Rechtsprechung
| OVG Sachsen, 20.02.2001 - 2 B 167/99 |
Volltextveröffentlichungen (3)
- Justiz Sachsen
GG Art 2 Abs. 1; SächsVerf Art 14 Abs. 1, Art 15; SächsBG § 35; VwGO § 113 Abs. 1 S. 4, § 114; VwVfG § 45
- Wolters Kluwer(Abodienst, Leitsatz/Tenor frei) (Leitsatz und Volltext)
Fortsetzungsfeststellungsinteresse unter dem Gesichtspunkt der Rehabilitierung; Schlüssige Darlegung eines noch andauernden Eingriffs in das Persönlichkeitsrecht; Heilung eines Verstoßes gegen das Anhörungsgebot; Statusberührende Versetzung ohne Zustimmung des Beamten; ...
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Verfahrensgang
- VG Dresden, 11.02.1997 - 2 K 50/96
- VG Dresden, 11.02.1998 - 2 K 50/96
- OVG Sachsen, 20.02.2001 - 2 B 167/99
Papierfundstellen
- NVwZ-RR 2002, 53
Wird zitiert von ... (9) Zitiert selbst (10)
- BVerfG, 09.03.1983 - 2 BvR 315/83
Italienisches Abwesenheitsverfahren
Auszug aus OVG Sachsen, 20.02.2001 - 2 B 167/99
Die Würde und das Persönlichkeitsrecht des Menschen (Art. 1 Abs. 1 und Art. 2 Abs. 1 GG, Art. 14 Abs. 1 und 15 SächsVerf) lassen es nicht zu, über seine Rechte kurzerhand zu verfügen (vgl. allgemein BVerfG, Beschl. v. 11.3.1975, BVerfGE 39, 156 [168]; Beschl. v. 9.3.1983, BVerfGE 63, 332 [337]). - BVerfG, 30.04.1997 - 2 BvR 817/90
Durchsuchungsanordnung I
Auszug aus OVG Sachsen, 20.02.2001 - 2 B 167/99
Insoweit gilt nichts anderes als in Fällen tiefgreifender, aber typischerweise kurzfristiger Beeinträchtigungen von Grundrechten, in denen das Fortsetzungsfeststellungsinteresse ebenfalls nur einen Grundrechtseingriff, nicht jedoch eine Grundrechtsverletzung voraussetzt (vgl. BVerfG, Beschl. v. 30.4.1997, BVerfGE 96, 27 [40];… BVerwG, Urt. v. 23.3.1999, NVwZ 1999, 991; SächsOVG, Beschl. v. 8.4.1999, NVwZ 1999, 891;… J. Schmidt, aaO, RdNr. 93). - BVerfG, 11.03.1975 - 2 BvR 135/75
Strafverfahren - Beschränkung der Zahl der Wahlverteidiger - Verbot der …
Auszug aus OVG Sachsen, 20.02.2001 - 2 B 167/99
Die Würde und das Persönlichkeitsrecht des Menschen (Art. 1 Abs. 1 und Art. 2 Abs. 1 GG, Art. 14 Abs. 1 und 15 SächsVerf) lassen es nicht zu, über seine Rechte kurzerhand zu verfügen (vgl. allgemein BVerfG, Beschl. v. 11.3.1975, BVerfGE 39, 156 [168]; Beschl. v. 9.3.1983, BVerfGE 63, 332 [337]).
- BVerwG, 27.03.1998 - 4 C 14.96
Bauvorbescheid.
Auszug aus OVG Sachsen, 20.02.2001 - 2 B 167/99
Der Senat lässt offen, ob ein solches Interesse deshalb besteht, weil die begehrte Feststellung als Vorentscheidung in einem Prozess über einen Schadensersatzanspruch wegen Wegfalls der Ministerialzulage erheblich sein kann; das setzt voraus, dass eine entsprechende Klage ernsthaft beabsichtigt und nicht offensichtlich aussichtslos ist (vgl. BVerwG, Urt. v. 27.3.1998, BVerwGE 106, 295 [298 ff.]). - BVerwG, 25.01.1967 - VI C 58.65
Auszug aus OVG Sachsen, 20.02.2001 - 2 B 167/99
Denn eine solche Versetzung würde zumindest voraussetzen, dass der Beamte selbst in irgendeiner Weise an den Spannungen beteiligt ist (vgl. BVerwG, Urt. v. 25.1.1967, BVerwGE 26, 65 [67 ff.]). - VGH Bayern, 02.12.1991 - 21 B 90.1066
Verwaltungsrechtsweg bei präventivpolizeilichen Maßnahmen bei Zulässigkeit der …
Auszug aus OVG Sachsen, 20.02.2001 - 2 B 167/99
Ein dahin gehendes Bedürfnis ist zu bejahen, wenn der Kläger hinreichend substantiiert darlegt, dass mit dem Verwaltungsakt eine noch andauernde Beeinträchtigung seines Persönlichkeitsrechts verbunden ist (…vgl. BVerwG, Urt. v. 19.3.1970, Buchholz 310 § 113 VwGO Nr. 51;… Urt. v. 19.3.1992, Buchholz 310 § 113 VwGO Nr. 244; Beschl. v. 23.11.1995, Buchholz 310 § 113 VwGO Nr. 280; BayVGH, Urt. v. 2.12.1991, BayVBl. 1993, 429 [431];… NdsOVG, Urt. v. 19.2.1997, NVwZ-RR 1998, 236). - BVerwG, 31.01.1967 - I C 98.64
Auszug aus OVG Sachsen, 20.02.2001 - 2 B 167/99
Die Versetzung beruhte auf sachfremden Erwägungen, so dass ein Fall des Ermessensmissbrauchs vorliegt (vgl. allgemein BVerwG, Urt. v. 31.1.1967, BVerwGE 26, 135 [140]). - BVerwG, 04.03.1976 - I WB 54.74
Auszug aus OVG Sachsen, 20.02.2001 - 2 B 167/99
Es genügt vielmehr - ähnlich wie für die Klagebefugnis (§ 42 Abs. 2 VwGO) - die bloße Möglichkeit einer solchen Verletzung, also ein schlüssig dargelegter Eingriff in das Persönlichkeitsrecht (vgl. BVerwG, Beschl. v. 4.3.1976, BVerwGE 53, 134 [138]). - OVG Niedersachsen, 19.02.1997 - 13 L 4115/95
Versammlungsrecht; Fortsetzungsfeststellungsklage; …
Auszug aus OVG Sachsen, 20.02.2001 - 2 B 167/99
Ein dahin gehendes Bedürfnis ist zu bejahen, wenn der Kläger hinreichend substantiiert darlegt, dass mit dem Verwaltungsakt eine noch andauernde Beeinträchtigung seines Persönlichkeitsrechts verbunden ist (…vgl. BVerwG, Urt. v. 19.3.1970, Buchholz 310 § 113 VwGO Nr. 51;… Urt. v. 19.3.1992, Buchholz 310 § 113 VwGO Nr. 244; Beschl. v. 23.11.1995, Buchholz 310 § 113 VwGO Nr. 280;… BayVGH, Urt. v. 2.12.1991, BayVBl. 1993, 429 [431]; NdsOVG, Urt. v. 19.2.1997, NVwZ-RR 1998, 236). - OVG Sachsen, 08.04.1999 - 1 S 186/99
Bestehen eines Anwaltszwanges für zulassungsfreie Beschwerden am …
Auszug aus OVG Sachsen, 20.02.2001 - 2 B 167/99
Insoweit gilt nichts anderes als in Fällen tiefgreifender, aber typischerweise kurzfristiger Beeinträchtigungen von Grundrechten, in denen das Fortsetzungsfeststellungsinteresse ebenfalls nur einen Grundrechtseingriff, nicht jedoch eine Grundrechtsverletzung voraussetzt (vgl. BVerfG, Beschl. v. 30.4.1997, BVerfGE 96, 27 [40];… BVerwG, Urt. v. 23.3.1999, NVwZ 1999, 991; SächsOVG, Beschl. v. 8.4.1999, NVwZ 1999, 891;… J. Schmidt, aaO, RdNr. 93).
- OVG Niedersachsen, 30.08.2012 - 11 LB 372/10
Berufsbezogene Sonderrechte von Rechtsanwälten beim Zugang zu Mandanten während …
Besteht hingegen - wie vorliegend - gerade Streit über die Frage, ob und in welchem Umfang ein Grundrecht, wie hier die gemäß Art. 12 GG geschützte Berufsfreiheit von Rechtsanwälten, Schutz vor behördlichen Maßnahmen bietet, und lässt sich diese Frage nicht eindeutig verneinen, so reicht es nach Ansicht des Senats zur Bejahung des berechtigten Interesse aus, dass ein tiefgreifender Grundrechtseingriff durch den erledigten Hoheitsakt zumindest rechtlich möglich erscheint (vgl. auch Sächs. OVG, Urt. v. 20.2.2001 - 2 B 167/99 -, juris, Leitsatz 1, Rn. 24;… Kopp/Schenke, VwGO, a. a. O., Rn. 142, Fn. 254). - OVG Sachsen, 21.06.2010 - 4 B 526/09
Arzt, Berufserlaubnis, Gleichwertigkeitsprüfung, Usbekistan
Nach inzwischen gefestigter Rechtsprechung (…vgl. nur BVerwG, Urt. v. 17.8.1982, BVerwGE 66, 111; SächsOVG, Urt. v. 20.2.2001, SächsVBl. 2001, 147) wird ein ursprünglicher Verstoß gegen das Anhörungsgebot in der Regel durch den Erlass des - hier noch ausstehenden, aber zu erwartenden - Widerspruchsbescheides gemäß § 45 Abs. 1 Nr. 3 VwVfG geheilt, ohne dass es dazu einer besonderen Maßnahme der Behörde bedarf. - OVG Nordrhein-Westfalen, 04.09.2008 - 6 B 735/08
Mitbestimmungsrecht eines Beamten bei dessen Versetzung; Versetzung eines …
Rn. 14 Vgl. Sächs.OVG, Urteil vom 20. Februar 2001 - 2 B 167/99 -, NVwZ-RR 2002, 53; Kathke in: Schütz/Maiwald, Beamtenrecht des Bundes und der Länder, Stand: Juli 2008, § 28 Rdnr. 153.
- OVG Sachsen, 10.02.2021 - 2 A 48/20
Beförderung; Erledigung der Hauptsache; Fortsetzungsfeststellungsinteresse
Ein Feststellungsinteresse setzt in diesem Fall voraus, dass die angegriffene Verfügung diskriminierenden Charakter hatte und sich aus ihr eine Beeinträchtigung des Persönlichkeitsrechts des Betroffenen ergab (…vgl. Kopp/Schenke, VwGO, a. a. O., § 113 Rn. 142 m. w. N.), wobei die bloße Möglichkeit einer solchen Verletzung, also ein schlüssig dargelegter Eingriff in das Persönlichkeitsrecht, ausreicht (vgl. Senatsurt. v. 20. Februar 2001 - 2 B 167/99 -, juris). - VG Chemnitz, 21.10.2003 - 6 K 1349/03
Rechtmäßigkeit von Änderungen des Aufgabenbereiches und Umsetzungen von Beamten; …
Es genügt die bloße Möglichkeit einer solchen Verletzung, also ein schlüssig dargelegter Eingriff in das Persönlichkeitsrecht (vgl. SächsOVG, Urteil vom 20.02.2001, SächsVBl. 2001, S. 147 ff.). - VG Düsseldorf, 26.10.2005 - 2 L 1859/05 Rn. 12 So Kopp, VwVfG, Kommentar, 8. Aufl., § 45 Rnr. 2; Stelkens/Bonk/Sachs, VwVfG, Kommentar, 6. Aufl., § 45 Rnr. 70; Knack, VwVfG, Kommentar, 8. Aufl., § 45 Rnr. 29; OVG Bautzen, Urteil vom 20. Februar 2001 - 2 B 167/99 -, NVwZ-RR 2002, 53, 54.
- OVG Sachsen, 02.10.2014 - 2 A 798/12
Fortsetzungsfeststellungsinteresse, Berufungszulassungsverfahren
Ein Feststellungsinteresse setzt in diesem Fall voraus, dass die angegriffene Verfügung diskriminierenden Charakter hatte und sich aus ihr eine Beeinträchtigung des Persönlichkeitsrechts des Betroffenen ergab (…vgl. Kopp/Schenke, VwGO, 19. Aufl., § 113 Rn. 142 m. w. N.), wobei die bloße Möglichkeit einer solchen Verletzung, also ein schlüssig dargelegter Eingriff in das Persönlichkeitsrecht, ausreicht (vgl. Senatsurt. v. 20. Februar 2001 - 2 B 167/99 -, juris). - VG Düsseldorf, 31.10.2006 - 2 K 3377/06
Rechtmäßigkeit der Versetzung eines Beamten in den Ruhestand wegen …
Rn. 36 Vgl. Sächsisches Oberverwaltungsgericht, Urteil vom 20. Februar 2001 - 2 B 167/99 -, NVwZ-RR 2002, 53; Urteil der Kammer vom 2. Mai 2006 - 2 K 7468/04 - Beschluss der Kammer vom 26. Oktober 2005 - 2 L 1859/05 -, www.nrwe.de jeweils m.w.N. - VG Düsseldorf, 10.07.2009 - 13 K 8015/08
Zurruhesetzung Rücknahme vorgezogener Ruhestand Dienstunfähigkeit
Rn. 42 Oberverwaltungsgericht für das Land Nordrhein-Westfalen, Urteil vom 5. März 2009 - 1 A 107/07 -, juris; vgl. Sächsisches Oberverwaltungsgericht, Urteil vom 20. Februar 2001 - 2 B 167/99 -, NVwZ-RR 2002, 53.
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