 Nr. 1 BGB gilt: Verkauft ein Verfügungsberechtigter ein in seinem Eigentum stehendes "restitutionsbelastetes" Grundstück, so kann von einem endgültigen Scheitern des genehmigungsbedürftigen Vertrags und damit vom Eintritt eines Schadens erst dann ausgegangen werden, wenn dem Restitutionsantrag bestandskräftig stattgegeben bzw. die Genehmigung nach § 1 GVO bestandskräftig versagt wird (BGH…, Urteil vom 10. April 2003 - III ZR 38/02 -, Rn. 21, juris; ebso. Urteil vom 09. November 2006 - III ZR 111/05 -, Rn. 25;… Urteil vom 11. Oktober 2007 - III ZR 301/06 -, Rn. 24, juris).
- OLG Brandenburg, 28.01.2014 - 2 U 8/10
Grundstücksrecht in den neuen Bundesländern: Schadensersatzanspruch wegen …
Zunächst lässt der Beklagtenvortrag Ausführungen darüber vermissen, ob die damalige Restitutionsberechtigte T... R... Kenntnis von dem Abschluss des Kaufvertrages vom 05.11.1990 noch vor der Eintragung des Streitverkündeten als Eigentümer in das Grundbuch am 23.07.1991 hatte.Spätestens mit der Eintragung des Streitverkündeten unter dem 23.07.1991 waren nämlich zunächst sämtliche Restitutionsansprüche und potentielle Sicherungsrechte erloschen (vgl. zur Problematik nur BVerwG, ZOV 1997, 433), wie sich auch aus dem (später eingeführten) Restitutionsanspruch nach § 11 Abs. 1 Satz 3 Nr. 5 VZOG in der Fassung von Art. 16 Nr. 15 RegVB vom 20.12.1993 (BGBl. I S. 2182) ergibt (BGH VersR 2007, 645-648) .
- OLG Brandenburg, 22.03.2022 - 2 U 1/22
Schadensersatz im Wege der Amtshaftungsklage wegen der Erteilung einer …
Die Kläger durften daher die Bestandskraft der Entscheidung über ihren Restitutionsantrag abwarten (vgl. Senat…, Urteil vom 14. August 2018 - 2 U 13/17 -, Rdnr. 43 bei juris; BGH, Urteil vom 9. November 2006 - III ZR 111/05 -, NJW-RR 2007, 449, Rdnr. 25 bei juris) und damit hier die verwaltungsgerichtliche Entscheidung über den Bescheid des Bundesamtes für zentrale Dienste und offene Vermögensfragen vom 28. September 2015. - OLG Brandenburg, 14.08.2018 - 2 U 13/17
Amtshaftung wegen der Erteilung einer Grundstücksverkehrsgenehmigung für …
Die Kläger durften deshalb zunächst die rechtskräftige Entscheidung über ihren Restitutionsantrag abwarten (vgl. BGH, Urteil vom 09.11.2006, III ZR 111/05; NJW-RR 2007, 449). - OLG Brandenburg, 09.10.2020 - 2 U 73/20
Amtshaftungsansprüche wegen der Erteilung einer Grundstücksverkehrsgenehmigung …
Damit war der nach § 8 GVO für die Entscheidung über die Genehmigung zuständige Beklagte von Amts wegen gehalten, den Antrag zu beachten und die Kläger als Restitutionsantragsteller, in deren Interesse die Grundstücksverkehrsgenehmigung erforderlich war, in das Verwaltungsverfahren einzubeziehen (vgl. BGH, Urteil vom 9. November 2006 - III ZR 111/05 -, Rdnr. 19).
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