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Rechtsprechung
   OLG Köln, 27.12.2017 - 16 U 56/17   

Zitiervorschläge
https://dejure.org/2017,52451
OLG Köln, 27.12.2017 - 16 U 56/17 (https://dejure.org/2017,52451)
OLG Köln, Entscheidung vom 27.12.2017 - 16 U 56/17 (https://dejure.org/2017,52451)
OLG Köln, Entscheidung vom 27. Dezember 2017 - 16 U 56/17 (https://dejure.org/2017,52451)
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Volltextveröffentlichungen (6)

  • Wolters Kluwer(Abodienst, Leitsatz/Tenor frei)

    Schadensersatzanspruch aufgrund einer Beschädigung von vier Kabelschutzrohren sowie zweier Lichtwellenleiterkabel aus eigenem Recht sowie aus abgetretenem Recht

  • ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz frei)

    Tiefbauunternehmer darf sich nicht auf Angaben des Auftraggebers verlassen!

  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Kurzfassungen/Presse (2)

  • Wolters Kluwer (Kurzinformation)

    Schadensersatzpflicht eines Tiefbauunternehmens bei Verletzung der Erkundigungs- und Verkehrssicherungspflicht

  • rofast.de (Kurzinformation)

    Tiefbauunternehmen muss Angaben des Auftraggebers (bezüglich Leitungsverlauf) prüfen

Besprechungen u.ä. (2)

  • ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo) (Entscheidungsbesprechung)

    Beschädigung von Lichtwellenleiterkabeln: Kosten für Regellängenaustausch zu ersetzen! (IBR 2018, 1011)

  • ibr-online (Entscheidungsbesprechung)

    Tiefbauunternehmer darf sich auf Angaben des Auftraggebers nicht verlassen! (IBR 2018, 324)

Verfahrensgang

Papierfundstellen

  • VersR 2019, 373
  • BauR 2018, 1758
 
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Wird zitiert von ... (5)Zitiert selbst (22)

  • OLG Stuttgart, 01.10.2012 - 5 U 180/11

    Schadenersatz: Anspruch wegen der Beschädigung eines Glasfaserkabels

    Auszug aus OLG Köln, 27.12.2017 - 16 U 56/17
    Rn. 49 In der Rechtsprechung ist ferner anerkannt, dass unterirdisch verlegte Kabel und Rohre nicht wesentliche Bestandteile des jeweiligen Grundstücks werden, durch das sie verlegt sind, mit der Folge, dass der Grundstückseigentümer Eigentum nach § 946 BGB erwerben würde, sondern vielmehr nach § 95 Abs. 1 S. 1 oder S. 2 BGB im Eigentum desjenigen verbleiben, für den bzw. auf Veranlassung dessen sie verlegt wurden (vgl. z.B. BGH Urteil vom 01.02.1994, VI ZR 229/92, NJW 1994, 999; OLG Celle, Urteil vom 05.12.2012, 7 U 59/12, BeckRS 2013, 05661, zitiert nach beck-online; OLG Stuttgart, Urteil vom 01.10.2012, 5 U 180/11, IBR 2012, 712, zitiert nach ibr-online; OLG München…, Urteil vom 30.01.2001, 18 U 2172/00, Rdnr. 20, zitiert nach juris;… Palandt-Ellenberger, BGB, 76. Auflage 2017, § 95 Rdnr. 6).

    Dieselbe Kabelqualität wie vor der Beschädigung kann danach im Einzelfall nicht durch Reparatur des Kabels, sondern nur durch den Austausch einer größeren Kabellänge zwischen zwei ohnehin vorhandenen Anschlussstellen erreicht werden (vgl. die Würdigung des OLG Stuttgart, Urteil vom 01.10.2012, 5 U 180/11, IBR 2012, 712, zitiert nach ibr-online, bezogen auf den dortigen Einzelfall und das dortige Ergebnis der Beweisaufnahme).

    Soweit in ähnlich gelagerten Fällen der Beschädigung von Kabeln in der Rechtsprechung eine Erstattungsfähigkeit der Kosten des Austauschs der sog. Regellänge (zwischen zwei Bestandsmuffen) eines beschädigten Kabels verneint wurde (z.B. OLG Stuttgart, Urteil vom 01.10.2012, 5 U 180/11, IBR 2012, 712, zitiert nach ibr-online; OLG Rostock, Urteil vom 21.01.2011, 5 U 240/09, zitiert nach juris;… LG Tübingen Urteil vom 23.12.2008, 4 O 101/08, Rdnr. 21 ff., zitiert nach juris), beruhte dies jeweils auf einer Einzelfallwürdigung und steht den Feststellungen des Sachverständigen im vorliegenden Fall nicht entgegen.

  • BGH, 20.04.1971 - VI ZR 232/69

    Tiefbauunternehmer - Versorgungsleitung - Bauarbeiten - Bagger - Unterirdisch - …

    Auszug aus OLG Köln, 27.12.2017 - 16 U 56/17
    Ein Tiefbauunternehmen, das im Bereich von öffentlichen Straßen und Wegen Bohrungen und Grabungen vornimmt, muss sich vor Beginn seiner Arbeiten zuverlässig erkundigen, ob bzw. wo dort Versorgungsleitungen verlegt sind (BGH Urteil vom 20.04.1971, VI ZR 232/69, NJW 1971, 1313, 1314 = VersR 1971, 117; OLG München…, Urteil vom 30.01.2001, 18 U 2172/00, Rdnr. 21, zitiert nach juris;… OLG Dresden Urteil vom 09.06.2009, 5 U 26/09, Rdnr. 24, zitiert nach juris).

    Rn. 55 Der Umfang der Erkundigungspflichten richtet sich nach den Umständen des Einzelfalls, sie erstrecken sich indes regelmäßig nicht nur auf die Nachfrage bei den im Normalfall nicht an der Verlegung von Versorgungsleitungen beteiligten kommunalen Bauämtern, sondern die Unternehmen haben sich im allgemeinen auch bei den zuständigen und in Betracht kommenden Versorgungsunternehmen zu erkundigen (BGH, Urteil vom 20.04.1971, VI ZR 232/69, NJW 1971, 1313, 1314 = VersR 1971, 117;… Urteil vom 20.12.2005, VI ZR 33/05, VersR 2006, 420, Rdnr. 8, zitiert nach juris).

    Für die wirksame Übertragung von Verkehrssicherungspflichten und insbesondere von Verkehrssicherungspflichten im Tiefbau gelten strenge Anforderungen, es sind klare Absprachen notwendig (BGH Urteil vom 20.04.1971, VI ZR 232/69, NJW 1971, 1313, 1314 f. = VersR 1971, 117;… Urteil vom 09.11.1982, VI ZR 129/81, VersR 1983, 152, Rdnr. 6, zitiert nach juris; OLG Frankfurt…, Urteil vom 26.10.1995, 1 U 152/94, OLGR 1996, 39, Rdnr. 5, zitiert nach juris; vgl. auch OLG Braunschweig…, Urteil vom 28.08.2014, 8 U 179/12, Rdnr. 50, BauR 2016, 1192, zitiert nach juris).

  • BGH, 30.10.1970 - IV ZR 1109/68

    Darlegungs- und Beweislast des Versicherungsnehmers bei Verletzung der …

    Auszug aus OLG Köln, 27.12.2017 - 16 U 56/17
    Ein Tiefbauunternehmen, das im Bereich von öffentlichen Straßen und Wegen Bohrungen und Grabungen vornimmt, muss sich vor Beginn seiner Arbeiten zuverlässig erkundigen, ob bzw. wo dort Versorgungsleitungen verlegt sind (BGH Urteil vom 20.04.1971, VI ZR 232/69, NJW 1971, 1313, 1314 = VersR 1971, 117; OLG München…, Urteil vom 30.01.2001, 18 U 2172/00, Rdnr. 21, zitiert nach juris;… OLG Dresden Urteil vom 09.06.2009, 5 U 26/09, Rdnr. 24, zitiert nach juris).

    Rn. 55 Der Umfang der Erkundigungspflichten richtet sich nach den Umständen des Einzelfalls, sie erstrecken sich indes regelmäßig nicht nur auf die Nachfrage bei den im Normalfall nicht an der Verlegung von Versorgungsleitungen beteiligten kommunalen Bauämtern, sondern die Unternehmen haben sich im allgemeinen auch bei den zuständigen und in Betracht kommenden Versorgungsunternehmen zu erkundigen (BGH, Urteil vom 20.04.1971, VI ZR 232/69, NJW 1971, 1313, 1314 = VersR 1971, 117;… Urteil vom 20.12.2005, VI ZR 33/05, VersR 2006, 420, Rdnr. 8, zitiert nach juris).

    Für die wirksame Übertragung von Verkehrssicherungspflichten und insbesondere von Verkehrssicherungspflichten im Tiefbau gelten strenge Anforderungen, es sind klare Absprachen notwendig (BGH Urteil vom 20.04.1971, VI ZR 232/69, NJW 1971, 1313, 1314 f. = VersR 1971, 117;… Urteil vom 09.11.1982, VI ZR 129/81, VersR 1983, 152, Rdnr. 6, zitiert nach juris; OLG Frankfurt…, Urteil vom 26.10.1995, 1 U 152/94, OLGR 1996, 39, Rdnr. 5, zitiert nach juris; vgl. auch OLG Braunschweig…, Urteil vom 28.08.2014, 8 U 179/12, Rdnr. 50, BauR 2016, 1192, zitiert nach juris).

  • OLG Celle, 05.12.2012 - 7 U 59/12

    Verpflichtung des Bauunternehmers zum Erkundigen über die Lage unterirdisch …

    Auszug aus OLG Köln, 27.12.2017 - 16 U 56/17
    Rn. 49 In der Rechtsprechung ist ferner anerkannt, dass unterirdisch verlegte Kabel und Rohre nicht wesentliche Bestandteile des jeweiligen Grundstücks werden, durch das sie verlegt sind, mit der Folge, dass der Grundstückseigentümer Eigentum nach § 946 BGB erwerben würde, sondern vielmehr nach § 95 Abs. 1 S. 1 oder S. 2 BGB im Eigentum desjenigen verbleiben, für den bzw. auf Veranlassung dessen sie verlegt wurden (vgl. z.B. BGH Urteil vom 01.02.1994, VI ZR 229/92, NJW 1994, 999; OLG Celle, Urteil vom 05.12.2012, 7 U 59/12, BeckRS 2013, 05661, zitiert nach beck-online; OLG Stuttgart, Urteil vom 01.10.2012, 5 U 180/11, IBR 2012, 712, zitiert nach ibr-online; OLG München…, Urteil vom 30.01.2001, 18 U 2172/00, Rdnr. 20, zitiert nach juris;… Palandt-Ellenberger, BGB, 76. Auflage 2017, § 95 Rdnr. 6).

    Nach ständiger Rechtsprechung des BGH sind die Grundsätze über den Beweis des ersten Anscheins nur bei typischen Geschehensabläufen anwendbar, in denen ein bestimmter Sachverhalt feststeht, der nach der allgemeinen Lebenserfahrung auf eine bestimmte Ursache oder auf einen bestimmten Ablauf als maßgeblich für den Eintritt eines bestimmten Erfolgs hinweist (…BGH Urteil vom 05.10.2004, XI ZR 201/03, BGHZ 160, 308 ff., Rdnr. 22, zitiert nach juris; OLG Celle, Urteil vom 05.12.2012, 7 U 59/12, BeckRS 2013, 05661, zitiert nach beck-online).

    Für die Kausalität zwischen der objektiven Pflichtverletzung (hier: Bohrung trotz unvollständiger Informationen über den Verlauf von etwaig vorhandenen Leitungen) und der Rechtsgutsverletzung (hier Beschädigung der Kabelschutzrohranlage) spricht danach ein Anscheinsbeweis, wenn sich genau diejenige Gefahr verwirklicht, vor deren Eintritt die Sorgfaltspflichten (hier: vollständige Information über Versorgungsleitungen) schützen soll (z.B. OLG Dresden…, Urteil vom 09.06.2009, 5 U 26/09, Rdnr. 32, zitiert nach juris; vgl. OLG Celle, Urteil vom 05.12.2012, 7 U 59/12, BeckRS 2013, 05661).

  • OLG München, 30.01.2001 - 18 U 2172/00

    Tiefbauunternehmer muss sich selbst über Spartenverlauf informieren!

    Auszug aus OLG Köln, 27.12.2017 - 16 U 56/17
    Rn. 49 In der Rechtsprechung ist ferner anerkannt, dass unterirdisch verlegte Kabel und Rohre nicht wesentliche Bestandteile des jeweiligen Grundstücks werden, durch das sie verlegt sind, mit der Folge, dass der Grundstückseigentümer Eigentum nach § 946 BGB erwerben würde, sondern vielmehr nach § 95 Abs. 1 S. 1 oder S. 2 BGB im Eigentum desjenigen verbleiben, für den bzw. auf Veranlassung dessen sie verlegt wurden (vgl. z.B. BGH Urteil vom 01.02.1994, VI ZR 229/92, NJW 1994, 999; OLG Celle, Urteil vom 05.12.2012, 7 U 59/12, BeckRS 2013, 05661, zitiert nach beck-online; OLG Stuttgart, Urteil vom 01.10.2012, 5 U 180/11, IBR 2012, 712, zitiert nach ibr-online; OLG München, Urteil vom 30.01.2001, 18 U 2172/00, Rdnr. 20, zitiert nach juris;… Palandt-Ellenberger, BGB, 76. Auflage 2017, § 95 Rdnr. 6).

    Ein Tiefbauunternehmen, das im Bereich von öffentlichen Straßen und Wegen Bohrungen und Grabungen vornimmt, muss sich vor Beginn seiner Arbeiten zuverlässig erkundigen, ob bzw. wo dort Versorgungsleitungen verlegt sind (BGH Urteil vom 20.04.1971, VI ZR 232/69, NJW 1971, 1313, 1314 = VersR 1971, 117; OLG München, Urteil vom 30.01.2001, 18 U 2172/00, Rdnr. 21, zitiert nach juris;… OLG Dresden Urteil vom 09.06.2009, 5 U 26/09, Rdnr. 24, zitiert nach juris).

    Im Einzelfall muss auch ein Tiefbauunternehmer, der lediglich als Subunternehmer einer größeren Firma tätig wird, sich zuverlässig Kenntnis vom Verlauf der Versorgungsleitungen verschaffen und darf sich nicht lediglich auf die Anweisungen Dritter oder seines Auftraggebers verlassen (OLG Köln…, Urteil vom 07.05.2014, 16 U 135/13, Rdnr. 31, zitiert nach juris; OLG Sachsen-Anhalt…, Urteil vom 31.01.2013, 2 U 40/12, BauR 2013, 1692, Rdnr. 22, zitiert nach juris; OLG München, Urteil vom 30.01.2001, 18 U 2172/00, Rdnr. 20, zitiert nach juris).

  • BGH, 01.02.1994 - VI ZR 229/92

    Beseitigung von Kabeln nach Erlöschen des Fernmelderechts

    Auszug aus OLG Köln, 27.12.2017 - 16 U 56/17
    Rn. 49 In der Rechtsprechung ist ferner anerkannt, dass unterirdisch verlegte Kabel und Rohre nicht wesentliche Bestandteile des jeweiligen Grundstücks werden, durch das sie verlegt sind, mit der Folge, dass der Grundstückseigentümer Eigentum nach § 946 BGB erwerben würde, sondern vielmehr nach § 95 Abs. 1 S. 1 oder S. 2 BGB im Eigentum desjenigen verbleiben, für den bzw. auf Veranlassung dessen sie verlegt wurden (vgl. z.B. BGH Urteil vom 01.02.1994, VI ZR 229/92, NJW 1994, 999; OLG Celle, Urteil vom 05.12.2012, 7 U 59/12, BeckRS 2013, 05661, zitiert nach beck-online; OLG Stuttgart, Urteil vom 01.10.2012, 5 U 180/11, IBR 2012, 712, zitiert nach ibr-online; OLG München…, Urteil vom 30.01.2001, 18 U 2172/00, Rdnr. 20, zitiert nach juris;… Palandt-Ellenberger, BGB, 76. Auflage 2017, § 95 Rdnr. 6).

    Andererseits betrifft die Schadensbeseitigungspflicht bei einer Beschädigung von Rohren und Kabeln regelmäßig nicht nur die Beseitigung der Substanzzerstörung, sondern sie muss sich auf die Funktionsfähigkeit des Gesamtsystems beziehen (vgl. BGH Urteil vom 01.02.1994, VI ZR 229/92, NJW 1994, 999, 1000).

  • BGH, 05.10.2004 - XI ZR 210/03

    Zum Anscheinsbeweis für grob fahrlässigiges Verhalten des Karteninhabers bei …

    Auszug aus OLG Köln, 27.12.2017 - 16 U 56/17
    Nach ständiger Rechtsprechung des BGH sind die Grundsätze über den Beweis des ersten Anscheins nur bei typischen Geschehensabläufen anwendbar, in denen ein bestimmter Sachverhalt feststeht, der nach der allgemeinen Lebenserfahrung auf eine bestimmte Ursache oder auf einen bestimmten Ablauf als maßgeblich für den Eintritt eines bestimmten Erfolgs hinweist (BGH Urteil vom 05.10.2004, XI ZR 201/03, BGHZ 160, 308 ff., Rdnr. 22, zitiert nach juris; OLG Celle, Urteil vom 05.12.2012, 7 U 59/12, BeckRS 2013, 05661, zitiert nach beck-online).

    Die Beurteilung eines Ablaufs als typischer Geschehensablauf verlangt dabei nicht, dass die Ursächlichkeit einer bestimmten Tatsache für einen bestimmten Erfolg bei allen Sachverhalten dieser Fallgruppe notwendig immer vorhanden ist; die Ursächlichkeit muss aber so häufig gegeben sein, dass die Wahrscheinlichkeit, einen solchen Fall vor sich zu haben, sehr hoch ist (BGH, Urteil vom 05.10.2004, XI ZR 210/03, BGHZ 160, 308, Rdnr. 22, zitiert nach juris).

  • OLG Dresden, 09.06.2010 - 5 U 26/09

    Beschädigung öffentlicher Leitungen durch Baggerarbeiten

    Auszug aus OLG Köln, 27.12.2017 - 16 U 56/17
    Ein Tiefbauunternehmen, das im Bereich von öffentlichen Straßen und Wegen Bohrungen und Grabungen vornimmt, muss sich vor Beginn seiner Arbeiten zuverlässig erkundigen, ob bzw. wo dort Versorgungsleitungen verlegt sind (BGH Urteil vom 20.04.1971, VI ZR 232/69, NJW 1971, 1313, 1314 = VersR 1971, 117; OLG München…, Urteil vom 30.01.2001, 18 U 2172/00, Rdnr. 21, zitiert nach juris; OLG Dresden Urteil vom 09.06.2009, 5 U 26/09, Rdnr. 24, zitiert nach juris).

    Für die Kausalität zwischen der objektiven Pflichtverletzung (hier: Bohrung trotz unvollständiger Informationen über den Verlauf von etwaig vorhandenen Leitungen) und der Rechtsgutsverletzung (hier Beschädigung der Kabelschutzrohranlage) spricht danach ein Anscheinsbeweis, wenn sich genau diejenige Gefahr verwirklicht, vor deren Eintritt die Sorgfaltspflichten (hier: vollständige Information über Versorgungsleitungen) schützen soll (z.B. OLG Dresden, Urteil vom 09.06.2009, 5 U 26/09, Rdnr. 32, zitiert nach juris; vgl. OLG Celle, Urteil vom 05.12.2012, 7 U 59/12, BeckRS 2013, 05661).

  • OLG Naumburg, 31.01.2013 - 2 U 40/12

    Haftung des Tiefbauunternehmers bei Beschädigung von Telekommunikationskabeln: …

    Auszug aus OLG Köln, 27.12.2017 - 16 U 56/17
    Im Einzelfall muss auch ein Tiefbauunternehmer, der lediglich als Subunternehmer einer größeren Firma tätig wird, sich zuverlässig Kenntnis vom Verlauf der Versorgungsleitungen verschaffen und darf sich nicht lediglich auf die Anweisungen Dritter oder seines Auftraggebers verlassen (OLG Köln…, Urteil vom 07.05.2014, 16 U 135/13, Rdnr. 31, zitiert nach juris; OLG Sachsen-Anhalt, Urteil vom 31.01.2013, 2 U 40/12, BauR 2013, 1692, Rdnr. 22, zitiert nach juris; OLG München…, Urteil vom 30.01.2001, 18 U 2172/00, Rdnr. 20, zitiert nach juris).

    Denn auch konkrete Weisungen und Freigaben eines Bauleiters des Auftraggebers entbinden ein Subunternehmen im Außenverhältnis nicht von eigenen Sorgfaltspflichten (vgl. OLG Sachsen-Anhalt, Urteil vom 31.01.2013, 2 U 40/12, BauR 2013, 1692, Rdnr. 22, zitiert nach juris).

  • LG Köln, 28.03.2017 - 5 O 488/13
    Auszug aus OLG Köln, 27.12.2017 - 16 U 56/17
    Die Berufung der Beklagten gegen das Urteil der 5. Zivilkammer des Landgerichts Köln vom 28.03.2017, 5 O 488/13, wird zurückgewiesen.

    Rn. 36 die Klage unter Änderung bzw. Aufhebung des Urteils des Landgerichts Köln vom 28.03.2017, Geschäfts-Nr. 5 O 488/13, abzuweisen,.

  • OLG Frankfurt, 09.02.1995 - 1 U 163/93

    Verkehrssicherungspflicht eines Tiefbauunternehmens hinsichtlich unterirdisch …

  • BGH, 15.02.2005 - VI ZR 70/04

    Ohne Reperatur nur Ersatz des Wiederbeschaffungsaufwands bei Schäden an …

  • BGH, 09.11.1982 - VI ZR 129/81

    Tiefbau: Verkehrssicherungspflichten

  • OLG Braunschweig, 28.08.2014 - 8 U 179/12

    Nicht gesicherte Baustelle verlassen: Verkehrssicherungspflicht dauert fort!

  • OLG Rostock, 21.01.2011 - 5 U 240/09

    Umfang des Schadensersatzes bei Beschädigung eines im Erdreich verlegten …

  • OLG Frankfurt, 26.10.1995 - 1 U 152/94

    LPG-Vorkaufsrecht

  • LG Tübingen, 23.12.2008 - 4 O 101/08
  • BGH, 20.12.2005 - VI ZR 33/05

    Erkundigungspflichten des Bauunternehmers nach dem Verlauf von …

  • BGH, 18.01.2005 - XI ZR 201/03

    Zurechnung des Wissens eines in einer Filiale tätigen Bankangestellten; …

  • OLG Köln, 07.05.2014 - 16 U 135/13

    Haftung des Planers und des Tiefbauunternehmers für die Beschädigung einer im …

  • BGH, 02.03.1988 - IVb ZB 10/88

    Wiedereinsetzung in den vorigen Stand wegen Versäumung der Berufungsfrist - …

  • OLG Koblenz, 02.10.2014 - 6 U 1127/13
  • AG Brandenburg, 20.12.2019 - 31 C 193/18

    Erdarbeiten auf Privatgrundstück: Tiefbauer muss sich über Leitungsverlauf …

    Bei einer Beschädigung von Rohren und Kabeln betrifft die Schadensbeseitigungspflicht regelmäßig nicht nur die Beseitigung der Substanz-Zerstörung, sondern sie muss sich auf die Funktionsfähigkeit des Gesamtsystems beziehen (BGH, Urteil vom 01.02.1994, Az.: VI ZR 229/92, u.a. in: NJW 1994, Seiten 999 ff.; OLG Köln, Urteil vom 27.12.2017, Az.: I-16 U 56/17, u.a. in: BauR 2018, Seiten 1758 ff.).

    Wird z.B. ein Lichtwellenleiterkabel beschädigt und kann dieselbe Kabelqualität wie vor der Beschädigung nicht durch Reparatur des Kabels, sondern nur durch den Austausch einer größeren Kabellänge zwischen zwei vorhandenen Anschlussstellen erreicht werden, so sind die Kosten des Austauschs der sog. Regellänge (zwischen zwei Bestandsmuffen) regelmäßig auch erstattungsfähig (OLG Köln, Urteil vom 27.12.2017, Az.: I-16 U 56/17, u.a. in: BauR 2018, Seiten 1758 ff.).

  • BGH, 13.04.2023 - III ZR 215/21

    Haftung eines Tief- und Straßenbauunternehmens für Schäden an erdverlegtem …

    Sollen diese Pflichten innerhalb eines Unternehmens auf einen Bauleiter oder auch auf einen anderen (Sub-)Unternehmer übertragen werden, bedarf es klarer unmissverständlicher Anweisungen darüber, wann und in welcher Weise der Verpflichtete sich von Lage und Verlauf der Versorgungsleitungen anhand zuverlässiger Unterlagen Kenntnis zu verschaffen hat (…BGH, Urteile vom 20. April 1971 aaO S. 1315;… vom 9. November 1982 aaO S. 152 f; OLG Frankfurt a.M., Urteil vom 26. Oktober 1995 - 1 U 152/94, OLGR 1996, 39; OLG Brandenburg, BauR 2016, 1192, 1195; OLG Köln, VersR 2019, 373, 376).
  • OLG Schleswig, 03.12.2021 - 17 U 10/21

    Beschädigung von Versorgungsleitungen durch einen bei Ausbau einer öffentlichen …

    Die wesentliche Bedeutung von Strom-, Gas-, Wasser- und Telefonleitungen sowie weiteren Versorgungsleitungen, deren Beschädigungen erhebliche Auswirkung auf die Allgemeinheit und die Wirtschaft haben und zu gefährlichen Situationen führen können, macht ein äußerst vorsichtiges Vorgehen notwendig (BGH, Urteil vom 20. April 1971 - VI ZR 232/69 -, NJW 1971, 1313 f; BGH…, Urteil vom 17. Dezember 2009 - VII ZR 172/08 -, bei Juris, Rn. 20 f; OLG München…, Urteil vom 30. Januar 2001 - 18 U 72/00 - bei Juris, Rn. 21; OLG Dresden…, Urteil vom 9. Juni 2009 - 5 U 26/09 -, Rn. 24, bei Juris; OLG Bremen, Urteil vom 18. September 2003 - 2 U 78/02 -, Baurecht 2004, 524 f; OLG Naumburg…, Urteil vom 31. Januar 2013 - 2 U 40/12 -, bei Juris, Rn. 22; OLG Köln, Urteil vom 21. Dezember 2017 - 16 U 56/17 -, bei Juris, Rn. 48 ff.).
  • AG Brandenburg, 24.06.2025 - 30 C 86/22

    Schadensersatz bei Stromleitung: Lohnunternehmen muss für Feldhäcksler-Unfall …

    Sie sind insbesondere verpflichtet, sich den erforderlichen Grad von Gewissheit über den Verlauf, die Tiefe oder die Höhe der Versorgungsleitungen zu verschaffen (BGH, Urteil vom 13.04.2023, Az.: III ZR 215/21; BGH, Urteil vom 17.12.2009, Az.: VII ZR 172/08; BGH, Urteil vom 20.12.2005, Az.: VI ZR 33/05; BGH, Urteil vom 21.11.1995, Az.: VI ZR 31/95; BGH, Urteil vom 09.07.1985, Az.: VI ZR 118/84; BGH, Urteil vom 09.11.1982, Az.: VI ZR 129/81; BGH, Urteil vom 20.04.1971, Az.: VI ZR 232/69; OLG Köln, Urteil vom 27.12.2017, Az.: I-16 U 56/17; OLG Brandenburg, Urteil vom 05.04.2017, Az.: 4 U 24/16; OLG Naumburg, Urteil vom 25.09.2014, Az.: 2 U 27/14; OLG Köln, Urteil vom 07.05.2014, Az.: 16 U 135/13; OLG Brandenburg, Urteil vom 28.07.2010, Az.: 13 U 21/08; OLG Saarbrücken, Urteil vom 27.03.2007, Az.: 4 U 437/06 - 142; OLG Frankfurt/Main, Urteil vom 10.02.2006, Az.: 8 U 181/05; OLG Düsseldorf, Urteil vom 24.11.2004, Az.: I-15 U 29/04; OLG Naumburg, Urteil vom 05.02.2004, Az.: 4 U 155/03; OLG Bamberg, Urteil vom 13.03.2002, Az.: 8 U 67/01; OLG Koblenz, Urteil vom 13.09.2001, Az.: 5 U 1377/00; OLG München, Urteil vom 30.01.2001, Az.: 18 U 2172/00; OLG Hamm, Urteil vom 22.09.2000, Az.: 9 U 210/99; OLG Koblenz, Urteil vom 21.09.1999, Az.: 3 U 7/99; OLG Brandenburg, Urteil vom 30.06.1998, Az.: 11 U 195/97; OLG Jena, Urteil vom 25.03.1998, Az.: 7 U 1586/97; OLG Braunschweig, Urteil vom 24.02.1998, Az.: 4 U 32/97; OLG Düsseldorf, Urteil vom 16.05.1997, Az.: 22 U 261/96; OLG Düsseldorf, Urteil vom 21.03.1997, Az.: 22 U 196/96; OLG Nürnberg, Urteil vom 30.04.1996, Az.: 1 U 358/96; OLG Hamm, Urteil vom 05.04.1995, Az.: 32 U 162/90; OLG Frankfurt/Main, Urteil vom 09.02.1995, Az.: 1 U 163/93; OLG Köln, Urteil vom 22.06.1994, Az.: 11 U 134/93; OLG Naumburg, Urteil vom 06.07.1993, Az.: 1 U 70/93; OLG Düsseldorf, Urteil vom 06.11.1992, Az.: 22 U 126/92; OLG Frankfurt/Main, Urteil vom 06.05.1993, Az.: 1 U 120/91; OLG Düsseldorf, Urteil vom 20.12.1991, Az.: 22 U 134/91; OLG Köln, Urteil vom 20.12.1991, Az.: 19 U 98/91; LG Frankfurt/Oder, Urteil vom 15.09.2016, Az.: 31 O 15/16; LG Dessau-Roßlau, Urteil vom 14.04.2015, Az.: 4 O 20/14; LG Karlsruhe, Urteil vom 04.05.2007, Az.: 10 O 47/07; LG Frankfurt/Main, Urteil vom 11.08.2004, Az.: 2/1 S 31/04; LG Hamburg, Urteil vom 10.09.2003, Az.: 320 S 33/03; LG Trier, Urteil vom 15.04.1999, Az.: 6 O 150/98; LG Duisburg, Urteil vom 26.09.1997, Az.: 24 S 165/97; LG Krefeld, Urteil vom 21.07.1981, Az.: 4 O 182/81; AG Brandenburg an der Havel, Urteil vom 20.12.2019, Az.: 31 C 193/18, u.a. in: IBR 2020, 643 = IBRRS 2020, 2975 = BeckRS 2019, 32399, beck-online = "juris"; AG Schwerin, Urteil vom 08.07.2016, Az.: 13 C 379/15; AG Lichtenberg, Urteil vom 06.03.2014, Az.: 16 C 195/13; AG Brandenburg an der Havel…, Urteil vom 23.05.2011, Az.: 34 C 124/10, u.a. in: GWF/Recht und Steuern 2013, Seiten 5 ff. = BeckRS 2011, 13907, beck-online = "juris"; AG Brandenburg an der Havel, Urteil vom 22.02.2010, Az.: 31 C 137/09; AG Brandenburg an der Havel, Urteil vom 17.09.2009, Az.: 31 C 298/07; AG Walsrode, Urteil vom 08.05.2008, Az.: 7 C 702/07; AG Zittau, Urteil vom 30.11.2004, Az.: 5 C 532/04; AG Gießen, Urteil vom 12.02.2004, Az.: 47 C 2380/03).
  • VG Köln, 29.03.2019 - 9 K 15283/17
    Rn. 66 vgl. OLG Köln, Urteil vom 27. Dezember 2017 - 16 U 56/17 -, VersR 2019, 373, 375, m.w.N.
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