Rechtsprechung
| KG, 09.09.1997 - 1 W 678/96 |
Volltextveröffentlichungen (3)
- grundeigentum-verlag.de(Abodienst, Leitsatz frei)
BGB § 2271; EGBGB Art. 26 Abs. 5, 235 § 1; RAG-DDR § 25 Abs. 2; ZGB-DDR § 389
Testamentsbindung; gemeinschaftliches Testament; Erbstatut; Nachlassspaltung; Pflichtteil; abgespaltener Nachlaß - Wolters Kluwer(Abodienst, Leitsatz/Tenor frei)
Geltendmachung eines Pflichtteilsanspruchs nach dem Tode eines Beteiligten an einem gemeinschaftlichen Testament; Entfallen der Schlusserbeneinsetzung im gemeinschaftlichen Testament nach Geltendmachung des Pflichtteilsanspruchs; Auslegungsbedürftigkeit eines ...
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse (2)
- jurpage.net (Leitsatz)
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo) (Leitsatz)
Verfahrensgang
- AG Berlin-Spandau - 62 VI 287/90
- LG Berlin, 24.11.1995 - 83 T 239/95
- KG, 09.09.1997 - 1 W 678/96
Papierfundstellen
- FamRZ 1998, 124
- Rpfleger 1998, 23
Wird zitiert von ... (5) Zitiert selbst (23)
- BayObLG, 20.03.1990 - BReg. 1a Z 65/88
Pflichtteilsstrafklausel und erbvertragliche Bindung
Kontextvorschau leider nicht verfügbar - OLG Saarbrücken, 06.01.1994 - 5 W 119/93
Auslegung eines Erbvertrages durch das Tatsachengericht und Bindung des …
Kontextvorschau leider nicht verfügbar - BayObLG, 18.09.1995 - 1Z BR 34/94
Zur Anwendung einer Verwirkungsklausel eines Ehegattenerbvertrags mit …
Kontextvorschau leider nicht verfügbar
- BGH, 05.07.1972 - IV ZR 125/70
Vermögensübertragungsvertrag nach Erbvertrag - § 2287 BGB, …
Kontextvorschau leider nicht verfügbar - BGH, 07.10.1992 - IV ZR 160/91
Auslegung eines gemeinschaftlichen Testaments
Kontextvorschau leider nicht verfügbar - BGH, 26.09.1990 - IV ZR 131/89
Verkündung einer Verfügung von Todes wegen
Kontextvorschau leider nicht verfügbar - BayObLG, 09.06.1994 - 1Z BR 117/93
Wirksamkeit der Pflichtteilsklausel eines gemeinschaftlichen Testaments
Kontextvorschau leider nicht verfügbar - BGH, 03.07.1964 - V ZR 57/62 Kontextvorschau leider nicht verfügbar
- KG, 14.01.1992 - 1 W 666/91
Erbausschlagung mit Blick auf in der ehemaligen DDR belegenen Immobiliennachlass; …
Kontextvorschau leider nicht verfügbar - OLG Saarbrücken, 10.03.1992 - 7 U 164/91
Maßstäbe für die Auslegung von Erbverträgen; Aufklärungspflicht eines Notars; …
Kontextvorschau leider nicht verfügbar - BayObLG, 20.02.1997 - 1Z BR 44/96
Auslegung notariellen Erbvertrages bei mehrdeutigen Formulierungen zur …
- KG, 17.10.1986 - 1 W 732/85
Anwendung der gesetzlichen Auslegungsregelung in Bezug auf den Einsatz als …
- OLG Stuttgart, 09.11.1978 - 8 W 507/78
Errichtung eines Ehegattentestaments ; Geltendmachung von Pflichtteilsansprüchen …
- OLG München, 16.09.1981 - 27 U 431/80
Differenzeinwand gegen eine Klageforderung; Vorschrift des § 61 Börsengesetz …
- BGH, 10.02.1960 - V ZR 39/58
Haftung des Erben eines Handelsgeschäftes für vor dem Erbfall begründete …
- KG, 16.02.1993 - 1 W 6261/91
Auslegung eines Testaments
- BGH, 10.12.1986 - IVa ZR 169/85
Einvernehmliche Aufhebung eines unter Ehegatten geschlossenen Erbvertrages
- BGH, 08.07.1981 - IVa ZR 188/80
Abgrenzung der Aufhebung eines früheren Testaments von dem Widerruf eines …
- BGH, 18.01.1995 - IV ZR 88/94
Umfang der Bindung des überlebenden Ehegatten an das gemeinschaftliche Testament
- KG, 21.11.1995 - 1 W 1609/95
Nachlaßspaltung - Testamentsanfechtung - Testamentsvollstreckung
- KG, 18.07.1995 - 1 W 7491/93
Testamentsauslegung bei interlokaler Nachlaßspaltung
- OLG Hamm, 15.05.1996 - 15 W 256/95
Nachlaßspaltung bei Vorhandensein von Grundbesitz in der ehemaligen DDR
- OLG Brandenburg, 15.10.1996 - 10 Wx 51/95
Pflicht zur Aufklärung des Sachverhalts von Amts wegen; Erblasser, die vor dem …
- OLG München, 01.12.2011 - 31 Wx 249/10
Gemeinschaftliches Testament: Wirksame Errichtung bei Beitritt des anderen …
Eine solche Formulierung enthält regelmäßig lediglich die Ermächtigung des Überlebenden über die Erbschaft unter Lebenden, nicht aber von Todes wegen frei zu verfügen (…Staudinger/Kanzleiter a.a.O. § 2271 Rn 57;… Palandt/Weidlich a.a.O. § 2271 Rn 21; BayObLG FamRZ 1985, 209; OLG Hamm OLGR 2002, 179 ff; Urteil v. 29.3.2011 - 10 U 112/10; KG FamRZ 1998, 124). - BayObLG, 05.07.2002 - 1Z BR 45/01
Ausschlagung der Erbschaft und Anfechtung der Ausschlagungserklärung bei …
Die Erbfolge ist hinsichtlich der verschiedenen Nachlassteile je für sich zu beurteilen (BayObLG FamRZ 1999, 1470/1471; 2001, 1181/1182; OLG Hamm FamRZ 1998, 121/122; KG FamRZ 1998, 124/125; Lorenz DStR 1994, 584/585; Märker ZEV 1999, 245/246). - KG, 04.02.2021 - 19 W 1118/20
Voraussetzungen für gemeinschaftliches wechselbezügliches Testament
Durch die auch im vorliegenden Fall verwendete Formulierung, dass der erbende Ehegatte "frei verwenden" könne, wird regelmäßig nur ausgedrückt, dass der erbende Ehegatte ermächtigt ist, über den Nachlass unter Lebenden frei zu verfügen, er also bei der Verwendung des Nachlasses keinerlei Beschränkungen unterliegt (vgl. nur KG, Beschluss v. 9.9.1997, 1 W 678/96;… Staudinger/Kanzleiter (2019), § 2270 BGB Rn. 26a). - OLG Frankfurt, 29.04.2021 - 20 W 3/20
Auslegung eines gemeinschaftlichen Testaments
Zunächst wird in der obergerichtlichen Rechtsprechung verbreitet - und unter Hinweis auf den von ihr angenommenen strengen Maßstab bzw. eine für geboten erachtete Zurückhaltung - die Auffassung vertreten, dass jedenfalls die häufig verwendeten Bestimmungen, wonach etwa der Überlende "frei und ungehindert über sein Vermögen verfügen" könne, "über den beiderseitigen Nachlass frei verfügen könne", oder "frei und unbeschränkt über den Nachlass verfügen" könne, mangels anderer Anhaltspunkte im Zweifel nur Ermächtigungen zur Vornahme von Verfügungen des Letztlebenden unter Lebenden enthalten sollen (vgl. etwa Schleswig-Holsteinisches Oberlandesgericht, Beschluss vom 27.01.2014, Az. 3 Wx 75/13; Oberlandesgericht Köln, Beschluss vom 09.08.2013, Az. 2 Wx 198/13, Oberlandesgericht Hamm, Beschluss vom 27.09.2001, Az. 15 W 88/01, Kammergericht, Beschluss vom 09.09.1997, Az. 1 W 678/96, jeweils zitiert nach juris; Bayerisches Oberstes Landesgericht, Beschluss vom 30.08.1984, Az. Breg. - BayObLG, 20.12.2000 - 1Z BR 153/99
Interlokalen Nachlaßspaltung
Die Erbfolge ist hinsichtlich der verschiedenen Nachlaßteile je für sich zu beurteilen (BayObLG FamRZ 1999, 1470/1471; OLG Hamm FamRZ 1998, 121/122; KG FamRZ 1998, 124/125).
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