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Rechtsprechung
   OVG Hamburg, 23.10.2007 - 3 Bs 246/07   

Zitiervorschläge
https://dejure.org/2007,11933
OVG Hamburg, 23.10.2007 - 3 Bs 246/07 (https://dejure.org/2007,11933)
OVG Hamburg, Entscheidung vom 23.10.2007 - 3 Bs 246/07 (https://dejure.org/2007,11933)
OVG Hamburg, Entscheidung vom 23. Oktober 2007 - 3 Bs 246/07 (https://dejure.org/2007,11933)
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Volltextveröffentlichungen (3)

Kurzfassungen/Presse

  • Wolters Kluwer(Abodienst, Leitsatz/Tenor frei) (Leitsatz)

    Auswirkungen der Sperrwirkung des § 10 Abs. 3 S. 1 Aufenthaltsgesetz (AufenthG) auf die Erteilung einer Aufenthaltserlaubnis nach § 104 a Abs. 2 AufenthG; Schutzbereich von 8 Abs. 1 Europäische Menschenrechtskonvention (EMRK)

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Verfahrensgang

 
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Wird zitiert von ... (8)Zitiert selbst (1)

  • EGMR, 09.10.2003 - 48321/99

    SLIVENKO v. LATVIA

    Auszug aus OVG Hamburg, 23.10.2007 - 3 Bs 246/07
    Nach neuerer Rechtsprechung des EGMR (…Urt. v. 16.6.2005, EuGRZ 2006, 554, 557, Rn. 103; Urt. v. 9.10.2003, EuGRZ 2006, 560, 561, Rn. 97) ist der Schutzbereich von 8 Abs. 1 EMRK hinsichtlich des Familienlebens in der Tat in dieser Weise beschränkt; der Antragsteller gehört in diesem Sinne als Volljähriger nicht zu einer "Kernfamilie".

    Er selbst ist auch nicht in einer Weise von familiärer Betreuung abhängig, dass er ausnahmsweise doch als (im vorgenannten Sinne) Mitglied einer "Familie" anzusehen wäre (vgl. EGMR, Urt. v. 9.10.2003, a. a. O., Rn. 97).

  • BVerwG, 16.12.2008 - 1 C 37.07

    Anspruch, Asylantrag, Aufenthaltserlaubnis, Aufenthaltstitel; gesetzlicher …

    Demzufolge muss der in § 10 Abs. 3 Satz 3 AufenthG vorausgesetzte Anspruch auf Erteilung eines Aufenthaltstitels ein strikter Rechtsanspruch sein (so auch das Berufungsurteil S. 15 f.; s.a. VGH Mannheim, Urteil vom 26. Juli 2006 - 11 S 2523/05 - VBlBW 2007, 30;… OVG Berlin-Brandenburg , Beschlüsse vom 9. März 2006 - 11 N 77.05 [...] Rn. 7, OVG Magdeburg, Beschluss vom 20. Februar 2007 - 2 O 365/06 [...], OVG Saarlouis…, Beschluss vom 27. Dezember 2007 - 2 A 323/07 - [...] Rn. 17, OVG Hamburg, Beschluss vom 23. Oktober 2007 - 3 Bs 246/07 - [...] Rn. 4, VGH München…, Urteil vom 6. März 2008 - 10 B 06.2961 - [...] Rn. 16, Renner, AuslR, 8. Aufl. 2005, § 10 AufenthG Rn. 10;… Discher, in: GK-AuslR, II-§ 10 Rn. 171 ff.;… Wenger, in: Storr u.a., a.a.O. § 10 Rn. 8).
  • OVG Sachsen-Anhalt, 22.03.2021 - 2 L 132/19

    Aufenthaltserlaubnis zum Familiennachzug; Titelerteilungssperre; …

    Demzufolge muss der in § 10 Abs. 3 Satz 3 AufenthG vorausgesetzte Anspruch auf Erteilung eines Aufenthaltstitels ein strikter Rechtsanspruch sein (so auch das Berufungsurteil S. 15 f.; s.a. VGH Mannheim, Urteil vom 26. Juli 2006 - 11 S 2523/05 - VBlBW 2007, 30;… OVG B-Stadt-Brandenburg, Beschlüsse vom 9. März 2006 - 11 N 77.05 juris Rn. 7, OVG Magdeburg, Beschluss vom 20. Februar 2007 - 2 O 365/06 juris, OVG Saarlouis…, Beschluss vom 27. Dezember 2007 - 2 A 323/07 - juris Rn. 17, OVG Hamburg, Beschluss vom 23. Oktober 2007 - 3 Bs 246/07 - juris Rn. 4, VGH München…, Urteil vom 6. März 2008 - 10 B 06.2961 - juris Rn. 16, Renner, AuslR, 8. Aufl. 2005, § 10 AufenthG Rn. 10;… Discher, in: GK-AuslR, II-§ 10 Rn. 171 ff.;… Wenger, in: Storr u.a., a.a.O. § 10 Rn. 8).".
  • OVG Hamburg, 29.01.2008 - 3 Bf 149/02

    Bei volljährigen ledigen Kindern eines geduldeten Ausländers sind vorsätzliche …

    Zu der nach § 10 Abs. 3 Satz 1 AufenthG zulässigen Erteilung eines Aufenthaltstitels "nach Maßgabe des Abschnitts 5" gehört auch die Erteilung einer Aufenthaltserlaubnis nach § 104 a Abs. 2 AufenthG (Aufgabe der gegenteiligen Ansicht im Beschl. v. 23.10.2007, 3 Bs 246/07, juris).

    aa) Was das Zusammenleben der Klägerin mit dem Kläger als ihrem - volljährigen - Kind angeht, so ist der Schutzbereich des in Art. 8 Abs. 1 EMRK genannten Familienlebens von vornherein nicht betroffen, weil dieser sich regelmäßig auf den Schutz der Kernfamilie von Eltern und minderjährigen Kindern beschränkt und sich nur ausnahmsweise im Falle eines besonderen Abhängigkeitsverhältnisses auch auf volljährige Kinder erstreckt (…vgl. EGMR, Urt. v. 9.10.2003 Rechtssache Slivenko, EuGRZ 2006, 560, 561 Rn. 97; OVG Hamburg, Beschl. v. 23.10.2007 - 3 Bs 246/07, juris).

    An seiner im Beschluss vom 23. Oktober 2007 (3 Bs 246/07, juris) geäußerten gegenteiligen Ansicht hält das Berufungsgericht nicht fest.

  • OVG Nordrhein-Westfalen, 05.06.2008 - 18 E 471/08

    Identität Passbeschaffung Mitwirkungspflichten Rechtsanwalt Kosten

    Ein Anspruch auf Erteilung einer Aufenthaltserlaubnis nach § 104a Abs. 1 AufenthG scheidet ungeachtet der Frage nach dem Eingreifen der Sperrwirkung des § 10 Abs. 3 AufenthG - vgl. hierzu Hamb. OVG, Beschluss vom 23.10.2007 - 3 Bs 246/07 -, juris = ZAR 2008, 110 (Leitsatz) -, und der Erfüllung der sonstigen Anspruchvoraussetzungen, insbesondere der Anforderungen in dessen Abs. 1 Satz 1 Nr. 4, schon deshalb aus, weil die Identität des Klägers nicht geklärt ist und damit von ihm die allgemeine Erteilungsvoraussetzung des § 5 Abs. 1 Nr. 1a AufenthG nicht erfüllt wird, von deren Erfüllung § 104a Abs. 1 Satz 1 AufenthG nicht entbindet.
  • VG Frankfurt/Main, 23.01.2008 - 1 E 3668/07

    AufenthG 2004 § 10 Abs 3 bezieht sich nur auf Aufenthaltstitel des 2. Abschnitts …

    Obwohl insbesondere die nachträgliche Einfügung des zweiten Halbsatzes des § 10 Abs. 3 Satz 3 AufenthG dafür spricht, dass der Gesetzgeber bewusst zwischen Anspruchsnormen und "Soll-Normen" unterscheidet und in § 104a gerade keine Anspruchsnorm sieht, hat er es offensichtlich versäumt, im Kontext des § 10 Abs. 3 ausdrücklich klarzustellen, dass diese Norm auf § 104a keine Anwendung findet (a.A. OVG Hamburg, B. v. 23.10.2007 - 3 Bs 246/07 -, juris).
  • VG Bremen, 27.10.2008 - 4 K 432/06

    Zumutbarkeit einer "Freiwilligkeitserklärung" bei der Passbeschaffung

    Im Übrigen gilt sie nach der 12 gesetzlichen Fiktion des § 104a Abs. 1 Satz 3 2. Halbsatz als Aufenthaltstitel nach Kapitel 2 Abschnitt 5. Es widerspräche dem gesetzgeberischen Willen, abgelehnten Asylbewerbern vor ihrer Ausreise einen Anspruch nach § 104a Abs. 1 AufenthG von vornherein zu versagen, denn § 104a Abs. 1 AufenthG sollte gerade abgelehnten Asylbewerbern zugute kommen (…BTDrucks. 16/5065, S. 201) (wie hier: OVG Hamburg…, Urteil vom 29. Januar 2008 - 3 Bf 149/02 - juris, Rn. 70; VG Koblenz…, Urteil vom 17. März 2008 - 3 K 1349/07.KO - juris, Rn. 65; VG München…, Urteil vom 8. Juli 2008 - M 4 K 07.4829 - juris, Rn. 34; in diese Richtung auch BVerwG…, Urteil vom 4. September 2007, a.a.O., Rn. 12; a. A. OVG Hamburg, Beschluss vom 23. Oktober 2007 - 3 Bs 246/07 - juris, Rn. 4; offen gelassen in: OVG Münster…, Beschluss vom 5. Juni 2008 - 18 E 471/08, Rn. 19 ff.).
  • VG München, 08.07.2008 - M 4 K 07.4829

    Aufenthaltserteilung und Bezüge zum Terrorismus

    34Zusammenfassend lässt sich daher festhalten, dass § 10 Abs. 3 Satz 1 AufenthG der Erteilung einer Aufenthaltserlaubnis nach § 104 a Abs. 1 AufenthG wegen der Regelungen in § 104 a Abs. 1 Satz 2 und Satz 3 AufenthG bzw. wegen einer Analogie zu § 104 b Abs. 1 Satz 1 AufenthG nicht entgegensteht (im Ergebnis ebenso: OVG Hamburg v. 29.1.2008, Az.: 3 Bf 149/02 unter Aufgabe seiner gegenteiligen Auffassung v. 23.10.2007, Az.: 3 Bs 246/07 = NordÖR 2008, 90 [Leitsatz]; VG Koblenz v. 17.3.2008, Az.: 3 K 1349/07.KO; VG Frankfurt v. 23.1.2008, Az.: 1 E 2668/07).
  • VG Bayreuth, 04.04.2018 - B 6 E 18.303

    Durchführung des Visumverfahrens auch bei deutschem Kind mit Down-Syndrom …

    Denn wie sich aus der Legaldefinition eines Folgeantrages in § 71 Abs. 1 Satz 1 AsylG ergibt, ist ein Folgeantrag ein (erneut gestellter) Asylantrag (OVG Hamburg, B. v. 23.10.2007 - 3 Bs 246/07 - juris Rn. 4).
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