Rechtsprechung
| OLG Karlsruhe, 09.09.1992 - 6 U 45/92 |
Volltextveröffentlichung
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Papierfundstellen
- NJW-RR 1993, 665
Wird zitiert von ... (16)
- AG Brandenburg, 07.12.2016 - 31 C 160/14
Überbau unterhalb der 25 cm-Grenze muss der Nachbar hinnehmen!
So liegt es etwa bei einem Schuppen oder einem Gartenhaus (Vogel, Grundeigentum 2007, Seite 492; Glaser, ZMR 1985, Seite 145; Vennemann, MDR 1952, Seite 75) und auch bei einem "Carport" (OLG Karlsruhe, Urteil vom 09.09.1992, Az.: 6 U 45/92, u.a. in: NJW-RR 1993, Seiten 665 f. = Justiz 1993, Seiten 257 f.) bzw. einer überdachten Terrasse (BGH, Urteil vom 29.04.2011, Az.: V ZR 174/10, u.a. in: NZM 2013, Seiten 244 ff.; OLG Rostock, Urteil vom 28.03.2013, Az.: 3 U 32/12, u.a. in: JurBüro 2014, Seite 200), so dass hier auch aus diesem Grund ein Überbau im Sinne des § 912 BGB nicht vorliegt. - OLG Nürnberg, 30.01.2017 - 14 U 2612/15
Luftwärmepumpe muss Abstandsfläche von drei Metern einhalten
Da der gesetzgeberische Zweckgedanke der Überbauvorschriften, die Zerschlagung wirtschaftlicher Werte ohne Not zu verhindern (vgl. BGH…, Urteil vom 14.07.1972 - V ZR 147/70, juris Rn. 20; OLG Karlsruhe, Urteil vom 09.09.1992 - 6 U 45/92, juris Rn. 22), im Tatbestandsmerkmal des - im Vergleich zu sonstigen Baukörpern bzw. Anlagen regelmäßig werthaltigeren - "Gebäudes" zum Ausdruck kommt, verbietet sich - mangels Regelungslücke - eine analoge Anwendung der Vorschrift dahingehend, dass Bauwerke ohne Gebäudequalität "erst recht" geduldet werden müssten. - BGH, 13.12.2019 - V ZR 152/18
Verlegung des Verkündungstermins wegen angekündigter Vergleichsgespräche; …
Für den quasinegatorischen Beseitigungsanspruch bedarf es keiner über die Verletzung des Schutzgesetzes hinausgehenden Beeinträchtigung des Nachbarn; der Zustand des Gebäudes muss nicht konkret "gefahrenträchtig" sein, wenn das Schutzgesetz dies nicht verlangt (vgl. OLG Karlsruhe, NJW-RR 1993, 665, 666 unter I.1;… Saller in Grziwotz/Lüke/Saller, Praxishandbuch Nachbarrecht, 2. Aufl., Teil 1 Rn. 96).
- BGH, 05.12.2003 - V ZR 447/01
Rechtsfolgen der Abweichung der Bauausführung einer Wohnungseigentumsanlage von …
So findet § 912 BGB insbesondere auch dann Anwendung, wenn gesetzliche Abstandsvorschriften nicht eingehalten werden (OLG Karlsruhe NJW-RR 1993, 665, 666; OLG Koblenz, NJW-RR 1999, 1394;… MünchKomm-BGB/Säcker, aaO, § 912 Rdn. 53 f;… Soergel/Baur, aaO, § 912 Rdn. 34;… Staudinger/Roth, BGB [1995], § 912 Rdn. 59).Entsprechend der Funktion, den Nutzungsverlust des betroffenen Eigentümers auszugleichen (Senat, BGHZ 65, 395, 398), setzt der Anspruch auf Leistung einer Geldrente allerdings die Feststellung voraus, daß die Beklagten zu 3 und 4 bei der Nutzung ihres Sondereigentums und der ihnen zugewiesenen Sondernutzungsfläche tatsächlich eine solche Einbuße erleiden (vgl. OLG Koblenz, NJW-RR 1999, 1394; auch OLG Karlsruhe NJW-RR 1993, 665, 666).
- OLG Frankfurt, 26.02.2013 - 25 U 162/12
Geräuschimmissionen durch Luftwärmepumpen
Zu den Schutzgesetzen im Sinne von § 823 Abs. 2 BGB, deren Verletzung der Eigentümer gemäß § 1004 Abs. 1 Satz 1 BGB abwehren kann, gehören insbesondere die Vorschriften des Bauordnungsrechts über den Grenzabstand, weil sie auch dem Interesse des Nachbarn an ausreichender Belichtung und Belüftung seines Grundstücks, an einem freien Ausblick und an der Vermeidung von Lärmimmissionen dienen (BGH, NJW 1976, 1888, 1889; NJW-RR 1997, 16, 17; BayObLG, NJOZ 2001, 2125, 2127; OLG Frankfurt am Main, NJW-RR 1988, 403, 404; OLG Karlsruhe, NJW-RR 1993, 665, 666; OLG Frankfurt am Main, NJW-RR 2000, 1542;… OVG Nordrhein-Westfalen, ZfBR 1992, 50, juris Rdn. 37).Die zu beseitigende Beeinträchtigung folgt vielmehr ohne weiteres aus der nachbarschützenden Funktion der verletzten Norm; in der unzulässigen Verkürzung der Abstandsfläche liegt eine fortdauernde Beeinträchtigung des Grundeigentums des Klägers (vgl. BGH, NJW 1993, 1580, 1581;… BayObLGZ 1979, 16, juris Rdn. 59; OLG Karlsruhe, NJW-RR 1993, 665, 666).
- BGH, 06.11.2009 - V ZR 73/09
Wahrung der Klagefrist nach § 46 Abs. 1 S. 2 Wohnungseigentumsgesetz ( WEG ) …
Aus einer ähnlichen Erwägung wird etwa § 912 BGB auch auf die "Überbauung" des (öffentlich-rechtlichen) Bauwichs entsprechend angewandt (OLG Karlsruhe NJW-RR 1993, 665, 666; OLG Koblenz NJW-RR 1999, 1394; OLG Köln NJW-RR 2003, 376;… Erman/Lorenz, BGB, 12. Aufl., § 912 Rdn. 4;… MünchKomm-BGB/Säcker, 5. Aufl., § 912 Rdn. 54;… NK-BGB/Ring, 2. Aufl., § 912 Rdn. 90). - AG Brandenburg, 17.12.2021 - 31 C 220/21
Bauordnungsrechtsvorschriften über Grenzabstand nachbarschützend?
Zu den Schutzgesetzen i. S. von § 823 Abs. 2 BGB, deren Verletzung ein Eigentümer gemäß § 1004 Absatz 1 BGB abwehren kann, gehören insbesondere die Vorschriften des Bauordnungsrechts über den Grenzabstand, weil sie auch dem Interesse des Nachbarn an ausreichender Belichtung und Belüftung seines Grundstücks, an einem freien Ausblick und an der Vermeidung von Lärmimmissionen dienen (BGH, Urteil vom 29.04.2011, Az.: V ZR 174/10; BGH, Urteil vom 11.10.1996, Az.: V ZR 3/96; BGH, Urteil vom 30.04.1976, Az.: V ZR 188/74, u.a. in: NJW 1976, Seiten 1888 f.; OLG München, Urteil vom 11.04.2018, Az.: 3 U 3538/17; OLG Nürnberg, Urteil vom 30.01.2017, Az.: 14 U 2612/15; OLG Hamburg, Urteil vom 31.05.2016, Az.: 4 U 31/16; OLG Frankfurt/Main, Urteil vom 26.02.2013, Az.: 25 U 162/12; OLG Hamm, Urteil vom 31.05.2012, Az.: 5 U 41/12; OLG Brandenburg, Urteil vom 25.08.2004, Az.: 4 U 26/04; BayObLG, Beschluss vom 23.01.2001, Az.: 2Z BR 116/00; OLG Frankfurt/Main, Urteil vom 09.03.2000, Az.: 15 U 118/99; OLG Karlsruhe, Urteil vom 09.09.1992, Az.: 6 U 45/92, u.a. in: NJW-RR 1993, Seite 665; OVG Münster, Urteil vom 18.04.1991, Az.: 11 A 2428/89, u.a. in: ZfBR 1992, Seite 50; OLG Frankfurt/Main, Urteil vom 07.01.1988, Az.: 3 U 189/86; LG Darmstadt, Urteil vom 10.04.2019, Az.: 7 O 124/18; LG Traunstein, Urteil vom 01.09.2017, Az.: 1 O 1222/17; LG Frankfurt/Oder, Beschluss vom 11.05.2015, Az.: 16 S 192/14).Dieser Anspruch bei Verletzung einer nachbarschützenden Norm beruht unmittelbar auf deren Schutzfunktion; das Vorliegen einer konkreten Beeinträchtigung des Nachbargrundstücks ist hingegen nicht erforderlich (OLG Karlsruhe, Urteil vom 09.09.1992, Az.: 6 U 45/92, u.a. in: NJW-RR 1993, Seite 665).
Eine Störung des Eigentums der Verfügungsklägerin im Sinne von § 823 Abs. 2, § 912 und § 1004 BGB kann hier somit bereits ggf. darin gesehen werden, dass die bauordnungsrechtlichen Abstandsvorschriften von den Verfügungsbeklagten evtl. nicht eingehalten werden und die Verfügungsklägerin durch diese Baumaßnahmen der Verfügungsbeklagten daran gehindert wird, ihr Grundstück entlang der Grenze in einer in Abstandsflächen grundsätzlich zulässigen Art und Weise baulich bzw. sonst wie zu nutzen (BGH, Urteil vom 29.04.2011, Az.: V ZR 174/10; BGH, Urteil vom 05.12.2003, Az.: V ZR 447/01; BGH, Urteil vom 11.10.1996, Az.: V ZR 3/96; BGH, Urteil vom 30.04.1976, Az.: V ZR 188/74, u.a. in: NJW 1976, Seiten 1888 f.; OLG München, Urteil vom 11.04.2018, Az.: 3 U 3538/17; OLG Nürnberg, Urteil vom 30.01.2017, Az.: 14 U 2612/15; OLG Hamburg, Urteil vom 31.05.2016, Az.: 4 U 31/16; OLG Frankfurt/Main, Urteil vom 26.02.2013, Az.: 25 U 162/12; OLG Hamm, Urteil vom 31.05.2012, Az.: 5 U 41/12; OLG Brandenburg, Urteil vom 25.08.2004, Az.: 4 U 26/04; OLG Köln, Urteil vom 15.11.2002, Az.: 19 U 75/02; BayObLG, Beschluss vom 23.01.2001, Az.: 2Z BR 116/00; OLG Frankfurt/Main, Urteil vom 09.03.2000, Az.: 15 U 118/99; OLG Koblenz, Urteil vom 17.12.1998, Az.: 5 U 500/98; OLG Karlsruhe, Urteil vom 09.09.1992, Az.: 6 U 45/92, u.a. in: NJW-RR 1993, Seite 665; OVG Münster, Urteil vom 18.04.1991, Az.: 11 A 2428/89, u.a. in: ZfBR 1992, Seite 50; OLG Frankfurt/Main, Urteil vom 07.01.1988, Az.: 3 U 189/86; LG Darmstadt, Urteil vom 10.04.2019, Az.: 7 O 124/18; LG Traunstein, Urteil vom 01.09.2017, Az.: 1 O 1222/17; LG Frankfurt/Oder, Beschluss vom 11.05.2015, Az.: 16 S 192/14).
Wenn die Verfügungsbeklagten in diesem Sinne hier gegen die Abstandspflicht verstoßen, stellte dies auch eine Eigentumsbeeinträchtigung der Verfügungsklägerin im Sinne des § 1004 Abs. 1 BGB dar (BGH, Urteil vom 23.01.2015, Az.: V ZR 184/14; BGH, Urteil vom 29.04.2011, Az.: V ZR 174/10; BGH, Urteil vom 05.12.2003, Az.: V ZR 447/01; BGH, Urteil vom 11.10.1996, Az.: V ZR 3/96; BGH, Urteil vom 30.04.1976, Az.: V ZR 188/74, u.a. in: NJW 1976, Seiten 1888 f.; OLG München, Urteil vom 11.04.2018, Az.: 3 U 3538/17; OLG Nürnberg, Urteil vom 30.01.2017, Az.: 14 U 2612/15; OLG Hamburg, Urteil vom 31.05.2016, Az.: 4 U 31/16; OLG Frankfurt/Main, Urteil vom 26.02.2013, Az.: 25 U 162/12; OLG Hamm, Urteil vom 31.05.2012, Az.: 5 U 41/12; OLG Brandenburg, Urteil vom 25.08.2004, Az.: 4 U 26/04; OLG Köln, Urteil vom 15.11.2002, Az.: 19 U 75/02; BayObLG, Beschluss vom 23.01.2001, Az.: 2Z BR 116/00; OLG Frankfurt/Main, Urteil vom 09.03.2000, Az.: 15 U 118/99; OLG Koblenz, Urteil vom 17.12.1998, Az.: 5 U 500/98; OLG Karlsruhe, Urteil vom 09.09.1992, Az.: 6 U 45/92, u.a. in: NJW-RR 1993, Seite 665; OVG Münster, Urteil vom 18.04.1991, Az.: 11 A 2428/89, u.a. in: ZfBR 1992, Seite 50; OLG Frankfurt/Main, Urteil vom 07.01.1988, Az.: 3 U 189/86; LG Darmstadt, Urteil vom 10.04.2019, Az.: 7 O 124/18; LG Traunstein, Urteil vom 01.09.2017, Az.: 1 O 1222/17; LG Frankfurt/Oder, Beschluss vom 11.05.2015, Az.: 16 S 192/14).
Für den Fall, dass eine Verletzung des Grenzabstandes vorliegt, kann aber eine analoge Anwendung des § 912 BGB geboten sein, da die Verfügungsbeklagte bereits vor der Errichtung des Gebäudes durch die Verfügungsbeklagten (Baubeginn unstreitig am 20.11.2012) schon mit Schriftsatz ihres nunmehrigen Verfahrensbevollmächtigten vom 15.11.2021 unstreitig Widerspruch gegen diese Bebauung gegenüber den Verfügungsbeklagten hier erhoben hatte (BGH, Urteil vom 23.01.2015, Az.: V ZR 184/14; BGH, Urteil vom 29.04.2011, Az.: V ZR 174/10; BGH, Urteil vom 05.12.2003, Az.: V ZR 447/01; BGH, Urteil vom 11.10.1996, Az.: V ZR 3/96; BGH, Urteil vom 30.04.1976, Az.: V ZR 188/74, u.a. in: NJW 1976, Seiten 1888 f.; OLG München, Urteil vom 11.04.2018, Az.: 3 U 3538/17; OLG Nürnberg, Urteil vom 30.01.2017, Az.: 14 U 2612/15; OLG Hamburg, Urteil vom 31.05.2016, Az.: 4 U 31/16; OLG Frankfurt/Main, Urteil vom 26.02.2013, Az.: 25 U 162/12; OLG Hamm, Urteil vom 31.05.2012, Az.: 5 U 41/12; OLG Brandenburg, Urteil vom 25.08.2004, Az.: 4 U 26/04; OLG Köln, Urteil vom 15.11.2002, Az.: 19 U 75/02; BayObLG, Beschluss vom 23.01.2001, Az.: 2Z BR 116/00; OLG Frankfurt/Main, Urteil vom 09.03.2000, Az.: 15 U 118/99; OLG Koblenz, Urteil vom 17.12.1998, Az.: 5 U 500/98; OLG Karlsruhe, Urteil vom 09.09.1992, Az.: 6 U 45/92, u.a. in: NJW-RR 1993, Seite 665; OVG Münster, Urteil vom 18.04.1991, Az.: 11 A 2428/89, u.a. in: ZfBR 1992, Seite 50; OLG Frankfurt/Main, Urteil vom 07.01.1988, Az.: 3 U 189/86; LG Darmstadt, Urteil vom 10.04.2019, Az.: 7 O 124/18; LG Traunstein, Urteil vom 01.09.2017, Az.: 1 O 1222/17; LG Frankfurt/Oder, Beschluss vom 11.05.2015, Az.: 16 S 192/14).
- OLG Brandenburg, 07.08.2008 - 5 U 89/07
Bestimmung der Grundstücksgrenzen im Fall einer Grenzverwirrung
Ob es sich bei dem Carport, der teilweise auf dem klägerischen Grundstück steht, um ein Gebäude im Sinne des § 912 Abs. 1 BGB handelt oder nicht (vgl. OLG Karlsruhe NJW-RR 1993, 665) lässt sich zwar mangels näherer Angaben zur baulichen Beschaffenheit des vorliegenden Carports nicht beurteilen, aber darauf kommt es letztlich nicht an. - OLG Köln, 15.11.2002 - 19 U 75/02
Ansprüche bei Verletzung des Grenzabstandes; Notleitungsrecht
Ebenso wie das Landgericht und in Übereinstimmung mit der insoweit ergangenen Rechtsprechung sowie der überwiegenden Ansicht in der Literatur hält auch der Senat die analoge Anwendung des § 912 BGB auf den Fall der Verletzung des Grenzabstandes für geboten (s. OLG Koblenz NJW-RR 1999, 1934; DRsprRom Nr. 1997/4259; OLG Karlsruhe NJW-RR 1993, 665;… MK/Säcker, BGB, 4. Auflage, § 12 Rn. 54;… Parlandt/Bassenge, BGB, 60. Auflage § 912 Rn. 1 jeweils mit weiteren Nachweisen). - OLG Brandenburg, 21.09.2005 - 4 U 174/04
Ansprüche bei Bauwichüberschreitung: Beseitigungsanspruch bzw. Duldungspflicht …
Wenn der Eigentümer eines Nachbargrundstücks unter bestimmten Voraussetzungen dessen Überbauung mit einem Gebäude dulden muss, so kann er keine weitergehenden Rechte haben, wenn unter den Voraussetzungen des § 912 Abs. 1 BGB gar nicht in sein Grundstück eingegriffen, sondern lediglich gegen eine den Bauabstand von der Grundstücksgrenze regelnde Vorschrift verstoßen wurde (vgl. OLG Karlsruhe, Urteil vom 09.09.1992, NJW-RR 1993, 665; OLG Celle, Urteil vom 03.07.1998, OLGR 1999, 101, 102; OLG Koblenz, Urteil vom 17.12.1998, NJW-RR 1999, 1394; OLG Köln, Urteil vom 15.11.2002, NJW-RR 2003, 376; so auch der erkennende Senat, Urteil vom 25.08.2004, Az.: 4 U 26/04, Seite 9).Das Schutzhaus kann angesichts der zwischen den Parteien in technischer Hinsicht unstreitigen Bauweise keineswegs leicht versetzt werden, so dass der von den Klägern in der Berufungsbegründung angestellte Vergleich mit einem Carport nicht greift, da es sich hierbei typischerweise um einen überdachten, jedoch seitlich offenen Pkw-Abstellplatz handelt (so auch bei OLG Karlsruhe, Urteil vom 09.09.1992, aaO.).
- OLG Koblenz, 17.12.1998 - 5 U 500/98
Überbau in den Bauwich
- OLG Naumburg, 21.09.2022 - 12 U 60/22
Nachbarrecht in Sachsen-Anhalt: Anforderungen an eine Grundstückseinfriedung
- OLG Bamberg, 03.02.2004 - 5 U 181/03
Zur Frage der Beseitigung eines Anbaus an ein Wohngebäude, der unter …
- OLG München, 22.06.1993 - 25 U 6426/91
Anspruch des Nachbarn auf Beseitigung oder Veränderung eines Gebäudes
- OLG Brandenburg, 25.08.2004 - 4 U 26/04
Zur Beseitigung eines Überbaus und die Verletzung nachbarschützender …
- LG Hagen, 05.11.2008 - 1 O 16/07
Beeinträchtigung eines Grundstücks aufgrund optischer Einengung durch den Bau …
Bitte loggen Sie sich ein, um diese Funktion zu nutzen. Falls Sie noch kein Benutzerkonto haben, können Sie sich in weniger als einer Minute eines kostenlos anlegen "Registrieren".
Rechtsprechung
| OLG Hamm, 28.09.1992 - 6 U 45/92 |
Volltextveröffentlichung
- juris (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse (2)
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo) (Leitsatz)
PflVG § 3 Nr. 1; StVG § 7 § 17; VVG § 79 § 152
Haftungsverteilung bei einem gestellten Unfall - Wolters Kluwer(Abodienst, Leitsatz/Tenor frei) (Leitsatz)
"Gestellter Unfall" durch Fahrer; Unfallabsprachen ohne die Fahrzeughalter; Schadensersatz für Eigentümer
Papierfundstellen
- NJW 1993, 942 (Ls.)
- NJW-RR 1993, 1180
- NZV 1993, 68
- VersR 1993, 1372
Wird zitiert von ... (7) Zitiert selbst (2)
- BGH, 13.12.1977 - VI ZR 206/75
Zu den Beweislastproblemen bei einem fingiertem Unfall und zur …
Auszug aus OLG Hamm, 28.09.1992 - 6 U 45/92
Daß die Beschädigung nicht unfreiwillig erfolgt ist, ändert nichts denn die Unfreiwilligkeit ist nicht zur Tatbestandsvoraussetzung erhoben (BGH VersR 62, 725 = NJW 62, 1678 offengelassen in BGH VersR 1978, 862 = NJW 78, 2154 Staab, Betrug in der Kfz-Haftpflichtversicherung S. 20 ff. streitig, anders z. B. Greger, Zivilrechtliche Haftung im Straßenverkehr 2. Aufl. § 7 StVG Rdn. 109 und 535). - BGH, 03.07.1962 - VI ZR 88/61
Haftung des Halters bei unbefugter Gebrauchüberlassung durch den Entleiher des …
Auszug aus OLG Hamm, 28.09.1992 - 6 U 45/92
Daß die Beschädigung nicht unfreiwillig erfolgt ist, ändert nichts denn die Unfreiwilligkeit ist nicht zur Tatbestandsvoraussetzung erhoben (BGH VersR 62, 725 = NJW 62, 1678 offengelassen in BGH VersR 1978, 862 = NJW 78, 2154 Staab, Betrug in der Kfz-Haftpflichtversicherung S. 20 ff. streitig, anders z. B. Greger, Zivilrechtliche Haftung im Straßenverkehr 2. Aufl. § 7 StVG Rdn. 109 und 535).
- BGH, 18.12.2012 - VI ZR 55/12
Bindungswirkung der im Adhäsionsverfahren ergehenden Entscheidung
Der Ausschluss des Versicherungsschutzes gemäß § 152 VVG a.F. gilt gegenüber dem Versicherungsnehmer nur, wenn er selbst vorsätzlich und rechtswidrig gehandelt hat (OLG Hamm, VersR 1993, 1372 1373; OLG Nürnberg, VersR 2001, 634; OLG Hamm, NJW-RR 2006, 397, 399;… Jahnke, aaO Rn. 31). - OLG Hamm, 15.06.2005 - 13 U 63/05
Ausschluss der Haftung des KFZ-Versicherers bei Vorsatz des Fahrers
Der Fortfall des Deckungsanspruchs des mitversicherten Fahrers gegen die Pflichtversicherung wegen vorsätzlicher Herbeiführung des Schadens wirkt aber nicht zugleich gegen die Halterin und Versicherungsnehmerin, der kein vorsätzliches Verhalten zur Last fällt (im Anschluss an BGH VersR 1971, 239; OLG Hamm VersR 1993, 1372 = NJW-RR 1993, 1180).Der Fortfall des Deckungsanspruchs des mitversicherten Fahrers gegen die Pflichtversicherung wegen vorsätzlicher Herbeiführung des Schadens wirkt nicht zugleich gegen die Versicherungsnehmerin, der kein vorsätzliches Handeln zur Last fällt (vgl. BGH VersR 1971, 239; OLG Köln VersR 1982, 383; OLG Hamm VersR 1993, 1372 = NJW-RR 1993, 1180; OLG Schleswig VersR 1995, 827;… Prölls/Martin/Voit/Knappmann, VVG, 27. Aufl., § 152 Rn. 5;… Becker/Böhme/Biela, Kraftverkehrshaftpflichtschäden, 22. Aufl., P 18).
- OLG Düsseldorf, 19.01.2009 - 1 U 209/07
Haftungsverteilung bei einem gestellten Unfallereignis hinsichtlich eines …
Denn das Erlöschen der Deckungsansprüche des mitversicherten Fahrers - hier des A - wegen vorsätzlicher Herbeiführung des Versicherungsfalls wirkt nicht zugleich gegenüber dem Versicherungsnehmer und Halter, dem kein vorsätzliches Handeln zur Last fällt (vgl. BGH VersR 1971, 239; 1981, 40; OLG Hamm, VersR 1993, 1372 f.; OLG Köln, Schaden-Praxis 2002, 301 f.;… Prölss/Martin, Versicherungsvertragsgesetz, 27. Auflage, § 152 Rn. 1).
- OLG Schleswig, 15.11.1994 - 9 U 85/93
Haftungsverteilung bei einem fingierten Unfall
Das Erlöschen des Deckungsanspruchs des mitversicherten Fahrers wegen vorsätzlicher Herbeiführung des Versicherungsfalls wirkt aber nicht zugleich gegen den Versicherungsnehmer und Halter, dem kein vorsätzliches Handeln zur Last fällt (vgl. BGH VersR 1971, 239; OLG Köln VersR 1982, 383 ; OLG Hamm NJW-RR 1993, 1180 ;… Prölss/Martin, VVG , 25. Aufl., § 79 Anm. 1, § 152 Anm. 1; Schlegelmilch VersR 1984, 22; VersR 1985, 21;… Staab, aaO., S. 31 ff.; a.A. Rischar VersR 1983, 916; VersR 1984, 1025; Palmer VersR 1984, 817); denn subjektive Risikoausschlüsse, die in der Person des Mitversicherten liegen, sind dem Versicherungsnehmer nicht zuzurechnen.Zur Rechtsfolge hälftiger Haftung gegenüber dem nicht beteiligten Halter hat sich ähnlich das OLG Hamm (Urteil - 6 U 45/92 - 28.9.1992, in DAR 1993, 28 = NJW-RR 1993, 1180 = VersR 1993, 1372 ) geäußert.
Vgl. BGH VersR 1971, 239; OLG Köln VersR 1982, 383 ; OLG Hamm r+s 1992, 400 = NJW-RR 1993, 1180 ; Prölss/Martin, VVG , 25. Aufl., § 79 Anm. 1, § 152 Anm. 1; Schlegelmilch VersR 1984, 22; VersR 1985, 21; Staab, aaO., S. 31 ff.; a. A. Rischar VersR 1983, 916; VersR 1984, 1025; Palmer VersR 1984, 817; Zu den Beweisanzeichen für einen verabredeten/gestellten Unfall siehe OLG Hamm r+s 1993, 444; OLG Köln r+s 1994, 402; 1994, 242 ; 1992, 290.
- OLG Düsseldorf, 18.06.2024 - 1 U 21/23
Anspruch im Wege des Versicherungsregresses auf Ausgleich der Hälfte der an die …
Rn. 59 Da der gegen den Fahrzeugführer des Anhänger-Haftungsverbands gerichtete Anspruch rechtlich selbständig ist, erlangen Haftungsausschlüsse in anderen Haftungsbeziehungen - wie eine gegebenenfalls privilegierte Halterhaftung der Versicherungsnehmerin der Beklagten - für diesen keine Bedeutung; sie wirken sich vielmehr nur in dem jeweils betroffenen Versicherungsverhältnis aus, das aus Sicht des Versicherers im Hinblick auf den Versicherungsnehmer einerseits und den mitversicherten Fahrer andererseits getrennt zu betrachten ist (vgl OLG Hamm, Urteil vom 28.9. 1992 - 6 U 45/92, r + s 1992, 400, beck-online). - LG Hagen, 23.09.2009 - 10 S 228/08
Keine Haftung des an einer Unfallmanipulation nicht selbst beteiligten …
Es ist kein Grund ersichtlich, die allgemeinen Grundsätze der Haftungs- bzw. Zurechnungseinheit nicht anzuwenden, wenn die Fahrzeugführer den Schaden ohne Kenntnis der Halter vorsätzlich herbeigeführt haben (OLG I2, VersR 1993, 1372 m.w.N.). - AG Nürnberg, 06.04.2009 - 20 C 646/09 Soweit das Oberlandesgericht Nürnberg in dem Urteil vom 27.01.2009 (Aktenzeichen 1 U 1878/08) einen Abzug von 10 Prozent für die Eigenersparnis berücksichtigt, mag das Gericht dieser Schätzung nicht folgen (vgl. aA auch OLG Nürnberg VersR 200, Seite 208: dort wurde die Eigenersparnis auf 3 Prozent geschätzt unter Verweis auf die instruktiven Ausführungen des Prof. Dr. Meining in DAR 1993, S. 28, 1 ff).
Bitte loggen Sie sich ein, um diese Funktion zu nutzen. Falls Sie noch kein Benutzerkonto haben, können Sie sich in weniger als einer Minute eines kostenlos anlegen "Registrieren".
Rechtsprechung
| OLG Köln, 18.09.1992 - 6 U 45/92 |
Volltextveröffentlichungen (3)
- openjur.de
Schlagwort; Verwechslungsfähig
- NRWE (Rechtsprechungsdatenbank NRW)
SCHLAGWORT; VERWECHSLUNGSFÄHIG
Schlagwort; Verwechslungsfähig - juris (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse (2)
- rechtsportal.de (Leitsatz)
UWG § 16
- Wolters Kluwer (Leitsatz)
Erstrecken des Schutzes des § 16 Abs. 1 Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) auf das Schlagwort "VUBI" für einen Verband unabhängiger Ingenieurfirmen auch ohne Verkehrsgeltung; Verwechslungsfähigkeit des Kürzels "VUBI" mit der Buchstabenfolge "UDI" (Abkürzung von ...
Verfahrensgang
- LG Bochum, 06.11.1991 - 12 O 166/91
- LG Bonn, 06.11.1991 - 12 O 166/91
- OLG Köln, 18.09.1992 - 6 U 45/92
Papierfundstellen
- GRUR 1993, 584
Wird zitiert von ... (0) Zitiert selbst (3)
- BGH, 17.01.1985 - I ZR 172/82
Schutz eines Firmenbestandteils
Auszug aus OLG Köln, 18.09.1992 - 6 U 45/92
Eine solche Kennzeichnungskraft ist dann gegeben, wenn die Bezeichnung unterscheidungskräftig und geeignet ist, bei der Verwendung im geschäftlichen Verkehr ohne weiteres als Name des Unternehmens oder der Organisation zu wirken (BGH GRUR 1985, 461, 462 -"Gefa/Gewa" m.w.N.).Dies folgt - wie das Landgericht zu Recht herausgestellt hat - aus der Gewohnheit, längere Bezeichnungen durch Abkürzungen zu ersetzen, die die Unternehmensbezeichnung einprägsamer machen und ihren Gebrauch erleichtern (BGH GRUR 1985, 461, 462 -"Gefa/Gewa"; BGH GRUR 1982, 420, 423 -"BBC/DDC").
Rn. 92 Angesichts dieser dem Verkehr bekannten Übung wäre es erfahrungswidrig, aussprechbaren Abkürzungen, wie der Beklagte meint, nur dann den Schutz des § 16 Abs. 1 UWG zuzubilligen, wenn sie als Phanta-siewort im Sinne eines Schlagwortes erscheinen (BGH GRUR 1985, 461, 462 -"Gefa/Gewa").
Solche Buchstabenkombinationen haben in der Regel schon von Hause aus nur eine schwache Kennzeichnungskraft und dementsprechend einen geringen Schutzumfang, weil ihnen Eigentümlichkeiten in klanglicher, schriftbildlicher oder begrifflicher Hinsicht abzugehen pflegen, weil sie in der Regel als in sich sinnfreie Abkürzungen erkannt werden und weil derartige Firmen- oder Verbandsbezeichnungen dem Verkehr häufig begegnen (BGH GRUR 1985, 461, 462 -"Gefa/Gewa").
Rn. 142 Der Anregung des Beklagten auf Zulassung der Revision gemäß § 546 Abs. 1 Nr. 2 ZPO konnte nicht gefolgt werden, da der Senat mit diesem Urteil nicht von den Entscheidungen des Bundesgerichtshofes (vgl. BGH GRUR 1985, 461 ff. -"Gefa/Gewa") abweicht.
- BGH, 11.03.1982 - I ZR 58/80
BBC/DDC
Auszug aus OLG Köln, 18.09.1992 - 6 U 45/92
Dies folgt - wie das Landgericht zu Recht herausgestellt hat - aus der Gewohnheit, längere Bezeichnungen durch Abkürzungen zu ersetzen, die die Unternehmensbezeichnung einprägsamer machen und ihren Gebrauch erleichtern (BGH GRUR 1985, 461, 462 -"Gefa/Gewa"; BGH GRUR 1982, 420, 423 -"BBC/DDC"). - BGH, 07.03.1979 - I ZR 45/77
Buchstabenzusammenstellungen als Firmen- und Warenkennzeichnung
Auszug aus OLG Köln, 18.09.1992 - 6 U 45/92
Nur soweit es sich um aus sich heraus nicht verständliche Buchstabenzusammenstellungen handelt, die kein aussprechbares Wort ergeben, bedürfen sie in aller Regel zur Erlangung des Schutzes im Sinne des § 16 Abs. 1 UWG der Verkehrsdurchsetzung (BGH GRUR 1979, 470 -"RBB/RBT").
Bitte loggen Sie sich ein, um diese Funktion zu nutzen. Falls Sie noch kein Benutzerkonto haben, können Sie sich in weniger als einer Minute eines kostenlos anlegen "Registrieren".