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Rechtsprechung
   OLG Braunschweig, 25.10.2012 - 8 U 15/12   

Zitiervorschläge
https://dejure.org/2012,38910
OLG Braunschweig, 25.10.2012 - 8 U 15/12 (https://dejure.org/2012,38910)
OLG Braunschweig, Entscheidung vom 25.10.2012 - 8 U 15/12 (https://dejure.org/2012,38910)
OLG Braunschweig, Entscheidung vom 25. Oktober 2012 - 8 U 15/12 (https://dejure.org/2012,38910)
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Volltextveröffentlichungen (3)

  • Entscheidungsdatenbank Niedersachsen

    § 666 BGB; § 667 BGB; § 675 BGB
    Umfang der nachvertraglichen Aufklärungspflicht der anlageberatenden Bank über erhaltene Provisionen und Rückvergütungen

  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    BGB § 666; BGB § 667; BGB § 675
    Umfang der nachvertraglichen Aufklärungspflicht der anlageberatenden Bank über erhaltene Provisionen und Rückvergütungen

  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Kurzfassungen/Presse (3)

  • Rechtslupe (Kurzinformation/Zusammenfassung)

    Nachvertragliche Aufklärungspflicht der Bank

  • Wolters Kluwer (Kurzinformation)

    Kein nachvertraglicher Auskunftsanspruch gegen Bank über Zuwendungen ohne Darlegung der einzelnen Wertpapierkäufe

  • Wolters Kluwer(Abodienst, Leitsatz/Tenor frei) (Leitsatz)

    Umfang der nachvertraglichen Aufklärungspflicht der anlageberatenden Bank über erhaltene Provisionen und Rückvergütungen

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Wird zitiert von ...Zitiert selbst (10)

  • BGH, 27.09.2011 - XI ZR 182/10

    Zwei Schadensersatzklagen von Lehman-Anlegern

    Auszug aus OLG Braunschweig, 25.10.2012 - 8 U 15/12
    Auch beim sogenannten Festpreis- oder Eigengeschäft der Bank bestehe keine Aufklärungspflicht über Zuwendungen (unter Hinweis auf BGH NJW 2012, 66 ff. und BGH NJW-RR 2012, 43 ff. [BGH 27.09.2011 - XI ZR 178/10]).

    Nichts anderes gilt nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs dann, wenn von der beratenden Bank fremde Anlageprodukte im Wege des Eigengeschäfts (§ 2 Abs. 3 Satz 2 WpHG) zu einem über dem Einkaufspreis liegenden Preis veräußert werden (vgl. BGH NJW 2012, 66 ff. Rdn. 37 ff.).

    Nach der gesetzgeberischen Grundentscheidung trifft die Bank als Verkäuferin der vom Anleger georderten Wertpapiere keine Pflicht zur Offenlegung ihrer Gewinn- oder Handelsspanne (vgl. BGH NJW 2012, 66 ff. Rdn. 43).

    Die beratende Bank braucht daher weder über die Existenz, noch über die Höhe, die Herkunft oder die Zusammensetzung des Gewinns aufzuklären, den sie mit einem empfohlenen Anlageprodukt erzielt (vgl. BGH NJW 2012, 66 ff. Rdn. 43).

    Die beratende Bank ist aufgrund des Beratungsvertrages auch nicht verpflichtet, ihren Kunden darüber zu informieren, dass der Zertifikaterwerb im Wege des Eigengeschäftes erfolgt (vgl. BGH NJW 2012, 2873 ff. [BGH 26.06.2012 - XI ZR 316/11] Rdn. 30 und BGH NJW 2012, 66 ff. Rdn. 48).

    Die Rückvergütung setzt daher ein Dreipersonenverhältnis voraus (vgl. BGH NJW 2012, 66 ff. Rdn. 41; OLG Düsseldorf BKR 2011, 25 ff. [OLG Düsseldorf 16.12.2010 - I-6 U 200/09] sowie n.v. Urteil des Senates vom 28. Juni 2012 - 8 U 129/11 -).

  • BGH, 26.06.2012 - XI ZR 316/11

    Bankenhaftung bei Anlageberatung: Aufklärungspflichten bei dem Verkauf von …

    Auszug aus OLG Braunschweig, 25.10.2012 - 8 U 15/12
    Rn. 23 2. Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs ist eine Bank, die eigene Anlageprodukte empfiehlt, grundsätzlich nicht verpflichtet, ihren Kunden darüber aufzuklären, dass sie mit diesen Produkten Gewinne erzielt (vgl. BGH NJW 2012, 2873 ff. Rdn. 19;… BGH NJW-RR 2012, 43 ff. Rdn. 40 sowie BGH…, Urteil vom 16. Oktober 2012 - XI ZR 36/11 - Rdn. 27).

    Die beratende Bank ist aufgrund des Beratungsvertrages auch nicht verpflichtet, ihren Kunden darüber zu informieren, dass der Zertifikaterwerb im Wege des Eigengeschäftes erfolgt (vgl. BGH NJW 2012, 2873 ff. [BGH 26.06.2012 - XI ZR 316/11] Rdn. 30 und BGH NJW 2012, 66 ff. Rdn. 48).

    Rn. 27 b) Sofern die Kläger mit der Beklagten hinsichtlich der Beschaffung der streitbefangenen Wertpapiere Kommissionsgeschäfte vereinbart haben sollten, ergäbe sich allein daraus noch keine Aufklärungspflicht der Beklagten über von den Emittenten an sie gezahlte Provisionen (vgl. dazu BGH NJW 2012, 2873 ff. Rdn. 39 ff.).

    Ob eine vom Emittenten des Wertpapiers an die Bank gezahlte (Vertriebs-)Provision nach der höchstrichterlichen Rechtsprechung zur auftrags- bzw. kommissionsrechtlichen Auskunfts- und Herausgabepflicht gemäß §§ 666, 667 BGB, 384 Abs. 2 HGB grundsätzlich als "aus der Geschäftsbesorgung erlangt" an den Kunden herauszugeben ist, ist streitig (zum Meinungsstand vgl. BGH NJW 2012, 2873 ff. [BGH 26.06.2012 - XI ZR 316/11] Rdn. 42).

    Rn. 31 a) Allein das generelle, für jeden Anbieter wirtschaftlicher Leistungen am Markt typische Gewinnerzielungsinteresse einer Bank begründet für sich genommen noch keine beratungsvertragliche Verpflichtung zur Aufklärung über die von der Emittentin an die Bank gezahlte Provision (vgl. BGH NJW 2012, 2873 ff. [BGH 26.06.2012 - XI ZR 316/11] Rdn. 46).

    Unter Innenprovisionen sind danach nicht ausgewiesene Vertriebsprovisionen zu verstehen, die in den Anschaffungs- oder Herstellungskosten eines Kaufobjekts - versteckt - enthalten sind (vgl. BGH NJW 2012, 2873 ff. [BGH 26.06.2012 - XI ZR 316/11] Rdn. 47).

  • OLG Frankfurt, 29.02.2012 - 19 U 188/11

    Auskunftsanspruch des Anlegers bei Wertpapiergeschäften über von der Bank …

    Auszug aus OLG Braunschweig, 25.10.2012 - 8 U 15/12
    Dass die Ausführung von Aufträgen zum Kauf börsengehandelter Wertpapiere (Effekten) im Wege eines Kommissionsgeschäftes den Regelfall darstellt, ist im Übrigen zweifelhaft (vgl. dazu OLG Frankfurt NJW-RR 2012, 1075 ff. Rdn. 24).

    Rn. 38 a) Zwar kann ein Anlageberatungsvertrag als Auftragsverhältnis bzw. bei Entgeltlichkeit als Dienstvertrag mit Geschäftsbesorgungscharakter gemäß §§ 611, 675, 662 BGB zu qualifizieren sein (vgl. OLG Frankfurt, Urteil vom 28. März 2012 - 9 U 104/10 - Rdn. 36, veröffentlicht in juris, und OLG Frankfurt NJW-RR 2012, 1075 ff. Rdn. 15; nicht notwendig jedoch beim Eigengeschäft bzw. Eigenhandel der Bank mit Wertpapieren, vgl. BGH…, Urteil vom 16. Oktober 2012 - XI ZR 367/1 - Rdn. 39, veröffentlicht in juris).

    Auch der Auskunftsanspruch nach § 666 BGB orientiert sich unter anderem am Maßstab der Erforderlichkeit und der Zumutbarkeit (§ 242 BGB, vgl. OLG Frankfurt NJW-RR 2012, 1075 ff. Rdn. 17).

    Diese Darlegungs- und Beweislast gilt auch hinsichtlich der Frage der Erforderlichkeit der Auskunftserteilung (vgl. OLG Frankfurt NJW-RR 2012, 1075 ff. Rdn. 22).

  • BGH, 27.09.2011 - XI ZR 178/10

    Zwei Schadensersatzklagen von Lehman-Anlegern

    Auszug aus OLG Braunschweig, 25.10.2012 - 8 U 15/12
    Auch beim sogenannten Festpreis- oder Eigengeschäft der Bank bestehe keine Aufklärungspflicht über Zuwendungen (unter Hinweis auf BGH NJW 2012, 66 ff. und BGH NJW-RR 2012, 43 ff. [BGH 27.09.2011 - XI ZR 178/10]).

    Rn. 23 2. Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs ist eine Bank, die eigene Anlageprodukte empfiehlt, grundsätzlich nicht verpflichtet, ihren Kunden darüber aufzuklären, dass sie mit diesen Produkten Gewinne erzielt (…vgl. BGH NJW 2012, 2873 ff. Rdn. 19; BGH NJW-RR 2012, 43 ff. Rdn. 40 sowie BGH…, Urteil vom 16. Oktober 2012 - XI ZR 36/11 - Rdn. 27).

    Bei der Abwicklung eines Wertpapierkaufs im Wege des Eigengeschäfts fehlt es an einem vergleichbaren - offen zu legenden - Interessenkonflikt der Bank (vgl. BGH NJW-RR 2012, 43 ff. Rdn. 46).

    Ein Umstand, der - wie die Gewinnerzielungsabsicht des Verkäufers - für den Kunden im Rahmen des Kaufvertrages offensichtlich ist, lässt innerhalb des Beratungsvertrages seine Schutzwürdigkeit entfallen (vgl. BGH NJW-RR 2012, 43 ff. [BGH 27.09.2011 - XI ZR 178/10] Rdn. 47).

  • OLG Frankfurt, 28.03.2012 - 9 U 104/10

    Zur Frage eines Auskunftsanspruchs gegen die Bank wegen von ihren Mitarbeitern …

    Auszug aus OLG Braunschweig, 25.10.2012 - 8 U 15/12
    Er muss deshalb auch darlegen und gegebenenfalls beweisen, dass die Zahlungen an die Bank nicht aus dem Anlagevermögen, sondern aus offen ausgewiesenen Vertriebskosten geleistet worden sind (vgl. n.v. Urteil des Senates vom 28. Juni 2012 - 8 U 129/11 -, ebenso OLG Frankfurt, Urteil vom 28. März 2012 - 9 U 104/10 - Rdn. 44, veröffentlicht in juris).

    Rn. 38 a) Zwar kann ein Anlageberatungsvertrag als Auftragsverhältnis bzw. bei Entgeltlichkeit als Dienstvertrag mit Geschäftsbesorgungscharakter gemäß §§ 611, 675, 662 BGB zu qualifizieren sein (vgl. OLG Frankfurt, Urteil vom 28. März 2012 - 9 U 104/10 - Rdn. 36, veröffentlicht in juris, und OLG Frankfurt NJW-RR 2012, 1075 ff. Rdn. 15; nicht notwendig jedoch beim Eigengeschäft bzw. Eigenhandel der Bank mit Wertpapieren, vgl. BGH…, Urteil vom 16. Oktober 2012 - XI ZR 367/1 - Rdn. 39, veröffentlicht in juris).

  • BGH, 09.03.2011 - XI ZR 191/10

    Kapitalanlageberatung: Aufklärungspflichtige Rückvergütungen in Abgrenzung zu …

    Auszug aus OLG Braunschweig, 25.10.2012 - 8 U 15/12
    Insbesondere bei Banken werde vermutet, dass diese als Anlageberater und nicht lediglich als Anlagevermittler tätig würden (unter Hinweis auf BGH, Beschluss vom 09. März 2011 - XI ZR 191/10 -).
  • BGH, 12.02.2004 - III ZR 359/02

    Pflicht zur Offenlegung einer Provision bei der Vermittlung von Anteilen an einem …

    Auszug aus OLG Braunschweig, 25.10.2012 - 8 U 15/12
    Eine Aufklärungspflicht der Bank besteht jedoch nur dann, wenn die Innenprovision 15 % des Anlagevermögens überschreitet (vgl. BGHZ 158, 110 ff. Rdn. 38 f.).
  • BGH, 16.10.2012 - XI ZR 367/11

    Bankenhaftung bei Anlageberatung: Aufklärungspflichten bei dem Verkauf von …

    Auszug aus OLG Braunschweig, 25.10.2012 - 8 U 15/12
    Diese sind dadurch gekennzeichnet, dass dem Kunden der tatsächliche Empfänger einer von ihm zu erbringenden Zahlung nicht offenbart wird (vgl. BGH, Urteil vom 16. Oktober 2012 - XI ZR 367/11 - Rdn. 35, veröffentlicht in juris).
  • BGH, 11.09.2012 - XI ZR 476/11

    Verpflichtung einer Bank zur Aufklärung des Anlegers über die an sie fließende …

    Auszug aus OLG Braunschweig, 25.10.2012 - 8 U 15/12
    Entgegen der Rechtsauffassung der Kläger besteht auch keine Aufklärungspflicht der Bank hinsichtlich erhaltener Rückvergütungen oder Zuwendungen, wenn die Bank ohne Beratung ein Anlageprodukt vertreibt oder ein bloßer Anlagevermittlungsvertrag zustande gekommen ist (vgl. BGH, Beschluss vom 11. September 2012 - XI ZR 476/11 - Rdn. 9; veröffentlicht in juris).
  • OLG Düsseldorf, 16.12.2010 - 6 U 200/09

    Beratungspflichten der Bank bei Kapitalanlagen in Indexzertifikaten der …

    Auszug aus OLG Braunschweig, 25.10.2012 - 8 U 15/12
    Die Rückvergütung setzt daher ein Dreipersonenverhältnis voraus (…vgl. BGH NJW 2012, 66 ff. Rdn. 41; OLG Düsseldorf BKR 2011, 25 ff. [OLG Düsseldorf 16.12.2010 - I-6 U 200/09] sowie n.v. Urteil des Senates vom 28. Juni 2012 - 8 U 129/11 -).
  • BGH, 14.01.2014 - XI ZR 355/12

    Zur Wirksamkeit einer klauselmäßigen Behaltensvereinbarung für …

    Herausgabeansprüche seien deshalb beim Festpreisgeschäft in der Regel abzulehnen, wohl aber beim Kommissionsgeschäft gegeben (vgl. OLG Frankfurt am Main, NJW-RR 2012, 1075, 1076 sowie OLG Braunschweig, Urteil vom 25. Oktober 2012 - 8 U 15/12, juris Rn. 39 ff.;… wiederum anders Fuchs, WpHG, § 31d Rn. 54, der Herausgabeansprüche bei der Kommission nur bei vorausgegangener Anlageempfehlung bejaht).
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