Rechtsprechung
| VGH Bayern, 26.03.2018 - 12 BV 17.1765 |
Volltextveröffentlichungen (6)
- openjur.de
- BAYERN | RECHT
BV Art. 103 Abs. 1, Art. 118 Abs. 1; VwGO § 132 Abs. 2 Nr. 3; BauNVO § 7 Abs. 3 Nr. 2, § 15 Abs. 1 S. 2
Teilweise unzulässige - ra.de
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
ZeS § 3 Abs. 3 Nr. 4; ZeS § 10
Rechtsstreit um die Erteilung von zweckentfremdungsrechtlichen Negativattesten für fünf Wohnungen; Unvermietbarkeit von Wohnungen aufgrund von erheblichen Verwahrlosungstendenzen und Lärmproblemen aufgrund der Ansiedlung einer Reihe von Vergnügungs- und Amüsierbetrieben ... - Wolters Kluwer(Abodienst, Leitsatz/Tenor frei)
Rechtsstreit um die Erteilung von zweckentfremdungsrechtlichen Negativattesten für fünf Wohnungen; Unvermietbarkeit von Wohnungen aufgrund von erheblichen Verwahrlosungstendenzen und Lärmproblemen aufgrund der Ansiedlung einer Reihe von Vergnügungs- und Amüsierbetrieben ...
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Verfahrensgang
Papierfundstellen
- NVwZ-RR 2026, 689
Wird zitiert von ... (10) Zitiert selbst (75)
- BVerwG, 17.12.2001 - 5 B 15.01
Bewohnen in einem lärmbeeinträchtigten Gebiet bei Überschreiten der …
Auszug aus VGH Bayern, 26.03.2018 - 12 BV 17.1765
Diese ist von Rechts wegen dahin intendiert, dass an die zur Freistellung vom Zweckentfremdungsverbot führende Unzumutbarkeit des Bewohnens eher hohe als geringe Anforderungen gestellt werden müssen (im Anschluss an BVerwG, U.v. 25.6.1982 - 8 C 15/80 -, NJW 1983, 640 [641];… B.v. 11.5.1994 - 8 B 50.94 -, Buchholz 454.51 MRVerbG Nr. 19, S. 22;… U.v. 23.8.1991 - 8 C 101.89 -, Buchholz 454.51 MRVerbG Nr. 17, S. 12; B.v. 17.12.2001 - 5 B 15/01 - juris, Rn. 3).Letzteres ist nur (aber eben auch stets) dann anzunehmen, wenn eine Wohnung über keinen Aufenthaltsraum auf der dem Lärm abgewandten Seite verfügt und diese deshalb nicht angemessen gelüftet werden kann bzw. auch der Einbau von Schallschutzfenstern mit Schalldämmlüftern zur fensterunabhängigen Belüftung keine wirksame Abhilfe zu schaffen vermag (im Anschluss an BVerwG, U.v. 25.6.1982 - 8 C 15/80 -, NJW 1983, 640 [641 f.];… U.v. 23.8.1991 - 8 C 101.89 -, Buchholz 454.51 MRVerbG Nr. 17, S. 12; B.v. 17.12.2001 - 5 B 15/01 - juris, Rn. 3 u. 6).
Dies liegt mit Blick auf die allgemein anzutreffenden innerstädtischen Wohnbedingungen auf der Hand und gilt nicht etwa nur hinsichtlich des Verkehrslärms, sondern auch mit Blick auf andere Immissionsbelastungen, insbesondere solche anlagebezogenen Lärms (…im Anschluss an BVerwG, B.v. 11.5.1994 - 8 B 50.94 -, Buchholz 454.51 MRVerbG Nr. 19, S. 22; U.v. 23.8.1991 - 8 C 101.89 -, Buchholz 454.51 MRVerbG Nr. 17, S. 12 und B.v. 17.12.2001 - 5 B 15/01 - juris, Rn. 5).
Dann ist es ihm zweckentfremdungsrechtlich zuzumuten, (zunächst) auf die Beseitigung des Missstandes - notfalls auch unter Inanspruchnahme gerichtlicher Hilfe - hinzuwirken (im Anschluss an BVerwG, U.v. 25.6.1982 - 8 C 15/80 -, NJW 1983, 640 [641]; B.v. 17.12.2001 - 5 B 15/01 - juris, Rn. 5).
Die aufgeworfenen Rechtsfragen sind - soweit entscheidungserheblich - in der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts (vgl. U.v. 25.6.1982 - 8 C 15/80 -, NJW 1983, 640 [641 f.]; U.v. 23.8.1991 - 8 C 101.89 -, Buchholz 454.51 MRVerbG Nr. 17; B.v. 11.5.1994 - 8 B 50.94 -, Buchholz 454.51 MRVerbG Nr. 19; B.v. 17.12.2001 - 5 B 15/01 - juris, Rn. 3 ff.) und des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs (vgl. BayVGH, B.v. 14.10.2014 - 12 BV 14.1629 -, BayVBl. 2015, 416 ff.) hinreichend geklärt.
Wann die Schwelle der Unzumutbarkeit erreicht ist, hängt vielmehr von einer Würdigung der jeweiligen Sachlage des Einzelfalls ab (vgl. BVerwG, U.v. 25.6.1982 - 8 C 15/80 -, NJW 1983, 640 [641];… B.v. 11.5.1994 - 8 B 50.94 -, Buchholz 454.51 MRVerbG Nr. 19, S. 22;… U.v. 23.8.1991 - 8 C 101.89 -, Buchholz 454.51 MRVerbG Nr. 17, S. 12; B.v. 17.12.2001 - 5 B 15/01 - juris, Rn. 3).
Rn. 145 Überschritten ist die Grenze des Zumutbaren aber jedenfalls dann, wenn die Belastung so stark ist, dass sie als "schwer und unerträglich" im eigentumsrechtlich-verfassungsrechtlichen Sinne angesehen werden muss (so auch bereits BVerwG, U.v. 25.6.1982 - 8 C 15/80 -, NJW 1983, 640 [641];… U.v. 23.8.1991 - 8 C 101.89 -, Buchholz 454.51 MRVerbG Nr. 17, S. 12; B.v. 17.12.2001 - 5 B 15/01 - juris, Rn. 3).
Letzteres ist nur (aber eben auch stets) dann anzunehmen, wenn eine Wohnung über keinen Aufenthaltsraum auf der dem Lärm abgewandten Seite verfügt und die Wohnung deshalb nicht angemessen gelüftet werden kann (vgl. BVerwG, U.v. 25.6.1982 - 8 C 15/80 -, NJW 1983, 640 [642]) bzw. auch der Einbau von Schallschutzfenstern mit Schalldämmlüftern zur fensterunabhängigen Belüftung keine wirksame Abhilfe zu schaffen vermag (vgl. BVerwG, B.v. 17.12.2001 - 5 B 15/01 - juris, Rn. 6).
Letzteres lässt sich der Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts vom 11. Mai 1994 - 8 B 50.94 -, Buchholz 454.51 MRVerbG Nr. 19, S. 22, der sich der Senat ausdrücklich anschließt, mit hinreichender Deutlichkeit entnehmen, da die Immissionsquelle Verkehrslärm dort lediglich beispielhaft ("namentlich") erwähnt wird (ebenso bereits zuvor BVerwG, U.v. 23.8.1991 - 8 C 101.89 -, Buchholz 454.51 MRVerbG Nr. 17, S. 12 und später erneut bestätigt durch BVerwG, B.v. 17.12.2001 - 5 B 15/01 - juris, Rn. 5: ["insbesondere"]).
Allerdings wäre der Klägerin ein - auch nachträglicher - Einbau derartiger Einrichtungen im Lichte des Zweckentfremdungsrechts zuzumuten (vgl. BVerwG, B.v. 17.12.2001 - 5 B 15/01 - juris, Rn. 5).
Ein die Bewohnbarkeit ausschließender Mangel bzw. Missstand ist regelmäßig unbeachtlich, wenn er nicht auf Dauer besteht, sondern sich mit zumutbaren Mitteln und vertretbarem Aufwand beheben lässt (vgl. BVerwG, U.v. 25.6.1982 - 8 C 15/80 -, NJW 1983, 640 [642]; B.v. 17.12.2001 - 5 B 15/01 - juris, Rn. 5).
Ungeachtet dessen wäre insoweit zugleich auch zu berücksichtigten, dass die Klägerin sich als Eigentümerin der Wohnungen gegen diese Lärmbelästigung nach § 906 BGB zur Wehr setzen könnte (so ausdrücklich BVerwG, B.v. 17.12.2001 - 5 B 15/01 - juris, Rn. 5) und müsste.
Der Klägerin ist es - zweckentfremdungsrechtlich - zuzumuten, auf die Beseitigung eines solchen Missstandes - notfalls auch unter Inanspruchnahme gerichtlicher Hilfe - hinzuwirken (so namentlich BVerwG, B.v. 17.12.2001 - 5 B 15/01 - juris, Rn. 5), bevor sie die Freistellung ihrer Wohnungen vom Verbot der Zweckentfremdung begehrt (vgl. hierzu auch unter 4 f.).
Rn. 335 Der zweckentfremdungsrechtliche Wohnraumbegriff (vgl. hierzu auch § 3 ZeS) setzt die Eignung der Räumlichkeiten voraus, auf Dauer bewohnt zu werden; diese Eignung fehlt Räumen, deren dauerndes Bewohnen unzulässig oder unzumutbar ist (vgl. BVerwG, U.v. 25.6.1982 - 8 C 15/80 -, NJW 1983, 640 [641]; B.v. 17.12.2001 - 5 B 15/01 - juris, Rn. 5).
Letzteres kann zwar auch Folge einer erheblichen Immissionsbelastung sein (siehe BVerwG, B.v. 11.5.1994 - 8 B 50.94 -, Buchholz 454.51 MRVerbG Nr. 19 und B.v. 17.12.2001 - 5 B 15/01 - juris, Rn. 5).
Ein die Bewohnbarkeit ausschließender Mangel bzw. Missstand ist jedoch von vornherein unbeachtlich, wenn er nicht auf Dauer besteht, sondern sich mit zumutbaren Mitteln beheben lässt (vgl. BVerwG, U.v. 25.6.1982 - 8 C 15/80 -, NJW 1983, 640 [641]; B.v. 17.12.2001 - 5 B 15/01 - juris, Rn. 5).
Dann ist es ihm zweckentfremdungsrechtlich zuzumuten, (zunächst) auf die Beseitigung des Missstandes - notfalls auch unter Inanspruchnahme gerichtlicher Hilfe - hinzuwirken (so ausdrücklich BVerwG, B.v. 17.12.2001 - 5 B 15/01 - juris, Rn. 5).
Die Klägerin muss die Beklagte zunächst auf Beseitigung etwaiger Missstände in Anspruch nehmen, bevor sie mit Aussicht auf Erfolg eine Freistellung ihrer Wohnungen vom Verbot der Zweckentfremdung begehren kann (vgl. BVerwG, B.v. 17.12.2001 - 5 B 15/01 - juris, Rn. 5).
- BVerwG, 11.05.1994 - 8 B 50.94
Verfahrensgrundrechte: Anspruch auf rechtliches Gehör; Wohnungswesen: …
Auszug aus VGH Bayern, 26.03.2018 - 12 BV 17.1765
§ 34 Abs. 1 Satz 2 Halbs. 1 BauGB bezeichnet mit dem Erfordernis der Wahrung gesunder Wohnverhältnisse - als Bestimmung von Inhalt und Schranken des Eigentums (Art. 14 Abs. 1 Satz 2 GG) - lediglich eine äußerste Grenze der zulässigen Bebauung von Grundstücken im Innenbereich (im Anschluss an BVerwG, B.v. 11.5.1994 - 8 B 50.94 -, Buchholz 454.51 MRVerbG Nr. 19, S. 22; U.v. 12.12.1990 - 4 C 40.87 -, NVwZ 1990, 879 [881]).Diese ist von Rechts wegen dahin intendiert, dass an die zur Freistellung vom Zweckentfremdungsverbot führende Unzumutbarkeit des Bewohnens eher hohe als geringe Anforderungen gestellt werden müssen (im Anschluss an BVerwG, U.v. 25.6.1982 - 8 C 15/80 -, NJW 1983, 640 [641]; B.v. 11.5.1994 - 8 B 50.94 -, Buchholz 454.51 MRVerbG Nr. 19, S. 22;… U.v. 23.8.1991 - 8 C 101.89 -, Buchholz 454.51 MRVerbG Nr. 17, S. 12;… B.v. 17.12.2001 - 5 B 15/01 - juris, Rn. 3).
Dies liegt mit Blick auf die allgemein anzutreffenden innerstädtischen Wohnbedingungen auf der Hand und gilt nicht etwa nur hinsichtlich des Verkehrslärms, sondern auch mit Blick auf andere Immissionsbelastungen, insbesondere solche anlagebezogenen Lärms (im Anschluss an BVerwG, B.v. 11.5.1994 - 8 B 50.94 -, Buchholz 454.51 MRVerbG Nr. 19, S. 22;… U.v. 23.8.1991 - 8 C 101.89 -, Buchholz 454.51 MRVerbG Nr. 17, S. 12 und B.v. 17.12.2001 - 5 B 15/01 - juris, Rn. 5).
Die aufgeworfenen Rechtsfragen sind - soweit entscheidungserheblich - in der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts (vgl. U.v. 25.6.1982 - 8 C 15/80 -, NJW 1983, 640 [641 f.]; U.v. 23.8.1991 - 8 C 101.89 -, Buchholz 454.51 MRVerbG Nr. 17; B.v. 11.5.1994 - 8 B 50.94 -, Buchholz 454.51 MRVerbG Nr. 19;… B.v. 17.12.2001 - 5 B 15/01 - juris, Rn. 3 ff.) und des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs (vgl. BayVGH, B.v. 14.10.2014 - 12 BV 14.1629 -, BayVBl. 2015, 416 ff.) hinreichend geklärt.
§ 34 Abs. 1 Satz 2 Halbs. 1 BauGB bezeichnet mit dem Erfordernis der Wahrung gesunder Wohnverhältnisse - als Bestimmung von Inhalt und Schranken des Eigentums (Art. 14 Abs. 1 Satz 2 GG) - lediglich eine äußerste Grenze der zulässigen Bebauung von Grundstücken im Innenbereich (vgl. BVerwG, B.v. 11.5.1994 - 8 B 50.94 -, Buchholz 454.51 MRVerbG Nr. 19, S. 22; U.v. 12.12.1990 - 4 C 40.87 -, NVwZ 1990, 879 [881]).
Das liegt mit Blick auf allgemein anzutreffende innerstädtische Wohnbedingungen auf der Hand (so ausdrücklich BVerwG, B.v. 11.5.1994 - 8 B 50.94 -, Buchholz 454.51 MRVerbG Nr. 19, S. 22 m.w.N.) und wird auch vom erkennenden Senat - nachdem das Zweckentfremdungsrecht mit der Föderalismusreform I im Jahre 2006 in die ausschließliche Zuständigkeit der Länder überführt wurde (…vgl. hierzu Degenhart, in: Sachs, GG, 7. Aufl. 2014, Art. 74 Rn. 81), der Freistaat Bayern von dieser Kompetenz mit dem Gesetz über das Verbot der Zweckentfremdung von Wohnraum (ZwEWG) vom 10. Dezember 2007, zuletzt geändert durch Gesetz vom 19. Juni 2017, GVBl. 182 Gebrauch gemacht hat (…vgl. auch Lt-Drucks. 15/8369, S. 1 u. 6) und dieses Rechtsgebiet deshalb nunmehr irrevisibles Landesrecht darstellt - weiterhin in gleicher Weise beurteilt.
Rn. 144 Unter welchen Voraussetzungen im Einzelnen aus dem Vorhandensein einer Immissionsbelastung die Unzumutbarkeit eines dauernden Bewohnens folgt, lässt sich nicht generell festlegen; insbesondere kann eine Grenze insoweit nicht zahlenmäßig fixiert werden (so auch bereits BVerwG, U.v. 25.6.1982 - 8 C 15/80 -, NJW 1983, 640 [641]; B.v. 11.5.1994 - 8 B 50.94 -, Buchholz 454.51 MRVerbG Nr. 19, S. 22;… U.v. 23.8.1991 - 8 C 101.89 -, Buchholz 454.51 MRVerbG Nr. 17, S. 12).
Wann die Schwelle der Unzumutbarkeit erreicht ist, hängt vielmehr von einer Würdigung der jeweiligen Sachlage des Einzelfalls ab (vgl. BVerwG, U.v. 25.6.1982 - 8 C 15/80 -, NJW 1983, 640 [641]; B.v. 11.5.1994 - 8 B 50.94 -, Buchholz 454.51 MRVerbG Nr. 19, S. 22;… U.v. 23.8.1991 - 8 C 101.89 -, Buchholz 454.51 MRVerbG Nr. 17, S. 12;… B.v. 17.12.2001 - 5 B 15/01 - juris, Rn. 3).
Diese ist von Rechts wegen dahin intendiert, dass an die zur Freistellung vom Zweckentfremdungsverbot führende Unzumutbarkeit des Bewohnens eher hohe als geringe Anforderungen gestellt werden müssen (so ausdrückl. auch bereits BVerwG, U.v. 25.6.1982 - 8 C 15/80 -, NJW 1983, 640 [641]; B.v. 11.5.1994 - 8 B 50.94 -, Buchholz 454.51 MRVerbG Nr. 19, S. 22;… U.v. 23.8.1991 - 8 C 101.89 -, Buchholz 454.51 MRVerbG Nr. 17, S. 12).
Denn ein Eigentümer, dem zwar die Unbewohnbarkeit der von ihm für eine Zweckentfremdung vorgesehenen Räume nicht zugestanden werden kann, braucht sich gleichwohl des Zweckentfremdungsverbot nicht entgegenhalten zu lassen, wenn die Räume vom Markt als Wohnung nicht mehr angenommen werden (vgl. auch bereits BVerwG, U.v. 25.6.1982 - 8 C 15/80 -, NJW 1983, 640 [641];… B.v. 23.8.1991 - 8 C 101.89 -, Buchholz 454.51 MRVerbG Nr. 17, S. 12; B.v. 11.5.1994 - 8 B 50.94 -, Buchholz 454.51 MRVerbG Nr. 19, S. 22; siehe auch § 3 Abs. 3 Nr. 7 ZeS a.F. - nunmehr unmittelbar Art. 2 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1, 2. Alt. ZwEWG i.V.m. § 5 Abs. 2, 2. Alt. ZES).
Von dieser Kompetenz macht der Senat in Übereinstimmung mit der zum früheren Zweckentfremdungsrecht des Bundes ergangenen Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts Gebrauch, die aufgrund der Besonderheiten innerstädtischer Wohnbedingungen ebenfalls nicht auf den Schutz von Außenwohnbereichen abhob, sondern in gleicher Weise wie auch der erkennende Senat ausschließlich auf die Einhaltung sog. "Innen"-Pegel abstellte (so ausdrücklich BVerwG, B.v. 11.5.1994 - 8 B 50.94 -, Buchholz 454.51 MRVerbG Nr. 19, S. 22 m.w.N.;… siehe auch bereits BayVGH, B.v. 14.10.2014 - 12 BV 14.1629 -, BayVBl 2015, 416 [417] Rn. 31).
Dabei ist für den Bereich des Zweckentfremdungsrechts - wie bereits erwähnt - maßgeblich indes nicht auf den "Außen"-Wohn-, sondern auf den "Innen"-Wohnbereich" (sog. "Innenpegel") abzustellen (so auch bereits BVerwG, B.v. 11.5.1994 - 8 B 50.94 -, Buchholz 454.51 MRVerbG Nr. 19, S. 22; U.v. 12.12.1990 - 4 C 40.87 -, NVwZ 1991, 879 [881]).
Dies liegt mit Blick auf die allgemein anzutreffenden innerstädtischen Wohnbedingungen auf der Hand (so ausdrückl. BVerwG, B.v. 11.5.1994 - 8 B 50.94 -, Buchholz 454.51 MRVerbG Nr. 19, S. 22 m.w.N.) und gilt nicht etwa nur hinsichtlich des Verkehrslärms, sondern auch mit Blick auf andere Immissionsbelastungen, insbesondere solche anlagebezogenen Lärms.
Letzteres lässt sich der Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts vom 11. Mai 1994 - 8 B 50.94 -, Buchholz 454.51 MRVerbG Nr. 19, S. 22, der sich der Senat ausdrücklich anschließt, mit hinreichender Deutlichkeit entnehmen, da die Immissionsquelle Verkehrslärm dort lediglich beispielhaft ("namentlich") erwähnt wird (…ebenso bereits zuvor BVerwG, U.v. 23.8.1991 - 8 C 101.89 -, Buchholz 454.51 MRVerbG Nr. 17, S. 12 und später erneut bestätigt durch BVerwG, B.v. 17.12.2001 - 5 B 15/01 - juris, Rn. 5: ["insbesondere"]).
Vielmehr hat das Bundesverwaltungsgericht für diesen Rechtsbereich bereits abschließend entschieden, dass für die Wahrung gesunder Wohnverhältnisse (§ 34 Abs. 1 Satz 2 Halbs. 1 BauGB) mit Blick auf die allgemein anzutreffenden innerstädtischen Wohnbedingungen nicht auf den Schutz von Außenwohnbereichen abgestellt werden kann (so ausdrückl. BVerwG, B.v. 11.5.1994 - 8 B 50.94 -, Buchholz 454.51 MRVerbG Nr. 19, S. 22 m.w.N.).
An eine zur Freistellung vom Verbot der Zweckentfremdung führende Unzumutbarkeit des Bewohnens sind im Lichte der Zwecksetzung dieses Rechtsinstituts, nämlich der Erhaltung typischerweise langjährig genutzten Wohnraumbestandes gerade auch im Innenbereich, tendenziell hohe Anforderungen zu stellen (vgl. BVerwG, U.v. 25.6.1982 - 8 C 15/80 -, NJW 1983, 640 [641]; B.v. 11.5.1994 - 8 B 50.94 -, Buchholz 454.51 MRVerbG Nr. 19, S. 22;… U.v. 23.8.1991 - 8 C 101.89 -, Buchholz 454.51 MRVerbG Nr. 17, S. 12).
Von dieser Kompetenz macht der Senat in Übereinstimmung mit der zum früheren Zweckentfremdungsrecht des Bundes ergangenen Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts Gebrauch, die aufgrund der Besonderheiten innerstädtischer Wohnbedingungen ebenfalls nicht auf den Schutz von Außenwohnbereichen abhob, sondern in gleicher Weise wie auch der erkennende Senat ausschließlich auf die Einhaltung sog. "Innen"-Pegel abstellte (so ausdrücklich BVerwG, B.v. 11.5.1994 - 8 B 50.94 -, Buchholz 454.51 MRVerbG Nr. 19, S. 22 m.w.N.;… siehe auch bereits BayVGH, B.v. 14.10.2014 - 12 BV 14.1629 -, BayVBl. 2015, 416 [417] Rn. 31).
Letzteres kann zwar auch Folge einer erheblichen Immissionsbelastung sein (siehe BVerwG, B.v. 11.5.1994 - 8 B 50.94 -, Buchholz 454.51 MRVerbG Nr. 19 und B.v. 17.12.2001 - 5 B 15/01 - juris, Rn. 5).
- BVerwG, 29.11.2012 - 4 C 8.11
Gemengelage; Immissionsrichtwert; passiver Lärmschutz; maßgeblicher …
Auszug aus VGH Bayern, 26.03.2018 - 12 BV 17.1765
Rn. 16 Soweit der Klägerbevollmächtigte unter Hinweis auf die Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts vom 29. November 2012 - 4 C 8/11 -, BVerwGE 145, 145 einwende, dass es keine Obliegenheit zur Vornahme "architektonischer Selbsthilfe" durch Maßnahmen des passiven Schallschutzes gebe, stehe dies ebenfalls nicht entgegen.Auf eine "architektonische Selbsthilfe" dürfe die Klägerin nach der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts (U.v. 29.11.2012 - 4 C 8/11 -, BVerwGE 145, 145 ff.) nicht verwiesen werden.
So habe er beispielsweise entgegen BVerwGE 145, 145 ff. eine "architektonische Selbsthilfe" durch passive Schallschutzmaßnahmen für zulässig gehalten, die außerhalb seines Auftrags liegende Spekulation angestellt, es handele sich bei der geöffneten Hintertür des Clubs "C. m. D." möglicherweise nicht um einen genehmigungsrechtlich zulässigen Betriebszustand, ferner den Vorschlag gemacht, durch eine Umorganisation der Anlieferung des Caterings Immissionen für die Nachbarschaft effektiv zu verhindern und entgegen der Rechtslage und Gutachtenpraxis eine Reihe von relevanten Lärmquellen aus der Beurteilung nach der TA-Lärm ausgeklammert, wie etwa den Parkplatzlärm und die sog. verhaltensbezogenen Ereignisse.
Hält der Sachverständige dies für realistisch? (6) Zu welchen Ergebnissen würde der Sachverständige - unabhängig von einer Schließung der Hintertür des Clubs "C. m. D." - nach der TA-Lärm für die fünf Wohnungen kommen, wenn er so vorgehen würde wie die Beklagte bei ihren Messungen 2008 (d.h. zunächst den Gesamtlärm zu erfassen und dann im Wege einer logarithmischen Substraktion den Fremdgeräuschanteil, also den eigentlichen Verkehrslärm, davon abziehen würde)? (7) War dem Sachverständigen bei Abfassung seines Gutachtens vom Januar 2017 das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 29. November 2012 - 4 C 8/11 - BVerwGE 145, 145 bekannt, wonach "architektonische Selbsthilfe" durch passive Schallschutzmaßnahmen wie Schallschutzfenster u.a. zur Einhaltung der Immissionswerte nach TA-Lärm nicht zulässig ist? (8) Verfügt der Sachverständige über schriftliche Notizen, Ton- und Bildaufzeichnungen, die anlässlich der Gutachtenerstellung angefallen sind und die er dem Gericht bislang noch nicht vorgelegt hat? (Verfahrensantrag 4).
Rn. 168 Anhaltspunkte dafür, dass der Sachverständige einseitig die Interessen der Beklagten im Auge gehabt hätte, etwa dadurch, dass er entgegen BVerwGE 145, 145 ff. eine sog. "architektonische Selbsthilfe" für zulässig erachtet, außerhalb seines Auftrags liegende Spekulationen über den genehmigungsrechtlich zulässigen Betriebszustand der geöffneten Hintertür des Clubs "C. m. D." angestellt und den Vorschlag gemacht habe, durch eine Umorganisation der Anlieferung des Caterings Immissionen für die Nachbarschaft effektiv zu verhindern, lassen sich vorliegend ebenfalls nicht feststellen.
Rn. 171 3. Dem vermag die Klägerin nicht unter Berufung auf die Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts vom 29. November 2012 - 4 C 8/11 -, BVerwGE 145, 145 ff. mit Erfolg entgegenzuhalten, sie habe hinsichtlich des von den Vergnügungsstätten ausgehenden anlagebezogenen Lärms (auch) Anspruch auf Einhaltung der Außen-Immissionsrichtwerte der TA-Lärm und müsse sich nicht auf Maßnahmen der "architektonischen Selbsthilfe", also passiven Lärmschutz durch Schallschutzfenster und dergleichen mehr, mit anderen Worten auf die Einhaltung bloßer "Innen"-Pegel verweisen lassen.
Rn. 172 In der Tat ist der vorgenannten Entscheidung des für das Baurecht (nicht aber das Zweckentfremdungsrecht) zuständigen 4. Senats des Bundesverwaltungsgerichts mit unmissverständlicher Deutlichkeit zu entnehmen, dass das Rücksichtnahmegebot des § 15 Abs. 1 Satz 2 Alt. 2 BauNVO im Anwendungsbereich der TA-Lärm nicht (mehr) die Möglichkeit eröffnet, der durch einen Gewerbebetrieb verursachten Überschreitung der Außen-Immissionsrichtwerte bei einem Wohnbauvorhaben durch Anordnung von (lediglich) passivem Lärmschutz zu begegnen (BVerwG, U.v. 29.11.2012 - 4 C 8/11 -, BVerwGE 145, 145 [150] Rn. 20 f).
Für eine einzelfallbezogene Beurteilung der Schädlichkeitsgrenze aufgrund tatrichterlicher Würdigung lässt das normkonkretisierende Regelungskonzept der TA-Lärm nach Auffassung des 4. Senats nur insoweit Raum, als es insbesondere durch Kann-Vorschriften und Bewertungsspannen Spielräume eröffnet (so BVerwG, U.v. 29.11.2012 - 4 C 8/11 -, BVerwGE 145, 145 [148 f.] Rn. 18;… U.v. 29.8.2007 -, BVerwGE 129, 209 [211] Rn. 12 m.w.N.).
Sie können durch passive Schallschutzmaßnahmen nicht beeinflusst werden, weshalb auf - durch passive Schallschutzmaßnahmen beeinflussbare - Innen-Immissionswerte nicht abgestellt werden kann (so ausdrücklich BVerwG, U.v. 29.11.2012 - 4 C 8/11 -, BVerwGE 145, 145 [150] Rn. 20).
Damit sichert die TA-Lärm von vorneherein für Wohnnutzungen einen Mindestwohnkomfort, der darin besteht, Fenster trotz der vorhandenen Lärmquellen öffnen zu können und eine natürliche Belüftung sowie einen erweiterten Sichtkontakt nach außen zu ermöglichen, ohne dass die Kommunikationssituation im Innern oder das Ruhebedürfnis und der Schlaf nachhaltig gestört werden können (so BVerwG, U.v. 29.11.2012 - 4 C 8/11 -, BVerwGE 145, 145 [151] Rn. 24).
Rn. 173 Allerdings verkennt die Klägerin, dass der 4. Senat des Bundesverwaltungsgerichts die Bindungswirkung der TA-Lärm für die Bestimmung der Zumutbarkeitsgrenze in Nachbarkonflikten, wie sie das in § 15 Abs. 1 Satz 2 BauNVO konkretisierte Rücksichtnahmegebot erfordert, ausdrücklich auf "das Baurecht im Umfang seines Regelungsbereichs" beschränkt hat (vgl. BVerwG, U.v. 29.11.2012 - 4 C 8/11 -, BVerwGE 145, 145 [149] Rn. 19).
Rn. 176 Der erkennende Senat sieht sich in dieser Auffassung auch durch das Urteil des 4. Senats des Bundesverwaltungsgerichts vom 29. November 2012 - 4 C 8/11 -, BVerwGE 145, 145 [149] Rn. 19 selbst bestätigt, der den Geltungsanspruch seiner Entscheidung ausdrücklich auf "das Baurecht im Umfang seines Anwendungsbereichs" beschränkt hat.
Rn. 178 4. Ungeachtet dessen könnte vorliegend jedoch auch eine Erstreckung der in der Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts vom 29. November 2012 - 4 C 8/11 -, BVerwGE 145, 145 ff. - entfalteten Maßstäbe und Grundsätze auf das Zweckentfremdungsrecht und die behauptete Konfliktlage (sog. "Außen"-Pegelbetrachtung) zu keiner anderen Beurteilung in der Sache führen, wie die nachfolgenden - lediglich hilfsweise anzustellenden - Erwägungen ergeben:.
Hält der Sachverständige dies für realistisch? (6) Zu welchen Ergebnissen würde der Sachverständige - unabhängig von einer Schließung der Hintertür des Clubs "C. m. D." - nach der TA-Lärm für die fünf Wohnungen kommen, wenn er so vorgehen würde wie die Beklagte bei ihren Messungen 2008 (d.h. zunächst den Gesamtlärm zu erfassen und dann im Wege einer logarithmischen Subtraktion den Fremdgeräuschanteil, also den eigentlichen Verkehrslärm, davon abziehen würde)? (7) War dem Sachverständigen bei Abfassung seines Gutachtens vom Januar 2017 das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 29. November 2012 - 4 C 8/11 - BVerwGE 145, 145 bekannt, wonach "architektonische Selbsthilfe" durch passive Schallschutzmaßnahmen wie Schallschutzfenster u.a. zur Einhaltung der Immissionswerte nach TA-Lärm nicht zulässig ist? (8) Verfügt der Sachverständige über schriftliche Notizen, Ton- und Bildaufzeichnungen, die anlässlich der Gutachtenerstellung angefallen sind und die er dem Gericht bislang noch nicht vorgelegt hat? (Verfahrensantrag 4),.
Rn. 334 f) Ungeachtet aller bisherigen und weiteren Erwägungen gilt: Selbst dann, wenn man entgegen der Rechtsauffassung des Senats zugunsten der Klägerin unterstellen würde, dass sich bei Übertragung der vom 4. Senat des Bundesverwaltungsgerichts in der Entscheidung vom 29. November 2012 - 4 C 8/11 -, BVerwGE 145, 145 ff. - entfalteten Maßstäbe und Grundsätze auch auf das Zweckentfremdungsrecht und der Einbeziehung weiterer Lärmquellen, insbesondere des "Zu- und Abgangsverkehrs", des "Parkplatzlärms" und der sog. "verhaltensbezogenen Ereignisse", vorliegend tatsächlich eine signifikante Überschreitung der Richtwerte der TA-Lärm ergäbe, könnte dies ebenfalls zu keiner anderen Entscheidung in der Sache führen, wie sich im Einzelnen aus folgendem ergibt:.
- BVerwG, 25.06.1982 - 8 C 15.80
Rechtsfolge des Unterlassens einer rechtzeitigen Verfahrensrüge gem. § 295 …
Auszug aus VGH Bayern, 26.03.2018 - 12 BV 17.1765
Diese ist von Rechts wegen dahin intendiert, dass an die zur Freistellung vom Zweckentfremdungsverbot führende Unzumutbarkeit des Bewohnens eher hohe als geringe Anforderungen gestellt werden müssen (im Anschluss an BVerwG, U.v. 25.6.1982 - 8 C 15/80 -, NJW 1983, 640 [641];… B.v. 11.5.1994 - 8 B 50.94 -, Buchholz 454.51 MRVerbG Nr. 19, S. 22;… U.v. 23.8.1991 - 8 C 101.89 -, Buchholz 454.51 MRVerbG Nr. 17, S. 12;… B.v. 17.12.2001 - 5 B 15/01 - juris, Rn. 3).Letzteres ist nur (aber eben auch stets) dann anzunehmen, wenn eine Wohnung über keinen Aufenthaltsraum auf der dem Lärm abgewandten Seite verfügt und diese deshalb nicht angemessen gelüftet werden kann bzw. auch der Einbau von Schallschutzfenstern mit Schalldämmlüftern zur fensterunabhängigen Belüftung keine wirksame Abhilfe zu schaffen vermag (im Anschluss an BVerwG, U.v. 25.6.1982 - 8 C 15/80 -, NJW 1983, 640 [641 f.];… U.v. 23.8.1991 - 8 C 101.89 -, Buchholz 454.51 MRVerbG Nr. 17, S. 12;… B.v. 17.12.2001 - 5 B 15/01 - juris, Rn. 3 u. 6).
Dann ist es ihm zweckentfremdungsrechtlich zuzumuten, (zunächst) auf die Beseitigung des Missstandes - notfalls auch unter Inanspruchnahme gerichtlicher Hilfe - hinzuwirken (im Anschluss an BVerwG, U.v. 25.6.1982 - 8 C 15/80 -, NJW 1983, 640 [641];… B.v. 17.12.2001 - 5 B 15/01 - juris, Rn. 5).
Die aufgeworfenen Rechtsfragen sind - soweit entscheidungserheblich - in der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts (vgl. U.v. 25.6.1982 - 8 C 15/80 -, NJW 1983, 640 [641 f.]; U.v. 23.8.1991 - 8 C 101.89 -, Buchholz 454.51 MRVerbG Nr. 17; B.v. 11.5.1994 - 8 B 50.94 -, Buchholz 454.51 MRVerbG Nr. 19;… B.v. 17.12.2001 - 5 B 15/01 - juris, Rn. 3 ff.) und des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs (vgl. BayVGH, B.v. 14.10.2014 - 12 BV 14.1629 -, BayVBl. 2015, 416 ff.) hinreichend geklärt.
Rn. 144 Unter welchen Voraussetzungen im Einzelnen aus dem Vorhandensein einer Immissionsbelastung die Unzumutbarkeit eines dauernden Bewohnens folgt, lässt sich nicht generell festlegen; insbesondere kann eine Grenze insoweit nicht zahlenmäßig fixiert werden (so auch bereits BVerwG, U.v. 25.6.1982 - 8 C 15/80 -, NJW 1983, 640 [641];… B.v. 11.5.1994 - 8 B 50.94 -, Buchholz 454.51 MRVerbG Nr. 19, S. 22;… U.v. 23.8.1991 - 8 C 101.89 -, Buchholz 454.51 MRVerbG Nr. 17, S. 12).
Wann die Schwelle der Unzumutbarkeit erreicht ist, hängt vielmehr von einer Würdigung der jeweiligen Sachlage des Einzelfalls ab (vgl. BVerwG, U.v. 25.6.1982 - 8 C 15/80 -, NJW 1983, 640 [641];… B.v. 11.5.1994 - 8 B 50.94 -, Buchholz 454.51 MRVerbG Nr. 19, S. 22;… U.v. 23.8.1991 - 8 C 101.89 -, Buchholz 454.51 MRVerbG Nr. 17, S. 12;… B.v. 17.12.2001 - 5 B 15/01 - juris, Rn. 3).
Diese ist von Rechts wegen dahin intendiert, dass an die zur Freistellung vom Zweckentfremdungsverbot führende Unzumutbarkeit des Bewohnens eher hohe als geringe Anforderungen gestellt werden müssen (so ausdrückl. auch bereits BVerwG, U.v. 25.6.1982 - 8 C 15/80 -, NJW 1983, 640 [641];… B.v. 11.5.1994 - 8 B 50.94 -, Buchholz 454.51 MRVerbG Nr. 19, S. 22;… U.v. 23.8.1991 - 8 C 101.89 -, Buchholz 454.51 MRVerbG Nr. 17, S. 12).
Denn ein Eigentümer, dem zwar die Unbewohnbarkeit der von ihm für eine Zweckentfremdung vorgesehenen Räume nicht zugestanden werden kann, braucht sich gleichwohl des Zweckentfremdungsverbot nicht entgegenhalten zu lassen, wenn die Räume vom Markt als Wohnung nicht mehr angenommen werden (vgl. auch bereits BVerwG, U.v. 25.6.1982 - 8 C 15/80 -, NJW 1983, 640 [641];… B.v. 23.8.1991 - 8 C 101.89 -, Buchholz 454.51 MRVerbG Nr. 17, S. 12;… B.v. 11.5.1994 - 8 B 50.94 -, Buchholz 454.51 MRVerbG Nr. 19, S. 22; siehe auch § 3 Abs. 3 Nr. 7 ZeS a.F. - nunmehr unmittelbar Art. 2 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1, 2. Alt. ZwEWG i.V.m. § 5 Abs. 2, 2. Alt. ZES).
Rn. 145 Überschritten ist die Grenze des Zumutbaren aber jedenfalls dann, wenn die Belastung so stark ist, dass sie als "schwer und unerträglich" im eigentumsrechtlich-verfassungsrechtlichen Sinne angesehen werden muss (so auch bereits BVerwG, U.v. 25.6.1982 - 8 C 15/80 -, NJW 1983, 640 [641];… U.v. 23.8.1991 - 8 C 101.89 -, Buchholz 454.51 MRVerbG Nr. 17, S. 12;… B.v. 17.12.2001 - 5 B 15/01 - juris, Rn. 3).
Letzteres ist nur (aber eben auch stets) dann anzunehmen, wenn eine Wohnung über keinen Aufenthaltsraum auf der dem Lärm abgewandten Seite verfügt und die Wohnung deshalb nicht angemessen gelüftet werden kann (vgl. BVerwG, U.v. 25.6.1982 - 8 C 15/80 -, NJW 1983, 640 [642]) bzw. auch der Einbau von Schallschutzfenstern mit Schalldämmlüftern zur fensterunabhängigen Belüftung keine wirksame Abhilfe zu schaffen vermag (…vgl. BVerwG, B.v. 17.12.2001 - 5 B 15/01 - juris, Rn. 6).
Ein die Bewohnbarkeit ausschließender Mangel bzw. Missstand ist regelmäßig unbeachtlich, wenn er nicht auf Dauer besteht, sondern sich mit zumutbaren Mitteln und vertretbarem Aufwand beheben lässt (vgl. BVerwG, U.v. 25.6.1982 - 8 C 15/80 -, NJW 1983, 640 [642];… B.v. 17.12.2001 - 5 B 15/01 - juris, Rn. 5).
An eine zur Freistellung vom Verbot der Zweckentfremdung führende Unzumutbarkeit des Bewohnens sind im Lichte der Zwecksetzung dieses Rechtsinstituts, nämlich der Erhaltung typischerweise langjährig genutzten Wohnraumbestandes gerade auch im Innenbereich, tendenziell hohe Anforderungen zu stellen (vgl. BVerwG, U.v. 25.6.1982 - 8 C 15/80 -, NJW 1983, 640 [641];… B.v. 11.5.1994 - 8 B 50.94 -, Buchholz 454.51 MRVerbG Nr. 19, S. 22;… U.v. 23.8.1991 - 8 C 101.89 -, Buchholz 454.51 MRVerbG Nr. 17, S. 12).
Rn. 335 Der zweckentfremdungsrechtliche Wohnraumbegriff (vgl. hierzu auch § 3 ZeS) setzt die Eignung der Räumlichkeiten voraus, auf Dauer bewohnt zu werden; diese Eignung fehlt Räumen, deren dauerndes Bewohnen unzulässig oder unzumutbar ist (vgl. BVerwG, U.v. 25.6.1982 - 8 C 15/80 -, NJW 1983, 640 [641];… B.v. 17.12.2001 - 5 B 15/01 - juris, Rn. 5).
Ein die Bewohnbarkeit ausschließender Mangel bzw. Missstand ist jedoch von vornherein unbeachtlich, wenn er nicht auf Dauer besteht, sondern sich mit zumutbaren Mitteln beheben lässt (vgl. BVerwG, U.v. 25.6.1982 - 8 C 15/80 -, NJW 1983, 640 [641];… B.v. 17.12.2001 - 5 B 15/01 - juris, Rn. 5).
- BVerwG, 26.06.2017 - 6 B 54.16
Ausforschungsantrag; Beweisantrag; Beweisermittlungsantrag; Chancengleichheit; …
Auszug aus VGH Bayern, 26.03.2018 - 12 BV 17.1765
Impliziten Behauptungen, die ohne jede tatsächliche Grundlage erhoben und ohne jedes Eingehen auf sie entkräftende Gegenargumente aufrechterhalten werden, braucht das Gericht nicht nachzugehen (vgl. BVerwG, Bv. 25.1.1988 - 7 CB 81/87 -, NJW 1988, 1746; B.v. 26.6.2017 - 6 B 54/16 -, NVwZ 2017, 1388 [1389] Rn. 7 a.E.).Behauptungen, die ohne jede tatsächliche Grundlage erhoben und ohne jedes Eingehen auf sie entkräftende Gegenargumente aufrechterhalten werden, braucht das Gericht nicht nachzugehen (vgl. BVerwG, Bv. 25.1.1988 - 7 CB 81/87 -, NJW 1988, 1746; B.v. 26.6.2017 - 6 B 54/16 -, NVwZ 2017, 1388 [1389] Rn. 7 a.E.).
Behauptungen, die ohne jede tatsächliche Grundlage erhoben und ohne jedes Eingehen auf sie entkräftende Gegenargumente aufrechterhalten werden, braucht das Gericht nicht nachzugehen (vgl. BVerwG, Bv. 25.1.1988 - 7 CB 81/87 -, NJW 1988, 1746; B.v. 26.6.2017 - 6 B 54/16 -, NVwZ 2017, 1388 [1389] Rn. 7 a.E.).
Behauptungen, die ohne jede tatsächliche Grundlage erhoben und ohne jedes Eingehen auf sie entkräftende Gegenargumente aufrechterhalten werden, braucht das Gericht nicht nachzugehen (vgl. BVerwG, Bv. 25.1.1988 - 7 CB 81/87 -, NJW 1988, 1746; B.v. 26.6.2017 - 6 B 54/16 -, NVwZ 2017, 1388 [1389] Rn. 7 a.E.).
Behauptungen, die ohne jede tatsächliche Grundlage erhoben und ohne jedes Eingehen auf sie entkräftende Gegenargumente aufrechterhalten werden, braucht das Gericht nicht nachzugehen (vgl. BVerwG, Bv. 25.1.1988 - 7 CB 81/87 -, NJW 1988, 1746; B.v. 26.6.2017 - 6 B 54/16 -, NVwZ 2017, 1388 [1389] Rn. 7 a.E.).
Behauptungen, die ohne jede tatsächliche Grundlage erhoben und ohne jedes Eingehen auf sie entkräftende Gegenargumente aufrechterhalten werden, braucht das Gericht nicht nachzugehen (vgl. BVerwG, Bv. 25.1.1988 - 7 CB 81/87 -, NJW 1988, 1746; B.v. 26.6.2017 - 6 B 54/16 -, NVwZ 2017, 1388 [1389] Rn. 7 a.E.).
Behauptungen, die ohne jede tatsächliche Grundlage erhoben und ohne jedes Eingehen auf sie entkräftende Gegenargumente aufrechterhalten werden, braucht das Gericht nicht nachzugehen (vgl. BVerwG, Bv. 25.1.1988 - 7 CB 81/87 -, NJW 1988, 1746; B.v. 26.6.2017 - 6 B 54/16 -, NVwZ 2017, 1388 [1389] Rn. 7 a.E.).
Behauptungen, die ohne jede tatsächliche Grundlage erhoben und ohne jedes Eingehen auf sie entkräftende Gegenargumente aufrechterhalten werden, braucht das Gericht nicht nachzugehen (vgl. BVerwG, Bv. 25.1.1988 - 7 CB 81/87 -, NJW 1988, 1746; B.v. 26.6.2017 - 6 B 54/16 -, NVwZ 2017, 1388 [1389] Rn. 7 a.E.).
Einer - wie hier - ohne jede Auseinandersetzung mit den bekannten Gegenargumenten "ins Blaue hinein" aufgestellten Behauptung ist nicht weiter nachzugehen (vgl. BVerwG, Bv. 25.1.1988 - 7 CB 81/87 -, NJW 1988, 1746; B.v. 26.6.2017 - 6 B 54/16 -, NVwZ 2017, 1388 [1389] Rn. 7 a.E.).
Behauptungen, die ohne jede tatsächliche Grundlage erhoben und ohne jedes Eingehen auf sie entkräftende Gegenargumente aufrechterhalten werden, braucht das Gericht nicht nachzugehen (vgl. BVerwG, Bv. 25.1.1988 - 7 CB 81/87 -, NJW 1988, 1746; B.v. 26.6.2017 - 6 B 54/16 -, NVwZ 2017, 1388 [1389] Rn. 7 a.E.).
Einer - wie hier - ohne die gebotene Auseinandersetzung mit den bekannten Gegenargumenten "ins Blaue hinein" aufgestellten Behauptung ist, ungeachtet des Umstandes, dass es entscheidungserheblich nicht auf die Kapazität der Anlagen, sondern auf eine etwaige Lärmentwicklung ankommt, nicht weiter nachzugehen (vgl. BVerwG, Bv. 25.1.1988 - 7 CB 81/87 -, NJW 1988, 1746; B.v. 26.6.2017 - 6 B 54/16 -, NVwZ 2017, 1388 [1389] Rn. 7 a.E.).
Einer ohne jede Auseinandersetzung mit den bekannten Gegenargumenten "ins Blaue hinein" aufgestellten Behauptung ist nicht weiter nachzugehen (vgl. BVerwG, Bv. 25.1.1988 - 7 CB 81/87 -, NJW 1988, 1746; B.v. 26.6.2017 - 6 B 54/16 -, NVwZ 2017, 1388 [1389] Rn. 7 a.E.).
- BVerwG, 25.01.1988 - 7 CB 81.87
Darlegungslast - Beweisantrag - Mangelnde Substantiierung - Entkräftete …
Auszug aus VGH Bayern, 26.03.2018 - 12 BV 17.1765
Impliziten Behauptungen, die ohne jede tatsächliche Grundlage erhoben und ohne jedes Eingehen auf sie entkräftende Gegenargumente aufrechterhalten werden, braucht das Gericht nicht nachzugehen (vgl. BVerwG, Bv. 25.1.1988 - 7 CB 81/87 -, NJW 1988, 1746;… B.v. 26.6.2017 - 6 B 54/16 -, NVwZ 2017, 1388 [1389] Rn. 7 a.E.).Behauptungen, die ohne jede tatsächliche Grundlage erhoben und ohne jedes Eingehen auf sie entkräftende Gegenargumente aufrechterhalten werden, braucht das Gericht nicht nachzugehen (vgl. BVerwG, Bv. 25.1.1988 - 7 CB 81/87 -, NJW 1988, 1746;… B.v. 26.6.2017 - 6 B 54/16 -, NVwZ 2017, 1388 [1389] Rn. 7 a.E.).
Behauptungen, die ohne jede tatsächliche Grundlage erhoben und ohne jedes Eingehen auf sie entkräftende Gegenargumente aufrechterhalten werden, braucht das Gericht nicht nachzugehen (vgl. BVerwG, Bv. 25.1.1988 - 7 CB 81/87 -, NJW 1988, 1746;… B.v. 26.6.2017 - 6 B 54/16 -, NVwZ 2017, 1388 [1389] Rn. 7 a.E.).
Behauptungen, die ohne jede tatsächliche Grundlage erhoben und ohne jedes Eingehen auf sie entkräftende Gegenargumente aufrechterhalten werden, braucht das Gericht nicht nachzugehen (vgl. BVerwG, Bv. 25.1.1988 - 7 CB 81/87 -, NJW 1988, 1746;… B.v. 26.6.2017 - 6 B 54/16 -, NVwZ 2017, 1388 [1389] Rn. 7 a.E.).
Behauptungen, die ohne jede tatsächliche Grundlage erhoben und ohne jedes Eingehen auf sie entkräftende Gegenargumente aufrechterhalten werden, braucht das Gericht nicht nachzugehen (vgl. BVerwG, Bv. 25.1.1988 - 7 CB 81/87 -, NJW 1988, 1746;… B.v. 26.6.2017 - 6 B 54/16 -, NVwZ 2017, 1388 [1389] Rn. 7 a.E.).
Behauptungen, die ohne jede tatsächliche Grundlage erhoben und ohne jedes Eingehen auf sie entkräftende Gegenargumente aufrechterhalten werden, braucht das Gericht nicht nachzugehen (vgl. BVerwG, Bv. 25.1.1988 - 7 CB 81/87 -, NJW 1988, 1746;… B.v. 26.6.2017 - 6 B 54/16 -, NVwZ 2017, 1388 [1389] Rn. 7 a.E.).
Behauptungen, die ohne jede tatsächliche Grundlage erhoben und ohne jedes Eingehen auf sie entkräftende Gegenargumente aufrechterhalten werden, braucht das Gericht nicht nachzugehen (vgl. BVerwG, Bv. 25.1.1988 - 7 CB 81/87 -, NJW 1988, 1746;… B.v. 26.6.2017 - 6 B 54/16 -, NVwZ 2017, 1388 [1389] Rn. 7 a.E.).
Behauptungen, die ohne jede tatsächliche Grundlage erhoben und ohne jedes Eingehen auf sie entkräftende Gegenargumente aufrechterhalten werden, braucht das Gericht nicht nachzugehen (vgl. BVerwG, Bv. 25.1.1988 - 7 CB 81/87 -, NJW 1988, 1746;… B.v. 26.6.2017 - 6 B 54/16 -, NVwZ 2017, 1388 [1389] Rn. 7 a.E.).
Einer - wie hier - ohne jede Auseinandersetzung mit den bekannten Gegenargumenten "ins Blaue hinein" aufgestellten Behauptung ist nicht weiter nachzugehen (vgl. BVerwG, Bv. 25.1.1988 - 7 CB 81/87 -, NJW 1988, 1746;… B.v. 26.6.2017 - 6 B 54/16 -, NVwZ 2017, 1388 [1389] Rn. 7 a.E.).
Behauptungen, die ohne jede tatsächliche Grundlage erhoben und ohne jedes Eingehen auf sie entkräftende Gegenargumente aufrechterhalten werden, braucht das Gericht nicht nachzugehen (vgl. BVerwG, Bv. 25.1.1988 - 7 CB 81/87 -, NJW 1988, 1746;… B.v. 26.6.2017 - 6 B 54/16 -, NVwZ 2017, 1388 [1389] Rn. 7 a.E.).
Einer - wie hier - ohne die gebotene Auseinandersetzung mit den bekannten Gegenargumenten "ins Blaue hinein" aufgestellten Behauptung ist, ungeachtet des Umstandes, dass es entscheidungserheblich nicht auf die Kapazität der Anlagen, sondern auf eine etwaige Lärmentwicklung ankommt, nicht weiter nachzugehen (vgl. BVerwG, Bv. 25.1.1988 - 7 CB 81/87 -, NJW 1988, 1746;… B.v. 26.6.2017 - 6 B 54/16 -, NVwZ 2017, 1388 [1389] Rn. 7 a.E.).
Einer ohne jede Auseinandersetzung mit den bekannten Gegenargumenten "ins Blaue hinein" aufgestellten Behauptung ist nicht weiter nachzugehen (vgl. BVerwG, Bv. 25.1.1988 - 7 CB 81/87 -, NJW 1988, 1746;… B.v. 26.6.2017 - 6 B 54/16 -, NVwZ 2017, 1388 [1389] Rn. 7 a.E.).
- BVerwG, 23.08.1991 - 8 C 101.89
Zweckentfremdung von Wohnraum - Gesetzliches Verbot - Privatautonomie des …
Auszug aus VGH Bayern, 26.03.2018 - 12 BV 17.1765
Diese ist von Rechts wegen dahin intendiert, dass an die zur Freistellung vom Zweckentfremdungsverbot führende Unzumutbarkeit des Bewohnens eher hohe als geringe Anforderungen gestellt werden müssen (im Anschluss an BVerwG, U.v. 25.6.1982 - 8 C 15/80 -, NJW 1983, 640 [641];… B.v. 11.5.1994 - 8 B 50.94 -, Buchholz 454.51 MRVerbG Nr. 19, S. 22; U.v. 23.8.1991 - 8 C 101.89 -, Buchholz 454.51 MRVerbG Nr. 17, S. 12;… B.v. 17.12.2001 - 5 B 15/01 - juris, Rn. 3).Letzteres ist nur (aber eben auch stets) dann anzunehmen, wenn eine Wohnung über keinen Aufenthaltsraum auf der dem Lärm abgewandten Seite verfügt und diese deshalb nicht angemessen gelüftet werden kann bzw. auch der Einbau von Schallschutzfenstern mit Schalldämmlüftern zur fensterunabhängigen Belüftung keine wirksame Abhilfe zu schaffen vermag (im Anschluss an BVerwG, U.v. 25.6.1982 - 8 C 15/80 -, NJW 1983, 640 [641 f.]; U.v. 23.8.1991 - 8 C 101.89 -, Buchholz 454.51 MRVerbG Nr. 17, S. 12;… B.v. 17.12.2001 - 5 B 15/01 - juris, Rn. 3 u. 6).
Dies liegt mit Blick auf die allgemein anzutreffenden innerstädtischen Wohnbedingungen auf der Hand und gilt nicht etwa nur hinsichtlich des Verkehrslärms, sondern auch mit Blick auf andere Immissionsbelastungen, insbesondere solche anlagebezogenen Lärms (…im Anschluss an BVerwG, B.v. 11.5.1994 - 8 B 50.94 -, Buchholz 454.51 MRVerbG Nr. 19, S. 22; U.v. 23.8.1991 - 8 C 101.89 -, Buchholz 454.51 MRVerbG Nr. 17, S. 12 und B.v. 17.12.2001 - 5 B 15/01 - juris, Rn. 5).
Die aufgeworfenen Rechtsfragen sind - soweit entscheidungserheblich - in der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts (vgl. U.v. 25.6.1982 - 8 C 15/80 -, NJW 1983, 640 [641 f.]; U.v. 23.8.1991 - 8 C 101.89 -, Buchholz 454.51 MRVerbG Nr. 17; B.v. 11.5.1994 - 8 B 50.94 -, Buchholz 454.51 MRVerbG Nr. 19;… B.v. 17.12.2001 - 5 B 15/01 - juris, Rn. 3 ff.) und des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs (vgl. BayVGH, B.v. 14.10.2014 - 12 BV 14.1629 -, BayVBl. 2015, 416 ff.) hinreichend geklärt.
Rn. 144 Unter welchen Voraussetzungen im Einzelnen aus dem Vorhandensein einer Immissionsbelastung die Unzumutbarkeit eines dauernden Bewohnens folgt, lässt sich nicht generell festlegen; insbesondere kann eine Grenze insoweit nicht zahlenmäßig fixiert werden (so auch bereits BVerwG, U.v. 25.6.1982 - 8 C 15/80 -, NJW 1983, 640 [641];… B.v. 11.5.1994 - 8 B 50.94 -, Buchholz 454.51 MRVerbG Nr. 19, S. 22; U.v. 23.8.1991 - 8 C 101.89 -, Buchholz 454.51 MRVerbG Nr. 17, S. 12).
Wann die Schwelle der Unzumutbarkeit erreicht ist, hängt vielmehr von einer Würdigung der jeweiligen Sachlage des Einzelfalls ab (vgl. BVerwG, U.v. 25.6.1982 - 8 C 15/80 -, NJW 1983, 640 [641];… B.v. 11.5.1994 - 8 B 50.94 -, Buchholz 454.51 MRVerbG Nr. 19, S. 22; U.v. 23.8.1991 - 8 C 101.89 -, Buchholz 454.51 MRVerbG Nr. 17, S. 12;… B.v. 17.12.2001 - 5 B 15/01 - juris, Rn. 3).
Diese ist von Rechts wegen dahin intendiert, dass an die zur Freistellung vom Zweckentfremdungsverbot führende Unzumutbarkeit des Bewohnens eher hohe als geringe Anforderungen gestellt werden müssen (so ausdrückl. auch bereits BVerwG, U.v. 25.6.1982 - 8 C 15/80 -, NJW 1983, 640 [641];… B.v. 11.5.1994 - 8 B 50.94 -, Buchholz 454.51 MRVerbG Nr. 19, S. 22; U.v. 23.8.1991 - 8 C 101.89 -, Buchholz 454.51 MRVerbG Nr. 17, S. 12).
Denn ein Eigentümer, dem zwar die Unbewohnbarkeit der von ihm für eine Zweckentfremdung vorgesehenen Räume nicht zugestanden werden kann, braucht sich gleichwohl des Zweckentfremdungsverbot nicht entgegenhalten zu lassen, wenn die Räume vom Markt als Wohnung nicht mehr angenommen werden (vgl. auch bereits BVerwG, U.v. 25.6.1982 - 8 C 15/80 -, NJW 1983, 640 [641]; B.v. 23.8.1991 - 8 C 101.89 -, Buchholz 454.51 MRVerbG Nr. 17, S. 12;… B.v. 11.5.1994 - 8 B 50.94 -, Buchholz 454.51 MRVerbG Nr. 19, S. 22; siehe auch § 3 Abs. 3 Nr. 7 ZeS a.F. - nunmehr unmittelbar Art. 2 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1, 2. Alt. ZwEWG i.V.m. § 5 Abs. 2, 2. Alt. ZES).
Rn. 145 Überschritten ist die Grenze des Zumutbaren aber jedenfalls dann, wenn die Belastung so stark ist, dass sie als "schwer und unerträglich" im eigentumsrechtlich-verfassungsrechtlichen Sinne angesehen werden muss (so auch bereits BVerwG, U.v. 25.6.1982 - 8 C 15/80 -, NJW 1983, 640 [641]; U.v. 23.8.1991 - 8 C 101.89 -, Buchholz 454.51 MRVerbG Nr. 17, S. 12;… B.v. 17.12.2001 - 5 B 15/01 - juris, Rn. 3).
Letzteres lässt sich der Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts vom 11. Mai 1994 - 8 B 50.94 -, Buchholz 454.51 MRVerbG Nr. 19, S. 22, der sich der Senat ausdrücklich anschließt, mit hinreichender Deutlichkeit entnehmen, da die Immissionsquelle Verkehrslärm dort lediglich beispielhaft ("namentlich") erwähnt wird (ebenso bereits zuvor BVerwG, U.v. 23.8.1991 - 8 C 101.89 -, Buchholz 454.51 MRVerbG Nr. 17, S. 12 und später erneut bestätigt durch BVerwG, B.v. 17.12.2001 - 5 B 15/01 - juris, Rn. 5: ["insbesondere"]).
An eine zur Freistellung vom Verbot der Zweckentfremdung führende Unzumutbarkeit des Bewohnens sind im Lichte der Zwecksetzung dieses Rechtsinstituts, nämlich der Erhaltung typischerweise langjährig genutzten Wohnraumbestandes gerade auch im Innenbereich, tendenziell hohe Anforderungen zu stellen (vgl. BVerwG, U.v. 25.6.1982 - 8 C 15/80 -, NJW 1983, 640 [641];… B.v. 11.5.1994 - 8 B 50.94 -, Buchholz 454.51 MRVerbG Nr. 19, S. 22; U.v. 23.8.1991 - 8 C 101.89 -, Buchholz 454.51 MRVerbG Nr. 17, S. 12).
- VGH Bayern, 14.10.2014 - 12 BV 14.1629
Baurechtliche Zulässigkeit einer Wohnnutzung im Sinne des Zweckentfremdungsrechts
Auszug aus VGH Bayern, 26.03.2018 - 12 BV 17.1765
Mit Beschluss vom 14. Oktober 2014 (12 BV 14.1629, BayVBl 2015, 416) hob der Bayerische Verwaltungsgerichtshof das Urteil des Verwaltungsgerichts auf und verwies die Sache zur anderweitigen Entscheidung zurück.Die aufgeworfenen Rechtsfragen sind - soweit entscheidungserheblich - in der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts (vgl. U.v. 25.6.1982 - 8 C 15/80 -, NJW 1983, 640 [641 f.]; U.v. 23.8.1991 - 8 C 101.89 -, Buchholz 454.51 MRVerbG Nr. 17; B.v. 11.5.1994 - 8 B 50.94 -, Buchholz 454.51 MRVerbG Nr. 19;… B.v. 17.12.2001 - 5 B 15/01 - juris, Rn. 3 ff.) und des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs (vgl. BayVGH, B.v. 14.10.2014 - 12 BV 14.1629 -, BayVBl. 2015, 416 ff.) hinreichend geklärt.
Rn. 139 Bei der planungsrechtlichen Beurteilung der Wohnnutzung nach § 3 Abs. 3 Nr. 4 ZeS ist mithin - wovon das Verwaltungsgericht ebenfalls zutreffend ausgegangen ist - die Vorschrift des § 15 Abs. 1 BauNVO maßgeblich zu berücksichtigen (vgl. auch bereits BayVGH, B.v. 14.10.2014 - 12 BV 14.1629 -, BayVBl 2015, 416 [417] Rn. 27).
Werden die Anforderungen an gesunde Wohnverhältnisse jedoch eingehalten, ist mit anderen Worten ein Wohnen ohne Preisgabe des nach § 15 Abs. 1 Satz 2 letzter Halbs. BauNVO gebotenen, nach objektiven Durchschnittskriterien zu beurteilenden Mindestmaßes an Wohnruhe, Erholungsbedürfnis und ungestörtem Schlaf (vgl. hierzu BVerwG, U.v. 12.12.1990 - 4 C 40.87 -, NVwZ 1991, 879 [881] a.E.) möglich, so bietet § 15 Abs. 1 Satz 2 BauNVO keine Handhabe, eine baurechtlich zulässige Nutzung zu untersagen (so ausdrückl. BVerwG, U.v. 18.5.1995 - 4 C 20.94 -, BVerwGE 98, 235 [246]; siehe auch bereits BayVGH, B.v. 14.10.2014 - 12 BV 14.1629 -, BayVBl 2015, 416 [417] Rn. 31).
Von dieser Kompetenz macht der Senat in Übereinstimmung mit der zum früheren Zweckentfremdungsrecht des Bundes ergangenen Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts Gebrauch, die aufgrund der Besonderheiten innerstädtischer Wohnbedingungen ebenfalls nicht auf den Schutz von Außenwohnbereichen abhob, sondern in gleicher Weise wie auch der erkennende Senat ausschließlich auf die Einhaltung sog. "Innen"-Pegel abstellte (…so ausdrücklich BVerwG, B.v. 11.5.1994 - 8 B 50.94 -, Buchholz 454.51 MRVerbG Nr. 19, S. 22 m.w.N.; siehe auch bereits BayVGH, B.v. 14.10.2014 - 12 BV 14.1629 -, BayVBl 2015, 416 [417] Rn. 31).
Auf die Maßgeblichkeit der "Innen"-Pegel hat der Senat auch in seiner Entscheidung vom 14.10.2014 - 12 BV 14.1629 -, BayVBl 2015, 416 (417 f.) Rn. 31 a.E. ausdrücklich hingewiesen.
Von dieser Kompetenz macht der Senat in Übereinstimmung mit der zum früheren Zweckentfremdungsrecht des Bundes ergangenen Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts Gebrauch, die aufgrund der Besonderheiten innerstädtischer Wohnbedingungen ebenfalls nicht auf den Schutz von Außenwohnbereichen abhob, sondern in gleicher Weise wie auch der erkennende Senat ausschließlich auf die Einhaltung sog. "Innen"-Pegel abstellte (…so ausdrücklich BVerwG, B.v. 11.5.1994 - 8 B 50.94 -, Buchholz 454.51 MRVerbG Nr. 19, S. 22 m.w.N.; siehe auch bereits BayVGH, B.v. 14.10.2014 - 12 BV 14.1629 -, BayVBl. 2015, 416 [417] Rn. 31).
Insoweit ist das Sicherheits- und Ordnungsrecht, nicht aber das Bau- und Zweckentfremdungsrecht angesprochen (vgl. BayVGH, B.v. 14.10.2014 - 12 BV 14.1629 -, BayVBl 2015, 416 [418] Rn. 34;… OVG NRW, B.v. 18.3.2011 - 2 A 2579/09 - juris, Rn. 53: "Nutzerexzess").
Die Klägerin hat es im Rahmen der durch das Zweckentfremdungsrecht konkretisierten Sozialbindung des Eigentums (Art. 14 Abs. 2 GG) hinzunehmen, dass in negativer Weise vorbelasteter Wohnraum gegebenenfalls nur noch deutlich unter der (auch immissionsgeschütztere Lagen mit einbeziehenden) "ortsüblichen Vergleichsmiete" vermietet werden kann (vgl. bereits BayVGH, B.v. 14.10.2014 - 12 BV 14.1629 -, BayVBl 2015, 416 [418] Rn. 36).
- VGH Baden-Württemberg, 27.06.2002 - 14 S 2736/01
Sperrzeitverkürzung - Gaststättenlärm - Verkehrslärmzurechnung
Auszug aus VGH Bayern, 26.03.2018 - 12 BV 17.1765
VGH BW, U.v. 27.6.2002 - 14 S 2736/01 -, NVwZ-RR 2003, 745 [750] m.w.N.; siehe auch OVG NRW, B.v. 24.10.2003 - 21 A 2723/01 -, NVwZ 2004, 366 [367]; das Urteil des VG Augsburg vom 30.3.2012 - Au 4 K 11.809 - juris, Rn. 60 steht dem - anders als der Klägerbevollmächtigte meint - nicht entgegen; diese Entscheidung befasst sich lediglich mit der Überlagerung von Anlagenlärm durch Verkehrslärm, nicht aber mit dessen Privilegierung durch Nr. 7.4 TA-Lärm).Die Geräusche des An- und Abfahrtsverkehrs auf öffentlichen Verkehrsflächen in einem Abstand von bis zu 500 m vom Betriebsgrundstück, sind zwar, auch soweit noch keine Vermischung mit dem übrigen Straßenverkehr erfolgt ist, gesondert zu ermitteln, jedoch (anders als Geräusche auf dem Betriebsgrundstück, nicht nach der TA-Lärm, sondern) nach den Grundsätzen der Verkehrslärmschutzverordnung zu beurteilen (…vgl. Feldhaus/Tegeder, TA-Lärm, Sonderdruck, 2014, Nr. 7.4 Rn. 47 u. 50 a.E.;… Hansmann, in: Landmann/Rohmer, Umweltrecht, Band IV, Stand: Dez. 2006, TA-Lärm Nr. 7 Rn. 55) und nur einem Minimierungsgebot (Ziff. 7.4 Abs. 2) unterworfen (so auch VGH BW, U.v. 27.6.2002 - 14 S 2736/01 -, NVwZ-RR 2003, 745 [750] m.w.N.; OVG NRW, B.v. 24.10.2003 - 21 A 2723/01 -, NVwZ 2004, 366 [367]), welches hier mangels Vorliegens der weiteren Voraussetzungen der Ziff. 7.4 Abs. 2 TA-Lärm allerdings nicht zum Tragen kommt, wie das Verwaltungsgericht zutreffend festgestellt hat und von der Klägerin auch nicht bestritten wurde.
Die in Ziffer 7.4 TA-Lärm dem Fahrzeugverkehr zugedachte Privilegierung bleibt auf Geräusche dieser Art beschränkt und findet weder mittelbar noch unmittelbar auf Geräusche von Fußgängern Anwendung (vgl. VGH BW, U.v. 27.6.2002 - 14 S 2736/01 -, NVwZ-RR 2003, 745 [750 f.] m.w.N.;… siehe auch Feldhaus/Tegeder, TA-Lärm, Sonderdruck, 2014, Nr. 7.4 Rn. 40 a.E.).
Zum einen kommt es auf diesen Gesichtspunkt nicht entscheidungserheblich an, weil diese Geräusche nach der Rechtsauffassung des Senats nach Ziffer 7.4 TA-Lärm nicht in die insoweit maßgeblichen Immissionsrichtwerte eingehen (vgl. hierzu auch VGH BW, U.v. 27.6.2002 - 14 S 2736/01 -, NVwZ-RR 2003, 745 [750] m.w.N.; siehe auch OVG NRW, B.v. 24.10.2003 - 21 A 2723/01 -, NVwZ 2004, 366 [367]).
Diese Beweistatsache ist bereits deshalb unerheblich (§ 244 Abs. 3 Satz 2 Alt. 2 StPO analog), weil diese Geräusche nach der Rechtsauffassung des Senats nach Ziffer 7.4 TA-Lärm nicht in die insoweit maßgeblichen Immissionsrichtwerte eingehen (vgl. hierzu auch VGH BW, U.v. 27.6.2002 - 14 S 2736/01 -, NVwZ-RR 2003, 745 [750] m.w.N.; siehe auch OVG NRW, B.v. 24.10.2003 - 21 A 2723/01 -, NVwZ 2004, 366 [367]).
Die Anträge (1, 9, 14, 12, 13 und 14) sind bereits deshalb unerheblich (§ 244 Abs. 3 Satz 2 Alt. 2 StPO analog), weil die insoweit verursachten Geräusche nach der Rechtsauffassung des Senats gemäß Ziffer 7.4 TA-Lärm nicht in die insoweit maßgeblichen Immissionsrichtwerte eingehen (vgl. hierzu auch VGH BW, U.v. 27.6.2002 - 14 S 2736/01 -, NVwZ-RR 2003, 745 [750] m.w.N.; siehe auch OVG NRW, B.v. 24.10.2003 - 21 A 2723/01 -, NVwZ 2004, 366 [367]) und daher einer Inaugenscheinnahme nicht bedürfen.
Rn. 288 ist dem schon deshalb nicht zu entsprechen, weil die insoweit verursachten Geräusche nach der Rechtsauffassung des Senats gemäß Ziffer 7.4 TA-Lärm nicht in die insoweit maßgeblichen Immissionsrichtwerte eingehen (vgl. hierzu auch VGH BW, U.v. 27.6.2002 - 14 S 2736/01 -, NVwZ-RR 2003, 745 [750] m.w.N.; siehe auch OVG NRW, B.v. 24.10.2003 - 21 A 2723/01 -, NVwZ 2004, 366 [367]) und deshalb einer Inaugenscheinnahme nicht bedürfen (§ 244 Abs. 3 Satz 2 Alt. 2 StPO analog).
Die insoweit verursachten Geräusche gehen gemäß Ziffer 7.4 TA-Lärm nicht in die maßgeblichen Immissionsrichtwerte ein (vgl. hierzu auch VGH BW, U.v. 27.6.2002 - 14 S 2736/01 -, NVwZ-RR 2003, 745 [750] m.w.N.; siehe auch OVG NRW, B.v. 24.10.2003 - 21 A 2723/01 -, NVwZ 2004, 366 [367]).
- BVerwG, 07.05.1996 - 1 C 10.95
Gewerberecht: Öffentliches Bedürfnis an einer Verkürzung der Sperrzeit bei …
Auszug aus VGH Bayern, 26.03.2018 - 12 BV 17.1765
Rn. 196 aa) Die Neufassung der TA-Lärm 1998 knüpft in Ziffer 7.4 zwar an den bereits zuvor in der Rechtsprechung entwickelten Grundsatz an, dass der von einer gewerblichen Anlage veranlasste Verkehrslärm bei der Beurteilung ihrer Zulässigkeit ebenfalls zu berücksichtigen ist (vgl. BVerwG, U.v. 27.8.1998 - 4 C 5/98 -, NVwZ 1999, 523 [527]; U.v. 7.5.1996 - 1 C 10.95 -, BVerwGE 101, 157 [165 f.];… siehe auch Hansmann, in: Landmann/Rohmer, Umweltrecht, Band IV, Stand: Dez. 2006, TA-Lärm Nr. 7 Rn. 36;… Feldhaus/Tegeder, TA-Lärm, Sonderdruck, 2014, Nr. 7.4 Rn. 35).Rn. 199 Auch nach der vor Inkrafttreten der TA-Lärm 1998 geltenden Rechtslage, auf welche der Klägerbevollmächtigte offenbar abheben möchte, konnte der unter Inanspruchnahme einer öffentlichen Straße abgewickelte Zu- und Abgangsverkehr einer Anlage nur dann zugerechnet werden, wenn er sich innerhalb eines räumlich überschaubaren Bereichs bewegte und vom übrigen Verkehr unterscheidbar war (vgl. BVerwG, U.v. 27.8.1998 - 4 C 5/98 -, NVwZ 1999, 523 [527]; U.v. 7.5.1996 - 1 C 10.95 -, BVerwGE 101, 157 [165 f.];… siehe auch Hansmann, in: Landmann/Rohmer, Umweltrecht, Band IV, Stand: Dez. 2006, TA-Lärm Nr. 7 Rn. 36 u. 50;… Feldhaus/Tegeder, TA-Lärm, Sonderdruck, 2014, Nr. 7.4 Rn. 43), also mit anderen Worten noch als Ziel- und Quellverkehr der Anlage in Erscheinung trat und noch nicht im allgemeinen Straßenverkehr aufgegangen war (vgl. BVerwG, B.v. 9.10.1990 - 4 B 121/90 -, NVwZ 1991, 267; siehe auch Kutscheidt, NVwZ 1999, 577 [581];… Feldhaus/Tegeder, TA-Lärm, Sonderdruck, 2014, Nr. 7.4 Rn. 35 m.w.N. in Fn. 52).
BVerwG, U.v. 7.5.1996 - 1 C 10.95 -, BVerwGE 101, 157 [165 f.]; B.v. 9.4.2003 - 6 B 12/03 - juris, Rn. 10; VGH BW, B.v. 5.3.1996 - 10 S 2830/95 -, NVwZ 1997, 401 [404]; OVG NRW, B.v. 25.01.1994 - 4 B 2746/93 -, NVwZ-RR 1995, 27; BayVGH, U.v. 16.9.2010 - 22 B 10.289 - juris, Rn. 19; B.v. 24.5.2012 - 22 ZB 12.46 -, NVwZ-RR 2012, 756 [757]; B.v. 2.10.2012 - 2 ZB 12.1898 - juris, Rn. 4).
Rn. 205 Letzteres liegt angesichts der bereits beschriebenen örtlichen Verhältnisse auch ohne weiteres auf der Hand (vgl. zur Maßgeblichkeit der Erschließungssituation näher BVerwG, U.v. 7.5.1996 - 1 C 10.95 -, BVerwGE 101, 157 [165 f.]), ohne dass es insoweit weiterer Erhebungen bedürfte.
Nur wenn feststünde, dass die von Fußgängern und Passanten verursachten Geräusche von den Besuchern der Betriebe stammen, käme eine Zurechnung und damit eine Anwendung der TA-Lärm überhaupt in Betracht (vgl. BVerwG, U.v. 7.5.1996 - 1 C 10.95 -, BVerwGE 101, 157 [165 f.];… B.v. 9.4.2003 - 6 B 12/03 - juris, Rn. 10; VGH BW, B.v. 5.3.1996 - 10 S 2830/95 -, NVwZ 1997, 401 [404]; OVG NRW, B.v. 25.01.1994 - 4 B 2746/93 -, NVwZ-RR 1995, 27;… BayVGH, U.v. 16.9.2010 - 22 B 10.289 - juris, Rn. 19; B.v. 24.5.2012 - 22 ZB 12.46 -, NVwZ-RR 2012, 756 [757];… B.v. 2.10.2012 - 2 ZB 12.1898 - juris, Rn. 4).
BVerwG, U.v. 7.5.1996 - 1 C 10.95 -, BVerwGE 101, 157 [165 f.]; B.v. 9.4.2003 - 6 B 12/03 - juris, Rn. 10; VGH BW, B.v. 5.3.1996 - 10 S 2830/95 -, NVwZ 1997, 401 [404]; OVG NRW, B.v. 25.01.1994 - 4 B 2746/93 -, NVwZ-RR 1995, 27; BayVGH, U.v. 16.9.2010 - 22 B 10.289 - juris, Rn. 19; B.v. 24.5.2012 - 22 ZB 12.46 -, NVwZ-RR 2012, 756 [757]; B.v. 2.10.2012 - 2 ZB 12.1898 - juris, Rn. 4).
BVerwG, U.v. 7.5.1996 - 1 C 10.95 -, BVerwGE 101, 157 [165 f.]; B.v. 9.4.2003 - 6 B 12/03 - juris, Rn. 10; VGH BW, B.v. 5.3.1996 - 10 S 2830/95 -, NVwZ 1997, 401 [404]; OVG NRW, B.v. 25.01.1994 - 4 B 2746/93 -, NVwZ-RR 1995, 27; BayVGH, U.v. 16.9.2010 - 22 B 10.289 - juris, Rn. 19; B.v. 24.5.2012 - 22 ZB 12.46 -, NVwZ-RR 2012, 756 [757]; B.v. 2.10.2012 - 2 ZB 12.1898 - juris, Rn. 4).
- OVG Nordrhein-Westfalen, 24.10.2003 - 21 A 2723/01
TA-Lärm als normkonkretisierende Verwaltungsvorschrift; TA-Lärm als Verkörperung …
- BVerwG, 07.09.2011 - 9 B 61.11
Entscheidung ohne mündliche Verhandlung; vereinfachtes Berufungsverfahren; …
- VGH Bayern, 24.05.2012 - 22 ZB 12.46
Die Beurteilung von nächtlichem Lärm als schädliche Lärmeinwirkung auf die …
- VGH Bayern, 02.10.2012 - 2 ZB 12.1898
Lärm durch Raucher vor einer Vergnügungsstätte; Gebot der Rücksichtnahme
- BVerwG, 26.06.1992 - 4 B 1.92
Bundesfernstraße - Teilabschnitte - SachverständigengutachtenPlanfeststellung
- BVerwG, 12.12.1990 - 4 C 40.87
Zuordnung eines Baugrundstücks bei Belastung mit Verkehrslärm
- BVerwG, 09.04.2003 - 6 B 12.03
Anforderungen an die grundsätzliche Bedeutung der Rechtssache; Zurechnung des …
- OVG Nordrhein-Westfalen, 25.01.1994 - 4 B 2746/93
Sperrzeit; Gaststätte; Lärm; Vorverlegung; Verkehrslärm; Nachtruhe; Besucher; …
- VGH Bayern, 16.09.2010 - 22 B 10.289
Gaststättenrechtliche Untersagung des "Verkaufs über die Straße" …
- VGH Baden-Württemberg, 05.03.1996 - 10 S 2830/95
(Nachbarschutz kraft Bundesrecht nur für dem bundesrechtlichen Typenzwang …
- BVerwG, 02.03.2010 - 6 B 72.09
Anhörung, Beweisantrag, vereinfachtes Berufungsverfahren, rechtliches Gehör.
- BVerwG, 27.08.1998 - 4 C 5.98
Bauliche Änderung einer Anlage; Nutzungsänderung; Bestandsschutz; unbeplanter …
- BVerwG, 26.02.2008 - 2 B 122.07
Verfahrensmangel im Sinne von § 132 Abs. 2 Nr. 3 VwGO; Mangel des behördlichen …
- BGH, 17.05.2017 - VII ZR 36/15
Beweisaufnahme: Berücksichtigung eines Privatgutachtens durch den Tatrichter; …
- BVerwG, 18.05.1995 - 4 C 20.94
Baurechtlicher Nachbarschutz - Allgemeines Wohngebiet - Wohngebietsverträgliche …
- BVerwG, 25.01.2007 - 4 C 1.06
Diplomatische Einrichtung; türkisches Konsulat; terroristische Anschläge; Gebot …
- BVerwG, 09.12.2010 - 10 C 13.09
Asylfolgeantrag; Änderung der Sachlage; Änderung der Rechtslage; Beschluss; …
- BVerwG, 12.04.2000 - 11 A 18.98
Planfeststellung für die Änderung eines Schienenweges; Abwägungsgebot; …
- BVerwG, 06.02.1985 - 8 C 15.84
Zeugenbeweis - Sachverständiger Zeuge - Sachverständiger - Abgrenzung
- BGH, 12.03.1981 - IVa ZR 108/80
Besorgnis der Befangenheit eines Sachverständigen
- BVerwG, 01.10.1986 - 8 C 53.85
Verbot der Zweckentfremdung - Wohnraumnutzung - Baurecht - Plangebiet - …
- BVerwG, 21.02.2013 - 7 C 4.12
Bundesrecht; Landesrecht; Verweisung; Bezugnahme; Rezeption; Anknüpfung; …
- BVerwG, 25.09.2007 - 5 B 53.07
Rückwirkende Festsetzung von Schiedsstellenentscheidungen bei der Übernahme eines …
- BVerwG, 02.11.2007 - 7 BN 3.07
Bewertung des Gefährdungspotentials einer Abwasserleitung in einem …
- OVG Nordrhein-Westfalen, 12.12.2012 - 10 D 85/10
Wirksamkeit eines vorhabenbezogenen Bebauungsplans "Tanzschulcenter und …
- BVerwG, 10.03.1977 - 6 B 38.76
- BVerwG, 02.04.1969 - VI C 76.65
Wegfall des Anspruchs auf Unfallausgleich bei Absinken der MdE unter 25 v.H. - …
- VGH Hessen, 31.10.1989 - 11 UE 2363/84
Zur Rückforderung von Subventionen zum Bau einer Kirche
- BVerfG, 29.09.2006 - 1 BvR 2026/06
- BVerwG, 25.02.1977 - 4 C 22.75
Anforderungen an das objekt-rechtliche Gebot der Rücksichtnahme
- BVerwG, 29.08.2007 - 4 C 2.07
Windenergieanlage; schädliche Umwelteinwirkungen; TA Lärm; Bindungswirkung; …
- BVerwG, 05.08.1983 - 4 C 96.79
Funktionslos-Werden eines Bebauungsplans; Nachbarschützende Funktion des § 15 …
- BVerwG, 30.06.2004 - 6 C 28.03
Regulierung im Postbereich; gesetzliche Exklusivlizenz; Erteilung einer Lizenz …
- BVerwG, 16.12.2008 - 4 B 68.08
Regelungsgehalt des § 15 Abs. 1 BauNVO und Begriff der "Eigenart des Baugebiets" …
- BVerwG, 05.03.1997 - 11 A 25.95
Verwaltungsverfahrensrecht - Voraussetzungen eines Entscheidungsvorbehalts nach § …
- BVerwG, 09.10.1990 - 4 B 121.90
Begriff des "störenden" Gewerbebetriebs
- BVerwG, 23.04.1997 - 11 A 17.96
Verfassungsrecht - Anspruch auf körperliche Integrität
- BVerwG, 22.11.1984 - 4 B 244.84
Drittschützend - Rücksichtnahme - Bauordnungsrecht - Abstandsflächen - Einhaltung
- BVerwG, 25.09.2003 - 4 B 68.03
Mündliche Verhandlung; Berufungsinstanz; Berufungsverfahren; begründete Berufung.
- BVerwG, 12.02.1990 - 4 B 240.89
Bauaufsichtliche Genehmigung für die Änderung der Nutzung von zwei im zweiten …
- BVerwG, 16.04.2003 - 9 B 81.02
Anforderungen an die Zuerkennung der Behördeneigenschaft - Grenzen für die …
- BVerwG, 02.10.1998 - 4 B 72.98
Fortsetzungsfeststellungsklage; Amtshaftungsprozeß; Bauvorbescheid; …
- BVerwG, 14.11.2000 - 4 BN 44.00
Straßenplanung durch Bebauungsplan; Erschließungsstraße; Verkehrslärmschutz; …
- EGMR, 29.10.1991 - 11826/85
- OVG Nordrhein-Westfalen, 27.04.2009 - 10 B 459/09
Rechtmäßigkeit eines Bebauungsplans mit Festsetzung eines Besucherzentrums nebst …
- BVerwG, 24.04.2017 - 6 B 17.17
Rundfunkbeitragspflicht; Entscheidung durch Beschluss; Pflicht zur Kenntnisnahme …
- BVerwG, 09.08.2002 - 9 B 35.02
Grundsätzliche Bedeutung der Rechtssache; Verletzung von Bundesrecht; Ersetzung …
- BVerwG, 06.10.1998 - 3 B 35.98
Verwaltungsprozeßrecht - Ablehnung eines Sachverständigen wegen Besorgnis der …
- VGH Bayern, 22.02.2007 - 15 ZB 06.1638
Fernmeldetechnische Nebenanlage; Zulassung einer Ausnahme nach § 31 Abs. 1 BauGB
- BVerwG, 02.07.2009 - 7 B 9.09
Revision; revisibles Recht; Bundesrecht; Landesrecht; Verweis auf Bundesrecht; …
- OVG Nordrhein-Westfalen, 18.03.2011 - 2 A 2579/09
Nachbarklage gegen Energieteam Arena in Paderborn bleibt ohne Erfolg
- BVerwG, 10.06.2008 - 3 B 107.07
Überprüfbarkeit der Entscheidung eines Oberverwaltungsgerichts für die …
- BVerwG, 06.11.1996 - 4 B 213.96
Bauordnungsrecht - Zweckentfremdung, Verhältnis von Baugenehmigung und …
- BVerwG, 15.04.2008 - 7 B 9.08
Überwachungswert; Erhöhung der Zahl der Schadeinheiten; Erklärungswert.
- VGH Bayern, 09.08.2007 - 25 B 05.1339
Erweiterung einer Mobilfunk-Sendeanlage (UMTS) auf Altenheim
- BVerwG, 02.12.1983 - 8 C 155.81
Bebauungsrechtliche Unzulässigkeit der Wohnnutzung - Zweckentfremdungsverbot - …
- BVerwG, 28.03.2007 - 10 B 43.06
Anwendungsverpflichtung eines Zweckverbandes oder eines sonstigen …
- VG München, 15.03.2017 - M 9 K 15.4207
Erfolglose Klage auf Erteilung eines Negativattests im Zweckentfremdungsrecht
- VG Augsburg, 30.03.2012 - Au 4 K 11.809
Lärmbeeinträchtigungen durch Gaststätten- und Verkehrslärm
- BVerwG, 19.04.1999 - 8 B 150.98
- BVerwG, 06.12.1974 - III C 81.70
Ablehnung eines Sachverständigen wegen Besorgnis der Befangenheit - Führende …
- BFH, 23.10.1951 - I 44/50 U
Behandlung von Reichsschulden für Steuerzwecke - Verlust aus Wehrmachtsaufträgen
- RFH, 04.10.1940 - V 55/40
- VGH Bayern, 30.04.1993 - 22 B 92.936
- RG, 25.03.1889 - 354/89
1. Kann Margarine als nachgemachte Milchbutter bezeichnet werden? 2. Kann im …
- VGH Bayern, 23.03.2020 - 12 ZB 18.706
Ablehnung eines Befangenheitsantrags unter Mitwirkung des abgelehnten Richters
Dies schließt die ausdrückliche Befugnis ein, die Anforderungen nach dem Zweckentfremdungsrecht in anderer Art und Weise zu bestimmen als nach dem öffentlichen Baurecht (so ausdrücklich BayVGH, B.v. 26.3.2018 - 12 BV 17.1765 u.a. - BeckRS 2018, 7794 Rn. 148).Im Übrigen hat der Senat die maßgebliche Rechtsfrage bereits entschieden (BayVGH, B.v. 26.3.2018 - 12 BV 17.1765 u.a. - BeckRS 2018, 7794 Rn. 148).
Wie mehrfach angeführt, hat der Senat auch bereits entschieden, dass das Zweckentfremdungsrecht einer eigenen, am Zweck des Gesetzes orientierten und von der baurechtlichen Terminologie zu unterscheidenden Begriffsbildung folgt (BayVGH, B.v. 26.3.2018 - 12 BV 17.1765 u.a. - BeckRS 2018, 7794 Rn. 148).
- VGH Bayern, 23.03.2020 - 12 ZB 18.707
Zweckentfremdung von Wohnraum
Dies schließt die ausdrückliche Befugnis ein, die Anforderungen nach dem Zweckentfremdungsrecht in anderer Art und Weise zu bestimmen als nach dem öffentlichen Baurecht (so ausdrücklich BayVGH, B.v. 26.3.2018 - 12 BV 17.1765 u.a. - BeckRS 2018, 7794 Rn. 148).Im Übrigen hat der Senat die maßgebliche Rechtsfrage bereits entschieden (BayVGH, B.v. 26.3.2018 - 12 BV 17.1765 u.a. - BeckRS 2018, 7794 Rn. 148).
Wie mehrfach angeführt, hat der Senat auch bereits entschieden, dass das Zweckentfremdungsrecht einer eigenen, am Zweck des Gesetzes orientierten und von der baurechtlichen Terminologie zu unterscheidenden Begriffsbildung folgt (BayVGH, B.v. 26.03.2018 - 12 BV 17.1765 u.a. - BeckRS 2018, 7794 Rn. 148).
- VGH Bayern, 27.11.2019 - 15 CS 19.1906
Zumutbarkeit von Biergartenlärm
Insofern wäre auch zu hinterfragen, ob für die Lärmprognose - und zwar sowohl hinsichtlich des zusätzlichen Straßenverkehrs am Maßstab der 16. BImSchV als auch hinsichtlich der Beurteilung des anlagenbezogenen Zu- und Abfahrtsverkehrs (…am Maßstab von Nr. 7.4 Abs. 1 letzter Satz, Abs. 2 - 4 TA Lärm vgl. BVerwG, B.v. 8.1.2013 - ZfBR 2013, 265 = juris Rn. 5;… BayVGH, B.v. 23.11.2016 - 15 CS 16.1688 - juris Rn. 29; B.v. 26.3.2018 - 12 BV 17.1765 u.a. - juris Rn. 196 ff.;… OVG NRW, U.v. 9.3.2012 - 2 A 1626/10 - BauR 2012, 847 = juris Rn. 89 ff.;… U.v. 5.7.2017 - 7 A 2432/15 - BauR 2017, 1661 = juris Rn. 85 ff.;… vor Geltung der heutigen Nr. 7.4 der TA Lärm vgl. BVerwG, U.v. 27.8.1998 - 4 C 5.98 - NVwZ 1999, 523 = juris Rn. 29) - mehr als die 15 auf dem Baugrundstück vorhandenen Kfz-Stellplätze berücksichtigt werden müssen.
- VG Augsburg, 07.06.2018 - Au 2 K 16.1789
Anforderungen an dienstliche Beurteilung bei Auseinanderfallen von Statusamt und …
- VG München, 23.07.2021 - M 9 K 19.227
Auskunftspflicht nach dem Zweckentfremdungsrecht
Im Anwendungsbereich des Zweckentfremdungsrecht macht es daneben einen erheblichen Unterschied, ob ein Gebäude in einen absehbaren Nutzungskonflikt erstmals errichtet wird oder lediglich ein Negativattest aufgrund einer für eine Wohnnutzung nachteiligen Veränderung der tatsächlichen Gegebenheiten begehrt wird (BayVGH, B.v. 26.3.2018 - 12 BV 17.1765 - juris Rn. 176). - VG Berlin, 17.10.2018 - 6 K 524.17 Auf Rechtsfolgenseite kann dahin stehen, ob für eine ablehnende Ermessensausübung der Behörde dann kein Raum bleibt, wenn es - wie hier - keine städtebaulichen Gründe gibt, die gegen die Zulassung eines Vorhabens im Wege einer Ausnahme sprechen könnten (vgl. so etwa VGH Baden-Württemberg…, Beschluss vom 6. Oktober 2015 - 3 S 1695.15 -, juris Rn. 20; Bayerischer VGH, Beschluss vom 26. März 2018 - 12 BV 17.1765 u.a. -, juris Rn. 137;… Rieger, in: Schrödter, BauGB, 8. Aufl. 2015, § 31 Rn. 17).
- VG Augsburg, 07.06.2018 - Au 2 K 17.186
Auswirkungen des Auseinanderfallens von Arbeitsposten und Statusamt im …
- VG München, 05.03.2026 - M 11 K 24.1154
Nachbarklage gegen Baugenehmigung für Asylunterkunft in einem allgemeinen …
Er muss vielmehr im Sinne eines städtebaulichen Missgriffs deutlich zu Tage treten, d.h. klar erkennbar in einem nicht nur unwesentlichen Gegensatz zu der mit der Planung verfolgten Zielsetzung stehen (…BVerwG, B.v. 22.11.1984 - 4 B 244.84 - juris Rn. 4; BayVGH, B.v. 26.3.2018 - 12 BV 17.1765 u.a. - juris Rn. 139;… VGH BW, B.v. 1.8.2023 - 3 S 2683/22 - juris Rn. 56;… OVG NW, B.v. 18.12.2017 - 2 B 1369/17 - juris Rn. 34). - VG Berlin, 12.04.2019 - 6 K 604.17
Rechtsverletzung durch eine zweckentfremdungsrechtliche Genehmigung für die …
Die Grenze wäre erst erreicht, wenn aufgrund der Immissionsbelastung die Anforderungen an gesunde Wohnverhältnisse überschritten wären (vgl. Bayerischer VGH, Beschluss vom 26. März 2018 - 12 BV 17.1765 u.a. -, juris Rn. 143 ff. m.w.N.), wofür keinerlei Anhaltspunkte ersichtlich sind. - VG Ansbach, 05.12.2019 - AN 3 K 18.02386
Nachbarklage gegen eine Baugenehmigung für den Umbau und die Sanierung eines …
Die Schutzwürdigkeit des Betroffenen, die Intensität der Beeinträchtigung, die Interessen des Bauwerbers und das, was beiden Seiten billigerweise zumutbar oder unzumutbar ist, müssen gegeneinander abgewogen werden (vgl. BVerwG, U.v. 25.2.1977 - IV C 22.75 -, BVerwGE 52, 122 [126]; U.v. 5.8.1983 - 4 C 96.79 -, BVerwGE 67, 334 [339]; (BayVGH, B.v. 26.3.2018 - 12 BV 17.1765 u.a. -, Rn. 141, juris).
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