Rechtsprechung
| VG Wiesbaden, 06.03.2001 - 3 G 384/01 (3) |
Volltextveröffentlichung
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Wird zitiert von ...
- VG Stuttgart, 12.09.2025 - 5 K 8212/25
Abstimmung über die Vorschlagsliste zur Wahl der ehrenamtlichen Richter der …
Denn für das von ihm geltend gemachte Rechtsschutzbegehren ist in der Hauptsache die allgemeine Leistungsklage statthaft (wie hier VG Stuttgart, Beschluss vom 20.02.2001 - 9 K 651/01 -, BeckRS 2001, 31344335; VG Aachen…, Beschluss vom 24.05.2019 - 4 L 517/19 -, juris Rn. 3 f.; VG Düsseldorf…, Beschluss vom 26.06.2023 - 20 L 1147/23 -, juris Rn. 2 f.; VG Wiesbaden, Beschluss vom 06.03.2001 - 3 G 384/01 (3), HSZ 2001, 208, 209;… Schübel-Pfister, in: Eyermann, VwGO, 16. Auflage 2022, § 28 Rn. 5;… a.A. Funke-Kaiser, in: Bader/Funke-Kaiser/Stuhlfauth/von Albedyll, VwGO, 8. Auflage 2021, § 28 Rn. 9).Bei dem Aufstellen der Vorschlagsliste im Kreistag (§ 28 Sätze 1 und 4 VwGO) handelt es sich nicht um einen Verwaltungsakt im Sinne des § 35 Satz 1 LVwVfG (vgl. VG Stuttgart, Beschluss vom 20.02.2001 - 9 K 651/01 -, BeckRS 2001, 31344335; VG Wiesbaden, Beschluss vom 06.03.2001 - 3 G 384/01 (3), HSZ 2001, 208 ff. (LS 1);… Funke-Kaiser, in: Bader/Funke-Kaiser/Stuhlfauth/von Albedyll, VwGO, 8. Auflage 2021, § 28 Rn. 7;… Schübel-Pfister, in: Eyermann, VwGO, 16. Auflage 2022, § 28 Rn. 5 m.w.N.).
Mit dieser kassatorischen Wahlanfechtung im Nachgang der Wahl durch den Ausschuss kann der Betroffene indes selbst bei Erfolg der Wahlanfechtung nicht die Verpflichtung der hierzu berufenen Kreise und kreisfreien Städte zur Neuaufstellung der Vorschlagslisten erreichen (so im Ergebnis auch VG Leipzig…, Beschluss vom 29.08.2023 - 6 L 394/23 -, juris Rn. 41 und bestätigend OVG Sachsen…, Beschluss vom 02.10.2023 - 4 B 173/23 -, juris Rn. 18; VG Wiesbaden, Beschluss vom 06.03.2001 - 3 G 384/01 (3) -, HGZ 2001, 208, 209).
Rn. 59 Das in § 28 Satz 4 VwGO enthaltene Abstimmungselement führt - ebenso wie das in § 29 Abs. 1 VwGO enthaltene Wahlelement (vgl. zur Unterscheidung in diesem Zusammenhang VG Wiesbaden, Beschluss vom 06.03.2001 - 3 G 384/01 (3) -, HRZ 2001, 208, 2010) - nicht dazu, dass die entscheidenden Organe nicht an Art. 33 Abs. 2 GG gebunden sind.
Allerdings legt die Vorgehensweise mittels eingereichter Listen nahe, dass hierdurch primär diese und nicht, wie von Art. 33 Abs. 2 GG gefordert, die individuelle Person in den Blick genommen wird, wodurch eine offenkundig willkürliche Auswahlentscheidung wahrscheinlicher wird (in diese Richtung auch VG Wiesbaden, Beschluss vom 06.03.2001 - 3 G 384/01 (3), HSZ 2001, 208, 209 f.; Ziekow, in: Sodan/Ziekow, VwGO, 5. Auflage 2018, § 28 Rn. 7 f.).
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