Rechtsprechung
| OLG Düsseldorf, 16.02.1982 - 23 U 211/81 |
Volltextveröffentlichungen (2)
- ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz frei)
Architektenhonorarberechnung; Unterschreitung der Mindestsätze; Umbauzuschlag
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse (2)
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo) (Leitsatz)
- Wolters Kluwer(Abodienst, Leitsatz/Tenor frei) (Leitsatz)
Architektenauftrag; Leistungsphasen; Anscheinsbeweis; Auftragserteilung; Bauherr
Papierfundstellen
- NJW 1982, 1541
- BauR 1982, 390
- BauR 1992, 390
Wird zitiert von ... (9)
- BGH, 05.11.1992 - VII ZR 52/91
Treuwidriges Verhalten bei Nachforderung zur Schlußrechnung eines Architekten
a) Dieser Rechtsprechung zur Bindung des Architekten an die Schlußrechnung haben sich die Instanzgerichte und ein Teil des Schrifttums angeschlossen (vgl. z.B. OLG Zweibrücken BauR 1980, 482, 483; OLG Düsseldorf BauR 1982, 390, 393; OLG Frankfurt BauR 1985, 344, 345; OLG Hamm BauR 1989, 351; OLG Köln BauR 1992, 108, 109 [OLG Köln 23.01.1991 - 11 U 139/90];… Werner/Pastor, Der Bauprozeß 6. Aufl. Rdn. 704 ff;… Hartmann, Die neue Honorarordnung für Architekten und Ingenieure (HOAI) § 8 Rdn. 8;… Weyer, Festschrift für Korbion S. 481, 484-487). - BGH, 06.05.1985 - VII ZR 320/84
Anwendung der HOAI; Subunternehmertätigkeit eines Architekten; Vereinbarung über …
Daran ändert nichts, daß diese Verordnung nicht nur - wie die GOA - Höchstpreis-, sondern auch Mindestpreisgrenzen zieht: An die Grundsätze von Treu und Glauben ist der Architekt oder Ingenieur in jedem Falle gebunden, und zwar selbst dann, wenn seine Schlußrechnung trotz Kenntnis der Mindestpreisbestimmungen der HOAI auf einer deren Sätze unterschreitenden anderen Berechnungsgrundlage beruht (vgl. auch OLG Düsseldorf NJW 1982, 1541, 1542 [OLG Düsseldorf 16.02.1982 - 23 U 211/81] = BauR 1982, 390, 393 und BauR 1982, 597, 600). - OLG Karlsruhe, 06.11.2019 - 15 U 27/18
Nur einzelne Grundleistungen übertragen: Höhe des Architektenhonorars?
Er kann dann bei Wegfall oder Korrektur einiger Positionen der Schlussrechnung auch nicht mit Gebührenanteilen "auffüllen", die er nicht in Rechnung gestellt hat (vgl. BGH, Urteil vom 13.10.1977, VII ZR 262/75, NJW 1978, 319; OLG Düsseldorf, Urteil vom 16.02.1982, 23 U 211/81, NJW 1982, 1541;… Werner/Pastor a.a.O., Rn. 895).
- OLG Saarbrücken, 09.12.2003 - 4 U 53/03
Architektenvertrag: Unwirksamkeit einer Pauschalpreisvereinbarung
aaa) Hat der Auftragnehmer bei unwirksamer Honorarvereinbarung sein Honorar im Rahmen einer Schlussrechnung abgerechnet, so kann er nicht nachträglich den Mindestsatz fordern, soweit er an seine Honorarschlussrechnung gebunden ist (vgl. BGH, NJW 1993, 661; OLG Düsseldorf, NJW 1982, 1541;… Locher/Koeble/Frik, aaO., § 4 HOAI, Rdnr. 83;… Jacob/Ring/Wolf-Kessel, aaO., § 3, Rdnr. 311; Konrad, BauR 1989, 653 (661)). - OLG Stuttgart, 17.12.1996 - 10 U 130/96
Offenbarungspflicht d. Nicht-Architekten bei Planungsvertrag
Ein Architekt wäre deshalb an eine solche Pauschalhonorarvereinbarung nicht gebunden und könnte trotzdem nach den Mindestsätzen der HOAI abrechnen (Düsseldorf BauR 80, 488; 82, 390). - OLG Düsseldorf, 17.08.2001 - 22 U 223/00
Werkvertrag - Aufrechnung von Schadensersatzansprüchen gegen Architektenforderung …
Auch in bezug auf die Gewährung des Nachlasses kann nicht festgestellt werden, dass die Beklagte sich darauf "eingerichtet" und jedenfalls insofern auf den Fortbestand der Rechnung vertraut hat (vgl. Senatsurteil v. 31.5.1996, OLGR 1996, 251, 252 und vom 26.9.1997, OLGR 1998, 99, 101 und vom 12.5.2000, BauR 2001, 277, 278; a.A. OLG Düsseldorf, 23. Senat, Urt. v. 26.2.1982, BauR 1982, 390, 393). - OLG Düsseldorf, 05.02.1993 - 22 U 235/92
Pflichten des nicht zur Führung der Berufsbezeichnung "Architekt" berechtigten …
Allerdings ist dabei zu beachten, daß wegen der Bindungswirkung der, wenn auch unrichtigen, zunächst erteilten Schlußrechnung kein höheres Honorar verlangt werden kann (vgl. hierzu OLG Düsseldorf, BauR 1982, 390, 393; 1982, 597, 600). - BGH, 24.03.1983 - VII ZR 171/82
Vereinbarung einer Erhöhung des Honorars für Leistungen bei Umbauten und …
Nach seiner Ansicht stellen die 20 % einen "Mindestsatz" im Sinne des § 4 HOAI dar; einer schriftlichen Vereinbarung bedürfe es daher nur, wenn eine über 20 % hinausgehende Erhöhung oder ein diesen Prozentsatz unterschreitender Zuschlag gefordert werden solle (NJW 1982, 1541, 1542). - BGH, 06.05.1985 - VII ZR 520/84 Daran ändert nichts, daß diese Verordnung nicht nur - wie die GOA - Höchstpreis-, sondern auch Mindestpreisgrenzen zieht: An die Grundsätze von Treu und Glauben ist der Architekt oder Ingenieur in jedem Falle gebunden, und zwar selbst dann, wenn seine Schlußrechnung trotz Kenntnis der Mindestpreisbestimmungen der HOAI auf einer deren Sätze unterschreitenden anderen Berechnungsgrundlage beruht (vgl. auch OLG Düsseldorf NJW 1982, 1541, 1542 = BauR 1982, 390, 393 [OLG Düsseldorf 16.02.1982 - 23 U 211/81] und BauR 1982, 597, 600).
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