Rechtsprechung
| OVG Niedersachsen, 10.03.1999 - 4 L 2667/98 |
Volltextveröffentlichung
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse (3)
- Entscheidungsdatenbank Niedersachsen (Leitsatz)
§ 39 Abs. 5 S. 1 SGB VIII; § 39 Abs. 5 S. 3 SGB VIII; Art. 20 Abs. 3 GG
Beitragsfestsetzung; Unterhalt eines Pflegekindes; Landesrechtsvorbehalt; Beitragsfestsetzung durch ministeriellen Erlaß - jugendhilfe-netz.de (Leitsatz)
Festsetzung der monatlichen Pauschalbeiträge für die Pflege von Kindern
- Wolters Kluwer(Abodienst, Leitsatz/Tenor frei) (Leitsatz)
Beitragsfestsetzung; Unterhalt eines Pflegekindes; Landesrechtsvorbehalt; Beitragsfestsetzung durch ministeriellen Erlaß
Verfahrensgang
- VG Hannover, 13.01.1998 - 3 A 977/97
- OVG Niedersachsen, 10.03.1999 - 4 L 2667/98
Papierfundstellen
- NVwZ-RR 2000, 30
Wird zitiert von ... (6) Zitiert selbst (11)
- BVerwG, 25.11.1993 - 5 N 1.92
Normenkontrolle - Runderlaß - Sozialhilfe - Laufende Leistungen zum …
Auszug aus OVG Niedersachsen, 10.03.1999 - 4 L 2667/98
"Landesrecht" können auch Verwaltungsvorschriften (Runderlasse) sein, die auch der verwaltungsgerichtlichen Normenkontrolle nach § 47 VwGO unterliegen können (BVerwG, Beschl. v. 25. Nov. 1993 - 5 N 1.92 -, BVerwGE 94, 335 zu dem RdErl.Die Pauschalbeträge erscheinen so nur noch als materiellrechtlicher "Schlussstein", der von der nach Landesrecht zuständigen Behörde gesetzt wird (so BVerwGE 94, 335, 340 zur Festsetzung der Regelsätze;… ähnlich Urt. d. Sen. v. 21. Febr. 1996, aaO, wonach bei der gegebenen Dichte der Regelungen des Gesetzgebers in den §§ 1, 11, 12, 22 BSHG und des Verordnungsgebers in der Regelsatzverordnung für den Erlassgeber bei der Festsetzung der Regelsätze nur noch ein Spielraum bleibt, der nicht mehr als "wesentlich" im Sinne der Verfassungsrechtsprechung anzusehen ist).
- OVG Niedersachsen, 28.02.1996 - 4 K 1851/91
Sozialhilfe; Bedarfsbemessung; Statistikmodell; Festsetzung der Regelsätze; …
Auszug aus OVG Niedersachsen, 10.03.1999 - 4 L 2667/98
Der bundesverfassungsrechtliche Vorbehalt des Gesetzes in der Form des nach rechtsstaatlichen Grundsätzen, demokratisch-parlamentarischen Prinzipien und/oder durch die betroffenen Grundrechte (mit-)begründeten Parlamentsvorbehalts (vgl. BVerfGE 33, 1, 11 ff.; 33, 125, 157 ff.; 40, 237, 248 ff.; 41, 251, 259 ff.) kann dann verletzt sein, wenn es zu wesentlichen Regelungen ("Wesentlichkeitstheorie") an einer parlamentarischen Leitentscheidung fehlt (BVerwG, Urt. v. 26. Aug. 1998 - 6 C 5.97 - Urt. d. Sen. v. 28. Febr. 1996 - 4 K 1851/91 -, Nds. Rpfl.1996, 168 = FEVS 47, 42).
- BVerfG, 14.03.1972 - 2 BvR 41/71
Strafgefangene
Auszug aus OVG Niedersachsen, 10.03.1999 - 4 L 2667/98
Der bundesverfassungsrechtliche Vorbehalt des Gesetzes in der Form des nach rechtsstaatlichen Grundsätzen, demokratisch-parlamentarischen Prinzipien und/oder durch die betroffenen Grundrechte (mit-)begründeten Parlamentsvorbehalts (vgl. BVerfGE 33, 1, 11 ff.; 33, 125, 157 ff.; 40, 237, 248 ff.; 41, 251, 259 ff.) kann dann verletzt sein, wenn es zu wesentlichen Regelungen ("Wesentlichkeitstheorie") an einer parlamentarischen Leitentscheidung fehlt (BVerwG, Urt. v. 26. Aug. 1998 - 6 C 5.97 - Urt. d. Sen. v. 28. Febr. 1996 - 4 K 1851/91 -, Nds. Rpfl.
- BVerfG, 09.05.1972 - 1 BvR 518/62
Facharzt
Auszug aus OVG Niedersachsen, 10.03.1999 - 4 L 2667/98
Der bundesverfassungsrechtliche Vorbehalt des Gesetzes in der Form des nach rechtsstaatlichen Grundsätzen, demokratisch-parlamentarischen Prinzipien und/oder durch die betroffenen Grundrechte (mit-)begründeten Parlamentsvorbehalts (vgl. BVerfGE 33, 1, 11 ff.; 33, 125, 157 ff.; 40, 237, 248 ff.; 41, 251, 259 ff.) kann dann verletzt sein, wenn es zu wesentlichen Regelungen ("Wesentlichkeitstheorie") an einer parlamentarischen Leitentscheidung fehlt (BVerwG, Urt. v. 26. Aug. 1998 - 6 C 5.97 - Urt. d. Sen. v. 28. Febr. 1996 - 4 K 1851/91 -, Nds. Rpfl. - BVerfG, 28.10.1975 - 2 BvR 883/73
Justizverwaltungsakt
Auszug aus OVG Niedersachsen, 10.03.1999 - 4 L 2667/98
Der bundesverfassungsrechtliche Vorbehalt des Gesetzes in der Form des nach rechtsstaatlichen Grundsätzen, demokratisch-parlamentarischen Prinzipien und/oder durch die betroffenen Grundrechte (mit-)begründeten Parlamentsvorbehalts (vgl. BVerfGE 33, 1, 11 ff.; 33, 125, 157 ff.; 40, 237, 248 ff.; 41, 251, 259 ff.) kann dann verletzt sein, wenn es zu wesentlichen Regelungen ("Wesentlichkeitstheorie") an einer parlamentarischen Leitentscheidung fehlt (BVerwG, Urt. v. 26. Aug. 1998 - 6 C 5.97 - Urt. d. Sen. v. 28. Febr. 1996 - 4 K 1851/91 -, Nds. Rpfl. - VerfGH Nordrhein-Westfalen, 09.02.1999 - VerfGH 11/98
Zusammenlegung von Innen- und Justizministerium verletzt Rechte des Landtags
Auszug aus OVG Niedersachsen, 10.03.1999 - 4 L 2667/98
Insofern unterscheidet sich diese Organisationsentscheidung wesentlich von der, die der Verfassungsgerichtshof für das Land Nordrhein-Westfalen durch Urteil vom 9. Februar 1999 (VerfGH 11/98, DVBl. 1999, 714) dem Gesetzgeber zur ausschließlichen Regelung vorbehalten hat, nämlich die Entscheidung, die Geschäftsbereiche eines herkömmlichen Innenministeriums und eines herkömmlichen Justizministeriums zu einem neuen Ministerium für Inneres und Justiz zusammenzuführen. - BVerfG, 27.01.1976 - 1 BvR 2325/73
Speyer-Kolleg
Auszug aus OVG Niedersachsen, 10.03.1999 - 4 L 2667/98
Der bundesverfassungsrechtliche Vorbehalt des Gesetzes in der Form des nach rechtsstaatlichen Grundsätzen, demokratisch-parlamentarischen Prinzipien und/oder durch die betroffenen Grundrechte (mit-)begründeten Parlamentsvorbehalts (vgl. BVerfGE 33, 1, 11 ff.; 33, 125, 157 ff.; 40, 237, 248 ff.; 41, 251, 259 ff.) kann dann verletzt sein, wenn es zu wesentlichen Regelungen ("Wesentlichkeitstheorie") an einer parlamentarischen Leitentscheidung fehlt (BVerwG, Urt. v. 26. Aug. 1998 - 6 C 5.97 - Urt. d. Sen. v. 28. Febr. 1996 - 4 K 1851/91 -, Nds. Rpfl. - BVerwG, 19.05.1998 - 9 C 5.98
Asylrecht; Ausländerrecht - Bürgerkriegspartei als staatsähnliche Organisation; …
Auszug aus OVG Niedersachsen, 10.03.1999 - 4 L 2667/98
Begründung und Antragstellung hat der Beklagte zwar nicht unmittelbar nach der Zulassung der Berufung schriftsätzlich angekündigt (vgl. dazu BVerwG, Urt. v. 30. Juni 1998 - 9 C 5.98 -, NVwZ 1998, 1311). - BVerwG, 30.06.1998 - 9 C 6.98
Verwaltungsprozeßrecht; Asylverfahrensrecht - Berufungsbegründung im …
Auszug aus OVG Niedersachsen, 10.03.1999 - 4 L 2667/98
Begründung und Antragstellung hat der Beklagte zwar nicht unmittelbar nach der Zulassung der Berufung schriftsätzlich angekündigt (vgl. dazu BVerwG, Urt. v. 30. Juni 1998 - 9 C 5.98 -, NVwZ 1998, 1311). - BVerwG, 25.08.1997 - 9 B 690.97
Verwaltungsprozeßrecht - Berufungsbegründung in Asylsachen
Auszug aus OVG Niedersachsen, 10.03.1999 - 4 L 2667/98
Denn die dem Zulassungsbeschluss des Senats vom 10. Juni 1998 beigegebene Rechtsbehelfsbelehrung ist unrichtig, weil sie - entsprechend der damaligen Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts in dessen Beschluss vom 25. August 1997 - 9 B 690.97 -, DVBl. 1997, 1325 - zum Ausdruck bringt, dass es einer weiteren Begründung der Berufung nebst Antragstellung nicht mehr bedürfe. - BVerwG, 26.08.1998 - 6 C 5.97
Fachbereichsrat, Sitzverteilung im - bei der FHS für öffentliche Verwaltung des …
- OVG Nordrhein-Westfalen, 25.04.2001 - 12 A 924/99
Anspruch des Personensorgeberechtigten auf Gewährung von Hilfe zur Erziehung in …
Rn. 86 Eine Vertretungsbefugnis der Pflegeperson gemäß § 38 SGB VIII a.F. bejahend: OVG Lüneburg, Urteil vom 10. März 1999 - 4 L 2667/98 -, FEVS 51, 80, 81 für einen Anspruch auf höheres Pflegegeld sowie Urteil vom 28. Juli 1993 - 4 L 4683/92 -, FEVS 45, 19, 21 für den Anspruch auf Übernahme von Nachhilfekosten; ferner VG Berlin, Urteil vom 28. März 1995 - 8 A 207.91 -, JURIS Dok.-Nr.: MWRE 110279500. - OVG Sachsen-Anhalt, 19.02.2019 - 4 K 165/17
Kinder- und Jugendhilfe-Pflege-Verordnung vom 30. März 2017 ungültig
Es ist gerade Sinn einer solchen Regelung, die Entscheidung einer zentralen Stelle zu überantworten, da die örtlichen Träger als Kostenträger unter dem Druck, Haushaltsausgaben einschränken zu müssen, sich eher veranlasst sehen könnten, die Pauschalbeträge, die den notwendigen Unterhalt der Pflegekinder sicherstellen und ihre Gleichbehandlung möglichst landesweit gewährleisten sollen, niedriger als notwendig festzusetzen oder ihre Anpassung an gestiegene Lebenshaltungskosten hinauszuschieben (so auch OVG Niedersachsen, Urt. v. 10. März 1999 - 4 L 2667/98 -, zit. nach JURIS). - OVG Berlin-Brandenburg, 06.05.2013 - 6 B 31.12
Kinder- und Jugendhilfe: Annahme einer besonderen Entwicklungsbeeinträchtigung; …
Hätte der Gesetzgeber des SGB VIII unter Landesrecht zumindest eine Rechtsverordnung verstanden, hätte er das ausdrücklich bestimmt (vgl. zur Rechtmäßigkeit der Festsetzung der Pauschalbeträge in Niedersachsen durch Erlass des Kultusministeriums OVG Lüneburg, Urteil vom 10. März 1999 - 4 L 2667/98 -, NVwZ-RR 2000, S. 30 f., Rn. 24 bei juris).
- VG Oldenburg, 21.02.2011 - 13 A 2020/10
Zur hälftigen Erstattung nachgewiesener Aufwendungen zu einer angemessenen …
Dies verstößt ebenso wie bei der Festsetzung der monatlichen Pauschalbeträge für den notwendigen Unterhalt von Pflegekindern durch Erlass weder gegen den verfassungsrechtlichen Vorbehalt des Gesetzes noch gegen das vom Rechtsstaatsprinzip geforderte Bestimmtheitsgebot (vgl. dazu nur: OVG Lüneburg, Urteil vom 10.3.1999 - 4 L 2667/98 - FEVS 51, 80). - VG Göttingen, 24.02.2005 - 2 A 424/03
Erziehung; Hilfe; Jugendhilfe; Pauschale; Personensorgeberechtigter; Pflegegeld; …
Diese Erlassregelung erfüllt die bundesrechtlichen Vorgaben (vgl. OVG Lüneburg, Urteil vom 10.03.1999 - 4 L 2667/98 - FEVS 51, 80, 81 ff).Demgegenüber überzeugt es nicht, wenn in der Literatur (…Schellhorn, SGB VIII / KJHG, § 39 Rdnr. 12;… Hauck/Haines, SGB VIII, § 38 Rdnr. 19) und vom Nds. OVG (Urteil vom 10.03.1999, a.a.O., Seite 81), im Wesentlichen gestützt auf das Recht der Pflegeeltern, die Interessen des Pflegekindes wahrzunehmen und § 38 SGB VIII, die Prozessführungs- und Klagebefugnis der Pflegeperson bejaht wird.
- VG Braunschweig, 21.02.2002 - 3 A 186/01
Enkel; erzieherischer Bedarf; Großeltern; Jugendhilfe; Pflegegeld; Sorgerecht; …
Der Unterhalt und das Kindergeld decken deshalb den - zulässigerweise pauschal durch Erlass des Kultusministeriums festgesetzten (Nds. OVG, Urt. v. 10.03.1999 - 4 L 2667/98 -, FEVS 51, 80) -Bedarf ab.
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