Rechtsprechung
| BVerwG, 13.01.1982 - 7 C 95.80 |
Volltextveröffentlichungen (4)
- Wolters Kluwer
Pflichtfremdsprache - Bremer Orientierungsstufe - Elterliches Erziehungsrecht - Schulpolitische Grundentscheidung - Funktionsfähigkeit der Schule
- Juristenzeitung(kostenpflichtig)
Pflichtfremdsprache in Orientierungsstufe bedarf normativer Regelung
- Wolters Kluwer(Abodienst, Leitsatz frei)
Gesetzesvorbehalt - Festsetzung der Pflichtfremdsprache in Orientierungsstufe
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo) (Leitsatz)
Verfahrensgang
- VG Bremen, 18.01.1978 - I A 134/77
- OVG Bremen, 02.03.1979 - I BA 21/78
- BVerwG, 13.01.1982 - 7 C 95.80
Papierfundstellen
- BVerwGE 64, 308
- NJW 1982, 1410
- NVwZ 1982, 378 (Ls.)
- DVBl 1982, 414
- DÖV 1982, 362
Wird zitiert von ... (46) Zitiert selbst (13)
- BVerfG, 06.12.1972 - 1 BvR 230/70
Förderstufe
Auszug aus BVerwG, 13.01.1982 - 7 C 95.80
Nach der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts und des erkennenden Senats verpflichten das Rechtsstaatsprinzip und das Demokratieprinzip des Grundgesetzes den Gesetzgeber, die wesentlichen (grundlegenden) Entscheidungen im Schulwesen selbst zu treffen und nicht der Schulverwaltung zu überlassen (vgl. BVerfGE 34, 165 [192 f.] betr.Dies gilt insbesondere für die der staatlichen Gestaltung offenliegende Rechtssphäre im Bereich der Grundrechtsausübung (BVerfGE 34, 165 [192]; 45, 400 [418]).
In dem Förderstufenurteil vom 6. Dezember 1972 (BVerfGE 34, 165 [192 ff.]) hat das Bundesverfassungsgericht die gesetzliche Regelung der hessischen Förderstufe für ausreichend gehalten; mit der Frage des Gesetzesvorbehalts für die Festlegung der Sprachenfolge hat es sich nicht ausdrücklich befaßt.
Die Eltern sind deswegen für den Gesamtplan der Erziehung ihrer Kinder verantwortlich; in ihre primäre Entscheidungszuständigkeit fällt die Befugnis, den Bildungsweg ihrer Kinder in der Schule zu bestimmen und zu wählen (vgl. BVerfGE 34, 165 [183 f.]).
Der staatliche Erziehungsauftrag in der Schule, von dem Art. 7 Abs. 1 GG ausgeht, ist allerdings in seinem Bereich dem elterlichen Erziehungsrecht gleichgeordnet (BVerfGE 34, 165 [183]).
Zu dem der elterlichen Bestimmung grundsätzlich entzogenen staatlichen Gestaltungsbereich gehört neben der organisatorischen Gliederung der Schule auch die inhaltliche Festlegung der Ausbildungsgänge und Unterrichtsziele, die Bestimmung des Unterrichtsstoffes (vgl. BVerfGE 34, 165 [182]; 45, 400 [415]; 53, 185 [196]; BVerwGE 47, 194 [198]).
Durch dieses staatliche Gestaltungsrecht wird das Recht der Eltern, den von ihrem Kind in der Schule einzuschlagenden Bildungsweg zu wählen, begrenzt (BVerfGE 34, 165 [184]; BVerwGE 5, 153 [157]).
Der Staat muß aber in der Schule die Verantwortung der Eltern für den Gesamtplan der Erziehung ihrer Kinder achten (BVerfGE 34, 165 [183]; 47, 46 [73]).
Er darf diesen Gesamtplan nicht unterlaufen und das Wahlrecht der Eltern nicht mehr als notwendig begrenzen (BVerfGE 34, 165 [185]; 45, 400 [415 f.]).
Im Bereich der Grundrechtsausübung muß der Gesetzgeber die der staatlichen Gestaltung offenliegende Rechtssphäre selbst abgrenzen (vgl. BVerfGE 34, 165 [193]).
Demgemäß hat das Bundesverfassungsgericht eine Verletzung des Elternrechts verneint, soweit die hessische Förderstufe den Eltern die Wahl der ersten Fremdsprache genommen hat (BVerfGE 34, 165 [192]).
Das Grundgesetz gibt keinen Maßstab für die pädagogische Beurteilung von Schulsystemen; es mag auch hier äußerste Grenzen geben, deren Überschreitung verfassungsrechtlich relevant wäre (vgl. BVerfGE 34, 165 [185]; 45, 400 [415]).
Fehlt einer Rechtsvorschrift das unter rechtsstaatlichen Gesichtspunkten unabdingbare Maß an normativem Gehalt, so kann dieser Mangel nicht im Wege verfassungskonformer Auslegung behoben werden; die Entscheidung darüber muß dem Gesetzgeber vorbehalten bleiben (vgl. BVerfGE 8, 71 [78 f.]; 9, 83 [87]; 34, 165 [200]).
- BVerfG, 22.06.1977 - 1 BvR 799/76
Oberstufenreform
Auszug aus BVerwG, 13.01.1982 - 7 C 95.80
hessische Förderstufe; 45, 400 [417 f.] und 53, 185 [204] betr.Dies gilt insbesondere für die der staatlichen Gestaltung offenliegende Rechtssphäre im Bereich der Grundrechtsausübung (BVerfGE 34, 165 [192]; 45, 400 [418]).
In dem Beschluß vom 22. Juni 1977 zur Gymnasialoberstufenreform in Hessen (BVerfGE 45, 400 [419 f.]) hat das Bundesverfassungsgericht offengelassen, ob in dem hessischen (Vorschalt-)Gesetz über die Neuordnung der gymnasialen Oberstufe vom 26. Oktober 1976 (HessGVBl. S. 433) ein rechtsstaatliches Defizit hinsichtlich des Fächerkatalogs - hierfür hatte der Hessische Verwaltungsgerichtshof im Beschluß vom 18. August 1976 (NJW 1976, 1856 = JZ 1977, 223) eine gesetzliche Regelung verlangt - bestehe; ein etwaiges Regelungsdefizit hat das Bundesverfassungsgericht seinerzeit hingenommen mit Rücksicht darauf, daß der Fächerkatalog in Erlassen des hessischen Kultusministers näher umrissen war, daß diese Erlasse den Charakter von Rechtsverordnungen hatten, deren Transformierung in Gesetzesrecht durch das Vorschaltgesetz sichergestellt werden sollte, und daß das Vorschaltgesetz nur eine Übergangslösung darstellte, die dann durch das hessische Gesetz über die Neuordnung der gymnasialen Oberstufe vom 21. Juni 1977 (HessGVBl. S. 284) abgelöst wurde (vgl. dazu BVerfGE 53, 185 [204]).
Zu dem der elterlichen Bestimmung grundsätzlich entzogenen staatlichen Gestaltungsbereich gehört neben der organisatorischen Gliederung der Schule auch die inhaltliche Festlegung der Ausbildungsgänge und Unterrichtsziele, die Bestimmung des Unterrichtsstoffes (vgl. BVerfGE 34, 165 [182]; 45, 400 [415]; 53, 185 [196]; BVerwGE 47, 194 [198]).
Er darf diesen Gesamtplan nicht unterlaufen und das Wahlrecht der Eltern nicht mehr als notwendig begrenzen (BVerfGE 34, 165 [185]; 45, 400 [415 f.]).
Das Grundgesetz gibt keinen Maßstab für die pädagogische Beurteilung von Schulsystemen; es mag auch hier äußerste Grenzen geben, deren Überschreitung verfassungsrechtlich relevant wäre (vgl. BVerfGE 34, 165 [185]; 45, 400 [415]).
- BVerfG, 21.12.1977 - 1 BvL 1/75
Sexualkundeunterricht
Auszug aus BVerwG, 13.01.1982 - 7 C 95.80
Neuordnung der gymnasialen Oberstufe in Hessen; 47, 46 [78 ff.] betr.Der Staat muß aber in der Schule die Verantwortung der Eltern für den Gesamtplan der Erziehung ihrer Kinder achten (BVerfGE 34, 165 [183]; 47, 46 [73]).
Die Markierung der Grenzen zwischen dem staatlichen Erziehungsauftrag und dem Elternrecht ist für die Ausübung des Grundrechts des Art. 6 Abs. 2 Satz 1 GG von maßgebender Bedeutung; sie ist daher Aufgabe des Gesetzgebers (vgl. BVerfGE 47, 46 [80]; dazu auch Niehues in DVBl. 1980, 465 [466]).
Damit ist die Bürgerschaft nicht als Gesetzgeber tätig geworden; auch die Mitwirkung der Deputation vermag den Gesetzgeber nicht zu ersetzen (BVerfGE 47, 46 [82]).
Eine verfassungskonforme Auslegung des § 5 Abs. 2 SchulG 1975 in dem von den Klägern gewünschten Sinne, daß wegen der Unbestimmtheit der Regelung weiterhin die Möglichkeit bestehen müsse, in der Orientierungsstufe Latein als Pflichtfremdsprache zu wählen, ist angesichts des vom Berufungsgericht ermittelten Inhalts dieser Vorschrift nicht möglich (vgl. auch BVerwGE 47, 194 [200] und BVerfGE 47, 46 [82]).
- BVerwG, 15.11.1974 - VII C 8.73
Verpflichtung des Gesetzgebers zur Vornahme wesentlicher Entscheidungen im …
Auszug aus BVerwG, 13.01.1982 - 7 C 95.80
Sexualerziehung; BVerwGE 47, 194 [197 ff.] und 57, 360 [363 f.] betr.Zu dem der elterlichen Bestimmung grundsätzlich entzogenen staatlichen Gestaltungsbereich gehört neben der organisatorischen Gliederung der Schule auch die inhaltliche Festlegung der Ausbildungsgänge und Unterrichtsziele, die Bestimmung des Unterrichtsstoffes (vgl. BVerfGE 34, 165 [182]; 45, 400 [415]; 53, 185 [196]; BVerwGE 47, 194 [198]).
Würde dem § 3 Abs. 3 BremSchulVwG eine so weit gehende Bedeutung unterstellt, so hätte sich der bremische Gesetzgeber mit dieser pauschalen Ermächtigung seiner Verantwortung und Aufgabe, grundlegende Entscheidungen im Schulwesen selbst zu treffen und die Tätigkeit der Exekutive inhaltlich zu normieren, völlig entäußert, was mit dem Rechtsstaatsprinzip und dem Demokratieprinzip des Grundgesetzes nicht vereinbar wäre (vgl. BVerwGE 47, 194 [200]).
Eine verfassungskonforme Auslegung des § 5 Abs. 2 SchulG 1975 in dem von den Klägern gewünschten Sinne, daß wegen der Unbestimmtheit der Regelung weiterhin die Möglichkeit bestehen müsse, in der Orientierungsstufe Latein als Pflichtfremdsprache zu wählen, ist angesichts des vom Berufungsgericht ermittelten Inhalts dieser Vorschrift nicht möglich (vgl. auch BVerwGE 47, 194 [200] und BVerfGE 47, 46 [82]).
Die streitige Frage, ob die Regelung der Pflichtfremdsprache in der Orientierungsstufe dem Gesetzesvorbehalt unterliegt, war bisher in der Rechtsprechung noch nicht entschieden, so daß eine Übergangslösung gerechtfertigt ist (vgl. dazu BVerwGE 47, 194 [200 f.]; 56, 155 [161 f.] mit weiteren Nachweisen).
- BVerfG, 26.02.1980 - 1 BvR 684/78
Verfassungsmäßigkeit des hessischen Gesetzes über die Neuordnung der gymnasialen …
Auszug aus BVerwG, 13.01.1982 - 7 C 95.80
hessische Förderstufe; 45, 400 [417 f.] und 53, 185 [204] betr.In dem Beschluß vom 22. Juni 1977 zur Gymnasialoberstufenreform in Hessen (BVerfGE 45, 400 [419 f.]) hat das Bundesverfassungsgericht offengelassen, ob in dem hessischen (Vorschalt-)Gesetz über die Neuordnung der gymnasialen Oberstufe vom 26. Oktober 1976 (HessGVBl. S. 433) ein rechtsstaatliches Defizit hinsichtlich des Fächerkatalogs - hierfür hatte der Hessische Verwaltungsgerichtshof im Beschluß vom 18. August 1976 (NJW 1976, 1856 = JZ 1977, 223) eine gesetzliche Regelung verlangt - bestehe; ein etwaiges Regelungsdefizit hat das Bundesverfassungsgericht seinerzeit hingenommen mit Rücksicht darauf, daß der Fächerkatalog in Erlassen des hessischen Kultusministers näher umrissen war, daß diese Erlasse den Charakter von Rechtsverordnungen hatten, deren Transformierung in Gesetzesrecht durch das Vorschaltgesetz sichergestellt werden sollte, und daß das Vorschaltgesetz nur eine Übergangslösung darstellte, die dann durch das hessische Gesetz über die Neuordnung der gymnasialen Oberstufe vom 21. Juni 1977 (HessGVBl. S. 284) abgelöst wurde (vgl. dazu BVerfGE 53, 185 [204]).
Zu dem der elterlichen Bestimmung grundsätzlich entzogenen staatlichen Gestaltungsbereich gehört neben der organisatorischen Gliederung der Schule auch die inhaltliche Festlegung der Ausbildungsgänge und Unterrichtsziele, die Bestimmung des Unterrichtsstoffes (vgl. BVerfGE 34, 165 [182]; 45, 400 [415]; 53, 185 [196]; BVerwGE 47, 194 [198]).
Die Schulform Gymnasium ist weder grundgesetzlich garantiert noch bundesrechtlich einheitlich für die Länder festgelegt (vgl. BVerfGE 53, 185 [197]; Beschluß des Senats vom 25. Oktober 1978 - BVerwG 7 B 195.78 - [Buchholz 421 Kultur- und Schulwesen Nr. 62 = DVBl. 1979, 354]).
- BVerwG, 14.07.1978 - 7 C 11.76
Berliner Versetzungsordnung - Gesetzesvorbehalt, Art. 12 GG, Art. 2 GG i.V.m. …
Auszug aus BVerwG, 13.01.1982 - 7 C 95.80
Sexualerziehung; 56, 155 [157 f.] betr.Die streitige Frage, ob die Regelung der Pflichtfremdsprache in der Orientierungsstufe dem Gesetzesvorbehalt unterliegt, war bisher in der Rechtsprechung noch nicht entschieden, so daß eine Übergangslösung gerechtfertigt ist (vgl. dazu BVerwGE 47, 194 [200 f.]; 56, 155 [161 f.] mit weiteren Nachweisen).
- VGH Hessen, 18.08.1976 - VI TG 368/76
Auszug aus BVerwG, 13.01.1982 - 7 C 95.80
In dem Beschluß vom 22. Juni 1977 zur Gymnasialoberstufenreform in Hessen (BVerfGE 45, 400 [419 f.]) hat das Bundesverfassungsgericht offengelassen, ob in dem hessischen (Vorschalt-)Gesetz über die Neuordnung der gymnasialen Oberstufe vom 26. Oktober 1976 (HessGVBl. S. 433) ein rechtsstaatliches Defizit hinsichtlich des Fächerkatalogs - hierfür hatte der Hessische Verwaltungsgerichtshof im Beschluß vom 18. August 1976 (NJW 1976, 1856 = JZ 1977, 223) eine gesetzliche Regelung verlangt - bestehe; ein etwaiges Regelungsdefizit hat das Bundesverfassungsgericht seinerzeit hingenommen mit Rücksicht darauf, daß der Fächerkatalog in Erlassen des hessischen Kultusministers näher umrissen war, daß diese Erlasse den Charakter von Rechtsverordnungen hatten, deren Transformierung in Gesetzesrecht durch das Vorschaltgesetz sichergestellt werden sollte, und daß das Vorschaltgesetz nur eine Übergangslösung darstellte, die dann durch das hessische Gesetz über die Neuordnung der gymnasialen Oberstufe vom 21. Juni 1977 (HessGVBl. S. 284) abgelöst wurde (vgl. dazu BVerfGE 53, 185 [204]).Der Beschluß des Hessischen Verwaltungsgerichtshofs vom 18. August 1976 (a.a.O.), der seinerzeit für die zum 1. August 1976 vorgesehene gymnasiale Oberstufenreform in Hessen eine Übergangslösung abgelehnt hat, gibt insoweit keinen Anlaß zu einer anderen Beurteilung.
- BVerfG, 10.07.1958 - 1 BvF 1/58
Bestimmtheit einer Rechtsverordnung
Auszug aus BVerwG, 13.01.1982 - 7 C 95.80
Fehlt einer Rechtsvorschrift das unter rechtsstaatlichen Gesichtspunkten unabdingbare Maß an normativem Gehalt, so kann dieser Mangel nicht im Wege verfassungskonformer Auslegung behoben werden; die Entscheidung darüber muß dem Gesetzgeber vorbehalten bleiben (vgl. BVerfGE 8, 71 [78 f.]; 9, 83 [87]; 34, 165 [200]). - BVerwG, 22.03.1979 - VII C 8.73
Vereinbarkeit der in § 5 Hamburgisches Schulgesetz (Hamb. SchulG) und in den …
Auszug aus BVerwG, 13.01.1982 - 7 C 95.80
Sexualerziehung; BVerwGE 47, 194 [197 ff.] und 57, 360 [363 f.] betr. - BVerwG, 29.06.1957 - II C 105.56
Auszug aus BVerwG, 13.01.1982 - 7 C 95.80
Durch dieses staatliche Gestaltungsrecht wird das Recht der Eltern, den von ihrem Kind in der Schule einzuschlagenden Bildungsweg zu wählen, begrenzt (BVerfGE 34, 165 [184]; BVerwGE 5, 153 [157]). - BVerfG, 08.01.1959 - 1 BvR 425/52
Strafbarkeit der Arzneiproduktion
- BVerwG, 25.10.1978 - 7 B 195.78
Gymnasialklassen - Additive Gesamtschule - Verfassungsmäßigkeit der Neugliederung
- VG Bremen, 18.01.1978 - I A 134/77
- BVerwG, 29.07.2015 - 6 C 35.14
Rechtschreibstörung (Legasthenie); Abitur; schriftliche Prüfungen, Gebot der …
Erfasst werden auch Entscheidungen, die Ausbildungsgänge und Unterrichtsziele in wesentlichen Punkten ändern, insbesondere Neuerungen einführen (BVerfG, Urteil vom 6. Dezember 1972 - 1 BvR 230/70, 95/71 - BVerfGE 34, 165 ; Beschlüsse vom 22. Juni 1977 - 1 BvR 799/76 - BVerfGE 45, 400 und vom 21. Dezember 1977 - 1 BvL 1/75, 1 BvR 147/75 - BVerfGE 47, 46 ; BVerwG, Urteil vom 13. Januar 1982 - 7 C 95.80 - BVerwGE 64, 308 ). - BVerwG, 29.07.2015 - 6 C 33.14
Hinweis auf Nichtbewertung von Rechtschreibleistungen in bayerischen …
Erfasst werden auch Entscheidungen, die Ausbildungsgänge und Unterrichtsziele in wesentlichen Punkten ändern, insbesondere Neuerungen einführen (BVerfG, Urteil vom 6. Dezember 1972 - 1 BvR 230/70, 95/71 - BVerfGE 34, 165 ; Beschlüsse vom 22. Juni 1977 - 1 BvR 799/76 - BVerfGE 45, 400 und vom 21. Dezember 1977 - 1 BvL 1/75, 1 BvR 147/75 - BVerfGE 47, 46 ; BVerwG, Urteil vom 13. Januar 1982 - 7 C 95.80 - BVerwGE 64, 308 ). - BVerwG, 17.06.1998 - 6 C 11.97
Ethikunterricht zulässig
So darf der Staat verbindliche Pflichtfächer für alle Schüler festlegen (BVerwGE 64, 308, 312).
- OVG Rheinland-Pfalz, 20.03.2024 - 10 A 10971/23
Untersagung des Führens fahrerlaubnisfreier Fahrzeuge auf der Grundlage von § 3 …
Rn. 93 Die Anordnung einer übergangsweisen Fortgeltung einer verfassungswidrigen Norm kommt grundsätzlich nur in Betracht, wenn und soweit deren Anwendung unerlässlich ist, um grundrechtlich geschützte Rechtspositionen zu wahren oder die Funktionsfähigkeit der staatlichen Verwaltung sicherzustellen; die vorübergehende Fortgeltung der Regelungen wird dann trotz ihrer Unvereinbarkeit mit höherrangigem Recht in Kauf genommen, um noch verfassungsfernere Zustände zu vermeiden (vgl. BVerwG…, Beschluss vom 27. Januar 2015 - 6 B 43.14 -, juris Rn. 10; Urteil vom 13. Januar 1982 - 7 C 95.80 -, BVerwGE 64, 308 = juris Rn. 22;… Urteil vom 1. Juni 1995 - 2 C 16.94 -, BVerwGE 98, 324 = juris Rn. 16;… Urteil vom 30. August 2012 - 2 C 23.10 -, BVerwGE 144, 93 = juris Rn. 16;… Beschluss vom 31. Januar 2019 - 1 WB 28.17 -, BVerwGE 164, 304 = juris Rn. 35;… Urteil vom 7. Juli 2021 - 2 C 2.21 -, BVerwGE 173, 81 = juris Rn. 40;… Beschluss vom 26. Januar 2023 - 1 WB 41.21 -, juris Rn. 23;… Beschluss vom 29. August 2023 - 1 WB 60.22 -, juris Rn. 45; BVerfG…, Beschluss vom 27. Januar 1976 - 1 BvR 2325/73 -, BVerfGE 41, 251 = juris Rn. 36).In solchen Fällen kommt eine Fortgeltungsanordnung insbesondere dann in Betracht, wenn die streitige Rechtsfrage hinsichtlich der Rechtsgültigkeit der Norm in der Rechtsprechung bislang noch nicht - oder anders - entschieden war (vgl. BVerwG, Urteil vom 13. Januar 1982 - 7 C 95.80 -, BVerwGE 64, 308 = juris Rn. 22; Urteil vom 30. August 2012 - 2 C 23.10 -, BVerwGE 144, 93 = juris Rn. 15 f.; Beschluss vom 31. Januar 2019 - 1 WB.
- BVerwG, 27.01.2015 - 6 B 43.14
Modularer Studiengang; Akkreditierung; Lern- und Prüfungseinheit der Module; …
Die vorübergehende Fortgeltung der Regelungen wird dann trotz ihrer Unvereinbarkeit mit höherrangigem Recht in Kauf genommen, um noch verfassungsfernere Zustände zu vermeiden (BVerfG, Beschluss vom 27. Januar 1976 - 1 BvR 2325/73 - BVerfGE 41, 251 ; BVerwG, Urteile vom 13. Januar 1982 - 7 C 95.80 - BVerwGE 64, 308 und vom 1. Juni 1995 - 2 C 16.94 - BVerwGE 98, 324 ; Beschluss vom 2. August 1988 - 7 B 90.88 - Buchholz 421.0 Prüfungswesen Nr. 254 S. 62). - VGH Baden-Württemberg, 23.01.2013 - 9 S 2180/12
Kein Anspruch der Eltern auf Einführung des Schulfachs "Ethik" an Grundschulen
- OVG Sachsen-Anhalt, 30.12.2008 - 3 M 554/08
Zum Anspruch auf Beschulung an einer Schule im Schuleinzugsbereich eines anderen …
D. h. der elterlichen Bestimmung grundsätzlich entzogen ist neben der Entscheidung über die organisatorische Gliederung und Gestaltung des Schulsystems auch die inhaltliche Festlegung der Ausbildungsgänge und Unterrichtsziele sowie die Bestimmung des Unterrichtsstoffes (vgl. BVerfGE 34, 165 (182); 45, 400 (415); 53, 185 (196); BVerwGE 47, 194 (198); 64, 308 ff.).Durch das staatliche Gestaltungsrecht wird das Recht der Eltern, den von ihrem Kind einzuschlagenden Bildungsweg zu wählen, insoweit begrenzt (BVerfGE 34, 165 (184); BVerwGE 5, 153 (157); 64, 308 ff.).
Dabei hat der Staat auch im Rahmen der gebotenen Ermessensentscheidung insbesondere die Verantwortung der Eltern für den Gesamtplan der schulischen Erziehung ihrer Kinder zu achten (vgl. BVerfGE 34, 165 (183); 47, 46 (73); BVerwGE 64, 308 ff.).
D. h. er darf diesen Gesamtplan nicht unterlaufen und das Wahlrecht der Eltern nicht mehr als notwendig begrenzen (BVerfGE 34, 165 (185); 45, 400 (415 f.); BVerwGE 64, 308 ff.).).
- BVerwG, 15.03.2017 - 6 C 46.15
Ausgestaltung; Befähigungsschein; Berufsbezogene Prüfung; Berufsfreiheit; …
Die vorübergehende Fortgeltung der Regelungen wird dann trotz ihrer Unvereinbarkeit mit höherrangigem Recht in Kauf genommen, um noch verfassungsfernere Zustände zu vermeiden (stRspr, BVerwG…, Beschluss vom 27. Januar 2015 - 6 B 43.14 [ECLI:DE:BVerwG:2015:270115B6B43.14.0] - Buchholz 421.0 Prüfungswesen Nr. 421 Rn. 10 unter Hinweis auf BVerfG, Beschluss vom 27. Januar 1976 - 1 BvR 2325/73 - BVerfGE 41, 251 ; BVerwG, Urteile vom 13. Januar 1982 - 7 C 95.80 - BVerwGE 64, 308 und vom 1. Juni 1995 - 2 C 16.94 - BVerwGE 98, 324 ; Beschluss vom 2. August 1988 - 7 B 90.88 - Buchholz 421.0 Prüfungswesen Nr. 254 S. 62). - OVG Sachsen, 28.10.1997 - 2 S 610/97
Neuregelung der deutschen Rechtschreibung; staatliche Regelungskompetenz; …
Darüber hinaus hat er einen aus Art. 2 Abs. 1 GG i.V.m. den beiden o.g. Verfassungsprinzipien abgeleiteten Anspruch darauf, daß "wesentliche" Entscheidungen über ihn belastende Maßnahmen, die an sich von der Verfügungsgewalt des Staates erfaßt werden, vom Gesetzgeber getroffen und nicht der Exekutive überlassen werden (vgl. BVerfGE 34, 165, 192 f.; 41, 251, 259 [BVerfG 27.01.1976 - 1 BvR 2325/73]; 45, 400, 417 ff. [BVerfG 22.06.1977 - 1 BvR 799/76]; 47, 46, 78 f.; BVerwGE 47, 194, 197 f. [BVerwG 15.11.1974 - VII C 8/73]; 47, 201, 203 ff. [BVerwG 15.11.1974 - VII C 12/74]; 56, 155, 157 [BVerwG 14.07.1978 - 7 C 11/76]; 57, 360, 363 f. [BVerwG 22.03.1979 - 7 C 8/73]; 64, 308, 310 f. [BVerwG 13.01.1982 - 7 C 95/80]).Ihre Markierung ist vielfach von maßgebender Bedeutung und daher Aufgabe des Gesetzgebers (vgl. BVerfGE 47, 46, 80; BVerwGE 64, 308, 313) [BVerwG 13.01.1982 - 7 C 95/80].
Darüber hinaus hat sich der Gesetzgeber den bildungs- und schulpolitischen Grundentscheidungen von allgemeiner Bedeutung selbst anzunehmen (BVerwGE 64, 308, 315) [BVerwG 13.01.1982 - 7 C 95/80].
- OVG Berlin-Brandenburg, 25.11.2014 - 3 B 8.14
Auswahlentscheidung bei Überschreitung der Aufnahmekapazität; hier: …
Wann es danach einer Regelung durch den parlamentarischen Gesetzgeber bedarf, lässt sich nur im Blick auf den jeweiligen Sachbereich und die Eigenart des betroffenen Regelungsgegenstandes beurteilen (vgl. nur BVerfG…, Urteil vom 14. Juli 1998 - 1 BvR 1640/97 -, BVerfGE 98, 218 ff. -, zit. nach juris, Rn. 132 ff.;… Urteil vom 24. September 2003 - 2 BvR 1436/02 -, BVerfGE 108, 282 ff. -, zit. nach juris, Rn. 67 ff.; BVerwG, Urteil vom 13. Januar 1982 - 7 C 95.80 -, BVerwGE 64, 308 ff., zit. nach juris, Rn. 13 ff.; OVG NW…, Beschluss vom 2. Oktober 2007 - 19 B 1207/07 -, juris, Rn. 7 ff.). - BVerwG, 24.04.2024 - 6 C 5.22
Pflicht zur Schaffung richterrechtlicher Übergangsregelungen bei Mängeln einer …
- OVG Sachsen-Anhalt, 20.11.2007 - 2 C 22.07
- OVG Sachsen-Anhalt, 20.11.2007 - 3 M 241/07
Ausbildungsgang; Beschulung; Bildungsangebot; Elternrecht; Fremdsprachen; …
- VG Berlin, 14.11.1997 - 3 A 817.97
Unterlassen der Einführung der Rechtschreibreform an Berliner Schulen; Umsetzung …
- VGH Baden-Württemberg, 09.05.2022 - 9 S 994/21
Das Anbieten von Religionsunterricht ist nicht Voraussetzung der staatlichen …
- BVerwG, 16.07.1982 - 7 B 190.81
Abgabenordnung - Auslegung - Revision - Schulbuchgenehmigung - Widerruf
- VG Bremen, 27.06.2018 - 1 K 762/18
Feststellung der Rechtwidrigkeit einer Anordnung - Beamter; Förderort; Gymnasium; …
- VG Berlin, 14.02.1997 - 3 A 17201.96
Verpflichtung zur Teilnahme am Chemieunterricht ; Folgen des Fehlens einer …
- VG Freiburg, 21.09.2011 - 2 K 638/10
Einführung des Schulfachs Ethik an der Grundschule
- VGH Hessen, 17.06.1999 - 7 UE 299/99
Schulfahrten - Vereinbarkeit einer Erlassregelung (Wandererlass) mit dem …
- VGH Baden-Württemberg, 01.03.2023 - 9 S 1798/22
Staatliche Prüfung für die Ausbildung zum Notfallsanitäter; rechtwidrige …
- OVG Berlin-Brandenburg, 29.01.2009 - 3 S 124.08
Wechsel der ersten Fremdsprache an der Grundschule nach Ablauf der …
- OVG Hamburg, 27.07.2005 - 1 Bs 205/05
Zum Anspruch auf Teilnahme an einem Schulversuch des bilingualen …
- StGH Hessen, 25.11.1982 - P.St. 929
Umwandlung eines Gymnasiums in eine Gesamtschule
- VG Berlin, 12.01.2015 - 3 L 1059.14
Wechsel des Zuges fremdsprachlicher Prägung an der Staatlichen Europaschule …
- OVG Sachsen-Anhalt, 14.09.2006 - 2 L 406/03
Finanzhilfe für Ersatzschule
- OVG Berlin-Brandenburg, 20.12.2023 - 3 S 51.23
Schulrecht - Aufnahme - Schule mit sonderpädgagogischem Förderschwerpunkt - …
- VGH Hessen, 05.09.1997 - 7 TG 3133/97
Fehlende Dringlichkeit für den Erlaß einer einstweiligen Anordnung zwecks …
- VGH Baden-Württemberg, 24.01.2012 - 9 S 3310/11
Vorläufige Zulassung zum Masterstudiengang; Vergabepraxis; Ausschlussfrist
- VGH Hessen, 20.06.1988 - 6 N 1364/88
- VerfGH Nordrhein-Westfalen, 23.12.1983 - VerfGH 22/82
Änderung des Schulverwaltungsgesetzes
- OVG Nordrhein-Westfalen, 14.12.1999 - 8 A 2685/99
Ausgestaltung der Berechnung der Höhe einer Verdienstausfallentschädigung für …
- VGH Baden-Württemberg, 27.05.1987 - 9 S 2805/85
Schulunterricht zum Thema "Friedenssicherung und Bundeswehr"
- VG Bremen, 21.07.2016 - 1 V 1579/16
Schulzuweisung Altes Gymnasium - Altes Gymnasium; Aufnahmeverfahren; …
- OVG Rheinland-Pfalz, 28.09.1992 - 2 B 11813/92
Schullaufbahnempfehlung; Schulartabhängige Orientierungsstufe
- OVG Bremen, 02.06.1987 - 1 BA 43/86
- VG Bremen, 22.07.2016 - 1 V 1529/16
Schulzuweisung Gymnasium Vegesack - Gymnasium Vegesack; Kapazitätsrichtlinie; …
- VG München, 31.07.2023 - M 3 E 23.3387
Einstweiliger Rechtsschutz, Schulorganisatorische Maßnahme, Gymnasium, Wahl der …
- OVG Bremen, 02.06.1987 - 1 BA 49/86
- OVG Bremen, 10.08.1983 - 1 B 34/83
Anspruch der Eltern auf Zuweisung eines Kindes an ein bestimmtes Gymnasium; …
- VG Frankfurt/Oder, 09.12.2009 - 6 K 1659/05
- OVG Sachsen-Anhalt, 30.10.1996 - 2 S 41/95
- OVG Bremen, 07.09.1983 - 1 T 4/83
Wahl des Bildungsweges nach Beendigung der Orientierungsstufe; Einheitlichkeit …
- OVG Niedersachsen-Schleswig-Holstein, 30.11.1982 - 13 B 44/82
- VG Berlin, 07.08.1995 - 3 A 584.95
Anspruch eines Schülers auf Aufnahme in eine Oberschulklasse ; Voraussetzungen …
- BVerwG, 29.01.1988 - 7 B 13.87
Geltendmachung von Differenzbeträgen bzgl. Zuschüssen nach dem …
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