Rechtsprechung
| BVerwG, 12.04.1978 - VIII C 70.76 |
Volltextveröffentlichungen (2)
- Wolters Kluwer
Beteiligung eines Grundwehrdienstleistenden an der Erstellung einer die Bundeswehr inkriminierenden Schrift namens "Soldat 74" und Teilnahme an einer Pressekonferenz in Bundeswehruniform zu deren Bekanntgabe als Entlassungsgrund - Gefährdung der Sicherheit oder der ...
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Verfahrensgang
- VG Gelsenkirchen, 12.07.1976 - 4 K 465/75
- BVerwG, 16.12.1977 - 8 CB 70.76
- BVerwG, 12.04.1978 - VIII C 70.76
Wird zitiert von ... (5) Zitiert selbst (4)
- BVerwG, 28.02.1973 - VIII C 116.70
Gefährdung einer militärischen Ordnung - Verletzung von Dienstpflichten eines …
Auszug aus BVerwG, 12.04.1978 - 8 C 70.76
Denn diese Entlassung ist ein gestaltender Verwaltungsakt, der seine Wirkung mit seinem Erlaß entfaltet und ausdrücklich an das bisherige vor der Entlassung liegende Verhalten des Betroffenen anknüpft (Urteile vom 30. Januar 1968 - BVerwG 6 C 35.65 - [Buchholz 232 § 32 BBG Nr. 16] und vom 28. Februar 1973 - BVerwG 8 C 116.70 - [BVerwGE 42, 20 [BVerwG 28.02.1973 - BVerwG VIII C 116.70] = Buchholz 448.0 § 29 WPflG Nr. 8]).Die nach § 29 Abs. 1 Nr. 5 WPflG vorgesehene Entlassung des Wehrpflichtigen ist eine wehrpflichtrechtliche Verwaltungsmaßnahme, für die es nur darauf ankommt, ob ein Verbleib des Wehrpflichtigen in der Bundeswehr nach seinem bisherigen Verhalten die militärische Ordnung oder die Sicherheit der Truppe ernstlich gefährdet (BVerwGE 42, 20 [BVerwG 28.02.1973 - BVerwG VIII C 116.70] [22 ff.]).
Nach der Rechtsprechung des Senats (BVerwGE 42, 20 [BVerwG 28.02.1973 - BVerwG VIII C 116.70]; Urteile vom 28. Februar 1973 - BVerwG 8 C 176.70 - und vom 22. Mai 1974 - BVerwG 8 C 179.72 -) gehören zur militärischen Ordnung alle Elemente, welche die Verteidigungsbereitschaft der Bundeswehr nach den gegebenen rechtlichen und tatsächlichen Verhältnissen erhalten.
Bei der Abwägung ist ferner zu berücksichtigen, daß dem Begriff des Verbleibens eine Entlassungsschranke innewohnt (BVerwGE 42, 20 [BVerwG 28.02.1973 - BVerwG VIII C 116.70] [24 ff.]; Urteil vom 28. Februar 1973 - BVerwG 8 C 176.70 -).
Hieran müssen sie zunächst bis zum Grade des Möglichen und des der Bundeswehr Zumutbaren gehindert werden (BVerwGE 42, 20 [BVerwG 28.02.1973 - BVerwG VIII C 116.70] [22 ff.]; Urteile vom 28. Februar 1973 - BVerwG 8 C 176.70 - und vom 22. Mai 1974 - BVerwG 8 C 179.72 -).
- BVerwG, 28.02.1973 - VIII C 176.70
Wehrpflichtiger in militärfachlicher Verwendung als Stabsarzt - Ermessen …
Auszug aus BVerwG, 12.04.1978 - 8 C 70.76
Diese Entscheidung ist nach § 138 Abs. 2 Wehrdisziplinarordnung - WDO - in der hier anzuwendenden Fassung vom 4. September 1972 (BGBl. I S. 1665) für die Beurteilung der hier geltend gemachten Rechte aus dem Dienstverhältnis bindend (Urteile vom 28. Februar 1973 - BVerwG 8 C 176.70 - und vom 22. Mai 1974 - BVerwG 8 C 179.72 -).Daher ist nicht zu prüfen, ob das Verhalten des Klägers mit Art. 5 GG oder anderweitig zu rechtfertigen war (Urteile vom 28. Februar 1973 - BVerwG 8 C 176.70 - und vom 22. Mai 1974 - BVerwG 8 C 179.72 -).
Nach der Rechtsprechung des Senats (BVerwGE 42, 20 [BVerwG 28.02.1973 - BVerwG VIII C 116.70]; Urteile vom 28. Februar 1973 - BVerwG 8 C 176.70 - und vom 22. Mai 1974 - BVerwG 8 C 179.72 -) gehören zur militärischen Ordnung alle Elemente, welche die Verteidigungsbereitschaft der Bundeswehr nach den gegebenen rechtlichen und tatsächlichen Verhältnissen erhalten.
Bei der Abwägung ist ferner zu berücksichtigen, daß dem Begriff des Verbleibens eine Entlassungsschranke innewohnt (BVerwGE 42, 20 [BVerwG 28.02.1973 - BVerwG VIII C 116.70] [24 ff.]; Urteil vom 28. Februar 1973 - BVerwG 8 C 176.70 -).
Hieran müssen sie zunächst bis zum Grade des Möglichen und des der Bundeswehr Zumutbaren gehindert werden (BVerwGE 42, 20 [BVerwG 28.02.1973 - BVerwG VIII C 116.70] [22 ff.]; Urteile vom 28. Februar 1973 - BVerwG 8 C 176.70 - und vom 22. Mai 1974 - BVerwG 8 C 179.72 -).
- BVerwG, 22.05.1974 - VIII C 179.72
Rechtsmittel
Auszug aus BVerwG, 12.04.1978 - 8 C 70.76
Daß ein Grundwehrdienstleistender die die Bundeswehr inkriminierende Schrift "Soldat 74" mitverfaßt, unterzeichnet und an ihrer Bekanntgabe auf einer Pressekonferenz in Bundeswehruniform teilgenommen hat, ist allein noch kein Entlassungsgrund (Anschluß BVerwG, 22.05.1974, 8 C 179.72).Diese Entscheidung ist nach § 138 Abs. 2 Wehrdisziplinarordnung - WDO - in der hier anzuwendenden Fassung vom 4. September 1972 (BGBl. I S. 1665) für die Beurteilung der hier geltend gemachten Rechte aus dem Dienstverhältnis bindend (Urteile vom 28. Februar 1973 - BVerwG 8 C 176.70 - und vom 22. Mai 1974 - BVerwG 8 C 179.72 -).
Daher ist nicht zu prüfen, ob das Verhalten des Klägers mit Art. 5 GG oder anderweitig zu rechtfertigen war (Urteile vom 28. Februar 1973 - BVerwG 8 C 176.70 - und vom 22. Mai 1974 - BVerwG 8 C 179.72 -).
Nach der Rechtsprechung des Senats (BVerwGE 42, 20 [BVerwG 28.02.1973 - BVerwG VIII C 116.70]; Urteile vom 28. Februar 1973 - BVerwG 8 C 176.70 - und vom 22. Mai 1974 - BVerwG 8 C 179.72 -) gehören zur militärischen Ordnung alle Elemente, welche die Verteidigungsbereitschaft der Bundeswehr nach den gegebenen rechtlichen und tatsächlichen Verhältnissen erhalten.
Hieran müssen sie zunächst bis zum Grade des Möglichen und des der Bundeswehr Zumutbaren gehindert werden (BVerwGE 42, 20 [BVerwG 28.02.1973 - BVerwG VIII C 116.70] [22 ff.]; Urteile vom 28. Februar 1973 - BVerwG 8 C 176.70 - und vom 22. Mai 1974 - BVerwG 8 C 179.72 -).
- BVerwG, 30.01.1968 - VI C 35.65
Auszug aus BVerwG, 12.04.1978 - 8 C 70.76
Denn diese Entlassung ist ein gestaltender Verwaltungsakt, der seine Wirkung mit seinem Erlaß entfaltet und ausdrücklich an das bisherige vor der Entlassung liegende Verhalten des Betroffenen anknüpft (Urteile vom 30. Januar 1968 - BVerwG 6 C 35.65 - [Buchholz 232 § 32 BBG Nr. 16] und vom 28. Februar 1973 - BVerwG 8 C 116.70 - [BVerwGE 42, 20 [BVerwG 28.02.1973 - BVerwG VIII C 116.70] = Buchholz 448.0 § 29 WPflG Nr. 8]).
- BVerwG, 07.07.2004 - 6 C 17.03
Wehrdienst; militärische Ordnung; Pflicht der Soldaten zur Verfassungstreue; …
a) Entscheidungserheblicher Zeitpunkt für die Beurteilung der Sach- und Rechtslage ist die Entlassung des Klägers aus dem Wehrdienst, denn es handelt sich um einen gestaltenden Verwaltungsakt, der seine Wirkung mit dem Erlass entfaltet und ausdrücklich an das "bisherige Verhalten" vor der Entlassung liegende Verhalten des Betroffenen anknüpft (Urteil vom 28. Februar 1973 - BVerwG VIII C 116.70 - BVerwGE 42, 20 = Buchholz 448.0 § 29 WPflG Nr. 8 S. 22, 24 ff.; Urteil vom 12. April 1978 - BVerwG 8 C 70.76 - Buchholz 448.0 § 29 WPflG Nr. 18 S. 5, 6).Dazu gehören alle Elemente, welche die Verteidigungsbereitschaft der Bundeswehr nach den gegebenen rechtlichen und tatsächlichen Verhältnissen erhalten (…vgl. Urteil vom 28. Februar 1973, a.a.O. S. 24; Urteil vom 12. April 1978, a.a.O. S. 7).
Die Gefährdung ist dann ernstlich, wenn der Schaden für die Verteidigungsbereitschaft konkret droht und nachhaltige und schwerwiegende Regelverletzungen vorliegen (…vgl. Urteil vom 28. Februar 1973, a.a.O. S. 24 f.; Urteil vom 12. April 1978, a.a.O.).
Dem liegt die Vorstellung des Gesetzgebers zugrunde, dass der Soldat mit der Schädigung seiner Einheit über Nachahmungs- und Wiederholungseffekte Wirkungen zum Nachteil der gesamten Bundeswehr auslösen kann (…vgl. Urteil vom 28. Februar 1973, a.a.O. S. 26; Urteil vom 12. April 1978, a.a.O. S. 9).
- BVerwG, 06.05.2010 - 6 B 73.09
Entlassung aus dem Wehrdienst; fremdenfeindliches Verhalten
Ferner ist zu berücksichtigen, dass dem im Tatbestand der Vorschrift enthaltenen weiteren Merkmal des Verbleibens in der Bundeswehr eine Entlassungsschranke innewohnt, deren Beachtung mit Rücksicht auf die allgemeine Wehrpflicht verlangt, dass Wehrpflichtige bis zur Grenze des Möglichen und des der Bundeswehr Zumutbaren gehindert werden, sich durch ihre Entlassung nach § 29 Abs. 1 Satz 3 Nr. 5 WPflG ihrer Wehrpflicht zu entziehen (Urteile vom 28. Februar 1973 - BVerwG 8 C 116.70 - BVerwGE 42, 20 = Buchholz 448.0 § 29 Nr. 8 S. 27 f., vom 22. Mai 1974 - BVerwG 8 C 179.72 - Buchholz 448.0 § 29 WPflG Nr. 13 S. 43, vom 12. April 1978 - BVerwG 8 C 70.76 - Buchholz 448.0 § 29 WPflG Nr. 18 S. 7 f. und vom 7. Juli 2004 - BVerwG 6 C 17.03 - Buchholz 448.0 § 29 WPflG Nr. 21 S. 5 f.), wobei es für die von der Beklagten aufgeworfene Frage nicht darauf ankommt, ob diese Entlassungsschranke im Fall des Klägers, der zur Zeit des ihm vorgeworfenen Verhaltens gemäß § 6b WPflG freiwilligen zusätzlichen Wehrdienst im Anschluss an seinen Grundwehrdienst leistete, abgesenkt sein könnte (vgl. in diesem Sinne für militärfachlich als Ärzte verwendete Grundwehrdienstleistende: Urteil vom 28. Februar 1973 - BVerwG 8 C 176.70 - Buchholz 448.0 § 29 WPflG Nr. 9 S. 31). - BVerwG, 13.04.1993 - 8 B 60.93
Aufschiebende Wirkung eines Widerspruchs und einer Anfechtungsklage gegen die …
Die Entlassung ist ein gestaltender Verwaltungsakt (vgl. Urteile vom 20. August 1975 - BVerwG VIII C 46.74 - Buchholz 448.0 § 29 WPflG Nr. 16 S. 1 , vom 12. April 1978 - BVerwG 8 C 70.76 - Buchholz 448.0 § 29 WPflG Nr. 18 S. 5 und vom 2. Juli 1982 - BVerwG 8 C 101.81 - Buchholz 448.11 § 43 ZDG Nr. 2 S. 1 ), der das Dienstverhältnis regelmäßig mit Ablauf des festgesetzten Entlassungstags beendet (§ 44 Abs. 1 ZDG). - BVerwG, 12.12.1979 - 8 C 2.78
Nichtzulassung der Revision mangels grundsätzlicher Bedeutung - Verletzung der …
Denn die Entlassung aus dem Wehrdienst ist ein gestaltender Verwaltungsakt, der seine Wirkung mit seinem Erlaß entfaltet und ausdrücklich an das bisherige, vor der Entlassung liegende Verhalten des Betroffenen anknüpft (Urteile vom 30. Januar 1968 - BVerwG 6 C 35.65 - [Buchholz 232 § 32 BBG Nr. 16]; vom 28. Februar 1973 - BVerwG 8 C 116.70 - [BVerwGE 42, 20 (21) [BVerwG 28.02.1973 - VIII C 116/70]] und BVerwG 8 C 176.70; vom 22. Mai 1974 - BVerwG 8 C 179.72 - vom 12. April 1978 - BVerwG 8 C 69.76 und BVerwG 8 C 70.76 -). - BVerwG, 31.05.1979 - 8 CB 2.78
Beschwerde gegen die Nichtzulassung einer Revision
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