Rechtsprechung
| OVG Niedersachsen, 13.04.2007 - 2 LB 14/07 |
Volltextveröffentlichungen (6)
- openjur.de
Ermessensausübung beim Widerruf einer Unterrichtsgenehmigung
- Entscheidungsdatenbank Niedersachsen
Widerruf einer Unterrichtsgenehmigung für Lehrkräfte an Privatschulen als Eingriff in die Freiheit der Berufswahl; Umfassende Abwägung des öffentlichen Interesses an einem Widerruf einer Unterrichtsgenehmigung mit den privaten Belangen des Genehmigungsinhabers als ...
- Judicialis
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
GG Art. 12; NSchG § 167; VwGO § 114; VwVfG § 40
Zur Ermessensausübung beim Widerruf einer Unterrichtsgenehmigung - Wolters Kluwer(Abodienst, Leitsatz frei)
Ersatzschulen (Lehrer) - Ermessensausübung beim Widerruf einer Unterrichtsgenehmigung
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse
- Wolters Kluwer(Abodienst, Leitsatz/Tenor frei) (Leitsatz)
Widerruf einer Unterrichtsgenehmigung für Lehrkräfte an Privatschulen als Eingriff in die Freiheit der Berufswahl; Umfassende Abwägung des öffentlichen Interesses an einem Widerruf einer Unterrichtsgenehmigung mit den privaten Belangen des Genehmigungsinhabers als ...
Verfahrensgang
- VG Braunschweig, 12.06.2006 - 6 A 371/05
- OVG Niedersachsen, 13.04.2007 - 2 LB 14/07
Papierfundstellen
- NVwZ-RR 2007, 468 (Ls.)
Wird zitiert von ... (12) Zitiert selbst (22)
- BVerwG, 05.09.2006 - 1 C 20.05
Rücknahme einer unbefristeten Aufenthaltserlaubnis; Rücknahme mit Wirkung für die …
Auszug aus OVG Niedersachsen, 13.04.2007 - 2 LB 14/07
Diesem Zweck dient auch die Pflicht zur Begründung von Verwaltungsakten (§ 39 Abs. 1 VwVfG; vgl. BVerwG, Urteil vom 24. September 1996, - BVerwG 1 C 9.94 -, BVerwGE 102, 63 m.w.N.; BVerwG, Urteil vom 05. September 2006, - BVerwG 1 C 20.05 -, AuAS 2007, 3-5.).Es bestehen auch keine ermessenslenkenden Vorgaben für die hier in Frage stehende Rechtsmaterie, deren Existenz für den hier gegebenen Fall des Widerrufs der Unterrichtungserlaubnis auf ein sogenanntes intendiertes Ermessen hinweisen würde (vgl. BVerwG, Urteil vom 05. September 2006, - BVerwG 1 C 20.05 -, AuAS 2007, 3-5).
§ 114 Satz 2 VwGO schafft die prozessualen Voraussetzungen lediglich dafür, dass defizitäre Ermessenserwägungen ergänzt werden, nicht hingegen, dass das Ermessen erstmals ausgeübt oder die Gründe einer Ermessensausübung (komplett oder doch in ihrem Wesensgehalt) ausgewechselt werden (BVerwG, Beschluss vom 14. Januar 1999, - BVerwG 6 B 133.98 -, NJW 1999, 2912-2914 und Urteil vom 05. September 2006, - BVerwG 1 C 20/05 -, AuAS 2007, 3-5).
- BVerwG, 05.07.1985 - 8 C 22.83
Wohnungsrecht - Wohnberechtigungsschein - Ausnahme - Nichteheliche …
Auszug aus OVG Niedersachsen, 13.04.2007 - 2 LB 14/07
Nach der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts bestimmen sich die Anforderungen an den Inhalt und den Umfang der Begründung eines Verwaltungsakts nach den Besonderheiten des jeweiligen Rechtsgebietes und nach den Umständen des Einzelfalles (vgl. u.a. Urteil vom 15. Juni 1971, - BVerwG II C 17.70 -, BVerwGE 38, 191; Urteil vom 5. Juli 1985, - BVerwG 8 C 22.83 -, BVerwGE 72, 1).Marktordnungsrecht Nr. 1; Urteil vom 25. September 1992, - BVerwG 8 C 68 u. 70.90 -, BVerwGE 91, 82; Urteil vom 5. Juli 1985, a.a.O.).
- BVerwG, 23.05.1996 - 3 C 13.94
Recht der Landwirtschaft: Referenzmengenübergang bei Übertragung von …
Auszug aus OVG Niedersachsen, 13.04.2007 - 2 LB 14/07
Versteht sich aber das Ergebnis von selbst, so bedarf es insoweit nach § 39 Abs. 1 Satz 3 VwVfG auch keiner das Selbstverständliche darstellenden Begründung (vgl. BVerwG, Urteil vom 16. Juni 1997, - BVerwG 3 C 22.96 -, BVerwGE 105, 55; Urteil vom 23. Mai 1996, - BVerwG 3 C 13.94 -, Buchholz 451.513 Sonst.Dies nimmt das Bundesverwaltungsgericht (vgl. Urteil vom 23. Mai 1996, a.a.O.) im Bereich der Rücknahme von Verwaltungsakten etwa im Fall des § 48 Abs. 2 Satz 4 VwVfG an, der für die Fälle des Satzes 3 die Rücknahme des Verwaltungsakts mit Wirkung für die Vergangenheit als Regel festlegt.
- BVerwG, 03.10.1988 - 1 B 114.88
Beschwerde gegen die Nichtzulassung einer Revision - Anforderungen an die …
Auszug aus OVG Niedersachsen, 13.04.2007 - 2 LB 14/07
In einem solchen Fall ist die Entscheidung der Behörde - trotz des sonst bestehenden Ermessensspielraums - rechtlich zwingend vorgezeichnet, so dass für behördliche Ermessenserwägungen kein Anlass besteht (BVerwG, Beschluss vom 03.Oktober 1988, - BVerwG 1 B 114.88 -, Buchholz 316 § 40 VwVfG Nr. 8).Ein - wie hier - wegen Ermessensnichtgebrauchs rechtswidriger Verwaltungsakt kann vom Gericht nicht geheilt werden (BVerwG, Urteil vom 13. November 1981, - BVerwG 1 C 69.78 -, NJW 1982, 1413; Beschluss vom 3. Oktober 1988, - BVerwG 1 B 114.88 -, Buchholz 316 § 40 VwVfG Nr. 8).
- BVerwG, 16.06.1997 - 3 C 22.96
Recht der Subventionen - Widerruf von Ermessensentscheidungen wegen …
Auszug aus OVG Niedersachsen, 13.04.2007 - 2 LB 14/07
Versteht sich aber das Ergebnis von selbst, so bedarf es insoweit nach § 39 Abs. 1 Satz 3 VwVfG auch keiner das Selbstverständliche darstellenden Begründung (vgl. BVerwG, Urteil vom 16. Juni 1997, - BVerwG 3 C 22.96 -, BVerwGE 105, 55; Urteil vom 23. Mai 1996, - BVerwG 3 C 13.94 -, Buchholz 451.513 Sonst. - BVerwG, 28.08.1980 - 4 B 67.80
Privilegierung eines Torfabbaus; Umfang der Begründungspflicht bei …
Auszug aus OVG Niedersachsen, 13.04.2007 - 2 LB 14/07
Bei einer solchen Konstellation gilt nämlich, dass es für die eine Ausnahme ablehnende Ermessensentscheidung einer Abwägung des "Für und Wider" nicht bedarf; damit entfällt zugleich auch eine entsprechende Begründungspflicht der Behörde (vgl. BVerwG, Beschluss vom 28. August 1980, - BVerwG 4 B 67.80 -, Buchholz 406.11 § 35 BBauG Nr. 168 S. 126). - BVerwG, 25.09.1992 - 8 C 68.90
Rücknahme eines Verwaltungsakts - Ermessen - Rücknahme eines …
Auszug aus OVG Niedersachsen, 13.04.2007 - 2 LB 14/07
Marktordnungsrecht Nr. 1; Urteil vom 25. September 1992, - BVerwG 8 C 68 u. 70.90 -, BVerwGE 91, 82; Urteil vom 5. Juli 1985, a.a.O.). - BVerwG, 14.01.1999 - 6 B 133.98
Darlegungsanforderungen an die Bezeichnung eines Verfahrensmangels; Verstoß gegen …
Auszug aus OVG Niedersachsen, 13.04.2007 - 2 LB 14/07
§ 114 Satz 2 VwGO schafft die prozessualen Voraussetzungen lediglich dafür, dass defizitäre Ermessenserwägungen ergänzt werden, nicht hingegen, dass das Ermessen erstmals ausgeübt oder die Gründe einer Ermessensausübung (komplett oder doch in ihrem Wesensgehalt) ausgewechselt werden (BVerwG, Beschluss vom 14. Januar 1999, - BVerwG 6 B 133.98 -, NJW 1999, 2912-2914 und Urteil vom 05. September 2006, - BVerwG 1 C 20/05 -, AuAS 2007, 3-5). - BVerwG, 15.06.1971 - II C 17.70
Auszug aus OVG Niedersachsen, 13.04.2007 - 2 LB 14/07
Nach der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts bestimmen sich die Anforderungen an den Inhalt und den Umfang der Begründung eines Verwaltungsakts nach den Besonderheiten des jeweiligen Rechtsgebietes und nach den Umständen des Einzelfalles (vgl. u.a. Urteil vom 15. Juni 1971, - BVerwG II C 17.70 -, BVerwGE 38, 191; Urteil vom 5. Juli 1985, - BVerwG 8 C 22.83 -, BVerwGE 72, 1). - BVerwG, 13.11.1981 - 1 C 69.78
Nachschieben von Ermessensgründen - Umwandlung einer Rechtsentscheidung in eine …
Auszug aus OVG Niedersachsen, 13.04.2007 - 2 LB 14/07
Ein - wie hier - wegen Ermessensnichtgebrauchs rechtswidriger Verwaltungsakt kann vom Gericht nicht geheilt werden (BVerwG, Urteil vom 13. November 1981, - BVerwG 1 C 69.78 -, NJW 1982, 1413; Beschluss vom 3. Oktober 1988, - BVerwG 1 B 114.88 -, Buchholz 316 § 40 VwVfG Nr. 8). - BVerwG, 31.03.2004 - 8 C 5.03
Maßgeblicher Zeitpunkt für die Beurteilung der Sach- und Rechtslage; Klage des …
- BVerwG, 24.09.1996 - 1 C 9.94
Ausländerrecht - Ausnahmen von der Ausweisung bei vorsätzlich begangener …
- BVerfG, 02.03.1977 - 1 BvR 124/76
Verfassungsrechtliche Anforderungen an ein vorläufiges Berufsverbot gegen einen …
- BVerwG, 16.09.1997 - 3 C 12.95
Verwaltungsverfahren - (Ausschluß-) Frist zum Widerrunf eines begünstigenden …
- BVerwG, 04.07.2006 - 5 B 90.05
Maßgeblicher Zeitpunkt zur Beurteilung der Sach- und Rechtslage im …
- BVerwG, 09.12.2004 - 3 C 7.04
Tierschutz; landwirtschaftliche Nutztiere; Pelztiere; Nerze; Erlaubnispflicht; …
- VGH Baden-Württemberg, 20.06.1989 - 9 S 781/89
Nichteignung als Erzieher; Ausbildungs- und Beschäftigungsverbot
- VGH Bayern, 28.02.2006 - 7 B 05.2202
- BVerwG, 27.12.1994 - 11 B 152.94
Maßgeblicher Zeitpunkt für die Beurteilung der Rechtmäßigkeit des Widerrufs einer …
- BVerwG, 20.01.1999 - 8 B 232.98
Rechtsschutzbedürfnis für die Anfechtung des Investitionsvorrangbescheids; …
- OVG Sachsen, 27.03.2006 - 2 B 776/04
Schule in freier Trägerschaft, Schulaufsicht, Untersagung des Einsatzes von …
- BVerwG, 28.11.1969 - VII CB 63.68
Unterrichtsgenehmigung nach nordrhein-westfälischem Recht - Persönliche …
- VG Würzburg, 14.06.2018 - W 5 K 15.1109
Erkundungs- und Sicherungsmaßnahmen für aufgelassenen Kalksteintiefbau
§ 114 Satz 2 VwGO setzt mithin voraus, dass schon vorher bei der behördlichen Entscheidung Ermessenserwägungen hinsichtlich des Verwaltungsakts angestellt worden sind, das Ermessen also in irgendeiner Weise betätigt worden ist (OVG Lüneburg, B.v. 13.4.2007 - 2 LB 14/07 - BeckRS 2007, 22992; BayVGH, U.v. 18.1.2010 - 11 BV 08.789 - BayVBl 2010, 371). - OVG Sachsen-Anhalt, 16.05.2018 - 3 M 162/18
Widerruf einer Unterrichtsgenehmigung wegen der Begehung von Straftaten - …
Zur Ermessensausübung beim Widerruf einer Unterrichtsgenehmigung (Anschluss an Nds. OVG, Beschluss vom 13. April 2007 - 2 LB 14/07 -, juris).Die Entscheidung über den Widerruf einer Unterrichtungsgenehmigung kann daher nur dann Bestand haben, wenn die Behörde die erforderliche Abwägung öffentlicher Interessen und schutzwürdiger privater und insbesondere grundrechtlich geschützter Belange vorgenommen und dabei die wesentlichen Gesichtspunkte des Einzelfalles berücksichtigt hat (vgl. Nds. OVG, Beschluss vom 13. April 2007 - 2 LB 14/07 -, juris Rn. 64).
- OVG Niedersachsen, 31.05.2016 - 7 LB 59/15
Heranziehung der Eigentümer zur Sanierung der Altlast auf ihrem Grundstück (hier: …
Die Bestimmungen ermöglichen zwar kein uneingeschränktes Nachschieben von Ermessenserwägungen, etwa deren vollständige Nachholung oder Auswechslung (BVerfG, Beschluss vom 9. Juli 2007 - 2 BvR 206/07, NVwZ 2007, 1178, 1179; Nds. OVG, Beschluss vom 13. April 2007 - 2 LB 14/07 -, juris Rn. 73).
- VG Schleswig, 10.03.2021 - 4 A 140/18
Grundstücksentwässerungsanlage
Marktordnungsrecht Nr. 1; Urteil vom 25. September 1992, - 8 C 68 u. 70.90 -, BVerwGE 91, 82; Urteil vom 5. Juli 1985, a. a. O.; vgl. auch OVG Lüneburg, Beschluss vom 13. April 2007 - 2 LB 14/07 -, juris).).§ 114 Satz 2 VwGO schafft die prozessualen Voraussetzungen lediglich dafür, dass defizitäre Ermessenserwägungen ergänzt werden, nicht hingegen, dass das Ermessen erstmals ausgeübt oder die Gründe einer Ermessensausübung (komplett oder doch in ihrem Wesensgehalt) ausgewechselt werden (BVerwG, Beschluss vom 14. Januar 1999, - 6 B 133.98 -, NJW 1999, 2912-2914 und Urteil vom 05. September 2006, - 1 C 20/05 -, AuAS 2007, 3-5; OVG Lüneburg, Beschluss vom 13. April 2007 - 2 LB 14/07 -, Rn. 73, juris).
- OVG Sachsen-Anhalt, 13.05.2013 - 1 L 86/12
Rückabwicklung von Subventionsverhältnissen; Zeitablauf
Diesem Zweck dient auch die Pflicht zur Begründung von Verwaltungsakten (vgl. OVG Niedersachsen, Beschluss vom 13. April 2007 - 2 LB 14/07 -, juris m. w. N.). - VG Braunschweig, 09.04.2025 - 8 A 408/24
Bewilligungszeitraum; ELER; Ermessen; Fristverlängerung; geringfügiger Verstoß; …
- VG Würzburg, 18.05.2018 - W 9 K 18.252
Anordnung erkennungsdienstlicher Behandlung einer Muslimin in unverschleiertem …
§ 114 Satz 2 VwGO setzt mithin voraus, dass schon vorher bei der behördlichen Entscheidung Ermessenserwägungen hinsichtlich des Verwaltungsakts angestellt worden sind, das Ermessen also in irgendeiner Weise betätigt worden ist (OVG Lüneburg, B.v. 13.4.2007 - 2 LB 14/07 - BeckRS 2007, 22992; BayVGH, U.v. 18.1.2010 - 11 BV 08.789 - BayVBl 2010, 371). - VG Saarlouis, 26.09.2025 - 2 L 1544/25
Beteiligung der Schwerbehindertenvertretung im Verfahren der Abordnung; …
Rn. 28 Soweit der nach Art. 19 Abs. 4 GG verfassungsrechtlich garantierte gerichtliche Rechtsschutz nach der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts für eine ordnungsgemäße Ausübung des einer Behörde eingeräumten Ermessens voraussetzt, dass die Behörde offenbart, von welchen Gesichtspunkten sie sich bei der Ausübung des Ermessens hat leiten lassen (diesem Zweck dient auch die Pflicht zur Begründung von Verwaltungsakten[Nds. OVG, Beschluss vom 13.04.2007, 2 LB 14/07, juris Rn. 64][Nds. OVG, Beschluss vom 13.04.2007, 2 LB 14/07, juris Rn. 64]), ist dem Antragsteller zuzugeben, dass sich der verfahrensgegenständlichen Abordnungsverfügung vom 29.07.2025, die auf die Dienstfähigkeit des Antragstellers "gemäß den Ausführungen der Amtsärztin aus dem Gutachten vom 16.07.2025" Bezug nimmt, Ermessenserwägungen nicht entnehmen lassen. - VG Hannover, 05.10.2023 - 2 B 4469/23
Abordnung; Beamter; Ermessen; Ermessensausfall; Ermessensfehler; …
Diesem Zweck dient auch die Pflicht zur Begründung von Verwaltungsakten (Nds. OVG, Beschl. v. 13.4.2007 - 2 LB 14/07 -, juris Rn. 64). - VG Schwerin, 20.11.2013 - 6 A 1556/10 Dies gilt auch bei Anfechtungsklagen gegen den Widerruf einer Unterrichtsgenehmigung (vgl. OVG Lüneburg, Beschl. v. 13.4.2007 - 2 LB 14/07 -, zit. n. juris Rn. 61;… anders bei Untersagung einer genehmigungsfreien Unterrichtstätigkeit VGH Baden-Württemberg, Urt. v. 17.10.2012 - 9 S 1200/11 -, zit. n. juris Rn. 19).
- VG Schwerin, 09.07.2013 - 6 B 298/13
Vorläufiger Rechtsschutz - Änderung eines rechtskräftigen Beschlusses - Rücknahme …
- VG Frankfurt/Main, 12.03.2008 - 7 E 2575/06
Festsetzung des Ausschüttungsanteils bei der Totalisatorsteuer
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Rechtsprechung
| OVG Schleswig-Holstein, 13.02.2007 - 2 LA 69/06, 2 LB 14/07 |
Volltextveröffentlichungen (5)
- openjur.de
- Judicialis
VwGO § 121
- fh-sozialversicherung.de
Zum Umfang der Rechtskraft eines Urteils
- ra.de
- juris (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse
- Wolters Kluwer (Leitsatz)
Verwaltungsrechtsweg in sozialhilferechtlichen Angelegenheiten für die vor dem 01.01.2005 erhobenen Klagen; Rechtmäßigkeit einer Vorabentscheidung des Gerichts ohne die entsprechenden Rüge eines Prozessbeteiligten; Reichweite der materiellen Rechtskraft eines Urteils
Verfahrensgang
- VG Schleswig, 28.03.2006 - 13 A 2/05
- OVG Schleswig-Holstein, 13.02.2007 - 2 LA 69/06, 2 LB 14/07
- OVG Schleswig-Holstein, 20.06.2007 - 2 LB 14/07
- BVerwG, 04.12.2007 - 5 B 195.07
Wird zitiert von ... (0) Zitiert selbst (9)
- BSG, 22.05.1985 - 1 RA 33/84
Voraussetzungen einer vorläufigen Leistungsgewährung - Ausgleichsverhältnis …
Auszug aus OVG Schleswig-Holstein, 13.02.2007 - 2 LA 69/06
Der Anspruch aus § 102 SGB X ist ein Anspruch, der materiell-rechtlich mit dem Leistungsanspruch des Berechtigten verknüpft, mit diesem aber nicht deckungsgleich ist (BSG, Urt. v. 22.05.1985 - 1 RA 33/84 -, ZfSH/SGB 1986, 29 = BSGE 58, 119).Selbst eine bindende Ablehnung des Anspruchs gegenüber dem Berechtigten steht der Geltendmachung des Erstattungsanspruchs nicht entgegen (BSG, Urt. v. 22.05.1985, a.a.O. mwN).
Der Erstattungsanspruch eines Leistungsträgers steht hinsichtlich des Grundes des Erstattungsanspruchs und dessen Höhe zu dem Anspruch des Berechtigten in Abhängigkeit (vgl. BSG, Urt. v. 22.05.1985, a.a.O. mwN).
Aus dieser inhaltlichen Konnexität folgt, dass der Erstattungspflichtige gegenüber dem Erstattungsanspruchsteller alle Einwendungen erheben kann, die ihm gegenüber dem Leistungsanspruch des Hilfeberechtigten zustehen (vgl. BSG, Urt. v. 22.05.1985 a.a.O.; Klattenhoff in Hauck/Noftz, SGB X, 2006, §§ 102-114 Rn 18).
- BVerwG, 10.05.1994 - 9 C 501.93
Ausländer - Rechtskraft des Urteils - Anspruch auf Anerkennung - Asylberechtigter …
Auszug aus OVG Schleswig-Holstein, 13.02.2007 - 2 LA 69/06
Eine Entscheidung in diesem Sinn ist lediglich der Entscheidungssatz, m.a.W. der Subsumtionsschluss, den das Gericht aus der Anwendung der angewandten Rechtssätze auf den festgestellten Sachverhalt erzielt (BVerwG, Urt. v. 10.05.1994 - 9 C 501/93 -, E 96, 24 = NVwZ 1994, 1115).Die einzelnen Glieder des Entscheidungssatzes, die Urteilselemente, werden von der Rechtskraft jedoch nicht umfasst (BVerwG Beschl. v. 29.01.1992 - 4 NB 22/90 -, NVwZ 1993, 662; Urt. v. 10.05.1994, a.a.O.).
Der Streitgegenstand ist nach dem zweigliedrigen Streitgegenstandsbegriff nicht nur der prozessuale Anspruch, sondern auch der Klagegrund (vgl. BVerwG, Urt. v. 10.05.1994, a.a.O).
- OVG Schleswig-Holstein, 11.05.2005 - 2 LB 68/04
Sozialhilfe, stationäre Leistung, vorläufige Leistungsgewährung, örtliche …
Auszug aus OVG Schleswig-Holstein, 13.02.2007 - 2 LA 69/06
Der Verwaltungsrechtsweg ist in sozialhilferechtlichen Angelegenheiten für die vor dem 01.01.2005 erhobenen Klagen auch hinsichtlich der Rechtsfragen gegeben, die wegen des Erstreckens des streitgegenständlichen Zeitraumes - auch - über den 01.01.2005 hinaus nach Maßgabe des SGB XII zu beurteilen sind ("perpetuatio fori"; vgl. Senatsurt. v. 11.05.2005 - 2 LB 68/04 -).Der Senat hat zu der Frage bereits im Urteil vom 11.05.2005 - 2 LB 68/04 - ausgeführt:.
- BVerwG, 19.06.1980 - 5 C 26.79
Aufwandserstattung - AOK - Versicherungspflichtiges Mitglied - Krankengeld - …
Auszug aus OVG Schleswig-Holstein, 13.02.2007 - 2 LA 69/06
Der Erstattungsanspruch ist daher zwar eigenständig, inhaltlich aber untrennbar mit dem Anspruch des Berechtigten verbunden (BVerwG, Urt. v. 19.06.1980 - 5 C 26/79 -, E 60, 236 = FEVS 28, 402 für die Regelung des § 1531 RVO). - OVG Brandenburg, 07.12.1999 - 4 B 59/99
Kostenübernahme für einen Platz in einer therapeutischen Wohngemeinschaft; …
Auszug aus OVG Schleswig-Holstein, 13.02.2007 - 2 LA 69/06
Eine therapeutische Wohngemeinschaft ohne Rund-um-die-Uhr-Betreuung bei ständiger Präsenz von Betreuungspersonal ist jedoch keine stationäre Einrichtung (vgl. OVG Frankfurt/Oder, Beschl v. 07.12.1999 - 4 B 59/99 -, FEVS 51, 406). - BVerwG, 31.01.1969 - IV C 83.66
Beschwer durch die Stellung als Beigeladener - Rechtsmittel der Hauptbeteiligten …
Auszug aus OVG Schleswig-Holstein, 13.02.2007 - 2 LA 69/06
Des weiteren trifft den einfach Beigeladenen nur eine schwächere Rechtskraftwirkung, er ist an die Richtigkeit des Urteils nur soweit gebunden (präjudiziert), soweit die Entscheidung ihn betrifft, also seine rechtlichen Interessen berührt werden (vgl. BVerwG, Urt. v. 31.01.1969 - IV C 83.66 -, E 31 233 = NJW 1969, 1133). - BVerwG, 16.02.1990 - 9 B 325.89
Einziehung des Vertriebenenausweises
Auszug aus OVG Schleswig-Holstein, 13.02.2007 - 2 LA 69/06
Der Entscheidungssatz ist in erster Linie dem Tenor zu entnehmen, ergänzend sind der Tatbestand und die Entscheidungsgründe heranzuziehen (std. Rspr. des BVerwG, vgl. statt vieler Beschl. v. 16.02.1990 - 9 B 325/89 -, NVwZ 1990, 1069 = Buchholz 412.3 § 18 BVFG Nr. 13; ebenso Senatsbeschl. v. 20.12.2006 - 2 MB 14/06 -). - BGH, 11.12.2001 - KZB 12/01
LDL-Behandlung; Gerichtliche Zuständigkeit für bereits bei den ordentlichen …
Auszug aus OVG Schleswig-Holstein, 13.02.2007 - 2 LA 69/06
Der Grundsatz der Fortdauer der einmal begründeten Zuständigkeit ("perpetuatio fori") gilt auch in Fällen einer nachträglichen Veränderung der gesetzlichen Grundlagen (BGH, Beschluss v. 11.12.2001 - KZB 12/01 -, NJW 2002, 1351)". - OVG Schleswig-Holstein, 20.12.2006 - 2 MB 14/06
Auszug aus OVG Schleswig-Holstein, 13.02.2007 - 2 LA 69/06
Der Entscheidungssatz ist in erster Linie dem Tenor zu entnehmen, ergänzend sind der Tatbestand und die Entscheidungsgründe heranzuziehen (std. Rspr. des BVerwG, vgl. statt vieler Beschl. v. 16.02.1990 - 9 B 325/89 -, NVwZ 1990, 1069 = Buchholz 412.3 § 18 BVFG Nr. 13; ebenso Senatsbeschl. v. 20.12.2006 - 2 MB 14/06 -).
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Rechtsprechung
| OVG Schleswig-Holstein, 20.06.2007 - 2 LB 14/07 |
Verfahrensgang
- VG Schleswig, 28.03.2006 - 13 A 2/05
- OVG Schleswig-Holstein, 13.02.2007 - 2 LA 69/06
- OVG Schleswig-Holstein, 20.06.2007 - 2 LB 14/07
- BVerwG, 04.12.2007 - 5 B 195.07
Wird zitiert von ... (0) Zitiert selbst (5)
- OVG Schleswig-Holstein, 29.09.2004 - 2 LB 101/03
ambulante Betreuung, stationäre Betreuung, Sozialhilferecht, örtliche …
Auszug aus OVG Schleswig-Holstein, 20.06.2007 - 2 LB 14/07
Eine Einrichtung ist ein für Hilfen nach dem BSHG unter verantwortlicher Leitung zusammengefasster Bestand an persönlichen und sächlichen Mitteln, der auf gewisse Dauer angelegt und für einen größeren wechselnden Personenkreis angelegt ist (vgl. Senatsurteil vom 29.09.2004 2 LB 101/03 -).Überdies ist auch eine dezentrale Unterkunft erfasst, wenn diese der Rechts- und Organisationssphäre des Einrichtungsträgers zuzuordnen ist, sodass sie als Teil des Einrichtungsganzen zu sehen ist (siehe zum vorstehenden BVerwG, Urteil vom 24.02.1994 - 5 C 17/91 , NDV 1994 430 sowie Senatsurteil vom 29.09.2004 - 2 LB 101/03 -).
- OVG Brandenburg, 07.12.1999 - 4 B 59/99
Kostenübernahme für einen Platz in einer therapeutischen Wohngemeinschaft; …
Auszug aus OVG Schleswig-Holstein, 20.06.2007 - 2 LB 14/07
Eine therapeutische Wohngemeinschaft ohne Rund-um-die-Uhr-Betreuung bei ständiger Präsenz von Betreuungspersonal ist keine stationäre Einrichtung (wie OVG Frankfurt/Oder, Beschluss vom 07.12.1999 - 4 B 59/99 -, FEVS 51, 406).Eine therapeutische Wohngemeinschaft ohne Rund-um-die-Uhr-Betreuung bei ständiger Präsenz von Betreuungspersonal ist keine stationäre Einrichtung (vgl. OVG Frankfurt/Oder, Beschluss vom 07.12.1999 - 4 B 59/99 -, FEVS 51, 406).
- BVerwG, 27.06.2002 - 5 C 30.01
Eingliederungshilfe; örtliche Zuständigkeit nach Wechsel von stationärer zu …
Auszug aus OVG Schleswig-Holstein, 20.06.2007 - 2 LB 14/07
Die Betreuung der Hilfeempfängerin habe sich damit spätestens ab April 2001 in eine ambulante Betreuungsmaßnahme gewandelt, sodass der zuständige Leistungsträger nach § 97 Abs. 1 BSHG zu bestimmen sei, er, der Kläger, verweise insoweit auf die Urteile des Schleswig-Holsteinischen Oberverwaltungsgerichts vom 30. Mai 2001 - 2 L 6/01 - sowie des Bundesverwaltungsgerichts vom 27. Juni 2005 - 5 C 30/01 -. - BGH, 11.12.2001 - KZB 12/01
LDL-Behandlung; Gerichtliche Zuständigkeit für bereits bei den ordentlichen …
Auszug aus OVG Schleswig-Holstein, 20.06.2007 - 2 LB 14/07
Der Grundsatz der Fortdauer der einmal begründeten Zuständigkeit ( perpetuatio fori ) gilt auch in Fällen einer nachträglichen Veränderung der gesetzlichen Grundlagen ( BGH, Beschluss v. 11.12.2001 - KZB 12/01 -, NJW 2002, 1351 ). - OVG Schleswig-Holstein, 11.05.2005 - 2 LB 68/04
Sozialhilfe, stationäre Leistung, vorläufige Leistungsgewährung, örtliche …
Auszug aus OVG Schleswig-Holstein, 20.06.2007 - 2 LB 14/07
Der Senat hat zu der Frage bereits im Urteil vom 11. Mai 2005 - 2 LB 68/04 - ausgeführt:.
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