Rechtsprechung
| FG Münster, 22.11.2006 - 2 K 5809/04 E |
Volltextveröffentlichungen (6)
- openjur.de
- NRWE (Rechtsprechungsdatenbank NRW)
- Judicialis
FGO § 74; ; FGO § 155; ; ZPO § 251; ; EStG § 26 Abs. 1 S. 1; ; EStG § 26 Abs. 2 S. 1
- Owlit(Abodienst, Leitsatz frei)
- Wolters Kluwer(Abodienst, Leitsatz/Tenor frei)
Berechtigung einer im Insolvenzverfahren auftretenden Treuhänderin zur Ausübung des Veranlagungswahlrechts i.S.d. §§ 26 ff. Einkommensteuergesetz (EStG); Rechtmäßigkeit einer Anordnung der Verfahrensruhe; Aussetzung eines finanzgerichtlichen Verfahrens nur bei Abhängigkeit ...
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Wird zitiert von ... (4) Zitiert selbst (12)
- BFH, 07.02.2005 - III B 101/04
Grundsätzliche Bedeutung - Zusammenveranlagung
Auszug aus FG Münster, 22.11.2006 - 2 K 5809/04
Umgekehrt hat ein etwa bestehender zivilrechtlicher Anspruch auf Zustimmung zur Zusammenveranlagung grundsätzlich keinen Einfluss auf das Besteuerungsverfahren (vgl. BFH-Beschluss vom 07.02.2005 III B 101/04, BFH/NV 2005, 1083 m.w.N.).Zum einen hat der Wechsel von der Zusammenveranlagung zur getrennten Veranlagung durch den Verlust des sog. Splittingvorteils im Regelfall eine höhere Steuerbelastung in der Gesamtschau beider Ehegatten, insbesondere aber für den anderen Ehegatten zur Folge (vgl. BFH-Beschluss vom 07.02.2005 III B 101/04, aaO S. 1084 a.E. m.w.N.).
- BGH, 24.05.2007 - IX ZR 8/06
Verwalter übt Wahlrecht d. Ehegatten zur Art d. Veranlagung aus
Auszug aus FG Münster, 22.11.2006 - 2 K 5809/04
Das Verfahren konnte weder im Hinblick auf das beim BGH unter dem Aktenzeichen IX ZR 8/06 anhängige Revisionsverfahren noch wegen des beim Amtsgericht E. angestrengten Verfahrens des beigeladenen Ehemannes ruhend gestellt oder ausgesetzt werden. - BFH, 19.05.2004 - III R 18/02
Verfahrensrechtliche Voraussetzungen einer abweichenden Ausübung des …
Auszug aus FG Münster, 22.11.2006 - 2 K 5809/04
Auf die Gründe, die ursprünglich zur Zusammenveranlagung geführt haben, kommt es steuerlich nicht an (BFH-Urteil vom 19.05.2004 III R 18/02, BStBl. II 2004, 980, 983;… BFH-Beschluss vom 14.02.2000 VI B 181/99, BFH/NV 2000, 842).
- BFH, 12.08.1977 - VI R 61/75
Nichtigkeit des Antrags auf getrennte Veranlagung eines einkunftslosen Ehegatten
Auszug aus FG Münster, 22.11.2006 - 2 K 5809/04
Die Zustimmung zur Zusammenveranlagung ist im Besteuerungsverfahren auch nicht erzwingbar (BFH-Urteil vom 12.08.1977 VI R 61/75, BStBl. II 1977, 870). - BFH, 29.02.2000 - VII R 109/98
Kein Veranlagungswahlrecht für Pfändungsgläubiger
Auszug aus FG Münster, 22.11.2006 - 2 K 5809/04
Anders ist dies im Fall der Gesamtrechtsnachfolge durch Erbanfall oder im Fall der Insolvenz, soweit die Insolvenzmasse betroffen ist (vgl. BFH-Urteil vom 29.02.2000 VII R 109/98, BStBl. II 2000, 573 (576);… BFH-Beschluss vom 18.01.1996 VII B 259/95, BFH/NV 1996, 453 (454) jew. m.w.N.). - BFH, 18.07.1990 - I R 12/90
Mündliche Verhandlung - Absichtserklärung des Klägers - Bestimmung des …
Auszug aus FG Münster, 22.11.2006 - 2 K 5809/04
Auch das vom Bekl. zitierte Urteil des BFH vom 18.07.1990 I R 12/90, BStBl. II 1990, 967, nach dem das nach § 74 FGO auszuübende Ermessen des Finanzgerichts unter bestimmten Umständen auf Null reduziert sein kann, ist erkennbar nicht einschlägig. - BFH, 15.07.2004 - III R 66/98
Gestaltungsmissbrauch - widersprüchliche Ausübung von Gestaltungsrechten
Auszug aus FG Münster, 22.11.2006 - 2 K 5809/04
Soweit der Bekl. unter Berufung auf das BFH-Urteil vom 15.07.2004 III R 66/98, BFH/NV 2005, 186 durch die Ausübung der Wahl auf getrennte Veranlagung auch einen Rechtsmissbrauch im Verhältnis zur Finanzverwaltung und damit einen Gestaltungsmissbrauch i.S.v. § 42 AO verwirklicht sieht, kann dem der erkennende Senat nicht folgen. - BFH, 30.05.1990 - I R 57/89
Nullregelung - Einnahme - Ausländischer Unternehmer - Befreiung von …
- BFH, 14.02.2000 - VI B 181/99
Wahl der getrennten Veranlagung
Auszug aus FG Münster, 22.11.2006 - 2 K 5809/04
Auf die Gründe, die ursprünglich zur Zusammenveranlagung geführt haben, kommt es steuerlich nicht an (BFH-Urteil vom 19.05.2004 III R 18/02, BStBl. II 2004, 980, 983; BFH-Beschluss vom 14.02.2000 VI B 181/99, BFH/NV 2000, 842). - BFH, 29.10.1963 - VI 266/61 U
Zusammenveranlagung nach Tod eines Ehegatten
Auszug aus FG Münster, 22.11.2006 - 2 K 5809/04
Widerspricht der Insolvenzverwalter der Zusammenveranlagung, so werden die Ehegatten getrennt veranlagt, (vgl. BFH-Urteile vom 15.10.1964 VI 175/63 U, BStBl. III 1965, 86; vom 29.10.1963 VI 266/61 U, BStBl. III 1963, 597;… Uhlenbrock, Insolvenzordnung 12. Aufl. 2003, § 80 Rz. 24;… Frotscher, Besteuerung in der Insolvenz 5. Aufl. 2000, S. 96f;… Hess, Steuerrecht in der Insolvenz 1996, Rz. 567;… Schwarz, AO § 251 Rz. 74 jew. m.w.N.). - BFH, 15.10.1964 - VI 175/63 U
Wahlrecht zwischen getrennter Veranlagung oder Zusammenveranlagung eines Erben
- BFH, 18.01.1996 - VII B 259/95
Anforderungen an die Darlegung einer grundsätzlichen Bedeutung der Rechtssache
- BFH, 22.03.2011 - III B 114/09
Darlegung der grundsätzlichen Bedeutung bei Vorliegen spezieller …
Es bleibt daher unerörtert, weshalb eine verfassungskonforme Auslegung des § 26 EStG erforderlich sein soll, wenn zivil- und insolvenzrechtliche Vorschriften (insbesondere § 1353 BGB und § 80 Abs. 1 InsO) zur Verfügung stehen, mit denen sich --anders als mit der Vorschrift des § 26 EStG-- die vielfältigen zwischen den Beteiligten bestehenden Interessen (besser) ausgleichen lassen (vgl. dazu auch FG Münster vom 22. November 2006 2 K 5809/04 E, Zeitschrift für das gesamte Insolvenzrecht 2007, 314). - FG Münster, 21.04.2016 - 2 K 2410/14
Ausübung des Veranlagungswahlrechts durch einen Treuhänder im Rahmen eines …
Zu den betreffenden Rechten gehört unter anderem das Veranlagungswahlrecht nach § 26 Abs. 2 EStG, bei dem es sich nach gefestigter Rechtsprechung nicht um ein höchstpersönliches, sondern um ein vermögensbezogenes und damit der Insolvenzmasse zuzuordnendes Recht handelt (…vgl. BFH-Beschluss vom 22.03.2011 III B 114/09, BFH/NV 2011, 1142; FG Köln, Urteil vom 30.09.2015 14 K 2679/12; EFG 2016, 34; FG Mecklenburg-Vorpommern, Urteil vom 26.03.2009 2 K 409/07, juris; FG Münster, Urteil vom 22.11.2006 2 K 5809/04 E, ZInsO 2007, 383). - FG Mecklenburg-Vorpommern, 26.03.2009 - 2 K 409/07
Recht des Insolvenzverwalters auf Ausübung des Veranlagungswahlrechts in der …
Rn. 25 Dem hat sich das Finanzgericht Münster in seinem Urteil vom 22.11.2006 - 2 K 5809/04 E (ZInsO 2007, 383) für die Zuordnung des Veranlagungswahlrechts im Insolvenzverfahren ausdrücklich angeschlossen.Allein daraus, dass der Wechsel von der Zusammenveranlagung zur getrennten Veranlagung durch den Verlust des sog. Splittingvorteils eine höhere Steuerbelastung beider Ehegatten und insbesondere eine höhere Steuerbelastung der Klägerin zur Folge hat, kann noch nicht die Rechtsmissbräuchlichkeit der vom Insolvenzverwalter getroffenen Veranlagungswahl hergeleitet werden (vgl. hierzu FG Münster, Urteil vom 22.11.2006 - 2 K 5809/04 E a. a. O.).
- FG Köln, 30.09.2015 - 14 K 2679/12
Zusammenveranlagung zur Einkommensteuer begründet im Insolvenzverfahren eine …
Hierzu gehört auch die Ausübung des Veranlagungswahlrechts nach § 26 Abs. 2 EStG (…BFH-Beschluss vom 22. März 2011 III B 114/09, BFH/NV 2011, 1142; Finanzgericht (FG) Mecklenburg-Vorpommern Urteil vom 26. März 2009 2 K 409/07, nv; FG Münster Urteil vom 22. November 2006 2 K 5809/04 E, ZInsO 2007, 383).
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