Rechtsprechung
| OLG Karlsruhe, 16.07.1987 - 2 WF 73/87 |
Volltextveröffentlichungen (3)
- mansui.eu
BGB §§ 1610, 1629; ZPO §§ 114, 127a
Prozeßkostenhilfe; Maßgeblichkeit der wirtschaftlichen Verhältnisse des Kindes im Falle der Prozeßstandschaft; kein Prozeßkostenvorschußanspruch gegen einen selbst Prozeßkostenhilfe zustehenden Unterhaltspflichtigen. - rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse
- Wolters Kluwer(Abodienst, Leitsatz/Tenor frei) (Leitsatz)
Unterhalt; Kindesunterhalt; Bemessung; Prozeßstandschaft
Papierfundstellen
- FamRZ 1987, 106
- FamRZ 1987, 1062
Wird zitiert von ... (9) Zitiert selbst (1)
- OLG Hamm, 26.06.1986 - 2 WF 247/86
Mutwilligkeit der Rechtsverfolgung; Einvernehmliches Scheidungsverfahren einer …
Auszug aus OLG Karlsruhe, 16.07.1987 - 2 WF 73/87
Angesichts der Einkommensverhältnisse ihrer Eltern können sie auch weder von ihrer Mutter, der Klägerin, noch von ihrem Vater, dem Beklagten, Prozeßkostenvorschuß verlangen: Nach ständiger Rechtsprechung des Oberlandesgerichts Karlsruhe (zum Beispiel Beschluß vom 12. Juni 1984 - FamRZ 1984, 919) scheidet nämlich die Geltendmachung eines Anspruchs auf Prozeßkostenvorschuß dann aus, wenn die in Anspruch Genommenen selbst Prozeßkostenhilfe beanspruchen könnten, sei es auch nur mit Ratenzahlungsanordnung (ebenso OLG Hamm FamRZ 1986, 1013).
- BGH, 11.05.2005 - XII ZB 242/03
Postulationsfähigkeit des Bezirksrevisors im Rechtsbeschwerdeverfahren
Teilweise wird unter Hinweis auf einen Sinn und Zweck des § 1629 Abs. 3 BGB als Schutz des minderjährigen Kindes vor der Konfliktsituation der Eltern für die Prozesskostenhilfeentscheidung auf die Einkommens- und Vermögensverhältnisse des Kindes als Unterhaltsberechtigtem abgestellt (OLG Karlsruhe - 2. Senat für Familiensachen - FamRZ 1987, 1062, 1063; KG FamRZ 1989, 82; OLG Bamberg FamRZ 1994, 635; OLG Frankfurt FamRZ 1994, 1041 f.; OLG Dresden - 20. Senat für Familiensachen - FamRZ 1997, 1287; OLG Stuttgart OLGR 1998, 349; OLG Köln FamRZ 2001, 1535; OLG Köln - 27. Senat für Familiensachen - FamRZ 2001, 1535; OLG Dresden - 22. Senat für Familiensachen - FamRZ 2002, 1412, 1413;… Kalthoener/Büttner/ Wrobel-Sachs Prozeßkostenhilfe und Beratungshilfe 3. Aufl. Rdn. 42;… MünchKomm/Wax ZPO 2. Aufl. § 114 Rdn. 74). - OLG Karlsruhe, 08.01.2001 - 5 WF 168/00
PKH - Prozeßstandschaft - Partei - Kind - Einkommen
Sinn und Zweck der Regelung des § 1629 Abs. 3 BGB machen es nicht erforderlich, mit der Gegenmeinung (OLG Karlsruhe, FamRZ 87, 1062; KG, FamRZ 89, 82; OLG Bamberg, FamRZ 94, 635; OLG Frankfurt, FamRZ 94, 1041; OLG Dresden, FamRZ 97, 1287; OLG Stuttgart, MDR 99, 41;… Kalthoener/Büttner, Prozesskostenhilfe und Beratungshilfe, 2. Aufl., Rz. 42;… MünchKomm/Wax, ZPO, § 114 Rz. 35;… Musielak-Fischer, ZPO, 2. Aufl., § 114 Rz. 6) in Abweichung vom Wortlaut des § 114 ZPO auf die Einkommens- und Vermögensverhältnisse des Kindes abzustellen. - OLG Karlsruhe, 16.05.1991 - 16 WF 66/91
Beschwerde gegen die Versagung der Bewilligung von Prozesskostenhilfe; Ausschluss …
Nach Auffassung des Senats (FamRZ 84, 919; ebenso 2. Zivilsenat FamRZ 87, 1062, 1063) entspricht es nicht der Billigkeit i.S. von § 1360 a Abs. 4 Satz 1 BGB , daß der unterhaltspflichtige Ehegatte dem anderen auch einen Prozeßkostenvorschuß zahlen muß, wenn der unterhaltspflichtige Ehegatte, würde er den Rechtsstreit selbst führen, seinerseits Anspruch auf Prozeßkostenhilfe hätte (ebenso z.B. OLG Koblenz, FamRZ 86, 284; OLG Hamm, FamRZ 86, 1013, 1014).
- OVG Niedersachsen, 29.05.2002 - 12 PA 462/02
Voraussetzungen für die Bewilligung von Prozesskostenhilfe; Berücksichtigung …
1995, 47; OLG Nürnberg, Beschl. v. 22.9.1995 - 7 WF 2878/95 - , FamRZ 1996, 875; OLG Thüringen, Beschl. v. 19.3.1998 - WF 18/98 - , FamRZ 1999, 1302f.; OLG Köln, Beschl. v. 10.9.1998 - 14 WF 127/98 - , FamRZ 1999, 792; Hartmann, in: Baumbach/Lauterbach/Albers/Hartmann, ZPO, 60. Aufl. 2002, RdNr. 60 zu § 114 m. w. Nachw.; a. A.: BSG, Beschl. v. 7.2.1994 - 9/9 a RVg 4/92 - , DVBl. 1994, 1249f.; OLG Karlsruhe, Beschl. v. 16.7.1987 - 2 WF 73/87 -, FamRZ 1987, 1062(1063) u. Beschl. v. 16.5.1991 - 16 WF 66/91 - , FamRZ 1992, 77(78); OLG Düsseldorf, Beschl. v. 22.7.1995 - 3 WF 124/93 -, FamRZ 1993, 1474; Philippi, in: Zöller, ZPO, 22. Aufl. 2001, RdNr. 70 zu § 115 m. w. Nachw.; Brudermüller, in: Palandt, BGB, 61 Aufl. 2002, RdNr. 12 zu § 1360a m. w. Nachw.). - OLG Dresden, 27.08.2001 - 10 WF 543/01
Maßgebliche Einkommensverhältnisse bei Geltendmachung von Unterhaltsansprüchen in …
Nach einer Auffassung ist in diesen Fällen auf die Bedürftigkeit des Kindes abzustellen (OLG Karlsruhe, FamRZ 1987, 1062 ; KG, FamRZ 1989, 82 ; OLG Dresden, 20. Senat, FamRZ 1997, 1287 ;… Kalthoener/Büttner, Prozesskostenhilfe und Beratungshilfe, 2. Aufl., Rdn. 42). - OLG Rostock, 21.06.1994 - 1 W 33/94
Gewährung von Prozesskostenhilfe; Gewährung ratenloser Prozesskostenhilfe; …
Demgegenüber wird die Ansicht vertreten, daß eine Verweisung des Antragstellers auf den Prozeßkostenvorschußanspruch gemäß § 1360 a Abs. 4 BGB nicht in Betracht komme, selbst wenn dem Unterhaltspflichtigen nur ratenweise Prozeßkostenhilfe zu gewähren wäre (OLG Köln FamRZ 1982, 416 f.; KG FamRZ 1985, 1067 f.; OLG Karlsruhe FamRZ 1987, 1062 f.; OLG Bamberg JurBüro 1990, 1642 f.). - OLG Bamberg, 13.12.1993 - 2 WF 133/93
Voraussetzungen des Anspruchs auf Kindesunterhalt und Ehegattenunterhalt
Der Senat schließt sich der insgesamt wohl überwiegenden Ansicht an, daß es im Hinblick auf die Zielsetzung des § 1629 Abs. 3 Satz 1 BGB und unter Berücksichtigung der Interessenlage der Beteiligten allein auf die Bedürfigkeit des Kindes ankommt (KG in FamRZ 89, 82 f.; OLG Karlsruhe in FamRZ 87, 1062 f.; trotz des anders lautenden redaktionellen Leitsatzes im Ergebnis auch OLG Hamm in FamRZ 91, 1208 f., denn das OLG Hamm berücksichtigt das Einkommen der Mutter nur insoweit, als danach ein Prozeßkostenvorschußanspruch des Kindes in. - OLG Koblenz, 12.02.1988 - 13 WF 1404/87
Unterhalt; Prozeßstandschaft; Wirtschaftliche Verhältnisse
"Der Senat folgt nicht der Auffassung des OLG Karlsruhe (FamRZ 1987, 1062 ([hier: vorst. unter a]), daß es in den Fällen der Prozeßstandschaft nach § 1629 Abs. 3 BGB , wie auch hier, für die Bewilligung der PKH [Prozeßkostenhilfe] allein auf die Bedürftigkeit des Kindes ankomme (gegen OLG Köln FamRZ 1984, 304). - OLG Koblenz, 15.08.1990 - 5 W 382/90
Versagung von Prozesskostenhilfe bei Bestehen eines Anspruchs auf …
Für eine uneingeschränkte Bewilligung der Prozeßkostenhilfe (ohne Zahlungsbestimmung) hat sich in einem ähnlich gelagerten Fall das Oberlandesgericht Karlsruhe ausgesprochen (FamRZ 87, 1062).
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