Rechtsprechung
| OVG Sachsen, 30.09.2014 - 5 A 588/13 |
Volltextveröffentlichungen (2)
- Justiz Sachsen
VwGO § 124 Abs. 2 Nr. 1 VWGO § 124 Abs. 2 Nr. 3 SächsKAG § 17 Abs. 1 S. 1 AO § 42
Zulassung der Berufung (abgelehnt), Hinterliegergrundstück, Vorteil, Vereinigungsbaulast, abgabenrechtlicher Grundstücksbegriff, Missbrauch rechtlicher Gestaltungsmöglichkeiten - juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Verfahrensgang
- VG Dresden, 16.07.2013 - 2 K 509/11
- OVG Sachsen, 30.09.2014 - 5 A 588/13
Wird zitiert von ... (7) Zitiert selbst (15)
- OVG Nordrhein-Westfalen, 02.03.2004 - 15 A 1151/02
Entwässerungsanschluss eines Hinterliegergrundstücks
Auszug aus OVG Sachsen, 30.09.2014 - 5 A 588/13
Das Verwaltungsgericht ist zutreffend davon ausgegangen, dass die Möglichkeit der Inanspruchnahme der Abwasseranlage nur dann besteht, wenn die Inanspruchnahme der Anlage nur noch vom Willen des Grundstückseigentümers abhängt (allgemeine Auffassung;… vgl. z. B. SächsOVG, Urt. v. 17. Juli 2013 - 5 A 150/11 -, juris Rn. 49; für das jeweilige Landesrecht OVG NRW, Urt. v. 2. März 2004, NVwZ-RR 2004, 679, 680;… VGH BW, Urt. v. 27. Juni 2002, NVwZ-RR 2003, 455;… für das Erschließungsbeitragsrecht BVerwG, Urt. v. 28. März 2007, BVerwGE 128, 246 Rn. 11).Gehören Vorderlieger- und Hinterliegergrundstücke verschiedenen Eigentümern, muss das Anschlussrecht dauerhaft grundbuchrechtlich (dinglich) gesichert sein; bloß schuldrechtliche Vereinbarungen genügen nicht (…vgl. SächsOVG, Beschl. v. 7. September 2010 - 5 B 66/10 -, juris Rn. 8; für das dortige Landesrecht OVG NRW, Urt. v. 2. März 2004, NVwZ-RR 2004, 679, 680;… VGH BW, Urt. v. 27. Juni 2002, NVwZ-RR 2003, 455).
Sie begründen allein Rechte der Bauaufsichtsbehörden, die übernommene Verpflichtung im Wege der bauaufsichtlichen Verfügung durchzusetzen (…BGH, Urt. v. 19. April 1985, BGHZ 94, 160, 165; OVG NRW, Urt. v. 2. März 2004, NVwZ-RR 2004, 679, 680 m. w. N.).
- OVG Sachsen, 16.04.2008 - 5 B 49/07
Industrie- und Handelskammer; Pflichtmitgliedschaft; Rechtsanwalt; …
Auszug aus OVG Sachsen, 30.09.2014 - 5 A 588/13
Rn. 6 Ernstliche Zweifel an der Richtigkeit der verwaltungsgerichtlichen Entscheidung bestehen dann, wenn der Antragsteller des Zulassungsverfahrens einen tragenden Rechtssatz oder eine erhebliche Tatsachenfeststellung des Verwaltungsgerichts mit schlüssigen Gegenargumenten so in Frage stellt, dass der Ausgang des Berufungsverfahrens ungewiss erscheint (SächsOVG, Beschl. v. 16. April 2008, SächsVBl. 2008, 191, 192; st. Rspr.).Rn. 12 Grundsätzliche Bedeutung hat eine Rechtssache dann, wenn mit ihr eine grundsätzliche, bisher höchstrichterlich oder obergerichtlich nicht beantwortete Rechtsfrage oder eine im Bereich der Tatsachenfeststellung bisher obergerichtlich nicht geklärte Frage von allgemeiner Bedeutung aufgeworfen wird, die sich in dem erstrebten Berufungsverfahren stellen würde und im Interesse der Einheitlichkeit der Rechtsprechung oder der Fortbildung des Rechts berufungsgerichtlicher Klärung bedarf (SächsOVG, Beschl. v. 16. April 2008, SächsVBl. 2008, 191, 194; st. Rspr.).
- VGH Baden-Württemberg, 27.06.2002 - 2 S 807/01
Hinterliegergrundstück-dauerhafte Vorteilssicherung;Herstellung der …
Auszug aus OVG Sachsen, 30.09.2014 - 5 A 588/13
Das Verwaltungsgericht ist zutreffend davon ausgegangen, dass die Möglichkeit der Inanspruchnahme der Abwasseranlage nur dann besteht, wenn die Inanspruchnahme der Anlage nur noch vom Willen des Grundstückseigentümers abhängt (allgemeine Auffassung;… vgl. z. B. SächsOVG, Urt. v. 17. Juli 2013 - 5 A 150/11 -, juris Rn. 49;… für das jeweilige Landesrecht OVG NRW, Urt. v. 2. März 2004, NVwZ-RR 2004, 679, 680; VGH BW, Urt. v. 27. Juni 2002, NVwZ-RR 2003, 455;… für das Erschließungsbeitragsrecht BVerwG, Urt. v. 28. März 2007, BVerwGE 128, 246 Rn. 11).Gehören Vorderlieger- und Hinterliegergrundstücke verschiedenen Eigentümern, muss das Anschlussrecht dauerhaft grundbuchrechtlich (dinglich) gesichert sein; bloß schuldrechtliche Vereinbarungen genügen nicht (…vgl. SächsOVG, Beschl. v. 7. September 2010 - 5 B 66/10 -, juris Rn. 8;… für das dortige Landesrecht OVG NRW, Urt. v. 2. März 2004, NVwZ-RR 2004, 679, 680; VGH BW, Urt. v. 27. Juni 2002, NVwZ-RR 2003, 455).
- OVG Sachsen, 31.03.2014 - 5 A 124/13
Änderungen eines Kommunalabgabenbescheids außerhalb des Widerspruchsverfahrens …
Auszug aus OVG Sachsen, 30.09.2014 - 5 A 588/13
Es ist in der Rechtsprechung des Senats geklärt, dass der Beitragserhebung grundsätzlich das Grundstück im bürgerlich-rechtlichen Sinn, das Buchgrundstück, zugrunde zu legen ist (vgl. § 17 Abs. 1 Satz 1 SächsKAG; SächsOVG, Urt. v. 31. März 2014 - 5 A 124/13 - Rn. 39 [juris Rn. 46];… Urt. v. 3. September 2008, SächsVBl. 2009, 40, 41 f.;… Urt. v. 12. August 2007, LKV 2009, 79, 80).Ein Ausnahme bildet nur der Fall der - hier nicht vorliegenden - wirtschaftlichen Einheit, wenn ein Buchgrundstück allein nicht bebaut werden kann, zusammen mit einem oder mehreren anderen Grundstücken desselben Eigentümers aber baulich genutzt werden darf (SächsOVG, Urt. v. 31. März 2014 a. a. O.;… BVerwG, Urt. v. 12. Dezember 1996, Buchholz 406.11 § 131 BBauG Nr. 69 = NVwZ 1987, 420).
- BVerwG, 14.02.1991 - 4 C 51.87
Bauplanungsrecht: Bauplanungsrechtliche Hindernisse für Grundstücksteilung, …
Auszug aus OVG Sachsen, 30.09.2014 - 5 A 588/13
Dieser abgabenrechtliche Grundstücksbegriff kann durch Baulasten nicht verändert werden (vgl. zur Unabänderbarkeit des bauplanungsrechtlichen Grundstücksbegriffs durch Baulasten BVerwG, Urt. v. 14. Februar 1991, BVerwGE 88, 24, 29 f.). - BGH, 19.04.1985 - V ZR 152/83
Baulast als Rechtsgrund für die Nutzung eines Grundstücks; Voraussetzungen der …
Auszug aus OVG Sachsen, 30.09.2014 - 5 A 588/13
Sie begründen allein Rechte der Bauaufsichtsbehörden, die übernommene Verpflichtung im Wege der bauaufsichtlichen Verfügung durchzusetzen (BGH, Urt. v. 19. April 1985, BGHZ 94, 160, 165;… OVG NRW, Urt. v. 2. März 2004, NVwZ-RR 2004, 679, 680 m. w. N.). - BFH, 19.08.1999 - I R 77/96
Gestaltungsmißbrauch beim Schütt-aus-Hol-zurück-Verfahren
Auszug aus OVG Sachsen, 30.09.2014 - 5 A 588/13
Ein Missbrauch von rechtlichen Gestaltungsmöglichkeiten in diesem Sinne liegt nach ständiger Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs, der der Senat folgt, vor, wenn eine rechtliche Gestaltung gewählt wird, die zur Erreichung des erstrebten wirtschaftlichen Ziels unangemessen ist, der Abgabenminderung dienen soll und durch wirtschaftliche oder sonst beachtliche außerabgabenrechtliche Gründe nicht zu rechtfertigen ist (vgl. z. B. BFH, Urt. v. 19. August 1999, BFHE 189, 342). - BVerwG, 28.03.2007 - 9 C 4.06
Erschließungsbeitrag; Hinterliegergrundstück; Vorderliegergrundstück; …
Auszug aus OVG Sachsen, 30.09.2014 - 5 A 588/13
Das Verwaltungsgericht ist zutreffend davon ausgegangen, dass die Möglichkeit der Inanspruchnahme der Abwasseranlage nur dann besteht, wenn die Inanspruchnahme der Anlage nur noch vom Willen des Grundstückseigentümers abhängt (allgemeine Auffassung;… vgl. z. B. SächsOVG, Urt. v. 17. Juli 2013 - 5 A 150/11 -, juris Rn. 49;… für das jeweilige Landesrecht OVG NRW, Urt. v. 2. März 2004, NVwZ-RR 2004, 679, 680;… VGH BW, Urt. v. 27. Juni 2002, NVwZ-RR 2003, 455; für das Erschließungsbeitragsrecht BVerwG, Urt. v. 28. März 2007, BVerwGE 128, 246 Rn. 11). - BVerwG, 12.12.1986 - 8 C 9.86
Verteilung des umlagefähigen Erschließungsaufwands grundsätzlich in Orientierung …
Auszug aus OVG Sachsen, 30.09.2014 - 5 A 588/13
Ein Ausnahme bildet nur der Fall der - hier nicht vorliegenden - wirtschaftlichen Einheit, wenn ein Buchgrundstück allein nicht bebaut werden kann, zusammen mit einem oder mehreren anderen Grundstücken desselben Eigentümers aber baulich genutzt werden darf (…SächsOVG, Urt. v. 31. März 2014 a. a. O.; BVerwG, Urt. v. 12. Dezember 1996, Buchholz 406.11 § 131 BBauG Nr. 69 = NVwZ 1987, 420). - BVerwG, 16.11.2004 - 4 B 71.04
Methodik der Ermittlung der Bodenwerterhöhung nach Durchführung städtebaulicher …
Auszug aus OVG Sachsen, 30.09.2014 - 5 A 588/13
Nicht klärungsbedürftig ist eine Rechtssache, wenn sich die aufgeworfene Rechtsfrage auf Grundlage der vorhandenen Rechtsprechung und mit Hilfe der üblichen Regeln sachgerechter Gesetzesinterpretation ohne weiteres beantworten lässt (BVerwG, Beschl. v. 16. November 2004, NVwZ 2005, 449, 450; SächsOVG, Beschl. v. 14. Oktober 2013 - 5 A 87/11 -, juris). - OVG Sachsen, 12.07.2007 - 5 B 566/05
Abgabenrecht; Abwasserbeitrag; Bestimmtheit; Buchgrundstück; …
- OVG Sachsen, 03.09.2008 - 5 A 348/08
Insolvenzverwalter; Bestimmtheit; wirtschaftliche Einheit; …
- OVG Sachsen, 17.07.2013 - 5 A 150/11
Gerechte Verteilung der Beitragslast aufgrund des Nutzflächenmaßstabs bei …
- OVG Sachsen, 14.10.2013 - 5 A 87/11
Zulassung der Berufung (abgelehnt), Teilbeiträge, Schmutzwasserentsorgung, …
- OVG Sachsen, 07.09.2010 - 5 B 66/10
Abwasserbeitrag, Hinterliegergrundstück, Baulast
- OVG Sachsen, 29.05.2015 - 5 A 41/13
Selbstverwaltungsangelegenheit; eigener Wirkungskreis; weisungsfreie …
9 Ernstliche Zweifel an der Richtigkeit der verwaltungsgerichtlichen Entscheidung bestehen dann, wenn der Antragsteller des Zulassungsverfahrens einen tragenden Rechtssatz oder eine erhebliche Tatsachenfeststellung des Verwaltungsgerichts mit schlüssigen Gegenargumenten so infrage stellt, dass der Ausgang des Berufungsverfahrens offen erscheint (SächsOVG, Beschl. v. 30. September 2014 - 5 A 588/13 -, juris; st. Rspr.). - OVG Sachsen, 28.08.2018 - 4 A 1133/17
Anschluss; Hinterlieger; Abwasser; Beurteilungszeitpunkt; Wegerecht; Satzung; …
Die sich daran anschließende private Grundstücksentwässerungsanlage (vgl. § 2 Abs. 3 AbwS n. F.) ist vom Anschlusspflichtigen zu errichten und zu betreiben; es obliegt deshalb auch ihm, erforderlichenfalls die dafür notwendigen rechtlichen Voraussetzungen zu schaffen (Eintragung eines dinglichen Leitungsrechts im Grundbuch, vgl. SächsOVG, Beschl. v. 30. September 2014 - 5 A 588/13 -, juris Rn. 8; Geltendmachung eines zivilrechtlichen Not[wege]rechts; Erwirken einer Duldungsverfügung gegen den Vorderlieger nach §§ 92, 93 WHG i. V. m. §§ 95 ff SächsWG; vgl. BayVGH, Beschl. v. 28. August 2008 - 4 ZB 08.1071 -, juris Rn. 9, 10; VG Augsburg, Urt. v. 3. Juli 2007 - Au 1 K 04.1486 -, juris Rn. 32; VG Bayreuth, Urt. v. 25. Mai 2016 - B 4 K 15.41 -, juris Rn. 20, 22; Senatbeschl. - OVG Sachsen, 06.03.2015 - 5 A 119/12
Erledigung, Überholung eines Bescheids, Neuregelung, Ablösung, …
Rn. 6 Ernstliche Zweifel an der Richtigkeit der verwaltungsgerichtlichen Entscheidung bestehen dann, wenn der Antragsteller des Zulassungsverfahrens einen tragenden Rechtssatz oder eine erhebliche Tatsachenfeststellung des Verwaltungsgerichts mit schlüssigen Gegenargumenten so in Frage stellt, dass der Ausgang des Berufungsverfahrens offen erscheint (SächsOVG, Beschl. v. 30. September 2014 - 5 A 588/13 -, juris; st. Rspr.).
- OVG Sachsen, 20.07.2015 - 5 A 206/14
Antrag auf Zulassung der Berufung (abgelehnt) Kleineinleiterabgabe ; Bescheid …
Rn. 8 Ernstliche Zweifel an der Richtigkeit der verwaltungsgerichtlichen Entscheidung bestehen dann, wenn der Antragsteller des Zulassungsverfahrens einen tragenden Rechtssatz oder eine erhebliche Tatsachenfeststellung des Verwaltungsgerichts mit schlüssigen Gegenargumenten so infrage stellt, dass der Ausgang des Berufungsverfahrens offen erscheint (SächsOVG, Beschl. v. 30. September 2014 - 5 A 588/13 -, juris; st. Rspr.). - OVG Sachsen, 15.06.2015 - 5 A 56/14
Prozesskostenhilfe, Wiedereröffnung der mündlichen Verhandlung, Wiederaufgreifen, …
Ernstliche Zweifel an der Richtigkeit der verwaltungsgerichtlichen Entscheidung 17 bestehen dann, wenn der Antragsteller des Zulassungsverfahrens einen tragenden Rechtssatz oder eine erhebliche Tatsachenfeststellung des Verwaltungsgerichts mit schlüssigen Gegenargumenten so infrage stellt, dass der Ausgang des Berufungsverfahrens offen erscheint (SächsOVG, Beschl. v. 30. September 2014 - 5 A 588/13 -, juris; st. Rspr.). - OVG Sachsen, 06.05.2015 - 5 A 35/13
Antrag auf Zulassung der Berufung (abgelehnt); Schmutzwasserbeitrag; privater …
Rn. 9 Ernstliche Zweifel an der Richtigkeit der verwaltungsgerichtlichen Entscheidung bestehen dann, wenn der Antragsteller des Zulassungsverfahrens einen tragenden Rechtssatz oder eine erhebliche Tatsachenfeststellung des Verwaltungsgerichts mit schlüssigen Gegenargumenten so infrage stellt, dass der Ausgang des Berufungsverfahrens offen erscheint (SächsOVG, Beschl. v. 30. September 2014 - 5 A 588/13 -, juris; st. Rspr.). - OVG Sachsen, 13.11.2014 - 5 A 195/14
Antrag auf Zulassung der Berufung (abgelehnt), Zustellung, GbR in Liquidation, …
Rn. 5 Ernstliche Zweifel an der Richtigkeit der verwaltungsgerichtlichen Entscheidung bestehen dann, wenn der Antragsteller des Zulassungsverfahrens einen tragenden Rechtssatz oder eine erhebliche Tatsachenfeststellung des Verwaltungsgerichts mit schlüssigen Gegenargumenten so in Frage stellt, dass der Ausgang des Berufungsverfahrens offen erscheint (SächsOVG, Beschl. v. 30. September 2014 - 5 A 588/13 -, juris; st. Rspr.).
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