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Rechtsprechung
   VGH Bayern, 07.09.2016 - 15 ZB 15.1632   

Zitiervorschläge
https://dejure.org/2016,30806
VGH Bayern, 07.09.2016 - 15 ZB 15.1632 (https://dejure.org/2016,30806)
VGH Bayern, Entscheidung vom 07.09.2016 - 15 ZB 15.1632 (https://dejure.org/2016,30806)
VGH Bayern, Entscheidung vom 07. September 2016 - 15 ZB 15.1632 (https://dejure.org/2016,30806)
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Volltextveröffentlichungen (3)

Verfahrensgang

 
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Wird zitiert von ... (4)Zitiert selbst (24)

  • BVerwG, 25.11.1983 - 4 C 21.83

    Zulässigkeit eines Bordells im Gewerbegebiet

    Auszug aus VGH Bayern, 07.09.2016 - 15 ZB 15.1632
    Es sei daher auch mit Blick auf die Ausführungen des Bundesverwaltungsgerichts im Urteil vom 25. November 1983 (4 C 21.83) nicht ausgeschlossen, dass Bordelle und bordellähnliche Betriebe grundsätzlich nicht mit der Zweckbestimmung eines Industriegebiets vereinbar seien.

    Allerdings hat es in einer Entscheidung aus dem Jahr 1983 ausgeführt, dass der den Industriegebieten zukommende Zweck, der Unterbringung vorwiegend solcher Gewerbebetriebe zu dienen, die in anderen Baugebieten unzulässig seien (§ 9 Abs. 1 BauNVO), dafür spreche, die Zulässigkeit solcher nicht erheblich belästigender Betriebe für das Industriegebiet anders zu beantworten als für ein Gewerbegebiet (BVerwG, U.v. 25.11.1983 - 4 C 21.83 - BVerwGE 68, 213 ff. = juris Rn. 13;… vgl. auch BayVGH, B.v. 13.2.1996 - 14 CS 95.3591 - juris Rn. 17;… VGH BW, B.v. 30.7.2009 - 5 S 973/09 - juris Rn. 4).

    Bordellbetriebe jedenfalls der hier vorliegenden Art erreichen jedoch - anders als möglicherweise im Einzelfall erheblich belästigende Bordellbetriebe - trotz (abendlichen) Besucherverkehrs und milieubedingter Unruhe die Schwelle der erheblichen Belästigung nicht und können daher entsprechend ihren Anforderungen an das Baugebiet grundsätzlich in Gewerbegebieten untergebracht werden (BVerwG' U.v. 25.11.1983 - 4 C 21.83 - BVerwGE 68' 213;… Stock in König/Röser/Stock' a. a. O., § 8 Rn. 22).

    Sind derartige Bordellbetriebe aber nicht auf die Unterbringung in einem Industriegebiet angewiesen, so verträgt sich die Zulassung von Bordellbetrieben, die zudem gegen industriegebietstypische Störungen, wie beispielsweise Lärm oder andere Immissionen, empfindlich sein können, nicht mit der allgemeinen Zweckbestimmung von Industriegebieten, die für (erheblich störende) Betriebe' die in anderen Baugebieten unzulässig sind' offengehalten werden sollen (BVerwG, U. v. 25.11.1983 a. a. O. S. 217).

  • BVerwG, 04.09.2008 - 4 BN 9.08

    Anforderungen an eine Grundsatzrevision bei Inbezugnahme von Landesrecht; …

    Auszug aus VGH Bayern, 07.09.2016 - 15 ZB 15.1632
    Das Planungsziel, bestimmte Gewerbebetriebe bauplanungsrechtlich auszuschließen, um einem Trading-Down-Effekt bzw. einer Verdrängung städtebaulich primär gewollter klassischer produzierender und weiterverarbeitende Gewerbebetriebe entgegenzuwirken (s. hier auch Seiten 3 f. und Seite 6 der Beschlussvorlage 14/01502; Seite 4 der Beschlussvorlage 14/01503), dürfte grundsätzlich ein sicherungsfähiges Planungsziel darstellen (…speziell für die Sicherung einer Planung zum Ausschluss von Bordellbetrieben: BayVGH, B.v. 31.3.2009 - 14 ZB 08.2705 - juris Rn. 8 f.;… HessVGH, U.v. 5.2.2004 - 4 N 360/03 - BauR 2005, 1126 ff. = juris Rn. 27;… VGH BW, B.v. 24.4.2013 - 3 S 2404/12 - BauR 2013, 1635 ff. = juris Rn. 13;… VG Hamburg, B.v. 19.1.2010 - 11 E 3453/09 - juris Rn. 22 ff.; vgl. auch BVerwG, B.v. 4.9.2008 - 4 BN 9.08 - BauR 2009, 76 = juris Rn. 7 f.).

    Insbesondere rechtfertigt der städtebauliche Erfahrungssatz vom Trading-Down-Effekt (vgl. BVerwG, B.v. 4.9.2008 - 4 BN 9/08 - BauR 2009, 76) hier die Besorgnis, dass vorhandene, von der Antragstellerin als "klassisch" bezeichnete Gewerbenutzungen, die die nähere Umgebung in Richtung eines Gewerbegebiets prägen, angesichts des vermehrten Hinzukommens von Bordellen und Vergnügungsstätten abzuwandern oder verdrängt zu werden drohen.

    Die Verhinderung dieses Trading-Down-Effekts durch Nutzungen, die sich negativ auf ihre Umgebung auswirken, stellt einen städtebaulichen Grund dar, der den Ausschluss solcher Nutzungen rechtfertigen kann (vgl. BVerwG, B.v. 4.9.2008 a. a. O.).".

  • BVerwG, 05.06.2014 - 4 BN 8.14

    Ausschluss von Bordellen in festgesetztem Gewerbegebiet

    Auszug aus VGH Bayern, 07.09.2016 - 15 ZB 15.1632
    Die Planungsfreiheit der Gemeinden ist lediglich dadurch begrenzt, dass sich die Differenzierungen auf bestimmte Anlagentypen beziehen müssen, die es in der sozialen und ökonomischen Realität bereits gibt (BVerwG, B.v. 5.6.2014 - 4 BN 8.14 - ZfBR 2014, 574 = juris Rn. 10;… VGH BW, U.v. 27.10.2015 - 8 S 2207/13 - juris Rn. 72).

    Für den Anwendungsbereich des § 8 BauNVO hat das Bundesverwaltungsgericht entschieden, dass Bordelle oder bordellähnliche Betriebe - als in der sozialen und ökonomischen Realität vorkommende Nutzungen - eine Unterart eines Gewerbebetriebes i. S.v. § 8 Abs. 2 Nr. 1 BauNVO darstellen und diese deshalb dort über § 9 Abs. 1 Nr. 1 BauGB i. V. m. § 1 Abs. 9 BauNVO ausgeschlossen werden können (BVerwG, B.v. 5.6.2014 a. a. O. juris Rn. 10 m. w. N., jedenfalls für den Fall, dass die Prostituierten in dem Bordell nicht wohnen).

  • VGH Baden-Württemberg, 24.04.2013 - 3 S 2404/12

    Ausschluss von Nutzungen in bestimmten Stadtteilen; Verbot der Negativplanung; …

    Auszug aus VGH Bayern, 07.09.2016 - 15 ZB 15.1632
    Das Planungsziel, bestimmte Gewerbebetriebe bauplanungsrechtlich auszuschließen, um einem Trading-Down-Effekt bzw. einer Verdrängung städtebaulich primär gewollter klassischer produzierender und weiterverarbeitende Gewerbebetriebe entgegenzuwirken (s. hier auch Seiten 3 f. und Seite 6 der Beschlussvorlage 14/01502; Seite 4 der Beschlussvorlage 14/01503), dürfte grundsätzlich ein sicherungsfähiges Planungsziel darstellen (…speziell für die Sicherung einer Planung zum Ausschluss von Bordellbetrieben: BayVGH, B.v. 31.3.2009 - 14 ZB 08.2705 - juris Rn. 8 f.;… HessVGH, U.v. 5.2.2004 - 4 N 360/03 - BauR 2005, 1126 ff. = juris Rn. 27; VGH BW, B.v. 24.4.2013 - 3 S 2404/12 - BauR 2013, 1635 ff. = juris Rn. 13;… VG Hamburg, B.v. 19.1.2010 - 11 E 3453/09 - juris Rn. 22 ff.;… vgl. auch BVerwG, B.v. 4.9.2008 - 4 BN 9.08 - BauR 2009, 76 = juris Rn. 7 f.).

    Rn. 16 Mit Blick auf diese Entscheidung wäre im Berufungsverfahren die Annahme des Verwaltungsgerichts, es liege eine nicht erforderliche und daher gegen § 1 Abs. 3 Satz 1 BauGB verstoßende Negativplanung vor, kritisch zu hinterfragen (…vgl. auch OVG Bremen, B.v. 9.1.2013 - 1 B 258/12 - BauR 2013, 1096 = juris Rn. 35 f.; VGH BW, B.v. 24.4.2013 - 3 S 2404/12 - BauR 2013, 1635 ff. = juris Rn. 14).

  • VGH Bayern, 19.10.2015 - 1 B 15.886

    Bordellbetriebe, Industriegebiet, Gewerbebetrieb, Vergnügungsstätte, …

    Auszug aus VGH Bayern, 07.09.2016 - 15 ZB 15.1632
    Der 1. Senat des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs sieht in einer aktuellen (rechtskräftig gewordenen) Entscheidung (BayVGH, U.v. 19.10.2015 - 1 B 15.886 - NVwZ 2016, 706 ff. = juris Rn. 19 ff.) Bordellbetriebe in Industriegebieten - ungeachtet der Frage, ob sie als "Gewerbebetriebe aller Art" oder als "Vergnügungsstätten" anzusehen sind - als grundsätzlich bauplanungsrechtlich unzulässig an.

    Zur Begründung führt der 1. Senat aus (BayVGH, U.v. 19.10.2015 a. a. O. juris Rn. 24 f.):.

  • BVerwG, 27.03.2013 - 4 CN 6.11

    Anforderungen an die städtebauliche Rechtfertigung bauleitplanerischer …

    Auszug aus VGH Bayern, 07.09.2016 - 15 ZB 15.1632
    Rn. 15 Diese Erwägungen lassen erkennen, dass die Planung der Antragstellerin im Hinblick auf die damit verbundenen Rechtseinwirkungen in Einklang mit den gesetzlich zulässigen Planungszielen steht und auf diese Weise grundsätzlich zu rechtfertigen ist (vgl. BVerwG, U.v.27.3.2013 - 4 CN 6/11 - BauR 2013, 1402 m. w. N.).
  • VGH Baden-Württemberg, 27.10.2015 - 8 S 2207/13

    Baurechtliche Nachbarstreitigkeit über geplante Errichtung eines …

    Auszug aus VGH Bayern, 07.09.2016 - 15 ZB 15.1632
    Die Planungsfreiheit der Gemeinden ist lediglich dadurch begrenzt, dass sich die Differenzierungen auf bestimmte Anlagentypen beziehen müssen, die es in der sozialen und ökonomischen Realität bereits gibt (…BVerwG, B.v. 5.6.2014 - 4 BN 8.14 - ZfBR 2014, 574 = juris Rn. 10; VGH BW, U.v. 27.10.2015 - 8 S 2207/13 - juris Rn. 72).
  • OVG Bremen, 09.01.2013 - 1 B 258/12

    Änderungsplanung für das Gewerbegebiet "Funkschneise" kann fortgeführt werden - …

    Auszug aus VGH Bayern, 07.09.2016 - 15 ZB 15.1632
    Rn. 16 Mit Blick auf diese Entscheidung wäre im Berufungsverfahren die Annahme des Verwaltungsgerichts, es liege eine nicht erforderliche und daher gegen § 1 Abs. 3 Satz 1 BauGB verstoßende Negativplanung vor, kritisch zu hinterfragen (vgl. auch OVG Bremen, B.v. 9.1.2013 - 1 B 258/12 - BauR 2013, 1096 = juris Rn. 35 f.;… VGH BW, B.v. 24.4.2013 - 3 S 2404/12 - BauR 2013, 1635 ff. = juris Rn. 14).
  • BVerwG, 02.11.2015 - 4 B 32.15

    Bordell; Gewerbebetrieb; Vergnügungsstätte.

    Auszug aus VGH Bayern, 07.09.2016 - 15 ZB 15.1632
    Dasselbe gelte grundsätzlich, wenn man mit der wohl überwiegenden Meinung davon ausgehe' dass es sich bei Bordellbetrieben um "Gewerbebetriebe aller Art" handele (so BVerwG, B.v. 2.11.2015 - 4 B 32.15 - NVwZ 2016, 151 f. = juris Rn. 4 f.).
  • BVerwG, 19.02.2004 - 4 CN 16.03

    Veränderungssperre; Normenkontrollverfahren; Verlängerung; Windenergieanlagen; …

    Auszug aus VGH Bayern, 07.09.2016 - 15 ZB 15.1632
    Die Frage, ob die für die Planungsziele sprechenden Gründe in der - späteren - Abwägung mit anderen Faktoren am Ende der Planung ausreichend Gewicht haben werden, um die Planung zu tragen, oder ob es noch weiterer "Feinsteuerungen" bedarf, ist erst im Bebauungsplanverfahren abschließend zu entscheiden (…vgl. z. B. BVerwG, B.v. 21.12.1993 - 4 NB 40.93 - NVwZ 1994, 685 f. = juris Rn. 2; U. v. 19.2.2004 - 4 CN 16.03 - BVerwGE 120, 138 ff. = juris Rn. 31).
  • BVerwG, 18.12.1990 - 4 NB 8.90

    Bauleitplanung zur Verhinderung von Fehlentwicklungen und unzulässige …

  • VGH Baden-Württemberg, 30.07.2009 - 5 S 973/09

    Zulässigkeit eines Hotels im Industriegebiet

  • BVerwG, 01.10.2009 - 4 BN 34.09

    Veränderungssperre; Bebauungsplan-Aufstellungsbeschluss; Rückwirkung; ergänzendes …

  • BVerwG, 15.03.2012 - 4 BN 9.12

    Spannungsfeld zwischen konservativer Planung und Verhinderungsplanung

  • BVerwG, 21.12.1993 - 4 NB 40.93

    Voraussetzungen für die Wirksamkeit einer Veränderungssperre - Zweck einer …

  • VGH Bayern, 20.04.2016 - 15 ZB 14.2686

    Darlegungserfordernis beim Antrag auf Zulassung der Berufung

  • VGH Bayern, 26.05.2009 - 1 N 08.2636

    Normenkontrollantrag gegen außer Kraft getretene Veränderungssperre - …

  • VGH Hessen, 05.02.2004 - 4 N 360/03

    Veränderungssperre zur Sicherung der geplanten Beschränkung von …

  • VGH Bayern, 12.12.2013 - 15 N 12.1020

    Veränderungssperre; Negativplanung (verneint); Ausschluss von Bordellen und …

  • VGH Bayern, 15.06.2016 - 15 N 15.1583

    Veränderungssperre zur Beschränkung der Zulässigkeit von Anlagen für soziale …

  • VG Freiburg, 24.10.2000 - 4 K 1178/99

    Bauplanungsrechtliche Beurteilung der Zulässigkeit eines Appartementhauses nach …

  • VGH Bayern, 31.03.2009 - 14 ZB 08.2705

    Keine Ausnahme von Veränderungssperre für einen bordellartigen Betrieb, der durch …

  • VG Hamburg, 19.01.2010 - 11 E 3453/09

    Vorläufiger Rechtsschutz gegen Zurückstellungsbescheid in Bezug auf …

  • VGH Bayern, 13.02.1996 - 14 CS 95.3591
  • VG Karlsruhe, 07.02.2022 - 6 K 3624/21

    Baden-Baden: Zurückstellung des Bauantrages für ein Logistikzentrum bleibt …

    Entsprechendes gilt mit Blick auf eine Zurückstellung nach § 15 Abs. 1 Satz 1 BauGB (…vgl. zum Ganzen BVerwG, Urt. v. 09.08.2016 - 4 C 5.15 - DVBl 2016, 1543 - juris, Rn. 19 m.w.N.;… Urt. v. 19.02.2004 - 4 CN 16/03 - NVwZ 2004, 858 - juris, Rn. 30;… Beschl. v. 25.11.2003 - 4 BN 60.03 - NVwZ 2004, 477 - juris, Rn. 12 m.w.N.; Bayerischer VGH, Beschl. v. 07.09.2016 - 15 ZB 15.1632 - juris, Rn. 10;… VGH Baden-Württemberg, Urt. v. 24.11.2005 - 8 S 794/05 - VBlBW 2006, 275 - juris, Rn. 22;… Niedersächsisches OVG, Beschl. v. 21.01.2004 - 1 MN 295/03 - NVwZ-RR 2004, 332 - juris, Rn. 16).
  • VG Ansbach, 21.12.2016 - AN 9 K 15.02594

    Wettbüro mit Café als im Mischgebiet unzulässige kerntypische Vergnügungsstätte

    Die gesetzliche Voraussetzung des § 14 Abs. 1 BauGB, dass eine Veränderungssperre "zur Sicherung der Planung für den künftigen Planbereich" erforderlich sein muss, ist nur gegeben, wenn die mit dem Aufstellungsbeschluss eingeleitete Planung im Zeitpunkt des Inkrafttretens der Veränderungssperre ein Mindestmaß dessen erkennen lässt, was Inhalt des zu erwartenden Bebauungsplans sein soll und eine hinreichend räumliche Bestimmtheit des künftigen Planbereichs erkennbar ist (vgl. BayVGH, B.v. 7.9.2016 - 15 ZB 15.1632 - juris, Rn. 9;… OVG Berlin-Brandenburg, B.v. 9.6.2016 - OVG 2 S 3.16 - juris, Rn. 15).

    Wenngleich die Intention, bestimmte Gewerbebetriebe wie Vergnügungsstätten bauplanungsrechtlich zu steuern, um einem Trading-Down-Effekt bzw. einer Verdrängung städtebaulich primär gewollter Nutzungen entgegenzuwirken, grundsätzlich ein sicherungsfähiges Planungsziel in einem größeren städtebaulichen Rahmen darstellt (vgl. BayVGH, B.v. 7.9.2016, a. a. O., juris, Rn. 11), und mithin bei einem Bebauungsplan nach § 9 Abs. 2b BauGB, dessen Inhalt alleine der vollständige oder teilweise Ausschluss einer bestimmten Nutzung im Plangebiet sein soll, ohne dass weitere Festsetzungen zu erfolgen hätten, an das Mindestmaß der zu sichernden Planung andere Maßstäbe anzulegen sind als bei sonstigen Bebauungsplänen (…vgl. VG Ansbach, U.v. 1.7.2015 - AN 9 K 14.01140, AN 9 K 14.00355 - juris, Rn. 62;… VG Gelsenkirchen, B.v. 2.8.2007 - 6 L 272/07 - juris, Rn. 31), ist der zu sichernde Planbereich nach der intendierten Bauleitplanung zu bestimmen.

  • VG Ansbach, 25.10.2017 - AN 9 K 16.02219

    Unzulässigkeit kleiner Bordellbetriebe im Industriegebiet

    das Verfahren auszusetzen, um eine Entscheidung des BayVGH im Verfahren 15 ZB 15.1632 abzuwarten.

    Zwar liegt die zitierte Entscheidung des 1. Senats des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs zur Frage der Zulässigkeit von kleinen Bordellbetrieben in einem Industriegebiet vor, der 15. Senat des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs (B.v. 7.9.2016 - 15 ZB 15.1632) hat diese Frage aber ebenso offengelassen wie der 4. Senat des Bundesverwaltungsgerichts (U.v. 25.11.1983 - 4 C 21/83).

  • VGH Bayern, 20.12.2017 - 14 ZB 16.118

    Zwingende Umstellung des Klageantrags nach Erledigung des Verwaltungsakts

    Rn. 31 Der Senat lässt offen, ob der erstmals im Schriftsatz vom 25. April 2016 (also erst nach Ablauf der zweimonatigen Berufungszulassungsbegründungsfrist des § 124a Abs. 4 Satz 4 VwGO) explizit angesprochene Zulassungsgrund des § 124 Abs. 1 Nr. 1 VwGO von vornherein wegen Verspätung ausscheidet (vgl. BayVerfGH, E.v. 14.2.2006 - Vf. 133-VI-04 - VerfGHE 59, 47/52 m.w.N.;… E.v. 9.2.2015 - Vf. 11-VI-14 - BayVBl 2015, 779 Rn. 47 m.w.N.;… BayVGH, B.v. 4.10.2011 - 7 ZB 11.2240 - BayVBl 2012, 186 Rn. 8;… B.v. 12.10.2017 - 14 ZB 16.280 - juris Rn. 9) oder ob nicht bereits die fristgerechte Antragsbegründung vom 3. Februar 2016 einen "impliziten" Vortrag zu § 124 Abs. 2 Nr. 1 VwGO enthalten hat (vgl. BayVGH, B.v. 7.9.2016 - 15 ZB 15.1632 - juris Rn. 1;… Kopp/Schenke, VwGO, § 124a Rn. 50).
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