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Rechtsprechung
   OLG Frankfurt, 22.10.2020 - 6 U 131/19   

Zitiervorschläge
https://dejure.org/2020,37023
OLG Frankfurt, 22.10.2020 - 6 U 131/19 (https://dejure.org/2020,37023)
OLG Frankfurt, Entscheidung vom 22.10.2020 - 6 U 131/19 (https://dejure.org/2020,37023)
OLG Frankfurt, Entscheidung vom 22. Oktober 2020 - 6 U 131/19 (https://dejure.org/2020,37023)
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Volltextveröffentlichungen (4)

  • openjur.de
  • Justiz Hessen

    § 4 Nr 3 UWG, § 8 Abs 3 UWG, § 41 Abs 2 StVO
    Gezielte Behinderung durch Aufstellen eines Taxis auf einem Taxihalteplatz, dessen Nutzung vom Verfügungsberechtigten privatrechtlich eingeschränkt ist (TTC-Karte)

  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Kurzfassungen/Presse (2)

  • beckmannundnorda.de (Kurzinformation)

    Taxifachverband kann nach § 8 Abs. 3 UWG auch die kollektiven Interessen der Mitbewerber nach § 4 Nr. 4 UWG geltend machen

  • Wolters Kluwer (Kurzinformation)

    Unterlassungsanspruch eines Taxifachverbands gegenüber einem Taxiunternehmer

Verfahrensgang

 
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Wird zitiert von ... (2)Zitiert selbst (20)

  • BGH, 22.01.2014 - I ZR 164/12

    Zur wettbewerbsrechtlichen Zulässigkeit sogenannter "Tippfehler-Domains"

    Auszug aus OLG Frankfurt, 22.10.2020 - 6 U 131/19
    aa) Eine gezielte Behinderung nach § 4 Nr. 4 UWG unter dem Gesichtspunkt des unlauteren Abfangens von Kunden liegt vor, wenn ein Unternehmer von oder für Mitbewerber geschaffene Einrichtungen für eigene Zwecke ausnutzt, ohne das dafür vorgesehene Entgelt zu entrichten (OLG Frankfurt am Main, GRUR-RR 2017, 195 Rn 27 m.w.N.; BGH GRUR 2014, 393 Rn 33 - wetteronline.de).

    Bei der Fallgruppe der Ausnutzung einer fremden Einrichtung liegt die gezielte Behinderung eines Mitbewerbers darin, dass die von oder für Mitbewerber geschaffene Einrichtung für eigene Zwecke ausgenutzt wird, ohne dafür ein Entgelt zu entrichten (BGH GRUR 2014, 393 Rn 33 - wetteronline.de).

  • OLG Frankfurt, 05.01.2017 - 6 U 24/16

    Wettbewerbsverstöße durch Bereithalten eines Taxis außerhalb behördlich …

    Auszug aus OLG Frankfurt, 22.10.2020 - 6 U 131/19
    aa) Eine gezielte Behinderung nach § 4 Nr. 4 UWG unter dem Gesichtspunkt des unlauteren Abfangens von Kunden liegt vor, wenn ein Unternehmer von oder für Mitbewerber geschaffene Einrichtungen für eigene Zwecke ausnutzt, ohne das dafür vorgesehene Entgelt zu entrichten (OLG Frankfurt am Main, GRUR-RR 2017, 195 Rn 27 m.w.N.; BGH GRUR 2014, 393 Rn 33 - wetteronline.de).

    Die in Rede stehenden Halteplätze auf privatem Grund stellen keine öffentliche Einrichtung in diesem Sinne dar (vgl. OLG Frankfurt am Main, Urteil vom 5.1.2017 - 6 U 24/16 = WRP 2017, 473; Urteil vom 6.3.2014 - 6 U 246/13 , Rn 17 - juris).

  • BGH, 12.01.2017 - I ZR 253/14

    Lauterkeitsrechtlicher Schutz eines durch AGB ausgestalteten Geschäftsmodells - …

    Auszug aus OLG Frankfurt, 22.10.2020 - 6 U 131/19
    Dies lässt sich nur aufgrund einer Gesamtwürdigung der Umstände des Einzelfalls beurteilen (BGH GRUR 2017, 397 Rn 49 - World of Warcraft II; GRUR 2018, 1251, Rn 24 - Werbeblocker II).
  • BGH, 19.04.2018 - I ZR 154/16

    Angebot des Werbeblockers AdBlock Plus nicht unlauter

    Auszug aus OLG Frankfurt, 22.10.2020 - 6 U 131/19
    Dies lässt sich nur aufgrund einer Gesamtwürdigung der Umstände des Einzelfalls beurteilen (BGH GRUR 2017, 397 Rn 49 - World of Warcraft II; GRUR 2018, 1251, Rn 24 - Werbeblocker II).
  • BGH, 12.03.2015 - I ZR 188/13

    Zulässigkeit der allgemeinen Markenrechtsbeschwerde - Uhrenankauf im Internet

    Auszug aus OLG Frankfurt, 22.10.2020 - 6 U 131/19
    Zwar hat der BGH vereinzelt den Begriff der "Behinderungsabsicht" verwendet (BGH GRUR 2015, 607, Rn 17 - Uhrenankauf im Internet).
  • BGH, 27.11.2013 - VII ZR 371/12

    Streit um die Verwirkung einer Vertragsstrafe bei Überschreitung des …

    Auszug aus OLG Frankfurt, 22.10.2020 - 6 U 131/19
    Die grundsätzliche Bedeutung einer Rechtsfrage kann zwar auch dann gegeben sein, wenn eine Entscheidung des BGH bei Instanzgerichten oder im Schrifttum auf Bedenken oder Widerspruch gestoßen ist (BGH NJW 2014, 456, 457).
  • BGH, 04.03.2004 - 4 StR 377/03

    Gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr (Begriff des Straßenverkehrs und …

    Auszug aus OLG Frankfurt, 22.10.2020 - 6 U 131/19
    Der Charakter der Öffentlichkeit wird der Fläche nicht genommen, wenn für die Nutzung eine Erlaubnis oder ein Entgelt verlangt wird (BGH, Urteil vom 4.3.2004 - 4 StR 377/03; BGHSt 49, 128-130, Rn 7).
  • BGH, 10.04.2014 - I ZR 43/13

    Wettbewerbsverstoß durch irreführende Internet-Werbung für "nickelfreie" …

    Auszug aus OLG Frankfurt, 22.10.2020 - 6 U 131/19
    Es genügt, dass zwischen den Vorteilen, die der Beklagte durch die unbefugte Nutzung zu erreichen sucht, und den Nachteilen, die der Kläger dadurch erleidet, eine Wechselwirkung in dem Sinne besteht, dass der eigene Wettbewerb des Beklagten gefördert und der fremde Wettbewerb des Klägers beeinträchtigt werden kann (BGH GRUR 2014, 1114 Rn 22 - 24 - nickelfrei).
  • BVerwG, 09.06.1967 - VII C 18.66

    Parkverbot vor dem Justizministerium - Verkehrsregelung, Abgrenzung …

    Auszug aus OLG Frankfurt, 22.10.2020 - 6 U 131/19
    Das BVerwG hatte bereits lange vor der Verwaltungsrechtsreform und vor der Entscheidung des BGH grundlegend entschieden, dass es sich bei dem Aufstellen von Verkehrszeichen um Verwaltungsakte in Form von Allgemeinverfügungen handelt (BVerwG, Urteil vom 9.6.1967 - VII C 18/66, NJW 1967 S. 1627; vgl. auch OVG Münster, Beschluss vom 19.11.1968 - VIII B 205/68).
  • BGH, 28.10.2010 - I ZR 174/08

    Änderung der Voreinstellung III

    Auszug aus OLG Frankfurt, 22.10.2020 - 6 U 131/19
    Das Einschreiten anderer Mitbewerber und der in § 8 Abs. 3 Nr. 2-4 UWG genannten Einrichtungen ist in solchen Fällen nur gerechtfertigt, wenn die Zuwiderhandlung zugleich Interessen anderer Marktteilnehmer oder das Interesse der Allgemeinheit an einem unverfälschten Wettbewerb berührt (vgl. BGH WRP 2009, 432 Rn 22 - Küchentiefstpreis-Garantie; BGH GRUR 2011, 543 Rn 8 - Änderung der Voreinstellung III).
  • BGH, 02.10.2008 - I ZR 48/06

    Küchentiefstpreis-Garantie

  • OLG Frankfurt, 06.03.2014 - 6 U 246/13

    Unlautere Behinderung durch unberechtigte Nutzung von Taxihalteplätzen auf …

  • OLG Köln, 02.07.2010 - 6 U 48/10

    Duravit - AdWords-Markenbeschwerde

  • OLG Rostock, 28.11.2003 - 1 Ss 131/03

    Verkehrsunfallflucht auf einem vermieteten Privatparkplatz

  • BGH, 21.01.1969 - VI ZR 200/67

    Zulässige Sperrung eines Taxihalteplatzes auf Privatgelände durch Taxivereinigung …

  • OLG Stuttgart, 27.04.1979 - 3 Ss (8) 184/79

    Voraussetzungen für die Zulassung einer Revision; Anforderungen an die …

  • LG München I, 27.10.2009 - 13 S 9552/09

    Einrichtung eines Taxistandplatzes auf einem Hotelgrundstück: Einschränkung des …

  • LG Darmstadt, 05.07.2019 - 20 O 2/19
  • OLG München, 02.02.1978 - 1 U 2913/77

    Mietzinzs für Benutzung von Taxistandplätzen; Unentgeltlicher Gemeingebrauch …

  • OVG Nordrhein-Westfalen, 19.11.1968 - VIII B 205/68
  • OLG Frankfurt, 11.11.2021 - 6 U 120/20

    Gezielte Behinderung durch Bereithalten auf Taxihalteplätzen, für die ein …

    Werden - wie hier - kollektive Mitbewerberinteressen beeinträchtigt, kann ein Fachverband im Interesse der Allgemeinheit (§ 1 S. 2 UWG) gegen den Verstoß vorgehen (OLG Frankfurt am Main, Urteil vom 22.10.2020 - 6 U 131/19 - TTC-Karte;… Köhler/Bornkamm/Feddersen, UWG, 39. Aufl., § 8 Rn 3.51).

    Dafür spricht allerdings, dass der Kläger Nutzungsberechtigter der fraglichen Halteplätze ist und Taxiunternehmern Zugang gegen eine Gebühr gewährt (vgl. dazu ausführlich OLG Frankfurt am Main, OLG Frankfurt am Main, Urteil vom 22.10.2020 - 6 U 131/19 - TTC-Karte).

    Eine gezielte Behinderung nach § 4 Nr. 4 UWG unter dem Gesichtspunkt des unlauteren Abfangens von Kunden liegt vor, wenn ein Unternehmer von oder für Mitbewerber geschaffene Einrichtungen für eigene Zwecke ausnutzt, ohne dafür das vorgesehene Entgelt zu entrichten (so schon ausführlich: OLG Frankfurt am Main, GRUR-RR 2017, 195 Rn 27 m.w.N.; OLG Frankfurt am Main, Urteil vom 22.10.2020 - 6 U 131/19 - TTC-Karte; BGH GRUR 2014, 393 Rn 33 - wetteronline.de).

    e) Der Beklagte kann sich auch nicht mit Erfolg auf ein öffentlich-rechtliches Nutzungsrecht an den vom Kläger gehaltenen Taxihalteplätzen berufen (vgl. schon OLG Frankfurt am Main, Urteil vom 22.10.2020 - 6 U 131/19 - TTC-Karte).

    Die in Rede stehenden Halteplätze auf privatem Grund stellen keine öffentliche Einrichtung in diesem Sinne dar (vgl. OLG Frankfurt am Main, Urteil vom 22.10.2020 - 6 U 131/19 - TTC-Karte; OLG Frankfurt am Main, Urteil vom 5.1.2017 - 6 U 24/16 = WRP 2017, 473; OLG Frankfurt am Main, Urteil vom 6.3.2014 - 6 U 246/13).

  • LG Frankfurt/Main, 03.09.2021 - 10 O 11/21
    Werden wie hier kollektive Mitbewerberinteressen beeinträchtigt, kann ein Fachverband im Interesse der Allgemeinheit (§ 1 S. 2 UWG) gegen den Verstoß vorgehen (vgl. OLG Frankfurt am Main…, Urteil vom 28. November 2019 - 6 U 143/18 -, juris Rn. 18 ; OLG Frankfurt am Main, Urteil vom 22. Oktober 2020 - 6 U 131/19 -, juris Rn. 14 ff.).

    Ihnen wird durch das Verhalten des Beklagten eine Erwerbschance genommen (vgl. OLG Frankfurt, Urteil vom 22. Oktober 2020 - 6 U 131/19 -, Rn. 18 - 19, juris).

    Die Einordnung als Verwaltungsakt bedeutet jedoch keineswegs, dass aus der Aufstellung des Schildes notwendig ein Recht zum Gemeingebrauch folgt (vgl. zum Ganzen OLG Frankfurt am Main, Urteil vom 06. März 2014 - 6 U 246/13 -, juris; OLG Frankfurt am Main, Urteil vom 28. November 2019 - 6 U 143/18 -, juris; OLG Frankfurt am Main, Urteil vom 22. Oktober 2020 - 6 U 131/19 -, juris).

    Bei der Fallgruppe der Ausnutzung einer fremden Einrichtung liegt die gezielte Behinderung eines Mitbewerbers darin, dass die von oder für Mitbewerber geschaffene Einrichtung für eigene Zwecke ausgenutzt wird, ohne dafür ein Entgelt zu entrichten (BGH GRUR 2014, 393 Rn 33 - wetteronline.de) (vgl. auch OLG Frankfurt, Urteil vom 22. Oktober 2020 - 6 U 131/19 -, Rn. 27 , juris).

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