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Rechtsprechung
   OLG München, 25.11.2020 - 7 U 1297/20   

Zitiervorschläge
https://dejure.org/2020,41511
OLG München, 25.11.2020 - 7 U 1297/20 (https://dejure.org/2020,41511)
OLG München, Entscheidung vom 25.11.2020 - 7 U 1297/20 (https://dejure.org/2020,41511)
OLG München, Entscheidung vom 25. November 2020 - 7 U 1297/20 (https://dejure.org/2020,41511)
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Volltextveröffentlichungen (4)

  • openjur.de
  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
  • rechtsportal.de

    Anspruch aus einer Ruhegeldvereinbarung Kein arbeitsrechtlicher Gleichbehandlungsgrundsatz für GmbH-Geschäftsführer Gleichbehandlungsgebot nach dem MitbestG Gleichbehandlung eines Arbeitsdirektors

  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Kurzfassungen/Presse (2)

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Verfahrensgang

Papierfundstellen

  • NZG 2021, 244
 
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Wird zitiert von ...Zitiert selbst (17)

  • BGH, 14.05.1990 - II ZR 122/89

    Anspruch des Geschäftsführers auf Gleichbehandlung; Verhandlungen mit …

    Auszug aus OLG München, 25.11.2020 - 7 U 1297/20
    Rn. 27 In seiner Entscheidung vom 14.05.1990 (II ZR 122/89) stellte der BGH dagegen, ohne dabei auf seine früheren Entscheidungen aus den Jahren 1973 und 1978 einzugehen, fest, dass der arbeitsrechtliche Gleichbehandlungsgrundsatz im Prinzip auch für Geschäftsführer einer GmbH gelte, wobei Vergleichsmaßstab nur Mitgeschäftsführer und unter bestimmten, näher ausgeführten Voraussetzungen auch leitende Angestellte der Gesellschaft sein könnten (…BGH, aaO, Rdnr. 9).

    Rn. 28 Im Jahr 1993 führte der BGH unter Verweis auf seine Entscheidung vom 05.10.1978 - II ZR 53/77 aber ohne Erwähnung seines Urteils vom 14.05.1990 - II ZR 122/89 und ohne weitere Begründung schließlich aus, dass sich ein GmbH-Geschäftsführer zur Begründung eines Anspruchs auf Altersversorgung nicht auf den arbeitsrechtlichen Gleichbehandlungsgrundsatz stützen könne (BGH…, Urteil vom 20.12.1993 - II ZR 217/92, Rdnr. 12).

    Rn. 29 b. Im Schrifttum wird unter Berufung auf das Urteil des BGH vom 14.05.1990 (II ZR 122/89) überwiegend ohne weitere Begründung von einer grundsätzlichen Anwendbarkeit des arbeitsrechtlichen Gleichbehandlungsgrundsatzes ausgegangen (…vgl. Jaeger/Steinbrück in Münchener Kommentar GmbHG, 3. Auflage, München 2019, Rdnr. 306 zu § 35 GmbHG, Lenz in Michalski/Heidinger/Leible/J. Schmidt, GmbH-Gesetz, 3. Auflage, München 2017, Rdnr. 122 zu § 35 GmbHG, Oetker in Henssler/Strohn, Gesellschaftsrecht, 4. Auflage, München 2019, Rdnr. 99 zu § 35 GmbHG, Kleindiek in Lutter/Hommelhoff, GmbHG, 20. Auflage, Köln 2020, Rdnrn 31a und 37 zu Anh. § 6 GmbHG, Hohenstatt in Scholz, GmbHG, 12. Auflage, Köln 2018, Rdnr. 403 zu § 35 GmbHG, Schmitt in: Bartl/Bartl/Beine/Koch/Schlarb/Schmitt, GmbH-Recht, 8. Auflage, Köln 2019, Rdnr. 156 zu § 35 GmbHG, Altmeppen in Roth/Altmeppen, GmbHG, 9. Auflage, München 2019, Rdnr. 103 zu § 6 GmbHG, Wisskirchen/Kuhn in BeckOK GmbHG, 45. Edition, Stand 01.08.2020, Rdnr. 109 zu § 6 GmbHG, Baukelmann in Rowedder/Schmidt-Leithoff, GmbH-Gesetz, 6. Auflage, München 2017, Rdnr. 78 zu § 35 GmbHG, Wicke, GmbHG, 4. Auflage, München 2020, Rdnr. 7 zu § 6 GmbHG, Lücke/Simon in Saenger/Inhester, GmbHG, 4. Auflage, München 2020, Rdnr. 63 zu § 35 GmbHG; vgl. auch OLG Hamm, Urteil vom 25.03.1996 - 8 U 195/95, Rdnrn 19 und 20 …und Urteil vom 09.09.2019 - 8 U 7/17, Rdnr. 60, die sich jedoch auf Gesellschafter-Geschäftsführer und den gesellschaftsrechtlichen Gleichbehandlungsanspruch beziehen;… gegen eine Anwendbarkeit des arbeitsrechtlichen Gleichbehandlungsgrundsatzes auf Geschäftsführer Zöllner/Noack in Baumbach/Hueck, GmbH-Gesetz, 21. Auflage, München 2017, Rdnr 178a zu § 35 GmbHG).

    Denn mit dem Urteil des BGH vom 20.12.1993 (II ZR 217/92), das ausdrücklich auf die ältere Rechtsprechung des BGH (Urteil vom 05.10.1978 - II ZR 53/77) zur Nichtanwendbarkeit des arbeitsrechtlichen Gleichbehandlungsgrundsatzes auf Mitglieder der Geschäftsführung einer GmbH verweist, ist die zwischenzeitliche anderslautende Rechtsprechung des BGH (Urteil vom 14.05.1990 - II ZR 122/89) wieder aufgegeben worden.

  • BGH, 20.12.1993 - II ZR 217/92

    Form einer Ruhegehaltszusage zu Gunsten des GmbH-Geschäftsführers

    Auszug aus OLG München, 25.11.2020 - 7 U 1297/20
    Rn. 28 Im Jahr 1993 führte der BGH unter Verweis auf seine Entscheidung vom 05.10.1978 - II ZR 53/77 aber ohne Erwähnung seines Urteils vom 14.05.1990 - II ZR 122/89 und ohne weitere Begründung schließlich aus, dass sich ein GmbH-Geschäftsführer zur Begründung eines Anspruchs auf Altersversorgung nicht auf den arbeitsrechtlichen Gleichbehandlungsgrundsatz stützen könne (BGH, Urteil vom 20.12.1993 - II ZR 217/92, Rdnr. 12).

    Rn. 30 c. Der Senat folgt der im Urteil vom 20.12.1993 (II ZR 217/92, Rdnr. 12) vom BGH wieder aufgenommenen früheren Rechtsprechung, wonach der arbeitsrechtliche Gleichbehandlungsgrundsatz im Allgemeinen nicht auf die Vertretungsorgane von Kapitalgesellschaften anwendbar ist, da deren Vergütung, wozu auch die Ruhegeldregelungen zählen, individuell ausgehandelt werden.

    Denn mit dem Urteil des BGH vom 20.12.1993 (II ZR 217/92), das ausdrücklich auf die ältere Rechtsprechung des BGH (Urteil vom 05.10.1978 - II ZR 53/77) zur Nichtanwendbarkeit des arbeitsrechtlichen Gleichbehandlungsgrundsatzes auf Mitglieder der Geschäftsführung einer GmbH verweist, ist die zwischenzeitliche anderslautende Rechtsprechung des BGH (Urteil vom 14.05.1990 - II ZR 122/89) wieder aufgegeben worden.

  • BGH, 05.10.1978 - II ZR 53/77

    Wesentliche Änderung der Verhältnisse nach Abschluss eines Vergleichs - Grundsatz …

    Auszug aus OLG München, 25.11.2020 - 7 U 1297/20
    Rn. 26 a. Der BGH hat in seiner älteren Rechtsprechung angenommen, dass bei Dienstverträgen zwischen Kapitalgesellschaften und den Mitgliedern ihres gesetzlichen Vertretungsorgans für eine Anwendung des arbeitsrechtlichen Grundsatzes der gleichmäßigen Behandlung sowohl im Verhältnis zu anderen Betriebsangehörigen als auch im Verhältnis der Organmitglieder zueinander im Allgemeinen kein Raum sei, da derartige Dienstverträge im Gegensatz zu Arbeitsverträgen weitgehend nach individuellen Gesichtspunkten ausgehandelt würden (BGH…, Urteil vom 08.03.1973 - II ZR 134/71, Rdnr. 11, Urteil vom 05.10.1978 - II ZR 53/77, Rdnr. 8).

    Rn. 28 Im Jahr 1993 führte der BGH unter Verweis auf seine Entscheidung vom 05.10.1978 - II ZR 53/77 aber ohne Erwähnung seines Urteils vom 14.05.1990 - II ZR 122/89 und ohne weitere Begründung schließlich aus, dass sich ein GmbH-Geschäftsführer zur Begründung eines Anspruchs auf Altersversorgung nicht auf den arbeitsrechtlichen Gleichbehandlungsgrundsatz stützen könne (BGH…, Urteil vom 20.12.1993 - II ZR 217/92, Rdnr. 12).

    Denn mit dem Urteil des BGH vom 20.12.1993 (II ZR 217/92), das ausdrücklich auf die ältere Rechtsprechung des BGH (Urteil vom 05.10.1978 - II ZR 53/77) zur Nichtanwendbarkeit des arbeitsrechtlichen Gleichbehandlungsgrundsatzes auf Mitglieder der Geschäftsführung einer GmbH verweist, ist die zwischenzeitliche anderslautende Rechtsprechung des BGH (Urteil vom 14.05.1990 - II ZR 122/89) wieder aufgegeben worden.

  • BGH, 27.10.2015 - II ZR 296/14

    Aktiengesellschaft: Voraussetzungen, Durchführung und Angemessenheit einer …

    Auszug aus OLG München, 25.11.2020 - 7 U 1297/20
    Diese ist nicht auf den Wortlaut des Beschlusses beschränkt, sondern kann auch außerhalb des Beschlusstextes zum Ausdruck kommende Umstände einbeziehen (BGH, Urteil vom 27.10.2015 - II ZR 296/14, Rdnr. 28).

    Nicht geäußerte bloß subjektive Vorstellungen der Aufsichtsratsmitglieder sind bei der Beschlussfassung für deren Auslegung dagegen ohne Bedeutung (BGH, Urteil vom 27.10.2015 - II ZR 296/14, Rdnr. 28).

  • BGH, 26.03.2019 - II ZR 244/17

    Rechtmäßigkeit der Kündigung des Fremdgeschäftsführers einer GmbH; Ansehung des …

    Auszug aus OLG München, 25.11.2020 - 7 U 1297/20
    Rn. 32 Daran ändert auch die Entscheidung des BGH vom 26.03.2019 (II ZR 244/17) nichts, mit dem der sachliche Anwendungsbereich des § 2 Abs. 1 Nr. 2 AGG jedenfalls wegen der Kündigung eines Geschäftsführeranstellungsvertrages auf GmbH-Geschäftsführer erstreckt wurde, da letztere insoweit Arbeitnehmer iSd. § 6 Abs. 1 Nr. 1 AGG seien (…BGH, aaO, Rdnr. 22 ff.).
  • BGH, 19.11.2014 - VIII ZR 79/14

    Anspruch auf Zahlung von Abschlägen auf die zu erwartende Einspeisevergütung: …

    Auszug aus OLG München, 25.11.2020 - 7 U 1297/20
    Tut sie das nicht, ist die Klage unzulässig (vgl. BGH, Urteil vom 17.11.2006 - V ZR 71/06, Rdnrn 8 und 9, BGH, Urteil vom 19.11.2014 - VIII ZR 79/14, Rdnr. 33;… Saenger, ZPO, 8. Auflage, Bonn 2019, Rdnr. 3 zu § 258 ZPO).
  • BAG, 28.07.2004 - 10 AZR 19/04

    Jubiläumszuwendung

    Auszug aus OLG München, 25.11.2020 - 7 U 1297/20
    Einem Arbeitgeber steht es grundsätzlich frei, bisher gewährte Leistungen, zu deren Erbringung er kollektivrechtlich nicht verpflichtet ist, für neu eingestellte Beschäftigte auszuschließen, wobei die Wahl eines in der Zukunft liegenden Stichtages grundsätzlich keiner Begründung bedarf (BAG, Urteil vom 28.07.2004 - 10 AZR 19/04, Rdnr. 26).
  • BVerfG, 10.10.2001 - 2 BvR 1620/01

    Verfassungsrechtliche Überprüfung einer strafgerichtlichen Verurteilung

    Auszug aus OLG München, 25.11.2020 - 7 U 1297/20
    Rn. 79 1. Der Grundsatz der Öffentlichkeit der Verhandlung gebietet, dass jedermann die Möglichkeit hat, sich ohne besondere Schwierigkeiten davon Kenntnis zu verschaffen, wann und wo ein erkennendes Gericht mündlich verhandelt, und dass der Zutritt im Rahmen der tatsächlichen Gegebenheiten eröffnet ist (vgl. BVerfG, Beschluss vom 10.10.2001 - 2 BvR 1620/01, Rdnr. 6).
  • BAG, 12.08.2014 - 3 AZR 764/12

    Betriebliche Altersversorgung - Gleichbehandlung

    Auszug aus OLG München, 25.11.2020 - 7 U 1297/20
    Dabei ist nicht nur die willkürliche Schlechterstellung einzelner Arbeitnehmer innerhalb einer Gruppe, sondern auch eine sachfremde Gruppenbildung unzulässig (BAG, Urteil vom 12. August 2014 - 3 AZR 764/12, Rdnr. 23).
  • BGH, 17.11.2006 - V ZR 71/06

    Verurteilung zur Zahlung von zukünftigem Erbbauzins bei Vereinbarung einer …

    Auszug aus OLG München, 25.11.2020 - 7 U 1297/20
    Tut sie das nicht, ist die Klage unzulässig (vgl. BGH, Urteil vom 17.11.2006 - V ZR 71/06, Rdnrn 8 und 9, BGH…, Urteil vom 19.11.2014 - VIII ZR 79/14, Rdnr. 33;… Saenger, ZPO, 8. Auflage, Bonn 2019, Rdnr. 3 zu § 258 ZPO).
  • BGH, 17.12.2001 - II ZR 288/99

    Einladung zur Hauptversammlung durch den nur aus einem Mitglied bestehenden …

  • BGH, 28.09.2011 - 5 StR 245/11

    Öffentlichkeit des Verfahrens (Verfahrensrüge; Darlegungsanforderungen; Vertrauen …

  • BGH, 23.03.2006 - 1 StR 20/06

    Besetzung des Gerichts; Öffentlichkeitsgrundsatz bei der Auslosung der …

  • BGH, 23.04.2012 - II ZR 163/10

    BGH wendet erstmals Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz auf GmbH-Geschäftsführer …

  • OLG Hamm, 09.09.2019 - 8 U 7/17

    Geschäftsführervergütung; unangemessen hoch; gesellschaftsrechtliche Treuepflicht

  • BGH, 08.03.1973 - II ZR 134/71

    Grundsätze über fehlerhafte Anstellungsverträge - Kündigung eines …

  • OLG Hamm, 25.03.1996 - 8 U 195/95
  • OLG Frankfurt, 13.08.2026 - 14 U 174/23

    Verlangen gesonderten Geschäftsführergehalts bei Drittanstellung im Konzern

    Dieser sei nach Ansicht des Oberlandesgerichts München (vgl. Urteil vom 25. November 2020, 7 U 1297/20, NZG 2021, S. 244, 245, juris Rn. 44 ff.) auf einen GmbH-Geschäftsführer ohnehin nicht anwendbar, nach anderer Ansicht - beim direkten Vergütungsvergleich einzelner Geschäftsführer untereinander - nur eingeschränkt (…Reufels in: Hümmerich/Reufels, Gestaltung von Arbeitsverträgen, 5. Auflage 2023, Rn. 937;… Jager/Steinbrück in: MünchkommGmbHG, 4. Auflage 2023, § 35, Rn. 324).

    Selbst wenn man - abweichend vom Oberlandesgericht München (Urteil vom 25. November 2020, NZG 2021, S. 244, 245, juris Rn. 33) - annähme, dieser Grundsatz finde auf einen GmbH-Geschäftsführer Anwendung, sei eine sachlich ungerechtfertigte Benachteiligung des Klägers aus den vom Landgericht ausgeführten Gründen zu verneinen: Der Kläger habe eine höhere Vergütung erhalten als der Geschäftsführer C und - anders als dieser - im wesentlichen konzern-übergreifende Tätigkeiten für die X1 wahrgenommen, nicht aber bei ihr (der Beklagten) anfallende operative Aufgaben.

    Hierzu hat das Oberlandesgericht München in seinem Urteil vom 25. November 2020 (7 U 1297/20, NZG 2021, S. 244 ff. Rn. 26 ff., 33) unter Verweis auf die Urteile des Bundesgerichtshofs vom 8. März 1973 (…II ZR 134/71, BeckRS 1973, 31368088 Rn. 11), 5. Oktober 1978 (…II ZR 53/77, WM 1978, S. 1402 f.) und 20. Dezember 1993 (…II ZR 217/92, NJW-RR 1994, S. 357 f. = NZA 1994, S. 367, juris Rn. 12) zutreffend ausgeführt, dass bei Dienstverträgen zwischen Kapitalgesellschaften und den Mitgliedern ihres gesetzlichen Vertretungsorgans für eine Anwendung des arbeitsrechtlichen Grundsatzes der gleichmäßigen Behandlung sowohl im Verhältnis zu anderen Betriebsangehörigen als auch im Verhältnis der Organmitglieder zueinander im Allgemeinen kein Raum ist, weil derartige Dienstverträge im Gegensatz zu Arbeitsverträgen weitgehend nach individuellen Gesichtspunkten ausgehandelt werden.

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