Rechtsprechung
| LSG Bayern, 13.08.2008 - L 13 R 58/08 |
Volltextveröffentlichungen (4)
- Sozialgerichtsbarkeit.de
Rentenversicherung
- openjur.de
Berechnung einer Altersrente - keine bindende Wirkung einer Entgeltvorausbescheinigung - Verzicht
- Wolters Kluwer(Abodienst, Leitsatz/Tenor frei)
Berücksichtigung des tatsächlich erzielten Bruttoarbeitsentgelts bei der Bestimmung der Höhe eines Rentenanspruchs nach der gesetzlichen Rentenversicherung; Bindende Wirkung der Entgeltvorausbescheinigung bei Zugrundelegung der nachträglich eingetretenen realen ...
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Verfahrensgang
- SG Augsburg, 28.11.2007 - S 13 R 4311/04
- LSG Bayern, 13.08.2008 - L 13 R 58/08
Papierfundstellen
- NZS 2009, 630
Wird zitiert von ... (11) Zitiert selbst (2)
- BSG, 16.11.1995 - 4 RA 48/93
Feststellung der Höhe des Altersruhegeldes aufgrund einer …
Auszug aus LSG Bayern, 13.08.2008 - L 13 R 58/08
Zu der vergleichbaren Regelung des § 123 Angestelltenversicherungsgesetz (AVG) hat das Bundessozialgericht (BSGE 77, 77) entschieden, dass der Rentenversicherungsträger auf der Grundlage einer Entgeltvorausbescheinigung die Höhe des Altersruhegeldes endgültig festsetzen darf.Eine bindende Wirkung der Entgeltvorausbescheinigung steht aber der Zugrundelegung der nachträglich eingetretenen realen Entwicklung nicht entgegen (BSGE 77, 77).
§ 70 Abs. 4 SGB VI ist nur ergänzend und präzisierend an die Stelle des § 123 Abs. 1 S. 3 AVG getreten (BSGE 77, 77).
- BSG, 19.10.1977 - 4 RJ 151/76
Arbeitgeber - Entgeltbescheinigung - Zu erwartendes Entgelt - Künftige Änderungen
Auszug aus LSG Bayern, 13.08.2008 - L 13 R 58/08
Die bisherige Rechtsprechung (BSGE 45, 72) wurde dabei ausdrücklich aufgegeben.
- BSG, 12.12.2011 - B 13 R 29/11 R
Rentenberechnung - Vorausbescheinigung - Hochrechnung nach § 194 Abs 1 SGB 6 - …
Diese Rechtsprechung habe das Bayerische LSG in seinem Urteil vom 13.8.2008 (L 13 R 58/08 = NZS 2009, 630) für § 70 Abs. 4 S 2 SGB VI in seiner bis zum 31.12.2007 geltenden Fassung als nahezu inhaltsgleiche Vorschrift zu § 123 Abs. 1 S 3 AVG bestätigt. - LSG Rheinland-Pfalz, 08.12.2010 - L 6 R 244/10
Rentenberechnung - Vorausbescheinigung - Hochrechnung nach § 194 Abs 1 SGB 6 - zu …
Bereits zu der bis zum 31.12.2007 geltenden Fassung des § 70 Abs. 4 SGB VI habe auch das Bayerische Landessozialgericht unter Berufung auf die Rechtsprechung des BSG entschieden, dass ein auf der Grundlage des hochgerechneten Arbeitsentgelts erlassener Rentenbescheid einer nachträglichen Anpassung nicht verschlossen sei (Bayerisches LSG, Urteil vom 13.08.2008 - L 13 R 58/08 -).Dieser Rechtsauffassung haben sich zum Teil die Instanzgerichte (Bayerisches LSG, Urteil vom 13.08.2008 - L 13 R 58/08 - zit. nach Juris RdNr. 17, 18; mit anderer Begründung Hessisches LSG, Urteil vom 24.05.2005 - L 5 R 3/05 KN -, zit. nach Juris RdNr. 32 ff) und Teile der Literatur (…KassKomm-Polster, § 70 SGB VI RdNr. 17 ff., andere Auffassung Eiche/Haase/Rauschenbach, Kommentar zum SGB VI., 61. Aufl., § 70 Anm. 6) angeschlossen.
- LSG Niedersachsen-Bremen, 25.01.2024 - L 1 R 61/19
Rechtmäßigkeit der Korrektur einer Hochrechnung der Altersrente; Anfängliche …
Dieser Auffassung schließt sich der erkennende Senat angesichts der im Regelfall nicht übermäßigen Einwirkungen auf die Rentenhöhe und angesichts der Wahlfreiheit der Betroffenen im Anschluss an eine gehörige Aufklärung an (anderer Ansicht für den Fall einer noch nicht eingetretenen Bestandskraft des ursprünglichen Rentenbescheides: Bayerisches LSG, Urteil vom 13.8.2008 - L 13 R 58/08 -, Rn. 16 - 19, juris; Fallgruppen bildend: Hessisches LSG…, Urteil vom 15.3.2011 - L 2 R 335/10 -, Rn. 17 - 22, juris; dem Urteil des BSG vom 16.11.1995 folgend: Hessisches LSG…, Urteil vom 17.12.2010 - L 5 R 272/09 -, Rn. 25 f., juris; LSG Berlin-Brandenburg…, Urteil vom 28.6.2011 - L 31 R 1154/10 -, Rn. 25 - 27, juris).
- LSG Berlin-Brandenburg, 28.06.2011 - L 31 R 1154/10
Tatsächlich erzieltes Arbeitsentgelt - hochgerechnetes Arbeitsentgelt - …
25 Dieses Ergebnis ist jedoch weder mit Sinn und Zweck der §§ 194, 70 SGB VI noch mit wesentlichen verfassungsrechtlichen Grundsätzen vereinbar, wie bereits der 4. Senat des Bundessozialgerichts (Urteil vom 16. November 1995, 4 RA 48/93 zu § 123 Angestelltenversicherungsgesetz, aber auch schon zu dem ab dem 01. Januar 1992 geltenden Recht; ähnlich Bayerisches Landessozialgericht Urteil vom 13. August 2008, L 13 R 58/08 zu dem bis zum 31. Dezember 2007 geltenden Recht; a. A. LSG Rheinland-Pfalz, Urteil vom 08. Dezember 2010, L 6 R 244/10, das im Ergebnis aber ebenfalls eine Neuberechnung der Rente für notwendig hält, zitiert nach Juris) entschieden hat. - SG Münster, 22.11.2010 - S 4 (4,17) R 18/09
Rentenversicherung
Rn. 24 Aus Art. 14 GG folgend steht dem Kläger die Altersrente, errechnet auf der Grundlage seiner nachweislichen tatsächlichen Arbeitsentgelte, zu (zu den nachfolgenden Ausführungen siehe nahezu wortgleich SG Augsburg, Urteil vom 30.04.2009, Az: S 3 R 4375/08; siehe auch LSG Bayern, Urteil vom 13.08.2008, Az: L 13 R 58/08 [= NZS 2009, S. 630], ergangen zu § 70 Abs. 4 SGB VI a.F. Anzumerken ist, dass sich die Ausführungen in den genannten Entscheidungen zu einem noch nicht bestandskräftigen Bescheid gem. § 77 Sozialgerichtsgesetz [SGG] verhalten).Ohne eine Angleichung wäre der Kläger ohne sachlichen Grund gegenüber der Gruppe der Rentner benachteiligt, bei denen die Rente nicht hochgerechnet wird, etwa weil sie nicht frühzeitig - also anders als vom Gesetzgeber gewollt - einen Rentenantrag stellen (ähnlich auch LSG Bayern, Urteil vom 13.08.2008, Az: L 13 R 58/08 [= NZS 2009, S. 630], ergangen zu § 70 Abs. 4 SGB VI a.F.).
- LSG Hessen, 17.12.2010 - L 5 R 272/09
Berechnung einer Altersrente auf der Grundlage einer Entgeltvorausbescheinigung …
Denn ihr Zweck liegt einzig darin, das Verwaltungsverfahren zu beschleunigen und bei der Altersrente eine frühzeitige Antragstellung bzw. Rentengewährung zu ermöglichen (…BSG, a.a.O., Rdnr. 20; ebenso Bayerisches Landessozialgericht, Urteil vom 13. August 2008, Az.: L 13 R 58/08, zitiert nach juris, Rdnr. 17). - LSG Niedersachsen-Bremen, 10.07.2012 - L 7 AS 776/11
Fiktion der Klagerücknahme im sozialgerichtlichen Verfahren
Ein den Namen abkürzendes Handzeichen genügt als Unterschrift nicht; eine Unterzeichnung "Auf Anordnung" durch Justizangestellte reicht nicht aus (BSG, Urteil 01.07.2010 - B 13 R 58/08 R = juris Rdnr. 48, 49; LSG Niedersachsen-Bremen…, Urteil vom 30.08.2011 - L 9 AS 61/10 = juris Rdnr. 24;… Krasney/Udsching, Handbuch des sozialgerichtlichen Verfahrens, 6. Auflage 2011, Kapitel 7 Rdnr. 170a = Seite 292). - SG Augsburg, 30.04.2009 - S 3 R 4375/08
Altersrente nach Altersteilzeitarbeit - Rentenberechnung - Zugrundelegung des …
Soweit ersichtlich (nach "juris" und "www.sozialgerichstbarkeit.de") haben sich bisher nur der 4. Senat des Bundessozialgerichts (Urteil vom 16.11.1995, 4 RA 48/93) und das Bayerische Landessozialgericht (Urteil vom 13.08.2008, L 13 R 58/08), das zudem keine Gründe für die Zulassung der Revision erkannte, mit der Thematik auseinandergesetzt. - LSG Baden-Württemberg, 13.05.2011 - L 4 R 3830/09 Dies wird dadurch erreicht, dass der Rentenversicherungsträger die Höhe der Altersrente zunächst auf der Grundlage einer Vorausbescheinigung festsetzt (so auch Bayerisches Landessozialgericht, Urteil vom 13. August 2008, L 13 R 58/08).
- LSG Baden-Württemberg, 27.01.2011 - L 4 R 735/11 Der Gerichtsbescheid des SG vom 27. Januar 2011 sei nicht zu beanstanden und decke sich im Übrigen mit der weiteren hierzu ergangenen Rechtsprechung (Verweis auf Urteile des Bayerischen Landessozialgerichts vom 13. August 2008 -L 13 R 58/08-, des Hessischen Landessozialgerichts vom 17. Dezember 2010 -L 5 R 272/09-, des Landessozialgerichts Rheinland-Pfalz vom 08. Dezember 2010 -L 6 R 244/10- und des Landessozialgerichts Berlin-Brandenburg vom 28. Juni 2011 -L 31 R 1154/10-; jeweils in juris).
- LSG Baden-Württemberg, 04.08.2009 - L 4 R 3830/09
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