Rechtsprechung
| VGH Bayern, 23.03.2023 - 23 CS 23.195 |
Volltextveröffentlichungen (4)
- openjur.de
- BAYERN | RECHT
GlüStV 2021 § 9 Abs. 1 S. 2, S. 3 Nr. 5; TMG § 8
Sperrverfügung gegenüber Access-Provider - Verantwortlichkeit des Diensteanbieters - rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
Verfügung gegen die Antragstellerin als Internet-Access-Providerin zur Sperrung von Internetseiten auf denen durch Drittanbieter unerlaubteneGlücksspiele angeboten werden
- rechtsportal.de
Verfügung gegen die Antragstellerin als Internet-Access-Providerin zur Sperrung von Internetseiten auf denen durch Drittanbieter unerlaubteneGlücksspiele angeboten werden
Kurzfassungen/Presse
- beckmannundnorda.de (Kurzinformation)
Anordnung der Gemeinsamen Glücksspielbehörde gegenüber Access-Provider den Zugriff auf unerlaubte Glücksspielangebote im Internet zu sperren mangels Befugnisnorm rechtswidrig
Verfahrensgang
- VG München, 10.01.2023 - M 27 S 22.5246
- VGH Bayern, 23.03.2023 - 23 CS 23.195
Wird zitiert von ... (13) Zitiert selbst (45)
- OVG Rheinland-Pfalz, 31.01.2023 - 6 B 11175/22
Sperrungsanordnung für unerlaubte Glücksspielangebote im Internet gegenüber …
Auszug aus VGH Bayern, 23.03.2023 - 23 CS 23.195
Demnach scheidet die Inanspruchnahme eines nach dem TMG nicht verantwortlichen Diensteanbieters auf der Grundlage des § 9 Abs. 1 Satz 3 Nr. 5 GlüStV 2021 aus (vgl. OVG RLP, B.v. 31.1.2023 - 6 B 11175/22.OVG - juris Rn. 7; Liesching, Sperrverfügungen gegen Access-Provider in Bezug auf unerlaubte Glücksspielangebote im Internet, ZfWG 2022, 404, 405;… Dünchheim, GlücksspielR, 2021, § 9 Rn. 29 ff.; Anstötz/Tautz, Internetsperre 2.0 - Eine effektive Maßnahme gegen illegale Online-Glücksspielangebote, ZdiW 2022, 173, 176, 178).Erst durch den am 1. Juli 2021 in Kraft getretenen Glücksspielstaatsvertrag 2021 wurde die Ermächtigung zum Erlass von Sperrverfügungen in § 9 Abs. 1 Satz 3 Nr. 5 wieder aufgenommen, welche - auch bereits in der der Kommission am 18. Mai 2020 notifizierten Entwurfsfassung (abrufbar unter https://ec.europa.eu/growth/tools-databases/tris/de/search/?trisaction=search.detail& year=2020& num=304, Notifizierungsnummer 2020/0304/D) - wiederum den Verweis auf die Verantwortlichkeitsprivilegierungen des TMG beinhaltet (vgl. zur Entstehungsgeschichte auch OVG RLP, B.v. 31.1.2023 - a.a.O. - juris Rn. 8 ff.).
Vor dem Hintergrund, dass die Landesgesetzgeber die telemedienrechtliche Verantwortlichkeit im Bewusstsein der zur Vorgängervorschrift des § 9 Abs. 1 Satz 3 Nr. 5 GlüStV 2008 ergangenen Rechtsprechung, der dieser zustimmenden Literaturstimmen und des im GlüStV 2012 gescheiterten Versuchs, eine sonderordnungsrechtliche Störerbestimmung unabhängig von der Verantwortlichkeit nach dem Telemediengesetz einzuführen, beibehalten und ausweislich der amtlichen Erläuterungen zum Staatsvertrag, welche den einzig verlässlichen Anhaltspunkt für den Willen der Ländergesamtheit bilden (…vgl. BVerfG, U.v. 11.9.2007 - 1 BvR 2270/05 - juris Rn. 168 zum Rundfunkfinanzierungsstaatsvertrag; OVG RLP, B.v. 31.1.2023 - a.a.O. - juris Rn. 14), ein Vorgehen nach dem "System abgestufter Verantwortlichkeit, wie es auf der Grundlage der E-Commerce-Richtlinie der EU in den §§ 8 bis 10 Telemediengesetz vorgesehen ist", aus Gründen der Angemessenheit für notwendig erachtet haben, lässt sich nicht darauf schließen, sie hätten nunmehr das Haftungssystem des Telemediengesetzes, das die jeweilige Nähe des Diensteanbieters zur angebotenen Information berücksichtigt, trotz dessen ausdrücklicher Inbezugnahme außer Acht lassen wollen.
Angesichts dieser Gesetzesentwicklungen zur Frage der Verantwortlichkeit der Diensteanbieter für fremde Inhalte kann nicht davon ausgegangen werden, der Landesgesetzgeber habe mit dem am 1. Juli 2021 in Kraft getretenen § 9 Abs. 1 Satz 3 Nr. 5 GlüStV 2021 versehentlich an das abgestufte Haftungssystem der §§ 8 bis 10 TMG angeknüpft (OVG RLP, B.v. 31.1.2023 - a.a.O. - juris Rn. 20).
Gleichwohl hat eine danach naheliegende Anordnung einer sonderordnungsrechtlichen Störerbestimmung unter Verzicht auf ein System abgestufter Verantwortlichkeit in § 9 Abs. 1 Satz 3 Nr. 5 GlüStV 2021 keinen Niederschlag gefunden (OVG RLP, B.v. 31.1.2023 - a.a.O. - juris Rn. 21).
Einer Anwendung der allgemeinen Auffangermächtigung nach § 9 Abs. 1 Satz 1 und 2 GlüStV 2021 steht insoweit die spezialgesetzliche Sonderregelung des § 9 Abs. 1 Satz 3 Nr. 5 GlüStV 2021 entgegen, die eine abschließende Regelung zu den als Störer in Anspruch zu nehmenden Diensteanbietern enthält (so auch OVG RLP, B.v. 31.1.2023 - a.a.O. - juris Rn. 25).
Außerdem besteht die einheitliche Zuständigkeit der Antragsgegnerin für alle Länder bei unerlaubtem öffentlichen Glücksspiel, welches im Internet in mehr als einem Land angeboten wird, gemäß §§ 27e Abs. 1, 27f Abs. 2 i.V.m. § 9a Abs. 3 Satz 1 GlüStV 2021 nur für die besonderen Maßnahmen der Glücksspielaufsicht nach § 9 Abs. 1 GlüStV 2021 (…vgl. LT-Drs. 18/11128, S. 151) und nicht zugleich für ein landesrechtliches allgemeines Ordnungsrecht (OVG RLP, B.v. 31.1.2023 - a.a.O. - Rn. 26).
Rn. 44 III. Die Streitwertfestsetzung für das Beschwerdeverfahren beruht auf § 47 Abs. 1 Satz 1, § 52 Abs. 1, § 53 Abs. 2 Nr. 2 GKG i.V.m. Nr. 1.5 des Streitwertkatalogs für die Verwaltungsgerichtsbarkeit 2013 (vgl. OVG RLP, B.v. 31.1.2023 - a.a.O. - juris; VG Düsseldorf, B.v. 3.2.2023 - 3 L 2261/22 - juris;… VG Köln, B.v. 15.2.2023 - 24 L 1718/22 - juris Rn. 69; VG Berlin, B.v. 16.2.2023 - 4 L 505/22).
- BVerfG, 25.01.2011 - 1 BvR 918/10
Dreiteilungsmethode
Auszug aus VGH Bayern, 23.03.2023 - 23 CS 23.195
Rn. 34 d) Bei dem vorstehenden Befund einer dem Wortlaut nach widersprüchlichen - da mit dem Tatbestand inkonsistenten - Benennung von Regelbeispielen und einer historischen und systematischen Auslegung, die nicht den Schluss zulässt, der Gesetzgeber habe nur versehentlich an das System der telemedienrechtlichen Verantwortlichkeit nach den §§ 8 bis 10 TMG angeknüpft, scheidet eine erweiternde Auslegung der Vorschrift nach deren Sinn und Zweck unter Berücksichtigung der Ziele des Staatsvertrags (§ 1 GlüStV 2021) im Sinne einer teleologischen Extension nach dem rechtsstaatlichen Bestimmtheitsgrundsatz sowie dem Demokratieprinzip aus, da sie mit dem Gebot der Normenklarheit unvereinbar wäre und unzulässig in die Kompetenzen des demokratisch legitimierten Gesetzgebers eingriffe (BVerfG, B.v. 25.1.2011 - 1 BvR 918/10 - BVerfGE 128, 193/210 = NJW 2011, 836;… BVerfG, B.v. 6.7.2010 - 2 BvR 2661/06 - BVerfGE 126, 286/306 = NJW 2010, 3422 Rn. 64;… BVerfG (K), B.v. 3.3.2015 - 1 BvR 3226/14 - NZS 2015, 502 Rn. 18;… BVerfG (K), B.v. 23.5.2016 - 1 BvR 2230/15, 1 BvR 2231/15 - NJW-RR 2016, 1366 Rn. 39).Soweit die Antragsgegnerin fordert, die Rechtsgrundlage des § 9 Abs. 1 Satz 3 Nr. 5 GlüStV 2021 bereits aus den allgemeinen Erwägungen zum Glücksspielstaatsvertrag so auszulegen, dass sie dessen Zielen unter Berücksichtigung der Vollzugsschwierigkeiten gegen Anbieter mit Sitz im Ausland in geeigneter Form dienen kann, ist die teleologische Extension einer gesetzlichen Vorschrift, wie bereits ausgeführt, nicht schon dann gerechtfertigt, wenn die vom Gesetzgeber getroffene Entscheidung rechtspolitisch fehlerhaft erscheint (BVerfG, B.v. 25.1.2011 - 1 BvR 918/10 -, BVerfGE 128, 193/210 = NJW 2011, 836 m.w.N.;… BVerwG, U.v. 18.4.2013 - 5 C 18.12 - NJW 2013, 2457 = Buchholz 436.511 § 93 SGB VIII Nr. 5 Rn. 22;… BVerwG, B.v. 10.8.2016 -1 B 83.16 - BeckRS 2016, 50717 Rn. 8 ff.; BFH, U.v. 7.4.1992 - VIII R 79/88 - BFHE 168, 111 = BStBl II 1992, 786).
- BVerfG, 23.05.2016 - 1 BvR 2230/15
Partielle Nichtanwendung von § 5a Abs. 2 Satz 4 VVG a. F. im Bereich der …
Auszug aus VGH Bayern, 23.03.2023 - 23 CS 23.195
Rn. 34 d) Bei dem vorstehenden Befund einer dem Wortlaut nach widersprüchlichen - da mit dem Tatbestand inkonsistenten - Benennung von Regelbeispielen und einer historischen und systematischen Auslegung, die nicht den Schluss zulässt, der Gesetzgeber habe nur versehentlich an das System der telemedienrechtlichen Verantwortlichkeit nach den §§ 8 bis 10 TMG angeknüpft, scheidet eine erweiternde Auslegung der Vorschrift nach deren Sinn und Zweck unter Berücksichtigung der Ziele des Staatsvertrags (§ 1 GlüStV 2021) im Sinne einer teleologischen Extension nach dem rechtsstaatlichen Bestimmtheitsgrundsatz sowie dem Demokratieprinzip aus, da sie mit dem Gebot der Normenklarheit unvereinbar wäre und unzulässig in die Kompetenzen des demokratisch legitimierten Gesetzgebers eingriffe (BVerfG, B.v. 25.1.2011 - 1 BvR 918/10 - BVerfGE 128, 193/210 = NJW 2011, 836;… BVerfG, B.v. 6.7.2010 - 2 BvR 2661/06 - BVerfGE 126, 286/306 = NJW 2010, 3422 Rn. 64;… BVerfG (K), B.v. 3.3.2015 - 1 BvR 3226/14 - NZS 2015, 502 Rn. 18; BVerfG (K), B.v. 23.5.2016 - 1 BvR 2230/15, 1 BvR 2231/15 - NJW-RR 2016, 1366 Rn. 39).Mangels eindeutiger Feststellbarkeit eines gesetzgeberischen Versehens überschreitet eine erweiternde Auslegung nach Sinn und Zweck, welche dem Gesetzgeber unterstellte, was er "vernünftiger Weise geregelt bzw. gedacht haben sollte", die Grenzen richterlicher Gesetzesbindung (BVerfG (K), B.v. 23.5.2016 - 1 BvR 2230/15, 1 BvR 2231/15 - NJW-RR 2016, 1366 Rn. 39 m.w.N.).
- BVerfG, 23.05.2016 - 1 BvR 2231/15
Auszug aus VGH Bayern, 23.03.2023 - 23 CS 23.195
Rn. 34 d) Bei dem vorstehenden Befund einer dem Wortlaut nach widersprüchlichen - da mit dem Tatbestand inkonsistenten - Benennung von Regelbeispielen und einer historischen und systematischen Auslegung, die nicht den Schluss zulässt, der Gesetzgeber habe nur versehentlich an das System der telemedienrechtlichen Verantwortlichkeit nach den §§ 8 bis 10 TMG angeknüpft, scheidet eine erweiternde Auslegung der Vorschrift nach deren Sinn und Zweck unter Berücksichtigung der Ziele des Staatsvertrags (§ 1 GlüStV 2021) im Sinne einer teleologischen Extension nach dem rechtsstaatlichen Bestimmtheitsgrundsatz sowie dem Demokratieprinzip aus, da sie mit dem Gebot der Normenklarheit unvereinbar wäre und unzulässig in die Kompetenzen des demokratisch legitimierten Gesetzgebers eingriffe (BVerfG, B.v. 25.1.2011 - 1 BvR 918/10 - BVerfGE 128, 193/210 = NJW 2011, 836;… BVerfG, B.v. 6.7.2010 - 2 BvR 2661/06 - BVerfGE 126, 286/306 = NJW 2010, 3422 Rn. 64;… BVerfG (K), B.v. 3.3.2015 - 1 BvR 3226/14 - NZS 2015, 502 Rn. 18; BVerfG (K), B.v. 23.5.2016 - 1 BvR 2230/15, 1 BvR 2231/15 - NJW-RR 2016, 1366 Rn. 39).Mangels eindeutiger Feststellbarkeit eines gesetzgeberischen Versehens überschreitet eine erweiternde Auslegung nach Sinn und Zweck, welche dem Gesetzgeber unterstellte, was er "vernünftiger Weise geregelt bzw. gedacht haben sollte", die Grenzen richterlicher Gesetzesbindung (BVerfG (K), B.v. 23.5.2016 - 1 BvR 2230/15, 1 BvR 2231/15 - NJW-RR 2016, 1366 Rn. 39 m.w.N.).
- BVerfG, 03.03.2004 - 1 BvF 3/92
Zollkriminalamt
Auszug aus VGH Bayern, 23.03.2023 - 23 CS 23.195
Die Betroffenen müssen jedoch die Rechtslage erkennen und ihr Verhalten danach einrichten können (vgl. BVerfG, B.v. 7.5.2001 - 2 BvK 1/00 - BVerfGE 103, 332, 384 = NVwZ-RR 2002, 81; BVerfG, U.v. 27.7.2005 - 1 BvR 668/04 - BVerfGE 113, 348, 375 = NJW 2005, 2603 m.w.N.) und die gesetzesausführende Verwaltung muss für ihr Verhalten steuernde und begrenzende Handlungsmaßstäbe vorfinden (vgl. BVerfG, B.v. 3.3.2004 - 1 BvF 3/92 - BVerfGE 110, 33, 54 = NJW 2004, 2213; BVerfG, U.v. 27.7.2005 - 1 BvR 668/04 - BVerfGE 113, 348, 375 = NJW 2005, 2603).Die Anforderungen an den Grad der Klarheit und Bestimmtheit sind umso strenger, je intensiver der Grundrechtseingriff ist, den eine Norm vorsieht (vgl. BVerfG, B.v. 24.11.1981 - 2 BvL 4/80 - BVerfGE 59, 104, 114 = NJW 1982, 1275; BVerfG, B.v. 6.5.1987 - 2 BvL 11/85 - BVerfGE 75, 329, 342 = NJW 1987, 3175; BVerfG, B.v. 3.6.1992 - 2 BvR 1041/88, 2 BvR 78/89 - BVerfGE 86, 288, 311 = NJW 1992, 2947; BVerfG, B.v. 3.3.2004 - 1 BvF 3/92 - BVerfGE 110, 33, 55 = NJW 2004, 2213; BVerfG, B.v. 8.11.2006 - 2 BvR 578/02, 2 BvR 796/02 - BVerfGE 117, 71, 111 = NJW 2007, 1933; vgl. zu alldem BVerfG, B.v. 23.3.2011 - 2 BvR 882/09 - BVerfGE 128, 282, 318).
- BVerfG, 08.11.2006 - 2 BvR 578/02
Gefährliche Täter
Auszug aus VGH Bayern, 23.03.2023 - 23 CS 23.195
Die notwendige Bestimmtheit fehlt nicht schon deshalb, weil eine Norm auslegungsbedürftig ist (vgl. BVerfG, B.v. 22.6.1977 - 1 BvR 799/76 - BVerfGE 45, 400, 420 = NJW 1977, 1723; BVerfG, B.v. 8.11.2006 - 2 BvR 578/02, 2 BvR 796/02 - BVerfGE 117, 71, 111 = NJW 2007, 1933; stRspr).Die Anforderungen an den Grad der Klarheit und Bestimmtheit sind umso strenger, je intensiver der Grundrechtseingriff ist, den eine Norm vorsieht (vgl. BVerfG, B.v. 24.11.1981 - 2 BvL 4/80 - BVerfGE 59, 104, 114 = NJW 1982, 1275; BVerfG, B.v. 6.5.1987 - 2 BvL 11/85 - BVerfGE 75, 329, 342 = NJW 1987, 3175; BVerfG, B.v. 3.6.1992 - 2 BvR 1041/88, 2 BvR 78/89 - BVerfGE 86, 288, 311 = NJW 1992, 2947; BVerfG, B.v. 3.3.2004 - 1 BvF 3/92 - BVerfGE 110, 33, 55 = NJW 2004, 2213; BVerfG, B.v. 8.11.2006 - 2 BvR 578/02, 2 BvR 796/02 - BVerfGE 117, 71, 111 = NJW 2007, 1933; vgl. zu alldem BVerfG, B.v. 23.3.2011 - 2 BvR 882/09 - BVerfGE 128, 282, 318).
- BVerfG, 07.05.2001 - 2 BvK 1/00
Naturschutzgesetz Schleswig-Holstein
Auszug aus VGH Bayern, 23.03.2023 - 23 CS 23.195
Der Gesetzgeber ist gehalten, seine Vorschriften so bestimmt zu fassen, wie dies nach der Eigenart der zu ordnenden Lebenssachverhalte mit Rücksicht auf den Normzweck möglich ist (vgl. BVerfG, B.v. 26.9.1978 - 1 BvR 525/77 - BVerfGE 49, 168, 181 = NJW 1978, 2446; BVerfG, B.v. 24.11.1981 - 2 BvL 4/80 - BVerfGE 59, 104, 114 = NJW 1982, 1275; BVerfG, B.v. 18.5.1988 - 2 BvR 579/84 - BVerfGE 78, 205, 212 = NJW 1998, 2593; BVerfG, B.v. 7.5.2001 - 2 BvK 1/00 - BVerfGE 103, 332, 384 = NVwZ-RR 2002, 81).Die Betroffenen müssen jedoch die Rechtslage erkennen und ihr Verhalten danach einrichten können (vgl. BVerfG, B.v. 7.5.2001 - 2 BvK 1/00 - BVerfGE 103, 332, 384 = NVwZ-RR 2002, 81; BVerfG, U.v. 27.7.2005 - 1 BvR 668/04 - BVerfGE 113, 348, 375 = NJW 2005, 2603 m.w.N.) und die gesetzesausführende Verwaltung muss für ihr Verhalten steuernde und begrenzende Handlungsmaßstäbe vorfinden (vgl. BVerfG, B.v. 3.3.2004 - 1 BvF 3/92 - BVerfGE 110, 33, 54 = NJW 2004, 2213; BVerfG, U.v. 27.7.2005 - 1 BvR 668/04 - BVerfGE 113, 348, 375 = NJW 2005, 2603).
- BVerfG, 24.11.1981 - 2 BvL 4/80
Leitende Angestellte
Auszug aus VGH Bayern, 23.03.2023 - 23 CS 23.195
Der Gesetzgeber ist gehalten, seine Vorschriften so bestimmt zu fassen, wie dies nach der Eigenart der zu ordnenden Lebenssachverhalte mit Rücksicht auf den Normzweck möglich ist (vgl. BVerfG, B.v. 26.9.1978 - 1 BvR 525/77 - BVerfGE 49, 168, 181 = NJW 1978, 2446; BVerfG, B.v. 24.11.1981 - 2 BvL 4/80 - BVerfGE 59, 104, 114 = NJW 1982, 1275; BVerfG, B.v. 18.5.1988 - 2 BvR 579/84 - BVerfGE 78, 205, 212 = NJW 1998, 2593; BVerfG, B.v. 7.5.2001 - 2 BvK 1/00 - BVerfGE 103, 332, 384 = NVwZ-RR 2002, 81).Die Anforderungen an den Grad der Klarheit und Bestimmtheit sind umso strenger, je intensiver der Grundrechtseingriff ist, den eine Norm vorsieht (vgl. BVerfG, B.v. 24.11.1981 - 2 BvL 4/80 - BVerfGE 59, 104, 114 = NJW 1982, 1275; BVerfG, B.v. 6.5.1987 - 2 BvL 11/85 - BVerfGE 75, 329, 342 = NJW 1987, 3175; BVerfG, B.v. 3.6.1992 - 2 BvR 1041/88, 2 BvR 78/89 - BVerfGE 86, 288, 311 = NJW 1992, 2947; BVerfG, B.v. 3.3.2004 - 1 BvF 3/92 - BVerfGE 110, 33, 55 = NJW 2004, 2213; BVerfG, B.v. 8.11.2006 - 2 BvR 578/02, 2 BvR 796/02 - BVerfGE 117, 71, 111 = NJW 2007, 1933; vgl. zu alldem BVerfG, B.v. 23.3.2011 - 2 BvR 882/09 - BVerfGE 128, 282, 318).
- BVerfG, 06.07.2010 - 2 BvR 2661/06
Ultra-vires-Kontrolle Mangold
Auszug aus VGH Bayern, 23.03.2023 - 23 CS 23.195
Rn. 34 d) Bei dem vorstehenden Befund einer dem Wortlaut nach widersprüchlichen - da mit dem Tatbestand inkonsistenten - Benennung von Regelbeispielen und einer historischen und systematischen Auslegung, die nicht den Schluss zulässt, der Gesetzgeber habe nur versehentlich an das System der telemedienrechtlichen Verantwortlichkeit nach den §§ 8 bis 10 TMG angeknüpft, scheidet eine erweiternde Auslegung der Vorschrift nach deren Sinn und Zweck unter Berücksichtigung der Ziele des Staatsvertrags (§ 1 GlüStV 2021) im Sinne einer teleologischen Extension nach dem rechtsstaatlichen Bestimmtheitsgrundsatz sowie dem Demokratieprinzip aus, da sie mit dem Gebot der Normenklarheit unvereinbar wäre und unzulässig in die Kompetenzen des demokratisch legitimierten Gesetzgebers eingriffe (BVerfG, B.v. 25.1.2011 - 1 BvR 918/10 - BVerfGE 128, 193/210 = NJW 2011, 836; BVerfG, B.v. 6.7.2010 - 2 BvR 2661/06 - BVerfGE 126, 286/306 = NJW 2010, 3422 Rn. 64;… BVerfG (K), B.v. 3.3.2015 - 1 BvR 3226/14 - NZS 2015, 502 Rn. 18;… BVerfG (K), B.v. 23.5.2016 - 1 BvR 2230/15, 1 BvR 2231/15 - NJW-RR 2016, 1366 Rn. 39). - BGH, 26.11.2015 - I ZR 3/14
Zur Haftung von Access-Providern für Urheberrechtsverletzungen Dritter
Auszug aus VGH Bayern, 23.03.2023 - 23 CS 23.195
Rn. 39 Zudem sieht der Landesgesetzgeber durch die in § 9 Abs. 1 Satz 3 Nr. 5 GlüStV 2021 geregelten Maßnahmen der Internet-Sperren ausweislich § 9 Abs. 1 Satz 4 GlüStV 2021 das Grundrecht des Fernmeldegeheimnisses (Art. 10 Abs. 1 GG) als berührt an (vgl. hierzu allerdings BGH, U.v. 26.11.2015 - I ZR 3/14 - juris Rn. 49 ff., wonach URL-Sperren durch Verwendung eines "Zwangs-Proxys", IP-Sperren oder DNS-Sperren nicht den Schutzbereich des Art. 10 Abs. 1 GG berühren). - BVerfG, 03.03.2015 - 1 BvR 3226/14
Nichtannahmebeschluss: Zur Beschränkung der Abrechnung von Wahlleistungen auf …
- BVerwG, 18.04.2013 - 5 C 18.12
Leistung der Jugendhilfe; Unterbringung in einer Mutter-Kind-Einrichtung; …
- OVG Nordrhein-Westfalen, 19.03.2003 - 8 B 2567/02
Rechtsradikale Webseiten müssen vorläufig gesperrt werden
- BVerwG, 14.10.2003 - 1 C 20.02
Adoption; Kindesadoption; Minderjährigenadoption; Annahme als Kind; Annahme eines …
- BVerwG, 16.03.2005 - 9 C 7.04
Abwasserabgabe; Abgabeermäßigung; Veranlagungsjahr; Teilzeitraum; …
- BVerwG, 07.07.1993 - 6 P 4.91
Personalvertretung - Kasernenordnung - Beteiligungslücke
- BVerwG, 10.08.2016 - 1 B 83.16
Grenzen richterlicher Rechtsfortbildung (hier: Anwendung einer Vorschrift nach …
- BFH, 07.04.1992 - VIII R 79/88
Behandlung von Veräußerungsgewinnen gem. §§ 17 , 18 AuslInvestmG verfassungsgemäß
- VG Düsseldorf, 03.02.2023 - 3 L 2261/22
Sperrungsanordnung für unerlaubte Internet-Glücksspielangebote rechtswidrig
- VG Köln, 15.02.2023 - 24 L 1718/22
- VG Berlin, 16.02.2023 - 4 L 505.22
Sperrungsanordnung für unerlaubte Internet-Glücksspielangebote ggü. …
- BVerfG, 08.08.1978 - 2 BvL 8/77
Kalkar I
- BVerfG, 24.09.2003 - 2 BvR 1436/02
Kopftuch Ludin
- BGH, 11.03.2004 - I ZR 304/01
Internet-Versteigerung
- BGH, 26.11.2015 - I ZR 174/14
Haftung eines Telekommunikationsunternehmens für Urheberrechtsverletzungen durch …
- BVerfG, 23.03.2011 - 2 BvR 882/09
Zwangsbehandlung im Maßregelvollzug
- BVerfG, 20.12.2007 - 2 BvR 2433/04
Zustständigkeitsregelungen des SGB II und die Selbstverwaltungsgarantie
- BVerfG, 02.03.2006 - 2 BvR 2099/04
Kommunikationsverbindungsdaten
- BVerfG, 27.07.2005 - 1 BvR 668/04
Vorbeugende Telekommunikationsüberwachung
- BVerfG, 07.05.1998 - 2 BvR 1991/95
Kommunale Verpackungsteuer
- BVerfG, 11.09.2007 - 1 BvR 2270/05
Rundfunkfinanzierungsstaatsvertrag
- BGH, 15.10.2020 - I ZR 13/19
Störerhaftung des Registrars - Bereitstellung urheberrechtsverletzender Inhalte …
- BVerfG, 03.06.1992 - 2 BvR 1041/88
Strafaussetzung bei lebenslanger Freiheitsstrafe
- BVerfG, 18.05.1988 - 2 BvR 579/84
Schatzregal der Länder
- BVerfG, 06.05.1987 - 2 BvL 11/85
Verwaltungsakzessorietät im Umweltstrafrecht
- BVerfG, 26.09.1978 - 1 BvR 525/77
Aufenthaltserlaubnis
- BVerfG, 31.05.1988 - 1 BvR 520/83
Unterhaltsleistung ins Ausland
- BVerfG, 22.06.1977 - 1 BvR 799/76
Oberstufenreform
- BVerfG, 15.07.2003 - 2 BvF 6/98
Telekommunikationsgesetz
- VGH Bayern, 07.01.2022 - 7 CS 21.3151
Verpflichtung zur Teilnahme am Präsenzunterricht unter Erfüllung der …
- VGH Bayern, 22.04.2022 - 3 CS 21.3245
Entlassung einer Professorin (W 2) aus dem Beamtenverhältnis auf Probe wegen …
- VG Düsseldorf, 29.11.2011 - 27 K 5887/10
Sperrungsanordnung Access-Provider
- VG Köln, 12.01.2012 - 6 K 5404/10
Klage der Deutschen Telekom AG gegen Sperrungsanordnung erfolgreich
- OVG Nordrhein-Westfalen, 26.01.2010 - 13 B 760/09
Zulässigkeit einer Inanspruchnahme des Registrars eines …
- VG Düsseldorf, 29.11.2011 - 27 K 3883/11
Sperrungsanordnung gegen einzelne Internet-Zugangsanbieter zum unerlaubten …
- OVG Rheinland-Pfalz, 22.04.2024 - 6 A 10998/23
Rechtmäßigkeit einer glücksspielrechtlichen Sperrungsanordnung
Die Verweisung auf die §§ 8 bis 10 TMG lässt sich auch nicht als bloße Umschreibung der Tätigkeit der jeweiligen zu adressierenden Diensteanbieter verstehen, da der Wortlaut des § 9 Abs. 1 Satz 3 Nr. 5 Halbs. 1 GlüStV 2021 ausdrücklich von "im Sinne der §§ 8 bis 10 TMG verantwortlichen" Diensteanbietern und nicht lediglich von Diensteanbietern im Sinne der §§ 8 bis 10 TMG spricht, so dass hiernach explizit vorausgesetzt wird, dass deren Verantwortlichkeit nicht gemäß §§ 8 bis 10 TMG ausscheidet (ebenso: BayVGH, Beschluss vom 23. März 2023 - 23 CS 23.195 -, juris Rn. 11).Angesichts der dargestellten Inkonsistenz innerhalb der Regelung des § 9 Abs. 1 Satz 3 Nr. 5 Halbs. 1 GlüStV 2021 fehlt es dem Wortlaut der Norm allerdings an der notwendigen Klarheit für die Annahme eines Regelungsgehalts, mit dem der Staatsvertragsgeber auf eine Verantwortlichkeit der Diensteanbieter nach dem Telemediengesetz verzichten und Sperrverfügungen gegenüber diesen auch im Falle einer Privilegierung nach den §§ 8 bis 10 TMG zulassen wollte (vgl. dazu auch BayVGH, Beschluss vom 23. März 2023 - 23 CS 23.195 -, juris Rn. 19 f. m.w.N. zu den Grundsätzen der Normenklarheit und -bestimmtheit).
Rn. 47 dd) Der Sinn und Zweck des § 9 Abs. 1 Satz 3 Nr. 5 GlüStV 2021 gebietet es ebenfalls nicht, entgegen Wortlaut, Entstehungsgeschichte und gesetzessystematischer Stellung der Norm die Ermächtigung zu Sperranordnungen im Wege der erweiternden Auslegung oder teleologischen Extension ohne eine Verantwortlichkeit der Diensteanbieter nach dem abgestuften Haftungssystem der §§ 8 bis 10 TMG anzuwenden (ebenso: BayVGH, Beschluss vom 23. März 2023 - 23 CS 23.195 -, juris Rn. 34 ff.; OVG Berlin-Brandenburg, Beschluss vom 12. Juni 2023 - OVG 1 S 22/23 -, BA S. 3 f.).
Rn. 53 (b) Es steht auch nicht zu befürchten, dass die Regelung des § 9 Abs. 1 Satz 3 Nr. 5 GlüStV 2021 vollständig leer liefe (ebenso: BayVGH, Beschluss vom 23. März 2023 - 23 CS 23.195 -, juris Rn. 35).
Einer Anwendung der allgemeinen Auffangermächtigung nach § 9 Abs. 1 Satz 1 und 2 GlüStV 2021 steht insoweit die spezialgesetzliche Sonderregelung des § 9 Abs. 1 Satz 3 Nr. 5 GlüStV 2021 entgegen, die eine abschließende Regelung zu den als Störer in Anspruch zu nehmenden Diensteanbietern enthält ( OVG RP…, Beschluss vom 31. Januar 2023 - 6 B 11175/22.OVG -, juris Rn. 25 ; BayVGH, Beschluss vom 23. März 2023 - 23 CS 23.195 -, juris Rn. 37 ff.; vgl. auch Liesching, ZfWG 2022, 404 [408] sowie - zum GlüStV 2008 - Ennuschat/Klestil, ZfWG 2009, 389 [391]).
- OVG Sachsen-Anhalt, 26.10.2023 - 3 M 72/23
Vorläufiger Rechtsschutz gegen Anordnung des Payment-Blocking
So wird etwa in einer Entscheidung des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs (Beschluss vom 23. März 2023 - 23 CS 23.195 - juris Rn. 7) beschrieben, dass in dem dort entschiedenen Fall "mehrere bestandskräftige, von verschiedenen Glücksspielaufsichtsbehörden der Länder erlassene Untersagungsverfügungen [gegen den Veranstalter bzw. Vermittler] nicht zur Einstellung des unerlaubten Angebots geführt haben". - VG Koblenz, 10.05.2023 - 2 K 1026/22
Glücksspielrechtliche Sperrungsanordnung gegenüber Anbieterin von …
Dabei ist der Beklagten zuzugeben, dass die ausdrückliche Nennung von Zugangsvermittlern und Registraren als Adressaten einer Sperrungsanordnung insofern regelmäßig leerlaufen dürfte, als diese von vornherein nicht dem telemediengesetzlichen Begriff des Diensteanbieters unterfallen bzw. regelmäßig den in § 8 Abs. 1 TMG geregelten Privilegierungstatbestand erfüllen dürften (vgl. OVG RP…, Beschluss vom 31. Januar 2023, a.a.O., juris Rn. 18 m.w.N.; BayVGH, Beschluss vom 23. März 2023, - 23 CS 23.195 -, juris Rn. 17f.).Von einem solchen Redaktionsversehen kann vor dem Hintergrund der in der Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Rheinland-Pfalz dargelegten Gesetzesgenese und der ausdrücklichen Inbezugnahme des telemediengesetzlichen Haftungsregimes (…vgl. LT RLP Drs. 17/13498, S. 129) jedoch nicht ausgegangen werden (vgl. auch BayVGH, Beschluss vom 23. März 2023, a.a.O., juris Rn.20).
- VG Düsseldorf, 19.11.2025 - 27 L 1347/24
Access-Provider müssen pornografische Internetangebote vorerst nicht sperren
Rn. 94 vgl. etwa BVerwG, Vorläufiger Streitwertbeschluss vom 12. August 2024 - 8 C 3.24 -, n.v.; Hess VGH, Beschluss vom 2. August 2024 - 8 B 2122/22 -, n.v.; OVG NRW, Beschlüsse vom 10. Juni 2024 - 13 B 203/23 -, n.v.; und vom 8. März 2023 - 13 B 195/23 -, n.v.; OVG Rh-Pf, Urteil vom 22. April 2024 - 6 A 10998/23.OVG -, juris, Rn. 61; OVG Berlin-Brandenburg, Beschluss vom 12. Juni 2023 - OVG 1 S 22/23 -, n.v.; Bay VGH, Beschluss vom 23. März 2023 - 23 CS 23.195 - juris, Rn. 44; VG München, Beschluss vom 5. Juni 2025 - M 17 S 25.478 -, juris, Rn. 38; VG Neustadt (Weinstraße), Beschluss vom 28. April 2025 - 5 L 77/25.NW -, juris, Rn. 95; VG Köln, Beschluss vom 15. Februar 2023 - 24 L 1718/22 - juris, Rn. 69; VG Düsseldorf, Beschluss vom 3. Februar 2023 - 3 L 2261/22 -, juris,. - VG Düsseldorf, 19.11.2025 - 27 L 805/24
Access-Provider müssen pornografische Internetangebote vorerst nicht sperren
Rn. 58 vgl. etwa BVerwG, Vorläufiger Streitwertbeschluss vom 12. August 2024 - 8 C 3.24 -, n.v.; Hess VGH, Beschluss vom 2. August 2024 - 8 B 2122/22 -, n.v.; OVG NRW, Beschlüsse vom 10. Juni 2024 - 13 B 203/23 -, n.v.; und vom 8. März 2023 - 13 B 195/23 -, n.v.; OVG Rh-Pf, Urteil vom 22. April 2024 - 6 A 10998/23.OVG -, juris, Rn. 61; OVG Berlin-Brandenburg, Beschluss vom 12. Juni 2023 - OVG 1 S 22/23 -, n.v.; Bay VGH, Beschluss vom 23. März 2023 - 23 CS 23.195 - juris, Rn. 44; VG München, Beschluss vom 5. Juni 2025 - M 17 S 25.478 -, juris, Rn. 38; VG Neustadt (Weinstraße), Beschluss vom 28. April 2025 - 5 L 77/25.NW -, juris, Rn. 95; VG Köln, Beschluss vom 15. Februar 2023 - 24 L 1718/22 - juris, Rn. 69; VG Düsseldorf, Beschluss vom 3. Februar 2023 - 3 L 2261/22 -, juris,. - VG Düsseldorf, 19.11.2025 - 27 L 1350/24
Access-Provider müssen pornografische Internetangebote vorerst nicht sperren
Rn. 94 vgl. etwa BVerwG, Vorläufiger Streitwertbeschluss vom 12. August 2024 - 8 C 3.24 -, n.v.; Hess VGH, Beschluss vom 2. August 2024 - 8 B 2122/22 -, n.v.; OVG NRW, Beschlüsse vom 10. Juni 2024 - 13 B 203/23 -, n.v.; und vom 8. März 2023 - 13 B 195/23 -, n.v.; OVG Rh-Pf, Urteil vom 22. April 2024 - 6 A 10998/23.OVG -, juris, Rn. 61; OVG Berlin-Brandenburg, Beschluss vom 12. Juni 2023 - OVG 1 S 22/23 -, n.v.; Bay VGH, Beschluss vom 23. März 2023 - 23 CS 23.195 - juris, Rn. 44; VG München, Beschluss vom 5. Juni 2025 - M 17 S 25.478 -, juris, Rn. 38; VG Neustadt (Weinstraße), Beschluss vom 28. April 2025 - 5 L 77/25.NW -, juris, Rn. 95; VG Köln, Beschluss vom 15. Februar 2023 - 24 L 1718/22 - juris, Rn. 69; VG Düsseldorf, Beschluss vom 3. Februar 2023 - 3 L 2261/22 -, juris,. - VG München, 05.06.2025 - M 17 S 25.478
Zugang zu pornographischen Webseiten bleibt vorerst weiterhin gesperrt
Daher ist ein Streitwert von 100.000 Euro anzusetzen, der sich auch an dem seitens der Antragstellerin im Parallelverfahren vor dem Verwaltungsgericht Neustadt an der Weinstraße behaupteten wirtschaftlichen Interesse (B.v. 28.4.2025 - 5 L 76/25.NW - S. 43; B.v. 28.4.2025 - 5 L 77/25.NW - S. 43), sowie Streitwertfestsetzungen in der Rechtsprechung bezüglich ähnlicher Sperrverfügungen orientiert (vgl. auch BayVGH, B.v. 23.3.2023 - 23 CS 23.195 - juris Rn. 44 sowie VG Köln, B.v. 15.2.2023 - 24 L 1718/22 - juris Rn. 69, welche in Bezug auf vergleichbare glückspielrechtliche Sperrverfügungen ebenfalls von einem Streitwert in dieser Höhe ausgegangen sind). - VG Halle, 02.10.2024 - 7 B 142/24
Payment Blocking - Ablehnung - Verfassungswidrigkeit und Unionsrechtswidrigkeit …
So wird etwa in einer Entscheidung des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs (Beschluss vom 23. März 2023 - 23 CS 23.195 - juris Rn. 7) beschrieben, dass in dem dort entschiedenen Fall "mehrere bestandskräftige, von verschiedenen Glücksspielaufsichtsbehörden der Länder erlassene Untersagungsverfügungen [gegen den Veranstalter bzw. Vermittler] nicht zur Einstellung des unerlaubten Angebots geführt haben". - VG München, 05.06.2025 - M 17 S 25.2135
Zugang zu pornographischen Webseiten bleibt vorerst weiterhin gesperrt
Daher ist ein Streitwert von 100.000 Euro anzusetzen, der sich auch an dem seitens der Antragstellerin im Parallelverfahren vor dem Verwaltungsgericht Neustadt an der Weinstraße behaupteten wirtschaftlichen Interesse (B.v. 28.4.2025 - 5 L 76/25.NW - S. 43; B.v. 28.4.2025 - 5 L 77/25.NW - S. 43), sowie Streitwertfestsetzungen in der Rechtsprechung bezüglich ähnlicher Sperrverfügungen orientiert (vgl. auch BayVGH, B.v. 23.3.2023 - 23 CS 23.195 - juris Rn. 44 sowie VG Köln, B.v. 15.2.2023 - 24 L 1718/22 - juris Rn. 69, welche in Bezug auf vergleichbare glückspielrechtliche Sperrverfügungen ebenfalls von einem Streitwert in dieser Höhe ausgegangen sind). - VG Düsseldorf, 19.11.2025 - 27 L 1349/24
Access-Provider müssen pornografische Internetangebote vorerst nicht sperren
Rn. 94 vgl. etwa BVerwG, Vorläufiger Streitwertbeschluss vom 12. August 2024 - 8 C 3.24 -, n.v.; Hess VGH, Beschluss vom 2. August 2024 - 8 B 2122/22 -, n.v.; OVG NRW, Beschlüsse vom 10. Juni 2024 - 13 B 203/23 -, n.v.; und vom 8. März 2023 - 13 B 195/23 -, n.v.; OVG Rh-Pf, Urteil vom 22. April 2024 - 6 A 10998/23.OVG -, juris, Rn. 61; OVG Berlin-Brandenburg, Beschluss vom 12. Juni 2023 - OVG 1 S 22/23 -, n.v.; Bay VGH, Beschluss vom 23. März 2023 - 23 CS 23.195 - juris, Rn. 44; VG München, Beschluss vom 5. Juni 2025 - M 17 S 25.478 -, juris, Rn. 38; VG Neustadt (Weinstraße), Beschluss vom 28. April 2025 - 5 L 77/25.NW -, juris, Rn. 95; VG Köln, Beschluss vom 15. Februar 2023 - 24 L 1718/22 - juris, Rn. 69; VG Düsseldorf, Beschluss vom 3. Februar 2023 - 3 L 2261/22 -, juris,. - VG Düsseldorf, 19.11.2025 - 27 L 1348/24
Access-Provider müssen pornografische Internetangebote vorerst nicht sperren
- VG Düsseldorf, 19.11.2025 - 27 L 806/24
Access-Provider müssen pornografische Internetangebote vorerst nicht sperren
- OVG Sachsen, 17.11.2025 - 6 B 66/25
Übermäßige Werbung für legal betriebene Spielhalle; Beseitigungsanordnung
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