Rechtsprechung
| VG Stade, 13.10.2014 - 6 B 1462/14 |
Volltextveröffentlichungen (3)
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- Entscheidungsdatenbank Niedersachsen
§ 9 Abs. 1 S. 1 GlüStV; § 22 Abs. 1 NGlüSpG; § 22 Abs. 2 NGlüSpG
Rechtmäßigkeit der Verhängung eines Zwangsgeldes sowie der Sicherstellung der für die Sportwettvermittlung bzw. -veranstaltung nutzbaren Sportwettgeräte - juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse
- Wolters Kluwer(Abodienst, Leitsatz/Tenor frei) (Leitsatz)
Rechtmäßigkeit der Verhängung eines Zwangsgeldes sowie der Sicherstellung der für die Sportwettvermittlung bzw. -veranstaltung nutzbaren Sportwettgeräte
Wird zitiert von ... (8) Zitiert selbst (11)
- OVG Niedersachsen, 21.06.2011 - 11 LC 348/10
Vereinbarkeit des staatlichen Sportwettenmonopols mit Unions- und …
Auszug aus VG Stade, 13.10.2014 - 6 B 1462/14
Rn. 24 Staatliche Maßnahmen, die die Ausübung der Dienstleistungsfreiheit beschränken, müssen die folgenden Voraussetzungen erfüllen, um mit Unionsrecht in Einklang zu stehen: Sie müssen mit dem Diskriminierungsverbot vereinbar, nach Art. 62 i.V.m. Art. 51 AEUV (Ausübung öffentlicher Gewalt), Art. 52 AEUV (öffentliche Ordnung, Sicherheit, Gesundheit) oder aus zwingenden Gründen des Allgemeininteresses gerechtfertigt und geeignet sein, die Verwirklichung des mit ihnen verfolgten Zieles zu gewährleisten; ferner dürfen sie nicht über das hinausgehen, was zur Erreichung dieses Zieles erforderlich ist (vgl. EuGH, Urteil vom 08.09.2009 - C-42/07 -, NJW 2009, 3221 = DVBl 2009, 1371 = juris; EuGH, Urteil vom 06.11.2003 - C-243/01 -, NJW 2004, 139 = DVBl 2004, 300 = juris; EuGH, Urteil vom 21.10.1999 - C-67/98 -, juris; BVerwG, Urteil vom 01.06.2011 - 8 C 2/10 -, NVwZ 2011, 1328 = juris; BVerwG, Urteil vom 24.11.2010 - 8 C 14/09 -, BVerwGE 138, 201 = NVwZ 2011, 554 = juris; Niedersächsisches OVG, Urteil vom 21.06.2011 - 11 LC 348/10 -, juris).Die Belange der Suchtbekämpfung (§ 1 Nr. 1 GlüStV) und des Jugend- und Spielerschutzes (§ 1 Nr. 3 GlüStV) sind ebenso wie die Begrenzung des Glücksspielangebots, die Lenkung der Wettleidenschaft (§ 1 Nr. 2 GlüStV) und das Anliegen der Kriminalitätsbekämpfung durch Betrugsvorbeugung (§ 1 Nr. 4 GlüStV) zwingende Gründe des Allgemeininteresses, die eine Einschränkung der Dienstleistungsfreiheit rechtfertigen können (vgl. BVerwG…, Urteil vom 24.11.2010, a. a. O.; Niedersächsisches OVG, Urteil vom 21.06.2011, a. a. O.).
Das Verbot ist zur Erreichung dieser Zwecke geeignet und auch erforderlich (vgl. zum generellen Verbot von Live-Wetten: Niedersächsisches OVG, Urteil vom 21.06.2011, a. a. O.).
Dass solche Gegenstände oder Räume ggf. auch zu legalen Zwecken genutzt werden können, steht der Sicherstellung bzw. Versiegelung insbesondere bei einem beharrlichen Verstoß weder grundsätzlich entgegen noch ist eine solche Maßnahme unverhältnismäßig (vgl. Niedersächsisches OVG, Urteil vom 21.06.2011, a. a. O.).
- EuGH, 08.09.2009 - C-42/07
Beschränkung der Dienstleistungsfreiheit durch Internetglücksspiel-Verbote
Auszug aus VG Stade, 13.10.2014 - 6 B 1462/14
Rn. 24 Staatliche Maßnahmen, die die Ausübung der Dienstleistungsfreiheit beschränken, müssen die folgenden Voraussetzungen erfüllen, um mit Unionsrecht in Einklang zu stehen: Sie müssen mit dem Diskriminierungsverbot vereinbar, nach Art. 62 i.V.m. Art. 51 AEUV (Ausübung öffentlicher Gewalt), Art. 52 AEUV (öffentliche Ordnung, Sicherheit, Gesundheit) oder aus zwingenden Gründen des Allgemeininteresses gerechtfertigt und geeignet sein, die Verwirklichung des mit ihnen verfolgten Zieles zu gewährleisten; ferner dürfen sie nicht über das hinausgehen, was zur Erreichung dieses Zieles erforderlich ist (vgl. EuGH, Urteil vom 08.09.2009 - C-42/07 -, NJW 2009, 3221 = DVBl 2009, 1371 = juris; EuGH, Urteil vom 06.11.2003 - C-243/01 -, NJW 2004, 139 = DVBl 2004, 300 = juris; EuGH, Urteil vom 21.10.1999 - C-67/98 -, juris; BVerwG, Urteil vom 01.06.2011 - 8 C 2/10 -, NVwZ 2011, 1328 = juris; BVerwG, Urteil vom 24.11.2010 - 8 C 14/09 -, BVerwGE 138, 201 = NVwZ 2011, 554 = juris; Niedersächsisches OVG, Urteil vom 21.06.2011 - 11 LC 348/10 -, juris).Die Verhältnismäßigkeit der erlassenen Maßnahme ist allein im Hinblick auf das national angestrebte Schutzniveau und die verfolgten Ziele zu beurteilen (vgl. EuGH, Urteil vom 08.09.2009, a. a. O.; EuGH…, Urteil vom 21.10.1999, a. a. O.; BVerwG…, Urteil vom 01.06.2011, a. a. O.; BVerwG…, Urteil vom 24.11.2010, a. a. O.).
Rn. 28 Beschränkungen der Spieltätigkeiten können durch zwingende Gründe des Allgemeininteresses wie den Verbraucherschutz, die Betrugsvorbeugung, die Vermeidung von Anreizen für die Bürger zu überhöhten Ausgaben für das Spielen und die Verhütung von Störungen der sozialen Ordnung im Allgemeinen gerechtfertigt sein (vgl. EuGH, Urteil vom 12.06.2014 - C-156/13 -, NVwZ 2014, 1001 = juris; EuGH, Urteil vom 08.09.2009, a. a. O.; EuGH, Urteil vom 06.03.2007 - C-338/04 -, NJW 2007, 1515 = NVwZ 2007, 675 = juris; EuGH…, Urteil vom 06.11.2003, a. a. O.).
- BVerwG, 01.06.2011 - 8 C 2.10
Beurteilungszeitpunkt bei Anfechtungsklage; Bundesstaat; Bund und Länder; …
Auszug aus VG Stade, 13.10.2014 - 6 B 1462/14
Rn. 24 Staatliche Maßnahmen, die die Ausübung der Dienstleistungsfreiheit beschränken, müssen die folgenden Voraussetzungen erfüllen, um mit Unionsrecht in Einklang zu stehen: Sie müssen mit dem Diskriminierungsverbot vereinbar, nach Art. 62 i.V.m. Art. 51 AEUV (Ausübung öffentlicher Gewalt), Art. 52 AEUV (öffentliche Ordnung, Sicherheit, Gesundheit) oder aus zwingenden Gründen des Allgemeininteresses gerechtfertigt und geeignet sein, die Verwirklichung des mit ihnen verfolgten Zieles zu gewährleisten; ferner dürfen sie nicht über das hinausgehen, was zur Erreichung dieses Zieles erforderlich ist (vgl. EuGH, Urteil vom 08.09.2009 - C-42/07 -, NJW 2009, 3221 = DVBl 2009, 1371 = juris; EuGH, Urteil vom 06.11.2003 - C-243/01 -, NJW 2004, 139 = DVBl 2004, 300 = juris; EuGH, Urteil vom 21.10.1999 - C-67/98 -, juris; BVerwG, Urteil vom 01.06.2011 - 8 C 2/10 -, NVwZ 2011, 1328 = juris; BVerwG, Urteil vom 24.11.2010 - 8 C 14/09 -, BVerwGE 138, 201 = NVwZ 2011, 554 = juris; Niedersächsisches OVG, Urteil vom 21.06.2011 - 11 LC 348/10 -, juris).Die Verhältnismäßigkeit der erlassenen Maßnahme ist allein im Hinblick auf das national angestrebte Schutzniveau und die verfolgten Ziele zu beurteilen (vgl. EuGH…, Urteil vom 08.09.2009, a. a. O.; EuGH…, Urteil vom 21.10.1999, a. a. O.; BVerwG, Urteil vom 01.06.2011, a. a. O.; BVerwG…, Urteil vom 24.11.2010, a. a. O.).
Zudem darf die in Rede stehende Regelung nicht durch die Politik in anderen Glücksspielsektoren konterkariert werden (vgl. BVerwG, Urteil vom 20.06.2013 - 8 C 39/12 -, juris; BVerwG, Urteil vom 01.06.2011, a. a. O.).
- EuGH, 06.11.2003 - C-243/01
GESETZE, DIE DAS SAMMELN VON WETTEN DEM STAAT ODER SEINEN KONZESSIONÄREN …
Auszug aus VG Stade, 13.10.2014 - 6 B 1462/14
Rn. 24 Staatliche Maßnahmen, die die Ausübung der Dienstleistungsfreiheit beschränken, müssen die folgenden Voraussetzungen erfüllen, um mit Unionsrecht in Einklang zu stehen: Sie müssen mit dem Diskriminierungsverbot vereinbar, nach Art. 62 i.V.m. Art. 51 AEUV (Ausübung öffentlicher Gewalt), Art. 52 AEUV (öffentliche Ordnung, Sicherheit, Gesundheit) oder aus zwingenden Gründen des Allgemeininteresses gerechtfertigt und geeignet sein, die Verwirklichung des mit ihnen verfolgten Zieles zu gewährleisten; ferner dürfen sie nicht über das hinausgehen, was zur Erreichung dieses Zieles erforderlich ist (vgl. EuGH, Urteil vom 08.09.2009 - C-42/07 -, NJW 2009, 3221 = DVBl 2009, 1371 = juris; EuGH, Urteil vom 06.11.2003 - C-243/01 -, NJW 2004, 139 = DVBl 2004, 300 = juris; EuGH, Urteil vom 21.10.1999 - C-67/98 -, juris; BVerwG, Urteil vom 01.06.2011 - 8 C 2/10 -, NVwZ 2011, 1328 = juris; BVerwG, Urteil vom 24.11.2010 - 8 C 14/09 -, BVerwGE 138, 201 = NVwZ 2011, 554 = juris; Niedersächsisches OVG, Urteil vom 21.06.2011 - 11 LC 348/10 -, juris).Rn. 28 Beschränkungen der Spieltätigkeiten können durch zwingende Gründe des Allgemeininteresses wie den Verbraucherschutz, die Betrugsvorbeugung, die Vermeidung von Anreizen für die Bürger zu überhöhten Ausgaben für das Spielen und die Verhütung von Störungen der sozialen Ordnung im Allgemeinen gerechtfertigt sein (vgl. EuGH, Urteil vom 12.06.2014 - C-156/13 -, NVwZ 2014, 1001 = juris; EuGH…, Urteil vom 08.09.2009, a. a. O.; EuGH, Urteil vom 06.03.2007 - C-338/04 -, NJW 2007, 1515 = NVwZ 2007, 675 = juris; EuGH, Urteil vom 06.11.2003, a. a. O.).
- EuGH, 21.10.1999 - C-67/98
Zenatti - "Dienstleistungsfreiheit - Annahme von Wetten"
Auszug aus VG Stade, 13.10.2014 - 6 B 1462/14
Rn. 24 Staatliche Maßnahmen, die die Ausübung der Dienstleistungsfreiheit beschränken, müssen die folgenden Voraussetzungen erfüllen, um mit Unionsrecht in Einklang zu stehen: Sie müssen mit dem Diskriminierungsverbot vereinbar, nach Art. 62 i.V.m. Art. 51 AEUV (Ausübung öffentlicher Gewalt), Art. 52 AEUV (öffentliche Ordnung, Sicherheit, Gesundheit) oder aus zwingenden Gründen des Allgemeininteresses gerechtfertigt und geeignet sein, die Verwirklichung des mit ihnen verfolgten Zieles zu gewährleisten; ferner dürfen sie nicht über das hinausgehen, was zur Erreichung dieses Zieles erforderlich ist (vgl. EuGH, Urteil vom 08.09.2009 - C-42/07 -, NJW 2009, 3221 = DVBl 2009, 1371 = juris; EuGH, Urteil vom 06.11.2003 - C-243/01 -, NJW 2004, 139 = DVBl 2004, 300 = juris; EuGH, Urteil vom 21.10.1999 - C-67/98 -, juris; BVerwG, Urteil vom 01.06.2011 - 8 C 2/10 -, NVwZ 2011, 1328 = juris; BVerwG, Urteil vom 24.11.2010 - 8 C 14/09 -, BVerwGE 138, 201 = NVwZ 2011, 554 = juris; Niedersächsisches OVG, Urteil vom 21.06.2011 - 11 LC 348/10 -, juris).Die Verhältnismäßigkeit der erlassenen Maßnahme ist allein im Hinblick auf das national angestrebte Schutzniveau und die verfolgten Ziele zu beurteilen (vgl. EuGH…, Urteil vom 08.09.2009, a. a. O.; EuGH, Urteil vom 21.10.1999, a. a. O.; BVerwG…, Urteil vom 01.06.2011, a. a. O.; BVerwG…, Urteil vom 24.11.2010, a. a. O.).
- EuGH, 12.06.2014 - C-156/13
Die vom Land Schleswig-Holstein vorübergehend verfolgte liberalere …
Auszug aus VG Stade, 13.10.2014 - 6 B 1462/14
Rn. 28 Beschränkungen der Spieltätigkeiten können durch zwingende Gründe des Allgemeininteresses wie den Verbraucherschutz, die Betrugsvorbeugung, die Vermeidung von Anreizen für die Bürger zu überhöhten Ausgaben für das Spielen und die Verhütung von Störungen der sozialen Ordnung im Allgemeinen gerechtfertigt sein (vgl. EuGH, Urteil vom 12.06.2014 - C-156/13 -, NVwZ 2014, 1001 = juris; EuGH…, Urteil vom 08.09.2009, a. a. O.; EuGH, Urteil vom 06.03.2007 - C-338/04 -, NJW 2007, 1515 = NVwZ 2007, 675 = juris; EuGH…, Urteil vom 06.11.2003, a. a. O.). - BVerwG, 24.11.2010 - 8 C 14.09
Beurteilungszeitpunkt bei Anfechtungsklage; Bundesstaat; Bund und Länder; …
Auszug aus VG Stade, 13.10.2014 - 6 B 1462/14
Rn. 24 Staatliche Maßnahmen, die die Ausübung der Dienstleistungsfreiheit beschränken, müssen die folgenden Voraussetzungen erfüllen, um mit Unionsrecht in Einklang zu stehen: Sie müssen mit dem Diskriminierungsverbot vereinbar, nach Art. 62 i.V.m. Art. 51 AEUV (Ausübung öffentlicher Gewalt), Art. 52 AEUV (öffentliche Ordnung, Sicherheit, Gesundheit) oder aus zwingenden Gründen des Allgemeininteresses gerechtfertigt und geeignet sein, die Verwirklichung des mit ihnen verfolgten Zieles zu gewährleisten; ferner dürfen sie nicht über das hinausgehen, was zur Erreichung dieses Zieles erforderlich ist (vgl. EuGH, Urteil vom 08.09.2009 - C-42/07 -, NJW 2009, 3221 = DVBl 2009, 1371 = juris; EuGH, Urteil vom 06.11.2003 - C-243/01 -, NJW 2004, 139 = DVBl 2004, 300 = juris; EuGH, Urteil vom 21.10.1999 - C-67/98 -, juris; BVerwG, Urteil vom 01.06.2011 - 8 C 2/10 -, NVwZ 2011, 1328 = juris; BVerwG, Urteil vom 24.11.2010 - 8 C 14/09 -, BVerwGE 138, 201 = NVwZ 2011, 554 = juris; Niedersächsisches OVG, Urteil vom 21.06.2011 - 11 LC 348/10 -, juris). - EuGH, 06.03.2007 - C-338/04
DER GERICHTSHOF ERKLÄRT ES FÜR GEMEINSCHAFTSRECHTSWIDRIG, DASS IN ITALIEN …
Auszug aus VG Stade, 13.10.2014 - 6 B 1462/14
Rn. 28 Beschränkungen der Spieltätigkeiten können durch zwingende Gründe des Allgemeininteresses wie den Verbraucherschutz, die Betrugsvorbeugung, die Vermeidung von Anreizen für die Bürger zu überhöhten Ausgaben für das Spielen und die Verhütung von Störungen der sozialen Ordnung im Allgemeinen gerechtfertigt sein (vgl. EuGH, Urteil vom 12.06.2014 - C-156/13 -, NVwZ 2014, 1001 = juris; EuGH…, Urteil vom 08.09.2009, a. a. O.; EuGH, Urteil vom 06.03.2007 - C-338/04 -, NJW 2007, 1515 = NVwZ 2007, 675 = juris; EuGH…, Urteil vom 06.11.2003, a. a. O.). - BVerwG, 20.06.2013 - 8 C 39.12
Ausgestaltung, normative; Amtshaftung; Dauerverwaltungsakt; …
- EuGH, 12.09.2013 - C-660/11
Biasci u.a. - Niederlassungsfreiheit - Freier Dienstleistungsverkehr - Art. 43 EG …
Auszug aus VG Stade, 13.10.2014 - 6 B 1462/14
Aus diesem Grund gibt es auch keine Verpflichtung zur gegenseitigen Anerkennung der von den verschiedenen Mitgliedstaaten erteilten Erlaubnisse (vgl. EuGH, Urteil vom 12.09.2013 - C-660/11 -, NVwZ-RR 2013, 959 = juris, m. w. N.). - OVG Nordrhein-Westfalen, 20.12.2013 - 4 B 574/13
Rechtmäßigkeit der Untersagung der Veranstaltung, Durchführung und Vermittlung …
- OVG Niedersachsen, 07.03.2018 - 11 LA 43/17
Divergenz; Drittrechtsverhältnis; Feststellungsklage; Glücksspielstaatsvertrag; …
Rn. 12 Soweit in der Rechtsprechung teilweise vertreten wird, dass die Zuständigkeit für die Glücksspielaufsicht nach § 9 a Abs. 2 Satz 1 Nr. 3, Abs. 3 Satz 1 GlüStV erst mit der Konzessionserteilung auf das Land Hessen übergehe (so VG Stade, Beschl. v. 13.10.2014 - 6 B 1462/14 -, juris, Rn. 12; sowie unter Bezugnahme darauf VG Regensburg, Beschl. v. 17.11.2014 - RN 5 S 14.1494 -, juris, Rn.19) ist diese Ansicht vor dem Hintergrund obiger Ausführungen angreifbar.Demnach ist der Beklagte im Verhältnis zu den Wettvermittlern auch die zuständige Glücksspielaufsichtsbehörde (…Senatsbeschl. v. 8.5.2017 - 11 LA 24/16 -, a.a.O., juris, Rn. 19 ff.; VG Stade, Beschl. v. 13.10.2014 - 6 B 1462/14 -, juris, Rn. 7 ff.).
Denn nach mittlerweile gefestigter Rechtsprechung handelt es sich bei den von der Klägerin veranstalteten und von ihren Franchisenehmern vermittelten Wetten auf das nächste Tor um nach § 21 Abs. 4 Satz 2 und Satz 3 letzter Halbsatz GlüStV unzulässige Ereigniswetten (…vgl. Senatsbeschl. v. 2.12.2016 - 11 ME 219/16 -, NdsVBl 2017, 121, juris, Rn. 39;… Senatsbeschl. v. 8.5.2017 - 11 LA 24/16 -, a.a.O., Juris, Rn. 42 ff.;… OVG des Saarlandes, Beschl. v. 8.6.2015 - 1 B 14/15 -, juris, Rn. 17;… VGH des Saarlandes, Beschl. v. 8.10.2012 - Lv 1/13 -, juris, Rn. 70 f.;… OVG Bremen, Beschl. v. 24.6.2015 - 2 B 12/15 -, juris, Rn. 26 f.; VG Stade, Beschl. v. 13.10.2014 - 6 B 1462/14 -, juris, Rn. 14 ff.;… VG Hannover, Beschl. v. 7.3.2017 - 10 B 3761/16 -, juris, Rn. 38;… VG des Saarlandes, Urt. v. 5.11.2015 - 6 K 207/15 -, juris, Rn. 47 f.;… VG Regensburg, Beschl. v. 17.11.2014 - RN 5 S 14.1494 -, juris, Rn. 20 ff.).
- VG Augsburg, 11.04.2016 - Au 5 S 16.377
Untersagung der Vermittlung von Sportwetten
Sie betrifft dagegen nicht Anordnungen gegenüber Vermittlern von Sportwetten (vgl. VG Stade, B.v. 13.10.2014 - 6 B 1462/14 -, juris; VG Regensburg, B.v. 17.11.2014 - RN 5 S 14.1494 -, juris).§ 9a GlüStV sieht keine entsprechende Zuständigkeitsregelung für den Fall auslegungsbedürftiger Bestimmungen des Glücksspielstaatsvertrages vor (vgl. VG Stade, B.v. 13.10.2014, a. a. O., juris Rn. 13).
Auch Live-Abschnittswetten weisen eine hohe Sucht-, Manipulations- und Kriminalitätsgefahr auf (VG Stade, B.v. 13.10.2014, a. a. O., juris Rn. 29).
- VG Augsburg, 11.04.2016 - Au 5 S 16.375
Untersagung der Vermittlung von Sportwetten
Sie betrifft dagegen nicht Anordnungen gegenüber Vermittlern von Sportwetten (vgl. VG Stade, B. v. 13.10.2014 - 6 B 1462/14 -, juris; VG Regensburg, B. v. 17.11.2014 - RN 5 S 14.1494 -, juris).§ 9a GlüStV sieht keine entsprechende Zuständigkeitsregelung für den Fall auslegungsbedürftiger Bestimmungen des Glücksspielstaatsvertrages vor (vgl. VG Stade, B. v. 13.10.2014, a. a. O., juris Rn. 13).
Auch Live-Abschnittswetten weisen eine hohe Sucht-, Manipulations- und Kriminalitätsgefahr auf (VG Stade, B. v. 13.10.2014, a. a. O., juris Rn. 29).
- VGH Bayern, 06.05.2015 - 10 CS 14.2669
Es bestehen Zweifel daran, dass ein privater Vermittler von Sportwetten eines …
Welche Wetten im Einzelnen als Wetten auf den Ausgang von Sportereignissen oder von Abschnitten von Sportereignissen (§ 21 Abs. 1 Satz 1 GlüStV) oder als Wetten während eines laufenden Sportereignisses auf das Endergebnis (§ 21 Abs. 4 Satz 3 Halbsatz 1 GlüStV) erlaubt werden können oder als Wetten auf einzelne Vorgänge während des Sportereignisses ausgeschlossen sind (§ 21 Abs. 4 Satz 3 Halbsatz 2 GlüStV), ist in der Rechtsprechung, soweit ersichtlich, bisher nur für wenige Fälle und nicht höchstrichterlich entschieden (…vgl. etwa OVG LSA, B.v. 8.11.2013 - 3 M 244/13 - juris Rn. 13: nächster Elfmeter, nächste gelbe Karte [unzulässige Ereigniswetten];… OVG Saarl, B.v. 6.12.2012 - 3 B 268/12 - juris Rn. 15; erstes Tor, nächstes Tor [unzulässige Ereigniswetten]; VG Stade, B.v. 13.10.2014 - 6 B 1462/14 - juris Rn. 17: Anstoß, erstes oder nächstes Tor, erster oder nächster Torschütze, gelbe Karten, gelbe Karten in der x. bis y. Minute, Einwürfe, Einwürfe in der x. bis y. Minute, Platzverweise [unzulässige Ereigniswetten]). - OVG Bremen, 24.06.2015 - 2 B 12/15
Aktualisierung von Ermessenserwägungen bei einer Untersagung der Vermittlung von …
In der Rechtsprechung werden Wetten auf den nächsten Elfmeter, die nächste gelbe Karte (OVG LSA, Beschluss v. 08.11.2013 - 3 M 244/13 - [...]) oder Wetten auf das erste oder nächste Tor (BayVGH, Beschluss vom 06.05.2015 - 10 CS 14.2669 - [...]; OVG SL, Beschluss v. 06.12.2012 - 3 B 268/12 - [...]; VG Stade, Beschluss v. 13.10.2014 - 6 B 1462/14 - [...]) als unzulässige Ereigniswetten angesehen. - VG Hannover, 07.03.2017 - 10 B 3761/16
Androhung; Cashpoint; Ereigniswette; Kohärenz; Live- und Ereigniswette; …
Dies gilt auch für die von der Verfügung des Antragsgegners erfassten Wetten, wie sich aus den folgenden Erwägungen des VG Stade (Beschl. vom 13.10.2014 - 6 B 1462/14 -) ergibt, denen die Kammer vollumfänglich folgt:. - VG Saarlouis, 21.01.2015 - 6 L 1188/14
Untersagung der Vermittlung von Sportwetten mangels Erlaubnisfähigkeit des …
Rn. 13 VG Stade, Beschluss vom 13.10.2014 - 6 B 1462/14 -, juris. - VG Regensburg, 17.11.2014 - RN 5 S 14.1494
Ereigniswetten; Endergebniswetten; Live-Wetten
Das Land Hessen ist danach, wie sich aus dem Wortlaut des § 9 a Abs. 3 Satz 1 GlüStV "gegenüber den Erlaubnis- und Konzessionsnehmern" ergibt, aber nur für die Glücksspielaufsicht gegenüber konzessionierten Sportwettenveranstaltern zuständig (so auch VG Stade vom 13.10.2014, Az. 6 B 1462/14 ).
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