Rechtsprechung
| OLG Celle, 16.12.2020 - 14 U 87/20 |
Volltextveröffentlichungen (7)
- Burhoff online
Kettenauffahrunfall, Anscheinsbeweis, Bremsen, Haftungsverteilung
- openjur.de
- Entscheidungsdatenbank Niedersachsen
StVG § 17; StVO § 4 Abs. 1 S. 2
Haftungsverteilung bei einem Kettenauffahrunfall
- rabüro.de
Zur Haftungsverteilung zwischen Auffahrendem und ohne zwingenden Grund stark Bremsendem
- verkehrsunfallsiegen.de
Kettenauffahrunfall - Anscheinsbeweis gegen den Auffahrenden
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse (3)
- Burhoff online Blog (Kurzinformation und Leitsatz und Auszüge)
Anscheinsbeweis auch bei (Ketten)Auffahrunfall nach Starkbremsung? - Haftungsverteilung
- anwaltonline.com(Abodienst, kostenloses Probeabo) (Kurzinformation)
Anscheinsbeweis gegen Auffahrenden und Haftungsverteilung
- Wolters Kluwer (Kurzinformation)
Anscheinsbeweis bei einem Kettenauffahrunfall
Verfahrensgang
- LG Verden, 15.04.2020 - 5 O 248/18
- OLG Celle, 16.12.2020 - 14 U 87/20
Wird zitiert von ... (5) Zitiert selbst (14)
- BGH, 13.12.2016 - VI ZR 32/16
Haftungsverteilung bei Auffahrunfall auf der Autobahn: Anscheinsbeweis für …
Auszug aus OLG Celle, 16.12.2020 - 14 U 87/20
Rn. 10 (1) In der höchstrichterlichen Rechtsprechung ist anerkannt, dass bei Auffahrunfällen, auch wenn sie sich auf Autobahnen ereignen, der erste Anschein dafür sprechen kann, dass der Auffahrende den Unfall schuldhaft dadurch verursacht hat, dass er entweder den erforderlichen Sicherheitsabstand nicht eingehalten hat (§ 4 Abs. 1 StVO), unaufmerksam war (§ 1 StVO) oder aber mit einer den Straßen- und Sichtverhältnissen unangepassten Geschwindigkeit gefahren ist (§ 3 Abs. 1 StVO); denn der Kraftfahrer ist verpflichtet, seine Fahrweise so einzurichten, dass er notfalls rechtzeitig anhalten kann, wenn ein Hindernis auf der Fahrbahn auftaucht (u.a. BGH, Urteil vom 13. Dezember 2016 - VI ZR 32/16 - Rn. 10 mwN, juris).Auch war es unstreitig so, dass das Beklagtenfahrzeug auf derselben Fahrspur wie das Klägerfahrzeug fuhr und nicht kurz vor der Kollision einen Spurwechsel vorgenommen hatte, was gegen die bei Auffahrunfällen gegebene Typizität sprechen könnte (s.o. BGH, Urteil vom 13. Dezember 2016 - VI ZR 32/16 -, Rn. 11, juris).
- BGH, 09.12.1986 - VI ZR 138/85
Pflichten des Kraftfahrers auf einer Autobahn; Abstand zu einem vorausfahrenden …
Auszug aus OLG Celle, 16.12.2020 - 14 U 87/20
Auf Autobahnen muss der Abstand zu einem vorausfahrenden Kraftfahrzeug nach StVO § 4 Abs. 1 S 1 in der Regel so groß sein, dass auch dann hinter ihm gehalten werden kann, wenn das vorausfahrende Fahrzeug plötzlich gebremst wird (BGH, Urteil vom 09. Dezember 1986 - VI ZR 138/85 -, juris).Der gegen den Auffahrenden sprechende Anscheinsbeweis kann zwar dann erschüttert werden, wenn der Vorausfahrende unvorhersehbar und ohne Ausschöpfung des Anhalteweges "ruckartig" - etwa infolge einer Kollision - zum Stehen gekommen und der Nachfolgende deshalb aufgefahren ist (vgl. BGH, Urteil vom 9. Dezember 1986 - VI ZR 138/85 -, juris).
- OLG Hamm, 09.12.2013 - 6 U 54/13
Haftungsverteilung bei einem Auffahrunfall
Auszug aus OLG Celle, 16.12.2020 - 14 U 87/20
Soweit der Klägervertreter in der Berufungsverhandlung zur Begründung einer hälftigen Haftungsverteilung auf eine Entscheidung des OLG Hamm (Urteil vom 09.12.2013 - 6 U 54/13 -) verwiesen hat, verkennt er, dass der dort zugrundeliegende Unfall in Annäherung an eine Grünlicht anzeigende Lichtzeichenanlage geschah und sich zudem vor dem vorausfahrenden Unfallbeteiligten keine weiteren Fahrzeuge befanden (…vgl. OLG Hamm, aaO, juris-Rn. 4).
- OLG Celle, 22.05.2019 - 14 U 153/18
Verkehrsunfall auf Autobahn - Spurwechsel von Mittelspur auf Überholspur
Auszug aus OLG Celle, 16.12.2020 - 14 U 87/20
Die Betriebsgefahr eines Pkw begründet für sich genommen ohne Hinzutreten besonderer Umstände nach der ständigen Rechtsprechung des Senats einen Haftungsanteil von 20 % (vgl. etwa Senat, Urteil vom 22. Mai 2019 - 14 U 153/18 -, juris). - BGH, 26.01.2016 - VI ZR 179/15
Haftung bei Parkplatzunfall: Anscheinsbeweis bei Kollision eines …
Auszug aus OLG Celle, 16.12.2020 - 14 U 87/20
Soweit die Klägerin zur Begründung ihrer Auffassung auf die Entscheidung des Bundesgerichtshofs vom 26. Januar 2016 - VI ZR 179/15 - verweist, bleibt dies ohne Erfolg. - BGH, 16.01.2007 - VI ZR 248/05
Schadensverteilung bei Nichteinhaltung des gebotenen Sicherheitsabstandes
Auszug aus OLG Celle, 16.12.2020 - 14 U 87/20
Daran fehlt es aber, wenn das vorausfahrende Fahrzeug durch eine Vollbremsung oder Notbremsung zum Stillstand kommt, denn ein plötzliches scharfes Bremsen des Vorausfahrenden muss ein Kraftfahrer grundsätzlich einkalkulieren (vgl. BGH, Urteil vom 16. Januar 2007 - VI ZR 248/05 -, Rn. 6, juris). - OLG Hamm, 06.02.2014 - 6 U 101/13
Ungeklärter Ablauf eines Kettenauffahrunfalls - Geklärt, wer zahlen muss
Auszug aus OLG Celle, 16.12.2020 - 14 U 87/20
Es entspricht der obergerichtlichen Rechtsprechung, dass bei Kettenauffahrunfällen jedenfalls hinsichtlich der Verursachung des Frontschadens an dem Fahrzeug, auf das das Fahrzeug des Hintermanns aufgefahren ist, der für ein Verschulden des Auffahrenden sprechende Anscheinsbeweis in der Regel nicht anwendbar ist, weil regelmäßig gerade kein ausreichend typischer Geschehensablauf feststellbar ist (vgl. OLG München…, Urteil vom 12. Mai 2017 - 10 U 748/16 -, Rn. 6 mit Verweis auf OLG Düsseldorf, Urteil vom 12.06.2006, Az.: I-1 U 206/05, und OLG Hamm, Urteil vom 06.02.2014, Az.: 6 U 101/13, NJW 2014, 3790, juris). - OLG Frankfurt, 02.03.2006 - 3 U 220/05
Verkehrsunfallhaftung: Alleinverschulden eines grundlos nach einem Ampelstart …
Auszug aus OLG Celle, 16.12.2020 - 14 U 87/20
Soweit das Landgericht hiergegen unter Bezugnahme auf MüKoStVR-Bender, § 4 StVO, Rn. 22f., ausführt, ohne entsprechende Anhaltspunkte brauche der Nachfolgende nicht mit einem plötzlichen, sondern nur mit einem allmählichen, verkehrsgerechten Bremsen des Vordermannes zu rechnen, hat es nicht beachtet, dass die besagte Fundstelle auf die Entscheidung des OLG Frankfurt, Urteil vom 02. März 2006 - 3 U 220/05 -, verweist, der jedoch eine atypische Konstellation zugrunde lag (…vgl. OLG Frankfurt, aaO, juris-Rn. 2 a.E.: "(…) Vor der LZA standen zunächst der Kläger und - dahinter - die Beklagte zu 1) mit ihren Fahrzeugen, weil das Signal rot angezeigt wurde; hierbei stand der Pkw des Klägers als erstes wartendes Fahrzeug unmittelbar vor der dort markierten Haltelinie. - OLG Karlsruhe, 28.04.2017 - 9 U 189/15
Schadensersatz bei Auffahrunfall nach möglicherweise grundlosem Abbremsen des …
Auszug aus OLG Celle, 16.12.2020 - 14 U 87/20
Ob zwischen Anscheinsbeweisen für einen schuldhaften Verkehrsverstoß einerseits und für eine Alleinschuld des Auffahrenden andererseits zu differenzieren ist, wie es die Klägerin unter Verweis auf eine Entscheidung des OLG Karlsruhe geltend macht (vgl. OLG Karlsruhe, Urteil vom 28.04.2017 - 9 U 189/15, juris-Rn. 24), erscheint allerdings zweifelhaft. - OLG Celle, 22.01.2020 - 14 U 150/19
Schadensersatzansprüche nach einem Verkehrsunfall aus eigenem und übergegangenem …
Auszug aus OLG Celle, 16.12.2020 - 14 U 87/20
In einem zweiten Schritt sind die beiden Verursachungsanteile gegeneinander abzuwägen (Senat, Urteil vom 22. Januar 2020 - 14 U 150/19 -, Rn. 66 mwN, juris). - OLG Düsseldorf, 12.06.2006 - 1 U 206/05
Serienauffahrunfall: Anscheinsbeweis für ein Verschulden des Auffahrenden nur …
- OLG München, 12.05.2017 - 10 U 748/16
Anscheinsbeweis bei Kettenauffahrunfall
- BGH, 10.03.1998 - VI ZR 30/97
Absehen von erneuter Vernehmung eines Zeugen bei von der Vorinstanz abweichender …
- BGH, 24.06.1969 - VI ZR 40/68
Haftungsverteilung bei einem Auffahrunfall
- AG Brandenburg, 24.01.2025 - 30 C 75/24
Verkehrsunfall durch starkes Abbremsen des Vorausfahrenden
Rn. 67 Nach ständiger Rechtsprechung darf ein Kraftfahrer - wie der Beklagte zu 1.) - grundsätzlich nur so schnell fahren, dass er innerhalb der überschaubaren Strecke noch sein Fahrzeug anhalten kann (§ 3 Abs. 1 StVO; BGH, Urteil vom 13.12.2016, Az.: VI ZR 32/16, u.a. in: NJW 2017, Seite 1177; BGH, Urteil vom 13.12.2011, Az.: VI ZR 177/10, u.a. in: NJW 2012, Seiten 608 f.; BGH, Urteil vom 16.01.2007, Az.: VI ZR 248/05, u.a. in: NJW-RR 2007, Seiten 680 f.; BGH, Urteil vom 18.10.1988, Az.: VI ZR 223/87, u.a. in: NZV 1989, Seiten 105 ff.; BGH, Urteil vom 08.12.1987, Az.: VI ZR 82/87, u.a. in: NJW-RR 1988, Seite 406; BGH, Urteil vom 23.06.1987, Az.: VI ZR 188/86, u.a. in: NJW-RR 1987, Seiten 1235 ff.; BGH, Urteil vom 09.12.1986, Az.: VI ZR 138/85, u.a. in: NJW 1987, Seite 1075; BGH, Urteil vom 15.05.1984, Az.: VI ZR 161/82, u.a. in: NJW 1984, Seiten 2412 f.; BGH, Urteil vom 06.04.1982, Az.: VI ZR 152/80, u.a. in: NJW 1982, Seiten 1595 f.; BGH, Urteil vom 20.06.1978, Az.: VI ZR 15/77, u.a. in: NJW 1978, Seiten 2032 f.; BGH, Urteil vom 07.03.1967, Az.: VI ZR 129/65, u.a. in: VersR 1967, Seite 585; BGH, Urteil vom 17.11.1964, Az.: VI ZR 188/63, u.a. in: VersR 1965, Seiten 88 f.; OLG Frankfurt/Main, Urteil vom 09.03.2021, Az.: 23 U 120/20, u.a. in: NJW-RR 2021, Seite 753; OLG Celle, Urteil vom 16.12.2020, Az.: 14 U 87/20, u.a. in: NJOZ 2021, Seite 585; OLG Brandenburg, Urteil vom 14.07.2016, Az.: 12 U 121/15, u.a. in: r + s 2016, Seiten 636 f.; OLG Düsseldorf, Urteil vom 16.04.2013, Az.: I-1 U 163/12, u.a. in: BeckRS 2015, Nr. 16834 = "juris"; OLG Brandenburg, Urteil vom 08.07.2010, Az.: 12 U 13/10, u.a. in: Schaden-Praxis 2011, Seiten 102 ff.; OLG Saarbrücken, Urteil vom 19.05.2009, Az.: 4 U 347/08, u.a. in: NZV 2009, Seite 556; OLG Düsseldorf, Urteil vom 29.09.2005, Az.: I-10 U 203/04, u.a. in: NJW-RR 2006, Seiten 319 f.; OLG Köln, Urteil vom 20.05.2003, Az.: 9 U 224/02, u.a. in: NZV 2004, Seiten 29 f.; OLG Düsseldorf, Urteil vom 10.10.2002, Az.: 10 U 184/01, u.a. in: NZV 2003, Seiten 289 f.; KG Berlin, Urteil vom 11.07.2002, Az.: 12 U 9923/00, u.a. in: NZV 2003, Seiten 41 f.; OLG Celle, Urteil vom 29.03.2001, Az.: 14 U 109/00, u.a. in: MDR 2001, Seiten 1349 f.; KG Berlin, Urteil vom 22.01,2001, Az.: 22 U 1044/00, u.a. in: MDR 2001, Seite 808; OLG Hamm, Urteil vom 20.03.2000, Az.: 13 U 181/99, u.a. in: VersR 2001, Seiten 206 ff.; OLG Hamm, Urteil vom 10.01.1997, Az.: 9 U 171/96, u.a. in: ZfSch 1997, Seiten 165 f.; OLG Köln, Urteil vom 24.04.1996, Az.: 13 U 146/95, u.a. in: Schaden-Praxis 1996, Seiten 307 ff.; KG Berlin, Urteil vom 21.09.1995, Az.: 12 U 8438/94, u.a. in: VerkMitt 1996, Nr. 8; OLG Köln, Urteil vom 06.11.1992, Az.: 19 U 103/92, u.a. in: NZV 1993, Seiten 271 f.; KG Berlin, Urteil vom 15.02.1993, Az.: 12 U 6437/91, u.a. in: NZV 1993, Seite 313; OLG Hamm, NZV 1992, Seiten 407 f.; OLG Hamm, NZV 1992, Seiten 445 f.; OLG Hamm, NZV 1990, Seiten 312 f.; OLG Frankfurt/Main, NZV 1990, Seiten 154 f.; OLG Hamm, NZV 1988, Seiten 64 f.; OLG Köln, VersR 1966, Seite 375; LG Saarbrücken, Urteil vom 04.10.2019, Az.: 13 S 69/19, u.a. in: NJW-RR 2020, Seite 158; LG Potsdam, Urteil vom 24.08.2018, Az.: 6 O 16/17; LG Magdeburg, Urteil vom 03.06.2014, Az.: 11 O 2274/13, u.a. in: BeckRS 2014, Nr. 19061; LG Saarbrücken, Urteil vom 19.07.2013, Az.: 13 S 35/13, u.a. in: NJW-RR 2013, Seiten 1503 ff.; LG Berlin, Urteil vom 16.03.2011, Az.: 42 O 187/10, u.a. in: Schaden-Praxis 2011, Seiten 357 f.; LG Berlin, Schaden-Praxis 2005, Seiten 297 ff.; LG Bielefeld, VersR 1971, Seite 772; AG Lehrte, Urteil vom 06.03.2008, Az.: 13 C 805/06 (6a), u.a. in: Schaden-Praxis 2008, Seiten 284 f.) und muss er den Abstand zu dem voraus fahrenden Fahrzeug so groß belassen, dass er auch dann hinter diesem Fahrzeug gefahrlos halten kann, wenn es sogar "plötzlich" gebremst wird (§ 4 Abs. 1 Satz 1 StVO).Rn. 68 Bei einem Auffahrunfall - so wie hier - streitet somit grundsätzlich insofern bereits der Beweis des ersten Anscheins dafür, dass der Auffahrende - mithin hier der Beklagte zu 1.) - entweder durch ungenügenden Sicherheitsabstand, durch unangepasste Geschwindigkeit und/oder durch allgemeine Unaufmerksamkeit den Unfall verursacht und verschuldet hat (BGH, Urteil vom 13.12.2016, Az.: VI ZR 32/16, u.a. in: NJW 2017, Seite 1177; BGH, Urteil vom 13.12.2011, Az.: VI ZR 177/10, u.a. in: NJW 2012, Seiten 608 f.; BGH, Urteil vom 16.01.2007, Az.: VI ZR 248/05, u.a. in: NJW-RR 2007, Seiten 680 f.; BGH, Urteil vom 18.10.1988, Az.: VI ZR 223/87, u.a. in: NZV 1989, Seiten 105 ff.; BGH, Urteil vom 08.12.1987, Az.: VI ZR 82/87, u.a. in: NJW-RR 1988, Seite 406; BGH, Urteil vom 23.06.1987, Az.: VI ZR 188/86, u.a. in: NJW-RR 1987, Seiten 1235 ff.; BGH, Urteil vom 09.12.1986, Az.: VI ZR 138/85, u.a. in: NJW 1987, Seite 1075; BGH, Urteil vom 15.05.1984, Az.: VI ZR 161/82, u.a. in: NJW 1984, Seiten 2412 f.; BGH, Urteil vom 06.04.1982, Az.: VI ZR 152/80, u.a. in: NJW 1982, Seiten 1595 f.; BGH, Urteil vom 20.06.1978, Az.: VI ZR 15/77, u.a. in: NJW 1978, Seiten 2032 f.; BGH, Urteil vom 07.03.1967, Az.: VI ZR 129/65, u.a. in: VersR 1967, Seite 585; BGH, Urteil vom 17.11.1964, Az.: VI ZR 188/63, u.a. in: VersR 1965, Seiten 88 f.; OLG Frankfurt/Main, Urteil vom 09.03.2021, Az.: 23 U 120/20, u.a. in: NJW-RR 2021, Seite 753; OLG Celle, Urteil vom 16.12.2020, Az.: 14 U 87/20, u.a. in: NJOZ 2021, Seite 585; OLG Brandenburg, Urteil vom 14.07.2016, Az.: 12 U 121/15, u.a. in: r + s 2016, Seiten 636 f.; OLG Düsseldorf, Urteil vom 16.04.2013, Az.: I-1 U 163/12, u.a. in: BeckRS 2015, Nr. 16834 = "juris"; OLG Brandenburg, Urteil vom 08.07.2010, Az.: 12 U 13/10, u.a. in: Schaden-Praxis 2011, Seiten 102 ff.; OLG Saarbrücken, Urteil vom 19.05.2009, Az.: 4 U 347/08, u.a. in: NZV 2009, Seite 556; OLG Düsseldorf, Urteil vom 29.09.2005, Az.: I-10 U 203/04, u.a. in: NJW-RR 2006, Seiten 319 f.; OLG Köln, Urteil vom 20.05.2003, Az.: 9 U 224/02, u.a. in: NZV 2004, Seiten 29 f.; OLG Düsseldorf, Urteil vom 10.10.2002, Az.: 10 U 184/01, u.a. in: NZV 2003, Seiten 289 f.; KG Berlin, Urteil vom 11.07.2002, Az.: 12 U 9923/00, u.a. in: NZV 2003, Seiten 41 f.; OLG Celle, Urteil vom 29.03.2001, Az.: 14 U 109/00, u.a. in: MDR 2001, Seiten 1349 f.; KG Berlin, Urteil vom 22.01,2001, Az.: 22 U 1044/00, u.a. in: MDR 2001, Seite 808; OLG Hamm, Urteil vom 20.03.2000, Az.: 13 U 181/99, u.a. in: VersR 2001, Seiten 206 ff.; OLG Hamm, Urteil vom 10.01.1997, Az.: 9 U 171/96, u.a. in: ZfSch 1997, Seiten 165 f.; OLG Köln, Urteil vom 24.04.1996, Az.: 13 U 146/95, u.a. in: Schaden-Praxis 1996, Seiten 307 ff.; KG Berlin, Urteil vom 21.09.1995, Az.: 12 U 8438/94, u.a. in: VerkMitt 1996, Nr. 8; OLG Köln, Urteil vom 06.11.1992, Az.: 19 U 103/92, u.a. in: NZV 1993, Seiten 271 f.; KG Berlin, Urteil vom 15.02.1993, Az.: 12 U 6437/91, u.a. in: NZV 1993, Seite 313; OLG Hamm, NZV 1992, Seiten 407 f.; OLG Hamm, NZV 1992, Seiten 445 f.; OLG Hamm, NZV 1990, Seiten 312 f.; OLG Frankfurt/Main, NZV 1990, Seiten 154 f.; OLG Hamm, NZV 1988, Seiten 64 f.; OLG Köln, VersR 1966, Seite 375; LG Saarbrücken, Urteil vom 04.10.2019, Az.: 13 S 69/19, u.a. in: NJW-RR 2020, Seite 158; LG Potsdam, Urteil vom 24.08.2018, Az.: 6 O 16/17; LG Magdeburg, Urteil vom 03.06.2014, Az.: 11 O 2274/13, u.a. in: BeckRS 2014, Nr. 19061; LG Saarbrücken, Urteil vom 19.07.2013, Az.: 13 S 35/13, u.a. in: NJW-RR 2013, Seiten 1503 ff.; LG Berlin, Urteil vom 16.03.2011, Az.: 42 O 187/10, u.a. in: Schaden-Praxis 2011, Seiten 357 f.; LG Berlin, Schaden-Praxis 2005, Seiten 297 ff.; LG Bielefeld, VersR 1971, Seite 772; AG Lehrte, Urteil vom 06.03.2008, Az.: 13 C 805/06 (6a), u.a. in: Schaden-Praxis 2008, Seiten 284 f.).
Rn. 69 Die herrschende Rechtsprechung hält nämlich daran fest, dass bei Unfällen durch Auffahren der erste Anschein zunächst für ein Verschulden des auffahrenden Verkehrsteilnehmers spricht (BGH, Urteil vom 13.12.2016, Az.: VI ZR 32/16, u.a. in: NJW 2017, Seite 1177; BGH, Urteil vom 13.12.2011, Az.: VI ZR 177/10, u.a. in: NJW 2012, Seiten 608 f.; BGH, Urteil vom 16.01.2007, Az.: VI ZR 248/05, u.a. in: NJW-RR 2007, Seiten 680 f.; BGH, Urteil vom 18.10.1988, Az.: VI ZR 223/87, u.a. in: NZV 1989, Seiten 105 ff.; BGH, Urteil vom 08.12.1987, Az.: VI ZR 82/87, u.a. in: NJW-RR 1988, Seite 406; BGH, Urteil vom 23.06.1987, Az.: VI ZR 188/86, u.a. in: NJW-RR 1987, Seiten 1235 ff.; BGH, Urteil vom 09.12.1986, Az.: VI ZR 138/85, u.a. in: NJW 1987, Seite 1075; BGH, Urteil vom 15.05.1984, Az.: VI ZR 161/82, u.a. in: NJW 1984, Seiten 2412 f.; BGH, Urteil vom 06.04.1982, Az.: VI ZR 152/80, u.a. in: NJW 1982, Seiten 1595 f.; BGH, Urteil vom 20.06.1978, Az.: VI ZR 15/77, u.a. in: NJW 1978, Seiten 2032 f.; BGH, Urteil vom 07.03.1967, Az.: VI ZR 129/65, u.a. in: VersR 1967, Seite 585; BGH, Urteil vom 17.11.1964, Az.: VI ZR 188/63, u.a. in: VersR 1965, Seiten 88 f.; OLG Frankfurt/Main, Urteil vom 09.03.2021, Az.: 23 U 120/20, u.a. in: NJW-RR 2021, Seite 753; OLG Celle, Urteil vom 16.12.2020, Az.: 14 U 87/20, u.a. in: NJOZ 2021, Seite 585; OLG Brandenburg, Urteil vom 14.07.2016, Az.: 12 U 121/15, u.a. in: r + s 2016, Seiten 636 f.; OLG Düsseldorf, Urteil vom 16.04.2013, Az.: I-1 U 163/12, u.a. in: BeckRS 2015, Nr. 16834 = "juris"; OLG Brandenburg, Urteil vom 08.07.2010, Az.: 12 U 13/10, u.a. in: Schaden-Praxis 2011, Seiten 102 ff.; OLG Saarbrücken, Urteil vom 19.05.2009, Az.: 4 U 347/08, u.a. in: NZV 2009, Seite 556; OLG Düsseldorf, Urteil vom 29.09.2005, Az.: I-10 U 203/04, u.a. in: NJW-RR 2006, Seiten 319 f.; OLG Köln, Urteil vom 20.05.2003, Az.: 9 U 224/02, u.a. in: NZV 2004, Seiten 29 f.; OLG Düsseldorf, Urteil vom 10.10.2002, Az.: 10 U 184/01, u.a. in: NZV 2003, Seiten 289 f.; KG Berlin, Urteil vom 11.07.2002, Az.: 12 U 9923/00, u.a. in: NZV 2003, Seiten 41 f.; OLG Celle, Urteil vom 29.03.2001, Az.: 14 U 109/00, u.a. in: MDR 2001, Seiten 1349 f.; KG Berlin, Urteil vom 22.01,2001, Az.: 22 U 1044/00, u.a. in: MDR 2001, Seite 808; OLG Hamm, Urteil vom 20.03.2000, Az.: 13 U 181/99, u.a. in: VersR 2001, Seiten 206 ff.; OLG Hamm, Urteil vom 10.01.1997, Az.: 9 U 171/96, u.a. in: ZfSch 1997, Seiten 165 f.; OLG Köln, Urteil vom 24.04.1996, Az.: 13 U 146/95, u.a. in: Schaden-Praxis 1996, Seiten 307 ff.; KG Berlin, Urteil vom 21.09.1995, Az.: 12 U 8438/94, u.a. in: VerkMitt 1996, Nr. 8; OLG Köln, Urteil vom 06.11.1992, Az.: 19 U 103/92, u.a. in: NZV 1993, Seiten 271 f.; KG Berlin, Urteil vom 15.02.1993, Az.: 12 U 6437/91, u.a. in: NZV 1993, Seite 313; OLG Hamm, NZV 1992, Seiten 407 f.; OLG Hamm, NZV 1992, Seiten 445 f.; OLG Hamm, NZV 1990, Seiten 312 f.; OLG Frankfurt/Main, NZV 1990, Seiten 154 f.; OLG Hamm, NZV 1988, Seiten 64 f.; OLG Köln, VersR 1966, Seite 375; LG Saarbrücken, Urteil vom 04.10.2019, Az.: 13 S 69/19, u.a. in: NJW-RR 2020, Seite 158; LG Potsdam, Urteil vom 24.08.2018, Az.: 6 O 16/17; LG Magdeburg, Urteil vom 03.06.2014, Az.: 11 O 2274/13, u.a. in: BeckRS 2014, Nr. 19061; LG Saarbrücken, Urteil vom 19.07.2013, Az.: 13 S 35/13, u.a. in: NJW-RR 2013, Seiten 1503 ff.; LG Berlin, Urteil vom 16.03.2011, Az.: 42 O 187/10, u.a. in: Schaden-Praxis 2011, Seiten 357 f.; LG Berlin, Schaden-Praxis 2005, Seiten 297 ff.; LG Bielefeld, VersR 1971, Seite 772; AG Lehrte, Urteil vom 06.03.2008, Az.: 13 C 805/06 (6a), u.a. in: Schaden-Praxis 2008, Seiten 284 f.).
Der Hintermann muss grundsätzlich, wenn keine atypische Konstellation vorliegt, auch mit einem plötzlichen scharfen Bremsen des Vorausfahrenden rechnen; der gegen den Auffahrenden sprechende Anscheinsbeweis ist somit selbst in diesem Fall noch nicht ohne weiteres erschüttert (BGH, Urteil vom 13.12.2016, Az.: VI ZR 32/16, u.a. in: NJW 2017, Seite 1177; BGH, Urteil vom 13.12.2011, Az.: VI ZR 177/10, u.a. in: NJW 2012, Seiten 608 f.; BGH, Urteil vom 16.01.2007, Az.: VI ZR 248/05, u.a. in: NJW-RR 2007, Seiten 680 f.; BGH, Urteil vom 18.10.1988, Az.: VI ZR 223/87, u.a. in: NZV 1989, Seiten 105 ff.; BGH, Urteil vom 08.12.1987, Az.: VI ZR 82/87, u.a. in: NJW-RR 1988, Seite 406; BGH, Urteil vom 23.06.1987, Az.: VI ZR 188/86, u.a. in: NJW-RR 1987, Seiten 1235 ff.; BGH, Urteil vom 09.12.1986, Az.: VI ZR 138/85, u.a. in: NJW 1987, Seite 1075; BGH, Urteil vom 15.05.1984, Az.: VI ZR 161/82, u.a. in: NJW 1984, Seiten 2412 f.; BGH, Urteil vom 06.04.1982, Az.: VI ZR 152/80, u.a. in: NJW 1982, Seiten 1595 f.; BGH, Urteil vom 20.06.1978, Az.: VI ZR 15/77, u.a. in: NJW 1978, Seiten 2032 f.; BGH, Urteil vom 07.03.1967, Az.: VI ZR 129/65, u.a. in: VersR 1967, Seite 585; BGH, Urteil vom 17.11.1964, Az.: VI ZR 188/63, u.a. in: VersR 1965, Seiten 88 f.; OLG Frankfurt/Main, Urteil vom 09.03.2021, Az.: 23 U 120/20, u.a. in: NJW-RR 2021, Seite 753; OLG Celle, Urteil vom 16.12.2020, Az.: 14 U 87/20, u.a. in: NJOZ 2021, Seite 585; OLG Brandenburg, Urteil vom 14.07.2016, Az.: 12 U 121/15, u.a. in: r + s 2016, Seiten 636 f.; OLG Düsseldorf, Urteil vom 16.04.2013, Az.: I-1 U 163/12, u.a. in: BeckRS 2015, Nr. 16834 = "juris"; OLG Brandenburg, Urteil vom 08.07.2010, Az.: 12 U 13/10, u.a. in: Schaden-Praxis 2011, Seiten 102 ff.; OLG Saarbrücken, Urteil vom 19.05.2009, Az.: 4 U 347/08, u.a. in: NZV 2009, Seite 556; OLG Düsseldorf, Urteil vom 29.09.2005, Az.: I-10 U 203/04, u.a. in: NJW-RR 2006, Seiten 319 f.; OLG Köln, Urteil vom 20.05.2003, Az.: 9 U 224/02, u.a. in: NZV 2004, Seiten 29 f.; OLG Düsseldorf, Urteil vom 10.10.2002, Az.: 10 U 184/01, u.a. in: NZV 2003, Seiten 289 f.; KG Berlin, Urteil vom 11.07.2002, Az.: 12 U 9923/00, u.a. in: NZV 2003, Seiten 41 f.; OLG Celle, Urteil vom 29.03.2001, Az.: 14 U 109/00, u.a. in: MDR 2001, Seiten 1349 f.; KG Berlin, Urteil vom 22.01,2001, Az.: 22 U 1044/00, u.a. in: MDR 2001, Seite 808; OLG Hamm, Urteil vom 20.03.2000, Az.: 13 U 181/99, u.a. in: VersR 2001, Seiten 206 ff.; OLG Hamm, Urteil vom 10.01.1997, Az.: 9 U 171/96, u.a. in: ZfSch 1997, Seiten 165 f.; OLG Köln, Urteil vom 24.04.1996, Az.: 13 U 146/95, u.a. in: Schaden-Praxis 1996, Seiten 307 ff.; KG Berlin, Urteil vom 21.09.1995, Az.: 12 U 8438/94, u.a. in: VerkMitt 1996, Nr. 8; OLG Köln, Urteil vom 06.11.1992, Az.: 19 U 103/92, u.a. in: NZV 1993, Seiten 271 f.; KG Berlin, Urteil vom 15.02.1993, Az.: 12 U 6437/91, u.a. in: NZV 1993, Seite 313; OLG Hamm, NZV 1992, Seiten 407 f.; OLG Hamm, NZV 1992, Seiten 445 f.; OLG Hamm, NZV 1990, Seiten 312 f.; OLG Frankfurt/Main, NZV 1990, Seiten 154 f.; OLG Hamm, NZV 1988, Seiten 64 f.; OLG Köln, VersR 1966, Seite 375; LG Saarbrücken, Urteil vom 04.10.2019, Az.: 13 S 69/19, u.a. in: NJW-RR 2020, Seite 158; LG Potsdam, Urteil vom 24.08.2018, Az.: 6 O 16/17; LG Magdeburg, Urteil vom 03.06.2014, Az.: 11 O 2274/13, u.a. in: BeckRS 2014, Nr. 19061; LG Saarbrücken, Urteil vom 19.07.2013, Az.: 13 S 35/13, u.a. in: NJW-RR 2013, Seiten 1503 ff.; LG Berlin, Urteil vom 16.03.2011, Az.: 42 O 187/10, u.a. in: Schaden-Praxis 2011, Seiten 357 f.; LG Berlin, Schaden-Praxis 2005, Seiten 297 ff.; LG Bielefeld, VersR 1971, Seite 772; AG Lehrte, Urteil vom 06.03.2008, Az.: 13 C 805/06 (6a), u.a. in: Schaden-Praxis 2008, Seiten 284 f.).
Rn. 71 Der hier den auffahrenden Erstbeklagten belastende Beweis des ersten Anscheins gilt in der Regel auch bei Teilüberdeckung der Stoßflächen (BGH, Urteil vom 13.12.2016, Az.: VI ZR 32/16, u.a. in: NJW 2017, Seite 1177; BGH, Urteil vom 13.12.2011, Az.: VI ZR 177/10, u.a. in: NJW 2012, Seiten 608 f.; BGH, Urteil vom 16.01.2007, Az.: VI ZR 248/05, u.a. in: NJW-RR 2007, Seiten 680 f.; BGH, Urteil vom 18.10.1988, Az.: VI ZR 223/87, u.a. in: NZV 1989, Seiten 105 ff.; BGH, Urteil vom 08.12.1987, Az.: VI ZR 82/87, u.a. in: NJW-RR 1988, Seite 406; BGH, Urteil vom 23.06.1987, Az.: VI ZR 188/86, u.a. in: NJW-RR 1987, Seiten 1235 ff.; BGH, Urteil vom 09.12.1986, Az.: VI ZR 138/85, u.a. in: NJW 1987, Seite 1075; BGH, Urteil vom 15.05.1984, Az.: VI ZR 161/82, u.a. in: NJW 1984, Seiten 2412 f.; BGH, Urteil vom 06.04.1982, Az.: VI ZR 152/80, u.a. in: NJW 1982, Seiten 1595 f.; BGH, Urteil vom 20.06.1978, Az.: VI ZR 15/77, u.a. in: NJW 1978, Seiten 2032 f.; BGH, Urteil vom 07.03.1967, Az.: VI ZR 129/65, u.a. in: VersR 1967, Seite 585; BGH, Urteil vom 17.11.1964, Az.: VI ZR 188/63, u.a. in: VersR 1965, Seiten 88 f.; OLG Frankfurt/Main, Urteil vom 09.03.2021, Az.: 23 U 120/20, u.a. in: NJW-RR 2021, Seite 753; OLG Celle, Urteil vom 16.12.2020, Az.: 14 U 87/20, u.a. in: NJOZ 2021, Seite 585; OLG Brandenburg, Urteil vom 14.07.2016, Az.: 12 U 121/15, u.a. in: r + s 2016, Seiten 636 f.; OLG Düsseldorf, Urteil vom 16.04.2013, Az.: I-1 U 163/12, u.a. in: BeckRS 2015, Nr. 16834 = "juris"; OLG Brandenburg, Urteil vom 08.07.2010, Az.: 12 U 13/10, u.a. in: Schaden-Praxis 2011, Seiten 102 ff.; OLG Saarbrücken, Urteil vom 19.05.2009, Az.: 4 U 347/08, u.a. in: NZV 2009, Seite 556; OLG Düsseldorf, Urteil vom 29.09.2005, Az.: I-10 U 203/04, u.a. in: NJW-RR 2006, Seiten 319 f.; OLG Köln, Urteil vom 20.05.2003, Az.: 9 U 224/02, u.a. in: NZV 2004, Seiten 29 f.; OLG Düsseldorf, Urteil vom 10.10.2002, Az.: 10 U 184/01, u.a. in: NZV 2003, Seiten 289 f.; KG Berlin, Urteil vom 11.07.2002, Az.: 12 U 9923/00, u.a. in: NZV 2003, Seiten 41 f.; OLG Celle, Urteil vom 29.03.2001, Az.: 14 U 109/00, u.a. in: MDR 2001, Seiten 1349 f.; KG Berlin, Urteil vom 22.01,2001, Az.: 22 U 1044/00, u.a. in: MDR 2001, Seite 808; OLG Hamm, Urteil vom 20.03.2000, Az.: 13 U 181/99, u.a. in: VersR 2001, Seiten 206 ff.; OLG Hamm, Urteil vom 10.01.1997, Az.: 9 U 171/96, u.a. in: ZfSch 1997, Seiten 165 f.; OLG Köln, Urteil vom 24.04.1996, Az.: 13 U 146/95, u.a. in: Schaden-Praxis 1996, Seiten 307 ff.; KG Berlin, Urteil vom 21.09.1995, Az.: 12 U 8438/94, u.a. in: VerkMitt 1996, Nr. 8; OLG Köln, Urteil vom 06.11.1992, Az.: 19 U 103/92, u.a. in: NZV 1993, Seiten 271 f.; KG Berlin, Urteil vom 15.02.1993, Az.: 12 U 6437/91, u.a. in: NZV 1993, Seite 313; OLG Hamm, NZV 1992, Seiten 407 f.; OLG Hamm, NZV 1992, Seiten 445 f.; OLG Hamm, NZV 1990, Seiten 312 f.; OLG Frankfurt/Main, NZV 1990, Seiten 154 f.; OLG Hamm, NZV 1988, Seiten 64 f.; OLG Köln, VersR 1966, Seite 375; LG Saarbrücken, Urteil vom 04.10.2019, Az.: 13 S 69/19, u.a. in: NJW-RR 2020, Seite 158; LG Potsdam, Urteil vom 24.08.2018, Az.: 6 O 16/17; LG Magdeburg, Urteil vom 03.06.2014, Az.: 11 O 2274/13, u.a. in: BeckRS 2014, Nr. 19061; LG Saarbrücken, Urteil vom 19.07.2013, Az.: 13 S 35/13, u.a. in: NJW-RR 2013, Seiten 1503 ff.; LG Berlin, Urteil vom 16.03.2011, Az.: 42 O 187/10, u.a. in: Schaden-Praxis 2011, Seiten 357 f.; LG Berlin, Schaden-Praxis 2005, Seiten 297 ff.; LG Bielefeld, VersR 1971, Seite 772; AG Lehrte, Urteil vom 06.03.2008, Az.: 13 C 805/06 (6a), u.a. in: Schaden-Praxis 2008, Seiten 284 f.), weil sich hintereinander fahrende Fahrzeuge auf der überschießenden Breite eines Fahrstreifens ggf. auch unterschiedlich einrichten und zudem vorliegend der Beklagte zu 1.) nach seinen persönlichen Angaben mit seinem Motorrad unmittelbar vor der Kollision eine Vollbremsung durchgeführt und hierbei eine Bremsspur von lediglich 4 m bis 5 m Länge verursacht hat.
Rn. 72 Einen insofern auffahrenden Verkehrsteilnehmer - wie vorliegend den Erstbeklagten - trifft dann in der Regel sogar die Allein-Haftung (BGH, Urteil vom 13.12.2016, Az.: VI ZR 32/16, u.a. in: NJW 2017, Seite 1177; BGH, Urteil vom 13.12.2011, Az.: VI ZR 177/10, u.a. in: NJW 2012, Seiten 608 f.; BGH, Urteil vom 16.01.2007, Az.: VI ZR 248/05, u.a. in: NJW-RR 2007, Seiten 680 f.; BGH, Urteil vom 18.10.1988, Az.: VI ZR 223/87, u.a. in: NZV 1989, Seiten 105 ff.; BGH, Urteil vom 08.12.1987, Az.: VI ZR 82/87, u.a. in: NJW-RR 1988, Seite 406; BGH, Urteil vom 23.06.1987, Az.: VI ZR 188/86, u.a. in: NJW-RR 1987, Seiten 1235 ff.; BGH, Urteil vom 09.12.1986, Az.: VI ZR 138/85, u.a. in: NJW 1987, Seite 1075; BGH, Urteil vom 15.05.1984, Az.: VI ZR 161/82, u.a. in: NJW 1984, Seiten 2412 f.; BGH, Urteil vom 06.04.1982, Az.: VI ZR 152/80, u.a. in: NJW 1982, Seiten 1595 f.; BGH, Urteil vom 20.06.1978, Az.: VI ZR 15/77, u.a. in: NJW 1978, Seiten 2032 f.; BGH, Urteil vom 07.03.1967, Az.: VI ZR 129/65, u.a. in: VersR 1967, Seite 585; BGH, Urteil vom 17.11.1964, Az.: VI ZR 188/63, u.a. in: VersR 1965, Seiten 88 f.; OLG Frankfurt/Main, Urteil vom 09.03.2021, Az.: 23 U 120/20, u.a. in: NJW-RR 2021, Seite 753; OLG Celle, Urteil vom 16.12.2020, Az.: 14 U 87/20, u.a. in: NJOZ 2021, Seite 585; OLG Brandenburg, Urteil vom 14.07.2016, Az.: 12 U 121/15, u.a. in: r + s 2016, Seiten 636 f.; OLG Düsseldorf, Urteil vom 16.04.2013, Az.: I-1 U 163/12, u.a. in: BeckRS 2015, Nr. 16834 = "juris"; OLG Brandenburg, Urteil vom 08.07.2010, Az.: 12 U 13/10, u.a. in: Schaden-Praxis 2011, Seiten 102 ff.; OLG Saarbrücken, Urteil vom 19.05.2009, Az.: 4 U 347/08, u.a. in: NZV 2009, Seite 556; OLG Düsseldorf, Urteil vom 29.09.2005, Az.: I-10 U 203/04, u.a. in: NJW-RR 2006, Seiten 319 f.; OLG Köln, Urteil vom 20.05.2003, Az.: 9 U 224/02, u.a. in: NZV 2004, Seiten 29 f.; OLG Düsseldorf, Urteil vom 10.10.2002, Az.: 10 U 184/01, u.a. in: NZV 2003, Seiten 289 f.; KG Berlin, Urteil vom 11.07.2002, Az.: 12 U 9923/00, u.a. in: NZV 2003, Seiten 41 f.; OLG Celle, Urteil vom 29.03.2001, Az.: 14 U 109/00, u.a. in: MDR 2001, Seiten 1349 f.; KG Berlin, Urteil vom 22.01,2001, Az.: 22 U 1044/00, u.a. in: MDR 2001, Seite 808; OLG Hamm, Urteil vom 20.03.2000, Az.: 13 U 181/99, u.a. in: VersR 2001, Seiten 206 ff.; OLG Hamm, Urteil vom 10.01.1997, Az.: 9 U 171/96, u.a. in: ZfSch 1997, Seiten 165 f.; OLG Köln, Urteil vom 24.04.1996, Az.: 13 U 146/95, u.a. in: Schaden-Praxis 1996, Seiten 307 ff.; KG Berlin, Urteil vom 21.09.1995, Az.: 12 U 8438/94, u.a. in: VerkMitt 1996, Nr. 8; OLG Köln, Urteil vom 06.11.1992, Az.: 19 U 103/92, u.a. in: NZV 1993, Seiten 271 f.; KG Berlin, Urteil vom 15.02.1993, Az.: 12 U 6437/91, u.a. in: NZV 1993, Seite 313; OLG Hamm, NZV 1992, Seiten 407 f.; OLG Hamm, NZV 1992, Seiten 445 f.; OLG Hamm, NZV 1990, Seiten 312 f.; OLG Frankfurt/Main, NZV 1990, Seiten 154 f.; OLG Hamm, NZV 1988, Seiten 64 f.; OLG Köln, VersR 1966, Seite 375; LG Saarbrücken, Urteil vom 04.10.2019, Az.: 13 S 69/19, u.a. in: NJW-RR 2020, Seite 158; LG Potsdam, Urteil vom 24.08.2018, Az.: 6 O 16/17; LG Magdeburg, Urteil vom 03.06.2014, Az.: 11 O 2274/13, u.a. in: BeckRS 2014, Nr. 19061; LG Saarbrücken, Urteil vom 19.07.2013, Az.: 13 S 35/13, u.a. in: NJW-RR 2013, Seiten 1503 ff.; LG Berlin, Urteil vom 16.03.2011, Az.: 42 O 187/10, u.a. in: Schaden-Praxis 2011, Seiten 357 f.; LG Berlin, Schaden-Praxis 2005, Seiten 297 ff.; LG Bielefeld, VersR 1971, Seite 772; AG Lehrte, Urteil vom 06.03.2008, Az.: 13 C 805/06 (6a), u.a. in: Schaden-Praxis 2008, Seiten 284 f.).
Rn. 73 Der gegen den Auffahrenden sprechende Anscheinsbeweis kann nach allgemeinen Grundsätzen jedoch dadurch erschüttert werden, dass ein atypischer Verlauf, für den die Verschuldensfrage in einem anderen Lichte erscheint, von dem Auffahrenden - mithin hier von der Beklagtenseite - dargelegt und ggf. auch bewiesen wird (BGH, Urteil vom 13.12.2016, Az.: VI ZR 32/16, u.a. in: NJW 2017, Seite 1177; BGH, Urteil vom 13.12.2011, Az.: VI ZR 177/10, u.a. in: NJW 2012, Seiten 608 f.; BGH, Urteil vom 16.01.2007, Az.: VI ZR 248/05, u.a. in: NJW-RR 2007, Seiten 680 f.; BGH, Urteil vom 18.10.1988, Az.: VI ZR 223/87, u.a. in: NZV 1989, Seiten 105 ff.; BGH, Urteil vom 08.12.1987, Az.: VI ZR 82/87, u.a. in: NJW-RR 1988, Seite 406; BGH, Urteil vom 23.06.1987, Az.: VI ZR 188/86, u.a. in: NJW-RR 1987, Seiten 1235 ff.; BGH, Urteil vom 09.12.1986, Az.: VI ZR 138/85, u.a. in: NJW 1987, Seite 1075; BGH, Urteil vom 15.05.1984, Az.: VI ZR 161/82, u.a. in: NJW 1984, Seiten 2412 f.; BGH, Urteil vom 06.04.1982, Az.: VI ZR 152/80, u.a. in: NJW 1982, Seiten 1595 f.; BGH, Urteil vom 20.06.1978, Az.: VI ZR 15/77, u.a. in: NJW 1978, Seiten 2032 f.; BGH, Urteil vom 07.03.1967, Az.: VI ZR 129/65, u.a. in: VersR 1967, Seite 585; BGH, Urteil vom 17.11.1964, Az.: VI ZR 188/63, u.a. in: VersR 1965, Seiten 88 f.; OLG Frankfurt/Main, Urteil vom 09.03.2021, Az.: 23 U 120/20, u.a. in: NJW-RR 2021, Seite 753; OLG Celle, Urteil vom 16.12.2020, Az.: 14 U 87/20, u.a. in: NJOZ 2021, Seite 585; OLG Brandenburg, Urteil vom 14.07.2016, Az.: 12 U 121/15, u.a. in: r + s 2016, Seiten 636 f.; OLG Düsseldorf, Urteil vom 16.04.2013, Az.: I-1 U 163/12, u.a. in: BeckRS 2015, Nr. 16834 = "juris"; OLG Brandenburg, Urteil vom 08.07.2010, Az.: 12 U 13/10, u.a. in: Schaden-Praxis 2011, Seiten 102 ff.; OLG Saarbrücken, Urteil vom 19.05.2009, Az.: 4 U 347/08, u.a. in: NZV 2009, Seite 556; OLG Düsseldorf, Urteil vom 29.09.2005, Az.: I-10 U 203/04, u.a. in: NJW-RR 2006, Seiten 319 f.; OLG Köln, Urteil vom 20.05.2003, Az.: 9 U 224/02, u.a. in: NZV 2004, Seiten 29 f.; OLG Düsseldorf, Urteil vom 10.10.2002, Az.: 10 U 184/01, u.a. in: NZV 2003, Seiten 289 f.; KG Berlin, Urteil vom 11.07.2002, Az.: 12 U 9923/00, u.a. in: NZV 2003, Seiten 41 f.; OLG Celle, Urteil vom 29.03.2001, Az.: 14 U 109/00, u.a. in: MDR 2001, Seiten 1349 f.; KG Berlin, Urteil vom 22.01,2001, Az.: 22 U 1044/00, u.a. in: MDR 2001, Seite 808; OLG Hamm, Urteil vom 20.03.2000, Az.: 13 U 181/99, u.a. in: VersR 2001, Seiten 206 ff.; OLG Hamm, Urteil vom 10.01.1997, Az.: 9 U 171/96, u.a. in: ZfSch 1997, Seiten 165 f.; OLG Köln, Urteil vom 24.04.1996, Az.: 13 U 146/95, u.a. in: Schaden-Praxis 1996, Seiten 307 ff.; KG Berlin, Urteil vom 21.09.1995, Az.: 12 U 8438/94, u.a. in: VerkMitt 1996, Nr. 8; OLG Köln, Urteil vom 06.11.1992, Az.: 19 U 103/92, u.a. in: NZV 1993, Seiten 271 f.; KG Berlin, Urteil vom 15.02.1993, Az.: 12 U 6437/91, u.a. in: NZV 1993, Seite 313; OLG Hamm, NZV 1992, Seiten 407 f.; OLG Hamm, NZV 1992, Seiten 445 f.; OLG Hamm, NZV 1990, Seiten 312 f.; OLG Frankfurt/Main, NZV 1990, Seiten 154 f.; OLG Hamm, NZV 1988, Seiten 64 f.; OLG Köln, VersR 1966, Seite 375; LG Saarbrücken, Urteil vom 04.10.2019, Az.: 13 S 69/19, u.a. in: NJW-RR 2020, Seite 158; LG Potsdam, Urteil vom 24.08.2018, Az.: 6 O 16/17; LG Magdeburg, Urteil vom 03.06.2014, Az.: 11 O 2274/13, u.a. in: BeckRS 2014, Nr. 19061; LG Saarbrücken, Urteil vom 19.07.2013, Az.: 13 S 35/13, u.a. in: NJW-RR 2013, Seiten 1503 ff.; LG Berlin, Urteil vom 16.03.2011, Az.: 42 O 187/10, u.a. in: Schaden-Praxis 2011, Seiten 357 f.; LG Berlin, Schaden-Praxis 2005, Seiten 297 ff.; LG Bielefeld, VersR 1971, Seite 772; AG Lehrte, Urteil vom 06.03.2008, Az.: 13 C 805/06 (6a), u.a. in: Schaden-Praxis 2008, Seiten 284 f.).
Rn. 76 Ist mithin hier zu Gunsten der Klägerin eine schuldhafte Unfallverursachung durch den Beklagten zu 1.) zu vermuten, oblag es vorliegend den Beklagten zur Erschütterung des Anscheinsbeweises, den Nachweis einer ernsthaften Möglichkeit eines anderweitigen Geschehensablaufs zu erbringen (BGH, Urteil vom 13.12.2016, Az.: VI ZR 32/16, u.a. in: NJW 2017, Seite 1177; BGH, Urteil vom 13.12.2011, Az.: VI ZR 177/10, u.a. in: NJW 2012, Seiten 608 f.; BGH, Urteil vom 16.01.2007, Az.: VI ZR 248/05, u.a. in: NJW-RR 2007, Seiten 680 f.; BGH, Urteil vom 18.10.1988, Az.: VI ZR 223/87, u.a. in: NZV 1989, Seiten 105 ff.; BGH, Urteil vom 08.12.1987, Az.: VI ZR 82/87, u.a. in: NJW-RR 1988, Seite 406; BGH, Urteil vom 23.06.1987, Az.: VI ZR 188/86, u.a. in: NJW-RR 1987, Seiten 1235 ff.; BGH, Urteil vom 09.12.1986, Az.: VI ZR 138/85, u.a. in: NJW 1987, Seite 1075; BGH, Urteil vom 15.05.1984, Az.: VI ZR 161/82, u.a. in: NJW 1984, Seiten 2412 f.; BGH, Urteil vom 06.04.1982, Az.: VI ZR 152/80, u.a. in: NJW 1982, Seiten 1595 f.; BGH, Urteil vom 20.06.1978, Az.: VI ZR 15/77, u.a. in: NJW 1978, Seiten 2032 f.; BGH, Urteil vom 07.03.1967, Az.: VI ZR 129/65, u.a. in: VersR 1967, Seite 585; BGH, Urteil vom 17.11.1964, Az.: VI ZR 188/63, u.a. in: VersR 1965, Seiten 88 f.; OLG Frankfurt/Main, Urteil vom 09.03.2021, Az.: 23 U 120/20, u.a. in: NJW-RR 2021, Seite 753; OLG Celle, Urteil vom 16.12.2020, Az.: 14 U 87/20, u.a. in: NJOZ 2021, Seite 585; OLG Brandenburg, Urteil vom 14.07.2016, Az.: 12 U 121/15, u.a. in: r + s 2016, Seiten 636 f.; OLG Düsseldorf, Urteil vom 16.04.2013, Az.: I-1 U 163/12, u.a. in: BeckRS 2015, Nr. 16834 = "juris"; OLG Brandenburg, Urteil vom 08.07.2010, Az.: 12 U 13/10, u.a. in: Schaden-Praxis 2011, Seiten 102 ff.; OLG Saarbrücken, Urteil vom 19.05.2009, Az.: 4 U 347/08, u.a. in: NZV 2009, Seite 556; OLG Düsseldorf, Urteil vom 29.09.2005, Az.: I-10 U 203/04, u.a. in: NJW-RR 2006, Seiten 319 f.; OLG Köln, Urteil vom 20.05.2003, Az.: 9 U 224/02, u.a. in: NZV 2004, Seiten 29 f.; OLG Düsseldorf, Urteil vom 10.10.2002, Az.: 10 U 184/01, u.a. in: NZV 2003, Seiten 289 f.; KG Berlin, Urteil vom 11.07.2002, Az.: 12 U 9923/00, u.a. in: NZV 2003, Seiten 41 f.; OLG Celle, Urteil vom 29.03.2001, Az.: 14 U 109/00, u.a. in: MDR 2001, Seiten 1349 f.; KG Berlin, Urteil vom 22.01,2001, Az.: 22 U 1044/00, u.a. in: MDR 2001, Seite 808; OLG Hamm, Urteil vom 20.03.2000, Az.: 13 U 181/99, u.a. in: VersR 2001, Seiten 206 ff.; OLG Hamm, Urteil vom 10.01.1997, Az.: 9 U 171/96, u.a. in: ZfSch 1997, Seiten 165 f.; OLG Köln, Urteil vom 24.04.1996, Az.: 13 U 146/95, u.a. in: Schaden-Praxis 1996, Seiten 307 ff.; KG Berlin, Urteil vom 21.09.1995, Az.: 12 U 8438/94, u.a. in: VerkMitt 1996, Nr. 8; OLG Köln, Urteil vom 06.11.1992, Az.: 19 U 103/92, u.a. in: NZV 1993, Seiten 271 f.; KG Berlin, Urteil vom 15.02.1993, Az.: 12 U 6437/91, u.a. in: NZV 1993, Seite 313; OLG Hamm, NZV 1992, Seiten 407 f.; OLG Hamm, NZV 1992, Seiten 445 f.; OLG Hamm, NZV 1990, Seiten 312 f.; OLG Frankfurt/Main, NZV 1990, Seiten 154 f.; OLG Hamm, NZV 1988, Seiten 64 f.; OLG Köln, VersR 1966, Seite 375; LG Saarbrücken, Urteil vom 04.10.2019, Az.: 13 S 69/19, u.a. in: NJW-RR 2020, Seite 158; LG Potsdam, Urteil vom 24.08.2018, Az.: 6 O 16/17; LG Magdeburg, Urteil vom 03.06.2014, Az.: 11 O 2274/13, u.a. in: BeckRS 2014, Nr. 19061; LG Saarbrücken, Urteil vom 19.07.2013, Az.: 13 S 35/13, u.a. in: NJW-RR 2013, Seiten 1503 ff.; LG Berlin, Urteil vom 16.03.2011, Az.: 42 O 187/10, u.a. in: Schaden-Praxis 2011, Seiten 357 f.; LG Berlin, Schaden-Praxis 2005, Seiten 297 ff.; LG Bielefeld, VersR 1971, Seite 772; AG Lehrte, Urteil vom 06.03.2008, Az.: 13 C 805/06 (6a), u.a. in: Schaden-Praxis 2008, Seiten 284 f.).
- OLG Saarbrücken, 12.06.2026 - 3 U 38/25
Anscheinsbeweis bei Auffahrunfall, Straßenglätte, grundloses Bremsen
Rn. 21 cc) Auch ein - unterstellt - starkes Abbremsen ohne zwingenden Grund erschüttert den Anscheinsbeweis gegen den Auffahrenden nicht (vgl. OLG Celle, Urteil vom 16. Dezember 2020 - 14 U 87/20, Rn. 16, juris; OLG Karlsruhe…, Urteil vom 28. April 2017 - 9 U 189/15, Rn. 24, juris;… Urteil vom 20. Dezember 2012 - 9 U 88/11, juris, Rn. 18; OLG Düsseldorf…, Urteil vom 16. Juni 2008 - 1 U 246/07, Rn. 26, juris; KG Berlin…, Urteil vom 13. Februar 2006 - 12 U 70/05, Rn. 13, juris;… Urteil vom 22. November 2001 - 12 U 3682/00, Rn. 6, juris; LG Saarbrücken…, Urteil vom 8. Oktober 2021 - 13 S 85/21, Rn. 11, juris;… König in: Hentschel/König, 48. Aufl. 2025, StVO § 4 Rn. 37, beck-online;… Freymann in: Geigel, Haftpflichtprozess, 29. Aufl. 2024, StVO § 4 Rn. 147, beck-online; wohl auch OLG Oldenburg…, Urteil vom 26. Oktober 2017 - 1 U 60/17, Rn. 11, juris; OLG Frankfurt, Urteil vom 9. März 2021 - 23 U 120/20, juris; OLG Hamm, Beschluss vom 31. August 2018 - 7 U 70/17, juris; a. A. OLG Köln…, Urteil vom 30. September 1994 - 19 U 34/94, Rn. 4, juris). - LG Verden, 15.04.2020 - 5 O 248/18 Die Akten befinden sich beim OLG Celle - 14 U 87/20.
- LG Saarbrücken, 08.10.2021 - 13 S 85/21
Anscheinsbeweis gegen Auffahrenden im Kreisverkehr
Das Amtsgericht ist aber zutreffend davon ausgegangen, dass der Anscheinsbeweis nicht schon dadurch erschüttert wird, dass der Vorausfahrende entgegen § 4 Abs. 1 Satz 2 verkehrswidrig abbremst (vgl. OLG Celle, Urteil vom 16. Dezember 2020 - 14 U 87/20 -, juris; KG Berlin, NZV 2003, 43; Kammer, Urteil vom 04. Oktober 2019 - 13 S 69/19 mwN auch zur Gegenauffassung). - AG Erfurt, 19.07.2023 - 5 C 1742/19
Kettenauffahrunfall auf BAB: Anscheinsbeweis gegen Auffahrende
Rn. 22 Dieser Anscheinsbeweis greift auch bei Kettenauffahrunfällen im Hinblick auf einen - wie hier allein in Streit stehenden - Heckschaden am ersten Pkw zu Lasten der jeweils nachfolgenden Verkehrsteilnehmer ein (OLG Celle, Urteil vom 16.12.2020, AZ.: 14 U 87/20;… OLG Hamm, Schaden-Praxis 2010, S. 351; OLG Düsseldorf; Urteil vom 12.06.2006, AZ.: 1 U 206/05; LG Karlsruhe, Urteil vom 16.08.2018, AZ.: 6 O 5/18).
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