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Rechtsprechung
   BVerwG, 27.10.1982 - 3 C 6.82   

Zitiervorschläge
https://dejure.org/1982,15
BVerwG, 27.10.1982 - 3 C 6.82 (https://dejure.org/1982,15)
BVerwG, Entscheidung vom 27.10.1982 - 3 C 6.82 (https://dejure.org/1982,15)
BVerwG, Entscheidung vom 27. Oktober 1982 - 3 C 6.82 (https://dejure.org/1982,15)
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Aufrechnung der Behörde

Analoge Anwendung der §§ 387 ff BGB im öffentlichen Recht;

Aufrechnung ist kein Verwaltungsakt i.S.v. § 42 VwGO und § 35 VwVfG;

§ 387 BGB, der Aufrechnung steht die aufschiebende Wirkung gem. § 80 VwGO nicht entgegen ("Vollziehbarkeitstheorie");

(Hinweis: vgl. hingegen neuerdings BFH, «Zahlung während des Revisionsverfahrens»)

Volltextveröffentlichungen (2)

  • Wolters Kluwer

    Anfechtungsklage - Leistungsbescheid - Suspensiveffekt - Fälligkeit der Forderung - Aufrechnungsmöglichkeit - Aufrechnug kein Verwaltungsakt - Regelung

  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Kurzfassungen/Presse

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Verfahrensgang

Papierfundstellen

  • BVerwGE 66, 218
  • NJW 1983, 776
  • NVwZ 1983, 347 (Ls.)
 
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Wird zitiert von ... (236)Zitiert selbst (6)

  • BVerwG, 13.10.1971 - VI C 137.67

    Widerruf eines Beamtenverhältnisses - Rechtsmäßigkeit einer Entlassungsverfügung

    Auszug aus BVerwG, 27.10.1982 - 3 C 6.82
    Sie hat sich insoweit auf die Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts vom 13. Oktober 1971 - BVerwG 6 C 137.67 - (Buchholz 232 § 87 Nr. 48) berufen.

    Insoweit stimmt der erkennende Senat der Entscheidung des 6. Senats des Bundesverwaltungsgerichts vom 13. Oktober 1971 - BVerwG 6 C 137.67 - (Buchholz 232 § 87 Nr. 48) uneingeschränkt zu (vgl. auch die Entscheidung des 7. Senats vom 9. Oktober 1959 - BVerwG 7 C 53.58 - [DVBl. 1960, 36]).

  • BGH, 11.11.1971 - VII ZR 57/70

    Rechtsfolgen der Prozeßaufrechnung

    Auszug aus BVerwG, 27.10.1982 - 3 C 6.82
    Die Aufrechnung ist hingegen ein im Ausgangspunkt von der Privatrechtsordnung gewährleistetes Mittel der Rechtsverteidigung gegenüber einem vom Gegner erhobenen Anspruch (s. auch BGH Urteil vom 11. November 1971 - VII ZR 57/70 - [JR 1972, 336]) und dient zugleich der Befriedigung des eigenen Anspruchs, wobei es - wie bereits dargelegt - rechtlich unerheblich ist, ob die Forderungen, die sich im Aufrechnungsverhältnis gegenüberstehen, dem öffentlich-rechtlichen oder dem privatrechtlichen Bereich entstammen.
  • BVerwG, 21.06.1961 - VIII C 398.59
    Auszug aus BVerwG, 27.10.1982 - 3 C 6.82
    Nach der vom Bundesverwaltungsgericht in ständiger Rechtsprechung (vgl. die Entscheidungen vom 8. September 1953 - BVerwG 1 A 18.53 - [BVerwGE 1, 11; Buchholz 321 § 29 Nr. 1] und vom 21. Juni 1961 - BVerwG 8 C 398.59 - [BVerwGE 13, 1; Buchholz 310 § 80 Nr. 2]) vertretenen Auffassung, der sich der erkennende Senat anschließt, hat der Eintritt der aufschiebenden Wirkung nur zur Folge, daß der angefochtene Verwaltungsakt vorläufig nicht vollzogen werden darf.
  • BVerwG, 08.09.1953 - I A 18.53

    Rechtsmittel

    Auszug aus BVerwG, 27.10.1982 - 3 C 6.82
    Nach der vom Bundesverwaltungsgericht in ständiger Rechtsprechung (vgl. die Entscheidungen vom 8. September 1953 - BVerwG 1 A 18.53 - [BVerwGE 1, 11; Buchholz 321 § 29 Nr. 1] und vom 21. Juni 1961 - BVerwG 8 C 398.59 - [BVerwGE 13, 1; Buchholz 310 § 80 Nr. 2]) vertretenen Auffassung, der sich der erkennende Senat anschließt, hat der Eintritt der aufschiebenden Wirkung nur zur Folge, daß der angefochtene Verwaltungsakt vorläufig nicht vollzogen werden darf.
  • BVerwG, 22.04.1982 - 3 A 1.81

    Anspruch auf Finanzhilfen - Berechnung der Höhe der Finanzhilfen für …

    Auszug aus BVerwG, 27.10.1982 - 3 C 6.82
    Mit dem Verwaltungsgericht ist zunächst davon auszugehen, daß gegen die Anwendung der Vorschriften der §§ 387 ff. BGB im öffentlichen Recht keine rechtlichen Bedenken bestehen (vgl. auch Urteil vom 22. April 1982 - BVerwG 3 A 1.81 - [Buchholz 451.74 § 22 Nr. 1]).
  • BVerwG, 09.10.1959 - VII C 53.58
    Auszug aus BVerwG, 27.10.1982 - 3 C 6.82
    Insoweit stimmt der erkennende Senat der Entscheidung des 6. Senats des Bundesverwaltungsgerichts vom 13. Oktober 1971 - BVerwG 6 C 137.67 - (Buchholz 232 § 87 Nr. 48) uneingeschränkt zu (vgl. auch die Entscheidung des 7. Senats vom 9. Oktober 1959 - BVerwG 7 C 53.58 - [DVBl. 1960, 36]).
  • BSG, 26.11.2025 - B 4 AS 12/25 R

    Aufrechnung eines Erstattungsanspruchs mit laufenden Ansprüchen des …

    Entsprechend ist das BSG davon ausgegangen, dass die §§ 387 ff BGB auf andere Fälle der Aufrechnung im Sozialrecht anzuwenden sind (…zu § 51 SGB I etwa BSG vom 12.11.1980 - 1 RA 105/79 - SozR 1200 § 51 Nr. 8 - juris RdNr 46; BSG vom 16.12.2009 - B 7 AL 43/07 R - juris RdNr 17; allgemein BVerwG vom 27.10.1982 - 3 C 6.82 - BVerwGE 66, 218 [220 f] - juris RdNr 19, 21).

    Durch die Vollziehbarkeit der Forderung wird diese fällig (BVerwG vom 27.10.1982 - 3 C 6.82 - BVerwGE 66, 218 [221] - juris RdNr 21; BVerwG vom 20.11.2008 - 3 C 13.08 - BVerwGE 132, 250 RdNr 12; Koppenfels-Spies in Hauck/Noftz, § 51 SGB I RdNr 13, Stand Januar 2022;… Mrozynski, SGB I, 7. Aufl 2024, § 51 RdNr 13), sofern nicht - hier nicht einschlägig - die Fälligkeit ausdrücklich anderweitig geregelt ist (vgl etwa § 7a Abs. 5 Satz 3 SGB IV in der seit dem 1.4.2022 geltenden Fassung).

    Zwar bleibt ein Bescheid in seiner Wirksamkeit von der Anfechtung und der aufschiebenden Wirkung des Rechtsbehelfs unberührt (…BSG vom 16.12.2014 - B 1 KR 31/13 R - BSGE 118, 40 = SozR 4-2500 § 51 Nr. 3, RdNr 31; BVerwG vom 27.10.1982 - 3 C 6.82 - BVerwGE 66, 218 [222] - juris RdNr 23; BVerwG vom 20.11.2008 - 3 C 13.08 - BVerwGE 132, 250 RdNr 12; BVerwG vom 20.1.2016 - 9 C 1.15 - BVerwGE 154, 68 RdNr 12, 16 mwN).

    Die aufschiebende Wirkung führt aber dazu, dass die Behörde gehindert ist, die Regelung des Verwaltungsakts umzusetzen (…BSG vom 23.9.1997 - 2 RU 44/96 - SozR 3-1300 § 50 Nr. 20 - juris RdNr 13;… BSG vom 16.12.2014 - B 1 KR 31/13 R - BSGE 118, 40 = SozR 4-2500 § 51 Nr. 3, RdNr 31; BVerwG vom 20.1.2016 - 9 C 1.15 - BVerwGE 154, 68 RdNr 12, 16 mwN; im Ergebnis auch BVerwG vom 20.11.2008 - 3 C 13.08 - BVerwGE 132, 250 RdNr 10 für die Aufrechnung ohne Verwaltungsakt; aA noch BVerwG vom 27.10.1982 - 3 C 6.82 - BVerwGE 66, 218 [221 ff] - juris RdNr 21 ff).

    Jedenfalls hat die aufschiebende Wirkung zur Folge, dass die Forderung einstweilen als nicht fällig gilt (BVerwG vom 20.11.2008 - 3 C 13.08 - BVerwGE 132, 250 RdNr 12; BVerwG vom 20.1.2016 - 9 C 1.15 - BVerwGE 154, 68 RdNr 16; anders noch BVerwG vom 27.10.1982 - 3 C 6.82 - BVerwGE 66, 218 [222 f] - juris RdNr 23).

    Rn. 30 Die Bestandskraft eines Verwaltungsaktes ist hingegen keine Voraussetzung für seine Vollziehbarkeit und damit auch nicht für die Fälligkeit einer mit ihm geltend gemachten Forderung (…vgl zu § 51 SGB I BSG vom 12.11.1980 - 1 RA 105/79 - SozR 1200 § 51 Nr. 8 - juris RdNr 46; allgemein BVerwG vom 27.10.1982 - 3 C 6.82 - BVerwGE 66, 218 [221] - juris RdNr 21; der Sache nach auch BFH vom 14.11.2000 - VII R 85/99 - BFHE 193, 254 RdNr 17 ff, wo auf die Außervollzugsetzung abgestellt wird).

  • VGH Baden-Württemberg, 18.07.2019 - 1 S 871/19

    Kosten einer Ersatzvornahme - hier: Abschleppkosten - als öffentlichen Abgaben …

    Als verbotene "Vollziehung" ist dabei (jedenfalls) jede selbständige und hoheitliche Maßnahme der Behörde zur Durchsetzung der getroffenen Anordnung im Wege des Zugriffs auf Rechtsgüter des Adressaten dieses Verwaltungsaktes zu verstehen (vgl. BVerwG, Urt. v. 27.10.1982 - 3 C 6.82 - BVerwGE 66, 218;… ähnl.

    Rn. 21 Ob die aufschiebende Wirkung eines Widerspruchs gegen einen Kostenbescheid darüber hinaus auch deshalb die Ausübung der Zurückbehaltungsbefugnis ausschließt, weil die aufschiebende Wirkung (bereits) die Fälligkeit der geltend gemachten Kostenforderung beseitigt, bedarf daher keiner Entscheidung (für den Wegfall der Fälligkeit Jäckel, a.a.O., S. 57;… a.A. insoweit - ohne Begründung - Stephan/Deger, a.a.O., § 83a Rn. 3; früher ebenfalls gegen den Wegfall der Fälligkeit BVerwG, Beschl. v. 20.04.2004 - 9 B 109.03 - juris, und Urt. v. 27.10.1982, a.a.O., mit der Erwägung, die aufschiebende Wirkung habe keine Gestaltungswirkung, und der Folgerung, die aufschiebende Wirkung schließe es grundsätzlich nicht aus, mit der im Kostenbescheid festgesetzten Forderung gegen eine Forderung des Adressaten aufzurechnen;… inzwischen aber differenzierend BVerwG, Urt. v. 20.11.2008, a.a.O., dort gegen die Zulässigkeit der Aufrechnung, wenn die Forderung des Behördenträgers oder deren Fälligkeit - wie hier [vgl. Senat, Urt. v. 20.01.2010, a.a.O.;… Stephan/Deger, a.a.O., § 83a Rn. 3;… Hermesmeier/Brenz, a.a.O., § 83a Rn. 4] - einen Verwaltungsakt voraussetzt;… näher zum Meinungsstand zur Frage, ob die Aufrechnung mit einer durch Bescheid geltend gemachten Forderung als Vollziehung im Sinne des § 80 Abs. 1 VwGO anzusehen ist, [bejahend] VGH Bad.-Württ., Urt. v. 25.02.1998 - 6 S 2679/96 - W.-R. Schenke, a.a.O., § 80 Rn. 30 m.w.N.).

  • BSG, 31.08.2011 - GS 2/10

    Zulässigkeit der Erklärung einer Verrechnung durch Verwaltungsakt

    Rn. 19 Mit seiner Entscheidung weicht der Große Senat des BSG schließlich nicht von Entscheidungen des BGH (Beschluss vom 22.3.2004 - NotZ 16/03 -, NJW-RR 2004, 1432 ff), des BVerwG (BVerwGE 66, 218 ff; 132, 250 ff) oder des BFH (BFHE 149, 482, 489 f; 178, 306 ff) ab, die bei der einseitigen Ausübung der hier ohnedies nicht streitgegenständlichen Aufrechnung die Rechtsnatur als öffentlich-rechtliche Willenserklärung bestimmen.
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