Rechtsprechung
| BayObLG, 01.03.2005 - 2Z BR 231/04 |
Volltextveröffentlichungen (4)
- Judicialis
- Deutsches Notarinstitut
BGB §§ 2042, 2100, 2113; GBO § 22
Übertragung von Grundbesitz auf den Vorerben - rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
GBO § 22; BGB § 2042 § 2100 § 2113
Grundbuchberichtigung bei Übertragung eines Erbschaftsgrundstücks auf Vorerben ohne Bewilligung des Ersatznacherben - juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse (2)
- Thüringer Oberlandesgericht (Leitsatz)
Esatznacherbenzustimmung zu Nacherbengenehmigung
- Wolters Kluwer(Abodienst, Leitsatz/Tenor frei) (Leitsatz)
Löschung des Nacherbenvermerks
Verfahrensgang
- LG Nürnberg-Fürth, 01.12.2004 - 7 T 10982/04
- BayObLG, 01.03.2005 - 2Z BR 231/04
Papierfundstellen
- NJW-RR 2005, 956
- DNotZ 2005, 790
- FamRZ 2005, 1862
- Rpfleger 2005, 421
Wird zitiert von ... (16) Zitiert selbst (4)
- BGH, 13.10.2000 - V ZR 451/98
Auseinandersetzung bei Nacherbschaft hinsichtlich eines Gesamthandanteils
Auszug aus BayObLG, 01.03.2005 - 2Z BR 231/04
Der Bundesgerichtshof (DNotZ 2001, 392/394) hat anerkannt, dass eine endgültige Auseinandersetzung zwischen Vor- und Nacherben mit der Folge vorgenommen werden kann, dass die dem Vorerben übertragenen Gegenstände aus dem Nachlass ausscheiden und damit von der Nacherbeneinsetzung nicht mehr erfasst werden.Die Übertragung des nicht mit der Nacherbschaft belasteten Eigentums an den Vorerben kommt einer Erbauseinandersetzung nach § 2042 BGB zwischen Vor- und Nacherben (vgl. hierzu BGH DNotZ 2001, 392 ff.) zumindest nahe.
- BGH, 25.09.1963 - V ZR 130/61
Erbauseinandersetzungsverbot. Nacherbe
Auszug aus BayObLG, 01.03.2005 - 2Z BR 231/04
aa) Nach der seit der Entscheidung des Reichsgerichts vom 8.11.1934 (RGZ 145, 316 ff.) ständigen Rechtsprechung (vgl. z.B. BGHZ 40, 115/119; BayObLGZ 1959, 493/497) ist eine Verfügung des Vorerben im Sinn von § 2113 BGB voll wirksam, wenn der Nacherbe zustimmt; einer Zustimmung des Ersatznacherben bedarf es nicht. - BayObLG, 15.12.1959 - BReg. 2 Z 197/59
Beschränkung des nichtbefreiten Vorerben in der Verfügung über …
Auszug aus BayObLG, 01.03.2005 - 2Z BR 231/04
aa) Nach der seit der Entscheidung des Reichsgerichts vom 8.11.1934 (RGZ 145, 316 ff.) ständigen Rechtsprechung (vgl. z.B. BGHZ 40, 115/119; BayObLGZ 1959, 493/497) ist eine Verfügung des Vorerben im Sinn von § 2113 BGB voll wirksam, wenn der Nacherbe zustimmt; einer Zustimmung des Ersatznacherben bedarf es nicht. - RG, 08.11.1934 - IV B 51/34
Wann erlangt der Ersatzerbe des Nacherben die Rechtsstellung des Nacherben?
Auszug aus BayObLG, 01.03.2005 - 2Z BR 231/04
aa) Nach der seit der Entscheidung des Reichsgerichts vom 8.11.1934 (RGZ 145, 316 ff.) ständigen Rechtsprechung (vgl. z.B. BGHZ 40, 115/119; BayObLGZ 1959, 493/497) ist eine Verfügung des Vorerben im Sinn von § 2113 BGB voll wirksam, wenn der Nacherbe zustimmt; einer Zustimmung des Ersatznacherben bedarf es nicht.
- BGH, 19.12.2013 - V ZB 209/12
Grundbuchsache: Voraussetzungen der Löschung eines Nacherbenvermerks
- OLG Hamm, 13.05.2016 - 15 W 594/15
Rechtsfolgen der Freigabe einzelner Nachlassgegenstände durch den Nacherben
Rn. 19 In der jüngeren Rechtsprechung und Literatur besteht weitgehende Einigkeit, dass dem Vor- und dem Nacherben hinsichtlich einzelner Nachlassgegenstände eine solche rechtsgeschäftliche Gestaltungsmacht (ohne Mitwirkung eines Ersatznacherben) einzuräumen ist (vgl. BGH NJW-RR 2001, 217f; BayObLG NJW-RR 2005, 956f; OLG Köln BeckRS 2011, 10906; Palandt/ Weidlich, BGB, 75.Aufl., § 2100 Rdn.18; Burandt/Rojahn/ Lang, ErbR, 2.Aufl., § 2102 BGB Rdn.20; Hügel/Zeiser, GBO, 26.Ed., § 51 Rdn.107f; sehr grundlegend Keim DNotZ 2003, 822,ff; Hartmann ZEV 2009, 107ff; Heskamp RNotZ 2014, 517ff). - OLG München, 05.01.2017 - 34 Wx 324/16
Zur Einsetzung von Nacherben unter der auflösenden Bedingung einer anderweitigen …
Nachträglich unrichtig wird das Grundbuch (u. a.), wenn das zum Nachlass gehörende Grundstück durch wirksame Verfügung des Vorerben aus dem Nachlass ausscheidet, weil der Vorerbe mit Zustimmung aller Nacherben über das Grundstück verfügt hat (BayObLG NJW-RR 2005, 956;… Demharter § 51 Rn. 42).
- OLG München, 14.06.2019 - 34 Wx 434/18
Eintragung des Erbscheins - Nacherbfolge und Ersatzerbe
a) Die Löschung eines die Verfügungsbeschränkungen des Vorerben nach § 2113 BGB zum Ausdruck bringenden Nacherbenvermerks vor Eintritt des Nacherbfalls (§ 2139 BGB) setzt entweder die Bewilligung aller Nacherben und etwaiger Ersatznacherben gemäß § 19 GBO oder den Nachweis der Grundbuchunrichtigkeit gemäß § 22 Abs. 1, § 29 Abs. 1 GBO voraus (BayObLG NJW-RR 2005, 956;… Demharter § 51 Rn. 37;… KEHE/Munzig GBO 8. Aufl. § 51 Rn. 36).Nachträglich unrichtig wird das Grundbuch nicht nur, wenn das zum Nachlass gehörende Grundstück durch wirksame Verfügung des Vorerben aus dem Nachlass ausscheidet, weil der Vorerbe mit Zustimmung aller Nacherben über das Grundstück verfügt hat (BayObLG NJW-RR 2005, 956;… Demharter § 51 Rn. 42;… Meikel/Böhringer GBO, 11. Aufl. § 51 Rn. 36).
Da Verfügungen über das Grundstück der Zustimmung des Ersatznacherben nicht bedürfen (vgl. z.B. BGHZ 40, 115/119; BayObLGZ 1959, 493/497), besteht auch keine Veranlassung, eine solche für eine Auseinandersetzungsvereinbarung zwischen dem Vorerben und dem Nacherben (vgl. hierzu BGH DNotZ 2001, 392/394) oder für ein Rechtsgeschäft zwischen dem Vor- und dem Nacherben zu verlangen, mit dem ein Erbschaftsgegenstand aus dem nacherbengebundenen Nachlass herausgenommen werden wird (vgl. hierzu BayObLG NJW-RR 2005, 956).
- OLG Frankfurt, 13.08.2019 - 8 U 99/18
Konsensuale Aufhebung von Vor- und Nacherbschaft
Vor- und Nacherben können die Bindungen des Vorerben regelmäßig beseitigen, etwa indem sie sich endgültig über die Nacherbschaft auseinandersetzen, also das zwischen ihnen bestehende Verhältnis vertraglich auflösen (…s. etwa Weidlich, in: Palandt, BGB, 78. Aufl. 2019, § 2100, Rdnr. 18; vgl. auch BGH, Urteil vom 13.10.2000 - V ZR 451/98 -, NJW-RR 2001, 217, 218; BayObLG, Beschluss vom 01.03.2005 - 2Z BR 231/04 -, NJW-RR 2005, 956). - OLG München, 13.01.2014 - 34 Wx 166/13
Testamentsauslegung: Einsetzung der "Abkömmlinge" des Vorerben als Nacherben
Rn. 14 b) Die Zustimmung der Nacherben beseitigt die Beeinträchtigung und damit die Unwirksamkeit der Verfügung (§ 2113 Abs. 2 i.V.m. Abs. 3 BGB; BGHZ 40, 115; BayObLG NJW-RR 2005, 956;… vgl. Palandt/Weidlich § 2113 Rn. 6 und 12). - BGH, 10.07.2024 - X ZR 11/21 Rn. 4 1. Eine unrichtige Behandlung der Sache im Sinne von § 21 Abs. 1 GKG liegt nur bei einem offensichtlichen Verstoß gegen eine klare gesetzliche Regelung vor (BGH…, Beschluss vom 8. Oktober 1986 - VIII ZR 86/84, BGHZ 98, 318 = NJW 1987, 1023, juris Rn. 5), zum Beispiel bei einem schweren Verfahrensfehler (BGH…, Beschluss vom 10. März 2003 - IV ZR 306/00, NJW-RR 2003, 1294, juris Rn. 4; Beschluss vom 4. Mai 2005 - XII ZR 217/04, NJW-RR 2005, 956, juris Rn. 4).
- OLG München, 10.08.2012 - 34 Wx 187/12
Grundbuchverfahren: Erfordernis der Zustimmung des Ersatznacherben bei Verfügung …
9 a) Seit der Entscheidung des Reichsgerichts vom 8.11.1934 (RGZ 145, 316) ist in Rechtsprechung und Schrifttum nahezu einhellig anerkannt, dass ein Grundstück dann endgültig aus der dem Recht des Nacherben unterliegenden Erbschaft ausscheiden kann, wenn der Vorerbe es mit Zustimmung des Nacherben veräußert; der Zustimmung eines Ersatznacherben bedarf es dazu nicht (BGH NJW 1963, 2320; BayObLGZ 1970, 137/142; 1995, 55/46; BayObLG DNotZ 1998, 138/140; 2005, 790;… Schaub in Bauer/von Oefele GBO 2. Aufl. § 51 Rn. 155;… Hügel/Zeiser GBO 2. Aufl. § 51 Rn. 98; Heider ZEV 1995, 1/2). - OLG Hamm, 22.05.2014 - 15 W 102/13
Auslegung eines Testaments hinsichtlich der Befugnis der Vorerbin zur …
Einer ergänzenden Zustimmung der in dem Testament eingesetzten Ersatzerben zu dem Veräußerungsgeschäft der Vorerbin bedarf es nach gefestigter Rechtsprechung nicht (vgl. etwa BGHZ 40, 119; BayObLG Rpfleger 2005, 421). - OLG Bamberg, 01.06.2017 - 8 W 37/17
Löschung eines Nacherbenvermerks - Zusitmmung eines Ersatznacherben
Nachträglich unrichtig wird das Grundbuch u. a., wenn das zum Nachlass gehörende Grundstück durch wirksame Verfügung des Vorerben aus dem Nachlass ausscheidet, weil der Vorerbe mit Zustimmung aller Nacherben über das Grundstück verfügt hat (BayObLG, Beschluss vom 01.03.2005, Az. 2Z BR 231/04, juris bzw. NJW-RR 2005, 956; OLG München…, Beschluss vom 05. Januar 2017 - 34 Wx 324/16 -, Rn. 10, juris).In einem solchen Fall kann das Grundbuch nach § 22 GBO berichtigt werden, ohne dass es einer Bewilligung des Ersatznacherben bedarf (Bayerisches Oberstes Landesgericht, Beschluss vom 01. März 2005, Az.: 2Z BR 231/04, juris).
- OLG München, 14.06.2019 - 34 Wx 237/18
Zustimmung des Vorerben zu einer Verfügung sich selbst gegenüber
- OLG Frankfurt, 27.01.2010 - 20 W 251/09
Nacherbenvermerk im Grundbuch
- BGH, 30.08.2017 - II ZA 5/17
Erinnerung gegen den Kostenansatz; Wirksamkeit der Zustellung der …
- OLG Düsseldorf, 10.02.2014 - 3 Wx 171/13
Löschung eines Nacherbenvermerks aufgrund Löschungsbewilligung vor Eintritt der …
- OLG Frankfurt, 14.12.2010 - 20 W 516/10
Grundbuch: Voraussetzungen für die Löschung eines Nacherbenvermerks
- OLG Stuttgart, 25.07.2006 - 16 AR 3/06
Zuständigkeitsbestimmung zwischen Vormundschaftsgericht und Familiengericht: …
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