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Rechtsprechung
   BGH, 16.10.1963 - IV ZR 339/62   

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https://dejure.org/1963,3591
BGH, 16.10.1963 - IV ZR 339/62 (https://dejure.org/1963,3591)
BGH, Entscheidung vom 16.10.1963 - IV ZR 339/62 (https://dejure.org/1963,3591)
BGH, Entscheidung vom 16. Oktober 1963 - IV ZR 339/62 (https://dejure.org/1963,3591)
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Volltextveröffentlichungen (4)

Papierfundstellen

  • MDR 1964, 305
  • WM 1964, 234
 
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Wird zitiert von ... (7)Zitiert selbst (9)

  • BGH, 28.10.1953 - II ZR 78/53

    Rückgriff bei Rückerstattung

    Auszug aus BGH, 16.10.1963 - IV ZR 339/62
    Diese Haftung ergibt sich unmittelbar aus dem Kaufvertrag, da der Käufer für seine Leistungsfähigkeit einzustehen hat (BGH vom 28. Oktober 1953 - II ZR 78/53 -, BGHZ 11, 16 und BGH vom 3. April 1957 - IV ZR 291/56 -, WM 1957, 670; ebenso auch BGH vom 10. Dezember 1955 - IV ZR 173/55 -, WM 1956, 539).

    Maßgebend für den Vergleich ist der Zeitpunkt der letzten mündlichen Verhandlung in der Tatsacheninstanz (so BGH vom 28. Oktober 1953, a.a.O., S. 20; vom 30. Mai 1956 - IV ZR 357/55 -, RzW 1956, 240).

    Mit Recht hat es bei der Auslegung unter Hinweiß auf die Entscheidung des Bundesgerichtshofs in BGHZ 11, 16 (24) auch dem Umstand Rechnung getragen, daß in der Regel nach der Verkehrssitte und der Lebenserfahrung Grundstücksübereignungsverträge nicht vorkommen, bei denen von vornherein der Erwerber das Wagnis des nicht recht mäßigen Erwerbs trägt, und damit Gefahr läuft, das dafür aufgewendete Entgelt zu verlieren.

    Wenn auch die Parteien bei Abschluß des Vertrages die künftige rechtliche Entwicklung nicht voraussehen konnten, so mußte es doch, wie der Bundesgerichtshof bereits in seiner Entscheidung vom 28. Oktober 1953 (a.a.O.) ausgeführt hat, jedem Einsichtigen klar sein, daß das in das Gewand formalen Rechts gekleidete Unrecht nur solange wie der Nationalsozialismus selbst Bestand haben konnte.

    Schon in der Entscheidung vom 28. Oktober 1953 (a.a.O.) hat der Bundesgerichtshof ausgeführt, eine Anwendung des § 254 BGB würde dem Sinn und Zweck der den Rückgriffsanspruch regelnden Vorschriften zuwiderlaufen.

    So hat er schon in der BGHZ 11, 16 ff veröffentlichten Entscheidung betont, daß es Fälle geben könne, in denen sich die Geltendmachung eines Rückgriffsanspruchs als unzulässiger Rechtsmißbrauch und damit als Verstoß gegen Treu und Glauben im Sinne des § 242 BGB erweisen könne, im Urteil vom 22. Oktober 1955 (WM 1955, 94) hat der Bundesgerichtshof ausgeführt, daß § 242 BGB zwar nicht dazu führen könne, in jedem Falle einen billigen Ausgleich der Schadensverteilung zwischen dem Ersterwerber, etwaigen Zwischenerwerbern und dem rückerstattungspflichtigen Letzterwerber herbeizuführen.

  • BGH, 03.04.1957 - IV ZR 291/56

    Rechtsmittel

    Auszug aus BGH, 16.10.1963 - IV ZR 339/62
    Diese Haftung ergibt sich unmittelbar aus dem Kaufvertrag, da der Käufer für seine Leistungsfähigkeit einzustehen hat (BGH vom 28. Oktober 1953 - II ZR 78/53 -, BGHZ 11, 16 und BGH vom 3. April 1957 - IV ZR 291/56 -, WM 1957, 670; ebenso auch BGH vom 10. Dezember 1955 - IV ZR 173/55 -, WM 1956, 539).

    In solchen Fällen ist die Aufgabe der ergänzenden Auslegung nach § 157 BGB darin zu sehen, aus dem gesellschaftlichen Zweck des Geschäfts, der Interessenlage, der Verkehrssitte, den begleitenden Umständen und der Erfahrung des Lebens das eigene, den Parteien vorschwebende Ziel zu ergründen, die hierauf gerichtete Absicht ihren eigenen Unterlassungen oder Denkfehlern gegenüber zur Geltung zu bringen und alle Vertragslücken ergänzend und berichtigend auszufüllen (vgl. BGH vom 3. April 1957 - IV ZR 291/56 -, RzW 1957, 222 Nr. 10).

    An dieser Rechtsprechung, die der erkennende Senat in seinen Entscheidungen vom 3. April 1957 (a.a.O.) und vom 2. Oktober 1957 (…a.a.O.) bestätigt hat, ist festzuhalten.

  • BGH, 02.10.1957 - IV ZR 110/57

    Rechtsmittel

    Auszug aus BGH, 16.10.1963 - IV ZR 339/62
    Auch in der Entscheidung vom 2. Oktober 1957 - IV ZR 110/57 -, RzW 1958, 59 betont der erkennende Senat, daß die Beklagte zur Minderung ihrer Schadensersatzpflicht sich nicht auf § 254 BGB berufen könne.

    An dieser Rechtsprechung, die der erkennende Senat in seinen Entscheidungen vom 3. April 1957 (…a.a.O.) und vom 2. Oktober 1957 (a.a.O.) bestätigt hat, ist festzuhalten.

    Das Berufungsgericht ist bei der Prüfung und Wertung von der Entscheidung des erkennenden Senats vom 2. Oktober 1957 (a.a.O.) ausgegangen.

  • BGH, 06.02.1957 - IV ZR 271/56

    Rechtsmittel

    Auszug aus BGH, 16.10.1963 - IV ZR 339/62
    Diesem Willen des Gesetzgebers würde es zuwiderlaufen, wenn der Verkäufer seiner gesetzlich normierten Heftung unter Berufung auf den Wegfall der Geschäftsgrundlage begegnen könnte (ebenso auch BGH vom 6. Februar 1957 - IV ZR 271/56 -, WM 1957, 738).

    Der erkennende Senat hat sich in der Entscheidung vom 6. Februar 1957 (a.a.O.) dieser Auffassung angeschlossen.

  • BGH, 30.05.1956 - IV ZR 357/55

    Rechtsmittel

    Auszug aus BGH, 16.10.1963 - IV ZR 339/62
    Maßgebend für den Vergleich ist der Zeitpunkt der letzten mündlichen Verhandlung in der Tatsacheninstanz (…so BGH vom 28. Oktober 1953, a.a.O., S. 20; vom 30. Mai 1956 - IV ZR 357/55 -, RzW 1956, 240).

    Der Rückerstattungsanspruch aus § 47 AmREG geht zwar, wie der erkennende Senat in der Entscheidung vom 30. Mai 1956 (a.a.O.) ausgesprochen hat, in erster Linie auf Erfüllung.

  • BGH, 15.06.1960 - V ZR 191/58

    Wirksamkeit der Erklärung einer Gemeinde, sie übe ein Vorkaufsrecht aus

    Auszug aus BGH, 16.10.1963 - IV ZR 339/62
    Durch die Ausübung des Vorkaufsrechts ist ein neues selbständiges Kaufverhältnis zwischen der Beklagten und Sch. begründet worden (vgl. BGHZ 32, 376, 377) [BGH 15.06.1960 - V ZR 191/58].
  • BGH, 10.12.1955 - IV ZR 173/55

    Rechtsmittel

    Auszug aus BGH, 16.10.1963 - IV ZR 339/62
    Diese Haftung ergibt sich unmittelbar aus dem Kaufvertrag, da der Käufer für seine Leistungsfähigkeit einzustehen hat (BGH vom 28. Oktober 1953 - II ZR 78/53 -, BGHZ 11, 16 und BGH vom 3. April 1957 - IV ZR 291/56 -, WM 1957, 670; ebenso auch BGH vom 10. Dezember 1955 - IV ZR 173/55 -, WM 1956, 539).
  • BGH, 23.05.1951 - II ZR 71/50

    Vermietung von Baugeräten. Mieterhaftung

    Auszug aus BGH, 16.10.1963 - IV ZR 339/62
    Der Wegfall der Geschäftsgrundlage hat daher nur rechtliche Bedeutung, wenn das Festhalten am Vertrage ein Verstoß gegen Treu und Glauben sein würde (so schon RGZ 158, 175; ebenso auch BGHZ 2, 176 [188]).
  • BGH, 13.05.1953 - VI ZR 5/52

    Anspruch auf Schadensersatz wegen der Weitergabe unrichtigen und entstellten …

    Auszug aus BGH, 16.10.1963 - IV ZR 339/62
    Der Bundesgerichtshof hat in der BGHZ 10, 6 ff veröffentlichten Entscheidung vom 13. Mai 1953 grundsätzlich die Auffassung vertreten, daß dem Richter, der den Umfang eines Schadens zu ermitteln hat, die Berücksichtigung des hypothetischen Geschehensablaufs nicht schlechthin verwehrt sein kann.
  • BSG, 21.08.1996 - 3 RK 2/96

    Kosten eines stationären Aufenthaltes beim sogenannten Krankenhauswandern von …

    Der Anspruch der Klägerin ergibt sich jedoch aus einer ergänzenden Vertragsauslegung, also einer Vertragsauslegung mit dem Zweck, die Lücken der vertraglichen Regelung zu schließen; sie knüpft an die im Vertrag objektivierten Regelungen an und versteht diese als eine selbständige Rechtsquelle, aus der Regelungen für die offen gebliebenen Punkte abgeleitet werden können (vgl. - auch zum folgenden: BGHZ 125, 7, 17 f.; 90, 69, 73 ff.; 77, 301, 304; 40, 91, 103 ff.; 9, 273, 277; BGH NJW 1995, 1212, 1213 [BGH 31.01.1995 - XI ZR 56/94]; BGH NJW-RR 91, 177; BGH NJW 1978, 695 f. [BGH 14.10.1977 - V ZR 253/74]; BGH WM 64, 234, 235;… Münchener Komm/Mayer-Maly, Bürgerliches Gesetzbuch [BGB], Bd 1, 3. Aufl. 1993, § 157 Rdnr. 24 ff.;… Palandt/Heinrichs, BGB, 55. Aufl. 1996, § 157, Rdnr. 2 ff.).
  • BGH, 12.02.1988 - V ZR 8/87

    Pflicht des Grundstücksverkäufers zur Tragung von Erschließungskosten

    Zunächst ist hierfür an den Vertrag selbst anzuknüpfen, denn die in ihm enthaltenen Regelungen und Wertungen, sein Sinn und Zweck sind Ausgangspunkt der Vertragsergänzung (vgl. BGH Urt. v. 16. Oktober 1963, IV ZR 339/62, WM 1964, 234, 235).
  • BGH, 10.03.1972 - V ZR 87/70

    Rechtmäßigkeit einer Entscheidung des Berufungsgerichtes im schriftlichen …

    Dieser Anspruch ist nach der Rechtsprechung des Reichsgerichts und des Bundesgerichtshofs grundsätzlich gegeben, ohne daß noch weitere Voraussetzungen wie etwa Vertretenmüssen erfüllt sein müßten, weil der Schuldner mit der Leistungsverpflichtung zugleich die Haftung für sein Leistungsvermögen übernehme (RGZ 69, 355, 357; 80, 247, 250; BGHZ 11, 16, 22; BGH WM 1956, 539, 541; 1957, 670, 671; 1964, 234;… BGB-RGRK 11. Aufl. § 440 Anm. 8;… Erman, BGB 4. Aufl. § 306 Anm. 7; vgl. auch Enneccerus/Lehmann, Recht der Schuldverhältnisse 15. Bearb. § 29 II 2).
  • BGH, 25.11.1964 - V ZR 169/62

    Rechtsmittel

    Inwieweit das Fehlen einer Einigung hierüber mittels ergänzender Vertragsauslegung (BGHZ 9, 273 [BGH 22.04.1953 - II ZR 143/52]; 23, 282 [BGH 06.02.1957 - IV ZR 263/56]; Urteil vom 16. Oktober 1963, IV ZR 339/62, WM 1964, 234, 235) behoben werden könnte, erscheint bei der Besonderheit des Sachverhaltes zweifelhaft; ein "hypothetischer Parteiwille", an den man dabei anknüpfen müßte (Urteil des erkennenden Senats vom 29. März 1961, V ZR 36/59, WM 1961, 863, 864), ließe sich angesichts des im Vertrage ausdrücklich verlautbarten Mangels an Willensübereinstimmung kaum ausfindig machen.
  • BGH, 22.12.1967 - V ZR 81/66

    Ausübung eines Wiederkaufsrechts - Vereinbarung eines Wiederkaufsrechts an …

    Nach den in der Rechtsprechung entwickelten Grundsätzen (vgl. insbesondere BGHZ 9, 273 [BGH 22.04.1953 - II ZR 143/52]; 16, 71, 75 [BGH 18.12.1954 - II ZR 76/54]; 23, 282, 285 [BGH 07.02.1957 - II ZR 249/55]; ferner BGH Urt. v. 16. Oktober 1963 - IV ZR 339/62, WM 1964, 234, 235) hat der Richter dann, wenn ein Vertrag innerhalb seines tatsächlich gegebenen Rahmens einen offengebliebenen Punkt aufweist, diese Lücke durch eine ergänzende Auslegung in der Weise zu schließen, daß er prüft, was die Parteien in Anbetracht des gesamten Vertragszweckes erklärt haben wurden, wenn sie den offengebliebenen Punkt in ihren Vereinbarungen unter Berücksichtigung der Gebote von Treu und Glauben geregelt hätten.
  • BGH, 11.10.1984 - IX ZR 67/82

    Rückgriffsanspruch nach Rückerstattung eines Grundstücks aufgrund REAO …

    Es entspricht der ständigen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes, daß auch die Geltendmachung des Rückgriffsanspruchs bei einer besonderen Lage des Falles dem Grund oder der Höhe nach einen Verstoß gegen Treu und Glauben bedeuten kann (BGHZ 11, 16; Urteil vom 6. Februar 1957 - IV ZR 271/56 = WM 1957, 738; Urteil vom 10. Juli 1957 - IV ZR 90/57 = RzW 1957, 308; Urteil vom 2. Oktober 1957 - IV ZR 110/57 = RzW 1958, 58 Nr. 11; Urteil vom 29. Oktober 1958 - IV ZR 41/58 = WM 1959, 275; Urteil vom 16. Oktober 1963 - IV ZR 339/62 = RzW 1964, 157).
  • BGH, 18.10.1974 - I ZR 74/73

    Ergänzende Vertragsauslegung - Richterliche Rechtsschöpfung - Entwertung eines …

    Es ist zu ermitteln, was sich aus dem erkennbaren objektiven Zweck, dem Sinnzusammenhang, dem Grundgedanken der ergänzungsbedürftigen Regelung bei Berücksichtigung einer etwaigen Verkehrssitte und der Interessenlage als durch den Vertrag selbst gefordert ergibt (vgl. BGH WM 1964, 234, 235;… Soergel/Siebert BGB, 10. Aufl., § 157 Anm. 125).
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