Rechtsprechung
| BGH, 28.09.1989 - VII ZR 152/88 |
Volltextveröffentlichungen (3)
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
BGB § 315 Abs. 3 Satz 1
Verbindlichkeit der Leistungsbestimmung einer Werkvertragspartei bei einseitigem Abweichen vom vertraglich festgelegten Vorgehen - ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz frei)
Leistungsbestimmungsrecht
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Besprechungen u.ä.
- ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo) (Entscheidungsbesprechung)
Wie wird ein Leistungsbestimmungsrecht ausgeübt? (IBR 1990, 65)
Verfahrensgang
- OLG Frankfurt, 18.02.1988 - 1 U 251/86
- BGH, 28.09.1989 - VII ZR 152/88
- BGH, 09.11.1989 - VII ZR 152/88
- BGH, 21.12.1989 - VII ZR 152/88
Papierfundstellen
- NJW-RR 1990, 28
- MDR 1990, 233
- WM 1990, 75
- DB 1990, 170
- BauR 1990, 99
- ZfBR 1990, 15
Wird zitiert von ... (6) Zitiert selbst (4)
- BGH, 05.02.1987 - IX ZR 65/86
Pflicht des Rechtsanwalts zur umfassenden Belehrung und Beratung
Auszug aus BGH, 28.09.1989 - VII ZR 152/88
Das gilt auch dann, wenn die Pflichtverletzung in einer unterlassenen Aufklärung besteht (vgl. BGH NJW 1987, 1322, 1323 m.w.N.;… Baumgärtel, Handbuch der Beweislast, Band I, Anh. § 282 Rdn. 79).Den in solchen Fällen an die Substantiierung der Darstellung des Gegners zu stellenden Anforderungen (vgl. BGH NJW 1987, 1322, 1323) hat der Beklagte genügt.
- BGH, 05.07.1973 - VII ZR 12/73
Nachweis der Kausalität einer vertraglichen Aufklärungs- oder …
Auszug aus BGH, 28.09.1989 - VII ZR 152/88
Nach der gefestigten Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs hat der Gläubiger, der aus positiver Vertragsverletzung einen Schadensersatzanspruch herleitet, zu beweisen, daß der in Anspruch Genommene objektiv eine Pflichtverletzung begangen hat (BGHZ 61, 118, 120, BGH NJW 1978, 2197, 2998; 1980, 2186 jeweils m.w.N.). - BGH, 31.05.1978 - VIII ZR 263/76
Baumwollballen - § 535 BGB, pVV des Vermieters, Beweislastverteilung (vgl. …
Auszug aus BGH, 28.09.1989 - VII ZR 152/88
Nach der gefestigten Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs hat der Gläubiger, der aus positiver Vertragsverletzung einen Schadensersatzanspruch herleitet, zu beweisen, daß der in Anspruch Genommene objektiv eine Pflichtverletzung begangen hat (BGHZ 61, 118, 120, BGH NJW 1978, 2197, 2998; 1980, 2186 jeweils m.w.N.). - BGH, 01.07.1980 - VI ZR 112/79
Pflichtverletzung - PVV - Haftung - Schaden - Verschulden
Auszug aus BGH, 28.09.1989 - VII ZR 152/88
Nach der gefestigten Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs hat der Gläubiger, der aus positiver Vertragsverletzung einen Schadensersatzanspruch herleitet, zu beweisen, daß der in Anspruch Genommene objektiv eine Pflichtverletzung begangen hat (BGHZ 61, 118, 120, BGH NJW 1978, 2197, 2998; 1980, 2186 jeweils m.w.N.).
- OLG Düsseldorf, 30.03.1995 - 6 U 41/94 Nach einhelliger Auffassung in Rechtsprechung und Literatur, der auch der Senat folgt, trägt grundsätzlich der Gläubiger, der aus positiver Vertragsverletzung einen Schadensersatzanspruch herleitet, die Darlegungs- und Beweislast dafür, daß der Schuldner objektiv eine ihm obliegende Pflicht verletzt hat; dies gilt auch dann, wenn die Pflichtverletzung in einem Unterlassen, etwa in der Verletzung einer Beratungs- und Aufklärungspflicht besteht (vgl. BGHZ 61, 118, 120 m.w.Nachw.; BGH NJW 1978, 2197, 2198 = WM 1978, 957, 958; BGH NJW 1987 f 1322, 1323; BGH NJW-RR 1990, 28, 29; BGH NJW-RR 1990, 1422, 1423; BGH BB 1992, 731, 733;… Palandt/Heinrichs, a.a.O., § 282 BGB, Rdn. 11;… Baumgärtel, Hdb. der Beweislast I, Anh. zu § 282 BGB, Rdn. 79).
Die Schwierigkeiten des sogenannten Negativbeweises sind dadurch zu beheben, daß die andere Partei nach Lage des Falles die Behauptung substantiiert bestreiten und diejenige Partei, welche die Beweislast trägt, dann gegebenenfalls die Unrichtigkeit der Gegendarstellung beweisen muß (vgl. BGHZ 101, 49, 55; BGH NJW 1987, 1322, 1323 = WM 1987, 957, 958; BGH NJW-RR 1990, 28, 29; BGH NJW-RR 1990, 1422, 1423; BGH NJW-RR 1993, 746, 747).
Auch in einem solchen Fall darf der Prozeßgegner sich nicht mit bloßem Bestreiten begnügen, sondern muß darlegen, welche tatsächlichen Umstände für das vorliegen des Positiven sprechen (vgl. BGH NJW-RR 1990, 28, 29; BGH NJW-RR 1990, 1422, 1423; BGH NJW-RR 1993, 746, 747;… Zöller/Greger, ZPO, 19. Aufl., vor § 284 ZPO, Rdn. 24 und 34).
- BGH, 10.10.2002 - I ZR 193/00
"Filmauswertungspflicht"; Pflichten des Filmverleihers
Die Beklagte, die im Wege der Aufrechnung einen Schadensersatzanspruch wegen positiver Vertragsverletzung geltend macht, trägt die Beweislast dafür, daß die Klägerin objektiv gegen ihre Vertragspflichten verstoßen hat (vgl. BGHZ 61, 118, 120; BGH, Urt. v. 28.9.1989 - VII ZR 152/88, NJW-RR 1990, 28, 29;… Urt. v. 11.7.1995 - X ZR 123/92, NJW-RR 1995, 1241, 1242). - OLG Düsseldorf, 02.04.2004 - 17 U 185/03
Schadensersatzanspruch aus positiver Vertragsverletzung wegen Verletzung der …
Die Schwierigkeiten des sogenannten Negativbeweises sind dadurch zu beheben, dass die andere Partei nach Lage des Falles die Behauptung substantiiert bestreiten und diejenige Partei, welche die Beweislast trägt, dann ggf. die Unrichtigkeit der Gegendarstellung beweisen muss (vgl. BGHZ 101, 49, 55; BGH NJW 1987, 1322, 1323; BGH NJW-RR 1990, 28, 29; BGH NJW-RR 1990, 1422, 1423; BGH NJW-RR 1993, 746, 747; BGH NJW 1995, 2841, 2842; BGH NJW 1996, 2571; BGH NJW 2001, 64, 65).Auch in einem solchen Fall darf der Prozessgegner sich nicht mit bloßem Bestreiten begnügen, sondern muss darlegen, welche tatsächlichen Umstände für das Vorliegen des Positiven sprechen (vgl. BGH NJW-RR 1990, 28, 29; BGH NJW-RR 1990, 1422, 1423; BGH NJW-RR 1993, 746, 747; BGH NJW 1995, 2841, 2842; BGH NJW 1996, 2571;… Zöller/Greger, ZPO, 23. Aufl., vor § 284 ZPO, Rdn. 24 u. 34).
- LG Berlin, 24.08.2001 - 64 S 232/00
Ehegatte als (Wohnraum-)Mitmieter ohne eigene Vertragsunterschrift
Führt der Mieter aber nach Beendigung des Mietverhältnisses auf Aufforderung des Vermieters Schönheitsreparaturen in den Mieträumen durch, so ist damit eine Vorenthaltung der Mietsache nach § 557 BGB nicht verbunden (vgl. OLG Hamburg, WM 1990, 75-77 = DWW 1990, 5051 = MDR 1990, 247-248 = ZMR 1990, 141-143 = Grundeigentum 1990, 651). - LSG Sachsen-Anhalt, 17.03.2010 - L 4 KR 33/07 Dem entsprechend ist auch zivilrechtlich eine einseitige Leistungsbestimmung unwirksam, wenn der zur Leistungsbestimmung Berechtigte von dem vertraglich festgelegten Vorgehen grundsätzlich abweicht (BGH NJW-RR 90, 28;… vgl. auch Palandt, BGB, 65. Auflage, 2006 § 315 RdNr. 11), sodass auch zivilrechtlich eine Reduzierung auf die gesetzlich gerade noch gerechtfertigte Abzugsquote ausscheidet.
- LSG Sachsen-Anhalt, 17.03.2010 - L 4 KR 30/08
Krankenversicherung - integrierte Versorgung - Anschubfinanzierung - Einbehalt …
Dem entsprechend ist auch zivilrechtlich eine einseitige Leistungsbestimmung unwirksam, wenn der zur Leistungsbestimmung Berechtigte von dem vertraglich festgelegten Vorgehen grundsätzlich abweicht (BGH NJW-RR 90, 28;… vgl. auch Palandt, BGB, 65. Auflage, 2006 § 315 RdNr. 11), sodass auch zivilrechtlich eine Reduzierung auf die gesetzlich gerade noch gerechtfertigte Abzugsquote ausscheidet.
Bitte loggen Sie sich ein, um diese Funktion zu nutzen. Falls Sie noch kein Benutzerkonto haben, können Sie sich in weniger als einer Minute eines kostenlos anlegen "Registrieren".