Rechtsprechung
| OLG Frankfurt, 02.03.2011 - 19 U 248/10 |
Volltextveröffentlichungen (5)
- openjur.de
- Justiz Hessen
§ 242 BGB, § 280 BGB
Zu den Voraussetzungen anleger- und objektgerechter Beratung beim Erwerb von Lehman-Zertifikaten - rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
BGB § 242; BGB § 280 Abs. 1
Aufklärungspflichten der anlageberatenden Bank hinsichtlich des Insolvenzrisikos der Investmentbank Lehman Brothers - Wolters Kluwer(Abodienst, Leitsatz/Tenor frei) (Leitsatz und Volltext)
Aufklärungspflichten der anlageberatenden Bank hinsichtlich des Insolvenzrisikos der Investmentbank Lehman Brothers
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Verfahrensgang
- LG Wiesbaden, 06.10.2010 - 1 O 291/08
- OLG Frankfurt, 02.03.2011 - 19 U 248/10
Papierfundstellen
- WM 2011, 880
Wird zitiert von ... (8) Zitiert selbst (7)
- OLG Dresden, 11.05.2010 - 5 U 1178/09
Lehman-Zertifikat, Kick-back
Auszug aus OLG Frankfurt, 02.03.2011 - 19 U 248/10
Im Februar 2007 war das Bonitätsrisiko der Investmentbank Lehman Brothers vielmehr fernliegend und nur von theoretischer Natur (so auch OLG Dresden ZIP 2010 1230; OLG Frankfurt ZIP 2010, 567).Beim Verkauf der streitgegenständlichen Zertifikate fielen solche Ausgabeaufschläge und Verwaltungsgebühren nicht an (vgl. auch OLG Dresden ZIP 2010, 1230).
Eine allgemeine Pflicht der Banken, Kunden über ihre Gewinnmargen bei Einzelgeschäften aufzuklären, besteht daher nach einhelliger Auffassung der Oberlandesgerichte grundsätzlich nicht (vgl. nur OLG Hamburg WM 2010, 1029 ff.; ebenso OLG Celle ZIP 2010, 876 ff., OLG Dresden ZIP 2010 1230 ff.).
- OLG Hamburg, 23.04.2010 - 13 U 117/09
Lehman-Zertifikate
Auszug aus OLG Frankfurt, 02.03.2011 - 19 U 248/10
Eine allgemeine Pflicht der Banken, Kunden über ihre Gewinnmargen bei Einzelgeschäften aufzuklären, besteht daher nach einhelliger Auffassung der Oberlandesgerichte grundsätzlich nicht (vgl. nur OLG Hamburg WM 2010, 1029 ff.; ebenso OLG Celle ZIP 2010, 876 ff., OLG Dresden ZIP 2010 1230 ff.). - BGH, 12.05.2009 - XI ZR 586/07
Darlegungs- und Beweislast für vorsätzliches Verschweigen von Rückvergütungen
Auszug aus OLG Frankfurt, 02.03.2011 - 19 U 248/10
Aufklärungspflichtige Rückvergütungen liegen nur dann vor, wenn Teile der Ausgabeaufschläge oder Verwaltungsgebühren, die der Kunde über die Bank an die Gesellschaft zahlt, hinter seinem Rücken an die beratende Bank umsatzabhängig zurückfließen, so dass diese ein für den Kunden nicht erkennbares besonderes Interesse hat, gerade diese Beteiligung zu empfehlen (…BGH, Urt. v. 15.04.2010, III ZR 196/09, Rn. 10;… Urt. v. 27.10.2009, XI ZR 338/08, Rn. 31; Urt. v. 12.05.2009, XI ZR 586/07, Rn. 15, 18;… Beschluss vom 20.01.2009, XI ZR 510/07, Rn. 12;… Urt. v. 19.12.2006, XI ZR 65/05, Rn. 22).
- BGH, 20.01.2009 - XI ZR 510/07
Kick-Back Rechtsprechung gilt auch bei geschlossenen Fonds - "CFB-Medienfonds …
Auszug aus OLG Frankfurt, 02.03.2011 - 19 U 248/10
Aufklärungspflichtige Rückvergütungen liegen nur dann vor, wenn Teile der Ausgabeaufschläge oder Verwaltungsgebühren, die der Kunde über die Bank an die Gesellschaft zahlt, hinter seinem Rücken an die beratende Bank umsatzabhängig zurückfließen, so dass diese ein für den Kunden nicht erkennbares besonderes Interesse hat, gerade diese Beteiligung zu empfehlen (…BGH, Urt. v. 15.04.2010, III ZR 196/09, Rn. 10;… Urt. v. 27.10.2009, XI ZR 338/08, Rn. 31;… Urt. v. 12.05.2009, XI ZR 586/07, Rn. 15, 18; Beschluss vom 20.01.2009, XI ZR 510/07, Rn. 12;… Urt. v. 19.12.2006, XI ZR 65/05, Rn. 22). - BGH, 15.04.2010 - III ZR 196/09
Haftung aus Kapitalanlageberatung: Pflicht des freien Anlageberaters zur …
Auszug aus OLG Frankfurt, 02.03.2011 - 19 U 248/10
Aufklärungspflichtige Rückvergütungen liegen nur dann vor, wenn Teile der Ausgabeaufschläge oder Verwaltungsgebühren, die der Kunde über die Bank an die Gesellschaft zahlt, hinter seinem Rücken an die beratende Bank umsatzabhängig zurückfließen, so dass diese ein für den Kunden nicht erkennbares besonderes Interesse hat, gerade diese Beteiligung zu empfehlen (BGH, Urt. v. 15.04.2010, III ZR 196/09, Rn. 10;… Urt. v. 27.10.2009, XI ZR 338/08, Rn. 31;… Urt. v. 12.05.2009, XI ZR 586/07, Rn. 15, 18;… Beschluss vom 20.01.2009, XI ZR 510/07, Rn. 12;… Urt. v. 19.12.2006, XI ZR 65/05, Rn. 22). - BGH, 27.10.2009 - XI ZR 338/08
Immobilienfonds - Zum Schadensersatz wegen fehlerhafter Anlageberatung (hier: …
Auszug aus OLG Frankfurt, 02.03.2011 - 19 U 248/10
Aufklärungspflichtige Rückvergütungen liegen nur dann vor, wenn Teile der Ausgabeaufschläge oder Verwaltungsgebühren, die der Kunde über die Bank an die Gesellschaft zahlt, hinter seinem Rücken an die beratende Bank umsatzabhängig zurückfließen, so dass diese ein für den Kunden nicht erkennbares besonderes Interesse hat, gerade diese Beteiligung zu empfehlen (…BGH, Urt. v. 15.04.2010, III ZR 196/09, Rn. 10; Urt. v. 27.10.2009, XI ZR 338/08, Rn. 31;… Urt. v. 12.05.2009, XI ZR 586/07, Rn. 15, 18;… Beschluss vom 20.01.2009, XI ZR 510/07, Rn. 12;… Urt. v. 19.12.2006, XI ZR 65/05, Rn. 22). - OLG Frankfurt, 17.02.2010 - 17 U 207/09
Schadenersatz wegen mangelhafter Anlageberatung (hier: Lehman-Zertifikate
Auszug aus OLG Frankfurt, 02.03.2011 - 19 U 248/10
Im Februar 2007 war das Bonitätsrisiko der Investmentbank Lehman Brothers vielmehr fernliegend und nur von theoretischer Natur (so auch OLG Dresden ZIP 2010 1230; OLG Frankfurt ZIP 2010, 567).
- BGH, 27.09.2011 - XI ZR 182/10
Zwei Schadensersatzklagen von Lehman-Anlegern
Ganz überwiegend wird dies verneint (OLG Celle, ZIP 2010, 876, 878; OLG Dresden, WM 2010, 1403, 1405; OLG Bamberg, WM 2010, 1354, 1357 f.; OLG Düsseldorf, WM 2010, 1943, 1945 und WM 2011, 399, 405; OLG Frankfurt (9. Zivilsenat), WM 2010, 2111, 2112 f. und WM 2011, 880, 882; OLG Karlsruhe, WM 2011, 353, 355 f. und WM 2011, 883, 884 f.; OLG Köln, ZIP 2011, 1092, 1093 und WM 2011, 1652, 1653; Assmann, ZIP 2009, 2125, 2130; Spindler, WM 2009, 1821, 1824 ff.; Lang/Balzer, ZIP 2009, 456, 457; Harnos/Rudzio, BKR 2010, 259, 260; Lang/Bausch, WM 2010, 2101, 2106 f.; Jooß, WM 2011, 1260, 1263; Arnold, WuB I G 1. - 11.09; Blankenheim WuB I G 1. - 13.09; Nobbe, WuB I G 1. - 5.10 und 11.10; Siol, WuB I G 1. - 9.09). - BGH, 27.09.2011 - XI ZR 178/10
Zwei Schadensersatzklagen von Lehman-Anlegern
Ganz überwiegend wird dies verneint (OLG Celle, ZIP 2010, 876, 878; OLG Dresden, WM 2010, 1403, 1405; OLG Bamberg, WM 2010, 1354, 1357 f.; OLG Düsseldorf, WM 2010, 1943, 1945 und WM 2011, 399, 405; OLG Frankfurt (9. Zivilsenat), WM 2010, 2111, 2112 f. und WM 2011, 880, 882; OLG Karlsruhe, WM 2011, 353, 355 f. und WM 2011, 883, 884 f.; OLG Köln, ZIP 2011, 1092, 1093 und WM 2011, 1652, 1653; Assmann, ZIP 2009, 2125, 2130; Spindler, WM 2009, 1821, 1824 ff.; Lang/Balzer, ZIP 2009, 456, 457; Harnos/Rudzio, BKR 2010, 259, 260; Lang/Bausch, WM 2010, 2101, 2106 f.; Jooß, WM 2011, 1260, 1263; Arnold, WuB I G 1. - 11.09; Blankenheim WuB I G 1. - 13.09; Nobbe, WuB I G 1. - 5.10 und 11.10; Siol, WuB I G 1. - 9.09). - OLG Frankfurt, 04.08.2014 - 23 U 228/13
Zur Verjährung nach § 37a WpHG a. F; zur Frage des Vorsatzes
Lehman-Zertifikate ohne Kapitalschutz wie das vorliegende sind auch nicht etwa - wie die Klägerin meint - der "höchsten Risikoklasse" zuzuordnen, sondern eher dem "mittleren Risikobereich" (OLG Frankfurt am Main WM 2011, 1893) als "vergleichsweise sichere und nicht spekulative Anlage" (OLG Frankfurt am Main WM 2011, 880).Eine Verpflichtung der Bank, bei jeder Anlageentscheidung erneut die Risikobereitschaft des Kunden und dessen Anlageziele abzufragen, besteht grundsätzlich nicht (OLG Frankfurt WM 2011, 880).
- OLG Frankfurt, 15.09.2011 - 3 U 10/11
Anlageberatung: Hinweispflicht der Bank auf konkretes Emittentenrisiko bei …
Diese Situation lag zwar noch nicht im Jahr 2007 (so auch OLG Frankfurt, Urteil vom 02.03.2011 - 19 U 248/10; OLG Dresden Urteil vom 11.05.2010 - 5 U 1178/09; OLG Frankfurt Urteil vom 17.02.2010 - 17 U 207/09), wohl aber spätestens am 11.08.2008 vor. - OLG Frankfurt, 23.06.2014 - 23 U 131/13
Verjährung nach § 37a WpHG a.F. und Vorsatz
Zertifikate der streitgegenständlichen Art sind nämlich eher dem "mittleren Risikobereich" zuzuordnen (OLG Frankfurt am Main, WM 2011, 1893) bzw. sogar als "vergleichsweise sichere und nicht spekulative Anlage" anzusehen (OLG Frankfurt am Main, WM 2011, 880), weshalb das von der Klägerin beschriebene Verhalten der Beklagten nicht geeignet ist, eine vorsätzliche Falschberatung anzunehmen. - OLG Frankfurt, 28.10.2011 - 19 U 98/11
Anleger- und objektgerechte Beratung bei Lehmann-Zertifikaten; Abgrenzung von …
Für die im Eigenhandel der Bank vertriebenen Zertifikate hat der BGH ausweislich der Mitteilung der Pressestelle des BGH in seinen Entscheidungen vom 27.9.2011 betreffend Lehman-Zertifikate (XI ZR 178/10 und XI ZR 182/10) klargestellt, dass im Falle eines sog. Eigengeschäfts eine Aufklärungspflicht der beratenden Bank hinsichtlich des erzielten Gewinns nicht besteht und damit die Rechtsprechung des erkennenden Senats bestätigt (vgl. nur OLG Frankfurt, Urteil vom 2.3.2011, 19 U 248/10; Beschluss vom 11.4.2011, 19 U 278/10; Urteil vom 29.6.2011, 19 U 130/10). - OLG Frankfurt, 29.06.2011 - 19 U 130/10
Umfang der Aufklärungs- und Beratungspflichten beim Verkauf von …
Eine allgemeine Pflicht der Banken, Kunden über ihre Gewinnmarge bzw. eine ihr zufließende Innenprovision aufzuklären, besteht nach nahezu einhelliger Auffassung der Oberlandesgerichte nicht (OLG Frankfurt, Urt. v. 02.03.2011, 19 U 248/10;… Urt. v. 04.05.2011, 19 U 195/10;… Urt. v. 29.12.2010, 19 U 94/10;… Urt. v. 16.03.2011, 23 U 55/10;… Urt. v. 21.09.2010, 9 U 151/09, jeweils juris; OLG Dresden, ZIP 2010, 1230; OLG Hamburg, WM 2010, 1029 ff.; OLG Celle, ZIP 2010, 876 ff.). - OLG Frankfurt, 29.02.2012 - 19 U 92/11
Anlageberatung: Abgrenzung Kommissionsgeschäft - Festpreisgeschäft …
Rn. 68 Die Einschätzung, dass Lehman Brothers nicht insolvent werden würde, war nach Ansicht des Senates auch noch im August 2008 vertretbar (Urt. v. 02.03.2011, 19 U 248/10, zitiert nach Juris).
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