Rechtsprechung
| VG Lüneburg, 24.06.2003 - 4 A 78/02 |
Volltextveröffentlichungen (3)
- openjur.de
Rückforderungsanspruch des Sozialhilfeträgers gegenüber dem Vermieter des Hilfeempfängers
- Entscheidungsdatenbank Niedersachsen
§ 812 BGB; § 814 BGB; § 11 BSHG
Erstattungsanspruch; in Kenntnis ; Mietzahlungen; ohne Rechtsgrund; Sozialhilfe; Vermieter; Vermögensverschiebung; Vertrauensschutz; Verwaltungsrechtsweg; öffentlich-rechtlich - juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Wird zitiert von ... (4) Zitiert selbst (5)
- BVerwG, 12.03.1985 - 7 C 48.82
Einwirkung Privatrecht-öffentliches Recht
Auszug aus VG Lüneburg, 24.06.2003 - 4 A 78/02
Er setzt Leistungen ohne Rechtsgrund bzw. eine sonstige rechtsgrundlose Vermögensverschiebung im Rahmen öffentlich - rechtlicher Rechtsverhältnisse voraus (BVerwG, Urt. v. 12.3.1985 -7 C 48.82 - BVerwGE 71, 85).Dies folgt aus dem Grundsatz der Gesetzmäßigkeit der Verwaltung, dem die öffentliche Hand verpflichtet ist, und der es gebietet, ohne Rechtsgrund eingetretene Vermögensverschiebungen zu beseitigen und den rechtmäßigen Zustand wieder herzustellen (s. hierzu: BVerwG, Urt. v. 12.3.1985 - 7 C 48.82 - BVerwGE 71, 85).
- BVerwG, 19.05.1994 - 5 C 33.91
Rechtsweg - Mietübernahmeerklärung - Sozialhilfe - Zahlungsanspruch - …
Auszug aus VG Lüneburg, 24.06.2003 - 4 A 78/02
Damit handelte der Kläger insgesamt auf der Ebene des öffentlichen Rechts (NdsOVG, Beschl. v. 20.2.2003 - 4 OB 41/03 - vgl. auch BVerwG, Urt. v. 19.5.1994 - 5 C 33.91 - BVerwGE 96, 71, zu einer Kostenübernahmeerklärung des Sozialhilfeträgers). - BVerwG, 18.10.1993 - 5 B 26.93
Sozialhilfeträger - Mietgarantie - Erklärungen zivilrechtlicher Natur
Auszug aus VG Lüneburg, 24.06.2003 - 4 A 78/02
Entscheidend ist vielmehr, ob das öffentliche Recht die Ausführung der Verwaltungsaufgabe, d.h. den Verwaltungsvollzug, ausschlaggebend prägt (BVerwG, Beschl. v. 18.10.1993 - 5 B 26.93 - BVerwGE 94, 229). - VGH Hessen, 17.07.1990 - 11 UE 1487/89
Erfüllungsanspruch des Postsparers gegen die Deutsche Bundespost, wenn diese …
Auszug aus VG Lüneburg, 24.06.2003 - 4 A 78/02
Der Vorschrift liegt ebenso wie den §§ 818 Abs. 3 und 4, 819 Abs. 1 BGB eine Interessenwertung zugrunde, die in das öffentliche Recht nicht übertragbar ist, weil die öffentliche Hand dem Grundsatz der Gesetzmäßigkeit der Verwaltung verpflichtet ist (…vgl. OVG Koblenz, Urt. v. 28.11.1991 - 1 A 10312/89 - NVwZ 92, 795; HessVGH Urt. v. 17.7.1990 - 11 UE 1487/89 - NJW 1991, 510). - OVG Rheinland-Pfalz, 28.11.1991 - 1 A 10312/89
Teilungsgenehmigung; Gemeinde; Anspruch; Vertrag; Zahlung; Abgeltung; Vorteil
Auszug aus VG Lüneburg, 24.06.2003 - 4 A 78/02
Der Vorschrift liegt ebenso wie den §§ 818 Abs. 3 und 4, 819 Abs. 1 BGB eine Interessenwertung zugrunde, die in das öffentliche Recht nicht übertragbar ist, weil die öffentliche Hand dem Grundsatz der Gesetzmäßigkeit der Verwaltung verpflichtet ist (vgl. OVG Koblenz, Urt. v. 28.11.1991 - 1 A 10312/89 - NVwZ 92, 795;… HessVGH Urt. v. 17.7.1990 - 11 UE 1487/89 - NJW 1991, 510).
- LSG Nordrhein-Westfalen, 19.03.2009 - L 9 SO 9/07
Sozialhilfe
Rn. 44 Hingegen folgt der Senat nicht der vom Verwaltungsgericht Lüneburg mit Urteil vom 24.06.2003 (Az.: 4 A 78/02, Rn. 16) vertretenen Auffassung, wonach der im zivilrechtlichen Bereicherungsrecht geltende Vorrang der Leistungs- vor der Nichtleistungskondiktion im öffentlichen Recht wegen des Grundsatzes der Gesetzmäßigkeit der Verwaltung nicht gelten könne. - LSG Berlin-Brandenburg, 23.03.2011 - L 28 B 1701/08
Sozialgerichtliches Verfahren; zulässiger Rechtsweg; öffentlich-rechtliche …
Zur Begründung hat sich der Kläger auf Entscheidungen des Sozialgerichts Lüneburg vom 31. Mai 2006 (S 22 SO 122/05), des Verwaltungsgerichts Lüneburg vom 24. Juni 2003 (4 A 78/02) und des Niedersächsischen Oberverwaltungsgerichts (OVG) vom 20. Februar 2003 (4 OB 41/03) bezogen. - SG Aachen, 30.01.2007 - S 20 SO 55/06
Sozialhilfe
Die hiervon abweichende Auffassung (vgl. VGH München, Beschluss vom 06.10.1997 - 12 B 94.2291; VG Lüneburg, Urteile vom 26.11.2002 - 4 A 103/01 - und vom 24.06.2003 - 4 A 78/02), die u.a. davon ausgeht, der im zivilrechtlichen Bereichungsrecht geltende Vorrang der Leistungs-vor der Nichtleistungskondiktion gelte im Rahmen des öffentlich-rechtlichen Erstattungsanspruchs nicht, überzeugt die Kammer nicht. - SG Lüneburg, 27.08.2008 - S 24 AS 722/08 Eine Auseinandersetzung zwischen dem Grundsicherungsträger und dem Vermieter über die Rückzahlung der Unterkunftsleistungen kann daher nur ausnahmsweise privatrechtlich eingeordnet werden, soweit der Leistungsträger gegenüber dem Vermieter eine Kostenübernahmeerklärung oder eine andere dem Zivilrecht zuzuordnende Willenserklärung abgegeben hat (Niedersächsisches Oberverwaltungsgericht, Beschluss vom 20. Februar 2003 - 4 OB 41/03 - Bayerischer Verwaltungsgerichtshof, Beschluss vom 6. Oktober 1997 - 12 B 94.2291 - BeckRS 2005, 30741 - Verwaltungsgericht Lüneburg, Urteil vom 26. November 2002 - 4 A 103/01 - juris; Urteil vom 24. Juni 2003 - 4 A 78/02 - Verwaltungsgericht Hamburg, Urteil vom 20. November 2002 - 13 VG 2845/2002 - juris; Sozialgericht Lüneburg, Gerichtsbescheid vom 31. Mai 2006 - S 22 SO 122/05).
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