Rechtsprechung
| OLG Karlsruhe, 26.03.1986 - 3 REMiet 1/86 |
Volltextveröffentlichungen (4)
- grundeigentum-verlag.de(Abodienst, Leitsatz frei)
II. WoBauG § 87 a; BGB § 812 Abs. 1 S. 1; WoBindG § 10 Abs. 1 S. 2-4
Ungerechtfertigte Bereicherung des Vermieters; Mieterhöhung - rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
- Wolters Kluwer(Abodienst, Leitsatz/Tenor frei)
Preisrechtlich zulässige Mieterhöhung; Wirksamkeit einer Mieterhöhung; Zahlung einer nicht formgerecht erhöhten Miete durch den Mieter; Anspruch des Vermieters auf erhöhte Kostenmiete, bevor er eine formgerechte Mieterhöhungserklärung abgegeben hat; Zahlung einer nicht ...
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Verfahrensgang
- LG Baden-Baden, 02.01.1986 - 3 S 17/85
- OLG Karlsruhe, 26.03.1986 - 3 REMiet 1/86
Papierfundstellen
- NJW-RR 1986, 887
Wird zitiert von ... (12) Zitiert selbst (5)
- BGH, 22.04.1981 - VIII ZR 103/80
Anspruch des Mieters aus ungerechtfertigter Bereicherung wegen über die …
Auszug aus OLG Karlsruhe, 26.03.1986 - 3 REMiet 1/86
Nach allgemeiner Meinung hat der Vermieter daher keinen Anspruch auf die erhöhte Kostenmiete, bevor er eine der Vorschrift des § 10 Abs. 2 WoBindG genügende Mieterhöhungserklärung abgegeben hat (BGH, WuM 1981, 276, 277; BayObLG, Rechtsentscheid vom 23.05.1985, BayObLGZ 1985, 201, 204; LG Itzehoe, WuM 1976, 169; AG Lüneburg, WuM 1975, 194;… Sternel, Mietrecht, 2. Aufl., III 355 ff.; Fischer-Dieskau-Pergande-Schwender, Wohnungsbaurecht, § 10 WoBindG , S. 14; Derleder, WuM 1982, 87, 89).Sie gewähren dem Mieter insoweit ein besonderes Rückforderungsrecht mit einer vom Tage der Leistung an laufenden Verzinsung und stellen insgesamt eine gesetzliche Sonderregelung dar, auf die die Vorschriften des Bereicherungsrechts keine Anwendung finden (BGH, WuM 1981, 276, 277;… BayObLG aaO., S. 203; Sternel III 376).
Mit diesem Rechtsentscheid setzt sich der Senat nicht in Widerspruch zum Urteil des Bundesgerichtshofs vom 22.4.1981 (WuM 1981, 276).
- BGH, 11.01.1984 - VIII ARZ 6/83
Voraussetzungen für BGH-Rechtsentscheid - Ausschließliche AG-Zuständigkeit bei …
Auszug aus OLG Karlsruhe, 26.03.1986 - 3 REMiet 1/86
Nach Art. 111 Abs. 1 3. MÄG kommt es nur darauf an, daß die Rechtsfrage in einem engen inneren Sachzusammenhang mit dem materiellen Wohnraummietrecht steht (BGH, Rechtsentscheid vom 11.01.1984, BGHZ 89, 275 ; Senat, Rechtsentscheid vom 02.02.1982, NJW 1982, 1161 ). - OLG Karlsruhe, 02.02.1982 - 3 REMiet 11/81
Nichtigkeit einer unter Verstoß gegen § 5 WiStG getroffenen Mietpreisvereinbarung …
Auszug aus OLG Karlsruhe, 26.03.1986 - 3 REMiet 1/86
Nach Art. 111 Abs. 1 3. MÄG kommt es nur darauf an, daß die Rechtsfrage in einem engen inneren Sachzusammenhang mit dem materiellen Wohnraummietrecht steht (BGH, Rechtsentscheid vom 11.01.1984, BGHZ 89, 275 ; Senat, Rechtsentscheid vom 02.02.1982, NJW 1982, 1161 ). - BayObLG, 23.05.1985 - REMiet 2/85
Auszug aus OLG Karlsruhe, 26.03.1986 - 3 REMiet 1/86
Nach allgemeiner Meinung hat der Vermieter daher keinen Anspruch auf die erhöhte Kostenmiete, bevor er eine der Vorschrift des § 10 Abs. 2 WoBindG genügende Mieterhöhungserklärung abgegeben hat (BGH, WuM 1981, 276, 277; BayObLG, Rechtsentscheid vom 23.05.1985, BayObLGZ 1985, 201, 204; LG Itzehoe, WuM 1976, 169; AG Lüneburg, WuM 1975, 194;… Sternel, Mietrecht, 2. Aufl., III 355 ff.; Fischer-Dieskau-Pergande-Schwender, Wohnungsbaurecht, § 10 WoBindG , S. 14; Derleder, WuM 1982, 87, 89). - LG Berlin, 08.12.1977 - 61 S 20/77
Auszug aus OLG Karlsruhe, 26.03.1986 - 3 REMiet 1/86
So ist in der Zahlung die einverständliche Änderung des vertraglich vereinbarten Mietzinses durch konkludente Zustimmung gesehen worden (LG Berlin, WuM 1978, 155).
- BGH, 20.07.2005 - VIII ZR 199/04
Wirksamkeit eines auf eine unwirksame Vertragsklausel gestützten …
Deshalb durfte die Beklagte auch der Zahlung der erhöhten Miete keine Erklärungsbedeutung beimessen, wie das Berufungsgericht in Übereinstimmung mit der ganz herrschenden Ansicht in Rechtsprechung und Schrifttum rechtsfehlerfrei angenommen hat (vgl. OLG Karlsruhe WuM 1986, 166, 168; OLG Hamburg WuM 1986, 82; LG Hamburg WuM 1989, 580; LG München I WuM 1992, 490; LG Aachen WuM 1995, 545; LG Mannheim WuM 2000, 308; LG Bautzen WuM 2002, 497; LG Berlin GE 2003, 807;… Emmerich/Sonnenschein, Miete, 8. Aufl., § 557 Rdnr. 4;… Sternel, Mietrecht, 3. Aufl., III Rdnr. 422;… Staudinger/Weitemeyer, BGB (2003), § 557 Rdnr. 33 f.;… MünchKommBGB/Artz, 4. Aufl., § 557 Rdnr. 39;… Barthelmess, Wohnraumkündigungsschutzgesetz, Miethöhegesetz, 5. Aufl., § 2 MHG Rdnr. 123;… Soergel/Heintzmann, BGB, 12. Aufl., § 10 MHG Rdnr. 8;… Schmidt-Futterer/Börstinghaus, Mietrecht, 8. Aufl., § 557 Rdnr. 22 f.). - BayObLG, 08.04.1988 - REMiet 1/88
Aussonderungsanspruch des Mieters in Bezug auf die Mietkaution; Zurechnung der …
Der Senat hält an seiner Rechtsprechung fest, wonach die Zulässigkeit eines Rechtsentscheids voraussetzt, daß die Vorlage im wesentlichen auf die Entscheidung einer Frage mit sachlichem Bezug zum Wohnraummietrecht abzielt (vgl. BayObLGZ 1987, 254/255 ff. und BayObLGZ 1987, 260/262, jew. m.w.Nachw.; OLG Karlsruhe, WuM 1986, 166 ;… Baumbach/Lauterbach/Albers/Hartmann, ZPO , 46. Aufl., Anhang § 544 Anm. 2 b).Im Rechtsentscheid vom 23.6.1986 (WuM 1986, 166 ) hat es für einen Anspruch aus ungerechtfertigter Bereicherung darauf abgestellt, daß die vorgelegte Rechtsfrage in einem engen inneren Sachzusammenhang mit dem materiellen Wohnraummietrecht stand.
- VerfGH Sachsen, 23.01.2003 - 93-IV-01 Auch weiche das Gericht nicht von der Rechtsauffassung des OLG Karlsruhe in dessen Rechtsentscheid vom 26. März 1986 - 3 ReMiet 1/86 - (ZMR 1986, 239 ff.) ab.
a) Es ist aus verfassungsrechtlicher Sicht nicht zu beanstanden, dass das Landgericht die Auffassung vertreten hat, es weiche nicht von der Entscheidung des Oberlandesgerichts Karlsruhe vom 26. März 1986 - 3 ReMiet 1/86 - (ZMR 1986, 239 f.) ab.
- VerfGH Sachsen, 14.12.2000 - 30-IV-00 Dem stehe der Rechtsentscheid des OLG Karlsruhe vom 26. März 1986 (ZMR 1986, 239 f.) nicht entgegen.
Das Landgericht Leipzig, das bei der rechtlichen Würdigung der Mieterhöhungserklärung von dem Rechtsentscheid des OLG Karlsruhe vom 26. März 1986 (ZMR 1986, 239 f.) abgewichen sei, sei gemäß § 541 Abs. 1 ZPO zur Einholung eines Rechtsentscheides verpflichtet gewesen.
- OLG Hamm, 28.08.1997 - 30 REMiet 4/97
Entscheidungserheblichkeit einer Vorlagefrage; Rückerstattung von überzahlter …
In der Sache folgt der Senat der Ansicht des BayObLG und verweist auf die Begründung des Rechtsentscheids vom 23.05.1985 mit den Nachweisen zum Meinungsstand in Literatur und Rechtsprechung (ebenso: OLG Karlsruhe ZMR 1986, 239 ohne ausdrückliche Stellungnahme zur Frage der Verjährung; Schade/Schubert, Wienicke, Wohn- und Mietrecht, Anhang C § 10 WoBindG Anm. 2; Wrobl ZMR 1992, 478 ff.; Fischer-Dieskau/Pergande/Schwender, Wohnungsbaurecht, Bd. 3.1, § 8 WoBindG Anm. 5 u. 6;… Mückenberger/Hanke, Wohnungsbindungsrecht, Rdnr. 425; vgl. auch BGH NJW 1982, 1587 zur Anwendung von § 812 BGB bei vereinbarter Mietpreisgleitklausel; anderer Ansicht: Sonnenschein/Weitemeyer NJW 1993, 2201 ff.; Sternel, Mietrecht aktuell, Rdnrn. 739, 740;… Sternel, Mietrecht, 3. Aufl., III Rdnr. 960; Schneider WuM 1982, 311 ff.; Schläger ZMR 1986, 221, 226). - OLG Hamburg, 18.01.1991 - 4 U 41/89
Wirtschaftlichkeitsberechnung nach Umwandlung der Mietwohnung in Wohnungseigentum …
Der BGH hat in seinem Urteil vom 18. Februar 1987 (- VIII ZR 93/86 -, BGH 85 in RE Miet = WuM 1987, 185, 186 f. = ZMR 1987, 212, 213 f.) zutreffend darauf hingewiesen, daß sich der genannte Rechtsentscheid des OLG Hamm allein mit der Bindungswirkung einer erstmaligen Genehmigung der Durchschnittsmiete im Sinne von § 72 Abs. 2 II. WoBauG, § 8 a Abs. 2 WoBindG befaßt (vgl. zum Problem auch Bittmann, WuM 1986, 166 re.Sp.) und das Urteil des BVerwG vom 15. November 1985 (…a.a.O.) - ebenso wie das genannte Urteil des OVG Münster (…a.a.O.) - die Bindungswirkung von Genehmigungen nach § 8 a Abs. 4 WoBindG behandelt. - BVerfG, 26.02.1997 - 1 BvR 983/96
Verfassungsmäßigkeit des § 10 Abs. 1 Satz 2 WoBindG
Die Vorschriften über die Berechnungs- und Erläuterungspflichten des Vermieters von gebundenem Wohnraum sind das notwendige Gegengewicht zu der dem Vermieter in Abweichung von allgemeinen Grundsätzen des Vertragsrechts eingeräumten Möglichkeit, die Pflicht des Mieters zur Mietzinszahlung durch einseitige Erklärung zu gestalten (vgl. OLG Karlsruhe, WUM 1986, 166 [169]). - LG Hamburg, 16.12.2004 - 307 S 128/04
Zulässigkeit zur Berücksichtigung von Betriebskosten bei einer …
Die Erklärung gemäß § 10 Abs. 1 Satz 1 WoBindG stellt eine einseitige rechtsgestaltende Willenserklärung dar, die unmittelbar ohne Annahme gemäß § 151 BGB durch den Mieter den Vertrag ändert (OLG Karlsruhe, Rechtsentscheid vom 26. März 1986, WuM 1986, 166 [OLG Karlsruhe 26.03.1986 - 3 ReMiet 1/86] ; Bayrisches Oberstes Landesgericht. Rechtsentscheid vom 23. Mai 1985, WuM 1985, 217 [BayObLG 23.05.1985 - Re-Miet 2/85] m.w.N.). - VerfGH Sachsen, 23.06.2000 - 57-IV-99 Insoweit verwies das Amtsgericht auf den Rechtsentscheid des Oberlandesgerichts Karlsruhe vom 26. März 1986 - 3 ReMiet 1/86 - (ZMR 1986 S 239 ff), in dem dieses die Ansicht vertrat, ein formwidriges Mieterhöhungsverlangen gem. § 10 Abs. 1 WoBindG sei kein Angebot zum Abschluss einer Vereinbarung über eine Mieterhöhung.
- OLG Hamm, 11.09.1997 - 30 REMiet 6/97
Voraussetzungen eines Rechtsentscheids
Der ebenfalls angeführte Rechtsentscheid des OLG Karlsruhe vom 26.03.1986 (WuM 1986, 166 ) befaßt sich mit dem Gesetzeszweck von § 10 Abs. 1 WoBindG und dem Problem der grundsätzlichen Anwendbarkeit der Vorschriften des Bereicherungsrechts bei Nichteinhaltung der Förmlichkeiten. - OLG Hamm, 04.05.1988 - 30 REMiet 2/87
- OLG Hamm, 11.09.1997 - 30 REMiet 5/97
Voraussetzungen eines Rechtsentscheids
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