Rechtsprechung
| BVerwG, 30.03.1978 - 5 C 21.77 |
Volltextveröffentlichungen (2)
- Wolters Kluwer
Versäumung der Revisionsbegründungsfrist wegen Nichteintragung der Frist - Fristenregelungen durch gut ausgebildetes und sorgfältig überwachtes Büropersonal - Gewährung von Kriegsgefangenenentschädigung nach dem Kriegsgefangenenentschädigungsgesetz
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Verfahrensgang
- VG Ansbach, 28.10.1976 - 8087 - IV/75
- BVerwG, 30.03.1978 - 5 C 21.77
Wird zitiert von ... (11) Zitiert selbst (5)
- BGH, 12.02.1965 - IV ZR 231/63
Wiedereinsetzung in den vorigen Stand
Auszug aus BVerwG, 30.03.1978 - 5 C 21.77
Zwar kann ein Prozeßbevollmächtigter die Berechnung der üblichen Fristen in Rechtsmittelsachen, die in seiner Praxis häufig vorkommen und deren Berechnung keine rechtlichen Schwierigkeiten macht, gut ausgebildetem und sorgfältig überwachtem Büropersonal überlassen (BVerwGE 27, 36; BGHZ 43, 148). - BVerwG, 28.04.1967 - IV C 100.66
Rechtsmittelfrist als eine für die gerichtliche Überprüfung besonders wichtige …
Auszug aus BVerwG, 30.03.1978 - 5 C 21.77
Zwar kann ein Prozeßbevollmächtigter die Berechnung der üblichen Fristen in Rechtsmittelsachen, die in seiner Praxis häufig vorkommen und deren Berechnung keine rechtlichen Schwierigkeiten macht, gut ausgebildetem und sorgfältig überwachtem Büropersonal überlassen (BVerwGE 27, 36; BGHZ 43, 148). - BGH, 26.03.1974 - III ZR 17/74
Rechtsanwalt - Sorgfaltspflicht - Baulandsachen - Amtszustellung
Auszug aus BVerwG, 30.03.1978 - 5 C 21.77
Die Prozeßbevollmächtigten der Klägerin durften ihr deshalb nicht ohne besondere Belehrung die Feststellung, ob und welche Rechtsmittelbegründungsfristen in Verfahren der vorliegenden Art zu beachten waren, zur selbständigen Bearbeitung überlassen (vgl. auch BGH, Beschluß vom 26. März 1974 - III ZR 17/74 [NJW 1974, 993] für das Verfahren in Baulandsachen). - BVerwG, 18.03.1959 - V B 219.58
Rechtsmittel
Auszug aus BVerwG, 30.03.1978 - 5 C 21.77
Es bedarf keiner Klärung in dem vorliegenden Rechtsstreit, ob diese Vorschrift auch für das verwaltungsgerichtliche Verfahren gilt oder ob hier nicht die für den Betroffenen günstigere Regelung des § 60 Abs. 1 VwGO Anwendung findet, wonach es darauf ankommt, ob die Fristversäumnis unverschuldet war (ebenso Beschlüsse vom 18. März 1959 - BVerwG 5 B 219.58 - und 7. April 1959 - BVerwG 5 C 63.59 -). - BVerwG, 07.04.1959 - V C 63.59
Rechtsmittel
Auszug aus BVerwG, 30.03.1978 - 5 C 21.77
Es bedarf keiner Klärung in dem vorliegenden Rechtsstreit, ob diese Vorschrift auch für das verwaltungsgerichtliche Verfahren gilt oder ob hier nicht die für den Betroffenen günstigere Regelung des § 60 Abs. 1 VwGO Anwendung findet, wonach es darauf ankommt, ob die Fristversäumnis unverschuldet war (ebenso Beschlüsse vom 18. März 1959 - BVerwG 5 B 219.58 - und 7. April 1959 - BVerwG 5 C 63.59 -).
- OVG Thüringen, 30.07.2013 - 4 ZKO 296/13
Zu den Anforderungen an die Überwachung einer Rechtsmittelgründungsfrist durch …
Nur die Notierung und Überwachung einfacher und geläufiger Rechtsmittelfristen darf ein Rechtsanwalt gut geschultem Personal überlassen (vgl. BVerwG, Beschlüsse vom 9. September 1968 - III C 207/67 - VerwRspr 20, 375, vom 30. März 1978 - 5 C 21.77 - Buchholz 310 § 60 VwGO Nr. 101, vom 5. März 1982 - 8 C 159/81 - juris, vom 14. Februar 1992 - 8 B 121/91 - Buchholz 310 § 60 VwGO Nr. 176, vom 4. August 2000 - 3 B 75.00 - Buchholz 310 § 60 VwGO Nr. 235 und vom 11. Januar 2012 - 9 B 55.11 - Buchholz 310 § 60 Nr. 269).Dazu gehört die Frist zur Begründung eines Rechtsmittels nicht (vgl. BVerwG, Beschlüsse vom 9. September 1968 - III C 207/67 - a. a. O., vom 30. März 1978 - 5 C 21.77 - a. a. O., vom 5. März 1982 - 8 C 159/81 - a. a. O., vom 14. Februar 1992 - 8 B 121/91 - a. a. O., vom 12. September 1997 - 3 B 140/97 - Buchholz 310 § 60 Nr. 215 und vom 11. Januar 2012 - 9 B 55.11 - Buchholz 310 § 60 Nr. 269).
Etwas anderes gilt nur dann, wenn dargetan und glaubhaft gemacht ist, dass in der Rechtsanwaltspraxis des Prozessbevollmächtigten häufig Anträge auf Zulassung der Berufung gegen ein verwaltungsgerichtliches Urteil zu begründen sind und dass das Personal deswegen mit den Besonderheiten der Fristberechnung vertraut ist (vgl. BVerwG, Beschlüsse vom 9. September 1968 - III C 207/67 - a. a. O., vom 30. März 1978 - 5 C 21.77 - a. a. O., vom 10. Dezember 1991 - 5 B 125/91 - und vom 12. September 1997 - 3 B 140/97 -).
Rn. 14 (b) Auch dann, wenn zu Gunsten der Klägerin unterstellt wird, dass durch die Rechtsanwaltskanzlei ihrer Prozessbevollmächtigten in einer Häufigkeit und Regelmäßigkeit Anträge auf Zulassung der Berufung gegen verwaltungsgerichtliche Urteile zu stellen und zu begründen sind, die eine Übertragung der Berechnung, Notierung und Überwachung dieser Fristen auf Mitarbeiter grundsätzlich erlauben, ist von den Prozessbevollmächtigten nicht dargetan und glaubhaft gemacht, dass insbesondere die hier mit der Eintragung und Überwachung der Frist betraute Mitarbeiterin in einer Weise über Beginn, Lauf und Ende der Frist zur Begründung des Zulassungsantrages belehrt worden ist, die eine selbständige Errechnung, Eintragung und Überwachung dieser Frist erlaubt hätte (vgl. zu diesen besonderen Anforderungen: BVerwG, Beschlüsse vom 30. März 1978 - 5 C 21.77 - a. a. O. S. 37…, vom 5. März 1982 - 8 C 159/81 -, vom 14. Februar 1992 - 8 B 121/91 - a. a. O. und vom 12. September 1997 - 3 B 140/97 - Buchholz 310 § 60 ).
- BVerwG, 26.06.1986 - 3 C 46.84
Wiedereinsetzungsantrag - Erfolglosigkeit - Begründungsfrist - Versäumung - …
Dies gilt insbesondere für die Revisionsbegründungsfrist, da diese wegen ihrer Besonderheiten gesteigerter Aufmerksamkeit bedarf (vgl. die Beschlüsse des Bundesverwaltungsgerichts vom 30. März 1978 - BVerwG 5 C 21.77 - in Buchholz 310 § 60 Nr. 101 sowie vom 5. März 1982 - BVerwG 8 C 159.81 - in Buchholz 310 § 60 Nr. 122). - BVerwG, 10.12.1991 - 5 B 125.91
Beschwerdebegründungsfrist - Büropersonal
Zu den Fristen, deren Feststellung und Berechnung gut ausgebildetem und sorgfältig überwachtem Büropersonal überlassen werden darf, gehört im allgemeinen auch nicht die Beschwerdebegründungsfrist nach § 133 Abs. 3 VwGO in der ab 1. Januar 1991 geltenden Fassung (im Anschluß an den Beschluß vom 30. März 1978 - BVerwG 5 C 21.77 - ).Zu diesen Fristen gehört im allgemeinen nicht die im Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht zu beachtende Rechtsmittelbegründungsfrist, wie der Senat bereits in seinem Beschluß vom 30. März 1978 - BVerwG 5 C 21.77 - (Buchholz 310 § 60 VwGO Nr. 101) im einzelnen ausgeführt hat.
- BVerwG, 14.02.1992 - 8 B 121.91
Zurechnung des Verschuldens eines Prozessvertreters
Zu diesen Fristen gehören aber im allgemeinen nicht die im Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht zu beachtenden Rechtsmittelbegründungsfristen (vgl. Beschlüsse vom 30. März 1978 - BVerwG 5 C 21.77 - Buchholz 310 § 60 VwGO Nr. 101 und vom 5. März 1982 - BVerwG 8 C 159.81 - Buchholz 310 § 60 VwGO Nr. 122 S. 6/7). - BVerwG, 01.06.1979 - 2 C 50.78
Sorgfaltspflicht bei Auswahl und Überwachung der mit der Führung des Terminbuchs …
Der Senat setzt sich damit nicht in Widerspruch zu der Entscheidung des 5. Senats des Bundesverwaltungsgerichts vom 30. März 1978 - BVerwG 5 C 21.77 - (Buchholz 310 § 60 VwGO Nr. 101). - BVerwG, 14.01.1992 - 9 C 47.91
Versäumung der Revisionsbegründungsfrist - Antrag auf Wiedereinsetzung in den …
Zu diesen Fristen gehört jedoch im allgemeinen nicht die im Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht zu beachtende Rechtsmittelbegründungsfrist (BVerwG, Beschlüsse vom 30. März 1978 - BVerwG 5 C 21.77 - Buchholz 310 § 60 VwGO Nr. 101, vom 5. März 1982 - BVerwG 8 C 159.81 - Buchholz 310 § 60 VwGO Nr. 122 und vom 26. März 1984 - BVerwG 8 C 36.84 - Buchholz § 60 VwGO Nr. 138). - BVerwG, 10.08.1993 - 8 C 10.91
Wiedereinsetzung in den vorigen Stand wegen schuldloser Versäumung der …
Nach der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts trifft den bevollmächtigten Rechtsanwalt bei der Überprüfung und Kontrolle der Revisionsbegründungsfrist eine gesteigerte Sorgfaltspflicht (vgl. Beschlüsse vom 30. März 1978 - BVerwG 5 C 21.77 - Buchholz 310 § 60 VwGO Nr. 101 S. 36 f., vom 5. März 1982 - BVerwG 8 C 159.81 - Buchholz 310 § 60 VwGO Nr. 122 S. 6 f., vom 8. April 1991, a.a.O. und vom 10. Dezember 1991 - BVerwG 5 B 125.91 - Buchholz 310 § 60 VwGO Nr. 174 S. 44 ). - BVerwG, 12.03.1993 - 7 B 124.92
Verspätet begründete Nichtzulassungsbeschwerde - Berechnung einfacher und …
Zu diesen Fristen gehört jedoch, wie das Bundesverwaltungsgericht bereits in seinem Beschluß vom 10. Dezember 1991 - BVerwG 5 B 125.91 - (Buchholz 310 § 60 VwGO Nr. 174) im Anschluß an frühere Entscheidungen zur Revisionsbegründungsfrist nach § 139 VwGO (Beschlüsse vom 9. September 1968 - BVerwG 3 C 207.67 -, vom 30. März 1978 - BVerwG 5 C 21.77 -, vom 5. März 1982 - BVerwG 8 C 159.81 - und vom 26. März 1984 - BVerwG 8 C 36.84 - Buchholz 310 § 60 VwGO Nrn. 49, 101, 122 und 138) ausgeführt hat, nicht ohne weiteres die Frist für die Begründung einer Nichtzulassungsbeschwerde nach § 133 Abs. 3 Satz 1 VwGO. - BVerwG, 08.11.1983 - 9 C 86.83
Antrag auf Asyl - Gefahr einer politischen Verfolgung - Pakistanischer …
Denn spätestens bei Abfassung der Revisionsbegründungsschrift, die das Datum vom 26. April 1983 trägt, hätte der Prozeßbevollmächtigte des Klägers angesichts der an seine Sorgfaltspflicht als Prozeßbevollmächtigter in einem Revisionsverfahren gestellten gesteigerten Anforderungen wissen müssen, daß die Revisionsbegründungsfrist bereits mit Ablauf des 11. April 1983 verstrichen war (vgl. BVerwG, Urteile vom 30. März 1978 - BVerwG 5 C 21.77 - Buchholz 310 § 60 VwGO Nr. 101 …und vom 13. Dezember 1979 - BVerwG 7 C 24.79 - a.a.O. Nr. 112; Beschlüsse vom 1. Juni 1979 - BVerwG 2 C 50.78 - Buchholz 310 § 60 VwGO Nr. 107 …und vom 5. März 1982 - BVerwG 8 C 159.81 - a.a.O. Nr. 122). - BVerwG, 09.11.1981 - 2 B 120.81
Wiedereinsetzung in den vorigen Stand - Zulässigkeit und Begründetheit einer …
Der Eingangsstempel "24. Juni 1981" auf der ersten Seite der zugestellten Urteilsausfertigung steht im Widerspruch zu dem dort ebenfalls notierten "Fristende für die Einlegung der Beschwerde gegen die Nichtzulassung der Revision am 23. Juli 1981" und entbehrt schon deshalb der erforderlichen Beweiskraft, zumal davon auszugehen ist, daß ein Anwalt die routinemäßige Berechnung und Kontrolle der in seinem Büro gängigen Fristen nur einer als zuverlässig bekannten und sorgfältig beaufsichtigten Kanzleikraft überläßt (vgl. u.a. BVerwGE 27, 36, Urteil vom 13. Dezember 1979 - BVerwG 7 C 24.70 - [Buchholz 310 § 60 VwGO Nr. 112] sowie Beschluß vom 30. März 1978 - BVerwG 5 C 21.77 - [Buchholz 310 § 60 VwGO Nr. 101]). - BVerwG, 01.10.1980 - 4 B 165.80
Anforderungen an die Darlegung bei einer Nichtzulassungsbeschwerde - …
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