Rechtsprechung
| BVerwG, 15.09.1994 - 1 B 170.93 |
Volltextveröffentlichungen (2)
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse
- Wolters Kluwer (Leitsatz)
Beschwerdebegründung bei Divergenzrevision - Revisiongerichtliche Klärung - Verletzung der Vorschriften über die Öffentlichkeit - Verlegung eines Gerichtssaals - Materielle Rechtsauffassung des Berufungsgerichts - Verfahrensrüge - Verfahrensmangel
Wird zitiert von ... (5) Zitiert selbst (4)
- BVerwG, 12.06.1986 - 5 CB 140.83
Zurückweisung einer Nichtzulassungsbeschwerde - Bedeutung des Gebots der …
Auszug aus BVerwG, 15.09.1994 - 1 B 170.93
Das Gebot der Öffentlichkeit des gerichtlichen Verfahrens bedeutet, daß die Verhandlung in Räumen stattfinden muß, zu denen während der Dauer der Verhandlung grundsätzlich jedermann der Zutritt offensteht (Beschluß vom 12. Juni 1986 - BVerwG 5 CB 140.83 - Buchholz 424.01 § 64 FlurbG Nr. 5 m.w.N.).Eine - selbst kurzfristig beschlossene - Verlegung des Terminsortes bedarf keiner öffentlichen Bekanntgabe (Beschluß vom 12. Juni 1986, aaO.).
- BVerwG, 24.02.1977 - 2 B 60.76
Zulässigkeit und Begründetheit einer Beschwerde gegen die Nichtzulassung der …
Auszug aus BVerwG, 15.09.1994 - 1 B 170.93
Mit bloßen Angriffen gegen die Rechtsauffassung der Vorinstanz, die ihrer Entscheidung ausschließlich nichtrevisibles Landesrecht zugrundegelegt hat, kann die grundsätzliche Bedeutung der Rechtssache selbst dann nicht dargelegt werden, wenn der Kläger zur Begründung seiner abweichenden Rechtsauffassung verfassungsrechtliche Erwägungen anführt (Beschlüsse vom 24. Februar 1977 - BVerwG 2 B 60.76 - Buchholz 232 § 5 BBG Nr. 2; vom 17. August 1994 - BVerwG 1 B 146.94 -). - BVerwG, 17.08.1994 - 1 B 146.94
Anforderungen an die "Darlegung" der grundsätzlichen Bedeutung einer Rechtssache …
Auszug aus BVerwG, 15.09.1994 - 1 B 170.93
Mit bloßen Angriffen gegen die Rechtsauffassung der Vorinstanz, die ihrer Entscheidung ausschließlich nichtrevisibles Landesrecht zugrundegelegt hat, kann die grundsätzliche Bedeutung der Rechtssache selbst dann nicht dargelegt werden, wenn der Kläger zur Begründung seiner abweichenden Rechtsauffassung verfassungsrechtliche Erwägungen anführt (Beschlüsse vom 24. Februar 1977 - BVerwG 2 B 60.76 - Buchholz 232 § 5 BBG Nr. 2; vom 17. August 1994 - BVerwG 1 B 146.94 -). - OLG Hamm, 03.04.1974 - 4 Ss 17/74
Auszug aus BVerwG, 15.09.1994 - 1 B 170.93
Die vom Kläger angeführte Entscheidung des OLG Hamm (NJW 1974, 1780) betrifft einen mit dem vorliegenden nicht vergleichbaren Sachverhalt und rechtfertigt deswegen keine andere Beurteilung.
- BVerwG, 14.06.2016 - 4 B 45.15
Planfeststellungsfiktion Flughafen Köln/Bonn; Lärmschutz; Verfahrensgrundsätze
Denn auch die kurzfristig beschlossene Verlegung eines Terminsortes bedarf keiner öffentlichen Bekanntgabe (BVerwG, Beschluss vom 15. September 1994 - 1 B 170.93 - Buchholz 300 § 169 GVG Nr. 8). - BVerwG, 19.09.2023 - 9 B 14.23
Zum Merkmal der Öffentlichkeit im Sinne des § 169 Abs. 1 Satz 1 GVG
Das Merkmal der Öffentlichkeit setzt keine an jedermann gerichtete Bekanntgabe voraus, wann und wo eine Gerichtsverhandlung stattfindet (BVerwG, Beschlüsse vom 20. Juli 1972 - 4 CB 71.10 - Buchholz 310 § 55 VwGO Nr. 3, vom 3. Januar 1977 - 4 CB 70.76 - Buchholz 310 § 138 Ziff. 5 VwGO Nr. 1…, vom 17. November 1989 - 4 C 39.89 - juris Rn. 3 …und vom 14. Juni 2016 - 4 B 45.15 - juris Rn. 12); insbesondere muss die mündliche Verhandlung - entgegen der Auffassung der Beschwerde - nicht in jedem Fall durch Aushang bekanntgemacht werden (stRspr, vgl. BVerwG, Beschlüsse vom 15. September 1994 - 1 B 170.93 - Buchholz 300 § 169 GVG Nr. 8…, vom 15. März 2012 - 4 B 11.12 - juris Rn. 3 …und vom 20. Juli 2016 - 9 B 64.15 - juris Rn. 51). - OVG Niedersachsen, 07.01.2013 - 10 LA 138/12
Angabe eines erlernten, aber nicht ausgeübten Berufs im Wahlvorschlag
Denn eine Verhandlung ist nach ständiger Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts schon dann in dem von § 55 VwGO in Verbindung mit § 169 Satz 1 GVG geforderten Sinne "öffentlich", wenn sie in Räumen stattfindet, die während der Dauer der Verhandlung grundsätzlich jedermann zugänglich sind; die genannten Vorschriften gebieten nicht, dass die mündliche Verhandlung in jedem Fall durch Aushang bekannt gemacht werden muss, denn das Merkmal der Öffentlichkeit setzt eine an jedermann gerichtete Bekanntgabe, wann und wo eine Gerichtsverhandlung stattfindet, nicht voraus (vgl. BVerwG, Beschlüsse vom 15. März 2012 - BVerwG 4 B 11.12 -, BauR 2012, 1097; vom 25. Juni 1998 - BVerwG 7 B 120.98 -, Buchholz 300 § 169 GVG Nr. 9 = DVBl 1999, 95; vom 15. September 1994 - BVerwG 1 B 170.93 -, Buchholz 300 § 169 GVG Nr. 8; vom 17. November 1989 - BVerwG 4 C 39.89 -, juris; vom 3. Januar 1977 - BVerwG 4 CB 70.76 - Buchholz 310 § 138 Ziff. 5 VwGO Nr. 1; vom 25. Juli 1972 - BVerwG IV CB 60.70 -, JR 1972, 521). - BVerwG, 23.08.2016 - 4 B 25.16
Anforderungen an die Darlegung einer Verletzung des rechtlichen Gehörs im Rahmen …
Der behauptete Gehörsverstoß wäre nicht entscheidungserheblich, weil der Senat unter Hinweis auf den Beschluss des Bundesverwaltungsgerichts vom 15. September 1994 - 1 B 170.93 - (Buchholz 300 § 169 GVG Nr. 8) einen Verfahrensfehler aus rechtlichen Gründen verneint hat. - OVG Rheinland-Pfalz, 01.08.2002 - 112 A 11015/02
Keine Verletzung des Öffentlichkeitsgrundsatzes bei Verlegung der mündlichen …
Diesen Anforderungen genügt es in jedem Fall, wenn - wie hier - ein Aushang am nunmehrigen Sitzungssaal über die Verhandlung informiert oder wenn an der Pforte des Gerichts in Erfahrung gebracht werden kann, in welchem Saal des Gerichtsgebäudes die Verhandlung stattfindet (so auch BVerwG, Beschlüsse vom 15. September 1994 - 1 B 170.93 - Buchholz 300 § 169 GVG Nr. 8 …und vom 25. Juni 1998 - 7 B 120.98 - BayVBl. 1990, 187 sowie Meissner in Schoch/Schmidt-Aßmann/Pietzner, VwGO-Kommentar, Loseblatt, § 55 Rdnr. 17, Jörg Schmidt in Eyermann, VwGO-Kommentar, 11. Aufl., § 55 Rdnr. 2 und Manfred Wolf in Münchener Kommentar ZPO, 2. Aufl., § 169 GVG Rdnr. 57;… anderer Ansicht: Kissel, GVG-Kommentar, 3. Aufl., § 169 Rdnrn. 47 bis 49).
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Rechtsprechung
| OVG Bremen, 21.01.1994 - 1 B 170/93 |
Volltextveröffentlichungen (2)
- rechtsportal.de
Ausländerrecht: Ausweisung eines Ausländers wegen Heroinhandels, Ausländerrechtliche Privilegierung, Heilung der fehlenden Anhörung
- juris (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse
- Wolters Kluwer(Abodienst, Leitsatz/Tenor frei) (Leitsatz)
Ausweisungsentscheidung; Fehlende Anhörung; Privilegierung eines Ausländers; Betäubungsmitteldelikt
Verfahrensgang
- VG Bremen, 19.11.1993 - 4 V 696/93
- OVG Bremen, 21.01.1994 - 1 B 170/93
Wird zitiert von ... Zitiert selbst (5)
- BVerwG, 01.12.1987 - 1 C 29.85
Ausweisung - Strafrechtliche Verurteilung - Rechtskraft - Orientierung an der …
Auszug aus OVG Bremen, 21.01.1994 - 1 B 170/93
Die Unschuldsvermutung des Art. 6 Abs. 2 EMRK steht dem nicht entgegen, weil die Ausweisung dem Ordnungsrecht und nicht dem Strafrecht zuzuordnen ist (vgl. BVerwG, Urteil vom 01.12.1987, Buchholz 402.24 § 10 AuslG Nr. 114 = InfAuslR 1988, 34, 35;… Kanein/Renner, AuslR 6. Auflage, § 46 Rn. 11;… GK-AuslR § 46 Rn. 62 f.). - BVerwG, 22.06.1994 - 1 B 114.94
Gründe für die Zulassung der Revision - Anforderungen an die Darlegung einer …
Auszug aus OVG Bremen, 21.01.1994 - 1 B 170/93
Zum anderen sind gesteigerte Anforderungen an die Einschätzung der in Zukunft von dem Ausländer ausgehenden Gefahren zu stellen (OVG Bremen, Beschluß vom 18.11.1993 - 1 B 114/94 - m.w.N.). - OVG Bremen, 18.06.1993 - 1 B 54/93
Ausweisung eines Ausländers; Ermessensausübung; Deutsche Ehefrau
Auszug aus OVG Bremen, 21.01.1994 - 1 B 170/93
Bei Rauschgiftdelikten wird das regelmäßig anzunehmen sein (OVG Bremen, Beschluß vom 18.06.1993 - 1 B 54/93). - OVG Bremen, 24.11.1992 - 1 B 107/92
Regelausweisung; Ausländerbehördliches Ermessen; Türkischer Staatsangehöriger; …
Auszug aus OVG Bremen, 21.01.1994 - 1 B 170/93
Hat der Ausländer eine gefährliche und schwerwiegende Straftat begangen, ist eine Ausweisung auch aus generalpräventiven Gründen zulässig (vgl. OVG Bremen, Beschluß vom 24.11.1992 - 1 B 107/92 - m.w.N.). - OVG Bremen, 23.11.1993 - 1 BA 2/93
Regelausweisung
Auszug aus OVG Bremen, 21.01.1994 - 1 B 170/93
Ausschlaggebend ist, daß zur Überzeugung der Ausländerbehörde - und der ihre Entscheidung kontrollierenden Gerichte - feststeht, daß der Ausländer die in § 47 Abs. 2 Nr. 2 AuslG genannten strafbaren Handlungen verwirklicht hat (OVG Bremen, Urteil vom 23.11.1993 - 1 BA 2/93 -).
- OVG Bremen, 25.03.1999 - 1 B 65/99
Besonderes öffentliches Interesse an der sofortigen Vollziehung der …
§ 28 BremVwVfG ist auf die Anordnung der sofortigen Vollziehung entweder unmittelbar (so sie ständige Rspr des Senats,vgl. Beschl.v. 01.11.1979, DVBl 1980, 420, 422[OVG Bremen 01.11.1979 - I B 41/79];… Beschl.v.14.03.1980, a.a.O.; zuletzt Beschl.v.21.01.1994 - 1 B 170/93) oder aus rechtsstaatlichen Gründen zumindest entsprechend (NdsOVG, Beschl.v.10.06.1992, NVwZ-RR 1993, 585, 586 [OVG Niedersachsen 10.06.1992 - 7 M 3839/91];… Finkelnburg/Jank, a.a.O., Rn 774; Müller NVwZ 1998, 702f.;… Redeker/v.Oertzen, a.a.O., Rn 27 zu § 80) anwendbar.
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