Rechtsprechung
   VerfGH Sachsen, 23.04.2008 - 87-I-06   

Sie müssen eingeloggt sein, um diese Funktion zu nutzen.

Sie haben noch kein Nutzerkonto? In weniger als einer Minute ist es eingerichtet und Sie können sofort diese und weitere kostenlose Zusatzfunktionen nutzen.

| | Was ist die Merkfunktion?
Ablegen in
Benachrichtigen, wenn:




 
Alle auswählen
 

Zitiervorschläge

https://dejure.org/2008,5970
VerfGH Sachsen, 23.04.2008 - 87-I-06 (https://dejure.org/2008,5970)
VerfGH Sachsen, Entscheidung vom 23.04.2008 - 87-I-06 (https://dejure.org/2008,5970)
VerfGH Sachsen, Entscheidung vom 23. April 2008 - 87-I-06 (https://dejure.org/2008,5970)
Tipp: Um den Kurzlink (hier: https://dejure.org/2008,5970) schnell in die Zwischenablage zu kopieren, können Sie die Tastenkombination Alt + R verwenden - auch ohne diesen Bereich zu öffnen.

Volltextveröffentlichungen (3)

  • VerfGH Sachsen

    Organstreit; Verletzung von Mitwirkungs- und Informationsrechten des Landtages

  • Jurion(Abodienst, Leitsatz/Tenor frei)

    Zulässigkeit einer Antragstellung im Organstreitverfahren durch eine Landtagsfraktion in Sachsen trotz entgegenstehendes Aussage des Parlamentes; Heranziehung auf englisch oder französisch verfasster EU-Verordnungen zu Interpretation des deutschen Textes; Förderungsstrategische und finanzplanerische europäische Programmvorschläge als budgetrechtliche Regelungsgegenstände; Kernbereich exekutiver Eigenverantwortung im Rahmen der sächsischen Haushaltsplanung; Recht eines Verfassungsorgans für einen Eingriff in den Kernbereich eines anderen Verfassungsorgans unter Berufung auf die Treuepflicht; Informationsanspruch des Landtages zur Erfüllung seiner Gesetzgebungsfunktion und Überwachungsfunktion; Einschränkungen der parlamentarischen Informationsbefugnis im Bereich exekutiver Kernaufgaben; Grundsätzliche Bedeutung einer exekutiven Entscheidung als begründender Faktor für die Informationsberechtigung des Landtages

  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Kurzfassungen/Presse (2)

  • sachsen.de (Pressemitteilung)

    23.04.2008 - Verfassungsgerichtshof sieht Sächsischen Landtag in Informationsrechten verletzt


  • Vor Ergehen der Entscheidung:


  • sachsen.de (Pressemitteilung - vor Ergehen der Entscheidung, 11.01.2008)

    Mündliche Verhandlung im Verfahren über die Verletzung von Mitwirkungs- und Informationsrechten des Sächsischen Landtages

Besprechungen u.ä.

  • nrw.de PDF (Entscheidungsbesprechung)

    Verletzung von Mitwirkungs- und Informationsrechten des Landtags

Verfahrensgang

Papierfundstellen

  • NVwZ 2008, 585
  • NVwZ-RR 2008, 585
  • DÖV 2008, 1012



Kontextvorschau:





Hinweis: Klicken Sie auf das Sprechblasensymbol, um eine Kontextvorschau im Fließtext zu sehen. Um alle zu sehen, genügt ein Doppelklick.

Wird zitiert von ... (13)  

  • VerfGH Sachsen, 28.08.2009 - 41-I-08

    Vorgänge um die Sächsische Landesbank verletzen Budgetrecht des Sächsischen

    aa) Im Organstreitverfahren können nur die in einem Verfassungsrechtsverhältnis gründenden Rechtspositionen der beteiligten Organe oder Organteile geltend gemacht werden (SächsVerfGH, Urteil vom 23. April 2008 - Vf. 87-I-06; vgl. BVerfGE 118, 277 [318]).

    aa) Sie kann Rechte des Sächsischen Landtages im eigenen Namen verfolgen (SächsVerfGH, Urteil vom 23. April 2008 - Vf. 87-I-06).

    Die Antragstellerin ist befugt, Rechte des Sächsischen Landtages unabhängig davon geltend zu machen, ob dieses Vorgehen von dessen mehrheitlichem Willen getragen wird (SächsVerfGH, Urteil vom 23. April 2008 - Vf. 87-I-06; vgl. BVerfGE 45, 1 [29 f.]).

    Beeinträchtigungen können darüber hinaus auch aus Handlungen resultieren, die Vorwirkungen auf zukünftige Haushalte entfalten (vgl. SächsVerfGH, Urteil vom 23. April 2008 - Vf. 87-I-06).

    Das parlamentarische Budgetrecht erfüllt damit eine besondere demokratische Legitimationsfunktion für finanzwirksames Staatshandeln und ist zugleich ein wesentliches Instrument der parlamentarischen Regierungskontrolle, die eine rechtsstaatliche Demokratie maßgeblich prägt (SächsVerfGH, Urteil vom 23. April 2008 - Vf. 87-I-06; vgl. BVerfGE 55, 274 [303]; 70, 324 [356]).

    Die Dispositionsfreiheit des Gesetzgebers in Bezug auf die Zuweisung und Verwendung der dem Staat zur Verfügung stehenden Mittel ist auch bezogen auf künftige Haushaltsperioden zu schützen, mit der Folge, dass deren Vorbelastung unter dem Vorbehalt einer ausdrücklichen parlamentarischen Ermächtigung steht (vgl. VerfGH Rh.-Pf. NVwZ-RR 1998, 145 [147 f.]; vgl. auch SächsVerfGH, Urteil vom 23. April 2008 - Vf. 87-I-06).

    Danach ist es Aufgabe der Staatsregierung, in Ausübung der ihr nach Art. 59 Abs. 1 Satz 2 SächsVerf zustehenden Leitungskompetenz eigenverantwortlich die den Erfordernissen der Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit entsprechende Haushaltsplanung aufzustellen (SächsVerfGH, Urteil vom 23. April 2008 - Vf. 87-I-06) und für eine ebenfalls diesen Erfordernissen genügende Ausführung des Haushaltsplans (Art. 94 Abs. 2 SächsVerf) Sorge zu tragen.

  • VerfGH Nordrhein-Westfalen, 15.12.2015 - VerfGH 12/14

    Landesregierung hat Fragen von Abgeordneten zum Effizienzteam verfas-sungskonform

    Haushaltsgesetz und Haushaltsplan enthalten die wirtschaftlichen Grundsatzentscheidungen für zentrale Bereiche der Politik (vgl. VerfGH NRW, OVGE 45, 308, 315 = juris Rn. 71; BVerfGE 70, 324, 355 = juris Rn. 125; 130, 318, 343 = juris Rn. 105); sie spiegeln damit die Gesamtpolitik der Regierung und der diese stützenden Parlamentsmehrheit wider (vgl. BVerfGE 79, 311, 328 f. = juris Rn. 55 f.; 130, 318, 343 = juris Rn. 107; SächsVerfGH, NVwZ-RR 2008, 585, 586 = juris Rn. 70).

    105 Die Aufstellung des Haushaltsplanentwurfs obliegt sowohl von Verfassungs (vgl. VerfGH NRW, OVGE 55, 285, 290 = juris Rn. 53; Kamp, in: Heusch/Schönenbroi-cher, Die Landesverfassung Nordrhein-Westfalen, 2010, Art. 81 Rn. 73) als auch von Gesetzes wegen (§ 29 Abs. 1 Satz 1 LHO NRW) allein der Landesregierung; ihr steht insoweit eine Prärogative (vgl. SächsVerfGH, NVwZ-RR 2008, 585, 586 = juris Rn. 70) bzw. ein Initiativmonopol (vgl. Isensee, JZ 2005, 971, 975; Siekmann, in: Sachs, Grundgesetz, 7. Auflage 2014, Art. 110 Rn. 75) zu.

    Zu diesem Zweck sind ihnen grundsätzlich diejenigen Informationen zur Verfügung zu stellen, die zur sachverständigen Beurteilung des Haushaltsplans erforderlich sind (vgl. BVerfGE 70, 324, 355 = juris Rn. 124; 92, 130, 137 = juris Rn. 19; 110, 199, 225 = juris Rn. 70; SächsVerfGH, NVwZ-RR 2008, 585, 592 f. = juris Rn. 145, 157).

  • VerfGH Sachsen, 25.02.2014 - 71-I-12

    Antrag des Sächsischen Rechnungshofes gegen die Sitzverlegung nach Döbeln ist

    aa) Das verfassungsrechtliche Gebot der Organtreue ist im Grundsatz der Gewaltenteilung (Art. 3 Abs. 1 und 2 SächsVerf) verwurzelt und sichert im Geflecht der interorganschaftlichen Beziehungen die Einheit der staatlichen Ordnung (SächsVerfGH, Urteil vom 23. April 2008 - Vf. 87-I-06 - NVwZ-RR 2008, 585 [589]; Voßkuhle, NJW 1997, 2217).

    2008 - Vf. 87-I-06 - NVwZ-RR 2008, 585 [589]; Schenke, Die Verfassungsorgantreue, 1977, S. 26 f., 29; Voßkuhle, a.a.O., 2217).

    Der Grundsatz der Organtreue führt aber nicht dazu, dass die Kompetenzen des einen Verfassungsorgans durch das andere aufgehoben oder eingeschränkt werden (SächsVerfGH, Urteil vom 23. April 2008 - Vf. 87-I-06 - NVwZ-RR 2008, 585 [589]; HVerfG, Urteil vom 15. Dezember 2004 - 6/04 - juris Rn. 76) bb) Der Grundsatz der Verfassungsorgantreue ist zwar - obwohl es sich bei dem Rechnungshof nicht um ein staatsleitendes, zu verbindlichen Entscheidungen berufenes Verfassungsorgan handelt (Schwarz, a.a.O., Art. 114 Abs. 2 Rn. 77; Stern, DÖV 1990, 264; Engels, a.a.O., Art. 114 Rn. 147; Kube, a.a.O., Art. 114 Rn. 62) - auch auf den Antragsteller anwendbar.

  • VerfGH Thüringen, 02.02.2011 - VerfGH 20/09

    Staats- und Verfassungsrecht, Organstreitverfahren; Organstreitverfahren;

    f) Diese nach der Thüringer Verfassung bestehende Rechtslage zur rechtlichen Unverbindlichkeit schlichter Parlamentsbeschlüsse wird weder in der Literatur zum Thüringer Verfassungsrecht (vgl. Linck, in: Linck/Jutzi/Hopfe, Die Verfassung des Freistaats Thüringen, 1994, Art. 48 Rn. 30 f.) noch durch die Rechtsprechung zum Verfassungsrecht anderer Länder der Bundesrepublik Deutschland in Frage gestellt (vgl. BayVerfGH, Entscheidung vom 30. September 1959 - Vf. 86-VI-58 - VerfGH n. F. 12, 119 [126 f.]; Entscheidung vom 21. Juli 1965 - Vf.67-VI-63 - VerfGH 18, 79 [84]; Entscheidung vom 17. Juni 1993 - Vf.85-VI-91 - VerfGH 46, 176 [182]; BerlVerfGH, Urteil vom 22. November 2005 - 217/04 - juris Rn. 48; SächsVerfGH, Urteil vom 29. Februar 2008 - Vf. 87-I-06 - juris Rn. 111).

    Dies bedeutet aber zugleich, dass dem Grundsatz der Organtreue nur eine kompetenzschützende, nicht aber auch eine kompetenzbegründende Funktion zukommt (ThürVerfGH, Urteil vom 19. Dezember 2008 - VerfGH 35/07 - S. 30 des Umdrucks; SächsVerfGH, Urteil vom 29. Februar 2008 - Vf. 87-I-06 - juris Rn. 97).

  • VerfGH Sachsen, 27.10.2016 - 134-I-15
    Urteil vom 29. Januar 2004 - Vf. 52-I-02; Urteil vom 23. April 2008 - Vf. 87-I-06 m.w.N.;.

    23. April 2008 - Vf. 87-I-06).

  • OVG Sachsen, 19.11.2018 - 4 A 416/16

    Stadtrat; Ladung; Sitzung; Organ

    Aus dem Grundsatz erwächst den Organen einer Selbstverwaltungskörperschaft im Verhältnis zueinander die Pflicht zur Selbstbeschränkung und zu loyaler Rücksichtnahme (vgl. für den staatlichen Bereich SächsVerfGH, Beschl. v. 23. April 2008 - Vf. 87-I-06 -, juris Rn. 97 m. w. N.).
  • VerfGH Sachsen, 21.03.2013 - 95-I-12

    Sächsischer Landtag muss bei Zusammenstellung einer Reisedelegation NPD-Fraktion

    Die Beteiligten streiten über den Inhalt ihrer in einem wechselseitigen Verfassungsrechtsverhältnis gründenden Rechtspositionen (SächsVerfGH, Urteil vom 23. April 2008 - Vf. 87-I-06; vgl.
  • VerfGH Sachsen, 19.07.2012 - 102-I-11

    Zu Abgeordnetenrechten - Sächsische Staatsregierung hat Recht auf Auskunft

    Die Pflicht zur Verfassungsorgantreue, die das wechselseitige Verhältnis des Landtages und seiner Teile einerseits und der Staatsregierung und ihrer Teile andererseits beherrscht (SächsVerfGH, Urteil vom 23. April 2008 - Vf. 87-I-06 m.w.N.), hätte es ihr aber auch in diesem Fall geboten, die Frage insoweit - durch wörtliche Zitate und/oder sinngemäße Zusammenfassungen - zu beantworten, wie sie dies bei verfassungsgemäßer Wahrnehmung ihrer Verweigerungsrechte aus Art. 51 Abs. 2 SächsVerf im Hinblick auf Geheimhaltungsbedürfnisse für geboten erachten musste.
  • VerfGH Sachsen, 20.04.2010 - 54-I-09
    Hierzu gehören sämtliche internen Abstimmungs- und Willensbildungsprozesse sowie Planungen innerhalb der Staatsregierung, die der Vorbereitung von Regierungsentscheidungen dienen (SächsVerfGH Urteil vom 29. Februar 2008, Vf. 87-I-06).
  • VerfGH Sachsen, 14.01.2011 - 87-I-10

    Verletzung von der Verfassung des Freistaates Sachsen übertragener Rechte und

    VerfGH, Urteil vom 23. April 2008 - Vf. 87-I-06; st. Rspr.; vgl. zu Streitigkeiten über das Hausrecht und die Polizeigewalt eines Parlamentspräsidenten ergänzend: StGH BW, Urteil vom 28. Januar 1988, NJW 1988, 3199; H. H. Klein in Maunz-Dürig, GG, 58. Lfg.
  • VerfGH Sachsen, 02.10.2010 - 88-I-10

    Teilnahme des NPD-Abgeordneten Storr an Festakten

  • VerfGH Sachsen, 25.06.2009 - 130-I-08

    Durchsuchung des Abgeordnetenbüros eines Abgeordneten im Sächsischen Landtag

  • VerfGH Sachsen, 17.07.2014 - 94-I-14
Haben Sie eine Ergänzung? Oder haben Sie einen Fehler gefunden? Schreiben Sie uns.
Neu: Die Merklistenfunktion erreichen Sie nun über das Lesezeichen oben.
Sie können auswählen (Maus oder Pfeiltasten):
(Liste aufgrund Ihrer bisherigen Eingabe)
Komplette Übersicht