Neue Kooperation: dejure.org × Doctrine bringen KI-Power für Aktenanalyse, Recherche und Texterstellung. Doctrine entdecken
×

Rechtsprechung
   LG Berlin, 28.11.2022 - 101 O 57/22   

Zitiervorschläge
https://dejure.org/2022,44274
LG Berlin, 28.11.2022 - 101 O 57/22 (https://dejure.org/2022,44274)
LG Berlin, Entscheidung vom 28.11.2022 - 101 O 57/22 (https://dejure.org/2022,44274)
LG Berlin, Entscheidung vom 28. November 2022 - 101 O 57/22 (https://dejure.org/2022,44274)
Tipp: Um den Kurzlink (hier: https://dejure.org/2022,44274) schnell in die Zwischenablage zu kopieren, können Sie die Tastenkombination Alt + R verwenden - auch ohne diesen Bereich zu öffnen.

Kurzfassungen/Presse

  • iprspr.mpipriv.de (Auszüge)

    BrexitAbk Art. 67; EuGVVO 1215/2012 Art. 39; EUV Art. 50; TCA (2020) Art. 123 ff.; TCA (2020) Art. 128... ; TCA (2020) Art. 135; TCA (2020) Anh. 19 Ziff. 10; UmwG § 226; ZPO § 50; ZPO § 727; ZPO § 767; ZPO § 768
    Juristische Personen und Gesellschaften --> Gesellschaftsstatut, insbesondere Rechts- und Parteifähigkeit

Besprechungen u.ä.

  • heckschen-vandeloo.de (Entscheidungsbesprechung)

    Alleingesellschafter einer Limited mit Verwaltungssitz in Deutschland haftet nach Brexit für Altverbindlichkeiten als Einzelkaufmann

Verfahrensgang

Papierfundstellen

  • NZG 2023, 706
 
Sortierung



Kontextvorschau





Hinweis: Klicken Sie auf das Sprechblasensymbol, um eine Kontextvorschau im Fließtext zu sehen. Um alle zu sehen, genügt ein Doppelklick.

Wird zitiert von ... (4)Zitiert selbst (8)

  • OLG München, 05.08.2021 - 29 U 2411/21

    Brexit-Folgen für Parteifähigkeit britischer Limiteds

    Auszug aus LG Berlin, 28.11.2022 - 101 O 57/22
    Die T. Services Ltd. ist in der Rechtsform der Limited (Kapitalgesellschaft) in Deutschland nicht mehr existent, nachdem der Übergangszeitraum bis 31. Dezember 2020 abgelaufen ist (vgl. OLG München NZG 2021, 1518 (IPRspr 2021-172) - Brexit means Brexit OLG Celle WM 2022, 1987 [sic.];… Althammer in Zöller, ZPO, 34. Aufl., § 50 Rn.).

    Limiteds, die ihre Gesellschaftsform in Deutschland nicht geändert haben (z.B. gemäß § 122m, UmwG [sic.]), führen mithin ein Doppelleben: Sie sind aus britischer Sicht weiterhin eine Limited, aus deutscher Sicht - bei einer Einmanngesellschaft - ein einzelkaufmännisches Unternehmen (vgl. Tamcke/Bauerfeind in EWiR 2022, 9).

  • BGH, 27.10.2008 - II ZR 158/06

    Trabrennbahn

    Auszug aus LG Berlin, 28.11.2022 - 101 O 57/22
    Dass die Kapitalgesellschaft eines Nicht-EU-Landes mit Verwaltungssitz in Deutschland, im Inland zwar nicht als Kapitalgesellschaft rechtsfähig ist, aber auch kein Nullum ist, sondern rechtsfähig als - wie hier bei der Einmanngesellschaft - einzelkaufmännisches Unternehmen, entspricht der Rechtsprechung des BGH (vgl. BGH NJW 2009, 289 - Trabrennbahn).
  • BGH, 17.05.2017 - VII ZB 64/16

    Vollstreckungsgläubiger muss im Zweilfel seine Personenidentität mit …

    Auszug aus LG Berlin, 28.11.2022 - 101 O 57/22
    Da ein identitätswahrender Formwechsel einer Kapitalgesellschaft in ein einzelkaufmännisches Unternehmen ohne Vermögensübertragung ( § 226 UmwG ) nicht stattgefunden hat, kommt eine für diese Fälle vorgesehene Beischreibung (vgl. BGH MDR 2016, 909; NZG 2017, 822;… Ulrici in BeckOK ZPO, 46. Ed., § 727 Rn. 18) nicht in Betracht.
  • BGH, 14.01.2016 - V ZB 148/14

    Zulässigkeit der Zwangsvollstreckung in ein Grundstück auf Grund eines auf die im …

    Auszug aus LG Berlin, 28.11.2022 - 101 O 57/22
    Da ein identitätswahrender Formwechsel einer Kapitalgesellschaft in ein einzelkaufmännisches Unternehmen ohne Vermögensübertragung ( § 226 UmwG ) nicht stattgefunden hat, kommt eine für diese Fälle vorgesehene Beischreibung (vgl. BGH MDR 2016, 909; NZG 2017, 822;… Ulrici in BeckOK ZPO, 46. Ed., § 727 Rn. 18) nicht in Betracht.
  • BFH, 13.10.2021 - I B 31/21

    Beteiligtenfähigkeit einer britischen Limited

    Auszug aus LG Berlin, 28.11.2022 - 101 O 57/22
    Unerheblich ist schließlich, dass - wie von dem Kläger behauptet - die T. Services Limited noch als Steuerrechtssubjekt behandelt wird, denn die Frage der Qualifikation als Körperschaftssteuersubjekt und Beteiligtenfähigkeit in einem finanzgerichtlichen Verfahren ist von der zivilprozessualen Rechtsfähigkeit zu unterscheiden (vgl. BFH NZG 2022, 375 (IPRspr 2008-11)).
  • EuGH, 05.11.2002 - C-208/00

    Überseering - Sitztheorie und Niederlassungsfreiheit

    Auszug aus LG Berlin, 28.11.2022 - 101 O 57/22
    Dem Eintritt dieser Rechtsfolge steht nicht die Rechtsprechung des EuGH (NZG 2002, 1164 - Überseering) zur Anwendbarkeit der Gründungstheorie (anstelle der Sitztheorie) im Geltungsbereich der Europäischen Union entgegen, da diese Rechtsprechung sich nicht auf Drittstaaten bezieht; das Vereinigte Königreich ist aber nunmehr Drittstaat.
  • BGH, 16.02.2021 - II ZB 25/17

    Eintragung der inländischen Zweigniederlassung einer Gesellschaft mit …

    Auszug aus LG Berlin, 28.11.2022 - 101 O 57/22
    Insbesondere gewährt das TCA nach dem Austritt des Vereinigten Königreiches keine Niederlassungsfreiheit, wie sie Unternehmen aus den anderen noch der EU angehörigen Staaten genießen (vgl. OLG München a.a.O., BGH NZG 2021, 702 (IPRspr 2021-117);… so auch OGH Österreich a.a.O.;… Miras in BeckOK GmbHG, 53. Ed., § 5a Rn. 15d).
  • KG, 07.09.2018 - 5 U 118/17
    Auszug aus LG Berlin, 28.11.2022 - 101 O 57/22
    Der Kläger beantragt, die Rechtsnachfolgeklauseln für das Urteil des KG vom 7.9.2018, 5 U 118/17 , den Kostenfestsetzungsbeschluss vom 9.1.2020 und den Kostenfestsetzungsbeschluss vom 30.3.2020, wie mit Schreiben des Landgerichts Berlin vom 19.5.2022, Zeichen 101 O 152/16 mitgeteilt, für unzulässig zu erklären.
  • KG, 29.08.2025 - 5 U 2/23
    Auf die Berufung des Klägers wird das am 28. November 2022 verkündete Urteil der Kammer für Handelssachen 101 des Landgerichts Berlin (jetzt: Landgericht Berlin II) - 101 O 57/22 - abgeändert und wie folgt neu gefasst:.

    Rn. 14 das Urteil des Landgerichts Berlin vom 28.11.2022, Aktenzeichen 101 O 57/22 abzuändern und die "Rechtsnachfolgeklauseln" gegen den Beklagten als Rechtsnachfolger der Beklagten zu 1) ... ... für das Urteil des Kammergerichts vom 07.09.2018, 5 U 118/17, für den Kostenfestsetzungsbeschluss vom 09.01.2020 und für den Kostenfestsetzungsbeschluss vom 30.03.2020, wie im Schreiben des Landgerichts Berlin vom 19.05.2022, Aktenzeichen 101 O 152/16 bezeichnet und mitgeteilt, für unzulässig zu erklären.

    Rn. 57 Auch im hiesigen Fall liegt eine solche Rechtsnachfolge in Form einer Anwachsung vor (…so auch Landessozialgericht für das Land Nordrhein-Westfalen, Beschluss vom 31 . August 2022 - L 4 U 78/22 B ER- , Rn. 35, juris; Lukas, NZG 2023, 706, 709 f.; Gebrich, NZI 2021, 256).

    Die Logik, wonach bei Verschmelzung stets, bei Formwechsel nie eine Gesamtrechtsnachfolge stattfindet (…vgl. Manteufel in: MHdB GesR VII, 6. Aufl., § 118 Rn. 27, 29), ist auch außerhalb des UmwG zu beachten (Lukas, NZG 2023, 706, 709 f.).

  • LG Berlin II, 18.02.2025 - 9 O 3/23

    Haftung im Insolvenzfall für Darlehensrückzahlungen bei Vereinbarung englischen …

    Rn. 243 Allerdings hat z.B. das LG Berlin, Urteil vom 28.11.2022 - 101 O 57/22 (BeckRS 2022, 37701, GWR 2023, 103) aus der modifizierten Sitztheorie, wonach die Limited nicht als "Nullum" zu behandeln sei, sondern wie eine deutsche Personengesellschaft (bzw. von der 101. Kammer im zitierten Urteil zu beurteilenden Sachverhalt wie ein Einzelkaufmann, da es dort nur einen Gesellschafter gab) tatsächlich eine persönliche Gesellschafterhaftung für Altverbindlichkeiten abgeleitet (laut Anmerkung von Ostendorf betraf die Entscheidung "erstmals sensible Haftungsfragen", GWR 2023, 103).

    Rn. 245 Es kann aber für den hiesigen Fall letztlich offenbleiben, ob man aufgrund der Sitztheorie das Haftungsregime des deutschen Personengesellschaftsrechts grundsätzlich auf vor dem Brexit entstandene Verbindlichkeiten von als Limited gegründeten Gesellschaften mit schwerpunktmäßiger Betätigung / Verwaltungssitz in Deutschland anwenden sollte (wie z.B. durch LG Berlin, Urteil vom 28.11.2022 - 101 O 57/22 bejaht, a.a.O.).

  • LG Frankfurt/Main, 31.01.2025 - 5 O 334/21
    Diesen Schutz bedarf es denknotwendig nicht mehr nach dem Austritt aus der EU (so ausdrücklich BGH, Beschluss vom 16.02.2021 - II ZB 25/17 = NZG 2021, 702; OLG München, Urteil vom 5.8.21 - 29 U 2144/21 = NZG 2021, 1518; LG Berlin, Urteil vom 28.11.2022 - 101 O 57/22 = NZG 2023, 706;… Markworth in BeckOGK BGB, § 721 Rn. 31 m.w.Nw. Merkt in MünchKomm GmbHG, § 11 GmbHG Rn. 123 ff.; a.A: OLG Stuttgart…, Urteil vom 22.07.2021 - 2 U 40/20 = BeckRS 2021, 28887 Rn. 81).

    Denn ein Statutenwechsel in eine Personengesellschaft und eine damit einhergehende unbeschränkte persönliche Haftung der Gesellschafter wurde bisher nur für die Fälle angenommen, in denen die Gesellschaft auch nach dem Ablauf der Übergangsfrist mit dem Einverständnis der Gesellschafter ihre Tätigkeit fortsetzt (so in den Fallgestaltungen, die den folgenden Entscheidungen zugrunde lagen: BGH, Beschluss vom 16.02.2021 - II ZB 25/17 = NZG 2021, 702; OLG München, Urteil vom 5.8.21 - 29 U 2144/21 = NZG 2021, 1518; LG Berlin, Urteil vom 28.11.2022 - 101 O 57/22 = NZG 2023, 706; so im Ergebnis auch Teichmann/Knaier, EuZW-Sonderausgabe 1/2020 2020, 14, 18f.).

  • VG Gießen, 09.09.2024 - 8 K 3322/23

    Zur Beteiligungsfähigkeit einer ehemaligen Limited; Voraussetzungen eines …

    Eine Fortgeltung der Gründungstheorie mit der Konsequenz der fortbestehenden Rechts- und Parteifähigkeit einer britischen Limited trotz tatsächlichem Verwaltungssitz in Deutschland wie unter der Geltung der Niederlassungsfreiheit gemäß Art. 49, 54 AEUV folgt - entgegen der Auffassung der Klägerin - auch nicht aus dem Handels- und Kooperationsabkommen zwischen der Europäischen Union und dem Vereinigten Königreich vom 24. Dezember 2020 (ABl. L 444/2020 vom 31. Dezember 2020), weil es keine Vorschriften enthält, die ausdrücklich und unmittelbar die Niederlassungsfreiheit gewähren, sondern sich aus seinem Anhang SERVIN-1 Nr. 10 vielmehr ergibt, dass die Parteien des Abkommens die Niederlassungsfreiheit gerade nicht in Bezug nehmen oder vereinbaren wollten (vgl. BGH…, Beschluss vom 15. Juni 2021 - II ZB 25/17 -, juris, Rdnr. 32; OLG München…, Urteil vom 5. August 2021 - 29 U 2411/21 Kart -, juris, Rdnr. 20 ff.; LG Berlin, Urteil vom 28. November 2022 - 101 O 57/22 -, juris).
Haben Sie eine Ergänzung? Oder haben Sie einen Fehler gefunden? Schreiben Sie uns.
dejure.org Übersicht LG Berlin
dejure.org nutzen ohne Ablenkung
Werbung abschalten. Jetzt buchen! Keine automatische Verlängerung.
Info zum PUR-Angebot
Sie können auswählen (Maus oder Pfeiltasten):
(Liste aufgrund Ihrer bisherigen Eingabe)
Komplette Übersicht