Rechtsprechung
| BFH, 29.07.1998 - II R 64/95 |
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Sonstiges
Verfahrensgang
- FG Niedersachsen, 05.09.1995 - I 198/89
- BFH, 29.07.1998 - II R 64/95
Zeitschriftenfundstellen
- BFH/NV 1998, 1455
Wird zitiert von ... (20)
- BFH, 15.03.2000 - II R 15/98
Formunwirksames Vermächtnis - Steuererstattungsanspruch - Schuldenansatz
Ihnen hätte jedoch vor der Aufhebung oder Änderung entgegenstehender Steuerfestsetzungen in gleicher Weise die Eigenschaft als Wirtschaftsgut gefehlt (vgl. BFH-Urteile vom 15. Oktober 1997 II R 56/94, BFHE 184, 111, BStBl II 1997, 796, und vom 29. Juli 1998 II R 64/95, BFH/NV 1998, 1455). - FG Baden-Württemberg, 10.03.2004 - 2 K 147/01
Entstehung und Geltendmachung eines Erstattungsanspruchs: Zahlungsverjährung, …
Der Einkommensteuerbescheid sei nach dem vom FA zitierten Urteil des BFH vom 29. Juli 1998 II R 65/95, in BFH/NV 1998, 1455 wirksam gewesen, unabhängig davon, dass das FA ihn dann gemäß § 172 AO aufgehoben habe.Dies ergibt sich aus den Entscheidungsgründen des BFH-Urteils vom 29. Juli 1998 II R 64/95 (…a.a.O.) Die Ausführungen des FA, wonach die Parteien sich einig gewesen seien, dass der Bescheid als nichtig angesehen werde und die Aufhebung daher nur zur Beseitigung eines Rechtsscheins erfolgt sei, sind unerheblich.
Hierdurch hat das FA auch nicht nur eine Rechtsansicht geäußert, der kein Bindungswille zugrunde liegt und die somit nur deklaratorische Bedeutung besitzt (vgl. Urteil des BFH vom 29. Juli 1998 II R 64/95, a.a.O.).
Im Übrigen hat der BFH in dem Urteil vom 29. Juli 1998 II R 64/95 (…a.a.O.) auch auf frühere Entscheidungen hingewiesen, aus denen für das FA hätte erkennbar sein müssen, dass seine Entscheidung (Aufhebung des Steuerbescheids) evtl. rechtlich fehlerhaft sein könnte (…BFH-Urteile vom 9. August 1991 III R 169/90, BFH/NV 1992, 433 und vom 26. März 1985 VIII R 225/83, BStBl II 1985, 603).
- BFH, 07.02.2002 - VII R 33/01
Verjährung eines Erstattungsanspruches wegen Getreide-Mitverantwortungsabgabe
Dem steht § 229 Abs. 1 Satz 2 AO 1977 nicht entgegen, weil sich der hier in Betracht kommende Erstattungsanspruch ohne seine vorherige Festsetzung und ohne Aufhebung einer etwa entgegenstehenden Abgabenfestsetzung allein daraus ergibt, dass die Rechtsvorgängerin der Klägerin die Abgabe gezahlt hat (…vgl. BFH-Urteil vom 9. Juli 1996 VII R 136/95, BFH/NV 1997, 10, und Beschluss vom 29. Juli 1998 II R 64/95, BFH/NV 1998, 1455).
- BFH, 21.06.2005 - X B 72/05
Grundlagenbescheid; Nichtigkeit eines Feststellungsbescheides
a) Nach ständiger Rechtsprechung des BFH hat die schriftliche Mitteilung des FA, ein Bescheid sei unwirksam, nur deklaratorischen Charakter und ist lediglich als Äußerung einer Rechtsansicht zu verstehen (BFH-Entscheidungen vom 29. Juli 1998 II R 64/95, BFH/NV 1998, 1455; vom 15. November 1991 VI R 81/89, BFHE 165, 566, BStBl II 1992, 224). - FG Münster, 15.03.2001 - 7 K 5316/98
Inhaltliche Bestimmtheit des an die Erbengemeinschaft als Gesamtrechtsnachfolger …
Sie berufen sich auf das BFH-Urteil vom 26.03.1991 VIII R 210/85, BFH/NV 1992, 73 und den BFH-Beschluß vom 29.07.1998 II B 64/95, BFH/NV 1998, 1455 .Im Fall der Entscheidung in BFH/NV 1998, 1455 kam eine entsprechende Auslegung des Bescheids mangels eines Prüfungsberichts nicht in Betracht.
- FG Niedersachsen, 24.09.2002 - 3 K 106/02
Wirksame Bekanntgabe eines zusammengefassten Einkommensteuerbescheides
Ein zusammengefasster Bescheid kann auch nach dem Tod eines der Ehegatten gegenüber dem überlebenden Ehegatten und dem Erben des verstorbenen Ehegatten erlassen werden (BFH-Urteil v. 29. Juli 1998 II R 64/95, BFH/NV 1998, 1455).Die gegenüber dem noch lebenden Ehegatten ergangene Steuerfestsetzung bleibt in solchen Fällen indes regelmäßig wirksam (BHF-Urteil v. 29. Juli 1998 II R 64/95 a.a.O.).
- BFH, 25.01.2006 - I R 52/05
VA - Adressat
Die in diesem Zusammenhang vom FA angeführte Rechtsprechung (BFH-Urteil vom 24. April 1986 IV R 82/84, BFHE 146, 358, BStBl II 1986, 545) bezieht sich auf eine Klarstellung dazu, dass neben dem (ordnungsgemäß bezeichneten) Steuerschuldner nicht zusätzlich eine weitere Person Adressat des Bescheids sein sollte; die dort beurteilte Gestaltung ist mit der hier vorliegenden schon deshalb nicht vergleichbar, weil es sich seinerzeit ggf. um eine Mehrzahl nur äußerlich zusammengefasster Steuerbescheide gehandelt hätte und bei solchen die ordnungsgemäße Bezeichnung des Steuerschuldners hinsichtlich jedes einzelnen Adressaten gesondert zu beurteilen ist (BFH-Beschluss vom 29. Juli 1998 II R 64/95, BFH/NV 1998, 1455). - FG Niedersachsen, 06.10.2009 - 12 K 113/09
Rückforderung von Kindergeld wegen Doppelzahlung - Voraussetzungen einer …
Nach der Rechtsprechung des BFH stellen auch Leistungen in der irrtümlichen Annahme, dass der zugrunde liegende Steuerbescheid wirksam ist (BFH-Beschluss vom 29. Juli 1998 II R 64/95, BFH/NV 1998, 1455) oder Leistungen in Unkenntnis von Pfändungs- und Einziehungsverfügungen (BFH-Urteil vom 6. Februar 1990 VII R 97/88, BStBl II 1990, 671; BFH-Urteil vom 1. März 1990 VII R 103/88, BStBl II 1990, 520) oder in Unkenntnis von Abtretungen (BFH-Urteil vom 13. März 1997 VII R 39/96, BStBl II 1997, 522) jeweils Leistungen ohne Rechtsgrund dar.a) Entgegen der Auffassung der Beklagten verjähren Rückforderungsansprüche nach § 37 Abs. 2 AO nicht nach Maßgabe der Vorschriften in §§ 169 ff. AO sondern nach Maßgabe der §§ 228 ff. AO (…sog. Zahlungsverjährung, vgl. BFH-Urteil vom 9. Juli 1996 VII R 136/95, BFH/NV 1997, 10; BFH-Urteil vom 29. Juli 1998 II R 64/95, BFH/NV 1998, 1455; BFH-Urteil vom 7. Februar 2002 VII R 33/01, BStBl II 2002, 447).
- FG Münster, 15.03.2001 - 7 K5316/98 Sie berufen sich auf das BFH-Urteil vom 26.03.1991 VIII R 210/85, BFH/NV 1992, 73 und den BFH-Beschluß vom 29.07.1998 II B 64/95, BFH/NV 1998, 1455.
Im Fall der Entscheidung in BFH/NV 1998, 1455 kam eine entsprechende Auslegung des Bescheids mangels eines Prüfungsberichts nicht in Betracht.
- FG Nürnberg, 28.10.2011 - 7 K 408/10
Rückforderung einer doppelten Kindergeldzahlung nach § 37 Abs. 2 AO - …
Die Norm ist Ausdruck eines allgemein herrschenden Prinzips, dass derjenige, der vom Staat auf Kosten der Allgemeinheit unberechtigt etwas erhalten hat, grundsätzlich verpflichtet ist, das Erhaltene zurückzuzahlen (vgl. BFH-Urteil vom 06.02.1990 VII R 97/88, BStBl II 1990, 671).Nach der Rechtsprechung des BFH stellen auch Leistungen in der irrtümlichen Annahme, dass der zugrunde liegende Steuerbescheid wirksam ist (BFH-Beschluss vom 29.07.1998 II R 64/95, BFH/NV 1998, 1455) oder Leistungen in Unkenntnis von Pfändungs- und Einziehungsverfügungen (BFH-Urteil vom 06.02.1990 VII R 97/88, BStBl II 1990, 671; BFH-Urteil vom 01.03.1990 VII R 103/88, BStBl II 1990, 520) oder in Unkenntnis von Abtretungen (BFH-Urteil vom 13.03.1997 VII R 39/96, BStBl II 1997, 522) jeweils Leistungen ohne Rechtsgrund dar.49 Rückforderungsansprüche nach § 37 Abs. 2 AO verjähren nach Maßgabe der §§ 228 ff. AO (…sog. Zahlungsverjährung, vgl. BFH-Urteile vom 09.07.1996 VII R 136/95, BFH/NV 1997, 10; vom 29.07.1998 II R 64/95, BFH/NV 1998, 1455; vom 07.02.2002 VII R 33/01, BStBl II 2002, 447).
- FG Rheinland-Pfalz, 11.01.2007 - 6 K 1423/05
Unternehmensnachfolge - „Erben“ umsatzsteuerlicher Rechtsverhältnisse
- BFH, 03.07.2006 - IV B 52/05
Anforderungen an die Begründung bei Zulassungsgrund der grundsätzlichen Bedeutung
- FG Baden-Württemberg, 26.04.2007 - 3 K 60/07
Wirksamkeit eines gegen den Steuerpflichtigen und seinen verstorbenen Ehegatten …
- VGH Bayern, 23.07.2004 - 6 B 00.1402
Zurückbehaltungsrecht bei Erstattungsanspruch?
- FG Düsseldorf, 09.11.2006 - 11 K 1761/05
Steuerhinterziehung - Professionelle Vermögensverwaltung
- VG Aachen, 08.05.2008 - 4 K 1317/06
- FG Mecklenburg-Vorpommern, 25.04.2001 - 1 K 73/99
Für Erstattung der ohne Rechtsgrundlage in der ehemaligen DDR erhobenen …
- FG Mecklenburg-Vorpommern, 05.12.2001 - 1 K 508/99
Erstattung von Getreide-Mitverantwortungsabgabe für Getreidelieferungen in der …
- VGH Bayern, 23.07.2004 - 6 B 00.1404
ÖR-Erstattungsanspruch: Zurückbehaltungsrecht?
- FG Baden-Württemberg, 26.04.2007 - 11 K 256/04
Wirksamkeit eines gegen den Steuerpflichtigen und seinen verstorbenen Ehegatten …
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