Rechtsprechung
| BGH, 07.10.1993 - I ZR 293/91 |
Volltextveröffentlichungen (4)
- Wolters Kluwer
Geschäftsverkehr - Sittenverstoß - Täuschung
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
UWG § 1
Wettbewerbswidrige Durchsetzung von durch Täuschung zustandegekommener Folgeverträge - ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz frei)
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Papierfundstellen
- BGHZ 123, 330
- NJW 1993, 3329
- ZIP 1993, 1726
- MDR 1994, 47
- GRUR 1994, 126
- BB 1994, 535
- DB 1994, 212
- afp 1994, 89
- WRP 1994, 28
Wird zitiert von ... (36) Zitiert selbst (13)
- BGH, 09.04.1992 - I ZR 240/90
Professorenbezeichnung in der Arztwerbung II - Irreführung/Auszeichnungen
Auszug aus BGH, 07.10.1993 - I ZR 293/91
Wege zu finden, auf denen - durch geeignete Aufklärung - das Vorgehen zur Vertragsdurchsetzung sein wettbewerbswidriges Gepräge verlieren kann, ist nicht Sache des Klägers oder des Gerichts, sondern allein die des Beklagten, der ein aus dem Verbotsbereich herausführendes Verhalten gegebenenfalls im Vollstreckungsverfahren darzulegen und zu beweisen hat (Ergänzung zu BGHZ 118, 53, 56 = LM § 3 UWG Nr. 334/335 Professorenbezeichnung in der Arztwerbung II).In der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs ist wiederholt ausgesprochen worden, daß dann, wenn ein Verhalten in der vom Verletzer bislang gewählten Form irreführend ist, das Gebot der Unterlassung dieses Verhaltens ohne Einschränkung begehrt und ausgesprochen werden kann, weil es nicht Sache des Klägers oder des Gerichts ist, dem Verletzer etwaige Änderungsmaßnahmen aufzuzeigen und zu eröffnen, durch die er dem Verbot seines bisherigen Verhaltens entgehen kann (…vgl. BGH, Urt. v. 29.9.1988 - I ZR 57/87, GRUR 1989, 110, 113 = WRP 1989, 155 - Synthesizer m.w.N.;… BGH, Urt. v. 16.2.1989 - I ZR 76/87, GRUR 1989, 445, 446 = WRP 1989, 491 - Professorenbezeichnung in der Arztwerbung I; BGHZ 118, 53, 56 - Professorenbezeichnung in der Arztwerbung II).
Auch hier ist es Sache des Beklagten, selbst Wege zu finden, auf denen diese Täuschungsgefahr hinreichend sicher beseitigt wird (…so auch OLG Hamm aaO.), und dies gegebenenfalls im Vollstreckungsverfahren nachzuweisen (vgl. BGHZ 118, 53, 56 - Professorenbezeichnung in der Arztwerbung II).
- BGH, 10.12.1986 - I ZR 136/84
Ausschank unter Eichstrich II
Auszug aus BGH, 07.10.1993 - I ZR 293/91
Es ist Teil eines einheitlichen, von Anfang an auf Täuschung als Mittel des Wettbewerbs angelegten Gesamtkonzepts und bereits deshalb Handeln zu Wettbewerbszwecken (…vgl. BGH, Urt. v. 7.5. 1986 - I ZR 95/84, GRUR 1986, 816, 819 = WRP 1986, 660 - Widerrufsbelehrung bei Teilzahlungskauf; BGH, Urt. v. 10.12.1986 - I ZR 136/84, GRUR 1987, 180, 181 = WRP 1987, 379 - Ausschank unter Eichstrich II). - BGH, 07.05.1986 - I ZR 95/84
Widerrufsbelehrung bei Teilzahlungskauf
Auszug aus BGH, 07.10.1993 - I ZR 293/91
Es ist Teil eines einheitlichen, von Anfang an auf Täuschung als Mittel des Wettbewerbs angelegten Gesamtkonzepts und bereits deshalb Handeln zu Wettbewerbszwecken (vgl. BGH, Urt. v. 7.5. 1986 - I ZR 95/84, GRUR 1986, 816, 819 = WRP 1986, 660 - Widerrufsbelehrung bei Teilzahlungskauf;… BGH, Urt. v. 10.12.1986 - I ZR 136/84, GRUR 1987, 180, 181 = WRP 1987, 379 - Ausschank unter Eichstrich II).
- BGH, 16.02.1989 - I ZR 76/87
"Professorenbezeichnung in der Arztwerbung"; Irreführung der Führung eines …
Auszug aus BGH, 07.10.1993 - I ZR 293/91
In der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs ist wiederholt ausgesprochen worden, daß dann, wenn ein Verhalten in der vom Verletzer bislang gewählten Form irreführend ist, das Gebot der Unterlassung dieses Verhaltens ohne Einschränkung begehrt und ausgesprochen werden kann, weil es nicht Sache des Klägers oder des Gerichts ist, dem Verletzer etwaige Änderungsmaßnahmen aufzuzeigen und zu eröffnen, durch die er dem Verbot seines bisherigen Verhaltens entgehen kann (…vgl. BGH, Urt. v. 29.9.1988 - I ZR 57/87, GRUR 1989, 110, 113 = WRP 1989, 155 - Synthesizer m.w.N.; BGH, Urt. v. 16.2.1989 - I ZR 76/87, GRUR 1989, 445, 446 = WRP 1989, 491 - Professorenbezeichnung in der Arztwerbung I; BGHZ 118, 53, 56 - Professorenbezeichnung in der Arztwerbung II). - BGH, 13.02.1992 - I ZR 79/90
Beitragsrechnung - Irreführung/sonst; Verbandsausstattung
Auszug aus BGH, 07.10.1993 - I ZR 293/91
Maßnahmen zur Erhaltung des Kundenstamms stellen aber unmittelbar wettbewerbsrelevante Handlungen dar (vgl. BGH, Urt. v. 13.2.1992 - I ZR 79/90, GRUR 1992, 450, 452 = WRP 1992, 380 - Beitragsrechnung m.w.N.;… BGH, Urt. v. 25.6.1992 - I ZR 60/91, GRUR 1992, 707, 708 = WRP 1992, 770 - Erdgassteuer). - BGH, 07.07.1988 - I ZR 36/87
Verkaufsfahrten II
Auszug aus BGH, 07.10.1993 - I ZR 293/91
Ein solches Vorgehen verstößt jedenfalls dann, wenn es - wie vorliegend - nicht vereinzelt, sondern systematisch und im Rahmen bzw. als Teil eines von vornherein auf Täuschung der angesprochenen Kreise angelegten Geschäftskonzepts erfolgt, gegen den Verhaltenskodex eines den Anforderungen des Leistungswettbewerbs gerecht werdenden Kaufmanns; es verdient die Mißbilligung sowohl verständiger Verkehrskreise als auch der Allgemeinheit und unterfällt daher dem Verbot des § 1 UWG (…so auch OLG Köln aaO.;… OLG Frankfurt aaO. S. 722;… OLG Hamm aaO.;… Baumbach/Hefermehl aaO. § 1 UWG Rdn. 12 und Rdn. 913; Traub, GRUR 1980, 673, 678 ff.; vgl. zur Wettbewerbswidrigkeit eines Folgeverhaltens nach vorangegangener Irreführung auch BGH, Urt. v. 7.7.1988 - I ZR 36/87, GRUR 1988, 829, 830 = WRP 1988, 668, jeweils unter II 3 - Verkaufsfahrten II;… ferner zur Verwerflichkeit der Kundentäuschung als Mittel des Wettbewerbs allgemein BGH aaO. - Widerrufsbelehrung bei Teilzahlungskauf;… BGH aaO. - Ausschank unter Eichstrich II;… BGH, Urt. v. 5.12.1991 - I ZR 63/90, GRUR 1992, 171, 174 = WRP 1992, 165 - Vorgetäuschter Vermittlungsauftrag). - BGH, 25.06.1992 - I ZR 60/91
Erdgassteuer - Wettbewerbsförderungsabsicht; Meinungsfreiheit
Auszug aus BGH, 07.10.1993 - I ZR 293/91
Maßnahmen zur Erhaltung des Kundenstamms stellen aber unmittelbar wettbewerbsrelevante Handlungen dar (…vgl. BGH, Urt. v. 13.2.1992 - I ZR 79/90, GRUR 1992, 450, 452 = WRP 1992, 380 - Beitragsrechnung m.w.N.; BGH, Urt. v. 25.6.1992 - I ZR 60/91, GRUR 1992, 707, 708 = WRP 1992, 770 - Erdgassteuer). - BGH, 05.12.1991 - I ZR 63/90
Vorgetäuschter Vermittlungsauftrag - Täuschung; Irreführung/Beschaffenheit
Auszug aus BGH, 07.10.1993 - I ZR 293/91
Ein solches Vorgehen verstößt jedenfalls dann, wenn es - wie vorliegend - nicht vereinzelt, sondern systematisch und im Rahmen bzw. als Teil eines von vornherein auf Täuschung der angesprochenen Kreise angelegten Geschäftskonzepts erfolgt, gegen den Verhaltenskodex eines den Anforderungen des Leistungswettbewerbs gerecht werdenden Kaufmanns; es verdient die Mißbilligung sowohl verständiger Verkehrskreise als auch der Allgemeinheit und unterfällt daher dem Verbot des § 1 UWG (…so auch OLG Köln aaO.;… OLG Frankfurt aaO. S. 722;… OLG Hamm aaO.;… Baumbach/Hefermehl aaO. § 1 UWG Rdn. 12 und Rdn. 913; Traub, GRUR 1980, 673, 678 ff.;… vgl. zur Wettbewerbswidrigkeit eines Folgeverhaltens nach vorangegangener Irreführung auch BGH, Urt. v. 7.7.1988 - I ZR 36/87, GRUR 1988, 829, 830 = WRP 1988, 668, jeweils unter II 3 - Verkaufsfahrten II;… ferner zur Verwerflichkeit der Kundentäuschung als Mittel des Wettbewerbs allgemein BGH aaO. - Widerrufsbelehrung bei Teilzahlungskauf;… BGH aaO. - Ausschank unter Eichstrich II; BGH, Urt. v. 5.12.1991 - I ZR 63/90, GRUR 1992, 171, 174 = WRP 1992, 165 - Vorgetäuschter Vermittlungsauftrag). - BGH, 03.07.1981 - I ZR 84/79
Bäckerfachzeitschrift
Auszug aus BGH, 07.10.1993 - I ZR 293/91
Vielmehr bedarf es für die Bestimmung eines etwaigen Unwertcharakters dieses Vorgehens im Sinne des § 1 UWG - wie stets bei dieser Vorschrift (vgl. BGHZ 15, 356, 358 - Indeta; BGHZ 81, 291, 295 - Bäcker-Fachzeitschrift;… Baumbach/Hefermehl aaO., Einl. UWG Rdn. 106) - einer Gesamtbeurteilung seines Charakters. - BGH, 03.12.1954 - I ZR 262/52
Progressive Kundenwerbung
Auszug aus BGH, 07.10.1993 - I ZR 293/91
Vielmehr bedarf es für die Bestimmung eines etwaigen Unwertcharakters dieses Vorgehens im Sinne des § 1 UWG - wie stets bei dieser Vorschrift (vgl. BGHZ 15, 356, 358 - Indeta; BGHZ 81, 291, 295 - Bäcker-Fachzeitschrift;… Baumbach/Hefermehl aaO., Einl. UWG Rdn. 106) - einer Gesamtbeurteilung seines Charakters. - BGH, 29.09.1988 - I ZR 57/87
Synthesizer
- OLG Hamm, 26.01.1993 - 4 U 199/92
- OLG Frankfurt, 20.07.1978 - 6 U 24/78
- BGH, 26.04.2001 - 4 StR 439/00
Betrügerische Angebotsschreiben
enthalten, und stattdessen den Eindruck erwecken, es würden bereits in Auftrag gegebene Leistungen in Rechnung gestellt (BGHZ 123, 330, 334; NJW 1995, 1361 f.; WRP 1998, 383, 385). - AG Bremen, 21.11.2013 - 9 C 573/12
Unzuläsigkeit von Cold Calls
Zwar wird ganz überwiegend vertreten, dass ein Verstoß gegen §§ 3 ff. UWG nicht zur Nichtigkeit des Vertrags führe, weil die wettbewerbsrechtlichen Ordnungsvorschriften nur auf die Art des Zustandekommens des Vertragsschlusses, nicht aber auf dessen Inhalt abstellten (…so etwa: Palandt, 71. A., § 134, Rn. 24 unter Berufung auf BGHZ 110, 175; Münch/Komm., 6. A., § 134, Rn. 67 unter Berufung auf BGHZ 123, 330).BGHZ 123, 330 betrifft gleichfalls einen anderen Sachverhalt; der BGH hat in dieser Entscheidungen - soweit ersichtlich - keinerlei Ausführungen zu § 134 BGB gemacht.
- OLG Düsseldorf, 15.07.2014 - 15 U 43/14
Wettbewerbswidrigkeit des Versendens von Rechnungen für die Erfassung der …
Denn § 3 UWG dient nicht ausschließlich dem Schutz einzelner Abnehmer, sondern zielt auf die Wahrung des lauteren Wettbewerbs im weiteren Sinne ab und dabei insbesondere auch auf den Schutz der Mitbewerber vor Handlungsweisen, die aus dem Blickwinkel verständiger beteiligter Verkehrskreise und unter Umständen auch der Allgemeinheit zu missbilligen sind und deshalb oder aus anderen denkbaren Gründen der Schutzfunktion des Wettbewerbsrecht zuwiderlaufen (BGH, GRUR 1994, 126, 127 - Folgeverträge).Rn. 63 So handelt ein Gewerbetreibender auch bei der Durchsetzung von Verträgen wettbewerbswidrig, wenn er durch täuschende Gestaltungen von Bestellformularen systematisch und fortlaufend das Zustandekommen von Verträgen auch und gerade als Folge der Irreführung anstrebt, wenn die Durchsetzung nicht auf Einzelfälle beschränkt, sondern gleichfalls fortlaufend betrieben wird und wenn er dabei nicht in geeigneter Weise über die Art des Zustandekommens und über die dabei begründete Irrtumsmöglichkeit aufklärt (BGH, GRUR 1994, 126 - Folgeverträge I; BGH, GRUR 1995, 358, 360 - Folgeverträge II).
Wenn ein solches Vorgehen nicht vereinzelt, sondern systematisch und im Rahmen bzw. als Teil eines von vornherein auf Täuschung der angesprochenen Kreise angelegten Geschäftskonzepts erfolgt, verstößt es gegen den Verhaltenskodex eines den Anforderungen des Leistungswettbewerbs gerecht werdenden Kaufmanns; es verdient die Missbilligung sowohl verständiger Verkehrskreise als auch der Allgemeinheit und unterfällt daher dem Verbot des § 3 Abs. 1 UWG (BGH, GRUR 1994, 126, 127 - Folgeverträge I; BGH, GRUR 2001, 1178, 1180 - Gewinn-Zertifikat; BGH, GRUR 1998, 415, 417 - Wirtschaftsregister; OLG Frankfurt, GRUR 1978, 720 - Folgeverträge; OLG Hamm, NJW-RR 1993, 871; OLG München, Urteil vom 16.05.2013, Az. 6 U 3854/12, S. 8 f., (Anlage K 20); LG München, Urteil vom 23.05.2013, Az. 17 HK O 1479/12, S. 10 (Anlage K 20); LG Freiburg, Urteil vom 18.07.2008, Az. 12 O 25/08, S. 7 f. (Anlage K 16);… Köhler in: Köhler/Bornkamm, UWG, 32. Aufl. 2014, § 2 Rn. 73).
Wie der BGH ausdrücklich betont, kommt es für den Unwertcharakter der Vertragsdurchsetzungshandlung aber ganz entscheidend darauf an, ob der Fortbestand der Verträge allein darauf zurückzuführen ist, dass der Gewerbetreibende die verursachte Täuschung auch bei der Durchführung des Vertrages durch konkludentes Verhalten aufrecht erhält (BGH, GRUR 1994, 126, 127 - Folgeverträge; BGH, GRUR 1995, 358, 360 - Folgeverträge II ("Irreführung wirkt fort")).
Aus demselben Grund wurde auch verhindert, dass einzelne Empfänger den Weg einer Anfechtung ihrer Willenserklärung gemäß §§ 119 ff BGB wählten (vgl. BGH, GRUR 1994, 126, 127 - Folgeverträge).
- BGH, 29.03.2007 - I ZR 164/04
Änderung der Voreinstellung
Unterscheidet sich der Tarif, auf den die Auftragsbestätigung der Beklagten Bezug nimmt, von dem von dem Kunden mit seinem Auftrag gewünschten Tarif etwa nur hinsichtlich des Preises oder anderer Leistungsmerkmale, die keine Bedeutung im Hinblick auf eine Änderung der Voreinstellung auf die Klägerin haben, so kommt die Annahme eines für eine Wettbewerbshandlung i.S. des § 2 Abs. 1 Nr. 1 UWG erforderlichen marktbezogenen Handelns nur in Betracht, wenn solche von den Kundenaufträgen abweichenden Auftragsbestätigungen zielgerichtet und systematisch als Mittel des Wettbewerbs eingesetzt werden (…vgl. BGH, Urt. v. 7.5.1986 - I ZR 95/84, GRUR 1986, 816, 818 f. = WRP 1986, 660 - Widerrufsbelehrung bei Teilzahlungskauf;… Urt. v. 10.12.1986 - I ZR 136/84, GRUR 1987, 180, 181 = WRP 1987, 379 - Ausschank unter Eichstrich II; BGHZ 123, 330, 334 - Folgeverträge I; 147, 296, 303 f. - Gewinn-Zertifikate; BGH GRUR 2002, 1093, 1094 - Kontostandsauskunft). - BGH, 15.07.1999 - I ZR 204/96
Kontrollnummernbeseitigung - Irreführung/Beschaffenheit
Im Fall der Verurteilung der Beklagten nach dem Klageantrag wäre es ihre Sache, einen Weg zu finden, wie sie das als Irreführung beanstandete Verhalten in Zukunft durch Aufklärung des Verbrauchers vermeidet (vgl. BGHZ 123, 330, 336 - Folgeverträge I, m.w.N.). - BGH, 27.06.2002 - I ZR 86/00
Kontostandsauskunft
Eine Wettbewerbshandlung kann aber dann anzunehmen sein, wenn der Kaufmann seinen Vorteil dadurch sucht, daß er eine Irreführung seiner Kunden zum Mittel seines Wettbewerbs macht (vgl. BGHZ 123, 330, 333 - Folgeverträge I;… BGH, Urt. v. 10.12.1986 - I ZR 136/84, GRUR 1987, 180, 181 = WRP 1987, 379 - Ausschank unter Eichstrich II, m.w.N.; vgl. auch - zu § 1 UWG - BGHZ 147, 296, 302 f. - Gewinn-Zertifikat).Der Urteilsausspruch des Berufungsgerichts trägt vielmehr dem Umstand Rechnung, daß es grundsätzlich Sache des Verletzers ist zu entscheiden, wie er das ihm Verbotene vermeidet (vgl. BGHZ 123, 330, 336 - Folgeverträge I;… BGH, Urt. v. 26.1.1995 - I ZR 39/93, GRUR 1995, 358, 360 = WRP 1995, 389 - Folgeverträge II).
- BGH, 26.11.1997 - I ZR 109/95
Wirtschaftsregister - Beseitigungsanspruch
Im übrigen könnten die Vertragspartner unter den gegebenen Umständen durch einen Unterlassungsanspruch, wie er in der Entscheidung des Bundesgerichtshofes vom 7. Oktober 1993 (I ZR 293/91, BGHZ 123, 330 - Folgeverträge I) anerkannt worden sei, weitgehend geschützt werden.(2) Nach der rechtsfehlerfreien Beurteilung des Berufungsgerichts hat der Beklagte bei der Gestaltung und Versendung seiner Formularschreiben wettbewerbswidrig im Sinne der §§ 1 und 3 UWG gehandelt (vgl. dazu weiter BGHZ 123, 330 - Folgeverträge I;… BGH, Urt. v. 26.1.1995 - I ZR 39/93, GRUR 1995, 358 = WRP 1995, 389 - Folgeverträge II).
Bei dieser Beurteilung kann offenbleiben, ob auch im Verhältnis zu Kunden, die der beabsichtigten Täuschung unterlegen sind, Verträge zustande gekommen sind, wie der Senat in seinen früheren Entscheidungen, die gleichartige Fälle betrafen (BGHZ 123, 330, 334 - Folgeverträge I; BGH GRUR 1995, 358, 360 - Folgeverträge II), angenommen hat (vgl. zu dieser Frage BGHZ 109, 171, 177 m.w.N.;… BGH, Urt. v. 29.11.1994 - XI ZR 175/93, NJW 1995, 953).
(1) Dabei ist zunächst zu berücksichtigen, daß der Beklagte auch unter der Voraussetzung, daß von einem wirksamen Vertragsschluß mit getäuschten Kunden ausgegangen wird (vgl. dazu oben II 2 a) (1)), schon kraft Gesetzes verpflichtet war, die Geltendmachung von Forderungen gegenüber seinen durch die Formularschreiben gewonnenen Kunden zu unterlassen, solange er nicht sicherstellen konnte, daß diese Forderungen nicht unter dem fortwirkenden Eindruck der Irreführung erfüllt werden (vgl. BGHZ 123, 330 - Folgeverträge I; BGH GRUR 1995, 358 - Folgeverträge II).
- BGH, 08.05.2002 - I ZR 98/00
"Stadtbahnfahrzeug"; Umfang des Unterlassungsanspruchs; Berechtigtes Interesse …
Der Urheber ist grundsätzlich nicht gehalten, im Klageantrag festzulegen, wie eine Urheberbenennung zu formulieren ist, die seine Rechte wahrt (vgl. dazu - zur Antragsfassung im Wettbewerbsrecht - BGHZ 123, 330, 336 - Folgeverträge I, m.w.N.). - BGH, 26.01.1995 - I ZR 39/93
Folgeverträge II - Täuschung; Mitgliederzahl
Zum Verbot der Durchsetzung von Verträgen über Anzeigen in einem Branchenfernsprechbuch, die durch Angebote auf einem irreführend gestalteten Formular angebahnt worden sind (Fortführung von BGHZ 123, 330 - Folgeverträge I)..Wie der Senat - nach Erlaß des Berufungsurteils - in seiner Entscheidung "Folgeverträge I" (BGHZ 123, 330, 334) in einem vergleichbaren Fall ausgeführt hat, würde die Schutzfunktion des Wettbewerbsrechts vernachlässigt, wenn ein Wettbewerbsteilnehmer systematisch die Früchte aus einer Vielzahl von Verträgen ziehen könnte, deren Zustandekommen er durch - ebenfalls ganz systematische und zielgerichtete - Täuschungshandlungen bewirkt hat und deren Fortbestand auch darauf zurückzuführen ist, daß er die verursachte Täuschung bei der Durchführung des Vertrags durch konkludentes Verhalten aufrechterhält.
Dem Berufungsgericht kann aber nicht darin zugestimmt werden, daß das auszusprechende Unterlassungsgebot bereits diesen Ausnahmemöglichkeiten Rechnung tragen muß (vgl. BGHZ 123, 330, 336 - Folgeverträge I).
- LG Düsseldorf, 18.08.2023 - 38 O 192/23
Streit um Werbebriefe: Einstweilige Verfügung gegen 1N Telecom erlassen
Der Grundsatz, dass es Sache des Verletzers ist, aus dem Verbot führende Wege zu finden, greift auch bei der Beurteilung von Handlungen ein, die auf einer bewusst herbeigeführten Irreführung aufbauen ohne darauf Rücksicht zu nehmen, ob diese Irreführung fortwirkt, weshalb es in solchen Fällen Sache des Verletzers ist, sicherzustellen (und in einem Vollstreckungsverfahren gegebenenfalls zu beweisen), dass dies nicht passiert (vgl. BGH, Urteil vom 26. Januar 1995 - I ZR 39/93 - Folgeverträge II, GRUR 1995, 358 [unter III 3]; Urteil vom 7. Oktober 1993 - I ZR 293/91 - Folgeverträge I, GRUR 1994, 126 [unter II 3 b und c]). - BGH, 08.10.1998 - I ZR 7/97
Handy-Endpreis - Übertriebenes Anlocken; Irreführung/Preisgestaltung; Endpreis
- OLG Köln, 30.03.2007 - 6 U 249/06
Unbegründete Beanstandung der Geschäftsbedingungen eines Mitbewerbers - kein …
- BGH, 26.04.2001 - I ZR 314/98
Gewinn-Zertifikat
- BGH, 26.03.1998 - I ZR 222/95
-- DM Umwelt-Bonus - Übertriebenes Anlocken, 1.000
- LG Hamburg, 17.12.2014 - 416 HKO 158/14
Wettbewerbswidrige Telefonwerbung: Wirksamkeit eines Vertrages über einen Eintrag …
- LG Berlin, 03.12.2015 - 91 O 62/15
Angbotsforumlar - Wettbewerbsverstoß: Versendung eines Angebots zur Registrierung …
- OLG Köln, 29.08.1997 - 6 U 162/96
Handy für 0,49 DM; Kopplungsgeschäft; Folgeverträge
- OLG Köln, 12.04.1995 - 6 U 171/94
Beseitigungsverlangen bei wettbewerbswidriger Akquisition
- AG Lahr, 23.07.2014 - 5 C 246/13
Wirksamkeit eines Tarifwechsels in einem Telefonvertrag
- LG Freiburg, 18.07.2008 - 12 O 25/08
Wettbewerbsverstoß: Durchsetzung von Rechten aus zielgerichtet und systematisch …
- OLG Köln, 07.03.1997 - 6 U 79/96
Handy für DM 0,49, Kopplungsgeschäft, Folgeverträge
- BGH, 07.07.1994 - I ZR 162/92
Preisrätselgewinnauslobung II - Getarnte Werbung
- LG Ulm, 13.05.2016 - 10 O 15/16
Versendung von Folgeschreiben im Nachgang zur Aussendung des Formulars als …
- OLG Stuttgart, 08.08.1997 - 2 U 48/97
Anspruch auf Unterlassung von unaufgeforderten Anrufen im geschäftlichen Bereich; …
- OLG Köln, 17.12.1999 - 6 U 75/99
"Börsen-Blatt"
- OLG Köln, 17.02.1999 - 6 U 75/99
Irreführende Werbung - "Börsen-Blatt"
- OLG München, 06.04.1995 - 29 U 2134/95
Telefonwerbung, unerbetene Anrufe zum Zwecke der Anbahnung von …
- VG Arnsberg, 06.11.2002 - 1 K 5028/01
Untersagung der Versendung von Angebotsformularen durch eine GmbH zur Eintragung …
- BGH, 06.10.1999 - I ZR 63/97
Erfüllung auf wettbewerbswidrige Weise angebahnter Verträge
- KG, 09.01.2001 - 5 U 7319/99
Betanken von Flüssiggastanks - Unterlassungsanspruch des Eigentümers - Befüllen …
- OLG Bamberg, 21.11.2001 - 3 U 65/01
Irreführung der Werbung für eine Klassenlotterie
- LG Hamburg, 14.12.2007 - 406 O 214/07
Wettbewerbsverstoß: Täuschung über das Zustandekommen von Verträgen bei …
- OLG Naumburg, 15.12.1998 - 9 U 2079/97
Beanstandung von Werbeformularen für ein Branchenbuch und ein Telefax-Verzeichnis …
- KG, 27.11.1995 - 25 U 1291/95
Täuschung über Wirksamkeit eines Diätpräparats; Wettbewerbsrechtliche …
- OLG Celle, 05.09.1995 - 13 U 150/95
Unzulässige Anwaltswerbung
- OLG Frankfurt, 23.08.1994 - 6 W 98/94
Einstweilige Verfügung wegen Kosten für ein "Telefax-Branchenbuch"
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