Rechtsprechung
| OLG Düsseldorf, 13.12.2019 - 4 U 23/18 |
Volltextveröffentlichungen (5)
- openjur.de
- NRWE (Rechtsprechungsdatenbank NRW)
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
- rechtsportal.de
VVG § 101 Abs. 2
Ansprüche aus einem D&O-Versicherungsvertrag - juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Papierfundstellen
- VersR 2020, 683
Wird zitiert von ... (0) Zitiert selbst (8)
- BGH, 08.12.2016 - V ZR 125/16
Darlegung eines Verstoßes gegen den Anspruch auf Gewährung rechtlichen Gehörs …
Auszug aus OLG Düsseldorf, 13.12.2019 - 4 U 23/18
Rn. 49 Grundsätzlich muss das Rechtsmittelgericht vor seiner Entscheidung die Entscheidung über einen Antrag auf Berichtigung des Tatbestandes abwarten (BGH BeckRS 2016, 112931 Rn. 2).Etwas anderes gilt aber, wenn sich die unterbliebene Entscheidung über den Antrag nach § 320 Abs. 1 ZPO nicht zu Lasten des Rechtsmittelführers auswirken kann (BGH BeckRS 2016, 112931 Rn. 4).
- BGH, 08.11.1989 - IVa ZR 163/88
Begrenzung der Einstandspflicht der Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung
Auszug aus OLG Düsseldorf, 13.12.2019 - 4 U 23/18
Rn. 77 Und als zulässige Abbedingung des § 101 Abs. 2 VVG i.S. des § 112 VVG reicht es ohnehin nicht aus, wenn Zinsen in einer Klausel nur nicht erwähnt werden (vergl. BGH VersR 1990, 191;… 1992, 1257, dort Rz. 6;… Prölss/Martin/Lücke, 30. Aufl. 2018, VVG § 101 Rn. 30-31 zu Ziff. 6.5 AHB).Bei der Auslegung der Klausel ist zudem zu berücksichtigen, dass regelmäßig Deckungssummen durch Zinsforderungen nicht beschränkt werden (…Prölss/Martin/Lücke, 30. Aufl. 2018, VVG § 101 Rn. 30;… Langheid/Wandt/Littbarski, 2. Aufl. 2017, VVG § 101 Rn. 88, 8; vergl. auch BGH VersR 1990, 191 zu § 3 II Abs. 2 AVB-W; BGH 1992, 1257 zu AVB-WB § 3 Abs. 2 UAbs 2;… vergl. auch Prölss/Martin/Lücke, 30. Aufl. 2018, VVG § 101 Rn. 30;… Langheid/Wandt/Littbarski, 2. Aufl. 2017, VVG § 101 Rn. 88, 89).
- BGH, 24.01.2013 - VII ZR 128/12
Auslegung der Klage: Beklagteneigenschaft bei tatsächlich gewolltem Vorgehen …
Auszug aus OLG Düsseldorf, 13.12.2019 - 4 U 23/18
Dabei gilt der Grundsatz, dass die Klageerhebung nicht an einer fehlerhaften Bezeichnung scheitern darf, wenn diese Mängel in Anbetracht der jeweiligen Umstände letztlich keine vernünftigen Zweifel an dem wirklich Gewollten aufkommen lassen (BGH NJW-RR 2013, 394; OLG München, BeckRS 2014, 15917).
- BGH, 21.10.2015 - IV ZR 266/14
Deckungsanspruch gegen die Rechtsschutzversicherung: Erfüllung der …
Auszug aus OLG Düsseldorf, 13.12.2019 - 4 U 23/18
Rn. 92 Der Versicherer hat insoweit ein in pflichtgemäßem Ermessen auszuübendes Wahlrecht, ob er Abwehrdeckung erteilt oder den Dritten durch Zahlung befriedigt (vergl. BGH NJW 2016, 61;… Harsdorf-Gebhard in Späte/Schimikowski, Haftpflichtversicherung, 2. Aufl., Ziff. 5 AHB Rn 5 m.w.N). - OLG München, 30.07.2014 - 7 U 1680/14
Rechtsfolgen der Falschbezeichnung der klagenden Partei
Auszug aus OLG Düsseldorf, 13.12.2019 - 4 U 23/18
Dabei gilt der Grundsatz, dass die Klageerhebung nicht an einer fehlerhaften Bezeichnung scheitern darf, wenn diese Mängel in Anbetracht der jeweiligen Umstände letztlich keine vernünftigen Zweifel an dem wirklich Gewollten aufkommen lassen (BGH NJW-RR 2013, 394; OLG München, BeckRS 2014, 15917). - OLG Düsseldorf, 15.01.2015 - 6 U 48/14
Pflichten der Vorstandsmitglieder einer Aktiengesellschaft bei Abschluss eines …
Auszug aus OLG Düsseldorf, 13.12.2019 - 4 U 23/18
Auf die Berufung hin verurteilte das OLG Düsseldorf (Az. I-6 U 48/14) die versicherten Personen mit Urteil vom 16.01.2015 als Gesamtschuldner dazu, an den Kläger einen Betrag i.H.v. 6.547.785,75 EUR zzgl. - OLG Frankfurt, 09.06.2011 - 7 U 127/09
Direktanspruch aus D&O-Versicherung
Auszug aus OLG Düsseldorf, 13.12.2019 - 4 U 23/18
Ob die Kostenanrechnungsklausel in Ziffer 2.3 der Bedingungen mit § 307 Abs. 1 BGB vereinbar ist (einen Verstoß bejahend OLG Frankfurt, r+s 2011, 509; Terno, r+s 2013, 577;… Schimikowski, Versicherungsvertragsrecht, 6. Auflage 2017, 1V. Inhaltskontrolle von AVB Rn. 408; a.A. aber Werber, VersR 2014, 1159 und Koch, VersR 2016, 1405), kann hier dahinstehen, weil die Deckungssumme der Grundversicherung von 7, 5 Mio. Euro auch bei Einbeziehung dieser Kosten hier nicht ausgeschöpft ist. - LG Düsseldorf, 20.12.2013 - 22 O 152/11
Inanspruchnahme ehemalige Vorstandsmitglieder wegen organschaftlicher …
Auszug aus OLG Düsseldorf, 13.12.2019 - 4 U 23/18
Rn. 19 Hinsichtlich der geltend gemachten Ansprüche wurde - zunächst noch durch die Insolvenzschuldnerin - Klage vor dem Landgericht Düsseldorf erhoben (Az. 22 0 152/11).
Bitte loggen Sie sich ein, um diese Funktion zu nutzen. Falls Sie noch kein Benutzerkonto haben, können Sie sich in weniger als einer Minute eines kostenlos anlegen "Registrieren".
Rechtsprechung
| OLG Dresden, 28.03.2018 - 4 U 23/18 |
Volltextveröffentlichungen (4)
- Justiz Sachsen
Direkte Verlinkung leider nicht möglich. Bitte geben Sie das Aktenzeichen in das Suchformular auf der Folgeseite ein. Hier klicken, um das Aktenzeichen in Ihre Zwischenablage zu kopieren.
- rechtsportal.de
BGB § 823 Abs. 1
Anforderungen an die ärztliche Aufklärung über Behandlungsalternativen - rechtsportal.de
- juris (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse (3)
- Wolters Kluwer (Kurzinformation)
Abwarten anstelle einer relativ indizierten Operation als echte Behandlungsalternative
- Deutsche Gesellschaft für Kassenarztrecht
, S. 99 (Leitsatz und Kurzinformation)
Arzthaftung | Aufklärung/Einwilligung | Aufklärung bei einer Kombinationsoperation
- Wolters Kluwer(Abodienst, Leitsatz/Tenor frei) (Leitsatz)
Anforderungen an die ärztliche Aufklärung über Behandlungsalternativen; Anforderungen an die ärztliche Risikoaufklärung hinsichtlich Gefühlsminderungen im Versorgungsgebiet eines Nervs
Verfahrensgang
- LG Chemnitz - 4 O 1982/14
- OLG Dresden, 28.03.2018 - 4 U 23/18
Wird zitiert von ... (2) Zitiert selbst (17)
- BGH, 07.02.1984 - VI ZR 174/82
Rückenmarksschädigung - § 823 Abs. 1 BGB, Beweislastverteilung bei der Frage der …
Auszug aus OLG Dresden, 28.03.2018 - 4 U 23/18
Ausreichend ist, dass der Patient "im Großen und Ganzen" über Chancen und Risiken der Behandlung aufgeklärt und ihm eine allgemeine Vorstellung von dem Ausmaß der mit dem Eingriff verbundenen Gefahren vermittelt wird, ohne diese zu beschönigen oder zu verschlimmern (…BGH Urteil vom 6. Juli 2010 - VI ZR 198/09, VersR 2010, 1220 Rn. 11;… vom 14. März 2006 - VI ZR 279/04, BGHZ 166, 336 Rn. 13; vom 7. April 1992 - VI ZR 192/91, VersR 1992, 960, 961; vom 7. Februar 1984 - VI ZR 174/82, BGHZ 90, 103, 106, 108).Entscheidend für die ärztliche Hinweispflicht ist, ob das betreffende Risiko dem Eingriff spezifisch anhaftet und es bei seiner Verwirklichung die Lebensführung des Patienten besonders belastet (…Senatsurteile vom 30. September 2014 - VI ZR 443/13, VersR 2015, 196 Rn. 6; vom 15. Februar 2000 - VI ZR 48/99, BGHZ 144, 1, 5 f.; vom 21. November 1995 - VI ZR 341/94, VersR 1996, 330, 331; vom 7. Februar 1984 - VI ZR 174/82, BGHZ 90, 103, 106).
- OLG Dresden, 16.10.2017 - 4 U 1081/17
Teilbarkeit des Streitgegenstandes im Arzthaftungsprozess; Haftungsbegründende …
Auszug aus OLG Dresden, 28.03.2018 - 4 U 23/18
Erstreckt sich die Berufung bei einem teilbaren Streitgegenstand oder bei mehreren Streitgegenständen nicht auf alle Teile des Urteils hinsichtlich derer eine Abänderung beantragt wird, werden dieser Streitstoff und der ihm zugrunde liegende Streitgegenstand nicht Bestandteile des Berufungsverfahrens (BGH VersR 2007, 414; VersR 2004, 1064; Senat Beschluss vom 16. Oktober 2017 - 4 U 1081/17 -, Rn. 2, juris).Haben zwei miteinander verbundene Eingriffe ein jeweils unterschiedlich hohes Risiko, eine Nervverletzung zu erleiden, so ist dem dadurch Rechnung zu tragen, dass dem Patienten insgesamt ein zutreffendes Bild des konkreten Risikospektrums der Kombinationsooperation vermittelt wird, er mithin ein Bild von der "Stoßrichtung" des Eingriffs vermittelt bekommt (vgl. Senat, Beschluss vom 16. Oktober 2017 - 4 U 1081/17 -, Rn. 4, juris, vgl. auch Martis/Winkhart, Arzthaftungsrecht, 3. Aufl., Rz. A 554 bis 555).
- BGH, 15.02.2000 - VI ZR 48/99
Umfang der Aufklärung bei Schutzimpfung von Kindern
Auszug aus OLG Dresden, 28.03.2018 - 4 U 23/18
Entscheidend für die ärztliche Hinweispflicht ist, ob das betreffende Risiko dem Eingriff spezifisch anhaftet und es bei seiner Verwirklichung die Lebensführung des Patienten besonders belastet (…Senatsurteile vom 30. September 2014 - VI ZR 443/13, VersR 2015, 196 Rn. 6; vom 15. Februar 2000 - VI ZR 48/99, BGHZ 144, 1, 5 f.; vom 21. November 1995 - VI ZR 341/94, VersR 1996, 330, 331; vom 7. Februar 1984 - VI ZR 174/82, BGHZ 90, 103, 106).
- BGH, 27.03.2007 - VI ZR 55/05
Arzthaftung: Anforderungen an die Aufklärung vor Behandlung mit einem neuen, erst …
Auszug aus OLG Dresden, 28.03.2018 - 4 U 23/18
Für den Entscheidungskonflikt gilt zwar, dass an die Darlegungspflicht des Patienten keine allzu hohen Anforderungen gestellt werden dürfen (BGH, Urteil vom 17.04.2007 - VI ZR 108/06); es kommt hierbei auch nicht darauf an, wie sich ein "vernünftiger" Patient verhalten haben würde oder was aus ärztlicher Sicht sinnvoll und erforderlich gewesen wäre (BGH, Urteil vom 27.03.2007 - VI ZR 55/05). - BGH, 30.09.2014 - VI ZR 443/13
Arzthaftungsprozess: Erneute persönliche Anhörung des Patienten zur Frage des …
Auszug aus OLG Dresden, 28.03.2018 - 4 U 23/18
Entscheidend für die ärztliche Hinweispflicht ist, ob das betreffende Risiko dem Eingriff spezifisch anhaftet und es bei seiner Verwirklichung die Lebensführung des Patienten besonders belastet (Senatsurteile vom 30. September 2014 - VI ZR 443/13, VersR 2015, 196 Rn. 6; vom 15. Februar 2000 - VI ZR 48/99, BGHZ 144, 1, 5 f.; vom 21. November 1995 - VI ZR 341/94, VersR 1996, 330, 331; vom 7. Februar 1984 - VI ZR 174/82, BGHZ 90, 103, 106). - BGH, 14.03.2006 - VI ZR 279/04
Blutspender sind auch über seltene mit der Blutspende spezifisch verbundene …
Auszug aus OLG Dresden, 28.03.2018 - 4 U 23/18
Ausreichend ist, dass der Patient "im Großen und Ganzen" über Chancen und Risiken der Behandlung aufgeklärt und ihm eine allgemeine Vorstellung von dem Ausmaß der mit dem Eingriff verbundenen Gefahren vermittelt wird, ohne diese zu beschönigen oder zu verschlimmern (…BGH Urteil vom 6. Juli 2010 - VI ZR 198/09, VersR 2010, 1220 Rn. 11; vom 14. März 2006 - VI ZR 279/04, BGHZ 166, 336 Rn. 13; vom 7. April 1992 - VI ZR 192/91, VersR 1992, 960, 961; vom 7. Februar 1984 - VI ZR 174/82, BGHZ 90, 103, 106, 108). - BGH, 06.07.2010 - VI ZR 198/09
Arzthaftung: Aufklärungspflicht über das Risiko einer Querschnittslähmung bei …
Auszug aus OLG Dresden, 28.03.2018 - 4 U 23/18
Ausreichend ist, dass der Patient "im Großen und Ganzen" über Chancen und Risiken der Behandlung aufgeklärt und ihm eine allgemeine Vorstellung von dem Ausmaß der mit dem Eingriff verbundenen Gefahren vermittelt wird, ohne diese zu beschönigen oder zu verschlimmern (BGH Urteil vom 6. Juli 2010 - VI ZR 198/09, VersR 2010, 1220 Rn. 11;… vom 14. März 2006 - VI ZR 279/04, BGHZ 166, 336 Rn. 13; vom 7. April 1992 - VI ZR 192/91, VersR 1992, 960, 961; vom 7. Februar 1984 - VI ZR 174/82, BGHZ 90, 103, 106, 108). - BGH, 07.04.1992 - VI ZR 192/91
Darlegungs- und Beweislast bei postoperativer Risikoaufklärung
Auszug aus OLG Dresden, 28.03.2018 - 4 U 23/18
Ausreichend ist, dass der Patient "im Großen und Ganzen" über Chancen und Risiken der Behandlung aufgeklärt und ihm eine allgemeine Vorstellung von dem Ausmaß der mit dem Eingriff verbundenen Gefahren vermittelt wird, ohne diese zu beschönigen oder zu verschlimmern (…BGH Urteil vom 6. Juli 2010 - VI ZR 198/09, VersR 2010, 1220 Rn. 11;… vom 14. März 2006 - VI ZR 279/04, BGHZ 166, 336 Rn. 13; vom 7. April 1992 - VI ZR 192/91, VersR 1992, 960, 961; vom 7. Februar 1984 - VI ZR 174/82, BGHZ 90, 103, 106, 108). - BGH, 17.04.2007 - VI ZR 108/06
Arzthaftung: Anforderungen an die Risikoaufklärung vor dem ersten Einsatz eines …
Auszug aus OLG Dresden, 28.03.2018 - 4 U 23/18
Für den Entscheidungskonflikt gilt zwar, dass an die Darlegungspflicht des Patienten keine allzu hohen Anforderungen gestellt werden dürfen (BGH, Urteil vom 17.04.2007 - VI ZR 108/06); es kommt hierbei auch nicht darauf an, wie sich ein "vernünftiger" Patient verhalten haben würde oder was aus ärztlicher Sicht sinnvoll und erforderlich gewesen wäre (BGH, Urteil vom 27.03.2007 - VI ZR 55/05). - OLG Hamm, 15.12.2017 - 26 U 3/14
Operation "relativ" indiziert - Patient muss besonders aufgeklärt werden
Auszug aus OLG Dresden, 28.03.2018 - 4 U 23/18
In gleicher Weise stellt das bloße Abwarten eine echte Behandlungsalternative dar, über die aufgeklärt werden muss, wenn die Operation nicht dringlich ist und zumindest ähnliche Chancen in sich birgt (vgl. Senat, Beschluss vom 14.02.2018 - 4 U 82/18; OLG Hamm, Urteil vom 15.12.2017 - 26 U 3/14, juris, Rz. 31 m.w.N.). - OLG Dresden, 15.11.2016 - 4 U 507/16
Anforderungen an den zeitlichen Zusammenhang des ärztlichen Aufklärungsgesprächs …
- BGH, 05.12.2006 - VI ZR 228/05
Anforderungen an die Berufungsbegründung bei Klageabweisung im …
- BGH, 21.11.1995 - VI ZR 341/94
Arzthaftung: Zur Pflicht des Krankenhausträgers, daß über den Verbleib von …
- BGH, 18.10.2000 - IV ZR 100/99
Versicherung fremden Interesses in der Gebäudeversicherung
- OLG Köln, 21.07.2003 - 5 U 75/03
Erfolgsaussicht für die Geltendmachung ärztlicher Behandlungsfehler und …
- OLG Dresden, 14.02.2018 - 4 U 82/18
Umfang der ärztlichen Aufklärungspflicht über alternative Behandlungsmethoden
- OLG Oldenburg, 30.03.1999 - 5 U 167/98
Schmerzensgeld; Schadensersatz; Behandlungsfehler; Arzthaftung; Arzt; Patient; …
- OLG Dresden, 08.10.2019 - 4 U 1052/19
Ordnungsgemäße Patientenaufklärung vor einer kosmetischen Operation
Über schwerwiegende Risiken, die mit einer Operation verbunden sind, ist grundsätzlich auch dann aufzuklären, wenn sie sich nur selten verwirklichen (vgl. Senat, Urt. v. 28.03.2018 - 4 U 23/18 - juris). - OLG Dresden, 10.08.2020 - 4 U 905/20
Aufklärungspflicht des Arztes über Behandlungsalternativen
Allerdings ist es zur Wahrung des Selbstbestimmungsrechts des Patienten geboten, ihn über die Alternative zwischen einer konservativen Behandlung und einer Operation aufzuklären, wenn konservative Methoden eine echte Wahlmöglichkeit darstellen, weil sie zumindest gleichwertige Chancen, aber unterschiedliche Risiken in sich bergen (statt vieler: BGH, Urteil vom 22.02.2000, IV ZR 100/99; vgl. Senat, Beschluss vom 28. März 2018 - 4 U 23/18 -, Rn. 4, juris; Beschluss vom 14.02.2018 - 4 U 82/18, juris; OLG Hamm…, Urteil vom 15.12.2017 - 26 U 3/14, juris, Rz. 31 m.w.N.).
Bitte loggen Sie sich ein, um diese Funktion zu nutzen. Falls Sie noch kein Benutzerkonto haben, können Sie sich in weniger als einer Minute eines kostenlos anlegen "Registrieren".