Rechtsprechung
| OLG Saarbrücken, 12.02.2014 - 2 U 113/13 |
Volltextveröffentlichungen (9)
- openjur.de
- Rechtsprechungsdatenbank Saarland
§ 241 Abs 2 BGB, § 253 Abs 2 BGB, § 280 Abs 1 BGB, § 823 Abs 1 BGB
Glatteisunfall eines Fußgängers: Umfang der winterlichen Räum- und Streupflicht auf einem Privatgrundstück - rabüro.de
Winterliche Streupflicht auf privaten Flächen nicht vor 7 Uhr morgens
- RA Kotz
Umfang der winterlichen Räum- und Streupflicht auf einem Privatgrundstück
- ra.de
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
BGB § 823 Abs. 1; BGB § 823
Zu den Voraussetzungen der winterlichen Streupflicht auf privaten Flächen. - Wolters Kluwer(Abodienst, Leitsatz/Tenor frei)
- ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz frei)
Streupflicht für Privatgrundstücke erst ab 7:00 Uhr!
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse
- anwaltonline.com (Kurzinformation)
Glatteisunfall eines Fußgängers: Umfang der Räum- und Streupflicht auf einem Privatgrundstück ...
Verfahrensgang
- LG Saarbrücken, 22.02.2013 - 4 O 246/12
- OLG Saarbrücken, 12.02.2014 - 2 U 113/13
Wird zitiert von ... (4) Zitiert selbst (25)
- BGH, 20.11.1984 - VI ZR 169/83
Verkehrssicherungspflicht eines Gastwirts
Auszug aus OLG Saarbrücken, 12.02.2014 - 2 U 113/13
unzureichende Beleuchtung, aufgrund einer freiwilligen Risikoübernahme des Klägers in den Hintergrund tritt und keine selbständige Bedeutung hat (siehe auch BGH, NJW 1985, 482). - OLG Hamm, 05.06.1998 - 9 U 217/97
Haftungsverteilung bei Verletzung der Streupflicht und dem Besuch eines …
Auszug aus OLG Saarbrücken, 12.02.2014 - 2 U 113/13
Lässt sich einer solchen Gefahr nicht ausweichen, muss man sich bei verkehrsgerechtem Verhalten die Frage vorlegen, ob es notwendig ist, sich dieser Gefahr auszusetzen, wobei die Chancen, die Gefahr gleichwohl zu meistern (Grad der Beherrschbarkeit), und die Intensität der drohenden Rechtsgutverletzung (Grad der Gefährlichkeit) zu berücksichtigen sind (vgl. OLG Hamm, VersR 1999, 589; Thüringer OLG, Urteil vom 22. Dezember 2010, 4 U 610/10, namentlich bei einem nur sehr geringfügigen Verkehrsbedürfnis).Nach Maßgabe dessen muss der Kläger vor dem Hintergrund seiner eigenen Angaben für seinen Schaden in vollem Umfang selbst eintreten (§ 254 BGB). - OLG Jena, 22.12.2010 - 4 U 610/10
Räumpflicht bei Gehweg mit geringer Verkehrsbedeutung und Haftung bei Verstoß
Auszug aus OLG Saarbrücken, 12.02.2014 - 2 U 113/13
Lässt sich einer solchen Gefahr nicht ausweichen, muss man sich bei verkehrsgerechtem Verhalten die Frage vorlegen, ob es notwendig ist, sich dieser Gefahr auszusetzen, wobei die Chancen, die Gefahr gleichwohl zu meistern (Grad der Beherrschbarkeit), und die Intensität der drohenden Rechtsgutverletzung (Grad der Gefährlichkeit) zu berücksichtigen sind (vgl. OLG Hamm, VersR 1999, 589; Thüringer OLG, Urteil vom 22. Dezember 2010, 4 U 610/10, namentlich bei einem nur sehr geringfügigen Verkehrsbedürfnis).Nach Maßgabe dessen muss der Kläger vor dem Hintergrund seiner eigenen Angaben für seinen Schaden in vollem Umfang selbst eintreten (§ 254 BGB).
- LG Mainz, 26.02.1993 - 9 O 233/92
Keine Ausdehnung der Streupflicht gegenüber Zeitungsausträgern
Auszug aus OLG Saarbrücken, 12.02.2014 - 2 U 113/13
Er hätte die Lieferung, worauf an anderer Stelle noch einzugehen sein wird, in Ansehung der Verkehrs- und Witterungsverhältnisse entweder unterlassen oder an anderer Stelle ablegen müssen (siehe hierzu auch LG Mainz, VersR 1994, 1364). - BGH, 18.04.1997 - V ZR 28/96
Berücksichtigung eines Mitverschuldens im Rahmen des Beseitigungsanspruchs
Auszug aus OLG Saarbrücken, 12.02.2014 - 2 U 113/13
Sie beruht auf der Überlegung, dass jemand, der diejenige Sorgfalt außer acht lässt, die nach Lage der Sache erforderlich erscheint, um sich selbst vor Schaden zu bewahren, auch den Verlust oder die Kürzung seiner Ansprüche hinnehmen muss, weil es im Verhältnis zwischen Schädiger und Geschädigtem unbillig erscheint, dass jemand für den von ihm erlittenen Schaden trotz eigener Mitverantwortung vollen Ersatz fordert (BGH, JZ 1998, 92;… Oetker in: Münchener Kommentar zum BGB, 6. Aufl., § 254, Rz. 3, m.z.w.N.;… siehe auch Schiemann in: Staudinger, BGB - Neubearbeitung 2005, § 254, Rz. 2, 3, m.z.w.N.). - BGH, 12.06.2012 - VI ZR 138/11
Glatteisunfall eines Fußgängers: Grenzen der Streupflicht eines …
Auszug aus OLG Saarbrücken, 12.02.2014 - 2 U 113/13
Er muss deshalb den Sachverhalt dartun und gegebenenfalls beweisen, aus dem sich ergibt, dass zur Zeit des Unfalls aufgrund der Wetter-, Straßen- oder Wegelage bereits oder noch eine Streupflicht bestand und diese schuldhaft verletzt worden ist (vgl. BGH, Urt. v. 6.12.2012, VI ZR 138/11, NJW 2012, 2727; VersR 1970, 1130; VersR 1985, 243, 245; NZV 2005, 578). - BGH, 27.11.1984 - VI ZR 49/83
Streupflicht von Wohnungseigentümern
Auszug aus OLG Saarbrücken, 12.02.2014 - 2 U 113/13
Er muss deshalb den Sachverhalt dartun und gegebenenfalls beweisen, aus dem sich ergibt, dass zur Zeit des Unfalls aufgrund der Wetter-, Straßen- oder Wegelage bereits oder noch eine Streupflicht bestand und diese schuldhaft verletzt worden ist (…vgl. BGH, Urt. v. 6.12.2012, VI ZR 138/11, NJW 2012, 2727; VersR 1970, 1130; VersR 1985, 243, 245; NZV 2005, 578). - BGH, 05.07.1990 - III ZR 217/89
Reichweite der Verkehrssicherungspflicht (Streupflicht) der Gemeinden unter § 1 …
Auszug aus OLG Saarbrücken, 12.02.2014 - 2 U 113/13
Ist eine Streupflicht gegeben, richten sich Inhalt und Umfang nach den Umständen des Einzelfalls (…BGH, aaO, m.w.N.; BGHZ 112, 74, 75; VersR 1995, 721, 722). - BGH, 26.02.2009 - III ZR 225/08
Zurückweisung der Nichtzulassungsbeschwerde betreffend die …
Auszug aus OLG Saarbrücken, 12.02.2014 - 2 U 113/13
Rn. 23 Der Kläger kann sich in diesem Zusammenhang auch nicht mit Erfolg darauf berufen, dass sein plötzlicher Sturz darauf hindeute, dass die Streuung nicht erfolgt sei.Ein Sturz für sich allein begründet keinen Anscheinsbeweis für eine Verletzung der Streupflicht, von der dann wiederum auf eine Kausalität zwischen Streupflicht und Rechtsgutsverletzung geschlossen werden könnte (…Geigel/ Wellner, Der Haftpflichtprozess, 26. Aufl., § 14, Rz. 147, m.w.N.;… Lange/ Schmidbauer, aaO, Rz. 159, m.w.N.; BGH, NZV 2005, 578; OLG Celle, NZV 2001, 78; OLG München, Beschl. v. 24.8.2006, 1 U 3340/06; siehe auch BGH, NJW 2009, 3302 sowie BGH, Beschl. v. 19.12.1991, III ZR 2/91; OLG Koblenz, MDR 2010, 387). - OLG Saarbrücken, 20.07.2004 - 4 U 644/03
Übernahme der Verkehrssicherungspflicht des Eigentümers eines Grundstücks durch …
Auszug aus OLG Saarbrücken, 12.02.2014 - 2 U 113/13
Ein Mitverschulden liegt deshalb vor, wenn ein sorgfältiger Mensch Anhaltspunkte für eine Verkehrssicherungspflichtverletzung hätte erkennen und sich auf die Gefahr hätte einstellen können (…Rüßmann in: jurisPK-BGB, 6. Aufl., § 254, Rz. 14, m.w.N.; Saarländisches Oberlandesgericht, Urt. v. 20. Juli 2004, 4 U 644/03, OLGR 2004, 623). - BGH, 01.07.1993 - III ZR 88/92
Streupflichten einer Stadtgemeinde
- OLG Celle, 22.12.2003 - 9 U 192/03
Schadensersatz wegen Verletzung der Verkehrssicherungspflicht; Ausreichende …
- BGH, 11.08.2009 - VI ZR 163/08
Umfang des rechtlichen Gehörs im Zivilverfahren
- OLG Stuttgart, 06.05.2009 - 3 U 239/07
Verkehrssicherungspflicht: Schadensersatz wegen Sturzes auf einem schnee- und …
- BGH, 06.05.1997 - VI ZR 90/96
Mitverschulden des Geschädigten bei Sturz im Schnee
- OLG Düsseldorf, 20.06.2000 - 24 U 143/99
Streupflicht eines Wohnraumvermieters
- BGH, 26.06.1990 - X ZR 19/89
Rechtsnatur eines Kaufvertrags über landwirtschaftliche Nutztiere bei …
- BGH, 29.09.1970 - VI ZR 51/69
Umfang und Beginn der Streupflicht bei Glatteis
- OLG Celle, 02.02.2000 - 9 U 121/99
Schadensersatzanspruch wegen Verletzung der Streupflicht; Beweislast des …
- BGH, 19.12.1991 - III ZR 2/91
Amtshaftung einer Gemeinde in Nordrhein-Westfalen wegen Verletzung der Pflicht …
- OLG München, 13.03.2008 - 1 U 4314/07
Verkehrssicherungspflicht: Schadensersatz wegen eines glatteisbedingten Sturzes
- OLG Jena, 10.11.2008 - 4 U 553/08
- OLG Köln, 13.07.1995 - 7 U 37/95
Voraussetzungen und Umfang der Streupflicht der Gemeinde
- LG Bielefeld, 25.05.2004 - 20 S 4/04
Schadensersatz und Schmerzensgeld wegen Verletzung von Streupflichten bei …
- OLG München, 24.08.2006 - 1 U 3340/06
- OLG Koblenz, 29.04.2015 - 5 U 1479/14
Verkehrssicherungspflicht des Arbeitgebers im Umfeld seines Betriebsgeländes; …
Aber die Dinge liegen anders, falls sich abzeichnet, dass ein relevanter Verkehr schon vorher stattfindet und dieser Verkehr zudem von dem allgemein Sicherungspflichtigen veranlasst ist; dann hat er diesem Verkehr gefahrvorbeugend Rechnung zu tragen (OLGR Celle 2004, 125; Senat MDR 2008, 625; OLG Saarbrücken, Urteil vom 12.02.2014 - 2 U 113/13). - OLG Düsseldorf, 25.08.2015 - 21 U 8/14
Verkehrssicherungspflicht des Betreibers einer Autowaschstraße bei Glatteis
Vielmehr ist es eine Frage des Einzelfalles, ob dem Geschädigten vorgeworfen werden kann, er habe durch ein Verhalten, das den durch Schnee und Eis herbeigeführten winterlichen Verhältnissen nicht genügend Rechnung getragen habe, zur Schadensentstehung beigetragen (OLG Saarbrücken, Urteil vom 12. Februar 2014, 2 U 113/13, zitiert nach juris). - OLG Dresden, 01.07.2026 - 1 U 121/26
Umfang der zeitlichen Grenzen der winterlichen Räumpflicht und Streupflicht auf …
Andererseits genügt es zur Begründung einer Räum- und Streupflicht vor 7:00 Uhr morgens nicht, dass lediglich einzelne Personen unterwegs sind (OLG Saarbrücken, Urteil vom 12.02.2014 - 2 U 113/13, Rn. 22, juris). - LG Aachen, 21.04.2016 - 12 O 447/15
Winterliche Räum- und Streupflicht
Dessen Beginn ist zumindest an Werktagen nicht schon um 5 Uhr morgens anzuerkennen, sondern erst ab 7 Uhr (vgl. OLG Köln, 7 U 142/12, Beschluss vom 28.11.2012; OLG Hamm, Urteil vom 07.12.2010 - I-9 U 113/10; Saarländisches OLG, Urteil vom 12.02.2014 - 2 U 113/13; Thüringer OLG, Beschluss vom 10.11.2008, NZV 2009, 599 ff.; OLG Karlsruhe, Urt vom 25.9.1998; 10 U 122/98).
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Rechtsprechung
| OLG Oldenburg, 30.09.2014 - 2 U 113/13 |
Volltextveröffentlichungen (4)
- IWW
- RA Kotz
Pauschalpreisvertrag - zusätzliche Vergütung von Nachtragsleistungen
- ibr-online
Wie ist nach Vertragsaufhebung aufgrund fehlender Mitwirkung abzurechnen?
- juris (Volltext/Leitsatz)
Besprechungen u.ä. (2)
- ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo) (Entscheidungsbesprechung)
Auftraggeber wirkt nicht mit: Auftragnehmer kann kündigen! (IBR 2017, 624)
- ibr-online (Entscheidungsbesprechung)
Zusätzliche Leistungen müssen dokumentiert werden! (IBR 2017, 623)
Verfahrensgang
- LG Aurich, 14.08.2013 - 6 O 356/08
- OLG Oldenburg, 30.09.2014 - 2 U 113/13
- BGH, 20.04.2017 - VII ZR 265/14
Wird zitiert von ... (0) Zitiert selbst (2)
- BGH, 24.01.1979 - VIII ZR 16/78
Wirksamkeit der Ratenzahlungsvereinbarung über ein Pool-Billiard-Gerät - Bestehen …
Auszug aus OLG Oldenburg, 30.09.2014 - 2 U 113/13
Wenn ein besonders gravierendes Missverhältnis gegeben sei, könne dies zwar den Schluss auf ein subjektiv verwerfliches Gewinnstreben nahelegen, doch seien bei der Bewertung die Umstände des Einzelfalls zu berücksichtigen (vgl. BGH NJW 1979, 758).Entscheidend für die subjektive Seite ist nämlich weniger der objektive Verkehrswert, sondern in erster Linie, welchen Wert die Leistung vom Standpunkt des Leistungserbringers aus hatte (vgl. BGH NJW 1979, 758).
- BGH, 11.02.1999 - VII ZR 91/98
Berechnung des Vergütungsanspruchs; Abgrenzung zwischen erbrachten und nicht …
Auszug aus OLG Oldenburg, 30.09.2014 - 2 U 113/13
Nicht erbrachte Leistungen sind ebenfalls anzusetzen, jedoch sind ersparte Aufwendungen abzuziehen (vgl. auch BGH NJW 1999, 2036).
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Rechtsprechung
| BSG, 28.08.2013 - B 2 U 113/13 B |
Volltextveröffentlichung
Verfahrensgang
- SG Meiningen - S 14 U 3/10
- LSG Thüringen - L 1 U 1486/10
- BSG, 28.08.2013 - B 2 U 113/13 B
Wird zitiert von ... (2) Zitiert selbst (1)
- BVerfG, 08.12.2010 - 1 BvR 1382/10
Nichtannahmebeschluss: Reichweite der Begründungserleichterungen für …
Auszug aus BSG, 28.08.2013 - B 2 U 113/13 B
Der Senat sieht von einer weiteren Begründung ab, weil sie nicht geeignet ist, zur Klärung der Voraussetzungen der Revisionszulassung beizutragen (§ 160a Abs. 4 Satz 2 SGG; vgl BVerfG vom 8.12.2010 - 1 BvR 1382/10 - NJW 2011, 1497).
- LSG Sachsen-Anhalt, 21.06.2018 - L 6 U 52/17
Landwirtschaftliche Unfallversicherung - Beitrags- und Versicherungspflicht - …
Dieser (weitgehend) einheitliche Betrag soll den finanziellen Basisaufwand durch einen für alle Versicherten gleichen oder nach Versichertengruppen gestaffelten Sockelbetrag abdecken, den jedes Unternehmen unabhängig von seiner Größe und Art der Bewirtschaftung verursacht (BSG, 4.12.2014, B 2 U 113/13 R, juris;… Burchardt, a.a.O., Rn. 16).Rn. 83 Die Höhe des Grundbeitrages muss - wie geschehen - in der Satzung selbst bestimmt worden (…vgl. BSG, 7.12.2004, B 2 U 43/03 R, SozR 4-2700 § 182 Nr. 1; BSG, 4.12.2014, B 2 U 113/13 R, juris Rn. 26; vgl. aber auch BT-Drucks. 17/8616 S. 17).
- LSG Niedersachsen-Bremen, 29.08.2017 - L 16 U 6/15
Zahlung eines höheren Beitrags zur landwirtschaftlichen Unfallversicherung; …
Die Höhe des Grundbeitrages ist zudem in der Satzung selbst bestimmt worden (BSG…, Urteil vom 7. Dezember 2004 - B 2 U 43/03 R = BSGE 94, 38 = SozR 4-2700 § 182 Nr. 1; BSG, Urteil vom 4. Dezember 2014 - B 2 U 113/13 R Rdnr. 26; vgl aber auch BT- Drucks. 17/8616 S 17)..
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